Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Met - Rezepte, Tips und Tricks

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Eintrag #80 vom 10. Feb. 2003 13:09 Uhr Heiko Marquardt

nach oben / Zur ÜbersichtPS:

Ich kann mich nur wiederholen, der Schwefel als Zusatz , richtig dosiert,ist wirklich harmlos. Ich kann ja mal was hier reinsetzen zu dem Thema, wenn ich in meinen Bücherschrank geschaut habe!

Nur wie gesagt ob mit oder ohne muss jeder selbst wissen und ich finde Deine Einstellung schon OK.
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #79 vom 10. Feb. 2003 13:06 Uhr Heiko Marquardt

nach oben / Zur ÜbersichtDicker Kopp?

Naja, ich bekomme von Bier auch immer einen dicken Kopp wenn es zu viel war! Ist da also auch Schwefel drin?? >;o)
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #78 vom 10. Feb. 2003 10:31 Uhr Monika Weber

nach oben / Zur ÜbersichtCheimiecocktail Klappe die 2.

Lieber Heiko, du hast sicher recht, wenn du behauptest, dass Schwefel im Gegensatz zu anderen Zusätzen, die uns die Industrie beschert, relativ harmlos ist. Ich weiss recht gut über den Dreck bescheid, den die Nahrungsmittelindustrie verwendet, lasse diese Sachen deshalb im Regal stehen und bemühe mich, meine Familie und mich möglichst ohne Zusatzstoffe zu ernähren. Deshalb bin ich der Meinung, dass auch aus dieser Hinsicht der Einsatz von Schwefel in der Weinbereitung völlig unnötig ist. Wenns denn so harmlos ist, dürfte es eigentlich keinen dicken Kopf machen, oder? Bio- Winzer, deren Existenz von ihren Ertägen abhängt, schwefeln ihre Weine auch nicht und es funktioniert. Aber wie du sagst, es bleibt halt jedem selbst überlassen, wieviel Gift er sich zumutet.
Sehr zum Wohl
Hjoerdis_von_Odroerir

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Eintrag #77 vom 10. Feb. 2003 08:03 Uhr Heiko Marquardt

nach oben / Zur ÜbersichtNun Monika!

Meiner Meinung, Ausbildung und Erfahrung nach ist Schwefelpyrosulfid, richtig dosiert, noch das harmloseste was man Nahrungs/Genussmitteln zufügen kann. Sei froh das ihr nicht wisst was in manchen Nahrungsmitteln für Zeug drin ist. Allerdings ist es nunmal eine Tatsache das H2O2 die ßberdosierung von Schwefel egalisiert. Letztendlich hast Du aber Recht wenn Du das sorgfältige Arbeiten erwähnst, allerdings kann nie so sorgfältig gearbeitet werden, das nicht doch irgendwo unerwünschte "Tierchen" eindringen.

Aber jedem halt das seine! >;o)
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #76 vom 07. Feb. 2003 23:28 Uhr Michael Zachman

nach oben / Zur ÜbersichtEin Grund.....

.... warum Honig teurer wird.

Hab`s aus der Zeitung:

Deutscher Honig kann im nächsten Frühjahr knapp werden. Ein Sprecher der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe:"Der Grund liegt in den hohen Verlusten bei den Bienenvölkern im vergangenen Jahr". Rund 30 Prozent der deutschen Bienenvölker starben an einer bösartigen Milbenerkrankung. Ein Experte: "Das Sterben geht weiter. Nach dem Winter rechnen wir mit Verlusten zwischen 50 bis 70 Prozent."

Liegt doch nicht nur am Euro !
Trotzdem keine guten Aussichten :-(
Grüsse Gerlach von Eilunstedi

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Eintrag #75 vom 07. Feb. 2003 13:19 Uhr Monika Weber

nach oben / Zur ÜbersichtChemiecocktail

Um Thema Schwefel im Met möchte ich auch noch meinen senf dazugeben*g*.
Ich bin der Ansicht, dass Chemiekalien nichts im Met zu suchen haben. H2O2 zum neutralisieren von zuviel zugestztem Schwefel gehört für mich eher in den Chemieunterricht denn in ein Genussmittel.
Damit Met nicht zu Essig mutiert, ist es wichtig, die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden. Allein vom Sauerstoff wird Kein Wein, auch keiner aus Honig zu Essig. Dazu sind dann auch noch Essigbakterien, die sog. Essigmutter erforderlich. Die Bakterien gelangen z.b. durch Essigfliegen in den Met. Dort wandeln sie unter Sauerstoffeinfluss den Alkohol zu Essig um. Manche Leute machen sowas auch ganz gezielt.
Wir machen seit jahren met und Wein aus allen möglichen Pflanzen und Früchten und verwenden nie Schwefel. Bisher ist uns nur einmal ein Erdbeerwein "umgekippt". Wer sorgfältig arbeitet, braucht keinen Schwefel
Hjoerdis_von_Odroerir

