Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schuhe! Und was drin?

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Eintrag #38 vom 09. Apr. 2003 11:55 Uhr Julia Dix

nach oben / Zur ÜbersichtFilzsohlen

Hallo,
in Schleswig wurde eine Filzsohle gefunden die man wohl zusätzlich in die schuhe legte um sich gegen kälte zu schützen. (Gesehen im schloß Gottorf/schleswig) Leider stand nicht viel anbei über Herkunft und Zeit.
liebe Grüße Julia

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Eintrag #37 vom 16. Mrz. 2003 22:53 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

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... und außerdem sollte ich nach dem abtippen nochmal Korrektur lesen, also:
die ISBN - Nr. lautet: 3-927714-34-8
(nicht die ISSN-Nr...)

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Eintrag #36 vom 16. Mrz. 2003 18:29 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

nach oben / Zur Übersicht...

oops, sorry, sollte wohl mit dem aktualisieren der Webseite aufpassen...

Also, auf der Abbildung ist auch die Sohle aus Leinen.
Die Filzsohle wurde wohl separat gefunden, aus dem Text geht nicht hervor, ob die irgendwo angenäht war oder nicht.

Ich schicke Dir aleich mal einen Scan des Artikels...

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Eintrag #35 vom 16. Mrz. 2003 18:25 Uhr Thorsten Klahold

nach oben / Zur ÜbersichtInteressant

Hallo Bernd,

würde mich sehr über zusendung eines scannes freuen.
diese von dir erwähnten "füsslinge" scheinen wirklich die vorläufer unserer socken zu sein.

War bei diesen "socken" die Fussohle auch aus leinen oder wurde der Obere Leinenteil auf ein Filzstück aufgenäht. Oder wahr das von dir erwähnte Filzstück wohl "nur" eine Art Einlegesohle?

Interessant finde ich das es schon in einer so alten quelle erwähnung findet was in den schuhen zu tragen ist und scheinbar wurde doch schon an fussgesundheit und vorbeuge vor Fusspilzerkrankungen gedacht.
Thorsten K.

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Eintrag #34 vom 16. Mrz. 2003 14:38 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

nach oben / Zur Übersichtpedules

Zitat aus
"von anfang biss zu unseren zeiten" - das mittelalterliche Rottweil im Spiegel archäologischer Quellen
(Landesdenkmalamt Baden-Würtemberg - ISBN: 0936 5109)

Artikel "Textilien, Lederreste und Schmuck" (Ute Beitler), S. 127
______________________________________
"ßber die Fußbekleidung der Mönche geben uns mehrere Teile aus groben Leinenstoff Auskunft (Abb.99). Es handelt sich um sogenannte "pedules" (=aus Stoff zusammengenähte Füßlinge), die schon aus den Ordensregeln des Benediktus genannt werden. Diese leichte, waschbare Fußbekleidung wurde zum Schutz gegen die Kälte verwendet und gleichzeitig mit den Schuhen beziehungsweise Stiefeln getragen. Da jedem Mönch bis zu fünf Paar solcher Pedules zugestanden wurden, scheint diese Fußbekleidung häufig gewechselt worden zu sein. Sie entspricht damit unseren Strümpfen, auch wenn sie rein äußerlich nicht sehr viel gemeinsam haben. An einem dieser Pedules haben sich noch Reste von Leder erhalten, was auf ein Ledernes Oberteil schließen läßt.
Unter den übrigen Stoffresten, die sich nicht immer sicher bestimmen lassen, befindet sich eine Schuhsohle aus braunschwarzem Filz, auf der noch der Abdruck eines Fußes zu erkennen ist."
(Zitat Ende)
______________________________________

Die Abgebildeten Pedules sehen aus wie Espandrills; auf Wunsch kann ich ein Scan davon zumailen.

Die Funde in diesem Artikel stammen aus dem Schutt und Auffüllung des Dominikanerklosters Rottweil. Dadurch ist wohl eine genaue Datierung nicht möglich.

