Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Der Ritterschlag und was Dazugehörte

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Eintrag #48 vom 26. Jul. 2000 01:00 Uhr Christine Henkel   Nachricht

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Hallo Jörg, > … und wo finde ich “The Archaeology of Weapons” ?
Christine

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Eintrag #47 vom 20. Jul. 2000 00:30 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Entschuldigung, es sollte besser nich heißen “Streben nach dem ritterlichen Ideal der Ritterschaft” (doppelgemoppelt), sondern “nach dem ritterlichen Ideal”!
Gruß von Carsten

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Eintrag #46 vom 20. Jul. 2000 00:23 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hinzufügen möchte ich noch, daß die Entwicklung und das Streben nach dem ritterlichen Ideal der Ritterschaft, bedeutende politische und soziale Entwicklungen mit sich gebracht hat, bzw. mit ihnen in engem Zusammenhang stehen. In diesem Kontext sind m.E. z.B. die “relative gesellschaftliche Aufwertung der Frau” (Bumke) im HMA und die Kreuzzüge (“jeder Ritter sei ein miles christianus”) zu sehen; sicher lassen sich auch Zusammenhänge zwischen dem Ritterideal und der Entwicklung der verschiedenen Ritterorden erkennen, ebenso wie mit dem Erstarken des abendländischen Expansionsdranges - nach Ost/Süd-Ost, etc.. Zu Christophs Posting: Ich bin der festen ßberzeugung, daß Du Recht hast und daß es viele “fiese Hoch- und Niederadlige” gegeben hat, die ihre Gegner z.B. vergiftet haben. Nur werden sie nicht gerade damit geprotzt haben….!
Gruß von Carsten

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Eintrag #45 vom 19. Jul. 2000 18:55 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Pax Vobiscum, Pater! Es ging mir nicht darum, daß die ritterlichen Ideale mehr dargestellt werden, sondern einfach um die Klarstellung, daß dieses Ideal nicht immer gelebt wurde. Es gibt genug Beispiele in der Geschichte, wo genügend fiese miese Hoch- und Niederadelige genannt werden. Und das einige hochchristlich Gesinnte dann so reagierten wie von Joachim geschildert, ist auch bekannt. Ich nehme eher an, daß die Herren sich ihrem Stand nach angemessen benommen haben werden (den Gegner vergiften oder niederstechen zu lassen gehörte beim Hochadel anscheinend dazu;o)), sich aber nicht das Idealbild als höchstes Lebensziel gesteckt hatten, sondern einfach so lebten wie ihr Charakter dies auch zuließ. Gruß v. Arlen

