Moin Arne, ich denke Claus hat Deine Frage schon beantwortet. Die deutsche Szene ist - auch meiner Meinung nach - noch nicht soweit und um eine vernünftige Anzahl Leute für ein Event zusammen zu bekommen, braucht´s da schon etwas. Bei der allgemeinen Planung, dem Kontakt nach Ungarn und der Möglichkeit z.B für EU-Fördermittel braucht´s dann schon 3- 4 Jahre. Ich muß nur daran denken, wie viele Leute aus der HMA-Szene über die Auflagen für Hastings gestöhnt haben, die meiner Meinung nach wirklich nicht schwierig zu bewältigen waren. Und wenn man dann noch etwas stringenter bei der Durchführung ist, braucht es einfach etwas Zeit bevor eine passable Anzahl von Darstellern den Arsch hochgekriegt haben. Auf jeden Fall finde ich die Eventidee äußerst interessant, da mich in dieser Zeit Wikis nur am Rande interessieren und ich es viel spannender finde auch heimatliche Geschichte darzustellen. Jetzt müßte ich nur noch meine Abneigung gegen Stahlkampf überwinden;-) Afaik braucht´s an Ausrüstung wirklich nicht viel, da ein Großteil der Truppen aus dem Aufgebot stammt und nur die Miles entsprechend gerüstet sein müßten - und auf ein Pferd kriegt Ihr mich eh nicht! Ich denek in dem besprochenen Zeitraum kriege ich die nötigen Waffen und Ausrüstungsstücke zusammen, ohne daß mcih meine Freundin wegen meienr Ausgaben schlägt und das heißt schon was ;-) Könnte auf jeden Fall spanend werden da nachzuforschen, denn ich selbst habe in dieser Zeit noch nciht allzu viel verloren gehabt. Bis denn Thorsten (der schon nach einer passenden Speerspitze forscht)
Mal eine Frage: Warum findet das Event nicht schon früher statt? Nur mal so gefragt, ich würde auch gerne als Fußkämpfer mitmischen in der Schlacht. In diesen Sinne
Ja.. das kann auf ein deutsches Hasting hinauslaufen.. Doch da sehe ich Probleme.. Betrachtet man die deutsche Mittelalterszene wird es an KnowHow und Ernsthaftigkeit mangeln.. dieses Event adäquat ernst zu reenacten.. Das romatische Mittelalterbild der Homifraktion und die damit zusammenhängende mangelde Ernsthaftigkeit ist kaum kompatibel mit jenen 200 Frühhochmittelallter ( bleiben Wir doch genau), die in den letzten sechs Jahren eine rasende Entwicklung durchschritten hat.. Es wird Meetings.. Seminare.. Workshops.. und Lager geben müssen.. die Homis.. in einer sinnvollen Art und Weise.. diesem Grad der Authenzität (da isses wieder das böse Wort) anzugleichen.. Es wird in Wietze bei Celle ..im Frühjahr 2001 wieder ein Trainigslager stattfinden.. Ich denke das Thema dieses Trainings ist gefunden.. Anmeldungen.. Siehe E-Mail-Adresse.. ..oder 01731948851 Ich sehe auch nicht die Schwierigkeiten ausreichend Reiter zusammenzubekommen.. um beim ersten Lechfeld Event Akkzente zu setzen.. Schwieriger wird es mit dem authentischem “Pferdematerial”.. Pferde mit einem Stockmass bis zu 150cm.. Eine interessant Aufgabe.. Und noch etwas.. Es eröffnet Chancen eines deutsch-ungarischen Freundschaftscamp.. und damit Förderung aus diversen Töpfen.. ES erscheint also auch deswegen wichtig jetzt.. mit der Orga zu beginnen .. um mit eventuell exestierenden Gruppen.. in Ungarn Kontakt aufzubauen.. (Ich denke es wird Gruppen geben .. wie es in Moskau und St.Petersburg es Reenactmentgruppen gibt..) Und jene die sich dieser Epoche jetzt erst nähern und gruselnd Ausgaben scheuen… Es erscheint notwendig einem Menge Masse Aufgebot zu erstellen.. d.h. es wird ausreichen neben einem vollständigen Kit (Klamotten..) Rundschild, Axt oder Sax.. Wurfspeere.. Speere.. als Bewaffnung zu führen.. *sich umschaut* Ich könnte allein drei Fusskrieger ausstatten.. Auf das es Boden findet das Saatgut eines netten Vorhaben.. *grins* …Wer mich nicht kennt.. www.ghkuhlmann.de/claus
Ich habe mit Christian Schade von Steppenreiter.de schon gesprochen.. Er köümmert sich um die ungarischen Kontakte.. Es sollten ein Team von Leuten zusammenkommen, die die Orga.. übernehmen.. Vorrangig .. Gearguide.. Verhandlungen vor Ort.. Und bitt lasst die Profiscene raus.. Ich mache einen Panzerreiter.. is ja klar..
