Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) 750. Todestag Federico Secondo, Friedrich II.

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Eintrag #1 vom 13. Dez. 2000 10:34 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Hiho, heute jährt sich zum siebenhundertundfünfzigsten Male der Todestag des italienischen Staufers Friedrich II. (25.12.1194-13.12.1250), der schon von seinen Zeitgenossen “stupor mundi” genannt wurde, das Staunen (oder auch das Erschrecken) der Welt. Als Kind Mündel des Papstes, als christlicher Herrscher aufgewachsen in engem Kontakt zur arabischen und jüdischen Kultur Siziliens wurde er als römisch-deutscher Kaiser, König von Sizlien und Jerusalem zur vielleicht umstrittensten Figur der mittelalterlichen Geschichte überhaupt. Dieser Thread soll das Leben dieser zwischen Heilsbringer und Antichrist schwankenden Figur und insbesondere der Kultur des Stauferhofes in Süditalien diskutieren. Zur Erstinformation sei auf meine Titelstory in der aktuellen Karfunkel verwiesen *g* Ich bin gespannt auf Eure Beiträge,
Magister

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Eintrag #2 vom 13. Dez. 2000 11:53 Uhr Ute Gebhard   Nachricht

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hullo magister, was für eine interessante idee…. da ich ja mit friedrich II einiges am hut habe, fang ich einfach mal an…. “Unsere wahre Absicht ist, sichtbar zu machen die Dinge, die sind, wie sie sind.” Zitat Friedrich II von Hohenstaufen ein mann zum staunen und zum fürchten, ein mensch, der seine zeit, in der er lebte, gleichzeitig aufs höchste verwirrte und entzückte.er war heiss oder kalt, aber niemals lauwarm… einordnen kann man ihn schwer, zu vielseitig, zu ungewöhnlich, passt er wohl nicht in die üblichen schubladen. ich denke, er wollte den dingen immer auf den grund gehen, auch wenn diese “neugier” mit grausamkeit verbunden war, das war wohl zweitrangig, aber der wissensdurst musste gestillt sein… ein ewiger peter pan? er hatte, soweit ich weiss, überragende begabungen auf vielen gebieten, und er versuchte nicht, jemand zu sein, er “war” einfach er selber….falls jemand versteht, was ich meine. seine seele hatte sowohl okzidentale als auch orientalische facetten, dies hat man ihm angekreidet, vorgeworfen… er sprach die blumige sprache der araber so gut wie das sizilianisch der fischer….kind aus apulien…. “In dir da liegt gefangen mein Anfang und mein Ende. So hebe deine Hände, zerbrich der Knechtschaft Siegel und stille dies Verlangen, auf daß mein stetes Hoffen, befreit von Schloß und Riegel, die Türe zur Erlösung findet offen.” (aus einem Gedicht Federicos) ich gäbe viel für eine zeitmaschine, dieser mensch war wahrlich vom unruhvollen stamm! Truda die Botin (der mag weiss schon, warum.. ;-) )

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Eintrag #3 vom 13. Dez. 2000 14:27 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Aus Zeitgründen nur extrem kurz: Ich erweise Fridericus II, dem größten König, Kaiser und Weltmann seiner Zeit meine ergebene Aufwartung. Natürlich war er nicht perfekt und damals wie heute lösen/lösten so manche Handlungen und Thesen von IHM Verwunderung und/oder Empörung aus, trotzdem war der Staufer gewiß der Größten einer. Konkreteres evt. später.
Mit den besten Grüßen, HvE (Thomas)

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Eintrag #4 vom 13. Dez. 2000 19:18 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Sein Verhalten anderer Religionen gegenüber war für seine Zeit recht ungewöhnlich. Denke, er war der tolleranteste Kaiser den es je auf dem deutschen Thron gegeben hat. Gruß v. Arlen

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Eintrag #5 vom 14. Dez. 2000 00:53 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, auch ich nur in Kürze, wegen der Zeit: Es gibt keinen Herrscher des Mittelalters, der das Ideal des Königs und Kaisers in die Moderne übertragen hat, wie ER es tat. Und es gibt keine Person der Geschichte, die noch bis in unsere Tage hinein so verleumdet und verteufelt wird, wie mein Herr Friedrich, der für einen Wimpernschlag in der Geschichte die Welt veränderte. Stupor mundi - das Staunen der Welt!
Euer Haduwolff

