Eitempera-Farben finden auch heute noch in der Ikonenmalerei Verwendung; daher enthalten Handbücher dieser Kunst i.d.R. auch Hinweise zur Mischung bzw. Bereitung dieser Farben. Es gibt mehrere solcher Bücher; hier erst mal nur ein Hinweis auf ein m.W. noch lieferbares Buch (wenn spezielles Interesse besteht, kann ich noch andere nennen, u.a. auch sehr detaillierte Zeitschriftenartikel): Abraham Karl Selig, Die Kunst des Ikonenmalens - Ein Handbuch für Anfänger und Fortgeschrittene, Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 1997 (ISBN 3-7022-2981-X), bes. S. 38-46: Die Farben und ihre Bindemittel. Empfehlenswert auch (aber leider vergriffen, da der Verlag nicht mehr existiert; Restbestände noch bei der Autorin): Angela Heuser, Ikonenmalerei heute, Bongers-Verlag, Recklinghausen 1988 (eine vollständig überarbeitere Neuauflage ist geplant). Übrigens: Auch für Buchmalerei finden die gleichen Farben Verwendung (Angela Heuser hat auch einige schöne Buchmalereien nach MA-Vorbildern gefertigt).
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd
Moin! Es gibt immer noch Mischanleitungen für Temperafarben, und Eiweiß kann man durch simples Eiertrennen erzeugen. Temperapigmente sind in jedem Künstlerbedarf erhältlich (z.B. Gerstäcker) Eitempera ist machbar, nicht fertig erhältlich, aber in Eigenregie recht simpel zu erzeugen. Gruß Ivo
`Ne andere Möglichkeit sind Eiweiß-Tempera, die man auf Eiweißbasis zwar nciht mehr bekommt, doch die normalen Temperafarben (Auf Erdenbasis) kriegt man in jedem Künstlerbedarf und sie sehen fast genauso wie die originalen aus. Zu den Kseinfarben noch kurz. Historisch korrekt wären die Kseinfarben auf Milchbasis, die kriegt man jedoch nur selten (ich erinnere mcih an ein, zwei obskure Adressen aus den USA). Die normalen Plakafarben sind da ein adäquater Ersatz. Bis denn Thorsten
Moin! Ich meine, Firnisse auf Öl- oder harzbasis wären in der Tafelmalerei verwendet worden...Angabe ohne Gewähr, vielleicht weiß jemand mehr. Gruß Ivo
HI Maya! Ein Freund von mir hat seinen Helm (~1220) mit blauer und weißer Plakafarbe bemalt (Kaseinbasis wie viele mittelalterliche Farben), und das Ganz hält ohne Grundierung ganz gut; das Blau blättert zwar ein bißchen ab (auch wegen einigen Schwertschlägen), aber sonst ist es ganz ok. Wir suchen gerade noch nach einer "historisch korrekten" Grundierung, um die Haltbarkeit (bes. auch gegenüber Wind und Wetter) zu erhöhen. Viel Spaß beim Malen, Tomasz (der seine neue Schallern NICHT anmalen wird)
Hallo, weiss jemand von euch mit was für Farben die Leutchen damals ihre Helme lackiert haben? Ich habe Abbildungen vom Hoch-bis Spätmittelalter gesehen. Im Hochmittelalter wurden die Helme in den Wappenfarben lackiert, im Spätmittelalter malte man wohl seine Wappen oder die der jeweiligen Einheit darauf. Ich denke, es muß wohl eine Art Lack gewesen sein, sonst hätte die Sache wohl nicht gehalten. Hat jemand vielleicht mehr Info´s? Danke im Vorraus:
Grüße: Maya