Nur als Denkanstoß, da mir die Quellen nicht vorliegen:
Ein Bekannter von mir (15.-Aktivist) kam zu dem Schluß, nach Auswertung etlicher Gemälde, dass es auf die Verwendungszwecke des Eimers ankam. Bei Wasser-, sonst Flüssigkeiten- oder Lebensmittelaufbewahrung/-transport reicht die Weidenbindung vollkommen aus, war günstiger und einfacher herzustellen. Bei größeren Beanspruchen, in den Bildern dann meist Eimer als “Werkzeugkoffer” mit schwerem Inhalt, wurden dann eben Eisenbänder von Nöten
Es gibt eine ganze Latte an Eimerfunden vom 6ten bis 16ten Jahrhundert in Irland, England, Skandinavien, Frankreich, Italien, Deutschland usw. (sicher auch davor)
Davon datieren meinen momentanen Erkenntnissen
-mehr als 5 Eimer pre-1200 mit Eisenringen
-mind. 2 aufs 13te mit Weidenringen
-diverse mit Eisenringen post 1400
-diverse mit Weidenringen pre-1200
-diverse mit Weidenringen post-1400
Ein Eimerfund mit Eisenringen für das 13te genau ist mir nicht bekannt, musst Du selber entscheiden.
es gibt Funde von Eimern, die mit vegetabilem Material gebunden waren (Bsp.: Runneburg,um 1250). Auch einige Abbildungen von Eimern oder Bottichen lassen diesen Schluß zu. Andererseits gibt es aber auch Abbildungen (bspw. “Goslarer Evangeliar”, um 1250) die Metallbindungen vermuten lassen. Funde von solchen Eimern oder Bindungen aus dem 13.Jh. sind mir nicht bekannt.
Mit Bindungen aus Holz liegst du also nicht daneben.
ßbrigens trifft es “schon aus Eisen” nicht wirklich, es gibt einen frühmittelalterlichen Eimerfund aus Erfurt mit Eisenringen. Ich glaube da gibts noch mehr, kenn mich aber in dieser Zeit nicht so aus…
Vinestreetworks (www.vinestreetworks.com )hat im Dezember 2004 einen 25 Minuten Film: How Things are Made: “A Wooden Bucket” gedreht. Hier wird Schritt fuer Schritt gezeigt wie ein Holzeimer gemacht wird. Der Film spielt 1850 aber die Technik der Weiss Kubler oder Bottcher hat sich nicht seht geaendert seit dem Mittelalter. Fuer die die kein Englisch koennen gibt’s den Film auch mit deutschem Voice Over. Mehr auf der Webseite www.vinestreetworks.com
Hallo Fritz. Ich glaube nicht, dass viel Wasser (oder andere Getränke)transportiert wurde - auch glaube ich nicht, dass es dafür spezielle, große (Reise-)Behälter gegeben hat. Reisen wurden - wenn überhaupt unternommen - wohl geplant. Um nicht der Wildnis und den damit verbundenen Gefahren ausgeliefert zu sein, steuerte man Gasthöfe an…. wo man seine Reserven auffüllen konnte. Liess sich ein längerer Marsch (oder Ritt) nicht verhindern, so wurde er halt zur “Durststrecke”, wenn die Vorräte in den bekannten Feldflaschen zur Neige gingen. In die Feldflaschen gehen übrigends über einen Liter Flüssigkeit rein - da kommt man den Tag mit aus. Rückte z.B. Militär mit großem Gepäck aus, so sind Wagen belegt, die die Gerätschaften transportieren - hier kann ein Faß mitgeführt worden sein. Ich glaube, die logisch klingende Idee, Wassermengen speichern zu müssen, ist den modernen Bedürfnissen entsprungen. Wir haben im Lager zwei Eimer: Aus dem einen säuft der Hund, aus dem anderen wir. Ist das Wasser gammelig geworden (oder hat der Hund den Eimer verwechselt), dann holen wir neues. Bislang haben wir keine Notwendigkeit gesehen, Wasser in größeren Mengen im Lager aufzubewahren. Grüße, Patrick.
