also 2Kg Gold für 1Kg Silber um 1950 kann ich mir nicht vorstellen. Mein Opa hat von der Front sein Essgeschirr und die Feldflasche mitgebracht.Beide Teile aus Aluminium und 1942 gestempelt.Wäre bei den vielen Soldaten wohl teuer geworden.
Das mit Lederflaschen bis zum 1.WK kann ich mir gut vorstellen.
Heisses bzw. flüssigheisses Bienenwachs einfüllen und die Flasche damit ausschwenken…die Methode ist A.
Oder , aber das kenne ich selber nur vom hörensagen und weiss auch nicht wie das geht, mit schwarzem Tee ausfüllen, bzw. mit dem Satz vom schwarzen Tee.
Beide Methoden beinhalten jedoch, daß das Wasser oder die Flüssikeit die eingefüllt wird, einen Beigeschmack haben wird….
Sorry, aber eisenhaltige Legierungen rosten auch unter Luftabschluss, nämlich unterwasser. Das liegt an dem im Wasser gelösten Sauerstoff. Geht zwar langsamer als mit Luftzufuhr, könnte aber durchaus den Geschmack trüben, besonders wenn nicht nur Wasser sondern vielleicht Säurehaltige Flüssigkeiten (wein, Saft) eingefüllt werden. Könnten die Metallflaschen innen beschichtet gewesen sein? (hoffentlich nicht mit Blei wie bei den Römern).
Zinnbecher z.B. sind ja aus dem Mittelalter (ab wann eigentlich ?) bekannt, also warum sollten die abgebildeten Metallflaschen nicht auch aus Zinn sein ?
Oder vielleicht waren sie auch nur verzinnt ?
Bei Kesseln soll diese Technik ja ebenfalls Verwendung gefunden haben.
zu den Feldflaschen aus Metall, wenn die Gefüllt sind kann sich kein Rost ansetzen ! Rosten tun die erst, wenn Luft mit drankommt, sprich sie leer sind. Nach dem Gebrauch etwas Olivenöl drin verteilen um schon hat sichs.
Bei den Römern, siehe Funde im Ala Flavia Secunda Kastell Aalen, durtige Feldflasche war aus Eisen und Bronze, nachgebaut für M. Junkelmann zu seinem Zug über die Alpen 1985, alles genau beschrieben, auch die Orginalfunde abgebildet, in seinem Buch “Panis Militaris” ist super zu lesen
und mit Sicherheit zum großen Teil auf die MA-szene zu übertragen.
Ich weiß nicht, was die Menschen damals gegen den Rost gemacht, aber in dem Hausbuch der Mendelschen Zwölfbruderstiftung zu Nürnberg (15. + 16. Jhd.) gibt es fünf Abbildungen von Flaschner (Blechschmied). Die Flaschen sehen sehr interessant aus.
Und mich würde auch interessieren, ab wann sie aufkamen und wo es noch weitere Funde/Abbildungen gibt.
Hilmar ich WEISS das mein Opa im ersten Weltkrieg noch mit einer Lederflasche unterwegs war da metallflaschen so sie nicht aus einem Rostfreien Material bestehen nicht sehr viel sinn machen !Und wer jetzt mit alu kommt (MAMA MAMA Alu hatten sie auch schon im MA) der schweige still noch um 1950 rum hatten man für ein Kilo Alu ungefähr zwei (!) Kilo Gold hingelegt Grund hierfür ist der enorme energie(Strom)aufwand den man braucht um Alu giesen zu können !!!
Und wenn du auch noch was fürs späte Mittelalter hast, was über die Darstellung im Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung hinausgeht, interessiert mich das auch.
Zum HMA kann ich nix sagen, nicht meine Zeit. Auf den Pilgerdarstellungen des SMA sind Kalebassenflaschen jedenfalls häufiger zu sehen. Was das Vorkommen bei uns betrifft, schau ich zuhause mal in “Die Stadt um 1300”, da steht einiges zur Botanik drin. Ansonsten sind die HMAs/Botanisten gefragt.
es war vor nicht allzu langer Zeit im Markt eine Frage nach der Herstellung von Kalebassenflaschen.
Ich hab mich jetzt mal schlau gemacht.
Also,
1.: Flaschenkürbisse anpflanzen und Frucht vor dem ersten Frost ernten. Dabei Südlage (mediterrane Pflanze!), immer feucht halten und am besten auf Gestell wachsen, lassen sonst gehen die Früchte kaputt. Die Haut ist sehr empfindlich und bei der kleinsten Verletzung der Haut fault die Frucht am Stamm! Die Pflanze braucht eine Rankhilfe, klettert aber von selbst.
2. Frucht ernten, dabei ein Stück Stamm am Kürbis lassen. Frucht an einem warmen trockenen Ort am Stammreststück, so aufhängen, dass sie nirgendwo anstossen, auch nicht aneinander. Ca. 3 Monate trocknen lassen, bis die Haut gelb ist. Dabei wird der Kürbis hohl und man kann die Kerne im Inneren rasseln hören.
3. Beliebig aufschneiden, für Flaschen am Besten oben am Hals. Evtl noch mit Wachs oder Lebensmittellack von Innen gegen Feuchtigkeit schützen. Man kann bei entsprechend sorgfältiger Behandlung (nicht zu lange mit Wasser stehen lassen, nach Benutzung austrocknen lassen, etc) die Flasche aber auch ohne Versiegelung benutzen.
4. Stopfen aus Leder oder Holz dazu, Lederriemen dran, fertig ist die Wanderflasche.
ich habe mal einen Ausgrabungspublikation in der Hand gehabt von einen Wikingerzeitlichen Gräberfeld oder Siedlung. Darin war ein unförmiger Lederfund, der als Flasche interpretiert wurde.
Leider hab ich mir den Titel nicht gemerkt und suche das Buch schon selbst seit einiger Zeit. Ich hatte es in der UB Tübingen eingesehen.
Hallo Ihr Lieben Also,seit ca. einem halben Jahr versuche ich mich in Tonarbeiten. Ist eine sehr schöne Beschäftigung, wäre da nicht der beste Freund meines Mannes, und ein Hobby namens “Mittelalter”. Also jede Woche kommt dieser besagte Freund zu uns und fragt ob ich irgend ein Teil bauen kann, das es schon im Mittelalter gab. Auf diese Weise habe ich gelernt Schachfiguren und Hnefatafl Figuren zu bauen. Letztens kam er mit einem Bild von so einer Seltsamen Feldflasche an und meinte, “ die machen wir aus Ton und stecken sie nachher in einen Lederbeutel, das Getränk bleibt kühl und es sieht nett aus.” Falls es jemanden interessiert: es war eine schweinearbeit diese Flasche schön flach zu halten und das ohne Töpferscheibe. Ich versuche dieses Teil noch heute abend ins Netz zu stellen, dann könnt Ihr Euch ein Urteil darüber machen. unter www.margit-beer.de Fantasien aus Ton könnt Ihr dann lästern oder staunen.