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Eintrag #6 vom 14. Dez. 2000 03:41 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Jaaaaaa, er war ein toleranter, ein moderner, ein weitblickender Herrscher, doch ich muß als advocatus diaboli auch an David Abulafia und seine Biographie aus den neunziger Jahren erinnern (genauen Titel liefere ich nach), der besonders breit die Schwächen dieser Argumentation aufzeigt. Vieles “Moderne” war schon bei Friedrichs normannischen Vorfahren auf dem sizilischen Königsthron angelegt, insbesondere die Gesetzgebung seines Großvaters Roger II. nahm vieles “friderizianische” voraus. Und die Toleranz: Nun, bei den Ketzern hörte sie bekanntlich auf. Was davon innerlich, religiös, weltanschulich gewollt war und was politisches Kalkül, ist sicherlich Gegenstand künftiger Diskussionen. War es nur logisch, zwingend fast für den Erben der Könige Siziliens, deren Politik fortzusetzen? Was davon war ureigener Entschluß, was war persönliches Wollen? Wir alle kennen die Schreckensbilder eines Salimbene eines Matthaeus Parisiensis und Anderer … die Schauerstories von dem Kanzlisten, dem der Daumen abgeschnitten wurde, weil er den kaiserlichen Namen falsch schrieb. Auch das war Friedrich: Er war grausam, doch großartig selbst in seiner Grausamkeit. Der größte unter den Fürsten der Erde … das Staunen der Welt …
Magister

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Eintrag #7 vom 14. Dez. 2000 08:15 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, …Magister, Du meinst : David Abulafia: Herrscher zwischen den Kulturen, Berlin 1991 ISBN 3-88680-354-6. Ich werde einen kurzen Bücherspiegel am Wochenende zusammenstellen. A propos advocatus diaboli…die Vorwürfe eines Salimbene, der übrigens Propagandist des Papstes war, sowie der anderen sind heutzutage zweifelsfrei als die übliche Lügenhetze der Papstkirche entlarvt. Auch ist die Geschichte vom Kanzlisten genauso wie die Sache mit den “sprachlosen” Kindern ein böses Lügenmärchen. Die meisten der Hetzgeschichten tauchen im Laufe der Geschichte auch gegen andere Gegner des Weltherrschaftsdenkes der Päpste auf… Beispiel: das berühmte Zitat über die drei Lügner, das Friedrich gesagt haben soll…das wurde auch gegen Heinrich II., gegen Karl und sogar den antiken Alexander immer wieder zitiert. Immer, wenn die Kirche nicht weiterkam, wurden die gleichen Horrorgeschichten erzählt. Eines aber stimmt - der Kaiser war von gnadenloser Härte gegen seine Feinde. Beispiel die Stadt Sora am Fusse des Apennin. Wer mag schmutzigen, simplen Verrat schon…doch um seinen Sohn Heinrich hat er geweint, trotz vielfachen Hochverrats.
Euer Haduwolff

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Eintrag #8 vom 14. Dez. 2000 19:20 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Ich habe ja schon einiges über Friedrich II. gelesen und was ich bis dato noch immer nicht verstanden habe: Warum hat er niemals den Versuch unternommen, den Papst fest- bzw. abzusetzen, der ihm das Leben so schwer machte? Wieso griff er nie zu diesem probaten Mittel, dessen sich nicht zuletzt sein Großvater Friedrich I. nicht nur einmal bediente?
Udo

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Eintrag #9 vom 14. Dez. 2000 22:13 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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“Die Sonne der Welt mit ihrem hellen Glanz unter den Völkern, die Sonne der Gerechtigkeit, der Hort des Friedens sind untergegangen. Wenn ihr jedoch die näheren Umstände erwägt, werdet ihr Trost finden. Es lebte nämlich unser Vater allzeit glücklich und siegreich; die Majestät Gottes zeigte ihm während seines Lebens durch ihren Beistand bei seinen Erfolgen ihre Anerkennung und Billigung, sie wollte ihm diese auch bei seinem Tode nicht versage n. Als sich die Anzeichen seines Elendes einstellten, bestimmte der Kaiser in seinem Testament für seine Getreuen bereitwilligst kostbare und herrliche Geschenke, gedachte aber auch zerknirschten Herzens demütig seiner Mutter, der hochheiligen römischen Kirche, als ein rechter Eiferer für den wahren Glauben und ordnete an, dass der Schaden, den er den Kirchen wohl ungern und herausgefordert zugefügt hatte, vollständig ersetzt werde”. So der Herrscher Siziliens Manfred an seinen Bruder, den römischen König Konrad 1250 (Originaltext bei: Huillard-Bréholles, Historia Diplomatica Friderici II, Bd. VI, S. 794). War Friedrich vielleicht ein Feind bestimmter Päpste, aber mitnichten der Kirche und schon gar nicht des christlichen Glaubens, wie manche es gerne hätten?
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd

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Eintrag #10 vom 14. Dez. 2000 22:21 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Wetten, daß Friedrich keine ihm gewittmete Briefmarke erhält? Karl der Große, Heinrich der Löwe, Friedrich der Große…ja, die! Und Otto der Große, Barbarossa und jetzt Friedrich? Keine ist mir bekannt. Und ich bezweifle es echt, daß Friedrich diese Ehre wiederfährt. Von dem Briefmarkensammler v. Arlen