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Eintrag #44 vom 19. Jul. 2000 16:33 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Meines Erachtens liegt die Wahrheit, wie so oft zwischen zwei - und in diesem Fall zwischen Christophs und Götz´ Positionen. Nach der Abgrenzung des Kriegertums vom Bauerntum und seiner Einbindung in die Feudalgesellschaft, deren Erweiterung durch die Ministerialität und der Ausbildung eines neuen, alle milites verbindenden Gesellschaftskodex kommt noch etwas wesentliches hinzu, das alle diese Wandlungen in einen neuen Sinnzusammenhang stellt, und damit erst den ßbergang vom Kriegertum zum Rittertum bewirkt. Dieses Neue und Wesentliche, die verschiedenen Phänomene verbindende, ist die Idee des Rittertums. In dieser Idee verbinden sich militärisch-gesellschaftliche mit kirchlichen Motiven, und in der Tat hat die Kirche entscheidend zu ihrer Ausformung beigetragen. In dem Bestreben, nach der Verchristlichung des Königtums auch den Adel auf die Anerkennung christlicher Normen zu verpflichten, hat sie sich besonders des Schwertsegens und der Ritterweihe bedient, eines kirchlichen Zeremoniells, das nach ihren Intentionen mit dem weltlichen Akt der Schwertleite verbunden werden sollte, und zumindest bei den vornehmen Herren auch in zunehmenden Maße damit verbunden worden ist. Dabei wurden Weiheformeln und Gebete verwandt, in denen zum erstenmal das Idealbild des miles christianus beschworen wurde : Des christlichen Ritters der sein Schwert aus Liebe zu Gott führt, das Unrecht bekämpft und den Frieden schützt und sich vor allem als Schützer der Kirche und aller Schwachen bewährt. War der Krieger also als Vasall wie als Ministeriale zum Dienst für seinen Herrn verpflichtet, so ist es der Schutz der Schutzbedürftigen, der den Ritter im Sinne der Zeit von ihm unterscheidet und über ihn erhebt. Seit dem Konzil in Clermont im Jahre 1095 ist deutlich, daß die Feudalgesellschaft sich in immer breiteren Maße zum miles christianus bekannte, und zwar die Magnaten ebenso wie die kleine Vasallen, denen in Deutschland die Ministerialen zur Seite traten. Wie sie alle im Kreuzzug eine Aufgabe sahen, deren Größe jeden von ihnen, den mächtigen Adeligen wie den kleinen Vasallen, über sich hinaus hob, so hat diese Aufgabe alle, die sich ihr verschrieben, zu einer großen Kampfgemeinschaft verbunden, der Gemeinschaft des mit dem Bewußtsein seiner Zusammengehörigkeit ins Leben getretenen Rittertums. Zum Rittertum gehört : 1) der berittene Kriegsdienst mit Panzer, Schwert und Schild, Wappen und Helm mit Helmzier. 2) neben den Kriegsdienst ist mit gleichem Anspruch und Recht der Hofdienst getreten, eine ebenso herrschaftliche wie gesellschaftliche Pflicht. 3) Kriegs- und Hofdienst haben als wirtschaftliche Grundlage die Verfügung über ein oder mehrere Lehen. 4) das Rittertum steht unter einem Ideal, das zum Schutz der Schutzbedürftigen verpflichtet. Das Rittertum entsteht und existiert mit und unter seinem Ideal. Das heißt nun jedoch nicht, daß alle Ritter diesem Ideal entsprochen hätten. Die Spannung zwischen Ideal und Wirklichkeit war immer groß, und der ritterliche Alltag war oft weit vom Ideal entfernt. Nachzulesen in: Rittertum und höfische Kultur Josef Fleckenstein 1976 Es hat das ritterliche IDEAL also gegeben und es ist TEILWEISE gelebt worden, kaum in “REINKULTUR”, galt aber spätestes im 13. Jahrhundert als RICHTSCHNUR ritterlichen Lebens und Verhaltens, wie Joachims Posting ja auch nahelegt. Es kann - m.E. - Ritterdarstellern nicht schaden, sich mit den Grundsätzen des Rittertums - somit auch den IDEALEN, wie z.B. Hofdienst, Frauendienst, höfisches Verhalten, Verhalten als MILES CHRISTIE etc., auseinanderzusetzen. Literatur: Duby, Georges: “Wirklichkeit und höfischer Traum. Zur Kultur des Mittelalters”. Wagenbach, Berlin, 1986. Bumke, Joachim: “Höfische Kultur.Bd. 1 u. 2”, dtv
Gruß von Pater Anselm

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Eintrag #43 vom 19. Jul. 2000 07:50 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Genau, Christoph! Man muß aber auch sehen, daß sich viele der damaligen Moralvorstellungen mit den heutigen einfach nicht decken. Und es gibt jede Menge Belege für Ritter, die anscheinend an dem Zwiespalt (auf der einen Seite das mit der Schwertleite verbundene Ideal - auf der anderen Seite die blutige, egoistische Realität) zerbrochen sind, ihren Besitz einem Kloster überschrieben, der Familie Lebewohl sagten und sich in eine Einsiedlerei zurückzogen, um ihren Frieden mit Gott zu machen. Kann ich manchmal nur zu gut verstehen. Joachim - I.G. Hospitalis

