Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Abtreibung im Mittelalter

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Eintrag #1 vom 17. Jul. 2001 22:21 Uhr Arne Hoppmann   Nachricht

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Hallo Leute! Mal angenommen, im Mittelalter wurde eine Frau ungewollt schwanger und wollte ihr Kind abtreiben. Wie ging das von statten? Gab es irgendwelche Möglichkeiten? Besten Dank im Voraus
Gruss Arnulf von Minden

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Eintrag #2 vom 18. Jul. 2001 10:58 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

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Hi, es gab bestimmte Pflanzen und Kräuter, die einen abtreibenden Effekt hatten. Ich guck mal nach, welche. Ansonsten: Stricknadel Gruß
Fritz

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Eintrag #3 vom 18. Jul. 2001 11:19 Uhr Arndt Nellen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arndt Nellen eine Nachricht zu schreiben.

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Es heißt, dieses sei ein Grund für die Hexenverfolgung gewesen: Die Hebammen kannten sich gut in Kräutern aus und waren auch für derlei Fragen zuständig. Die Kirche aber lehnte das ab, nicht zuletzt, weil es die Zahl der zahlenden Schäfchen reduziert. Daher wurden sie verfolgt was schlußendlich in die hinlänglich bekannte Inquisition mündete. Für tiefer gehende Infos muß ich erst zuhause in meinen Büchern nachsehen.
Keep your feathers fixed----------Arndt

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Eintrag #4 vom 18. Jul. 2001 11:49 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, soweit ich weiss, hat man “früher” (ich kann mich genau zum wo und wann äussern, aber ich denke mal, dass sich diese Info auf den westlichen Kulturkreis des früheren Mittelalter bezieht, also auf die Zeit, bevor die Kirche den unten erwähnten Kampf gegen die “Hexen” angetreten hat) mit Salbei abgetrieben. Salbeitee hilft, gering dosiert, gegen Regelschmerzen, und in starker Konzentration soll man mit ihm auch abtreiben können. Um die Jahrhundertwende (mittlerweile muss man ja sagen: um 1900) wurde wohl mit geringkonzentrieter Blausäure abgetrieben, was natürlich eine hohe Gefahr bei einer Abtreibung zur Folge hatte. Wie weit diese “Tradition” zurückgeht, kann ich leider nicht genau sagen. Gruß, Hauke

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Eintrag #5 vom 18. Jul. 2001 12:34 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle! Teile der Kräuterkunde der Hebammen finden sich in Inquisitionsprotokollen und dem großen Schwung neuer Kräuterbücher, die im 15. und 16. Jh. erschienen sind und die Ergebnisse der Inquisitionsprotokolle in Kombination mit antikem Wissen wiederspiegeln. Darunter finden sich auch etliche abortive Pflanzen, auch wenn sie nur selten direkt als solche ausgewiesen werden. In den Redensarten des Volkes ist ebenfalls einiges hängengeblieben. Verklausulierte Verse wie “Petersilie hilft den Männern aufs Pferd und den Frauen unter die Erd” oder Lieder wie “Petersilie Suppenkraut wächst in meinem Garten…” zeigen, daß die Einleitung ausbleibender Menstruation mit Kräutern hier bis ins letzte Jahrhundert lebendig war. Der Abort mit Kräutern ist immer ein Risiko. Um einen entstehenden Menschen im Mutterleib zu töten, wird er vergiftet, damit er abstirbt und von der Mutter als Fehlgeburt abgestoßen wird. Wenn die werdende Mutter in einer schlechten körperlichen Verfassung ist oder die das Gift verabreichende Person unerfahren, dann überlebt die abtreibende Frau die Vergiftung nicht unbedingt - sie ist halt auch nur ein Mensch. Die Kindstötung ist ebenfalls eine gebräuchliche Methode der Geburtenkontrolle gewesen. Wenn ich richtig informiert bin, läßt das friesische Recht bis ins beginnende HMA die postnatale Abtreibung zu. Ein Mensch wird erst als beseelter Mensch gesehen, wenn er ein Jahr alt geworden ist. Bis dahin hatte der Vater das Recht, das Kind nicht anzuerkennen und zu töten. Aus dem SMA gibt es einen Holzschnitt, der zeigt, wie drei Frauen unterschiedlichen Standes in Rom auf einer Brücke über den Tiber stehen und jede wirft einen Säugling hinein. Mein Großvater hat im 2. Weltkrieg Schanzarbeiten in einem italienischen Nonnenkloster machen müssen. Dabei sind die Soldaten auf einen alten Brunnen gestoßen, in dem meterhoch Skelette von Säuglingen waren. Die oberste Schicht soll wohl noch recht neu gewesen sein. Da ich nicht an rituelle Kinderopfer in christlichen Klöstern glaube, wie das in den 30er Jahren einige Leute in Spanien taten, halte ich solche Funde für Zeugnisse der Tötung ungewollter Kinder. Grußvoll, Matthias topasius

