Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Allgemeine Ausrüstung

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Eintrag #1 vom 18. Sep. 2001 20:05 Uhr Katja Wiehe   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ausrüstung um 1200

Hallo!
Mich würde mal interessieren, welche Gegenstände außer Gewandung und Zelt noch so benötigt werden im Lager-Alltag, hauptsächlich Zeitraum um 1200.
Nehmt Ihr auch Sachen mit, die nicht mittelalterlich sind, wie Plaster oder Schmerztabletten, Zahnbürste und so?
Vielen Dank schon mal! Katja

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Eintrag #2 vom 18. Sep. 2001 20:23 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Mitbringsel

Hi Katja,
klar werden die zur Toilette nötigen Dinge mitgebracht. Ebenfalls gibt es Leute, die Tabletten nehmen müssen. Daher werden natürlich auch diese mitgebracht. Ob nun jede nicht gerade Migräneanfällige Frau Kopfschmerztabletten mitnimmt, weis ich nicht. Desweiteren gibt es Leute, denen es unmöglich ist, ihre Brille abzulegen; die Anderen haben dann Kontaktis.
Getränke und Fressalien sind natürlich ebenfalls aus der heutigen Zeit und auch dementsprechend eingepackt. Auch wird kaum jemand mit seinen doch oft recht teuren oder arbeitsintensiven MA-Klamotten Zelte aufbauen. Zuletzt noch schließlich die Pariser, wo selbst der größte Authentiker keinen Schweinedarm für benutzen wird.
Hoffe Dir geholfen zu haben
v. Arlen

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Eintrag #3 vom 18. Sep. 2001 21:57 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lagerausstattung

Grüß Euch,
…natürlich alle persönlichen Hygienegegenstände und Medikamente. Ansonsten ist da eher die Frage, ob Lagerausrüstung oder persönliche Ausrüstung gefragt ist.
Bei uns gehört der Strohsack, Schlaffelle und eine Decke bzw. der Mantel dazu, und das obligatorische Essenswerkzeug: Holzschale, Löffel und Essmesser samt einem Ton/Holzbecher.
Damit müsste das schon reichen.
Wenns ums Lager geht, dann ist eigentlich keine Grenze nach oben offen, eher bestimmt hier der Stand, das finanzielle Budget und der Zweck des Lagers den Umfang. Und die Frage, wie das transportiert wird.
Z.B. nehme ich in ein Feldlager nur das Nötigste mit, verzichte ausser auf einer Truhe und einem Faltstuhl auf jeglichen Komfort.
Wenns ein Lager anlässlich eines höfischen Anlasses ist, kommt der ganze hübsche Krimskrams samt Feldkapelle und grosser Tafel mit.
Aber das regelt sich durch den Stand.
Euer Haduwolff

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Eintrag #4 vom 19. Sep. 2001 12:43 Uhr Knut Schneider   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Mittelalterliche Lagerausrüstung

Lebensmittel kann man auch “mittelalterlich verpackt” mitnehmen. Im Laufe der Jahre legt man sich ganz von selbst ein paar Körbe, Tontöpfe (mit einem Leinenlappen zum Zubinden) und Beutel zu. Wenn man die Keramik-Formen seiner Epoche einigermaßen im Kopf hat, wird man in dieser Beziehung auch immer mal wieder auf Flohmärkten fündig. Geräuchertes Fleisch (z.B. Kasseler) ist, in ein Tuch eingeschlagen, auch im Hochsommer ohne Kühlung mehrere Tage haltbar.
Eine alte Gewandung, bei Darstellern der unteren Bevölkerungsschichten auch die ganz normale Gewandung, ist durchaus das Richtige zum Auf- und Abbauen.
Vor allem: Laß Dich, bis auf die im letzten Eintrag erwähnten Dinge, am Anfang nicht verrückt machen.
Schönen Gruß Knut, der wandernde Söldner

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Eintrag #5 vom 19. Sep. 2001 14:45 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Für den Anfang