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Eintrag #11 vom 14. Dez. 2000 23:00 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, …Christoph, es ist länger her, aber es gab eine Serie mit u.A. Abbuldingen diverser Kaiser. Eine war mit dem Bildnis des thronenden Kaisers geschmückt, das im Falkenbuch ist… vielleicht finde ich sie ja in meinem berüchtigen Sumpf… Udo, seit der Flucht des Papstes nach Südfrankreich, plante der Kaiser, den Papst festzusetzen, und unter seiner Kontrolle zu halten. Als er 1250 starb, sollte der entsprechende Feldzug, eine kombinierte See/Landzangenbewegung im Frühjahr starten. Schade, das wäre sicher spannend geworden, wenn er die Kirche umgekrempelt hätte. Sicher wären der Hexenwahn, diverse Judenverfolgungen und andere christliche Schandtaten der Menschheit erspart worden… Nikolaj, Fridericus war nicht Feind des Christentums, und auch der Institution Kirche, er nutzte sie wie alle Herrscher des Mittelalters. Die Feindschaften waren sehr persönlich. Alles weitere im Kantorowicz..
Euer Haduwolff

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Eintrag #12 vom 15. Dez. 2000 01:56 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Hiho, es gab eine Sondermarke. 1994, zum 800. Geburtstag, die Falkenbuch-Abbildung. Wahrscheinlich deswegen jetzt keine.
Magister

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Eintrag #13 vom 15. Dez. 2000 02:14 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Friedrich hat sehr gut erkannt, daß er, hätte er den Papst abgesetzt, auch sich selbst geschadet hätte, da bei Institutionen, Kaisertum und Papsttum auf das Engste miteinander verknüpft waren. In diesem Sinne war er weit einsichtiger als Gregor IX. und Innozenz IV., die doch nur den Weg zu dem Desaster bahnten, das mit Bonifaz VIII. und dem was danach kam, bahnten. Nein, Friedrich war kein Feind der Kirche, seine Ketzergesetze und überhaupt die sizilische Gesetzgebung haben bewiesen, daß er versuchte, mit und teilweise durch die Kirche zu herrschen, dazu war er ein Mensch des Mittelalters. Und zu Nikolajs Zitat: Natürlich haben Friedrich und auch Manfred (der das 1254 in seinem Versuch einer Verständigung mit Innozenz IV. bewiesen hat) erkannt, daß ihre einzige Chancen in einer Verständigung mit dem Papsttum bestand. Aller “Starallüren” zum Trotz, Federico war (auch) ein Realist, eben - wie Nietzsche sagt - der erste moderne Mensch auf dem Thron.
Magister

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Eintrag #14 vom 15. Dez. 2000 09:23 Uhr Arne Hoppmann   Nachricht

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Mal eine frage: Wird das Falkenbuch, das Friedrich damals geschrieben hat, heute noch als Anleitung zur Falkenausbildung(sofern sie noch zur Jagd eingesetzt werden)benutzt?
Gruss Arne

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Eintrag #15 vom 15. Dez. 2000 11:52 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Um Gottes Willen, nicht das Falkenbuch erwähnen! Oder wollt ihr, daß nächstes Jahr die halbe HMA- Szene in wild gestreiften Tuniken rumläuft?
Dietrich

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Eintrag #16 vom 15. Dez. 2000 12:35 Uhr Arne Hoppmann   Nachricht

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Dietrich, tschuldige wenn ich frage, aber es intressiert mich eben, ob es noch verfügbar ist.
Gruss Arne

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Eintrag #17 vom 15. Dez. 2000 13:19 Uhr Michael Schröder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schröder eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Arne, Meines Wissens nach ist das FB im Moment nicht verfügbar. Ich habe letzes jahr noch versucht ein Exemplar des Faksimile-Nachdrucks über den Weltbild-Verlag zu kriegen (solle DM 50,- kosten, *heul*) aber die waren schneller vergriffen als ich ein Fax senden konnte…..
Grüße, Bärchen

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Eintrag #18 vom 15. Dez. 2000 16:37 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Es gibt eine kleine feine Edition von WILLEMSEN, Carl, der sich ja mit der Hofkunst Friedrichs auch ansonsten auseinandergesetzt hat. Aber das ist nur eine kleine Auswahl … einige nette Miniaturen und interessante Kommentare. “Das” Falkenbuch, gemeint ist in der Regel die Manfred-Redaktion, da da Original bei der Belagerung von Parma verloren ging und später ganz verschwand, ist dabei nur ein Beispiel für die Buchmalerei am Stauferhof. Spannend auch die Bibliae Manfredianae, Haddu, Du kennst die, glaube ich ? Wir hatten schon mal drüber gesprochen. (Das ist übrigens diese weltliche Schreiberwerkstatt auf die Aquila im Adler der Frühe anspielt).
Magister

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Eintrag #19 vom 15. Dez. 2000 22:17 Uhr Heiner Härtel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiner Härtel eine Nachricht zu schreiben.