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Eintrag #6 vom 18. Jul. 2001 23:25 Uhr Diana Fleischer   Nachricht

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Hallo! Hier sind einige Pflanzen, mit denen man einen Abbruch durchgeführt hat : 1. Lebensbaum ,Sadebaum, Rainfarn ( den kennt vielleicht der eine oder andere auch als Räucherkraut zur Beruhigung der Bienen in der Imkerei) Inhaltsstoff ist Thujon = ein stark nerventoxischer Wirkstoff ,löst u. a. starke Krämpfe und Blutungen der Gebährmutter aus. 2.Angelika( Wurzel und oleum angelicae =ßl, aus den Samen? )in der Literatur sind Vergiftungen durch höhere Dosen zu Abtreibungszwecken erwähnt. 3. Arnika: bei innerer Anwendung :konnte sehr schnell zum Abort führen 4.Rosmarin: grosse Mengen können zu Krämpfen und Gebährmutterblutungen führen. 5.Aloe : führt zu Blutungen und Abort.- Aloe innerlich zu nehmen ist im Moment etwas in Mode - aber wegen der erwähnten Wirkung bloss nicht in der Schwangerschaft! (da die Aloe aus Südamerika stammt, passt sie nicht so recht ins Mittelalter, ich habe sie aber trotzdem erwähnt ) 6.der schon erwähnte Salbei : ist als menstruationsfördernd beschrieben, wirkt vielleicht daher während einer Schwangerschaft in hohen Dosen durch Blutungen abtreibend. Viele dieser Pflanzen,insbesondere die erwähnten thujonhaltigen und die Arnika innerlich,waren aufgrund der hohen Konzentrationen sehr giftig und führten nicht selten auch zum Tod der betroffenen Frauen. Falls ich noch einige Pflanzen finden sollte, stelle ich sie nach. zu Eintrag Nr.5 :es war nicht nur eine Tötung des Kindes im Mutterleib angestrebt,dieses hätte ja schnell zu einer Blutvergiftung führen können , wenn das abgestorbene Kind nicht oder sehr verzögert ausgetrieben wurde.Daher wirkten viele Abortiva(Abtreibungsmittel) krampf- (wehen-)auslösend und /oder blutungsauslösend. Zu den mechanischen Methoden. Neben der Einführung von Gegenständen wie der schon erwähnten Stricknadel haben die Frauen alles Mögliche versucht:sehr hart arbeiten ,um das Kind zu verlieren; aus grösserer Höhe herunterspringen (Erschütterung); heisse Sitzbäder etc. Am erfolgreichsten war davon wohl die “Stricknadelmethode”, wie sie häufig von sogenannten “Engelmacherinnen” betrieben wurde.Das führte aber auch nicht selten zu Komplikationen wie unstillbaren Blutungen durch die Verletzungen grosser Blutgefässe oder Durchbohrungen der Gebährmutter,schlimmstenfalls noch benachbahrter Organe,wie Blase oder Darm mit den entsprechenden Folgen. Ein nicht geringer Teil der Frauen erkrankte,bedingt durch Einschleppung von Keimen während des Eingriffs oder danach ,an einer Infektion (wie Kindbettfieber),konnte daran sterben oder für folgende Schwangerschaften unfruchtbar werden (dies konnte,falls es ein vorehelicher “Fehltritt” war ,von nicht unerheblicher Bedeutung sein). So, das war es fürs erste
Diana

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Eintrag #7 vom 18. Jul. 2001 23:35 Uhr Diana Fleischer   Nachricht

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Ach so,habe ich ganz vergessen: weiss jemand seit wann unten genannte “Engelmacherinnen so bezeichnet wurden und wie es zu der Bezeichnung kam? Hat es vielleicht damit zu tun, dass die abgetriebenen Kinder lt.christl. Auffassung ja noch als ”unschuldig“ galten/frei von Sünde waren(rein wir Engel),und somit sofort ”in den Himmel " kamen?
Diana