Hallo Katja,
für den Anfang würde ich, wie Knut schon schreibt, die Ausrüstung bei dem Nötigsten belassen und wie in der Darstellung auch erst mal klein und einfach anfangen.
Nötig ist meiner Meinung nach:
- eine gute Wolldecke (von Rear etc.)
- ein Leinenhandtuch (entweder selbst einsäumen oder Flohmarkt)
- ein Beutelchen für persönliche Hygiene (Seife, Pille und ähnliches)
- Holz - oder Hornlöffel, Holzschüssel (vom Flohmarkt oder Stöberladen)

am besten aus alten Beständen, kein Steakteller oder Meranti

- Becher, Kumpf, oder Napf (Museumstöpferei, je nach Zeitstellung )
- Holzhocker oder fettiges Heidschnuckfell (Sitzgelegenheit)
- einfacher Weidenkorb um alle zu verstauen (am billigsten aus der LG)
Besondere Ausstattung, Strohsack, Kleidertruhe, Kochtopf etc. sind von der Arbeitsweise der Gruppe abhängig oder davon in welchem Rahmen man aktiv ist.
Sylvia

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Eintrag #6 vom 19. Sep. 2001 14:50 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin!
Die meisten von uns betreiben doch “Darstellung mittelalterlichen Lebens” und leben nicht von vorn bis hinten so.
Das heißt für den Markt: Natürlich haben wir das ganz normale Waschzeug dabei, kleine Apotheke mit Pflastern, Schmerzmitteln, Desinfektion. Des weiteren Handys und Funkgeräte, weil die ungemein praktisch bei der Anreise und Koordination sind. Dann sind auch, je nach Möglichkeiten des Marktes, diverse neuzeitliche WErkzeuge bishin zur Kettensäge dabei, die natürlich bei Marktöffnung verschwunden sind. Aber gewisse Vorbereitungen lassen sich eben neuzeitlich wesentlich schneller erledigen… :-)
Wichtig ist uns, das auf der Tafel kein Plastik oder Dosen und Flaschen auftaucht. Bier und Saft wird im Zelt in Krüge gefüllt, verpackte Fressalien in Tongefäßen untergebracht. Und die Raucherfraktion muß sich irgendwo verstecken. In Kaiserslautern haben wir ihnen ne Raucherecke mit Sitzbank und 1a Ausblick gebaut
Gruss, Uli

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Eintrag #7 vom 20. Sep. 2001 11:40 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was liegt im Rahmen, was außerhalb ?

Man sollte sich hier einig werden, wo die Trennlinie liegt.
Aufbau in ‘Arbeitsgewandung’ klingt zwar nett, bringt aber de facto nichts, wenn man aus dem Auto ausläd, oder selbige noch über dne Platz fahren.
ßhnlich läuft es mit den Lebensmitteln aus dem Materialzelt. Da dieses meist fest verschlossen sein sollte, kann man dort auch die modernen Verpackungen dulden, solange sie verschwinden, sobald es nach draußen geht.
Das Wort “Dartellung” ist hier der Schlüssel zum Verhalten vieler Gruppen. Das Frühstück solcher Gruppen vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn ist geprägt durch Nutella, Cornflakes, uva.
Andere Gruppen legen in dem Satz mehr Wert auf “mittelalterlich Leben” und schlafen und frühstücken auch so.
Die Frage ist, macht man das ganze eher für sich, oder doch nur für die Besucher.
Gruß,   Ivain

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Eintrag #8 vom 20. Sep. 2001 19:23 Uhr Katja Wiehe   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Danke!

Vielen Dank für die Informationen!
Nur kurz nochmal zum Verständnis: Ich kann also meine Zahnbürste und so mitbringen, solange ich mich nicht unbedingt vor die Besucher stelle damit? Also, wenn es nicht gesehen wird ist es okay? Hab da nämlich schon etwas Bammel gehabt, das das irgendwie Stress gibt, von wegen dem bösen Wort, das hier wohl jeder kennt.
Aber mit Hygiene ginge mir das dann schon etwas zu weit…
Nochmal danke!!!

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Eintrag #9 vom 20. Sep. 2001 21:30 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Yep!