Hallo Ulrich, Du kennst uns also??? Nun ja, wir hausen da direkt auf dem Lechfeld, unweit des Ortes, wo sich einst die Schlacht ereignete. Was wirklich merkwürdig ist, ist die Tatsache, das es fast keine Ausgrabungen etc. darüber gibt. Und direkt am Schlachtort kann man die Schlacht auch nicht nachstellen, da dort mittlerweile Häuser stehen. Jedoch etwa 3-5 Killometer Südlich ist freies Land zu finden
Nachtrag: e-mail Adresse ist eingerichtet: lechfeldschlacht@reenactment.de. Vielleicht kommt ja bei Gelegenheit auch mal eine Homepage dazu, wenn sich jemand berufen fühlt (und sich damit auskennt!).
Jojo, allerdings kommt dieser Thread ein bißchen früh… obwohl einigen von uns FMAlern die Geschichte schon lange im Kopf rumspukt und man eigentlich gar nicht früh genug mit der Planung dafür anfangen kann, insbesondere, wenn man “a” (wie akkurate!)Ausrüstung erwartet… Jedenfalls können sich Rekruten schon unter der Emil-Adresse melden (es wird später eine separate geben), damit man vielleicht schon einen Eindruck über das vorhandene Interesse hat (ich denke zwar, daß man da offene Tore einrennt, da ja schon allein die Erwähnung des Namens Lechfeld - diesmal nicht in Zusammenhang mit den dortigen “heiteren Recken” - sogar totgeglaubte Spämis hinter dem Ofen hervorgelockt hat!) Eine Problematik wird die Darstellung der Reiterschlacht sein, ein paar (viel zu wenige) ottonischen Panzerreiter werden wir durch Um- und Nachrüstung von ein paar HoMi-Rittern schon hinbekommen, aber mit den Magyaren schaut´s düster aus…aber vielleicht haben ja noch ein paar Leute Lust Bogenschießen vom Pferde zu erlernen (gibt´s ja auch hier in D bei steppenreiter.de) oder vielleicht geht bis dahin ja noch mehr mit Ungarn… Auf jeden Fall freue ich mich auf reges Interesse (wie gesagt, “akkurate” Ausrüstung vorausgesetzt, wir gedenken die Ausrüstungskontrollen nicht so lasch wie in Hastings zu machen!)