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Eintrag #8 vom 18. Jul. 2001 23:44 Uhr Diana Fleischer   Nachricht

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nochmal ein Nachtrag: kleiner Fehlerteufel in Eintrag Nr.6 : Gebärmutter wird natürlich ohne “ h ” geschrieben
Diana

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Eintrag #9 vom 19. Jul. 2001 09:17 Uhr Sabine Martini-Hansske  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sabine Martini-Hansske eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, ich habe bei der Recherche nach dem Begriff “Engelmacherin” zwar nichts aussagekräftiges gefunden, bin aber auf eine interessante Hausarbeit über Abtreibung und Geburtenkontrolle im MA gestossen. Der Text ist zu lang, um hier komplett gepostet zu werden, daher nur der Link für alle Interessierten: www.hausarbeiten.de/rd/archiv/[…]/philo-text47.sht[…] Gruss
Sabine M.H. / Solveig Brigidsdottir

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Eintrag #10 vom 19. Jul. 2001 21:29 Uhr Andrea Ohde  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrea Ohde eine Nachricht zu schreiben.

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Mir fällt da nur das “Mutterkorn” ein d.h…soweit ich weiß ein Bakterium am Roggen verändert die Wirkung…aber vorsicht hohe Dosierungen füren zum Tod oder zum Wahnsinn…. Deswegen wird der heutige Roggen gespritzt…… das Zeug kann echt tötlich sein…..
Gruß Ymmina

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Eintrag #11 vom 20. Jul. 2001 13:08 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Der Begriff Engelmacherin bezieht sich wohl eher darauf, daß diese Frauen andere Frauen, die “gesündigt” hatten, wieder unschuldig wie die Engel gemacht haben (oder sie gleich zu Engeln machten), obwohl der Begriff nicht unbedingt schon im Mittelalter entstanden ist. Das Mutterkorn (Secale cornutum) führt zu Halluzinationen und es gab durch die Häufigkeit des Auftretens dieses Parasits im Mittelalter und die Verunreinigung des Mehls “Unfälle”. Eine Wirkung ist die Verengung von Kapillaren, die vor allem an Händen und Füßen zum Absterben der Gliedmaßen führte, verbunden mit den Erscheinungen des Antoniusfeuers, d.h. die Leute hatten das Gefühl, ihre Zehen etc. würden brennen. Das Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße, die in der Verzahnung von Plazenta und Gebärmutter eine große Rolle spielen, könnte für die abtreibende Wirkung verantwortlich sein. Viele der Bilder von Hieronymus Bosch gehen, wird oft gesagt, auf Hallus unter Mutterkorn zurück. Hebammen heißen laut einer Studie über Hebammen im Mittelalter Hebammen, weil sie diejenigen waren, die die Kinder, die vom Vater als die seinen anerkannt wurden, aufhuben und ihm übergaben. Die Verteufelung der Hebammen vor allem im späten Mittelalter richtete sich gegen die freien, nicht den Städteordnungen unterworfenen, die den Städteordnungen unterworfenen waren die Hände in Bezug auf ihre Berufsausübung arg gebunden, zunehmend durch die Intervention der Mediziner, und so war eine ihre Hauptaufgaben die der Denunziation. (Theresia Gruber, Die Stellung der Hebamme im Mittelalter, Diplomarbeit 1996 in Salzburg). ßbrigens, und das mit´nem Augenzwinkern, wie soll denn bitte mit Stricknadeln abgetrieben worden sein, wenn im MA kaum oder nicht gestrickt worden ist? Die Kenntnisse der Anatomie waren auch nicht so dolle und darüber hinaus konnte nur heiraten, wer es sich leisten konnte, dem Großteil der Unfreien, den Knechten und Mägden blieb nichts übrig, als sich zu vermehren, ohne irgendwie verheiratet zu sein. Hat sich sicher nicht jeder Grundbesitzer drüber beschwert, weil wo sollte er sonst in der nächsten Generation seine Arbeitskräfte herkriegen? Im Laufe des Mittelalters hat es sicher eine Reihe ßnderungen in Bezug auf die Einstellung gegenüber Heirat, Geburt, Abtreibung, Kindstot etc gegeben, man bedenke nur die Friedelehen, zu Zeiten Karl des Großen üblich waren.
Nur so als Anregungen

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Eintrag #12 vom 20. Jul. 2001 13:22 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Oops, kurzer Nachtrag, die Secalealkaloide bewirken eine Kontraktion der Gebärmutter, diese Wirkung fand durchaus bis in die heutige Zeit Verwendung in der Rinderobstetrik (Gruß an Ruth).

