Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schminken im Mittelalter

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Eintrag #14 vom 10. Nov. 2000 19:48 Uhr Birte Irion

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Zu Belladonna: Atropa Belladonna, die Tollkirsche, ist eine Giftpflanze. Zur Herstellung des homöopathischen Mittels wird die frische Pflanze während der Blütezeit ohne die Wurzeln verwendet. Bereits in der Antike brauchten die Frauen die Pflanze in der Augenkosmetik zur Erweiterung der Pupillen, daher der Name Belladonna "schöne Frau". Doch nicht selten führte dies zur Erblindung. Im Mittelbild von Belladonna finden wird ebenfalls die erweiterten Pupillen. Fazit...ungesund ;o) Tschööö,
Birte

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Eintrag #13 vom 05. Okt. 2000 20:01 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

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Ich habe vor einen historischen Roman über das 13. Jhd. gelesen, in dem eine Frau aus einem Londoner Vorort beschrieben wurde, die ihr Gesicht weiß geschminkt hatte und permanent versuchte, sich die haare zu färben. Ist das realistisch?
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #12 vom 04. Aug. 2000 13:46 Uhr Barbara Bihler

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genau ich will das auch wissen
Freifrau Franziska v.Falkenhorst

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Eintrag #11 vom 03. Aug. 2000 22:56 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

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Hallo Kati! Jo, als her damit!
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #10 vom 03. Aug. 2000 10:01 Uhr Alexander Klenner

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Dann schreib sie doch. Dafür gibs das hier doch...
Gruß, Ivain

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Eintrag #9 vom 02. Aug. 2000 21:33 Uhr Kati Engelhardt

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Für den Fall, das an dem Thema noch Interesse besteht, ich habe ein paar professionelle, ungiftige und appetittliche Tips und Tricks auf Lager.
Kati

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Eintrag #8 vom 28. Jun. 2000 12:01 Uhr Barbara Bihler

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Ach ja ausserdem konntest du dir belladonna in die augen träuflen um die augen glänen zu lassen (machen die Augenärzte heute noch um den augenhintergrund spiegeln zu können,man kann zwar nicht mehr viel sehen...) Oder aber (bischen spät) Arsen nehmen um bleicher zu sein und damit die adern schöner heraustreten. (nur das reichert sich im körper an und arsen ist ein tödliches gift) Tja wer schön sein will muss leiden.
Freifrau Franziska v.Falkenhorst

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Eintrag #7 vom 27. Jun. 2000 17:54 Uhr Gunther E. Biernat

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"[...] Desto bessere Mittel hatte man zur Verbesserung des Teints, der Gesichtsfarbe. Das Schminken wurde zwar nicht für besonders anständig gehalten, und besser war es jedenfalls, wenn eine Dame ein Glas Wein genoss und so ein lebhafteres Colorit erzielte, aber das Färben hat man sicher schon damals recht gut verstanden. In dem ´Liber de ornatu mulierum´ sind Anweisungen zur Anfertigung rother und weisser Schminke gegeben; die rothe Farbe wurde aus dem Rotholze der Färber hergestellt und mit Baumwolle aufgetragen, weisse aus pulverisierten Cyclamenwurzeln (panis porcinus). Doch brauchte man auch gefährlichere Compositionen aus Quecksilber, Kampher, Weizenmehl, die mit Fett angerieben wurden; mit einem Stückchen Filz schminkte man sich dann. Gut scheint die Schminke nicht gewesen zu sein, denn als ein Spielmann einst, wie ßtienne de Bourbon (Anecd. hist. N. 279) erzählt, einer geschminkten Dame Wasser ins Gesicht sprudelte, ging die Farbe sofort ab, ausserdem war sie klebrig. [...]" Ein Auszug aus: Alwin Schultz: Das höfische Leben zur Zeit der Minnesänger Phaidon Verlag, Kettwig 1991 hier Seite 186f
Gunther Markgraf von Bärennoth Admin ´Tempus vivit!´

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Eintrag #6 vom 19. Jun. 2000 10:04 Uhr Jürgen Trautmann

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Bleiweiß wäre auch noch ein probates Mittel, um einen vornehm-bleichen Teint zu erreichen. Vorausgesetzt natürlich, du vermißt dann deine Zähne nicht allzusehr... Besonders beliebt bei den Tudors. Alsdenn Jürgen

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Eintrag #5 vom 17. Jun. 2000 14:31 Uhr Jens Neumann

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Wie das in früheren Abschnitten war, kann ich dir leider (für das MA) nicht sagen, allerdings gab es da in der ßbergangsphase zur Neuzeit offensichtlich bei starker Verbreitung dieser Sitte auch starke Vorbehalte... Zitat:"God gave you a face and you paint yourself another..." (Hamlett; für die zeitl. einordnung) Offensichtlich mal wieder von vwerklemmten klerikalen geprägter Zeitgeist...
der Barde vom Glan

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Eintrag #4 vom 16. Jun. 2000 19:16 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

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Ja, ja, gebt mir mehr! Ich will nicht zu agil!
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #3 vom 16. Jun. 2000 18:14 Uhr Klaus-Peter Althaus

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Hallo Hedwig Bei den Wikingern in Haithabu schminkten sich die Frauen und auch die Männer mit Kohle(?) die Augen wie Ende des 10. Jahrhundert der arabische Kaufmann At-Tartuschi berichtet. Also viel Spaß beim schminken.
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #2 vom 14. Jun. 2000 20:20 Uhr Angharad Beyer

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Hallo, in den Carmina Burana gibt es ein Lied "Chramer gip die varwe mir, die min wengel roete, damit ich die jungen man in ir dank der minnen liebe noete". Noch Fragen? Wangen- und Lippenrot wurden vermutlich ebenso benutzt wie Schwarz für die Augenbrauen. Vielleicht hat man auch versucht, mit allerlei Salben und Pudern eine vornehm weiße Hautfarbe zu erzielen. Durch die Kreuzzüge dürfte jedenfalls neben dem Parfüm auch das Schminken nach Europa gekommen sein. Gerne gesehen hat es die Kirche sicher nicht, und wie weit es verbreitet war, weiß ich auch nicht. AGIL bietet einen Kurs zur Archäologie der Kosmetik an. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #1 vom 14. Jun. 2000 19:18 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

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Hallo Leute! Auf meinen Streifzügen durch die unendlichen Weiten der Threads habe ich bisher die Behandlung eines Themas vermisst, das mich als Frau natürlich sehr interessiert: Das Schminken im Mittelalter, um genau zu sein in unseren Breitengraden. Sollte es so einen Thread bereits geben, bitte ich um Verzeihung und um Nennung desselbigen. Wenn nicht, würde es mich freuen, von ein paar Besser-Informierten ein paar Informationen darüber zu erhalten, wie und ob und von wem das Schminken im Mittelalter praktiziert wurde. Kürzlich habe ich gelesen, dass es auf jeden Fall nach den Kreuzzügen auch in unsere Gegend gelangt ist, zumindest das Wissen über das Schminken. Im Alten ßgypten war es ja weitverbreitet, aber wie sieht es mit dem Mittelalter aus? Im Voraus schon mal danke,
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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