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Eintrag #74 vom 06. Feb. 2003 06:55 Uhr Heiko Marquardt

nach oben / Zur ÜbersichtNaja,

ehrlich gesagt nehme ich für meinen Met immer den teuren Honig.
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #73 vom 05. Feb. 2003 17:39 Uhr Harald Sill

nach oben / Zur ÜbersichtHonig teurer

Hi Leute.

Als ich vorhin in unseren Aldi kam traf mich fast der Schlag.
Der Honig von 1,49 auf 1,79 gestiegen.
Also an alle die für die größeren Metmengen in der Heimproduktion auf die billigen Honigs setzen, jetzt noch zuschlagen wenn ihr Honig zum alten Preis (der auch schon viel höher ist als vor einem Jahr) findet.
Ich habe nachgefragt, das soll nicht vorrübergehend sein. d.h. alle anderen werden mit ihren Billighonigs über kurz oder lang nachziehen wenn sie es nicht schon getan haben.

By the way, vermutlich wird auch Schokolade deutlich teurer.
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #72 vom 27. Jan. 2003 14:20 Uhr Heiko Marquardt

nach oben / Zur ÜbersichtDie Hefe hat sehr ....

..wohl einen Einfluss auf geschmack und eigenschaften des Weines. Aber nicht unbedingt auf den Restzuckergehalt, welcher ja den Geschmack (trocken/lieblich)ausmacht. Natürlich hat der Restzuckergehalt auch damit zu tun wie hoch der ßchslewert des Ansatzes war. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit Portweinhefe gemacht.

Das Schwefewln ansich ist gut insofern man es nicht übertreibt mit dem Einsatz des Kaliumpyrosulfides. Wobei noch zu erwähnen ist, das nicht unbedingt der Einsatz des Kaliumpyrosulfides die Hefezellen abtötet, sondern eher der Alkoholgehalt. Schwefeln ist wichtig um Sauerstoff zu binden der z.B. beim umfüllen in den Wein gelangt. Denn zuviel Sauerstoff lässt den Wein zu essig werden:
Siehe Formel:

C2H5OH (ßthanol/Alkohol)+ O2 (Sauerstof)-> C2H5OOH (Essigsäure)

Hier noch ein Tip: Wenn man zuviel Kaliumpyrosulfid eingesetzt hat, kann der Ansatz noch gerettet werden indem H2O2 (Wasserstoffperoxid) eingesetzt wird um die schwefelige Säure zu neutralisieren.

Der Schwefel der in dem Wein verbleibt ist absolut ungefährlich und wird komplett ausgeschieden.
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #71 vom 27. Jan. 2003 11:54 Uhr Arno Eckhardt

nach oben / Zur ÜbersichtRestsüße

Hallo Angy hallo Alle

Laut meinem in Eintrag 66 genannten Buch besteht Honig aus vielerlei unterschiedlichen Zuckersorten, die teilweise unvergärbar sind!
Den genauen Gehalt kann man als Laie leider nicht bestimmen, aber genau davon hägt natürlich zu einem großen Teil der Restzuckergehalt ab.

Die Heferasse spielt eine eher untergeordnete Rolle. Die Reinzuchthefen sind eigentlich größtenteils auf "normale" Kellerbedingungen (Temperatur...) und hohe Alkoholausbeute gezüchtet.

Und da die Gärbedingungen, zwecks Vermeidung unerwünschter Gärprodukte, immer möglichst optimal sein sollten, würde ich von Experimenten in diese Richtung abraten.

Das Beenden der Gärung mittels Schwefelung ist wie gesagt ebenfalls nicht unproblematisch, wegen Kopfweheffekt...

Besser ist es evtl, mit der Honigmenge zu "spielen". Man kann nämlich durchaus mehr als das übliche Drittel Honig verwenden, allerdings müssen dann die Gärbedingungen in den ersten Tagen noch genauer auf Optimum gehalten werden, damit der viele Zucker nicht die Hefe "killt".
Die Gärung MUß nach etwa zwei bis drei Tagen einsetzen, sonst ist was faul. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Dann bleibt natürlich mehr Zucker über.

Man kann auch andere Honigsorten verwenden:

Milde Honige geben tendentiell trockeneren Met (und teureren), süßere einen süßeren (und meist sogar billigeren!).

