Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Leder färben - wie?

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Eintrag #110 vom 09. Mrz. 2011 22:14 Uhr Marcus Rentschler   Nachricht

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Gut danke reicht schon!

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Eintrag #109 vom 07. Mrz. 2011 10:07 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Das Mittelalter ist lang. 15tes: ja. Kornblumen z.b. Siehe Liber illuministarum Kloster Tegernsee.

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Eintrag #108 vom 05. Mrz. 2011 18:38 Uhr Marcus Rentschler   Nachricht

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Hallo!!
Meine Frage an euch: Gab es blaues Leder im Mittelalter und wie konnte man dieses Herstellen?

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Eintrag #107 vom 14. Okt. 2010 21:56 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einiges unklar, auch chemisch betrachtet

Die Bezeichnung Vitriol bezeichnet ein Salz der Schwefelsäure, das kann eine Verbindung mit Kupfer, Eisen, Alaun oder Kalk sein.
Calciumsulfat ist Gips, also beim besten Willen nicht schwarz, wobei ich mir hier mit der chemischen Bezeichnung nicht sicher bin, ein anderes Kalziumsulfatsalz ist weiß und wird als Antipilz- und Antimoosmittel für Rasenflächen und Kulturpflanzen eingesetzt. Kupfervitriol wurde bei Pferden bei Fussmauke eingesetzt und färbt weiße Füße hüsch schmutzig türkis. Es durften nur 15 bis 30 Minuten gebadet werden. Eisenvitriol an sich ist grün, Alaunvitriol durchsichtig.
Schwarz färbt mit Sicherheit das schwefelsaure oder auch essigsaure Eisenoxid(, Vitriol auch zusammen mit Gallat). Keine Ahnung, wie das Leder anschließend von der Qualität her ist (porös?), mir gibt zu denken, dass in dem zu färbenden Fell ein lebender Hund steckt.
Weiß nicht, wie lange ein Hund so mitmachen würde mit irgendetwas Säureartigem behandelt zu werden und zwar sowohl vom Verhalten als auch von der Überlebensdauer (Zerstörung der Haut) her.
Wozu Gips nun in der Schuhherstellung gebraucht werden könnte?
Andererseits erschiene es mir sinnvoll, einen Hund weiß zu färben, da reinweiße Hunde selten sind, damit potentiell wertvoller. Die französischen Königshunde und die diversen Windspiele in Abbildungen sind häufig weiß, oder weiß meliert.
Das könnte für Gips sprechen. Ist aber sehr hypothetisch, da die lateinische Übersetzung eindeutig ist.
Sofern nicht ein Transkriptionsfehler vorliegt und im nicht vorliegenden, altfranzösischen Text etwas anderes steht, bezogen auf die Farben und bezogen auf “de calce”.
Was meinen die Chemiker?
MfG
Nicole

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Eintrag #106 vom 14. Okt. 2010 20:49 Uhr Constantin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Constantin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vitriol

Das Thema Vitriol ist doch weiter unten schon behandlt worden, z.B. in meinem Eintrag #98

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Eintrag #105 vom 14. Okt. 2010 19:16 Uhr Patrick (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht vitriollo

Im spanischen und italienischen wird heute mit dem Begriff “vitriolo” bzw. “vetriolo” auch die Schwefelsäure bezeichnet. Und Schwefelsäure wird zumindest heutzutage bei der Herstellung von Leder verwendet. Ob das im Mittelalter und der frühen Neuzeit auch so war, kann ich jetzt nicht sagen. In der zitierten Passage wird jedenfalls nirgendwo behauptet, dass “vitriollo” zum Färben von (Leder)Schuhen zum Einsatz kam. Ich würde bei der Interpretation daher vorsichtig sein.

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Eintrag #104 vom 14. Okt. 2010 12:28 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht et voilà

“calce” ist Kalk, hat es den Anschein.
Vorm Hundefärben bitte kurz einen Lateinlehrer konsultieren.