Danke an Nikolaj!!! Die Adressen und Buchtipps werden natürlich sofort genutzt. Zum Thema Bibliothek sage ich nur - in Kassel sieht es gar nicht so gut aus in Sachen Mittelalter. Alles sehr allgemein gehalten oder gleich Doktorarbeiten, wo man schon froh sein kann, sie nicht aus dem Lateinischen übersetzen zu müssen!! Bei den Werken, die mir bisher untergekommen sind, begnügen sich die Autoren meist auf wer gegen wen, warum eigentlich und Schlachtergebnis - naja und den Ort nennen sie dann auch noch. Kartenwerk: Fehlanzeige! Taktik: Fehlanzeige! Schlachtenverlauf: Mäßig bis überhaupt nicht vorhanden! Die Anekdote über Konrads Tod hab ich mittlerweile gefunden!! Der grobe Schlachtverlauf, den Du da skiziert hast bringt mich schon ein gutes Stück weiter! Danke, danke! :-)
Bleibt mal locker; Leute (auch wenn´s schwer fällt) ! Noch ist nichts spruchreif. Wir werden´s früh genug erfahren, wenn die Sache konkreter wird. Grüsse,
Erstmal Gruß an alle. 2005? Fußkämpfer möchte sich eintragen! Wo? Blain der Friese a.b.a. Fenris, der dieses Jahr in Hastings einmal auf normannischer und einmal auf angelsächsischer Seite gekämpft hat
*zappel*scharr* Darf ich bei der Kavallerie mitspielen? Oh bittebittebitte! Wer hat mehr Infos? Bitte her damit - evtl. in einem neuen Thread oder per E-mail. Danke! Gruß von einer “Urahnin der Herrad von Landsberg” ;-)
Hallo Dennis, sehe gerade, dass Du offensichtlich immer noch nach dem Schlachtverlauf suchst. Daher hier (basierend auf den Angaben im LMA) eine Kurzfassung: Die (immer noch heidnischen) Ungarn unter ihrem Heerführer Pulsci begannen im Sommer 955 Augsburg zu belagern. König Otto konnte bayerische, schwäbische und fränkische Truppen zum gemeinsamen Feldzug aufrufen (der größte Teil des sächsischen Heeres stand im Kampf mit den Slawen, die Lothringer kamen zu spät). Beim Herannahen des königlichen Heeres gaben die Ungarn die Belagerung Augsburgs auf und stellten sich auf dem Lechfeld zum Kampf (vgl. die Schlachtgeschichte Widukinds on Corvey und die Vita Bischof Ulrichs). Im Morgengrauen des Laurentius-Tages (10.08.955) eröffneten die königlichen Truppen nach Gottesdienst und Gelöbnis zugunsten des Tagesheiligen den Kampf, doch zuerst schien sich das Glück den Ungarn zuzuneigen, die ihr Heer aufteilten und somit auch von hinten angreifen konnten. Sie erbeuteten den Tross und schlugen die Schwaben in die Flucht. Der Entlastungsangriff der Reiterei unter dem schon erwähnten Konrad dem Roten, der aber bald darauf fiel, brachte die christliche Seite in Vorteil, so dass der Hauptangriff gelang. Motivierend wirkte dabei die mitgeführte hl. Lanze (angeblich die Lanze, mit der der römische Centurio Longinus die Seite Christi am Kreuze durchbohrt hatte; bis heute eines der Reichskleinodien und somit in Wien befindlich). Die Ungarn wandten sich zu Flucht, wurden aber verfolgt und größtenteils niedergemacht. Der Rest zog über Böhmen in die Heimat zurück. So, das möge als Grobinformation langen. Weiteres und Detaillierteres in der genannten Literatur.