Dann kann man noch nachsüßen (naja...) oder die Gärung durch kurzes Erhitzen (ebenfalls naja...) unterbrechen. Beides sind "Profitricks", die wir als ewig auf Besserung bedachte Hobbyisten natürlich zu vermeiden suchen sollten. Finde ich.

Hoffe, das hilft weiter.

Viel Erfolg!
Euer Arno

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Eintrag #70 vom 27. Jan. 2003 10:07 Uhr Angelina Von Borcke

nach oben / Zur ÜbersichtSäure bestimmen

Hi,

nachdem mein erster Met (mit Burgunderhefe) recht mild und süffig geworden ist (semi secco...) ist mein zweiter Versuch (Frischhefe) eher "dry" geworden.

Was hat welchen Einfluß auf die Restsüße des Met? Ist das von der Hefe abhängig, oder muß ich die Gärung mittels Sulfit vorzeitig abbrechen?
Angy

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Eintrag #69 vom 26. Jan. 2003 17:46 Uhr Monika Weber

nach oben / Zur ÜbersichtMetbereitung allgemein

Von normaler Backhefe rate ich ab; dass ist mehr chemie als Hefepilz.
Zum weinbereiten nimmt man Weinhefe, zum Bierbrauen Bierhefe, und Brothefe zum Brotbacken. Obwohl Brot und Bierhefe enger Verwand sind, gelingt Bierbrauen mit Brothefe nicht so gut, Weinbereitung ist da noch ungünstiger. Wer keine Weinhefe in der Drogerie oder Apotheke bekommen kann, oder sie als zu teuer empfindet behilft sich mit natürlicher Hefe, die in ßpfeln oder Trauben in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Dazu nimmt man 2 - 3 ßpfel, entsaftet sie und lässt den Saft gären. Den angegorenen Saft kann man sofort verwenden.
Versucht mal einen Met ohne Säure (die hat da nämlich nichts zu suchen) und ohne Schwefel herzustellen. Der schmeckt besser und ist auch bekömmlicher.
Wohl bekomms.
Thorgan von Odroerir

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Eintrag #68 vom 25. Jan. 2003 14:17 Uhr David Büsel

nach oben / Zur ÜbersichtHallo ihr Metbrauer!

Kann man eygentlich auch ganz normale Backhefe verweden????


bitte nicht schlagen wenn so was schon irgendwo steht!
Freundlichste Grüße David von Embß

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Eintrag #67 vom 26. Aug. 2002 06:48 Uhr Arno Eckhardt

nach oben / Zur ÜbersichtMeine Tips:

Hallo Ihr

Also, ich habe vor kurzem von meiner Freundin ein Buch bekommen: "Met. Honigweinbereitung (leicht gemacht), ISBN 3-7020-0721-0 leopold Stocker Verlag, Graz"

Sehr gute Lektüre! (ist für Profis gedacht, aber für Laien verständlich geschrieben. Sind auch nur genau 100 Seiten.

Einer der Wichtigsten Punkte der Metbereitung ist in diesem Buch das wiederholte "Abziehen" des Mets vom Bodensatz während der Gärung (einmal nach der Hauptgärung nach etwa 2 bis 3 Wochen, und einmal nach nochmal etwa 2 bis 3 Monaten)

Also:

Besser ZWEI Fässchen kaufen, damit man umfüllen kann.
Das ist natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden, führt aber zu DEUTLICH besseren Ergebnissen! Und zu deutlich weniger Fehlschlägen, sauberes Arbeiten vorausgesetzt.

Der Met hat sich bei mir von selbst geklärt, war sehr haltbar (keine Schwefelung erforderlich) und, wie mir bisher noch jeder "Tester" bestätigt hat "sehr lecker" ;-)

Der oft auftretende, leicht unangenehme bis bittere Nachgeschmack lässt sich allein durch das Abziehen komplett vermeiden.

Viel Spaß beim Probieren.
Euer Traumschmied

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Eintrag #66 vom 25. Aug. 2002 00:44 Uhr Florian E. Teply

nach oben / Zur ÜbersichtNochmal zum Schwefel...

