Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Welche Adelstitel gab es wo ?

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Eintrag #35 vom 26. Sep. 2000 12:40 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Eine zwar nicht auf jede der hier in den verschiedenen Einträgen gestellten Fragen, aber doch auf manche Antwort gebende Webseite - im Wesentlichen zum deutschen(!) Adel - sei noch nachgetragen: www.edelleute.de Einige weiterführende Links sind auch recht empfehlenswert, so m.E. besonders interessant, da sonst in deutscher Sprache wohl nicht zugänglich, die Informationen zum polnischen Adel und Kleinadel (auch direkt erreichbar unter: home.foni.net/~adelsforschung/zurek03.htm). Die meisten Informationen beziehen sich natürlich auf die jüngere Zeit, aber einige sind doch auch für das Entstehen des Adels im MA wichtig.
Beste Grüße Nikolaj (Argl. Rhisiart ap Maredudd)

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Eintrag #34 vom 24. Aug. 2000 16:44 Uhr Sybille   Nachricht

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Hallo, bin völlig genervt von unserer Uni in Münster.Zu keiner Frage auch nur ein Hauch von Antwort. Mich würde interessieren welche Adelsgeschlechter um 1000 - 1200 n.Chr. in Münster exestierten und welcher König oder Kaiser herrschte damals über Münster. Eigentlich doch Fragen die eine Uni beantworten müßte, oder nicht? Dank für eure antwort. Gehabt euch wohl Sybille

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Eintrag #33 vom 28. Jul. 2000 23:15 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Hiho, solange wir keine Literaturliste haben, hier ein neueres, kurzweilig zu lesendes Büchlein zum Thema Huren ROSSIAUD, Jacques: Dame Venus. Prostitution im Mittelalter. München 1989/94 Darin nähere Informationen.
Magister

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Eintrag #32 vom 28. Jul. 2000 01:38 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Stephan! Das mit den Huren ist nicht eindeutig bewiesen! Man nimmt an, daß es sich dabei darum handelte, daß die Begleitung des Königs seinen Spaß hatte. Damit wollte man vermeiden, daß es zu vergewaltigungen kam, was auch gelang. Außerdem war es im damaligen Zeitalter, besonders für einen König, Verheirateten sozusagen verboten, ein Freudenhaus zu betreten. Sigismund war durchaus arm, hat er doch weder anständige Truppen gegen die Osmanen, noch gegen die Hussiten aufstellen können. Er war ständig auf das wohlwollen der Kurfürsten und Städte angewiesen. Bedenke, daß er ein paar mal die Kronjuwelen (u. a. die Krone selbst) als Pfand z. B. in Basel hinterlassen mußte. Gruß v. Arlen

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Eintrag #31 vom 28. Jul. 2000 01:31 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Dankt Stephan für die Erinnerung. Gruß v. Arlen

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Eintrag #30 vom 27. Jul. 2000 19:00 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Hiho, zu Christoph: Die Kurfürsten, faktisch wohl ab 1257, eindeutig ab 1356 exklusive Königswähler waren die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier (also insgesamt nur drei, nicht vier), der König von Böhmen, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen und der Markgraf von Brandenburg. Sicher sind sie ein Stück weit als gesellschaftliche Spitzengruppe anzusprechen, ich würde das aber auf alle Reichsfürsten (principes imperii) ausdehnen, wie unten schon geschildert, also etwa auch die übrigen Herzöge und Erzbischöfe (Magdeburg, Salzburg etc.) mit einbeziehen … Zu Christine: Die englischen Verhältnisse liegen anders, alleine schon, weil es ja kein Wahlkönigtum gibt. Mit dem Titel eines Erzherzogs kann ich in dem Zusammenhang leider überhaupt nichts anfangen. “Erzherzog” nannten sich die habsburgischen Herzöge von ßsterreich seit dem 14. Jahrhundert sozusagen aus eigener Machtvollkommenheit, um ihren Rang besonders hervorzuheben, sozusagen als Angleichung an die Erz = Bischöfe … Hintergrund war wohl eher, daß die Habsburger damals schon eine ganze Weile nicht mehr den König gestellt hatten … In England stehen sicherlich neben den hohen Kronbeamten die Herzöge gesellschaftlich dem Thron sehr nahe, denke nur an die Rosenkriege der unterschiedlichen Plantagenet-Linien aus York und Lancaster … Aber ich würde dringend davon abraten, diese gesellschaftliche Creme de la creme darstellen zu wollen, allein schon aus den von Christoph angeführten Gründen: Wahrscheinlich würdet Ihr ausgelacht … Ach ja, sooo arm war Sigismund zwar nicht, aber er hat sich 1418, nach dem Reichstag von Konstanz, sehr nett bei den Konstanzer Huren für die gratis gewährten Dienste bedankt. Das Schreiben ist erhalten … :O) Schöne Grüße,
Magister