Moin!
Also, bei Körperhygiene hörts dann doch auf mit A. Denn, stell Dir nur mal vor ohne Zähneputzen, ohne Duschen, undbei den Mädels- wenn sie ihre Tage haben… Ich will das nicht weiter ausführen, aber es gibt gewisse Errungenschaften, auf die bestehe ich. Meine Kontaktlinsen z.B.
Was mittelalterlich Leben angeht- lobens-und beneidenswert wers schafft das komplett durchzuhalten, so mit authentischem Frühstück und so weiter. Wir haben noch kein A Frühstück, aber vielleicht schaffen wirs nächste Saison. Ich finds schon aufwendig genug den ganzen Frühstückskram umzupacken. Aber alle in Gewandung und dan Plaste und Elaste aufm Tisch ist ein saublödes Gefühl.
Und in einem bekenne ich mich zum Un - A- rtigsein: Ich brauch morgens meinen Kaffee! :-)
Was mich persönlich viel mehr stört sind diverse vagabundierende Zigaretten. Ich hab diese Saison viel auf Märkten fotografiert und konnte einiges nicht verwenden, weil irgendwo wer im Bild war, komplette Gewandung und Kippe. Versteckt rauchen ist angesagt!
Gruss, Uli

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Eintrag #10 vom 21. Sep. 2001 10:36 Uhr Yaro Ludwig   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Re: Was mitnehmen auf Markt

Hallo Katja,
es liegt im eigenen Ermessen, Geldbeutel und Fahrgelegenheit, was man mitnimmt auf Markt. Hygienesachen zum Waschen, Zähne putzen, ‘Reiseapotheke’ gehören dazu. Wir sind nunmal Menschen des 21. jhd. und unsere heizungsverwöhnten (oft wenig bewegten) Körper eben im Freien anfälliger für alles mögliche.
Gerade deswegen würde ich auch auf ausreichenden Nässe- und Költeschutz von unten achten …. also Plastikplane sollte schon sein. Die kann man mit einem kleinen Trick sehr gut abdecken: im Baumarkt gibt es solche Rietrollen (die man z.B. auch im Garten als Sichtschutz verwendet) für billig Geld. Je nach Zeltgrösse besorgt, auf den Boden damit und schwupps ist das Plastik ‘unsichtbar’. Ausserdem isoliert der Riet auch noch ein bisserl und das Zelt schaut gemütlich aus. Mit offenem Feuer sollte man dann allerdings noch vorsichtiger sein, als sonst.
Was die monatlichen ‘Probleme’ der Mädels angeht, kann ich jeder nur raten, dass sie wenn sie die Pille nimmt das so timed, dass es nicht grad auf das WE fällt, wo man auf Markt is. Ich finde es übel, auf Markt, womöglich auch noch im Dixi, gewisse vollgesaugten Sachen entsorgen zu müssen brrrrr. Ausserdem ists dann mit Zubern auch nix.
Was Holzbearbeitungsgerät angeht …. also wir nehmen entweder schon vorher zugeschnittenes Holz mit, oder bemühen auf Markt, so es denn Holz gibt, die gute alte Axt, das Sax und (vor Marktbeginn) eine moderne Spaltaxt. Ein Fichtenmoped gibbet bei uns ned im Lager.
Ihr solltet mal unsre Jungs sehen, wie sie beim Holzhacken bei der Sache sind *kicher*.
Ansonsten bemühen wir zum feuern die gute alte Grillkohle. Wenn die in nem alten Kartoffelsack verstaut ist, kann man die sogar vor Publikum aufs Feuer kippen. Wen nned, erst im Zelt in ne Schale umfüllen.
Mit der Qualmerei ist das leider auch bei uns im Lager so ein Problemchen … die Süchtigen bei uns denken auch leider viel zu selten daran, vorm Publlikum ned zu qualmen, bzw. abends am Lagerfeuer einen Aschenbecher zu benutzen ….
Was das Frühstück angeht …. nunja ich bin eh Teetrinkerin und braue mir morgens einen grossen Topf Pfefferminztee (kann man auch gut kalt trinken) aus der marokkanischen Nanaminze (die ist frischer und gehaltvoller als unsere).
Futtern tu ich meistens Honig (hab ich wegen dem Tee eh dabei) oder Käse und Wurst. Ok, Nutella hab ich auch dabei, falls ich mal Heisshunger auf das Zeug habe *kicher*. Kommt aber selten vor. Und eins von meinen Tontöpfchen enthält entweder Marmelade (für meine dargestellte Zeit verdammt un ‘A’), aber was solls, oder Apfelmus. Frisches Brot mit Apfelmus und Zimt schmeckt einfach klasse.
Die Verpackungen tu ich daheim schon weitestgehend entfernen (reduziert auch die Grösse der Mülltüte im Zelt erheblich. An Getränken habe ich den obligatorischen Kanister mit Wasser dabei (gut versteckt im Zelt) und eine Flasche Sirup. Das schmeckt gut und man hat wenig unnötiges Zeugs dabei. Der grosse 2l Krug wird im Zelt gefüllt und gut is.
An Geschirr kann man Holznäpfe und -brettchen nehmen und Löffel aus dem selben Material oder aus Horn. Noch 1-2 Futter- und Arbeitsmeesser dazu, dann langt das zusammen mit dem Tontrinkbecher auch.
Sämtliche Fressalien und Gerätschaften in ne Holzkiste mit Deckel und dann sieht keiner, wenn da was dabei ist, was nicht zur Darstellung passt (Glasflaschen etc.).
Bei Handtüchern würde ich in jedem Fall auf Leinen umsteigen, das kann man zur Not auch kochen, falls es mal arg schmutzig wird und es sieht besser aus, als das Frottee-Zeugs von heute.
Strohsack is bei mir ned das Ding … ich hab mein eigenes Bett dabei mit Daunenfederndecke und Leinen Bettbezug.
Und nein ich fahre nicht mit Laster auf den Markt … ich hab nen kleinen Corsa in den das alles samt Zelt reinpasst.
In diesem Sine,
Yâro (Sine Temporis)