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Eintrag #13 vom 30. Jan. 2003 21:57 Uhr Monika Weber   Nachricht

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ist ein pilz, der roggenkörner befällt, besonders in verregneten, nassen Sommern.Da man das Getreide auf keinen Fall weggeschmissen hat, kam es in nassen Jahren durchaus zu vielen Todesfällen durch Mutterkornvergiftung. Der Name “Mutterkorn” bezeiht sich auf die Wehenanregende Eigenschaft dieses Pilzes. In der richtigen Dosierung kann es eine Geburt, die durch Wehenschwäche zum Stillsatand gekommen ist, wieder voranbringen. Natürlich kann man das Mutterkorn auch zum Abtreiben verwenden, wenn man die richtige Dosierung kennt. Die Dosis macht eben das Gift.
Eine weitere abtreibende pflanze ist die Petersilie. Die formel “parsley. sage , rosmary ans thyme” im Lied “Scarborough Fair” macht also durchaus Sinn. Hinweise auf abtreibende pflanzen findet man in vielen alten Kräuterbüchern. ßberall, wo “austreibend” steht, könnte man “abtreibend” sagen.
Das uns heute so wenig über mögliche Techniken zum Schwangerschaftsabbruch bekannt ist, lliegt auch mit Sicherheit daran, dass die Hebammen mit ihrem Wissen nicht hausieren gegangen sind.
Hjoerdis von Odroerir

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Eintrag #14 vom 10. Mai. 2004 14:46 Uhr Beitrag anonymisiert

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Stricknadeln halte ich auch für ziemlich unwahrscheinlich, ich halte eher Abtreibung durch Seil für möglich (wird heute übrigens noch von Frauen aus den Balkan-Ländern betrieben, von solchen, die wirklich zimelich mittelos sind, zum Besipeil Roma).
Katia

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Eintrag #15 vom 24. Mai. 2004 17:52 Uhr Barbara Kruska  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara Kruska eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo !
Kann mir jemand informationen geben, wie die sogannte Abtreibung mit Seil vonstatten ging ??
LG
Babs

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Eintrag #16 vom 25. Mai. 2004 11:39 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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… hier sollen doch sicher keine Handlungsanleitungen für ungesetzliche und lebensgefährliche Praktiken erläutert werden - leider gibt es immer wieder Verrückte, die so etwas tatsächlich (in voller Verzweiflung) anwenden.
Für soetwas gibt es (trotz aller interessanten Aspekte - aus historischer Sicht) im Internet genug andere Foren wo Selbstmord u.ä. genau nach Anleitung beschrieben wird.
Gruß, Ingo

