Stofffarben (ist das nun richtig mit 3 f´s? ) muss man meist heiss färben - das macht das Leder spröde.
Wenn es sich um ein helles Leder handelt, dann versuchs doch mit den unten empfohlenen Lederfarben von Dr. Fiebings (erhältlich z.B. bei www.lederhaus.de).
hat vielleicht jemand erfahrung im färben von leder handtaschen (glattleder)? ist es möglich mit normalen stoff-farben zu färben oder braucht man richtige leder-farben, und wo gibt es die?
Wer das Experimentieren satt und nichts gegen “moderne” Färbemethoden hat, kann sich auch einfach Lederfarbe kaufen. Es gibt sie in allen gängigen Farben und sie lässt sich sogar mischen.
Verwendet man wenig Farbe, so ist nur die Oberfläche verfärbt, bei starkem Farbauftrag lässt sich jedoch auch das Leder völlig durchfärben. Die Farben sind sehr dünnflüssig und meist auf Lösungsmittelbasis.
Erstaunlicherweise bleibt das Leder auch nach dem Färben weich und angenehm, ohne sich durch den Auftrag negativ zu verändern.
Lederfarbe gibt es im Sattlerbedarf, Orthopädiebedarf oder im Ledergroßhandel - unter anderem auch im Lederhaus in Duisburg (www.lederhaus.de).
ich habe in der letzten Zeit ein wenig mit dem Färben von Blankleder herumexperimentiert. Die besten Ergebnisse habe ich mit Holzbeize, Farbe Nussbaum, und Olivenöl gemacht. Mann kann natürlich auch auf das Olivenöl verzichten, was zur Folge hat das das Leder hart und brüchig wird.
Nach einigen Versuchen habe ich festgestellt das das Mischungsverhältnis von 3 Teilen Beize und einem Teil ßl am besten ist.
Das Gemisch lässt sich übrigens am besten mit einem Pinsel auftragen und nach dem trocknen sehr schön auf Hochglanz polieren.
Je nach Lederart und gewünschten Farbton ist das Färben zu wiederholen.
Eine Möglichkeit: Stoffarben zum SElberfärben, zum Belspiel von DEKA. Beutelchen kost ca 4 DM, reicht für ca 500 g Stoff/Leder. Das Zeug wird mit kochendem Wasser angesetzt und das Färbegut einfach reingeworfen. VORSICHT: Leder beginnt bei ca. 75° zu schrumpfen, daher das Wasser handwarm werden lassen. Bei den allseits beliebten Schweisserhandschuhen hat das prima geklappt. Die Rauhlederteile haben die Farbe voll angenommen, die glatten Teile haben die Farbe zu ca. 50% angenommen. Angenehmer Nebeneffekt dieser Färberei ist, das man damit Teile aus starkem Leder zu formen.
Nicht ein kleines Gummibäumchen im Scriptorium? Die armen Kerle. Finsteres Mittelalter, fürwahr!
Gabs da nicht Belege für einen Ameisencomputer? Denn, Computer kommt ja vom lateinischen computare, vergleichen, und bei diesem alten Wortstamm müssten doch im Mittelalter Vorgänger für Rechenmaschinen zu finden sein (zumindest die Microsoftware scheint aus dieser Zeit zu stammen…:-)
Aber wenn schon Joachim seine nicht authentischen Wildlederschue im Büro mit Spraydosen färbt, dachte ich mir, ich könnte Reto einen ähnlichen Tipp geben, schließlich schrieb er ja nix von authentischer MA Klamotte.
War die Frage mit der authetizität von Latex scherzhaft gemeint? Wenn nicht, dann hier eine Erklärung warum sie es sein sollte.
In diesen Breitengraden gab es damals keine Gummibäume (noch nicht mal in Büros) und dort wo es Gummibäume gab kam wohl keiner auf die Idee sein Leder mit Gummi Arabikum einzuschmieren, damit jeder Dreck daran kleben bleibt (irgendwie schon klug).
Außerdem scheint es keine mittelalterlichen Lederfunde zu geben die solcherart beschichtet sind.
Und da ja alle bei ihrer mittelalterlichen Darstellung darauf achtet, nur zu zeigen was auch bewiesen ist, muß man sein Leder wohl unbeschichtet lassen.