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Eintrag #42 vom 18. Jul. 2000 22:38 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo v. Rothenstein! Leider waren das eben nur Ideale. Die meißten Herren haben sich ja doch nicht daran gehalten, nachzulesen in ettlichen Biographien. Scheidung fand statt, ebenso die Gewalttätigkeiten gegen die Leibeigenen, Vergewaltigung, hinterlistiges Morden mit dem Panzerstecher; und das lobhafte Geben den Bedürftigen gegenüber war auch nicht jedes Ritters sache. Auch damals kam es auf den Charakter des Menschen an. Ideale hin und her. Gruß v. Arlen

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Eintrag #41 vom 17. Jul. 2000 13:26 Uhr Götz Finger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Götz Finger eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr Mittelalterfreunde, es ist sehr interessant wir Ihr euch an das Thema “Ritter” herantastet. Es ist nämlich auch nicht mehr als ein herantasten an dieses Thema. Es sollte möglichst immer unterschieden werden ob sich um einen Ritter am Hofe eines Fürsten od. Königs handelt od. um einen einfachen Dienstmannen mit Ritterschlag, der auf seiner kleinen Burg sein Dasein fristet. Da ich Mitglied in der “Deutschen Burgenvereinigung” bin und zudem auch den Burgenforscher Dr. Joachim Zeune kenne, bin ich ein wenig mit der wissenschaftlichen Seite vertraut. Leider ist das Thema Ritter in der Wissenschaft bis her immer etwas oberflächlich behandelt worden. Ich bin der Meinung, derjenige der einen Ritter, speziell zw. 1100 und 1350, darstellt, sollte sich doch an die Ideale dieses Standes erinnern. Am besten kann man diese ideale aus dem Roman “Parzival” herausfiltern. Zudem wäre das Buch “die Kunst der Verführung” v. Nikolai de Treskov auch eine ideale Hilfe was die Minne betrifft. Ich finde immer diese “Ritter” schlimm, die meinen das es reicht sich ein Schwert umzugürten, ein Kettenhemd umzuhängen und sich wie der letzte Prolät benehmen zu müssen. Ich meine damit die Typen die sich bei der Tafel und bei den Frauen benehmen wir die letzten Schweine. Zu dem richtigen Behnehmen eines Ritters gehöhrt z.B., daß man sich nicht in voller Rüstung an den Tisch setzt, die Frauen wie Sklaven herumscheucht. Die Damen sollte der Ritter ehren ev. auch dienen. Wie heist es immer wieder im Parzival, der höfliche Ritter darf den wunsch einer Dame nie auschlagen.
Ritter Konrad v. Rotenstein (Götz)

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Eintrag #40 vom 11. Jul. 2000 16:18 Uhr Kay Schmitt   Nachricht

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Hallo Leute Manch einer hat wahrscheinlich nicht kapiert, das die Ritterwürde auch etwas mit der inneren Einstellung zu tun hat und das nicht nur im sogenannten Mittelalterleben sondern auch im realen.
Gruß Ritter Friedrich Forstmeister

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Eintrag #39 vom 11. Jul. 2000 13:12 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Na, prima, das soll es ja nun nicht gewesen sein. Paß auf, Manuel, in der Wappenrolle findest Du meine Telefonnummer, Du kannst mich wegen dem Ablauf jederzeit zu Hause oder im Büro anrufen. Ich finde nur leider augenblicklich überhaupt keine Zeit hier detaillierte Abläufe reinzustellen, helfe aber gerne mündlich weiter. Zu Hause habe ich damit schon eine Mappe gesammelt. Aber vielleicht hat ein anderer ja mehr Zeit als ich und kann hier noch was reinstellen. Wäre nicht verkehrt. Joachim - I.G. Hospitalis PS Und Martin, versteh doch einfach, daß es HIER um ein anderes Thema geht. Ob nun Ritter oder nicht, können wir alle ja an ANDERER Stelle diskutieren, wenn es dann mal WIEDER sein muß.