Leider steht in dem Artikel nicht, auf welche Zeit die Pedules datiert werden. Die restlichen Funde sind aber so 1400 aufwärts.
Stellt sich nun die Frage, seit wann die "Pedules" bekannt sind - da sie in den Benediktinerregeln (6.Jhd.) erwähnt werden (z.B. www.erzabtei.de/antiquariat/Regula.html - "Kleidung und Schuhe der Brüder - Kap. 55")
wäre es möglich, daß die Pedules eine gängige Fußbekleidung im MA war - wenn "Pedules" wirklich explizit diese Art von Schuh bezeichnet und nicht einfach nur "Socke" bedeutet...

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Eintrag #33 vom 15. Mrz. 2003 13:20 Uhr Thorsten Klahold

nach oben / Zur Übersichtgut, hier die eingrenzung

Also, mir geht es vor allem um den Mittel bis nordeuropäischen raum. zeitabschnitt 11. bis ende 14. anfang 15. Jahrhundert

Mich interessiert es vor allem weill ich in einem Textil und lederwaren Grosshandel arbeite und die Strumpf/socken den grössten teil unseres Textilbereichs ausmachen. Also interessiert mich zum einen das "entwickelungsgeschichtliche" der socke *g* und für meine eigene darstellung die Zeit 1360 +/- 20 Jahre
Thorsten K.

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Eintrag #32 vom 15. Mrz. 2003 13:12 Uhr Thomas Schiebel

nach oben / Zur ÜbersichtWann ?

"Das Mittelalter" ist ein ziemlich großer Zeitraum, und fand überall auf der Welt statt :-)
Willst Du jetzt einen kompletten Aufsatz über Fussbekleidungen oder suchst Du konkrete Informationen zu einer bestimmten Zeit / Gegend / Stand ?
Viele Grüße, Gorm

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Eintrag #31 vom 15. Mrz. 2003 11:58 Uhr Thorsten Klahold

nach oben / Zur Übersichtmal so allgemeines Interesse.

Hallo ihr Wissenden dort draussen *g*

ich hätte da mal eine frage (wie so oft *fg*)

Wie die schuhe des Mittelalters waren weiss ich mittlerweile so einigermassen, nun aber quält mich eine andere frage, und zwar was wurde in den schuhen getragen?

Was ich bisher gefunden habe, ist das es an den beinlingen direkt füsslinge angenäht gab. Aber was gab es noch. Fusslappen? wie waren die geschnitten und wie wurden sie umgewickelt.Gab es innenschuhe aus Wolltuch oder Leinen.

Bitte wenn ihr etwas drüber wisst, lasst mich teilhaben.
Thorsten K.

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Eintrag #28 vom 18. Jul. 2002 16:32 Uhr Thomas Schlosser

nach oben / Zur ÜbersichtKälte an Füßen

Hallo Leute

Habe seit langem mal wieder in diesen Treath geschaut und kann nun auch einiges dazu beisteuern.
Was die Kälte angeht: Ich habe festgestellt, wenn man zusieht das man sich warm einpackt, und vorallem etwas warmes auf dem Kopf hat, damit man dort keine Wärme verliert, kann man gut Barfuß überleben. Habe im Winter bei ca. 2Grad Minut überraschender weise keine Problem gehabt. Wenn der Körper sonst niergends wärme verliert(Warme Klamotten UND Kopfbedeckung) dann kann er wohl die Füße gut mit Wärme durch Blut versorgen.
Die Franziskaner haben das ja auch überlebt?! Wie weit man das treiben kann, bis zu welcher Temperatur kann ich nicht sagen. Bei Temperaturen um 20Grad minus will ich das auch nicht ausprobieren wollen.
Bei Nassen Schuhen funktioniert das auch. Ich habe auf einer Veranstalltung zwei Tage nasse Füße in den Schuhen gehabt, aber die waren nicht kalt!



