Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Abwasch im Mittelalter

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Eintrag #10 vom 11. Nov. 2004 15:38 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Echt, das Kettengeflecht zum Schrubben ist belegt? Wow, ich dachte immer, das ist ne neuzeitliche praktische Anwendung. Da bin ich neugierig, aus welcher Handschrift das stammt!
apropos Spuelbuerste: In London wurde kuerzlich der (borstenlose) runde Kopf von etwas gefunden, was als Buerste interpretiert und ins 14. Jh datiert wird (uebrigens der frueheste mir bekannte Nachweis fuer eine Buerste ueberhaupt). Dieses Ding sieht so aus wie unsere heutigen Spuelbuerstenkoepfe. Ob es das wirklich war - keine Ahnung.
Jetzt noch etwas Spekulation:
Noch im 19. Jh wurde in einfachen Haushalten haeufig ohne Seife abgespuelt. Es wurde nur moeglichst heisses Wasser benutzt. Ob man das uebertragen kann?
Gruss, Claudia

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Eintrag #9 vom 11. Nov. 2004 14:08 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Es gibt ein Bild mit Text in einem spätmittelalterlichen Buch, dessen Namen ich nicht hier habe, dass Anleitung gibt, was ein Brautpaar alles an Hausrat braucht. Unter anderem auch ein Stück Kettengeflecht zum Kesselschrubben und einen Bottich zum Abspülen…..
Gruss, Jens

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Eintrag #8 vom 11. Nov. 2004 13:40 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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_Wie_ abgewaschen wurde, kann ich jetzt auch nicht belegen, aber _daß_ zumindest im 15. Jahrhundert abgewaschen wurde, dafür habe ich einen Beleg:
das Lied “Stand auff Maredel/Fraw ich enmag nicht” von Oswald von Wolkenstein (enthalten in zwei Handschriften, die erste von 1425, die zweite von etwa 1432).
Das Lied ist ein Dialog zwischen der Hausherrin und ihrer faulen Magd, und an einer Stelle singt die Herrin “get ir faule tasch die schüssel wasch”. Leider verrät uns weder der Text der Hausherrin noch der Text der Magd mehr über diese spannende Tätigkeit.
Wollt ich nur sagen, bevor das Gerücht auftaucht, es wäre überhaupt nicht abgewaschen worden.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #7 vom 11. Nov. 2004 12:13 Uhr Michael Wojtanowitsch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Wojtanowitsch eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
also das mit den Vertiefungen im Tisch, aus denen gegessen wurde kennt mein Vater noch von seinen Großeltern.
Die hatten einen großen sehr dicken Tisch der in der Mitte eine Vertiefung in Form einer großen Schüssel hatte.
Dann bekam jeder seinen Löffel und Brot, und die Suppe (oder was auch immer) wurde gemeinschaftlich aus dem großen “Loch” im Tisch gelöffelt.
Wann diese Art der Abwaschvermeidung allerdins aufgekommen ist, weiß ich leider auch nicht.
Gruß
Michael

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Eintrag #6 vom 11. Nov. 2004 09:46 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Belege für Art des Abwaschens im MA, hmm, das wird hier sicher vielen schwer fallen.
Ich schrieb “…ich denke…” und “…tat dies sicher ähnlich auch mit seinem Geschirr.” Dies zeigt, dass es lediglich Vermutungen sind und keine Belege, eher Analogien, Schlussfolgerungen, Hypothesen oder auch nur Anregungen, die hier auch diskutiert werden können/sollen.
Noch ´nen schönen Tag
Gruß, Ingo

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Eintrag #5 vom 10. Nov. 2004 22:45 Uhr Gunter Krebs  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunter Krebs eine Nachricht zu schreiben.

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Ich die Sache mit den Brottellern und den Belegen dazu mal in einem neuen Thread abgespalten, weil das eigentlich ein anderes Thema ist als der Abwasch: [Taverne, Thread: Brot als Tellerersatz ???]

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Eintrag #4 vom 10. Nov. 2004 22:34 Uhr Susan Sziborra-S.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Susan Sziborra-S. eine Nachricht zu schreiben.

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lieber ingo,
kannste mir das alles bitte auch belegen? ist nämlich tatsächlich ein interessantes thema. aus interesse an tatsächlich nachweisbarem werd ich jetzt hier auch nicht schreiben, wie wir das bisher handhaben. also - hat irgendjemand nen hinweis, nachweis, beleg (nicht belag)?
gruß suse
familia ministerialis www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #3 vom 10. Nov. 2004 14:46 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Nun ich denke, es wird ähnlich dem Wäsche waschen gewesen sein z.B. im fließenden Wasser eines Baches/Flusses. Wer seine Wäsche im Zuber mit warmen Wasser waschen konnte/wollte, tat dies sicher ähnlich auch mit seinem Geschirr.
Wegen der Unbeliebtheit des Abwaschens (auch schon) im Mittelalter sind ja lange Zeit Brotscheiben oder ausgehöhlte Brotlaibe als “Teller” genutzt worden - danach zum Aufessen (selbst oder als “Geschenk” an die Armen), habe letztens irgendwo gelesen, es gab in Wirtshäusern manchmal auch besonders dicke Tischplatten mit “eingefrästen” Mulden als unverrückbare Suppenschüssel - aber so einfach wie einen Teller aus Holz, Ton oder Silber ließ sich so ein Tisch sicher nicht gründlich säubern ;)
Noch einen schönen Tag
Gruß, Ingo

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Eintrag #2 vom 10. Nov. 2004 00:35 Uhr Vera Wilson  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Vera Wilson eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph,
bin ja überhaupt kein experte darin, nur im neuzeitlichen abspülen :), aber es hiess doch immer, dass zum Töpfeschrubben Zinnkraut verwendet wurde…Equisetum arvense. Das ist hart und enthält viele Mineralien. Aber weiteres weiss ich auch nicht. good luck.
Vera

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Eintrag #1 vom 08. Nov. 2004 17:25 Uhr Christoph Bock  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christoph Bock eine Nachricht zu schreiben.

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Bei unserer Darstellung mittelalterlichen Lebens auf Burg Ronneburg hat mich eine Besucherin gefragt, wie man damals eigentlich gespült hat. Da ich es nicht wusste (habe mich damit einfach noch nicht beschäftigt), gebe ich diese Frage einfach mal an euch weiter.
Also, wie wurde gespült? Mit Sand? Mit Wasser und Seife? Welche Seife fand Verwendung? Gab es bereits Spülbürsten oder nahm man einen Lappen?
Bin auf eure Antworten gespannt.
Grüsse aus Hessen, Christoph

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