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Eintrag #38 vom 11. Jul. 2000 05:19 Uhr Manuel Klein   Nachricht

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Hmmm leider konnte ich nur wenig nützliches aus den threads verwenden. Einige kennen vieleicht Duncan nunja er ist der Knappe um den es sich handelt. Es ist bei seiner Familie Tradition mit dem Ritterzeug selbst durfte ich mir mal seinen Stammbaum ansehen. Der bis kurz vor den 1 Kreuzzug Kirchlich erfasst sein soll. aus seinem Familienwappen kann man auch seinen Stand erlesen. Und in der Nazizeit haben sie Ihren Titel abgenommen bekommen das Dokument zeigte mir sein Opa höchstpersönlich. Duncan ist jetzt 8 JAhre lang Knapppe gewesen und auch in der Realität hat er ziemlich viele der Tugenden verinerlicht was für seine 19 Jahre ziemlich zumindest für mich Positif ist.Nun wir wollen Ihm seinen Ritterschlag so schön wie möglich machen. Da er es auf die Christliche weise (mit beten usw) macht hoffen wir das ich dazu per email einen kompletten ablauf bekommen könnte was alles dazugehört und hier werde ich auch weiterlesen.Und wegen dem Thema Gewandung, Duncan ist zur zeit Arbeitslos deswegen sieht er im Prinzip nicht aus wie ein Disney Ritter er macht seine sachen gröstenteils selber wie z.B. kettenhemd, und kettenhaube, wappenrock.Was mir aufgefallen ist die Aroganz ist ziemlich gestiegen in den letzten 2 Jahren. Er sagte mir letztens nach Herzberg das er das Gefühl hatte, 1. nicht Akzeptiert zu werden weil er 19 ist 2.Er vieleicht nicht die Superschöne Gewandung hat. Nunja das wars ein etwas entäuschter MAnuel
Manuel

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Eintrag #37 vom 10. Jul. 2000 19:14 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Nun ja es zeigt das da nur wenig bis gar kein Interesse da ist die Sache zum Besseren zu wenden, ich werde mich den meinigen und ihre Mailing-liste wieder zuwenden.
Gruß vom Schmierfink

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Eintrag #36 vom 10. Jul. 2000 18:59 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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ja, stimme Dir und Joachim zu. Bitte ab Eintrag 18 löschen, damit wir wieder zum Thema kommen. Gruß v. Arlen

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Eintrag #35 vom 10. Jul. 2000 18:31 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Martin, Christoph etc., ich muß Joachim recht geben. Tut doch bitte der Konstruktivität dieses Threads einen Gefallen und kopiert die relevanten Teile raus in inen neuen Thread. Gunther erklärt sich dann sicher gerne bereit die für dieses Theam irrelevante Einträge zulöschen. Ich denke mir, das Thema ist für viele auch abseits der Ritterdarstellung interessant. Ich selber interessiere mich ja schließlcih auch für dei monarchische Entwicklung in Deutschland ohne jemals Karl IV. darstellen zu wollen ;-)) Bis dann Thorsten