Das von mir
Thomas

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Eintrag #27 vom 23. Jun. 2002 10:24 Uhr Fritz Pascual

nach oben / Zur ÜbersichtSupergezuppel

Hi,

jawoll, Stroh im Schuh ist klasse! Stroh rein, zack - warme Füsse. Isoliert sogar etwas gegen Nässe, selbst wenn die Schuhe ein winziges bisschen an der Seite aufklaffen.
Aber Filzsohlen sind wohl auch ganz gross.

Gruss
Fritz

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Eintrag #26 vom 19. Jun. 2002 17:18 Uhr Olaf Kirchert

nach oben / Zur ÜbersichtStroh im Schuh

Stroh im Schuh ist praktisch (getestet kürzlich in Herzberg). Es isoliert gut und gleichzeitig fühlt es sich trocken an. Das Pieken ist nur ganz zu anfang störend.
Tschüß, Olaf

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Eintrag #25 vom 24. Feb. 2002 00:34 Uhr Michael Effertz

nach oben / Zur Übersicht1.Jh bis 2.Jh n. Chr. wie schützte man sich vor der Kälte/Nässe?

Schönen guten Abend zusammen,

seit einiger Zeit versuche ich mich schon mit dem im Titel meines Eintrags genannten Zeitraum zu beschäfftigen. Dabei dreht es sich insbesondere um das Rheinland bzw das damalige Köln und Umland. Leider gibt es dafür seeeehr wenig Quellen (ich tue mich zumindest schwer etwas zu finden und wenn, dann ist es in einem Buch gerade einmal das Wort "Ubier", und dies in nur einem Satz erwähnt... Naja ;-), so daß ich mich fast nur auf römisches Material stütze, oder zeitliche Abeichungen in kauf nehmen muß.

Der Zeitraum ist mit Absicht so gewählt, eben um mir das Abweichen ins römische, gerade als Ubier (römerfreundlich), relativ gut möglich ist.

Um nun langsam auf das Thema zu kommen. Von der Bekleidung her bin ich mittlerweile "akzeptabel", aber einfachst ausgerüstet. Das einzige Problem, welches ich noch habe sind die Schuhe und das, was man darin getragen hat.

(siehe dazu auch Thread 158 "Schuhe")

Ich bin zur Zeit auf dem Stand, daß ich Bundschuhe oder römischen Militärsandalen tragen möchte.

Zweitere lasen sich wohl (nach M. Junkelmann) auch gut barfuß tragen, demnacht denke ich, daß es sich bei Bundschuhen ähnlich verhält. Jedoch besteht bei diesen nicht die Möglichkeit des "Sauberspülens" nachdem Dreck in den Schuh gekommen ist.

Zudem bieten beide Schuhmodell keinen guten Schutz gegen Kälte und was schlimmer ist kalte Nässe.

Es stellt sich somit die Frage, wie behielt man damals trocken als auch warme Füße?

Meine "Experimente" mit Stoffwickeln haben sich mehr oder weniger erfolgreich erwiesen... Kälte läßt sich mit Schafsfell und den besagten Stoffwickeln ganz gut zurückhalten, jedoch nicht der Matsch bzw. die Nässe in selbigen. Läuft man den ganzen Tag auf matschigem Boden, hat man ganz schnell halb erfrorene Füße/Zehen und das noch nicht mal im tiefsten Winter (gut, da ist der Boden dann auch schon mal gefroren ;-)

Also: Was trug man damals in den Schuhen bzw. gab es besondere Schuhe für kaltes, nasses Wetter? (hier nochmal der Verweis auf Thread 158 "Schuhe")

Wäre dankbar, wenn jemand dazu was sagen könnte!
Gruß, Micha

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Eintrag #24 vom 27. Okt. 2000 15:38 Uhr Dr. Frank Dierkes

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Habe gerade bez. der ursprünglichen Frage, was man IN den Schuhen getragen hat, nochmal in meinen Büchern nachgesehen. Nach der Benediktinerregel (neuere Fassung) erhält der Mönch "Strümpfe", in älteren Fassungen hingegen Fußlappen. Gleiches geht aus dem Buch "Klosterleben im Mittelalter" aus einer Schrift von vor 1000 hervor, wo von Fußlappen zumind. für Mönche gesprochen wird. (Sorry, Thomas, habe ich gestern vergessen zu erzählen). Frank
Laudetur Iesus Christus. In eternam, Amen. Frater HdM