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Eintrag #11 vom 24. Sep. 2001 18:35 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Bodenbelag

Hallo Katja,
natürlich kann man eine Plastikplane als Bodenbelag nehmen. Allerdings bringt diese nicht immer einen imensen Vorteil, da, wenn nur eine Seite nicht richtig eingeschlagen ist, dennoch das Wasser darüber fließen kann. Auch kann, je nach dem wie robust die Plane ist, sie beim Aufbau auch reißen. Und baut man im Regen auf, bringt die Plane gar nix, ist sogar eher hinderlich.
Ich benutze nun schon seid 6 Jahren Felle, und das ist mind. genau so gut. Zunächst saugen diese kleineres Wasser auf, sieht natürlich auch viel besser aus. Nachteil ist natürlich, daß vollgesogene Felle verdammt schwer sind und sofort beim nachhausekommen aufgehängt werden müssen, um den Schimmel zu vermeiden. Felle sind natürlich enorm teurer als eine Plastikplane, aber es lohnt sich doch sehr, solche zu haben, wenn mal Besucher ins Zelt hineinschauen wollen oder so.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #12 vom 25. Sep. 2001 14:53 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stroh !

Besser als alles andere.
Hält warm, sieht gut aus, und hält bei passender Dicke auch trocken.
Und wenns von Seiten der VA mal zu wenig geben sollte, in der Regel ist der nächste Bauer nur ein paar Autominuten weit weg und Strohballen passen in Müllsäcke. Kostenpunkt von “bitte sehr viel Spaß” bis 10 DM/Ballen.
Hat vor allem bei Dauerregen der Vorteil, daß bereits eingedrungenes Wasser wir ablaufen kann.
Was bei Plastik nicht geht.
Gruß,   Ivain

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Eintrag #13 vom 26. Sep. 2001 14:25 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Detail Kompromisse