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Eintrag #34 vom 10. Jul. 2000 18:14 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph! Nein die Scene wäre nicht platt wenn sie von ihrem “Kunstmittelalter” abweichen würde. Siehe England da funktioniert es größten teils. Es erfordert halt nur ein bißchen mehr Mühe aber eine Darstellung eines Heerlagers das eine Belagerung macht wäre ja auch denkbar, oder wie wir es machen wir wohnen direkt in den Burgen oder Häuser der Freilichtmuseen, dies geht aber nur wenn man den Besitzern klar machen kann das dies keine Kostümsaufveranstaltung ist und das pfleglich mit den Gebäuden um gegangen wird. Aber es ist machbar und es hat einiges mehr an Atmosphere als jeder nur erdenklicher Mittelaltermarkt! Ich finde auch daß, das kein Argument ist von wegen wenn man kein Pferd hat, und so, wieso wird überhaupt was dargestellt was man sei es weil man kein Pferd hat oder nicht reiten kann nicht richtig möglich ist? Ich käme ja schließlich auch nie auf die Idee den Kapitän der Mary Rose darzustellen und zu sagen das Schiff ist gerade weg. In so einem fall kann man nur sagen man wählt von vorn herein eine Rolle die umsetzbar ist, und wer eine nicht umsetzbare Rolle wählt hat halt pech. Somit sehe ich denn Punkt nicht von wegen wenn man alles korrekt macht ist die Scene tot, man muß es erst einmal probieren und nicht von vorn herein sagen es geht nicht, so wird nie was draus! ßbringens machen wir das Hobby aus den gleichen Beweggründen weil es Spaß macht und weil wir wissbegierig sind, von Kommerz bei uns kann gar keine Rede sein, da sämtliche Gagen nur dem Verein zu gute kommt für große Sachen, jeder muß aber aus eigener Tasche das Benzingeld und die eigene Ausrüstung bezahlen. Wer bei uns mitmacht der ist Ideallist, und wenn man Veranstaltungen erlebt hat die in einem glaubhaften Rahmen statt fanden, ist alles andere weniger als überzeugend. Zu dem wieso die ganzen Publikationen über das Mittelalter wenn es keiner liest und sich daran orientiert, und statt dessen nur fantasievolle Auslegungen gemacht werden. Wer so denkt ist eigentlich fehl am platz, und alle Erklärungen sollen nur bequemlichkeit, desinteresse oder Materielleinteressen vertuschen.
Gruß vom Schmierfink

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Eintrag #33 vom 10. Jul. 2000 08:06 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Christoph, vieles was Du geschrieben hast, unterschreibe ich mal gerne mit. Dieses ewige Rumhacken auf die Ritters ist mindestens genauso überflüssig, wie die Pseudo-Ritterdarsteller, die glauben, nur mit Kettenhemd und Schwertgefuchtel stellt man einen Ritter dar. Der Ansatz der Company ist natürlich ein ganz anderer, doch bislang besteht zu einigen Mitgliedern ein sehr, sehr gutes und enges Verhältnis, so daß ich eine ganze Menge Dankansätze hinsichtlich einer zukünftig überzeugenderen Darstellung übernommen habe. Wie dem auch sei, hier ging es um Ritterschlag/Schwertleite. Ein sehr interrasantes Thema, wo noch viel Aufklärungsarbeit nötig ist. Deswegen läßt uns alle bitte dahin zurückkehren, bevor das Ding hier plattgemacht wird. Joachim - I.G. Hospitalis

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Eintrag #32 vom 09. Jul. 2000 23:33 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Martin! Zunächst mal besteht das Verhältnis nicht 50:50 sondern, seit der einsicht letztes jahr glücklicherweise inzwischen 80:20. Märkte waren zu 98% immer in Städten, klar. Heérlager wie in der Szene vertreten gab es nur bei Zügen in den Krieg (siehe Kaiserkrönungszüge), bei Turnieren (für Umzug und Versorgung(ßrztlich) wie du schon erwähntest), ansonsten nicht, keinesfalls auf einem Markt. Doch nimmst Du das so genau, kannst du die Szene direkt abschreiben. Nimmst du alle weg, die nicht reiten können und keine Pferde haben, hast du als Adelige schon verdammt wenige. Zu wenige. Nimmst du die dazugehörende Burg noch, ist die Szene tot. Willst Du einen Reichstag abhalten, der die Zelte noch erklären würde, wäre das blasphemie gegenüber unseren Kaisern. Fazit: Willst Du alles völlig korrekt machen, ist die Szene tot. Mich und auch andere würde es freuen, wenn die Szene sich endlich mal auf einen Plot einigen könnte, in dem ein Herzog, einige Ritter und ettliche Söldner und Reisige zugegen wäre. Dies natürlich in einem Massenverhältnis von FF oder TB. Leider wird eine solche Idee nicht verwirklicht. ich und viele andere hätten kein Problem damit, auch in eine niedere Rolle zu steigen; wir können uns auch der Sitauation anpassen! WAs mich betrifft: ich fing als Knappe ohne Zelt an. Mir war es klar, daß ich kein Ritter sein kann. So habe ich je nach Situation den Knappen oder den Söldner gemacht. Erst als ich ein angemessenes Zelt hatte, ließ ich mich zum Ritter schlagen. Leider denkt nicht jeder so. Deine Vorstellung, die ja auch vollkommen korrekt ist, würde aber alles töten. Du darfst nicht vergessen, daß wir ursprünglich dieses Hobby rein aus Spaß und Wissensdurst machten. Für den plötzlichen Run darauf, so das alles kommerziell wurde, können wir nichts. Wenn alles wieder abflaut und die Sache nicht mehr “In” ist, wird sich zeigen, wer wirklich daran interesse hat oder nur an kommerz dachte. Die Szene wird weiterexistieren, selbst wenn das interesse schwindet. Der beste Beweis dazu sind FF und TB. TB sogar mit draufzahlen! Siehe dir auch unsere Civil-War Szene an. Auch sie existiert, weitestgehend ohne zuschauer. Auch wir können das, die Szene wird nicht sterben mit dem wegfall des interesses.# Diese Szene besteht schon seit 1920. Wir erleben den größten Aufschwung, den es je dafür gab. Bedenke, das selbst ein Krieg die Szene nicht gänzlich vernichten konnte! Ich selbst habe schon 96 das Ende des Runs auf 98 vorausgesagt. Aber es läuft noch heute. Viele Grüße v. Arlen

