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Eintrag #59 vom 12. Sep. 2002 15:32 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht fein

Das Feilen einer Zahnung, mit der man dann Metall sägen kann, dürfte noch viel schwieriger sein, als es bei der vergleichsweise grob gezahnten Holzsäge der Fall ist. Ich gehe nicht davon aus, dass es im 13. Jhd. Metallsägen gab …
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #58 vom 12. Sep. 2002 15:07 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Keine Sägen

Nach angaben von Theophylus Presbyter www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21 kannte der Goldschmied des 12.Jh keine (feine) Säge um Metall zu sägen.
Alle Arbeiten in Durchbruchtechnik dieser zeit sind mit einem Meisel “durchschlagen” worden.
Hohenecker

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Eintrag #57 vom 12. Sep. 2002 12:57 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wertanlage

Danke Arno,
das war ausführlich.
Die Herstellung eines Sägeblattes ist somit ziemlich aufwendig, quasi eine Wertanlage und viel zu teuer für einen einfachen Zimmermann.
Gleichwohl kann ich immer nur längs zur Faser spalten, das schneiden quer zur Faser z.B. zum ablängen von Stämmen/Balken mit ßxten/Beilen gibt meist eine ziemlich zertrümmerte Schnittfläche, mit der Säge wird das sehr viel sauberer. Oder wie bekomme ich ohne Säge eine saubere Schnittfläche quer zur Faser ?
Zum Herstellen von Daubengeschirr benötige ich z.B. relativ kurze Balkenabschnitte. Dafür brauche ich doch ‘ne Säge ?!
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #56 vom 11. Sep. 2002 20:18 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Endlich: Die Herstellung...

…Von Sägen:
Hallo Ihr
Also:
Selbstverständlich kann man ein Sägeblatt schmieden. Es dürfte in alter Zeit sogar der einzige Weg gewesen sein.
Wie ?
- Man stellt das Material her. Ohne geht´s nicht. Ich gehe hier aber besser nicht ins Detail.
- Man schmiedet es dünn aus (so zwischen 0,2 und 3 mm, je nach Säge). Das ist kein so großes Problem, wie es sich anhört!!!
- Dann braucht man eine Feile:
- Siehe Punkt 1
- Rohling schmieden
- Rohling plan schleifen (am Stein)
- Meißel Schmieden, Härten
- Mit Meißel den Feilenrohling behauen
- Feile Härten
Zurück zur Säge:
- Mit Feile Zahnung Feilen (vorher genau markieren)
- ggf. mit einer Zange (die lass´ich jetzt weg, Stichwort ist aber auch hier: Schmieden) die Zähne “Schränken”
- Sägeblatt Härten
- Härteverzug ausrichten
- mit ggf. feinerer Feile oder Stein schärfen
- Griff dran
- Fertig.
Ich fürchte, man hat vermutlich deswegen kaum Sägen gefunden, weil sie:
- Sehr dünn sein können (müssen) und deshalb schnell verrotten
- Sehr aufwendig und schwierig herzustellen sind und sicher bis zum letzten Rest verbraucht worden sind (nachschleifen)
- sich nur für sehr spezifische Zwecke geeignet haben(vor allem wohl feine, künstlerische Arbeiten).
Der letzte Punkt erklärt sich so:
- Tragende Teile wie Balken oder Planken lassen sich mit weit billigeren, verschleißärmeren Werkzeugen wie etwa ßxten herstellen.
Hobel dienen der Feinbearbeitung.
- Feinere Teile halten generell besser, wenn sie nach der Faser gespalten und nicht geschnitten. werden.
Heute ist nur das Material billiger und man geht verschwenderischer damit um. Und man hat Maschinen zum Sägen. Man sägt also fast alles. Allerdings oft dicker, als eigentlich nötig. Sägeblätter sind nicht mehr so teuer (Serienfertigung).
Die Mode Verlangt heute ausschließlich glatte, gerade Flächen. Roh behaune Balken oder auch nur dem Wuchs des Holzes folgende Bauteile sind m.E. nicht mehr erwünscht.
Und teuer:
Heute sind die Sägen bezahlbarer, als die Arbeitskraft, die den Balken von Hand behaut.
Noch Fragen?
Euer Traumschmied

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Eintrag #55 vom 11. Sep. 2002 19:39 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ups!