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Seid gegrüßt! Also ein Faksimile des Falkenhandbuches hätte ich ja auch gerne, aber ich weiß dass vor einigen JAhren ein berühmter Vogelkundler für 30 Jahre Herausgeberschaft für ein Wissenschaftswerk eins erhalten hat. Das zu den vermuteten Preisen von 50DM. Ich empfehle in versandbuchhandlungen für Naturkundliche Literatur nachzuschauen (z.B.www.ornibook.de) oder in Buchhandlungen zu stöbern bei den Bibliophilen Taschenbüchern, da habe ich meinen (stark verkleinerten) REPRINT vor Jahren für 30DM bekommen.
MfG Heinrich von Hartenau

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Eintrag #20 vom 18. Dez. 2000 00:43 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hm, über Friedrich II. kann man sehr viel sagen. Ich selbst stehe sehr zu den Aussagen im Thread “Was sagt Ihr zum den Kreuzzügen?”, nämlich, daß die Geschichte immer interpretiert, und ausschließlich aufgrund von (stets rudimentär bleibender), heutiger Kenntnis der jeweiligen Epoche, beurteilt werden muß! Trotzdem fand ich das Buch von HERM, FRIEDRICH: “Freiheit, die ich meine. Eine deutsche Geschichte. Benziger Verlag, Zürich - Köln. 1986.”., als ich es vor ungefähr zehn Jahren las, sehr eindrucksvoll. Herm kontrapunktiert Heinrich (VII.), den deutschen König, zu seinem Vater, Friedrich II. . Immerhin kommt in Herms Buch die Figur Heinrich (VII.) klar zum tragen. ßber Literaturempfehlungen zu Heinrich (VII.) werde ich mich freuen! Hier mal ein paar Ausschnitte. Ich freue mich über Rückmeldungen: S. 152 - 153 “Friedrich II., Barbarossas Enkel, hatte mit seinem sogenannten ”Ketzererlaß“ an die Grundstruktur des Reiches gerührt. Er verordnete etwas, das eigentlich des Papstes gewesen wäre und hob erneut jene Zweigipfligkeit auf, die nunmehr im Rückblick, wirklich wie eine Art von Gewaltenteilung wirken mußte, welche den Reichsbürgern Freiräume zur eigenen Selbstverwirklichung gelassen hatte. Als Barbarossa die Nachfolger Petri in den Schatten drängte, war dies als ein Akt kaiserlicher Gewaltausübung empfunden worden. Nun aber verbündete sich ein deutscher Herrscher mit ihnen und addierte seine seine Regierungsgewalt zu der ihren, das war etwas völlig anderes. Es lief praktisch darauf hinaus, daß alle, die nach päpstlicher Meinung Meinung die Regeln des Glaubens verletzten, auch von der weltlichen Polizei verfolgt und wie es damals üblich war, zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt werden konnten. Mit anderen Worten: Die Verordnung aus Ravenna öffnete in Deutschland der heiligen Inquisition Tür und Tor…”. S. 153: “Wer einem anderen sein Eigentum wegnehmen wollte, ”verketzterte“ ihn einfach. und ernannte sich selbst zum rächenden Kreuzritter! Auf diese Weise haben ganze Grafschaften ihren Besitzer gewechselt. Es war ein Zusatand der blanken Rechtlosigkeit - im Schatten eines kaiserlichen Gesetzes. Unter diesem Aspekt erst tritt die Bedeutung der einfachen Forderung aus dem Frankfurter Landfrieden ”die Gerechtigkeit des Gerichtes“ sei ”ungerechter Verfolgung vorzuziehen“, völlig zutage. Ohne den Ketzern Absolution zu erteilen, untersagt ihr Urheber1), die willkürlichen Verfolgungen, die der Kaiser ermöglicht hatte. Ihnen und auch allen anderen gewährt er, was auch die Magna Charta garantiert: Niemand soll ohne gesetzliches Urteil um Freiheit, Besitz oder Leben gebracht werden können. Ob einer schuldig geworden sei oder nicht, und wessen auch immer, entscheidet kein selbsternannter Ankläger, sondern ein ordentlich eingesetztes Gericht…..”. S. 153/ 154: “Ein König von Deutschland, gerade dreiundzwanzig Jahre alt, kaiserlicher Kronprinz, vom Vater in sein Amt eingesetzt, opponiert mit seinen Anhängern gegen einen Mann, der ihm in mehrfacher Weise übergeodrnet ist. Er verletzt nicht nur seine Sohnespflicht, er begeht offenen Hochverrat, indem er ein Gesetz durch das andere aufhebt….”. S. 163: “Aus allen genannten Gründen behaupte ich, daß daß dieser Friedrich II. die Idee vom Reich mißbraucht und ad absurdum geführt hat. Sein Sohn aber, der so schnöde ausgeklammerte deutsche König, verdient schon deshalb unsere Sympathie, weil er diese Politik zu konterkarrieren suchte. …”.
Gruß von Carsten
1) Friedrichs Sohn Heinrich VII.