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Eintrag #31 vom 09. Jul. 2000 22:05 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christopf! Das mag sein, da ist aber immer noch die große Diskrepanz zwischen belegbare Wirklichkeit und Marktscene. Erstens das sich Adel zu sonstigen ca. 50:50 verhält wohin gegen überall sonst geschrieben steht das der Adel höchstens 1,5% der Bevölkerung aus machten. Somit bei sovielen “Häuptlingen” niemals genügend “Indianer” da sind! Der andere Punkt ist das die Märkte bis auf wenige Ausnahmen so wie sie präsentiert werden reine Kunstprodukte sind und nur wenig oder gar nichts mit dem Mittelalter zutuen haben. Im Mittelalter waren fast alle Märkte in Städten, bei der Mittelalterscene fast alle auf der grünen Wiese, Märkte mit Zelten die bewohnt wurden wie man sie bei Mittelaltermärkten sieht, dafür gibt es überhaupt keine Belege dafür auch ein Kunstprodukt, da selbst bei einem Turnier ein Zelt höchstens als “Umzugskabine” diente aber nicht zum drinn schlafen diese Herrschaften hätten sich in ein für ihre Bedürfnisse repräsentatives Gebäude ein gemietet. Adelige die was auf sich hielten hätten wahrscheinlich überhaupt nicht ein Markt besucht sondern irgend welche Diener mit den Einkäufen beauftragt, der einzig mögliche Fall der mir einfällt wäre bei der Verleihung von Marktrechten dabei zu sein bei der Eröffnung. Somit stellt sich die Frage wie erklärt man die vielen Adeligen auf einem Mittelaltermarkt? Dies Bezüglich da muß ich an ein Komiker denken den wir in Angelbachtal sahen und uns vollmundig erzählte das er der Päpstlichnunzius sei, worauf wir erstmal an ihn vorbei schauten wo sein Gefolge sei seine Sänftenträger sein Troß und seine Diener, wo hin er meinte es sei ganz normal in dieser Rolle die er spielt alleine mit einfachsten Klamotten und ohne jeglichem Gefolge unterwegs zusein, und nichts dabei zufinden dem Publikum zu erzählen daß, das was er mache absolut korrekt und belegbar sei! Da fällt es einem unheimlich schwer den nicht vorm Publikum bloß zustellen mit gezielten Fragen, aber man ist ja Mensch, aber solche Figuren nerven und ziehen das Hobby runter in dem sie meinen sie könnten irgend etwas irgendwie darstellen es weiß ja eh keiner so bescheid.
Gruß vom Schmierfink