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Eintrag #23 vom 21. Okt. 2000 08:46 Uhr Andreas Sturm

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Hallo, hier noch ein Beispiel für knielange "hosen" an Männerbeinen (SMA): jupiter.imareal.oeaw.ac.at:8080/real/docs/006598.html Andreas Sturm

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Eintrag #22 vom 14. Okt. 2000 23:57 Uhr Andreas Sturm

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Hallo Thomas, Schuhe waren Verbrauchsmaterial, d.h. ihre Lebensdauer war gering, der Bedarf an Nachschub entsprechend hoch. Die Mittelalterliche Terminologie bzgl. Bekleidung ist alles andere als genau - das mhd. "hose" dürte wahrscheinlich wirklich alles zusammenfassen, was das Bein bedeckt, aber keine Hose im heutigen Sinn ist, denn die wurde lat. Braccae, Femoralia, Feminalia, mhd. bruech, bruoch genannt. Die mittelalterlichen "hosen" haben sich aber aus dem spätrömischen "Soccus", einem Schuh entwickelt. Zunächst bis zur halben Wade reichend, wurden sie immer länger, bis sie schließlich im SMA an das Wams stießen. Mittelalterliche "hosen" bezeichnen also ein paariges Kleidungsstück mit variierender Länge. Zum Frühmittelalter - der "St. Gallener Mönch" berichtet in seiner "De Gestis Caroli Magni" über die Tracht der Franken im 9. Jh.: "Sie bestand in Schuhen, die außen mit Gold verziert und mit drei Ellen langen Riemen versehen waren, mit scharlachnen (1)Binden um die Beine und darunter leinenen Hosen, obwohl von derselben Farbe, doch in kunstreicher Weise bunt gemacht. (2) ßber diese und die Binden wanden sich kreuzweise, innen und außen, vorn und hinten jene langen Schuhriemen." Auf Abbildungen dieser Zeit erkennt man manchmal wadenhohe Fußbekleidung mit kleinen Zickzacklinien über die gesamte Breite, welche die Zehen freilassen. Unklar ist, ob es sich dabei um die erwähnten Binden handelt oder um die römischen Calceus patricius, ein Halbschuh mit Riemen bis zur halben Wade. Es dürfte aber wenig dagegen sprechen, wenn du die für die fränkische Tracht üblichen Beinwickel auf die Füße ausdehnst. Mit einer germanischen Hose (Braccae), Beinbinden und Schuhen dürftest du gut fahren, allerdings mußt du auf die Gepflogenheiten der Volksgruppe und der Zeit achten. So trugen die Franken z.B. in vorchristlicher Zeit seit dem 5. Jh. knielange Braccae und dazu Binden. Durch den christlichen Einfluß kamen aber wieder knöchellange Hosen in Mode, die Beinbinden wurden weiter beibehalten und über die Hosenbeine geschlagen. Andreas Sturm _________ 1 Unklar bleibt, ob hier der Farbton oder eine Stoffart, nämlich ein besonders hochwertiges Wollgewebe gemeint ist. Scharlach (mlat. scarlatum) bezeichnet zunächst jeden "Stoff von intensiver Farbe". Das flämische Wort scaerlaken bedeutet "geschorenes Tuch"(Kühnel 220. siehe auch Loschek 428). 2 Gemeint sind wohl Stickereien.