Am besten als Bodenbelag in Zelten ist, meiner Meinung nach, eine Schicht Tannenreisig oder Heidekraut (ersatzweise Stroh) und darüber ein Pferde- oder Kuhhaut. Als Bodendecke sind Häute mit wenig Haaren am besten, oder fettige Heidschnuckenfelle. Glatte oder fettige Felle trocken einfach besser.
Manche Kompromisse lassen sich beim der Unterbringung im Zelt einfach nur schwer vermeiden. (Die meisten Leute haben seit dem Ende der Rentierjägerkultur in Häusern gelebt.) Mir würde es genügen das Geschirr mit Sand zu scheuern , mit Stroh auszuwischen und einfach trocknen zu lassen. Das ist bei ständiger Benutzung auch kein Problem, nur wenn man das Geschirr dann so wegpackt oder im Auto lässt züchtet man auf unglasierter Keramik, Eisenkesseln und Holzgeschirr wirklich interessante Kulturen. Richtiges Abwaschen mit modernem Spülmittel ist schon bequemer. Holzeimer, Fässer oder Häute zum Wasserverwahren sind auf jeden Fall besser, aber sehr pflegeintensiv. Häute lassen sich nur bei Dauergebrauch verwenden, Eimer aus Weichholz werden nach kurzer Zeit brackig und Wasser aus Eicheneimern ist nur kurze Zeit genießbar. Behälter aus gehärteten Leder mit Wachs haben sich ganz gut bewährt. Sauberer und einfacher ist auf jeden Fall ein Kanister.
Beleuchtung ist auch so ein Problem: Tonlämpchen mit Knochenfett oder ähnlichen sind aufwendig und unbequem. (Knochenkochen, Dochtedrehen, muffiges Fett transportieren und die Lampen reinigen). Laternen mit Pergament oder Schweineblase und Kerzen sind eine einfache Alternative.
Eine Alternative zum Schafsack sind ein in eine gute Wolldecke gefaltetes Leinenlaken, zusammen mit einer ßberdecke. (Leider finde ich die Quelle nicht wieder: Hier klagt ein Chronist über die mangelnde Disziplin bei Mönchen die ein Laken verwenden weil die Wolle zu kratzig ist)
Mit einer Filzunterlage kann man so warm und gut schlafen ohne irgendetwas verstecken zu müssen. Auch wenn ein Strohsack und ein Bettgestell einfach bequemer ist.
Je einfacher man die gewählte Darstellung hält, desto weniger aufwendige Ausrüstung ist erforderlich. Meine wirkliche aufwendige Tracht brauche ich eigentlich nur bei Modenschauen oder ähnlichen Vorführungen. Persönliche Gegenstände wie Gläser, Geschirr, Schmuck etc. zeigen wir meist unter Glas. Die Reiseausstattung einer Nobiles oder Frau eines slawischen Kleinkönigs würde ich mir nicht antun wollen.

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Eintrag #14 vom 06. Okt. 2001 13:57 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht A-Frühstück

Hi,
Zum A-Frühstück:Hafer inMilch einweichen, evtl aufkochen, dass es einen Brei gibt. Für die Süssen unter uns kann man das Ganze noch mit Honig abschmecken.
Wunderbar A, sättigend und lecker. Nach ner Woche hängt es einem sicherlich zum Hals raus, aber da kann man sicherlich variieren. Mit Weizen oder Hirse oder so :o)
Gruss
Fritz
P.S.:
Getränk zum Frühstück: Wasser, Bier oder Milch. Die Bonzen können sich ja auch einen Traubensaft gönnen.

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Eintrag #15 vom 06. Okt. 2001 20:18 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Kus-Kus

Hi.
Kus-Kus wird heute noch von den Tuareks gegessen und kann wohl locker als `Sarazenen-Fraß` durchgehen ;o)
Eine Packung Kus-Kus erhaltet ihr bei eurem nächsten türkischen Händler. Das Zeug besteht aus Hirse.
1/2 Packung für 4 Personen sollte reichen.
Zutaten:
durchwachsener Speck, 1 Pfund Hammelfleisch (auch ergänzbar durch Schweinebraten), Olivenöl, 2 Dosen geschälte Tomaten, 2 Zehen Knobi, 4 Auberginen und Suchinis, 2 rote Paprikaschoten.
So wirds zubereitet:
Fleisch und Speck anbraten, Zwiebeln dazu geben
Danach die Tomaten rein
Knobi rein
Auberginen, Suchinis und Paprika rein, Salzen und Pfeffern
Deckel drupp und kochen lassen und warten bis das ganze zu ner Suppe wird. (Je nach gutdünken Wasser beigeben, aber nicht zu viel)
Dann Kuskus rein, umrühren.
Nach so zehn Min. sollte es fertig sein, guckt aber immer nach und ümrühren nicht vergessen.
Sättigt ungemein und ist völlig A. Da im Originalrezept Hammel dabei ist, können es auch Templer essen ;o))
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #16 vom 07. Okt. 2001 01:47 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bodenbelag II