Falsch abgeschrieben: Domesday-Book…
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #54 vom 11. Sep. 2002 19:38 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beile!

Unser Prof in Göttingen hat gesagt, daß für die Holzbearbeitung im Mittelalter (wann??) sowieso meist Beile/ßxte genommen wurden. Nun bringt Ihr mir Belege für Sägen! ;o) Sogar in “Truhen - Kisten - Laden” von Thorsten Albrecht ist für das Mittelalter von Sägen die Rede.
Aber wenn hauptsächlich mit der Axt gearbeitet wurde, würde das die wenigen Sägen im Doomsday Book erklären, oder?
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #53 vom 11. Sep. 2002 17:58 Uhr Lorenz Rittscher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lorenz Rittscher eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Verwendung von Sägen

Moin
Ich habe eine kleine zusammenfassung über Bauholz: Qualität und Herkunft an Beispiel Lübeck aus dem Buch: Wege zur Erforschung städtischer Häuser und Höfe geschrieben.
Ich habe dieser zusammenfassung Bilder hinzugefügt, auf denen Schrotsägenähnliche Sägen zu sehen sind. Die Bilder sind aus dem Jahren 1303 u. 1325
Meine Meinung dazu:
Da es damals möglich war “dünne” Schwertschneiden zu schmieden dürfte es nicht mehr Aufwand gewesen sein ein Sägeblatt zu schmieden.
www.elvelueuet-hamborch.de/geschichte/[…]/bauholz.[…]
Grüße
Lorenz
Dat Hamborch eyn is und eyn bliwen scal jummermeire!

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Eintrag #52 vom 11. Sep. 2002 17:21 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sägewerke...

Grüß Euch,
..der älteste Beleg, den ich kenne, ist Hortus Delicarium, Herrade v. Landsberg, 12. Jhdt…..
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff

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Eintrag #51 vom 11. Sep. 2002 13:35 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Statistik

Gab’s im 11. Jhd. schon Sägemühlen ?
Die Erhebungen fürs Domesday Book waren schon ganz “modern”, denn da zog keiner zählend durchs Land, sondern den kommunalen Oberhäuptern wurde ein Fragekatalog vorgelegt, dessen Beantwortung diese dann wieder organisieren mussten.
Da die Erhebung u.a. für Steuerfestsetzungen dienen sollte, hat vielleicht doch nicht jeder alles angegeben. Auch ganz “modern” …
Aber wie haben die denn nun Sägeblätter hergestellt ?
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #50 vom 11. Sep. 2002 13:25 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nur 13 Sägen ?

Das klingt verflucht wenig.
Könnte es evtl sein, daß damit eher die Sägemühle gemeint war ? Die wird umgangssprachlich auch oftmals nur Säge genannt.
Ich kann mir auch schwer vorstellen, daß jemand durch England zieht und die Handsägen zählt. Bei Sägemühlen ginge die Zählung wieder über die Abgaben.
Gruß, Ivain

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Eintrag #49 vom 11. Sep. 2002 13:14 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht kleines Detail zu Saegen

Zur Zeit des Domesday Book (also ca. 1066) wurden in ganz England nur 13 Saegen gezaehlt.
Zumindest bis dahin muss also die Herstellung enorm schwierig gewesen sein (und Holzverschwendung kein Problem).
Gruss, Claudia

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Eintrag #48 vom 11. Sep. 2002 09:47 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sägeblatt ?

Bei den Threads in dieser Rubrik geht es vorwiegend um Waffen oder Schmuck, ich meine aber, dass (hoch)mittelalterliche Schmiede in großem Umfang auch Werkzeug hergestellt haben.
Gab es im 13. Jhd. eigentlich außer Schmieden auch noch andere Herstellungs-/Bearbeitungsmethoden für Stahl ?
Ich denke da z.B. an Sägeblätter. Ich habe kürzlich zu Anschauungszwecken eine Schrotsäge erstanden, die m.E. aus Blattstahl (?) besteht. Wie hat man das im 13. Jhd. gemacht ? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Sägeblatt - gerade auch für kleinere Sägen - geschmiedet wird.
Wissen die Fachleute unter Euch etwas darüber ?
Kennt jemand Funde ?
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #47 vom 08. Jul. 2002 16:17 Uhr Daniel Stroh  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Stroh eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zeitraum vergessen...