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Eintrag #21 vom 14. Okt. 2000 21:16 Uhr Thomas Schlosser

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Hallo zusammen! Danke erst mal für die zahlreichen Antworten. Was mich allerdings erstaunt hat war die Tatsache das ich mit den Schuhen als Massenprodukt falsch lag. Im Buch von Ulrich Lehnart(Kleidung und Waffen der Früh- und Hochgotig)wird dies nähmlich so angedeutet!!??Also stimmt es nicht !!?? Zum Thema Hosen bzw. Beilinge habe ich noch eine Frage. Man kann also alles was irgentwie die Beine verhüllt Hose oder Beinling nennen, ob mit Sohle oder Steg, oder ohne. Es schein nicht genau unterscheident definiert zu sein?? Da mein Interesse mehr dem Frühmittelalter gilt dürfte ich mit einer Hose(Knöchellange Brouch) richtig liegen. Dann muß ich die Schuhe halt ausstopfen mit was auch immer!!(Grübel)
MFG Thomas der Schlosser

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Eintrag #20 vom 13. Okt. 2000 17:57 Uhr Dr. Frank Dierkes

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Puh, wat bin ich froh, dat ich Klompen trage und da Schafswolle reingestopft habe. Gibt ein gutes Fußbett, hält warm und fettet den Fuß. Zum Geruch, die ersten zwei Monate: MßßßßHHH!!! Dann verliert die Wolle ihren Eigengeruch und nimmt im Sommer gut den Schweiß auf und verschafft ein gutes Fußklima.
Laudetur Iesus Christus. In eternam, Amen. Frater HdM

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Eintrag #19 vom 13. Okt. 2000 16:49 Uhr Andreas Sturm

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P.S.: Und um es ganz genau zu nehmen - "Socke" bezeichnet einen wadenlangen Strumpf. Das Wort leitet sich vom römischen "Soccus" her. Der Soccus war zunächst ein niedriger Schlupfschuh aus Stoff mit einer Ledersohle oder ganz aus Leder. Später wandelte sich der Soccus zu einem wadenlangen, strumpfartigen Schuh, der auch häufig von den Franken (*) getragen wurde. Aus dem römischen Soccus wurde ahd. "soc" und schließlich nhd. "Socke" Loschek 418). Andreas Sturm _________ * vgl. Stuttgarter Bilderpsalter. Nach 830. Würtembergische Landesbibliothek Stuttgart, Bibl. fol. 23. Faksimile: Schreiber Graphische Kunstanstalten, 1965. Cod. Sang. 22, St. Gallen, Stiftsbibliothek. Wandalbert von Prüm. Codex Regimensis latinus 438 - Martyrologium für Kaiser LotharI. Nach 855. Faksimilie: Belser, 1997.

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Eintrag #18 vom 13. Okt. 2000 16:29 Uhr Andreas Sturm

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Und noch mal... Socken/Strümpfe für Männer - Pontifikalstrümpfe des hl. Germanus, Nadelarbeit in Leinen, 12. Jh. Heute im Musée jurassien d´art et d´historie, Delémont; (Koch-Mertens 143). - Pontifikalstrümpfe des heiligen Desiderius, um 1100, aus Seide geschneidert. Heute im Musée jurassien d´art et d´historie, Delémont; (Koch-Mertens 142). - Strümpfe als Teil der deutschen Reichsinsignien, um 1300. Aus Seide geschneidert. Heute in der Weltlichen Schatzkammer, Wien (Thiel 116). - Strümpfe/Socken des Heinrichs des Zänkers ,ca. 995, Regelbuch des Nidermünsters von Bamberg: Auffällig gemusterte "hosen", die weder einen Fußteil noch einen Steg besitzen und darunter separate Socken. Dünne Querlinien könnten ein Gestrick/Nadelarbeit andeuten (vgl. Erscheinungsbild der Strümpfe des hl. Germanus. (Ditmar-Trauth 51). - Socke aus York, Bodenfund aus dem 10. Jh. Nadelarbeit. Andreas Sturm

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Eintrag #17 vom 13. Okt. 2000 14:55 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)

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Hallo Andreas, es hat Strümpfe gegeben, und Frauen haben Strümpfe getragen. Völlig unbestritten; zu Frauenstrümpfen kann ich Dir sogar noch zusätzliche Quellen geben. Die Frage war aber doch (nicht direkt gestellt, aber aus dem Zusammenhang mit der Hose ersichtlich): Haben Männer Socken getragen? Und DAFßR habe ich noch keinen Beleg.
Dietrich

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