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Eintrag #17 vom 26. Mai. 2004 09:13 Uhr Susan Sziborra-S.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Susan Sziborra-S. eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ingo,
da schießt du wohl grad etwas übers Ziel hinaus. Anzunehmen, daß die Bitte um die Erläuterung einer nicht sofort verständlichen historischen Abtreibungsvariante einem Nachahmungswunsch entspringt ist ja wohl mehr als hahnebüchen! Ich gehe davon aus, daß Menschen, die intelligent genug sind, das Internet zur Informationssuche zu nutzen, und die ihren Intellekt offensichtlich anregen (indem sie sich zum Beispiel mit der Diskussion historischer Themen befassen) mit Sicherheit nicht zu doof sind sich ggf. herkömmlicher Methoden (vor allem dem Besuch beim Arzt) zu bedienen.
Ich möchte jedenfalls ganz gern erklärt haben, was es mit dem Seil auf sich hat, und wenn du in Zukunft Sicherheitsbedenken hast, poste sie doch bitte NACH einer Erklärung und schrecke nicht eventuell wissende im Vorfeld ab.
gruß suse
familia ministerialis - Alltagsleben um 1280
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #18 vom 26. Mai. 2004 10:07 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Suse,
schön, dass es noch Menschen gibt, die an das Gute im Menschen glauben (geht mir auch noch oft so).
Du scheinst aber dabei zu vergessen, das es bei nicht wenigen Menschen leider sehr viel kriminelle Energie gibt und das das Internet mittlerweile ein Informationsmedium geworden ist, wo Anleitungen nicht nur zum “perfekten” Mord, Selbstmord und auch zum Bombenbasteln zu finden sind.
Daran interessierte gehen nicht gezielt ins Forum von TV sondern einfach über Suchmaschinen wie z.B. Google und finden in der Regel was gesucht wird.
Ich unterstelle hier niemanden etwas, schon gar nicht, dass jemand, der hier eine solche historisch unzweifelhaft interessante Frage stellt, selbst an einer Abtreibung auf “mittelalterliche” Art interessiert ist. Ich wollte lediglich vor möglichem Missbrauch warnen.
Und wem bitte nützt eine Warnung “nachdem das Kind in den Brunnen gefallen” ist (“und wenn du in Zukunft Sicherheitsbedenken hast, poste sie doch bitte NACH einer Erklärung und schrecke nicht eventuell wissende im Vorfeld ab”).
Steht soetwas erst einmal im Netz, wird es über Suchmaschinen überall auf der Welt gefunden auch von Leuten, die nichts mit historischen Dingen am Hut haben. Bisher findet man über diese Abtreibungsform noch nichts im Internet.
Du schreibst “Ich gehe davon aus, daß Menschen, die intelligent genug sind, das Internet zur Informationssuche zu nutzen, und die ihren Intellekt offensichtlich anregen (indem sie sich zum Beispiel mit der Diskussion historischer Themen befassen) mit Sicherheit nicht zu doof sind sich ggf. herkömmlicher Methoden (vor allem dem Besuch beim Arzt) zu bedienen.”
Ich denke, dass das Internet von mehr Menschen als Infoquelle genutzt wird als vorher in Bücher geschaut haben oder gar in eine Bibliothek gegangen sind. Es ist soviel leichter und bequemer an Informationen zu gelangen, dass heute auch “weniger intelligente” Menschen den PC nutzen um sich in der rechten Szene zu organisieren oder sonst abartige Dinge tun.
Ich möchte damit keine Grundsatzdiskussion lostreten (jedenfalls nicht in diesem Thema), sondern nur anregen, darüber nachzudenken, dass manches Wissen auch missbraucht werden kann und das Internet leider keinerlei Kontrolle diesbezüglich ermöglicht. Ich vermute einmal, dass es aus genau diesem Grund z.B. nicht einfach ist, eine genaue Bauanleitung einer richtig gut funktionierenden Armbrust im Internet zu finden ist - sie gilt ja immer noch als “heimtückische Waffe” und wäre für jedermann ohne Waffenschein eine beeindruckende und tödlich einsetzbare Fernwaffe.
Trotzdem wünsche ich Dir und allen anderen im Forum einen schönen Tag
Gruß, Ingo

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Eintrag #19 vom 26. Mai. 2004 10:22 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Doch über Googel findet man....

Hallo Ingo,
ich habe soeben versucht über googel dieses Forum zu finden und es steht gleich ganz oben. www.google.de/search?[…]
Es ist also in der Tat Vorsicht geboten. Denn leider gibt es mit Sicherheit Menschen die Verzweifelt genug sind um sich von eventuellen Konsequenzen nicht abhalten lassen diese Methoden zu wählen!? In diesem Falle sollte man eher Vorsichtig sein.
Viele Grüße, Ragna

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Eintrag #20 vom 26. Mai. 2004 10:37 Uhr Olaf Kirchert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Olaf Kirchert eine Nachricht zu schreiben.

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Nur so zur Info: Diese “heimtückische Waffe” kann ich ab 18 in jedem Waffenladen legal kaufen. Da braucht man keine Bauanleitung. Heimtückische Waffen sind z.B. Stockdegen.
Lasst doch mal die Kirche im Dorf. Informationen findet man IMMER. Wenn nicht hier, dann woanders.
Olaf

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Eintrag #21 vom 26. Mai. 2004 20:25 Uhr Susan Sziborra-S.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Susan Sziborra-S. eine Nachricht zu schreiben.