Herrlich, und die schleppst du dann immer mit dir rum, wenn du länger unterwegs bist? Nein, sorry, ich hab mich nicht klar ausgedrückt. Ich meinte was benutzt man auf Reisen? Eimer fallen da wohl weg, da schwappt alles raus. Und die werden auch nicht immer nur dann getrunken haben wenn die agehalten haben und zufällig ein Bach in der Nähe war. Ausserdem bei den Mengen Alkohol, die im MA gesoffen wurden haben die bestimmt nicht nur Eimer gehabt. Und Bier fließt auch leider nicht in Flüssen (oder haben die Schweine alles Flußbier ausgetrunken so daß heute nur noch Wasser fließt??). Fazit: Eine andere Transportmöglichkeit musste her, die viel transportiert ohne es zu verkippen. Dazu habe ich bisher nur Mutmaßungen gelese und keine wirklichen Belege. Gruß
Hi ihr! Weshalb schläft der thread?? Das Thema ist noch lange nicht durch! Ich kann zwar nix dazufügen, aber es interessiert mich schon, wie man damals Wasser (oder Getränke überhaupt) transportierte… bitte weitermachen. Gruß
Nur ein kurzer Nachtrag, Tassilo, klar ist der Verbrauch höher, wenn man nichts anderes verbraucht, als das gelagerte Wasser. Wir haben zusätzlich unsere Getränke dabei, da es schon mal vorkommt, daß das Wasser auf Märkten nicht so toll ist… Wohl gemerkt, aus gutem Grund (…) möchte ich anfügen, daß unsere Getränke bis auf einen Bruchteil nicht aus Alkohol bestehen. Der ist wg. Schaukampf sowieso tagsüber tabu.
Ja, Haddu, 14. Jhdt. und 16./17.Jhdt. sind halt nicht 13. Jhdt und früher. Glas is auch erhalten, schon seit den alten ßgyptern und trotzdem sind Glasballons “out of the question”. Wie kommt das? Bei Quellen, die genau die Eimer zeigen, die der Räer vertreibt, laß ich mich vielleicht umstimmen. Die Eimer, von denen Du schreibst, sind jedenfalls nicht a… (Wenn schon, denn schon) :-) Gruß,
Grüß Euch, Indy, wieso??? Ledereimer, die vergaß ich zu erwähnen, und Leineneimer sind z.B. in der Seefahrt mindestens seit dem 14. Jhdt. bekannt, genauso Leinen- und Lederschläuche für Pumpen und Wasserleitungen und Lebensmittelaufbewahrung schon seit der Römerzeit. Funde sind vor allem in Skandinavien (Ostseewasser…) erhalten, in diversen Museen erhalten und ausgestellt. Ganz erhaltene sind aus der Vasa und Mary Rose (leider erst 16./17. Jhdt.)da, die unseren Falteimern sehr ähnlich sind.
Tach, sind Wassersäcke eigentlich A? Sind Ziegenschläuche aus Leder oder Rohhaut? Und wie krieg ich die wasserdicht? Zum Wasserverbrauch: Wir haben kleine Kinder und starke Teetrinker im Lager. So 40-50l jagen wir schon durch am Tag. BTW wer verkauft eigentlich die transportablen Brunnen? Gruß
Hi. Zum Thema Schweineblasen. Ich habe mal versucht, welche Gebrauchsfertig zu machen, habe aber den Geruch (und warscheinlich auch den Geschmack) nicht herausbekommen. Trotz häufigem Spülen, Wasserwechsel und einweichen lassen. Wenn jemand zu dem Thema Info´s hat, wäre ich darüber sehr erfreut.
Grüß Euch, daß Glasballons nicht “A!” sind, nur am Rande. Wer das Transportproblem der schweren Holzfässer und Eimer gelöst hat, hats gut… Wir verwenden fertige Leineneimer (Fa. Räer, Hildesheim Militär- und Outdoorbedarf, ca 10,– das Stück), sie sind faltbar und leicht. Aber haltet sie trocken und pflegt sie, sonst sind Keime und Schimmel drin. Natürlich kann man auch aus Leinen sich wassersäcke nähen. Ziegenschläuche gibts da, wo Ziegenleder gegerbt wird, und ansonsten hab ich mal von Schweins- und Rindsblasen gelesen.
Tassilo, wir sind immer zwischen 12 und 25 Leute im Lager. Für drei Tage müssen wir vielleicht pro Tag einmal nachholen, sprich etwa 20 Liter pro Tag Verbrauch und das zum Kochen, Spülen und z.T. trinken. Wer nicht holen will sollte sich einen Brunnen graben … *g*
Tach zusammen, Danke für die Tipps. Bei großen Glas- und Tongefäßen habe ich immer das Transportproblem sowie die Bruchgefahr sowohl beim Transport zum/vom Markt als auch beim Gebrauch. Bei Glas ist auch noch das A -Problem. Hat schon jemand Erfahrung mit Wassesäcken aus Segeltuch (A?) oder Wasserschläuchen aus Ziegenhäuten (wie bei den Weinen in Hellas)(Bezugsquelle)im Lager oder sonst gemacht? Wir haben i.M. für ein ca. 10 Leutelager einen 10l-Eimer mit Deckel und das ist def. zuwenig. Gruß