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Eintrag #30 vom 09. Jul. 2000 20:28 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Martin! Warum es in der Szene so hochtrabende Titel gibt, kann ich auch nicht verstehen. Diejenigen, die sich Herzog oder Fürst nennen scheinen es nicht zu wissen, oder wollen es nicht wissen, daß sie eine solche Person nicht darstellen können, alleine nur des Gefolges wegen. Aber die sich diese dTitel geben, sind glücklicherweise selten. Eindeutig doninierend ist der Graf. Einige wenige Gruppen bringen es glücklicherweise zustande, diesem jedenfalls eine angemessene Minimalgefolge geben zu können. Nur leider sgehören auch da fast immer noch 3-5 Ritter dazu, die das Gefolge wieder größer werden ließen. Ursprünglich hab ich noch mehr geschrieben. Durch einen Absturz ging das Verloren und ich kann solche Dinge korrekt nur einmal schreiben, sonst ist es murks. Tschuldige. Gruß v. Arlen

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Eintrag #29 vom 08. Jul. 2000 20:01 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph! Nun das Hauptproblem mit den Rittern ist folgendes, das eigentlich alle wissen das eine glaubhafte Darstellung nahe zu unmöglich ist, aber so viele machen es. Wieso? Und nur weil es alle machen finde ich keine Entschuldigung dafür. Nun zum Bürger, in einem Freilicht Museum wo ich mich in ein orginal Haus der Zeit einquartieren kann spiele ich diese Rolle, sonst bin ich Companyschreiber einer Artilerieeinheit wenn keine Häuser da sind. Ich passe mich den Gegebenheiten an, d.h. wenn sich ein Bürger sich nicht glaubhaft darstellen lässt wird er nicht dargestellt punkt. Ich frage mich nur wieso muß es in der Marktscene so sein das ihr euch gegenseitig überbietet mit hochtrabenden Titeln wo Ihr eigentlich wisst das es nie möglich sein wird auch nur annehernd das glaubhaft darzustellen? Meint ihr nicht das ihr euch damit langfristig ein Bein stellt? Ist das was man glaubhaft darstellen kann so langweilig? Natürlich bezeichnet das Publikum jeden als Ritter der ein Schwert trägt oder Helm, da sie sich nicht die Mühe sich machen, sich zu informieren, oder es nicht besser wissen wie ihr es solltet, dazu sind doch diese Veranstaltungen, um mit Klischees aufzuräumen und Licht in das landläufig so finstere Mittelalter zu bringen. Dies ist aber nicht erreichbar wenn man das Publikum das gibt was es von Hollywood her kennt. Ich glaube keiner hier kann ernsthaft daran gelegen sein daß, das Publikum über seine Geschichte im Mittelalter sich von Leuten unterrichten läst denen es nur um große Geldsummen geht und Quote, und die Wirklichkeit wie sie war überhaupt nicht interessiert! Das Publikum ist durchaus interessiert, wenn man sich mühe gibt aber wenn sie überall nur von Rittern und Burgfräuleins hören und irgendwelche Gestalten sinnlos auf sich einprügeln wie sie es schon dutzende mal gesehen haben, wie lang glaubt ihr werden die noch kommen? Noch dazu wo es mittelerweile fast kein Ort gibt wo nicht irgend ein Mittelaltermarkt oder Ritterturnier statt findet. Es findet irgend wann eine ßbersättigung statt, unsere Freunde in England bekommen das zur Zeit zu spüren, die Zuschauerzahlen gehen zurück es finden weniger Veranstaltungen statt. Das kann uns auch hier blühen. wenn man sich nicht die mühe macht und bei einer glaubhaften Darstellung bleibt. Denn die Wirklichkeit wie sie damals war und wie man sie ohne all zu viele Mühe recht leicht nachlesen kann ist um ein vielfaches interesanter als was Hollywood in der Lage ist aufzutischen! Ich finde es nur störenden das man beim Thema Mittelalter immer wieder auf das Fantasievolle abschweift, und meint das Publikum wird es schon nicht merken.
Gruß vom Schmierfink

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