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Eintrag #21 vom 18. Dez. 2000 17:49 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Der erste kleine Inquisitionsversuch Innozens III. scheiterte nach kurzer Zeit kläglich durch die Ermordung des Inquisitors und seines Anhangs. Danach war nochmal ca. 50 J. ruhe. Also ging die richtige Inquisition erst nach dem Tode Friedrichs los. “Das Mittelalter und seine kirchl. Entwicklung” A. Ehrhard, Kirchheim & Co. Verlag Mainz, 1906. Kein Zitat, aus dem Kopf jetzt geschrieben! Und einige Scheiterhaufen in einer solchen Zeit wie der Friedrichs waren eh normal. Die Sache mit der Bereicherung ist erst später. Außerdem verdiente nur die Kirche bei Prozessen, nicht der Ankläger. Der konnte außerdem in der großen Inquisitionszeit froh sein, wenn er selbst nicht dran war. Gruß v. Arlen

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Eintrag #22 vom 19. Dez. 2000 10:25 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Wenn Du von der Inquisition als kurialer Behörde sprichst, so ist die kein Werk Innozenz III. sondern seines zweiten nachfolgers Gregor IX. Ich vermute, bezüglich des Inqisitors sprichst Du von Konrad von Marburg, dem Beichtvater der Heiligen Elisabeth, der seit 1227 in seinem Auftrag in Deutschland wirkte und 1233 erschlagen wurde. Friedrich ließ seit den 1220er Jahren in Oberitalien Ketzer verfolgen, hauptsächlich wohl aus machtpolitischen Gründen. Den Feuertod führte er 1224 als Strafe ein, sieben Jahre vor Gregor IX. Solche Aktionen waren typisch für ihn: Wo er ein geeignetes Instrument für seine Politik fand, nutzte er es und Kirche und Frömmigkeit waren im 13. Jahrhundert SEHR mächtige Instrumente.
Magister

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Eintrag #23 vom 19. Dez. 2000 11:16 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, …ja, der arme Heinrich (7), der mit den Klammern. Diese Gestalt ist in ihrer Tragik oft unterschätzt. Er wollte etwas verändern, bewirken, kam aber nie aus dem Schatten des mächtigen Imperators. Doch, bei Licht besehen, hat dieser vergessene König so gut wie alles falsch gemacht, was man hat damals falsch machen können. Der Verrat, gemeinsame Sache mit den spinnerten Lombarden zu machen, war so ungeheuerlich, daß des Kaisers langmut mit dem missratenen Sohn schon sehr verwunderlich ist. Aber wenigstens fühlte sich Heinrich als deutscher König, und wollte was für sein Land tun, etwas, das Friedrich zu sehr vernachlässigt hat. ßbrigens Rechtlosigkeit…Mainzer Landfrieden, die kaiserlichen Vögte und Legaten…die Hoftage (Wien gehört dazu)… Wenn man das damalige Imperium im gesamten anschaut - wen wunderts? Da ist Deutschland, der unzivilisierte Norden nicht so wichtig, zumal dort ein undurchdringlicher Dschungel von kleinen Potentaten herrschte, deren angemasste Fürstenrechte nicht in einer Generation zu entwirren waren. Sehr zum Vergnügen des Klerus, divide et impera eben… Und Friedrich brauchte für den Frieden im Reich diese Fürsten, deren Rechte er gegen den König auch noch stärkte. DAS war sein entscheidender Fehler… …aber war es sein Fehler, hätte er noch 10 Jahre gelebt? Er plante, den Saustall auszumisten, wäre erst das Thema Papst erledigt…und wäre der Papstkrieg nicht gewesen, so hätte er den eisernen Besen auch hier in Deutschland, Germanica angesetzt. Aua, das hätte gekracht!
Euer Haduwolff

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Eintrag #24 vom 19. Dez. 2000 19:36 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Stephan! Da ich es aus dem Gedächtnis schrieb, kann es durchaus sein, daß ich mich mit Innozens vertue. Jedoch mußt Du zugeben, daß die wirkliche Hexen und Ketzerverfolgung im 14 Jhd. ihren anfang nahm. (lese dazu auch TuZ). Grüße v. Arlen (lese dein Buch noch nicht. muß die Reihe Peter d. Gr.-Friedrich d. Gr.-Marie-Antoinette und Napoleon erst durchhaben. Bin jetzt beim 3)

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Eintrag #25 vom 22. Dez. 2000 00:32 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Was mich jetzt nochens interessieren würde: Nachdem Konradin nun in Neapel hingerichtet wurde und das Geschlecht der Staufer zumindest im Mannesstamm erloschen war…wieso griffen die Deutschen da nicht auf die andere grosse familie im Reich, die Welfen, zurück?
Udo

