Im Traktat über die Malerei von Cennino Cennini (gestorben 1440) werden die Pinsel, die Herstellung der Farben und ich glaube auch die Farbpaletten beschrieben. Möglicherweise finden sich darin auch Informationen zur Art der Gefäße für die Aufbewahrung der Farben. Es gibt eine Deutsche Ausgabe des Werkes:
Cennino Cennini, Das Buch von der Kunst oder Tractat der Malerei. Ist allerdings aus dem 19. Jh. Eine gute Bibliothek sollte es aber haben.
ich würde mir gerne eine Schreibstube des späten 15. Jahrhunderts einrichten. Dazu suche ich noch einiges an Informationen welche die dazu benötigten Gegenstände für die Buchmalerei betreffen.
Vor allem suche ich nach Abbildungen von Gefäßen in welchen die Maler die gerade benötigten Farben anmischten, nach Abbildungen von Pinseln und nach Abbildungen von Gefäßen in welchen die Pigmente verwarrt wurden. Auch Bezugsquellen wären sehr hilfreich.
Mich würde interessieren, wie die Schreibutensilien konkret transportiert wurden.
Für die Templer ist bezeugt, dass die Siegel in kleinen Säcklein aufbewahrt wurden, aber wie wurden Dokumente, Pergamente, Schreibfedern und Tinte transportiert? Gab es hierfür einen speziellen Holzbehälter?
Vor allem interessiert mich diese Frage ganz allgemein für das Hochmittelalter, aber auch andere Zeiten sind gerne willkommen.
So ist es.Laut dem Schildchen stammten die zwei Tongefäße aus dem 13 Jh.Die Schriftstücke stammten aus dem 13.Jh bis 15Jh.Laut dem Infoschild zumindest.Lesen konnte ich sie bis auf etwas Latein nicht.Pech.Sie hatten aber sehr schöne Initialen.Es sollen Abschriften von Büchern bzw.Geschichte des Klosters u.Geschichte Spaniens gewesen sein.Woran ich mich noch gut erinnern kann,war eine Leihgabe eines Stundenbuches,im Auftrag Alfonso V,müßte also so1460 gewesen sein.Das Buch (ich denke mal,es ist das selbe)habe ich später in einer Fotosammlung der Biblioteca del Palcio Real Madrid wiedergesehen).Es war wie gesagt auch eine sehr kleine Bibliothek.Im bin mir sicher, das es nicht die Hauptbibliothek des Klosters war..Kann ich mir bei dem Kloster nicht vorstellen.Mehr Quellen kann ich Dir leider nicht zur Verfügung stellen.Am besten selbst hinfahren und mal nachfragen.
so wie ich mario verstanden hab, hat er nebn den schriftstücken aus dem 13. auch Tongefäße aus dem 13. mit Korkverschluss von dem Mönch zu gesicht bekommen.
Aha.Habe jetzt herausgefunden,das man häüfig Terakottaverschlüsse benutzt hat ,welche mit Lehm oder Harz abgedichtet wurden.Die Korkverschlüsse wurden vor allem von den Portugiesen rübergebracht.Jetzt bin ich aber mit dem Latein auch am Ende.
P.S. Betreff der Schriften und Bücher habe ich gerade nochmal im Internet recherchiert.Leider ohne Erfolg.Und wegen der Tongefäße.In Deutschland habe ich in Museen oder ähnliches bis jetzt aus der Zeit keine Austellungsstücke gefunden.Aber da auch im Früh-und Hochmittelalter Spanien für Händler nicht unerreichbar war,gehe ich jedenfalls davon aus,das diese Form der Verschlüsse sicher auch bei uns mal zum Einsatz kam.Auf Burg Mildenstein lernte ich mal ein Schreiberling kennen,welcher Bienenwachs und Leder benutzte.Nun ich weiß nicht ,wie sicher und wie lange sowas hält.Fand es aber auch sehr interessant.
Nun Du kannst es gern unter www.spanien-holidays.de/korkproduktion/htm nachlesen.Ich hatte aber das Glück schon vor 4 Jahren bei meinem Abstecher zum Kloster Monserat einen deutschsprechenden Mönch als Führer für unsere Truppe gehabt zu haben.Als ich ihn dann nach alten Schriften und Urkunden fragte,wurde er erst hellhörig.Als ich ihm dann mein Hobby erklärte,war er sehr interessiert und nahm mich und drei Freunde mit in eine kleine Bibliothek .Während sich die anderen um die schwarze Jungfrau bemühten.Hier bekamen wir alte Bücher und Schriftstücke zu sehen.Und siehe da.Zwei einfache Tonkrüge aus dem 13.Jh.Mit Korkverschlüssen.Dazu Adlerfedern zum schreiben etc.usw.Die Verschlüsse sahen natürlich nicht so perfekt aus,wie heute.Aber taten wohl sicher ihre Pflicht.War aber alles unter Glas.Logisch.Ich war auch mehr mit den Schriften beschäftigt.Aber ich habe sie gesehen.
Vielleicht hatten noch mehr das Glück,diese Verschlußform zu sehen zu bekommen.Kork wurde jedenfalls bereits im Mittelalter an Händler verkauft.
Nun da wäre ich mir nicht so sicher.Wenn es Dir um Korkverschlüsse geht,kannst Du diese getrost benutzen.Denn die Korkherstellung ist bereits seit 500 vor Christi bekannt.Allerdings zum Verschluß für Tongefäße.Und das brauchst Du ja.Kork wurde zum Beispiel aus Spanien bezogen.Dort wächst die Korkeiche.Sie benötigt ca.30 Jahre bis man ihre Rinde zum ersten Mal zur Korkherstellung benutzen kann.Das erfolgte dann über ein bestimmtes Verfahren.Wenn Du genaueres wissen willst,sag es.Für Flaschenabdichtung wurde Kork aber erst um ca.1670 genutzt.Wenn Du aber die Zeit des Frühmittelalter darstellen möchtest,wäre schon das gute alte kleine Rinderhorn günstig,dabei zuhaben.
“Clui nescrit scribere putat hock esse nulum laborem”.Ja wer nicht schreiben kann,der glaubt nicht,das dies eine Arbeit sein.
Schrieb einst ein Mönch als Randfloskel eines Buches.In diesem Sinne.