Soweit ich weis, macht da Augsburg nicht so ganz mit.
Wir lassen kommendes Jahr unsere Sache in Königsbrunn ausfallen. das währe sicher dann die möglichkeit, das hier zu machen, zumal da schon viele Ausgrabungen gemacht wurden.
Unser Verein könnte dann auch die passenden Kontakte machen und eine Fläche am Rand von Königsbrunn könnten wir da auch bekommen.
Da ja die Planungen schon lange laufen und bevor es da nix wird, könnten sich ja die Planer bei mir melden. noch ist ja ohnehin nicht klar, wo die schlacht genau war. irgendwo zwischen Augsburg und Steinach, was ja ein großes stück ist wird vermutet
Am roten Tor ist eine schöne Wiese, wenn da die Hauptschlacht war ist das eine nette Lokation mitten in der Stadt, auch wenn die Befestigung im Rücken aus späterer Zeit ist.
Habe leider in den internationalen Regeln nix darüber gefunden, wie Pfeile gegen Pferde eingesetzt werden können (würde das auch als Pferdefreund nie gutheißen), bzw ein Verbot des Einsatzes von Projektilen (Pfeile, Speere, ßxte…..) gegen Pferde gefunden. Natürlich würde ein denkender, verantwortungsvoller Mensch niemals Dinge auf ein Pferd werfen oder schiessen, trotzdem wäre ich dafür, einen derartigen Punkt in das Reglement der Feldschlacht unbedingt aufzunehmen. (Niemand hat bisher eine Rüstung erfunden, die es vermag, jemanden zu schützen, der auf das Pferd meiner Liebsten schießt. Erstens nähme er das übel, und 700 kg grantiger Friesenhengst sind nicht lustig, zweitens wäre derjenige dann mit einer seeeehr grantigen Frau konfrontiert, die aus Liebe und Sorge um ihren Buben (das Pferd) buchstäblich über Leichen geht:)
…etwas gefunden, das Euch beim lechfeldprtojekt eventuell helfen KßNNTE. Sicher bin ich mir nicht! Das Dumme ist, das es diese HP ausschließlich in ungarischer Sprache gibt:
www.lovasijasz.sk/new
Da es in eurem Vorbereitungsforum fürs Reenactement der Lechfeldschlacht von Sachkennern für die Ottonenzeit nur so wimmelt, hätte ich an alle diese ein paar Fragen bezüglich der dunklen Zeit vor der Einrichtung der Ottonischen “marchia in oriente”:
1. Gibt es neuere Forschungen zu der Frage, inwieweit der Zustand Niederösterreichs zwischen 907 und 955 im Nibelungenlied mit der Lehenszugehörigkeit Rüdigers von Bechlarn zu Attila wiedergespiegelt ist?
2. Gibt es Nachrichten aus dieser Zeit über Bevölkerungs- bzw. Fluchtbewegungen aus der karolingischen Ostmark zurück ins Reich?
3. Gibt es belege für Beziehungen zu Bereichen östlich der Enns - etwa zu St. Pölten oder zu überdauernden karolingischen Siedlungen für diese Zeit?
Begründung:
1. Im Zuge von Ortsnamensforschungen zur St. Pöltner Vorstadt Spratzern verfolge ich die These Ernst Klebels, der Name verweise auf Flüchtlinge aus der schon karolingisch besiedelten Spratz-Rabnitz-Gegend an der ungarischen Grenze.
2. eine frühe Sage spricht vom frühmittelalterlichen St. Pölten als einem Marien-Kircherl im Traisensee, zu dem die Umwohner zu Wasser fahren mussten, und zwar gegen den Befehl eines Heidenfürsten, was zur Situation der von Tegernsee aus zur Karolingerzeit gegründeten Slawenmissionsstätte nach der Ungarninvasion stimmen könnte.
3. Unsere Schule hat einen Schüleraustausch mit dem Szt.-Imre-Gimnazium in Nyíregyháza, der vielleicht von Reenactement-Ideen profitieren könnte.
Ein ottonischer miles hat einen Helm, der aus Segmenten besteht oder auch aus einem Stück getrieben wurde (siehe Katalog Ottonenaustellung), ohne Nasal und mit angesetzten Kettengeflecht.
Kettengeflecht war wohl beliebt (zumindest bei denen die es sich leisten konnten).
Ein Schutz für die Beine gab es wohl auch, nicht aus Kettengeflecht sondern eher Platten/Plättchen oder Wattierung. (Wer weiß mehr?)
Das Schild war rund (wird aber oft gewölbt oder oval dargestellt) und hatte einen “Zuckerhutbuckel” der spitz zulief.
Hauptwaffe war die Flügellanze, welche bei der Reiterattacke noch nicht zwischen Arm und Körper geklemmt, sondern über den Schultern haltend eher gestoßen wurde.