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Danke Ingo!
Dank deiner weitsichtigen Intervention wird uns die betreffende gefährliche Information hier wohl auf ewig verborgen bleiben! Naja, zum Glück gibt es ja das Internet, werd mal googeln ob ich was finde. Vielleicht solltest du ähnliche Interventionen in Zukunft auch bei gefährlichen Themen wie Schwertkampf, Jagd (besonders die auf Bären!), Waffen im weitesten Sinne, Keramik (wegen der Bleiglasuren!!) u.a. einbringen. Man weiß ja nie!
Zu deiner Information: Es gibt genügend illegale “moderne” Abtreibungspraxen, die mit wenig Schmerz und Blut verbunden sind, dazu kommen zig Legale (aber das kannst du als Mann vermutlich nicht wissen). Zumindest in Deutschland dürfte es niemand nötig haben, sich (auch in der Wirksamkeit) zweifelhafter “mittelalterlicher” Methoden zu bedienen.
Liebe Admins - sorry, das musste sein. Wenn ihr löschen müsst, dann machts! Aber ich versprech, ich bin gleich wiedr brav!
suse
familia ministerialis - Alltagsleben um 1280
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #22 vom 27. Mai. 2004 08:42 Uhr Barbara Kruska  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara Kruska eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ingo,
tut mir leid, das du mich für ein so hirnloses Wesen hälst.
Ich beschäftige mich noch nicht sooo lange mit dem Mittelalter und wollte lediglich mein Wissen etwas ausdehnen.
LG
Babs

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Eintrag #23 vom 27. Mai. 2004 09:30 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Offensichtlich sind wieder mal einige wenige nicht in der Lage hier die Texte richtig zu lesen und sind entweder gleich selbst persönlich beleidigt oder beleidigen andere im Forum.
Es ist schon seltsam, dass hier (von Regína einmal abgesehen) gerade einige Frauen mit Scheuklappen herumlaufen.
@Barbara:
Um es noch einmal zu wiederholen: Ich unterstelle hier im Forum weder Dir noch sonst jemanden, dieses Wissen bewußt gegen Leben oder Gesundheit seiner selbst oder anderer Menschen einsetzen zu wollen - ich möchte nur vor dem Mißbrauch durch andere warnen, die diese Information im Internet auch finden können.
@Suse:
“aber das kannst du als Mann vermutlich nicht wissen” - Warum immer so bissig?
Oft genug wird “den Männern” (zu Recht) vorgeworfen, sie würden sich nicht um die Belange der Frauen kümmern - Du scheinst dies aber ja auch gar nicht zu wollen, das einige es trotzdem tun.
So ich denke das genügt.
Gruß, Ingo

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Eintrag #24 vom 27. Mai. 2004 11:00 Uhr Barbara Kruska  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara Kruska eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Ingo,
war keine böse Absicht, habe deinen Beitrag wohl offensichtlich wirklich falsch verstanden.
Sorry, wird nicht wieder vokommen.
Hast du denn vielleicht irgendwelche Literaturtipps für mich zu dem genannten Thema ?
Liebe Grüße
Babs

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Eintrag #25 vom 27. Mai. 2004 11:52 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Barbara,
es gibt keinen Groll meinerseits und wegen Literatur möchte ich auf bereits gepostete Hinweise hier im Forum verweisen, u.a.:
[Taverne, Thread: Hebamme]
noch einen schönen Tag wünsche ich
Gruß, Ingo

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Eintrag #26 vom 24. Jun. 2004 13:29 Uhr Daniel Vokuhl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Vokuhl eine Nachricht zu schreiben.

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Die Tage lief eine Gartensendung im Fernseh über Kräuter und dort wurde gesagt das man im MA mit Petersilie abgetrieben hat. Natürlich nicht mit ein zwei Stängel sondern Frau mußte schon so einige Pfund davon verspeisen.
In der Sendung wurde auch gesagt das der heutigen Strassenname “Pertersilienstrasse” noch aus dem MA stammt und dort die Huren wohnten und arbeiteten

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Eintrag #27 vom 14. Aug. 2004 16:36 Uhr Baerbel Hammes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Baerbel Hammes eine Nachricht zu schreiben.

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Hi,
Noch zwei verdächtige Kräuter:
Wermut und (weniger wirksam) Beifuß
Bei Wermut wird sogar heute in manchen Kräuterbücher gewarnt, dass seine Anwendung in der frühen Schwangerschaft fruchtschädigend sein könnte und zu Frühgeburten führen kann.
Bei einigen anderen der diskutierten Kräuter gibts die Warnungen nicht. Gehe mal davon aus, dass Wermut so wirksam sein könnte, dass man sogar bei normalen Gebrauch ungewollt abtreiben kann. Bei anderen Kräutern (Petersilie) wohl nur ganz bewußt und mit hohen Dosen
Gruß
Baerbel

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Eintrag #28 vom 15. Aug. 2004 11:42 Uhr M B  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um M B eine Nachricht zu schreiben.