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Eintrag #29 vom 26. Jul. 2000 19:01 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Christine! Eine solche Darstellung würde ich an Deiner Stelle grundsätzlich ablehnen. Wenn ihr schon einen König habt, habt ihr dann auch die 1.000 Mann begleitung? Selbst der bettelarme König Sisismund hatte nämlich auf seiner Romfahrt genau so viele. Wenn Du dann also noch eine Herzogin darstellen willst mit deren Begleitung, bist du insgesamt auf schätzungsweise 1.700 Mann gestiegen. Im HMA waren die Kurfürsten, die Erzbischöfe von Mainz, Köln und noch zwei sowie der Pfalzgraf von Rhein die höchsten Würdenträger. Da diese Leute grundsätzlich nicht gerade arm waren, haben sie sicher mehr Leute abstellen können als der verarmte König. Danach kam der Herzog. Ihr könnt natürlich so hochtrabende Titel nehmen. Wundert Euch aber nicht, wenn ihr allgemein belächelt und nicht ernst genommen werdet. Gruß v. Arlen

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Eintrag #28 vom 26. Jul. 2000 00:10 Uhr Christine Henkel   Nachricht

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Gab es im Hochmittelalter / Renaissance denn schon eine Erzherzogin (England) ? Wir sind ein paar lustige Gesellen, die sich organisieren möchten. Nun hat man mir den zweithöchsten Rang zugedacht, nach dem Herrscher. Allerdings weiß keiner so richtig, was für ein Rang nach dem König kommt :-( Mir ist es ja so megapeinlich nachzufragen … Danke.
Christine

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Eintrag #27 vom 24. Jul. 2000 19:20 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Leuts! Das Berater ständig nur Adelige waren ist unkorrekt. z. B. hatte der Kaiser Sigismund (1368-1436) eine Menge an nichtadeligen Beratern. Sogar sein Kanzler war bis zur Kaiserkrönung 33 nicht Adelig. Desweiteren war auch hier, was nicht selten vorkam, der Hofnarr ebenfalls ein Berater. Gruß v. Arlen

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Eintrag #26 vom 24. Jul. 2000 15:40 Uhr Ina Fischbach   Nachricht

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Hallo zusammen, danke für die Antworten, aber ich hab noch EINE Frage, ( ich bin halt noch neu in der Szene ) und zwar : Wer bekam eigendlich ein Lehen, waren das immer Ritter ?!? … oh, noch ne Frage : Gab es noch um 1432 n.Chr. Vasallen ??? tschüss Ina
(noch ohne richtigen MA-Namen )

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Eintrag #25 vom 24. Jul. 2000 14:29 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Auch auf die Gefahr hin zu nerven: Auch die Frage nach den “Beratern” laesst sich nicht generell beantworten, sondern muss von Land zu Land und Zeit zu Zeit konkretisiert werden. Daher nur ein Beispiel vom “Rande” Europas, das aber mir natuerlich am vertrautesten ist: Das Gesetzbuch des Hywel Dda, also das grundlegende walisische Gesetz, das unter dem “guten” Fuersten H. erstmals aufgezeichnet worden ist, von dem aber alle uns ueberlieferten MSS aus spaeterer Zeit stammen (zumeist Ende 11./12. Jh.), listet in seinem ersten Abschnitt alle Aemter am Hofe des Fuersten auf - mit genauer Angabe, wer welche Aufgaben hat, welchen Platz beim hoefischen Mahl an des Fuersten Tafel oder welche Entlohnung (i.d.R. Stoff fuer die Kleidung) er wann vom Fuersten bzw. der Fuerstin zu beanspruchen hat. Es gab also auch fuer das, was wir im modernen Staat vielleicht als “public officers” oder im Deutschen als “Beamte” bezeichnen wuerden, im MA-Wales schon eine - wenn man es so nennen will - sehr genaue Rang- und Gehaltsordnung. Und dies war nicht nur in Wales so! Aber wie gesagt: Generell laesst sich dies nicht beantworten, sondern nur je nach Ort und Zeit.
Beste Gruesse Nikolaj aka Rhisiart ap Maredudd

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Eintrag #24 vom 24. Jul. 2000 11:14 Uhr Stephan M. Rother M.A.   Nachricht

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Hiho Ina, nein, ein richtiger Beruf war das nicht. Meistens wurden die Lehnsmänner, die Getreuen (fides) eines Herrn als Ratgeber herangezogen. Es war ihre Pflicht, ihn zu beraten, aber auch ein Privileg, auf das sie sehr stolz waren. Die Räte eines Herzogs zum Beispiel waren ein meist sehr exklusiver Kreis kleinerer Ritter und Ministerialen. Schöne Grüße,
Magister