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Eintrag #26 vom 22. Dez. 2000 04:02 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Hiho Udo, weil sie eben keine große Familie wollten. Nach der Absetzung Federicos wurden von den deutschen Fürsten jahrzehntelang entweder relativ machtlose (Wilhelm von Holland 1247, Rudolf von Habsburg 1273, Adolf von Nassau 1292) oder aber landfremde Fürsten (Doppelwahl Richard von Cornwall und Alfons von Kastilien 1257) gewählt. Ein starkes König- und Kaisertum war gar nicht im Interesse der wahlberechtigten Fürsten. Zudem waren die Welfen im 13. Jahrhundert auch nicht mehr so schrecklich mächtig. Da wäre sicherlich als erstes an Ottokar von Böhmen zu denken gewesen, aber der erschien eben einfach schon zu stark als daß man ihm auch noch die deutsche Krone antragen wollte. ßbrigens der gleiche Grund, aus dem sie 1137/38 nicht der Welfe Heinrich der Stolze, Herzog von Sachsen und Bayern, bekommen hatte: Einfach zu übermächtig. Die Fürsten gehorchten da einfach mehr ihren “egoistischen” Eigeninteressen, was ihnen im 19. Jahrhundert den Schimpf patriotischer Historiker eingetragen hatte, dabei war ihr Verhalten ganz einfach ein Trend der Zeit, die im Zeichen der sich verdichtenden Territorialfürstentümer stand, welche allmählich die alten Stammesherzogtümer ablösten.
Magister

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Eintrag #27 vom 22. Dez. 2000 12:27 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, die Welfen wurden schon unter Friedrichs Großvater aus dem Rennen geworfen. Kaiser Otto konnte sich nur mit Hilfe des KLerus halten, und (1228?) gab es den endgültigen Friedensschluß mit den Staufern, dafür durften die Welfen ihren Stammsitz und das Rumpfherzogtum um Braunschweig behalten, ein kluger Zug beider Seiten. Tja, und wer wollte schon die danach staufertreuen Welfen haben? Für die deutschen Fürsten gab es “den Teufel mit Beelzebub austreiben” nicht als alternative, Otto war allen noch in schlechtester Erinnerung…ansonsten siehe Magister. P.S. Wer sich mit Otto beschäftigt, wird feststellen, daß die damaligen Welfen mit den heutigen gewisse ßhnlichkeiten haben, hmhm…
Euer Haduwolff

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Eintrag #28 vom 22. Dez. 2000 12:55 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Fuer die Interessenten am Falkenbuch: bei amazon.de habe ich folgendes gefunden: Das Falkenbuch Friedrichs II. Bibliotheca Apostolica Vaticana, Cod. Pal. Lat. 1071 Gebundene Ausgabe (2000) Akad. Druckanst., Graz; ISBN: 320101740X Es soll in 3-5 Wochen wieder lieferbar sein. Der Preis ist allerdings ziemlich happig: 169 Maeuse. Ist das das gesuchte Faksimile? schoene Weihnachten, Claudia

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Eintrag #29 vom 23. Dez. 2000 12:36 Uhr Marc Lewon   Nachricht

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Zum Falkenbuch: Die gerade genannte Ausgabe habe ich vor kurzem selbst erstanden und kann sie nur empfehlen. Es handelt sich um ein Vollfaksimile in Verkleinerung. Das Gleiche gab es einst wesentlich günstiger in der Reihe “Die bibliophilen Taschenbücher”, wo es aber schon lange vergriffen ist. Die neue Ausgabe ist dafür jedoch hart gebunden und mit schönem Schutzumschlag versehen. Wen der musikalische Aspekt der Jagd, bzw. der Falkenjagd interessiert, der sei hiermit eingeladen einmal auf die Homepage der Freiburger Spielleyt zu blicken (www.freiburger-spielleyt.de), bzw. auf meine eigene (www.lewon.de), auf denen wir unser Konzertprogramm “Des Kaisers Falken” beschreiben. Im Verlaufe des Programmes werden Textstellen aus dem Falkenbuch Friedrichs auf lateinisch (Original) und neuhochdeutsch (ßbersetzung) rezitiert. Gerahmt wird das Ganze von Musik, die Falken, Jagd oder Naturbeschreibungen zum Inhalt hat, vor allem aus dem italienischen Umfeld des Kaisers. Für die Rezitationen habe ich die Gesamtausgabe und ßbersetzung von Willemsen verwendet.
Viele Grüße, Marc Lewon

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Eintrag #30 vom 23. Dez. 2000 21:18 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, naja, bei alldem Todestags-gefeiere…der gute Herr Kaiser hatte auch Geburtstag…
Euer Haduwolff