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd
Ganz so schwer sollte es eigentlich nicht sein, über die Schlacht auf dem Lechfeld Informationen zu bekommen. Immerhin findet sich sogar im Internet eine Darstellung (aus der Historienmalerei des 19. Jahrhunderts) unter: www.weltchronik.de/dch/dch_321.htm Zudem gibt es ein Lechfeldmuseum mit der URL: www.museen-in-bayern.de/Koenigsbrunn-Lechfeldmuseum.htm Und über den hl. Ulrich findet sich (sogar mit MA-Abbildung) ein kurzer Text bei: www.dillingen.baynet.de/webdes1/stulrich/leben.htm Aber das Wesentliche ist wohl immer noch in Printmedien zu finden (man muss ja sicher nicht jedes Buch selbst kaufen, immerhin sind dafür mal Bibliotheken erfunden worden!). Lesen muss man allerdings schon selbst, aber wenn man das nicht wollte, wäre man ja auch nicht im MA-Reenactment, sondern bei der Fantasy, oder? Darum hier mal eine kleine Auswahlbibliographie zur Ungarnschlacht bzw. überhaupt den Ungarnkriegen: Bauerreiß, Romuald, Kirchengeschichte Bayerns, Bd. I: Von den Anfängen bis zu den Ungarneinfällen, ²1958 Büttner, Heinrich, Die Ungarn, das Reich und Europa bis 955, in: ZBLG 19 (1956) S. 433-458. Eberl, Bartholomäus, Die Ungarnschlacht auf dem Lechfeld (Gunzenlä) im Jahre 955 (Abhandlungen zur Geschichte der Stadt Augsburg 7) 1955. Einsle, Hans, Die Ungarnschlacht im Jahre 955 auf dem Lechfeld. Ursachen und Wirkungen, 1979. Groos, Walter, Augsburg zur Zeit Bischof Ulrichs, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 67 (1973) S. 39-46. Hómann, B., Geschichte des ungarischen Mittelalters, Bd. I: Von den ältesten Zeiten bis zum Ende des XII. Jahrhunderts, 1940 Jahrbücher des deutschen Reiches: Bd. 9: Köpke, Rudolf/ Dümmler, Ernst, Kaiser Otto der Große (936-973) 1876 [ND 1962]. Rummel, Peter, Ulrich von Augsburg. Bischof - Reichsfürst - Heiliger, 1992. Spitzlberger, Georg, Die Ungarnstürme des 10. Jahrhunderts (Beilage zum amtl. Schulanzeiger für den Regierungsbezirk Niederbayern 3-5) 1960. Weinrich, L., Tradition und Individualität in den Quellen zur Lechfeldschlacht 955, DA 27, 1971, S. 291-313. Viel Freude beim Studieren (vielleicht springt ja irgendwann mal eine entsprechend gute Seite im Net heraus wie es sie zu anderen bedeutenden Schlachten schon gibt).
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd
Ups! Das sollte “forsachistu” heißen!! Ich habe mich der Fälschung eines Originaltextes schuldig gemacht. Außerdem - 2005? Da hab ich ja noch gar nix vor! Wie komme ich am schnellsten da hin?
Wow! Also neu waren für mich die Anekdote vom Tode Konrads des Roten und das Rote Tor. Und wenn ich Hauptschlacht höre, denke ich Nebenschlacht. Wie, Datum und Ausgang interessieren mich natürlich auch im Einzeln. ßber Otto I. hab ich eigentlich ausreichend Material in Buchform, aber der Schlachthergang oder Zeitgenössische Aussagen lassen noch auf sich warten. ßber Ulrich kam jetzt was auf Hessen3 - wie ich leider nur noch am Abspann erkennen konnte! ßrger! Danke auch für den Buchtipp Warriors of the steppe, mal gucken wo ich das auftreiben kann. Zu Konrad dem Rotem hab ich herausgefunden, daß er die Franken in die Schlacht führte. Und übrigens, ich komme aus einer Gegend, in der die Sachsenkriege Karls des Großen getobt haben. Streng genommen bin ich ein Franke, der Bewohner unseres nächsten Nachbardorfes ist schon Sachse. Interessante Gegend, da man die Grenze noch heute an Baustilen klar erkennen kann. Und somit:“ Forsáchistu diabolae? ” ;-) Ein “Noch-Franke”
…und gleich noch einer, wenn Infanterie gebraucht wird. Lanze und Schwert stehen bereit, den Rest werd ich bis dahin schon hinkriegen. Tomasz (in Hastigs sogar ANGELsachse :-)) )