…ups, da hatte ich doch den Zeitraum vergessen. Also, ich suche Werkzeuge und Gerät um Mitte 13. Jh…..
Gruß Gregorius

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Eintrag #46 vom 08. Jul. 2002 15:13 Uhr Daniel Stroh  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Stroh eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Suche.....

…Texte, Bilder, Quellen zu allen möglichen Werkzeugen (Spaten, ßxten, Sägen, Hacken, Hämmern, usw.) des Hochmittelalters. Ich habe zwar hier und da vereinzelt mal Abbildungen von Spaten, ßxten und Hacken gesehen (MAC-Bibel), jedoch ist mir das Ganze etwas zu ungenau, nach diesen Zeichungen solche Werkzeuge herzustellen.
Wer also gute Buchtipps, Internetadressen o.ä. zu diesem Tehma kennt, nur her damit, ich bin über jede Hilfe dankbar….
P.S.: Entweder hier posten oder direkt an daniel.strohschneider@web.de
Gruß Gregorius

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Eintrag #45 vom 02. Jul. 2002 14:28 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aha!

Moin Stefan!
Gibts noch Sägen mit Dreieckszahnung oder nur noch welche mit M Zahnung?
Und, wo liegen die Vorteile?
gruß, uli

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Eintrag #44 vom 02. Jul. 2002 10:57 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag

… und man sollte auf die richtige Zahnung achten. Meines Wissens ist die Zahnung mit M-förmigen Zähnen recht modern und erst im SMA aufgekommen, für frühere Epochen ist die simple Dreieckszahnung die sicher die bessere Wahl.
:-)
Stefan

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Eintrag #43 vom 02. Jul. 2002 09:21 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zustimmung...

Ich kenn jetzt zwar grube.de nicht, aber im Prinzip kann ich Stefan zustimmen.
die Trummsägen sind, wenn man vom Material und von evtl. vorhandener Lackierung absieht, immer noch in einem Stil, der den Zeichnungen in div. Hausbüchern zu 100% entspricht.
Man sollte darauf achten, das die Griffösen noch aus durchgenietetem Blech sind, und keine festgeschraubten Griffe verwendet wurden, evtl den Lack entfernen, dann paßts schon.
Gruß, Ivain

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Eintrag #42 vom 01. Jul. 2002 16:53 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schleichwerbung

Hallo Uli,
diese Sägen kann man immer noch neu kaufen. Z.B. www.grube.de . Ist ein Forstausrüster; wer Interesse in dieser Richtung hat, für den ist der Fachkatalog schon ein interessanter Schmöker. Hab da schon einige EUR liegen lassen und noch keinen Schund bekommen. Die Benzinvariante bekommst du da auch. :-)
und wenn du jemanden brauchst, der dir die Griffe schnitzt …. *bg*
Stefan

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Eintrag #41 vom 01. Jul. 2002 16:16 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin!
Aufgrund aktuer holzzerkleinerungsprobleme stehe ich vor der Frage:
Mach ich weiter mit der guten aber zu kleinen Baumarktholzsäge, hol ich mir noch ne Benziner Kettensäge oder mach ichs A und nehm eine große 2 Mann Baumsäge?
Im Prinzip tendiere ich zu letzterem, nur weiß ich nicht wo ich sowas herkrieg. Also, wer was weiß, bitte melden.
Und- bei ebay gucken kann ich selber, das scheidet also als Empfehlung aus. Außerdem würd ich nicht unbesehen Werkzeug kaufen.
gruß, uli

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Eintrag #40 vom 02. Mai. 2002 17:21 Uhr Urs Noetzelmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Urs Noetzelmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht so isses...

finde auch man darf ruhig traditionell bleiben mit den Namen…
Immerhin tu ich als Meister meinem Gesellen ja eine SCHALLERN und keine Stahl-…aeh KEVLARHELMEN…oder;-)
Hlorridi

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