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Eintrag #31 vom 25. Dez. 2000 23:52 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, …zum 806ten Geburtstag unserem Herren und Kaiser ein dreifaches “VIVAT FRIDERICUS”. Möge er weiter die Geister der Menschen beschäftigen, und die grösste Zeit des Mittelalters so rätselhaft und glanzvoll leuchten lassen! Geboren im Zelt auf dem Marktplatz zu Jesi, dem neuen Betlehem, am 2. Weihnachtstag 1194, getauft in Assisi im selben Taufbecken wie der Heilige Franziskus, gekrönt zum König mit drei Jahren…Straßenkind, Erbe eines Weltreiches…welch eine Geschichte. IHM, dem Wandler der Welt gilt mein Gruß…
Euer Haduwolff

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Eintrag #32 vom 28. Dez. 2000 00:15 Uhr Heiner Härtel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiner Härtel eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, ich schließe mich mit einem “vivat Fridericus” meinem Vorredner (-schreiber) an. Zum Falkenbuch: im Katalog von Ornibook (www.ornibook.de)lese ich im papiernen Katalog: ßber die Kunbst mit Vögeln zu jagen. Miniaturen aus der Handschrift… 88S. Schuber 13×19cm mit Geleitwort für 48DM. Für einen Reprint (was wohl eher zutrifft als Faksimile (Latinisten übersetzt)) ein guter Preis.
MfG Heinrich von Hartenau

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Eintrag #33 vom 29. Dez. 2000 16:03 Uhr Wolfgang Wagner   Nachricht

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Zum Falkenbuch Ich habe eine Taschenbuchausgabe von: Harenberg Edition Die bibliophilen Taschenbücher Nr. 152, 7. Auflage von 1991 ISBN 3-88379-152-0 Kostenpunkt 39,80 DM Mit Kommentar von Carl Arnold Willemsen, Erläuterungen zu jeder Abbildung

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Eintrag #34 vom 03. Feb. 2001 00:11 Uhr Arne Hoppmann   Nachricht

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Ich wollte dazu noch erwähnen: ich habe gerade einen höchst spannenden Roman über das Leben Friedrichs II. gelesen. Er lautet: Wir ein Lamm unter Löwen. Ich weiss zwar nicht, inwiefern der Autor sich an historischen Vorlagen hält, aber das Buch ist sehr spannend. Ich kann es euch nur empfehlen.
Gruss Arnulf von Minden

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Eintrag #35 vom 03. Feb. 2001 03:28 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hallo, Hadu! Leider habe ich hier lange nicht mehr hinein geschaut, weil mich die Herrschergeschichte des HMA - ehrlich gesagt nicht sehr interessiert (sie bietet vor allem eine gewisse Zeitstruktur an, - in etwa wie: in der Zeit der Regierung von X gab es folgende agrarische Entwicklungen … es bildete sich der Y - Stand heraus und der Z - Orden wurde gegründet usf. ! Hier zu Deinem Eintrag 23 in diesem Thread: Na, Hadu, Heinrich VII. fühlte sich ja wohl nicht nur als deutscher König, sondern er war ja auch - durch seinen Vater, Friedrich II. dazu eingesetzt und zunächst als solcher anerkannt - bis zu der Gefangennahme und der Absetzung. Seine Taktik, mit den lombardischen Städten zu koalieren, war nach meinem Verstehen nicht “spinnert”, sondern ein Versuch, innerhalb einer Gesamtstrategie, gegen den Kaiser vorzugehen Seine - Heinrichs VII. - zukunftsweisende Politik, die niedrigen Stände zu “emanzipieren”, zu befördern - was sicher auf Kosten des “alten” Adels gehen mußte, das nationale Königtum aber nur stärken konnte, widersprach sicherlich der Idee vom Kaiser des “römischen Reiches deutscher Nation”, die sich - aus meiner persönlichen Sicht - allerspätestens seit Barbarossa, aufgrund der politischen Situation Europas überlebt hatte. Friedrich II. folgte einer (zweifellos tradierten) Idee, deren Scheitern in der damaligen Zeit bereits abzusehen war. Der Ansatz Heinrichs war weitaus sinnvoller, wie die übrige europäische Geschichte zeigt - und dies war - so denke ich - auch damals schon ansatzweise - einschätzbar. ßbrigens war der PAPSTKRIEG nicht einfach so “da”, Friedrich II. hatte da ja auch seienen Anteil! - Friedrich II. hat, wie Du sagst, Hadu, wirklich sehr viele Fehler gemacht … die wollen viele heute nur nicht mehr sehen. Schließlich wünschen sich manche solch eine “Herrscherfigur”.
Carsten

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Eintrag #36 vom 26. Jun. 2001 19:54 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart hats zZt eine kleine Sonderausstellung zum Thema “Castel del Monte” aus Anlaß des Jahrestages Gruß Hilmar