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Eintrag #103 vom 14. Okt. 2010 12:19 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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steht dort:
“Wenn Du aber die Farben eines Hundes von Weiss in Schwarz färben willst, so nehme wenig von ”de calce“ (die Übersetzung muss ich mangels Vokabelkenntnissen schuldig bleiben) und Vitriol jener, die Schuhe anfertigen und…”
“De calce” ist eine zweite Zutat, die laut lateinischem Text nötig ist.
(Calce et vitriollo stehen beide zusammen mit “de”, d.h. “von” im Ablativ Singular im Sinne von “nimm von”, wohingegen “calceos” im Akkusativ Plural steht, also kann “calce” nicht im Zusammenhang mit calceos stehen, wie in der deutschen Übersetzung, die angegeben ist. (“die Schuhsohlen und anderes”..)
MfG
Nicole

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Eintrag #102 vom 14. Okt. 2010 10:21 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht schwarzes Leder mit Vitriol?

In einer hundeheilkundlichen Handschrift des 13. Jahrhunderts (jeweils eine lateinische und eine altfranzösische Fassung) gibt es eine Anleitung, wie man Hunde mit ungewünschter Fellfarbe ‘umfärben’ kann, mit einem interessanten Nebensatz zum Lederfärben:
“Und einen Hund der weiß und andersfarbig gefleckt ist, könnt Ihr völlig schwarz haben, wenn Ihr etwas Vitriol nehmt, das man sonst für Sohlen und andere Sachen des Lederschuhwerkes benutzt,…”
Der Text ist ursprünglich Altfranzösisch, dessen ich leider nicht mächtig bin. Und der Originaltext wird hier auch nicht angegeben.
Die Übersetzung der lateinischen Fassung des Manuskripts:
“Wenn Du aber willst, daß an Stellen mit weißen Haaren schwarze Haare wachsen, nimm Vitriol jender, die Schuhe machen, und…”
ursprünglicher lateinischer Text:
“Si autem tingere volueris colores canis de albo in nigrum, accipe de calce et vitriollo illorum qui faciunt calceos parum et …”
(die Übersetzung ist also bezüglich der Haare recht frei…)
Aus:
Die Hundeheilkunde des Maomin. Hermann Mattheis. Dissertationsschrift, Tierärztliche Hochschule Hannover, 1967,
Übersetzung aus der altfranzösichen Fassung S. 65
Übersetzung aus der lateinischen Fasung S.35
lateinischer Originaltext S.46
Gruß,
Ruth

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Eintrag #101 vom 11. Sep. 2010 12:36 Uhr Dominic (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dominic eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schwarz färben

Neulich bin ich über die denkbar simpelste Methode zur Schwarzfärbung gestolpert:
Um dickes Rindsleder zu formen, habe ich es angefeuchtet und zwischen zwei Bleche gepresst; Ergebnis: wo das Leder den meisten Kontakt hatte, färbte es sich tiefschwarz. Die Frage ist nur, wie lang das ganze haltbar ist.
Grüße,

    Dominic

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Eintrag #100 vom 09. Sep. 2010 18:27 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Na, dann...

… schomma Dank für die Hinweise.
Dass diese Färbung wohl das Leder schädigt, war mir klar - dürfte wohl ähnlich wie beim sog. Tintenfraß auf Pergament sein…
… allerdings ist diese Art der Färbung die einzig historisch verbürgte, die mir bekannt ist, um Ledriges einigermaßen schwarz zu kriegen.
Insofern wäre da noch die Frage interessant, ob sich da irgendwelche Vor- bzw. Nachbehandlungen anbieten, um die Gefräßigkeit des Färbemittels abzumildern…
Gruß
Mätes

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Eintrag #99 vom 09. Sep. 2010 13:34 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kurz und Knapp

Suric Essigessenz + Eisensulfat (→Apotheke) oder alternativ irgendwelche alten Nägel.
Umrühren, Leder reinlegen, über Nacht oder länger stehen lassen.
Aber vorsichtig. Greift Leder teils massiv an.
Wird brüchig. Alternativ wäre aufpinseln, geht aber nicht mit jedem Leder gleich gut.

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Eintrag #98 vom 08. Sep. 2010 20:59 Uhr Constantin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Constantin eine Nachricht zu schreiben.