Der einfache Kämpfer trug wohl als “Schutz” oft einen Strohhut.
Dieser wird zumindest bei Widukind von Corvey erwähnt.
Aber ich bin sicher hier gibt es bestimmt noch Leute die sich besser damit auskennen…
Vielleicht weiß einer wie es mit Schuppenpanzern, der Schleuder oder dem Sax zu der Zeit ausgesehen hat? Waren sie (noch) im gebrauch?
Bin mit meinen Leuten zwar Wiki, aber das hat man ja schnell umgemodelt. Hätte jedoch gern noch Info, ob man zu der Zeit auch Wiki- Zelte in Deutschland benutzt hat und was man so für beinkleider trug (hab mich mit Deutschland om 10. Jahrhundert noch nicht so befasst.Schickt mir doch bitte tips, zur glaubhaften Darstellung eines Saxen im 10. Jahrhundert(besonders zur Körperpanzerung). Ach ja: Wir wollwn auf jeden Fall mitmachen
Dank an Ulrich von Suderloh, der meinen Eintrag “Widukind von Cremona” in “Widukind von Corvey” korrigiert.
Dessen “Res gestae Saxonicae - die Sachsengeschichte” ist in synoptischer Satzweise Lateinisch/Deutsch als Heft 7699 bei Reclam erschienen und kostet DM 12,–.
Die vielen bisher eingetragenen Hinweise zur Lechfeldschlacht und zur Zeit der Ottonen enthalten nur versteckt Hinweise auf jene noch heute im Buchhandel erhaeltlichen Quellen von Zeitgenossen der damaligen Zeit. Daher hier eine Ergaenzung fuer die Interessierten:
1.) Luidprand von Cremona (in so einfachen Mittellatein, dass selbst Pfarrer beider Konfessionen in der Lage sein muessten, es zu lesen, und der Durchschnittsabiturient zumal). Erschienen als Nachdruck 1993 und fuer DM 35,- erhaeltlich)
Interessant hier die Schilderung, wie Heinrich I. (Vater Otto I.)durch brutale Erpressung die Herausgabe der Hlg. Lanze (spaetere Reichskleinodie) von seinem Burgunder-Vasallen erzwungen hat, um nach der Verweigerung der Salbung und Annahme der Krone durch den Klerus wenigstens ein Heilswerkzeug gegen die Ungarn einsetzen zu koennen.
2.) Widukind von Cremona: erhaeltlich bei Reclam
3.) Thietmar von Merseburg: als 2baendiges Werk im Buchhandel erhaeltlich
4.) Hrotsvita von Gandersheim. Mir liegt da was vor, ob antiquarisch erworben oder noch kaeuflich, ist mir z.Zt. nicht deutlich.
Dies sollte allerdings auch nur eine hilfreich gemeinte Ergaenzung bisheriger Aktivitaeten sein.
Im Thread 1239 werden dringend Informationen zur Frauentracht der Ottonenzeit gesucht. Bestimmt ist jemand von den hier Diskutierenden bei seinen Recherchen zu 955 auf entsprechendes Material gestoßen. Bitte teilt dies im “Ottonenweibchen”-Thread mit. ßußerungen wie “Ottonenmännchen” sucht “Ottonenweibchen” stellt aber bitte in den Markt!
Für Ungarn und solche die es werden wollen! Reiterbogenschießen: Es bestehen ja in letzter Zeit Tendenzen, zunehmend auch reiterliche Darstellungen im MA durchzuführen. Aber nicht für jeden eignet sich ja das ritterliche Turnier, allein schon wegen der nötigen Ausrüstung. Habt ihr in diesem Zusammenhang schon mal an das Reiterbogenschießen gedacht, das man (oder wahrscheinlich, da es ja wesentlich mehr Reiterinnen gibt, eher “frau”) in historischem Kontext oder auch “nur” als Sport betreiben kann? Wen es genauer interessiert sollte sich auf jeden fall mal www.steppenreiter.de anschauen! Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für das Lechfeldschlacht-Reenactment planen wir die Durchführung eines solchen Kurses in Zusammenarbeit mit einer ungarischen Reitertruppe, vermutlich vom 18.-21.6.2001 in der Gegend von Bamberg. Dies wird jedoch nur bei entsprechender Beteiligung durchführbar sein und wir wollten deshalb im Vorfeld schon mal das Interesse sondieren. Wer also dafür zu haben wäre, die alte Kunst des Bogenschießens vom Pferde zu erlernen, sei es mit eigenem Pferd (das man natürlich aber vorher an ein Hantieren mit langen Gegenständen auf seinem Rücken gewöhnen müßte…) oder einem trainierten Hufi der Ungarn, der (die?) möge sich bitte umgehend unter lechfeldschlacht@reenactment.de sein Interesse bekunden! ßbrigens ist ggf. auch ein Reiterkampf-Training (“Combatreiten”) geplant…