Halloele in der Mittelalterrunde...
Nachdem ich mich gerade mal durch diesen Tread gelesen habe, kann ich nicht umhin, was zu den Auswirkungen des Schwefels zu sagen. Wenn mich meine Hausärztin nicht belogen hat, dann wird der Schwefel (bzw. die Sulfide) ueber den Magen (wo auch sonst ;-)) in die Blutbahn aufgenommen. dort erfuellen diese Substanzen die selbe Wirkung wie Kohlendioxyd, sie verhindern den Transport von Sauerstoff auf den entsprechenden Blutkoerpern. Nur wird das Zeug dann nicht in der Lunge wieder rausgepustet, sondern mit recht großer Halbwertszeit ueber die Niere ausgeschieden. Die Kopfschmerzen sind dann eine Folge des fuer eine gewisse Zeit(etwa ein halber bis anderthalb Tage) verminderten Sauerstoffdurchsatzes. Und durch eine gewisse Sauerstoffunterversorgung werden Kopfschmerzen hervorgerufen( sie sind sozusagen eine warnung, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, aber noch lebt...) Ausgenommen sind natuerlich "eingebildete" Kopfschmerzen...
Trotz der erschreckenden Mitteilung gerade erhebe ich das Methorn zum Gruss...

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Eintrag #65 vom 02. Aug. 2002 07:19 Uhr Angelina Von Borcke

nach oben / Zur Übersicht@Benjamin

Hi,

ich hab meinen Met mit Nelken, Kardamom, Piment, Orangenschale, Zimtstange und frischem Rosmarin gewürzt. Das alles in einem Leinensäckchen an einem Bindfaden in den Ansatz gehängt.
Grüßle.

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Eintrag #64 vom 02. Aug. 2002 07:17 Uhr Angelina Von Borcke

nach oben / Zur Übersicht@Lutz

Hi,

also ich hab meinen Gärbehälter (18l, Plastik) zur "Most"-Zeit im Baumarkt bekommen. Ansonsten gibt's den auch bei den WLZ/Raiffeisen/Landi-Märkten. Zumindest hier im Süden, wo jeder Bauer seinen eigenen Most ansetzt.

Die Gärhefe habe ich in der Apotheke bekommen. Ganz gut hat's mit "Burgunder" geklappt.
Und als Säuerung nehme ich anstatt der Milchsäure einfach naturtrüben Apfelsaft, aber auch fast jeder andere naturbelassene Saft (also kein Nektar oder Fruchtsaftgetränk) geht auch. Da kann man munter experimentieren.
Dann noch einen geriebenen Apfel als Schwebstoffe, damit die Hefe was zum schwimmen hat. Ein Säckchen mit Kräutern oder Gewürzen, wenn man will, fertig.
Und das Sulfit gibt's ebenfalls in der Apotheke, evtl. vorher telefonieren.

Und zum Abfüllen nehme ich einfach einen Kasten mit "Bügelflaschenbier", den mein Mann aufopfernd vorab leergetrunken hat :) Ein Ansatz von 10l gibt dann genau einen Bierkasten voll.
Grüße aus dem Schwabenland.

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Eintrag #63 vom 02. Aug. 2002 02:14 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

nach oben / Zur ÜbersichtMet-Zeugs

@Lutz:
gibt`s im Weinfachhandel. Falls nicht vorrätig (unwahrscheinlich!), wird man dir die Sachen gern zu vernünftigen Preisen bestellen.
Für den Anfang brauchst du:
1 Gärbehälter (15 Liter). Am schönsten sind Ballons aus Glas, aber kaum noch zu kriegen. Nimm halt so`n Ding aus geeignetem Kunststoff.
Verschluss mit Bohrung für das
Gärröhrchen.
Groooßer Trichter.
Dünner langer Schlauch.
(Trichter und Schlauch gibt`s im Supermarkt oder sonstwo).
Tipp: nutze zwei Gärbehälter, dann kannst du beim Keltern bei Bedarf den Ansatz von einem Gefäß ins andere umzapfen.
An Chemikalien brauchst du:
evtl. Hefenähersalz (für den Anfang empfehle ich das, später wird man seine eigenen Patente verwenden...)
Schwefeltabletten (ja, schwefele den Ansatz gleich am Anfang, zwar vorsichtig, aber doch. Met kippt sehr schnell um, und wer das Zeugs nicht literweise säuft, dem macht das bisschen Sulfit nix).
Milchsäure (Met braucht zusätzliche Säure, sonst schmeckt er langweilig. Nutze anfangs Milchsäure, später wird man eigene, ähh, siehe oben *g*)
Alles über den Weinfachhändler zu beziehen, oder über eine Apotheke.
Giraut le Noir

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Eintrag #62 vom 29. Mai. 2002 20:59 Uhr Lutz Erdmann

nach oben / Zur ÜbersichtAusrüstung zur Meterzeugung

Hallo,
nicht böse sein, ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, aber:
wer kann mir Bezugsquellen für Ausrüstung zur Meterzeugung nennen
Mit Dank
Lutz

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Eintrag #61 vom 04. Feb. 2002 14:09 Uhr Jürgen Paasch

nach oben / Zur ÜbersichtEin Metrezept von 1350

seid gegrüßt!