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Eintrag #37 vom 28. Jun. 2001 16:14 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Arne, das Buch ist zwar ganz nett aber wenn der Autor Kaiser Heinrich VI. einen Brustharnisch und Beinschienen andichtet und an anderer Stelle eine Magd auf dem Burghof Mais stampfen lässt hört es bei mir persönlich auf! Ein schöner Link zum Thema Kaiser Friedrich II: www.stupor-mundi.it
Udo

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Eintrag #38 vom 28. Jun. 2001 16:15 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Verzeihung, es muss heissen www.stupormundi.it
Udo

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Eintrag #39 vom 28. Jun. 2001 20:02 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

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Ich finde das Buch scheisse… bin zwar nur zu drei vierteln durch, aber der Schreibstil von dem Autor geht mir dermaßen auf die Nerven, das ich echt probleme habe mich weiter zu motivieren. Dieser Mensch schafft es einfach nicht seinen Charakteren Leben einzuhauchen. Es sind alles nur Leere, mit Klischees und Schubladenkommentaren ausgestattete Namen, die immer wieder vorkommen.Aber das íst auch nur meine Meinung. Das mit dem Brustharnisch und dem Mais sind wieder so ein paar absolut typische faux pas die einem guten Autor einfach nicht passieren dürfen. Selbst wenn ich das Buch geil finde, habe ich nach solchen Verpeilern echt schwierigkeiten mich wieder für das Buch zu begeistern. Huch, das war ja alles am Thema vorbei. Ich Schlingel. Gruß
Fritz

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Eintrag #40 vom 28. Jun. 2001 21:23 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, …ich denke, der grösste Fehler Friedrichs war, daß er nicht in Rom einmarschiert ist, und das päpstliche Schlangennest ausgehoben hat, und die hohen Herren mal wieder an die apostolische Armut und die Teilung zwischen geistlicher und weltlicher Macht erinnert hat. Dann wäre auch manch anderes vermieden worden…
Euer Haduwolff

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Eintrag #41 vom 04. Jul. 2001 22:30 Uhr Barbara (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, im Stadtmuseum in 70734 Fellbach gibt es eine Ausstellung “Stauferkaiser Friedrich II.” Die Ausstellung läuft bis zum 26. August, ßffnungszeiten (leider) nur Do/Sa/So, 15:00 bis 19:00 Uhr. Barbara
M.A. circuli amicorum

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Eintrag #42 vom 25. Jul. 2001 09:31 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Der ßtna spuckt wieder Feuer…stärker und erschreckender als in den jahren zuvor…die Menschheit wird immer verrückter…die Natur wird schneller denn je vernichtet…
Ist dies der Zeitpunkt an dem unser Herr Freidrich II. von Gottes Gnaden Kaiser und König seinen Schlaf in den Tiefen des Vulkans beendet und, so wie es verheissen ist, zu uns zurückkehrt?
Udo v.d. Ahr

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Eintrag #43 vom 26. Jul. 2001 00:53 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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…ja, wenn der gute Friedrich II. gewusst hätte, daß diese ganzen Legenden vom König im Berge von ihm abstammen…aber gut: wenn unser aller Herre Kaiser aus dem Monghibello auferstehen würde, um seinen Thron und die Macht wieder zu erheben, so wären wir bereit…aber, ob es sich für diese blöden heutigen Politiker und die dumpfe EU lohnen würde…naja…wahrscheinlich würde der Kaiser sich umdrehen, und wieder in seinen Berg zurückkehren…bei der Bürokratie…
Euer Haduwolff

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Eintrag #44 vom 26. Jul. 2001 08:34 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht König im Berg

Hab ich da was falsch verstanden? Der König im Berg ist doch Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser, dessen Bart soooo lang ist, daß er durch den Tisch wächst. ;-)
Andere Frage: war jemand in der Ausstellung über Castel del Monte in Stuttgart?
Gruß
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #45 vom 26. Jul. 2001 09:57 Uhr Detlef Fischbuch   Nachricht

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Hallo Ameli,
die Kyffhäuser Sage vom Kaiser Friedrich Lobesam, gemeint, Friedrich I. Barbarossa geht ursprünglich auf dessen Enkel Friedrich II. zurück. Im Laufe der Zeit wurde diese jedoch durch falsche ßberlieferung und Interpretationen des Volkes in die heute bekannte Version gewandelt. Es mag wohl auch daran liegen, dass Friedrich II. im sonnigen Sizilien für das deutsche Volk sowohl geographisch als auch intellektuell immer weit entfernt blieb und Barbarossa, der sich überwiegend in deutschen Landen aufhielt, daher etwas greifbarer und näher am Volke war.
Gruß
Ariweyet

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Eintrag #46 vom 09. Okt. 2001 10:04 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Hier ein paar schöne Links zu des Kaisers Jagdschloß in Apulien, dem berühmten Castel del Monte und anderen Friedrich-Seiten:
www.castel-del-monte.de/fotos.htm
Viel Spaß
Udo

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