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in einem kräuterbuch (schon etwas älter) wird petersilientee aus petersiliensamen als mittel bei menstruationsbeschwerden empfohlen. ich kann mir gut vorstellen, dass der tee bei entsprechender dosierung auch abtreiben wirken kann.
Marlen

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Eintrag #29 vom 16. Aug. 2004 16:27 Uhr Carina Schmid  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carina Schmid eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marlen,
Petersilie wirkt abführend und Menstruationsbeschwerden, vor allem solche, die sich in Kreuzschmerzen äussern sich u. a. weil der Dünndarm aktiv wird (Darum soll man Kaninchen auch keine Petersilie geben, denen zerreist es den Darm !!!) und er sich im Leib bewegt und die schon schmerzenden inneren Geschlechtsorgane bewegt
Aber es stimmt, das es bestimmte Kräuter gibt die Menstruationsschmerzen lindern weil sie krampflösend wirken, es gibt aber Kräuter die ABTREIBEND wirken, dazu gehören Aloe, Angelica (Engelwurz), Bärentraubenblätter, Basilikum, Beifuss, Liebstöckel, Muskatnuss, Osterluzei , Raute, Thuja (Schwanger auch keine Thuja-Hecke schneiden!).
Viele liebe Grüsse, Clodhild

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Eintrag #30 vom 17. Aug. 2004 10:03 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Carina,
sag mal, woher stammt die Info, dass man Kaninchen keine Petersilie geben soll?
Nicht in Mengen, da kalziumhaltig (Blasensteine), Kaninks haben eher Probleme mit Magen und Blind- als mit Dünndarm, und wegen Blinddarmblähungen eher keine Kohlarten.
Und jedenfalls nicht ungewaschen, da Möglichkeit der ßbertragung von RHD von Wild- auf Hauskaninchen (obwohl dagegen geimpft werden kann und sollte).
Die Wirkung der Petersilie (Blätter? Samen? Wurzeln?) ist direkt auf die Gebärmutter, und auch auf den Darm, (je nach Quelle) zusätzlich versehen mit einer hormonellen Wirkung. Allerdings ist die Dosierung, in der das Ganze abtreibend wirkt, schon wieder in dem Bereich, wo der Schwangerschaftsabbruch sehr endgültig auch über den Tod der Frau erfolgt….
Nicole

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Eintrag #31 vom 17. Aug. 2004 10:18 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Petersilie ist reich an Vitamin A, C und E sowie den B-Vitaminen. Außerdem enthält sie viele Mineralien, vor allem Kalium. Kalium ist besonders für die Funktion der Nerven- und Muskelzellen wichtig. Darüber hinaus enthält Petersilie einen sekundären Pflanzenstoff, das Apigenin, aus der Gruppe der Flavone. Diese gelten u. a. als entzündungshemmend und antiallergisch.
Apiol, ein weiterer Wirkstoff der Petersilie, wirkt stimulierend und, allerdings erst in sehr hoher Konzentration, abortiv.
Für den Humanbereich hat das Bundes- gesundheitsamt am 06.05.1993 eine Aufstellung traditioneller Anwendungsgebiete für Kräuter veröffentlicht. Hier wird die Petersilie nach den Anwendungsgebiete n (Indikationen) “A” und “O” eingestuft. “A” steht dabei für: “Stärkung und Förderung der Verdauungs-funktion” und “O” für: “Unterstützung der Ausscheidungsfunktion der Niere”.
Diese Wirkung lässt sich auch bei Kaninchen beobachten.
Immer wieder berichten Züchter davon, dass nach Einsatz von Petersilie Blähungen und Durchfälle zurückgehen.
Bei den getrockneten Stengeln für den Kaninchenzüchter genießt die grobe, rohfaserreiche Ware den Vorzug vor einer feinen Ware. Zum einen unterstützen die groben Stengel den Nagetrieb der Tiere. Und andererseits sind die Bröckelverluste bei grober Ware deutlich geringer. Meist genügt der Einsatz von wenigen Stengeln an einigen Tagen in der Woche, um die Verdauung deutlich zu verbessern.
Geschwächten Tieren können Petersilienstengel auch alleine verfüttert werden. Die Akzeptanz ist dann oft ein untrügliches Zeichen für die weitere Erholung der Tiere.
Quelle:
Wolfgang Herzog RCG Nordwest eG PM Kleintierzucht 02 11 - 989 22 90
Fachartikel erschien am 12. März 2004 in der “Kaninchenzeitung”
Gruß Wolf
www.gewandungen.de