ßberliefert ist folgendes historisches Rezept aus dem Würzburger »Buch von guter Spise« von 1350: »Wilt du guten met machen. Der guten mete machen wil, der werme reinen brunnen, daz er die hant dor inne liden künne. und neme zwei maz wazzers und eine honiges. daz rüere man mit eime stecken, und laz ez ein wile hangen. und sihe ez denne durch ein rein tuch oder durch ein harsip in ein rein vaz. und siede denne die selben wirtz gein eime acker lane hin und wider und schume die wirtz mit einer vensterehten schüzzeln. da der schume inne blibe und niht die wirtz. dor noch giuz den mete in ein rein vaz und bedecke in, daz der bradem niht uz müge, als lange daz man die hant dor inne geliden müge. So nim denne ein halp mezzigen hafen und tu in halp vol hopphen und ein hant vol salbey und siede daz mit der wirtz gein einer halben mile. und giuz ez denne in die wirtz, und nim frischer hoven ein halp nözzeln und giuz ez dor in. und giuz ez under ein ander daz ez geschende werde. so decke zu, daz der bradem iht uz müge einen tae und eine naht. So seige denne den mete durch ein reyn tuch oder durch ein harsip. und vazze in in ein reyn vaz und lazze in iern drie tac und drie naht und fülle in alle abende, dar nach lazze man in aber abe und hüete daz iht hefen dor in kumme und laz in aht tage ligen daz er valle. und fülle in alle abende. dar nach loz in abe in ein gehertztez vas und laz in ligen aht tage vol und trinke in denne erst sechs wucher oder ehte. so ist er allerbeste.«

Für diejenigen, die im Mitteldeutschen nicht so bewandert sind, hier die ßbersetzung ins Hochdeutsche: »Willst Du guten Met machen. Wer guten Met machen will, erwärme sauberes Wasser so weit, so daß er noch die Hand hinein halten kann. Man nehme jeweils zwei Maß Wasser und ein Maß Honig. Mit einem Stab umrühren und (es) sich eine Weile setzen lassen. Dann seihe man es durch ein sauberes Tuch oder ein Haarsieb in ein sauberes Faß ab. Sodann siede man es gegen eine Ackerlänge hin und zurück (so lange man zu Fuß für die Strecke eines Morgens Ackers und wieder zurück benötigt; Uhren gab es schließlich nicht) und entferne den Schaum mit einer durchlöcherten Schale (Durchschlag, Sieb, Schöpfkelle etc.). Der Schaum bleibt in der Schale zurück, aber nicht die Flüssigkeit. Danach gibt man den Met in ein sauberes Faß und decke es ab, damit der Dampf nicht hinaus kann, solange, bis man seine Hand hinein halten kann. So nimm dann einen Meßbecher und fülle ihn halb voll Hopfen und mit einer Handvoll Salbei und siede das gleichzeitig mit dem Met gegen eine halbe Meile (so lange man benötigt, um diese Strecke zu gehen). Und gib es dann in den Met und nimm eine halbe Nuß (soviel, wie in eine halbe Nußschale paßt) frischer (lebender) Hefe und gib es ebenfalls hinein. Und misch es durch, daß es vergären werde. So decke es zu, so daß der Dampf hinaus kann, einen Tag und eine Nacht. So filtere dann den Met durch ein sauberes Tuch oder durch ein Haarsieb. Und fülle ihn in ein sauberes Faß und lasse es drei Tage und drei Nächte gären und fülle es jeden Abend um (wieder filtern), danach läßt man es aber in Ruhe und schütze es vor dem Eindringen von Hefe (gut abdecken) und läßt es acht Tage liegen (ruhen) daß es sich setzt (die Hefe sinkt nach unten) und fülle es allabendlich um (vorsichtig abgießen, um den Bodensatz nicht mit umzufüllen). Danach füllt man es in ein geharztes (abgedichtetes) Faß und läßt es acht Tage voll liegen (ruhen, ohne es anzurühren oder etwas herauszunehmen) und trinke es innerhalb der nächsten sechs oder acht Wochen. Dann ist er am allerbesten.«

Anmerkung: Ich mache meinen Met analog zu dieser Methode (vor allem das Umfüllen ist wichtig), und er ist sehr gut. Allerdings siede ich ihn, wie heute üblich, nicht mehr, sondern erhitze das Honigwasser nur auf etwa 50° C, weil sonst zu viele wertvolle Inhaltsstoffe des Honigs zerstört würden.

Viele Grüße
Freyherr Jürgen zu Billmerich

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