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Eintrag #23 vom 23. Jul. 2000 20:35 Uhr Ina Fischbach   Nachricht

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… oder waren das nur gute Freunde von denen, die sie beraten hatten ??? ( nachdem ich jetzt das ganze hier zum 4. Mal geschrieben hab, weil ich ständig aus AOL rausfliege, hoffe ich, das es diesmal klappt …) nochmal tschüss Ina
(noch ohne richtigen MA-Namen )

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Eintrag #22 vom 23. Jul. 2000 20:33 Uhr Ina Fischbach   Nachricht

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Hallo Udo, und war das ein richtiger Beruf ? tschüss Ina
(noch ohne richtigen MA-Namen )

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Eintrag #21 vom 23. Jul. 2000 16:00 Uhr Udo Brühe  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Udo Brühe eine Nachricht zu schreiben.

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Klar gab es die. Allerdings war das kein bestimmter Personenkreis, bzw. waren diese nicht mit einem bestimmten Titel versehen. Mal waren es Grafen, mal Bischöfe die von den Herrschern als Berater herangezogen wurden und deren Vertrauen genossen.
Udo

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Eintrag #20 vom 23. Jul. 2000 15:42 Uhr Ina Fischbach   Nachricht

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Hallo Leute , Das hört sich ja alles sehr interessant an, ich glaube, hier kann ich auch meine Frage loswerden… Gab es eigendlich sowas wie Berater von höher gestellen Personen, was waren die Aufgaben, was fürn Ansehen usw… ich wäre für eine hilfreiche Antwort sehr dankbar tschüss
(noch ohne richtigen MA-Namen )

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Eintrag #19 vom 20. Jul. 2000 18:30 Uhr Mike Werner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mike Werner eine Nachricht zu schreiben.

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Hi! Also, ich bin Anglo-Normannischer Ritter in England um 1150. Da, wie du sagst die normannische Oberschicht bis ins 13. Jh. hinein Normanno-Französisch sprach, kann ich dann wohl davon ausgehen, das die Bezeichnung “Chevalier” bei mir zutrifft. Wurde der Begriff “Knight” eigenlich erst im 13. Jh. eingeführt oder war er unter Angel-Sachsen bereits vorher üblich. Mich würde weiterhin interessieren, wann in etwa sich überhaupt der Begriff des Ritters in diesem Sinne herausbildete. War es im 12. Jh. bereits ein eigener Stand oder eher noch eine Rang- bzw. Berufsbezeichnung? Schöne Grüße, Mike

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Eintrag #18 vom 20. Jul. 2000 17:44 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Mike, eigentlich mehreres, denn alle drei Bezeichnungen meinen in der jeweiligen Sprache (Englisch, Franzoesisch bzw. Latein) Aehnliches, zumindest “knight” und “chevalier”, waehrend lateinisch dafuer eher “eques” waere. Nachdem Du Dir aber einen so schoen klingenden, wohl normannisch sein sollenden Namen ausgesucht hast und die von Dir verkoerperte Figur um 1150 leben soll (wo eigentlich?), ist es sehr wahrscheinlich, dass Du kein Englisch konntest, denn die normannische Adelsschicht sprach bis Mitte 13. Jh. fast ausschliesslich Franzoesisch (ganz korrekt: Normanno-Franzoesisch); falls es zu etwas Bildung gelangt haette, was bei den Normannen nicht so selbstverstaendlich war, kaeme noch ein wenig Latein dazu, also s.o.
Cyfarchion o Gymru (Gruesse aus Wales) Nikolaj aka Rhisiart ap Maredudd

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Eintrag #17 vom 20. Jul. 2000 17:24 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Genau! Wo wurden eigentlich manche Sir (klar, England) oder Sier (nicht sieher, sondern Si-er) genannt? Gruß v. Arlen

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Eintrag #16 vom 19. Jul. 2000 20:08 Uhr Mike Werner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mike Werner eine Nachricht zu schreiben.

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Hi! Ich konnte bisher leider noch nicht genau herausfinden, ob ich (Englischer Ritter um 1150) nun “Chevalier” bin, oder “Knight”. Gehöre ich vieleicht sogar noch zu den “Miles” Wie sieht ferner die Anrede aus? “Sir” oder etwas anderes? Ich hoffe, daß irgendjemand schlauer ist als ich und mich an seinem Wissen teilhaben läßt. Schöne Grüße von Mike Werner a.k.a. Sir Reginald Chevalier de Longard mit Identitätsproblem ;o)

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