Ich empfehle zum beschichten Latex. gibts z.B. im LARP oder Fetisch bedarf. vorsicht, Latex für Bodypaintings is schweineteuer. Ich empfehle, eine n Kondomhersteller anzuschreiben und sich einfach mal 1-3 Liter schicken zu lassen. das zZeug lässt sich prima mit handelsüblicher Dispersionsfarbe (genau, die zum Wände streichen) in jeden gewünschten Farbton bringen. Nachteil: Latexteile müssen gepflegt, nachlackiert und mit Talkum bestäubt werden, sonst gibts Latexpest, d.h. das zeug wird stellenweise wieder weich und klebt überall wo manns nicht haben will.
Ist das eigentlich A?
Ich mein, Gummibäume gabs ja damals auch schon, und blöd warn die im Mittelalter ja auch ned, oder? :-)
Das Problem ist vermutlich, daß sich die Oberfläche ständig dehnt, deswegen platzt die Farbe wohl ab. Es gibt aber dauerelastische Farbe, die man bei solchen Beanspruchungen verwenden sollte. Aber auch der Lack auf dem Leder wird sich früher oder später verabschieden, schon deswegen bin ich kein Freund von lackiertem Leder. Am besten wird sein, den Lack runterzuschleifen, besser noch, das entsprechende Lederteil wegschmeißen. Denn mit Leder färben hat das nichts mehr zu tun, da nur die Oberfläche des Leders lackiert wird. Und A. ist es auch nicht. Außerdem kann man solches Leder eigentlich nicht mehr fetten, wie ich gerade an einigen alten Filmkamerataschen aus den 50igern feststellen mußte.
Weiss jemand von euch ob es möglich ist beschichtetes (lackiertes) Leder zu färben ? Ich habe dies mit normalen Spraydosen an einem Schlittschuh ausprobiert, allerdings begann die Farbe wenig später abzubröckeln. Kennt jemand von euch eine Farbe mit der dies möglich ist ? Vielleicht wäre eine Kunstharz Farbe dafür zu gebrauchen ?
Na ja, ist nicht authentisch, aber für meine Wildlederschuhe (nein, die trage ich nicht im Hobby, nur im Büro usw.) habe ich mir mal ein spezielles Spray gekauft, daß das Leder regenerierte und gleichzeitig wieder schwarz färbte. Gibt es im Schuhgeschäft.
Ich hatte mal einen etwas abgefahrenen Freund, der kaufte sich dafür immer normale Farbspraydosen, funktionierte glaube ich auch.
Aber vielleicht sparst Du das Geld lieber für ein paar wendegenähte Treter.
Unter “Lärche” findet sich der Hinweis, das dieses Holz Leder beim Gerbvorgang “fast schwarz” färbe. Für eine nachträgliche Umfärbung sicher nicht hilfreich, kann aber vielleicht einiges andere besser erklären.
Leider habe ich auf dieser Site keine Hinweise gesehen, woher diese Info stammt, und/oder ob sie für das MA konkret belegt ist, da müßte man wohl noch mal nachfragen.
hallo. es wird gesagt dass die schwarze farbe auf abbildungen auch durch oxidation der farbe entstanden sein könnte.aber ich habe in letzter zeit etwas mit natürlichen beizen experimentiert,und habe aus walnussschale,mit sodawasser gekocht,oder einfach 4-6 wochen stehengelassen sehr schöne beizen auf holz erzielt,vielleicht funktioniert das auch auf leder.der schreiber,den die gerbverfahren interessieren,maile mir,ich habe literatur darüber.ciao
Grüß Dich! Die Schwertscheiden in der Manesse sind doch fast alle schwarz gefärbt. Zumindest ein sehr, sehr dunkles Braun mußte also machbar gewesen sein. Joachim PS Außerdem ist Mad Max nicht un-“a”.
Hi, wie war das denn jetzt mit schwarzem Leder? Konnte man das überhaupt färben oder sind all die Helden in ihren schwarzen Lederklamotten doppelt un-“A” ;-) Bitte sinnvolle Aussagen mit Belegen, kein “ich glaube” und “meine Oma hat gesagt” ;-))))
Tach zusammen! Wenn dort draußen in den unendlichen Weiten des Raumes irgendjemand über das historische Lederfärben Bescheid weiß, wäre das Klasse! Immer wieder tauchen Erwähnungen/Abbildungen von ziemlich farbigem Leder auf und z.B. in der Römer-Ausstellung in Rosenheim war eine Rekonstruktion (immerhin von Holger Ratsdorf angefertigt!) von einem germanischen Foederaten des 4.Jh. mit leuchtend rotem/blauem Leder zu sehen! Wer weiß was darüber, wie (bzw. ob überhaupt!)die das mit dem Lederfärben früher erreichten, bzw. vielleicht generell welche Gerbemethoden wofür verwendet wurden (Lohe-/Weiß-/Sämischgerbung)???