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Schau mal unter:
www.evocatio.de
→ Artikel
→ Projekte aller Art
→ Leder färben
→ Schwärzen mit Eisenvitriol
Mit dem Rezept bin ich gut gefahren.
Von anderer Seite habe ich gehört, dass man das Kupfervitriol auch getrost weglassen kann.
Wenn das gefärbte getrocknete Leder dann noch geölt oder gefettet wird, kommt man einem Schwarz schon recht nahe.
Siehe:
tinyurl.com/344cku5

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Eintrag #97 vom 08. Sep. 2010 20:03 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leder färben mit Eisensulfat...

… hab’ ich mir jetzt in den Kopp gesetzt.
Hat damit hier schon jemand Erfahrungen gemacht?
Eisenvitriol? Mischung mit Essig? Welches Verhältnis? Welche Vorgehensweise?
Kurz: Brauche Anleitung.
Gruß & Dank
Mätes

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Eintrag #96 vom 01. Dez. 2008 13:50 Uhr Delgar Larn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Delgar Larn eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke für eure Antworten!

Also warum ich das Leder gerne dunkler hätte ist ganz einfach: Das Leder hat ein recht helles Beige. Wirklich hell… Für mein Geschmack… etwas zu hell ;)
Ich fürchte, dass das Leder chemisch gegerbt und gefärbt ist. :( War halt recht günstig…
Aber so Zeit ist kommt da was neues :) Aus “echtem Leder” ;)
Ich werde dank eurem Zuspruch zumindest vorerst meine Schuhe mal so lassen…
Nachdem meine “Testtrippen” (auch noch nicht vom Material so 100% ;) ) und mein neuer Mantel fertig sind werd ich mich dran machen meine Schuhe zu erneuern… Wobei, erst noch die neue Tunika :D Ich stelle zur Zeit bissl von “Kaufartikeln” auf selbstgebaut um :)

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Eintrag #95 vom 01. Dez. 2008 12:43 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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Sattelfett… nicht A, aber das meine Meinung nach das beste für Leder…

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Eintrag #94 vom 30. Nov. 2008 22:34 Uhr henrik brede  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um henrik brede eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht lederpflege

juchtenfett
da geht meiner meinung nach nichts drüber.

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Eintrag #93 vom 30. Nov. 2008 19:53 Uhr Stefan Deuble  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Deuble eine Nachricht zu schreiben.

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Darf ich fragen, mit was Du Deine Ledersachen fettest? Fett ist ja ein recht allgemeiner Begriff. Manches könnte auch ranzig werden und stinken oder die Schuhe zum perfekten Köder für Hunde und andere Nagetiere machen …

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Eintrag #92 vom 30. Nov. 2008 16:11 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fetten reicht

Moin,
Alles prima, aber ich verstehe nicht, warum so kompliziert: einfetten, und gut. Pflegt, dunkelt sogar leicht, und ist auch noch belegbar.

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Eintrag #91 vom 29. Nov. 2008 14:52 Uhr Stefan Deuble  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Deuble eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht tödlich

Vor vielen vielen Jahren hab ich feine Ziegenlederstiefel (St. Ulrich u. Afra) mit Leinöl eingelassen. Also eher getränkt als eingerieben. Die haben danach ca. eine Saison eine wunderbar dunkle Farbe gehabt und waren absolut wasserdicht. Im Jahr drauf war das Leder so brüchig als wären sie hundert Jahre alt. Schade drum. Seitdem lass ich an meine Ledersachen kein Leinöl mehr. Vermulich wäre weniger mehr gewesen.
Für vegetabiles Leder benutze ich seitdem gerne Klauenöl (extrahiertes Knochenfett), damit habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Zusätzlich pflege ich die Oberfläche mit einem Bienenwachspräparat.
Und damit’s nicht zu off topic ist: auch vom Klauenöl wird Leder etwas dunkler. Von UV-Licht übrigens auch, also statt im Schrank an der Sonne lagern. Vorausgesetzt es handelt sich um pflanzengegerbtes Leder und nicht um synthetisch eingefärbtes beiges Chromleder, das würde einfach nie echt aussehen.
Grüße,
Stefan

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