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Eintrag #32 vom 17. Aug. 2004 17:21 Uhr Carina Schmid  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carina Schmid eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich hätt nicht gedacht, das meine Aussage so eine Welle auslöst ;-)
Ich züchte hobbymässig Zwergkaninchen und mir sind schon 2 Kaninchen an Petersiliengabe zugrunde gegangen. Das hat der TA festgestellt. Und auch meinem Grossvater, der den (allerdings Schlachtkaninchen) Ninchens Petersilie gegeben, damit das Fleisch besser schmeckt, auch ihm sind Ninchen gestorben innerhalb dieser Zeit. Es ist keine Behauptung das es so seo MUSS, ich bin halt einfach nur sehr vorsichtig was Kaninchen und Petersilie angeht.
Viele liebe Grüsse, Clodhild

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Eintrag #33 vom 21. Aug. 2004 21:01 Uhr Anna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anna eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute,
für die, die sich etwas intensiver für die Abtreibung im Mittelalter interessieren, sei hier eine kleine Literaturangabe gegeben.
Ich habe mir vor kurzem Robert Jüttes “Geschichte der Abtreibung” (ISBN: 3 406 37408 5) angeschafft und den Abschnitt über das Mittelalter gelesen. Vorab sei gesagt, daß die “Geschichte der Abtreibung” nur ein kleiner ßberblick ist und sein soll, von der Antike bis zur Gegenwart. Wesentlich interessanter ist die Literaturliste am Ende jeden Kapitels, die den Interessierten auf spezifischere Werke der verschiedenen Epochen hinweisen.
Das Kapitel über das Mittelalter ist von Günter Jerouschek geschrieben worden und folgende Bücher sind in der Liste vermerkt:
“Die Einstellung zum Kind im Mittelalter”, und “Geburtenbeschränkung im frühen Mittelalter” aus “Mensch und Umwelt im Mittelalter” hrsg. von B. Herrmann
“Bemerkungen zur Abtreibung in Byzanz” von C. Cupane u. E. Kislinger
“Die Peinliche Gerichtsordnung Karls V”, hrsg. G. Radbruch u. A. Kaufmann
“Mittelalterliche Volkskultur” von A. J. Gurjewitsch
“Lebensschutz und Lebensbeginn. Kulturgeschichte des Abtreibungsverbots” von G. Jerouschek
“Empfängnisverhütung, Abtreibung, Kindestötung und Aussetzung im frühen Mittelalter” vob A. Kammeier-Nebel
(aus: “Frauen in der Geschichte VII, hrsg. W. Affeld u. A. Kuhn)
”Die Abortiva in der römischen Kaiserzeit“ von A. Keller
(Für die, die wissen wollen, was es so gab/gibt)
”Arzt und Heilkunde in den frühmittelalterlichen Leges. Eine Wort und sachkundliche Untersuchung" von A. Niederhellmann
Fremdsprachliche Werke und solche, die sich eher mit religiösem Blick auf das ganze befassen (2 Werke) habe ich hier weggelassen. Bei Interesse kann ich die aber auch noch auflisten.
Leider habe ich noch keines der spezifischeren Bücher und Texte gelesen, kann also dafür keine Wertung abgeben.
R. Jüttes Buch bietet aber einen schönen ßberblick über die Geschichte der Abtreibung. Das Fazit, das mir hängengeblieben ist, war: Frauen hatten eigentlich zu jeder Zeit Mittel und Wege, ihrer ungewollten Schwangerschaft ein Ende zu setzen.
Liebe Grüße, Anna

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Eintrag #34 vom 05. Dez. 2010 11:59 Uhr selma jlassi  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um selma jlassi eine Nachricht zu schreiben.

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och menno. mich hätte wirklich interessiert, wie man (oder eher frau) mit einem seil abtreiben kann… na, dann google ich mal!

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Eintrag #35 vom 05. Dez. 2010 13:39 Uhr Dorothee (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dorothee eine Nachricht zu schreiben.

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…indem sie das Seil fest um ihren Hals schlingt…
Gruß Lotta *die sich über manches “Hobby” wundert*

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