Hallo Katja und Christoph,
Felle als Bodenbelag - sehr gut!
Unsere Empfehlung, wenn auch nicht “A” (aber unter den Fellen sieht es niemand): alte Rolläden aus Holz auslegen und diese mit den Fellen abdecken. Vorteil: ein “fester” Boden im Zelt, die Felle werden, da sie nicht direkt auf dem Boden liegen, schlimmstenfalls leicht feucht (es sei denn ihr habt Stellplatzbedingt so aufgebaut, daß ihr 10 cm Wasser in Zelt stehen habt - da hilft dann nur noch ein Schlauchboot, aber bitte den Anker nicht vergessen!) Das Aufbauen im Regen ist mit dem “Holzfußboden” dann auch kein Problem mehr - das Wasser läuft ab, bzw. läßt sich wegwischen. Das einzige Problem wird mit wachsendender Ausrüstung natürlich der Transport -aber diese Entscheidung muß jeder für sich selbst treffen: warm und trocken oder im Dreck versinken?
Ich habe mir dieses Jahr einen Anhänger gekauft.
Viele Grüße, Jens von Kersbabe

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Eintrag #17 vom 07. Okt. 2001 19:09 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Cous-cous

Hallo Christoph,
auch wenn Cous-cous “a” sein sollte (weiss ich nicht), so sind doch Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen KEINESFALLS authentisch!
So gut das von Dir beschriebene Gericht schmecken mag, taugt es doch nicht fuer MA-Reenactment.
Detailliertere Infos gibt es im Thread “Lebensmittel im MA” unter “Handwerk und Handarbeit/Essen&Trinken”.
Gruss, Claudia

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Eintrag #18 vom 07. Okt. 2001 21:46 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Essen

Moin!
“geringes Brot, Haferbrei oder gekochte Bohnen bilden die Speise der Bauern, Wasser und Molken ihren Trank” Johanner Boemus, um 1500, nach Harry Kühnel, Alltag im SMA
Ist zwar SMa, aber ich denke, bei den Bauern hat sich nicht allzuviel verändert.
Wächter, landwirtschaftliche Knechte, Jägerbuben, Arbeiter und fronende Basuern erhalten:
“Des morgens ain suppen, oder gemues, ain milich den Arbeitern, den andern ain suppen. Des Mittags Suppen und Flaisch, ain Kraut, ein pfeffer oder aingemacht Flaisch, ain gemues oder mylich. Des Nachts: Suppen und flaisch, ruben und flaisch oder aingemacht flaisch, ain gemues oder milich.”
Gemues ist übrigens zu Brei zerkochtes Gemüse (sic! Daher der Name!) oder auch Obst, wobei das MA Obst teils net soo lecker war… Da Gewürze teuer waren, Honig auch und Zucker gabs nicht; wurde ganz anders gekocht und gegessen. Ich erinnere mich da an ein rezept, in dem Apfelmus mit Zwiebeln verfeinert wird. Ich habs noch net ausprobiert…
“Met … hat sich zu einem Volksgetränk entwickelt, nachdem ihn im höfischen Leben vom 12.Jh. an der Wein ablöst. SEine Verbreitung beschränkt sich nicht nur auf den Bäuerlichen Bereich.” ebenda
Eine Schüssel, Schale oder Platte dient je nach Menge und Konsistens des Betreffenden Gerichts zum Auftragen des Essens. … An den Lübecker Bodenfunden zeigt sich, das aus Fichtenholz geböttcherte Schüsseln, Schalen und Teller das HMA geradezu dominieren… Um die einzelnen Portionen auf den Teller zu tranferieren sehen die guten Sitten des SMA im Falle einer Flüssigkeit den Löffel oder das Eintauchen von Brot vor, ansonsten die bloßen Finger, im Falle von Fleisch auch das aufspießen mit dem Messer.
Das Messer ist wie auch der Löffel, Bestandteil der persönlichen Habe, die man unter Umständen gemeinsam mit 1-2 weiteren Messern unterschiedlicher Größe in einem ledernen oder hölzernen Futteral an den Gürtel hängt. Dadurch gilt das Messer rechtlich als fester Bestandteil der Kleidung.
Der Löffel weist im SMA eine tiefe Schöpfmulde und knaufartig verdickte Stiele unterschiedlicher Länge auf. Der Löffelstiel wird mit der gesamten Faust umfast.
Die Gugel:
Die Gugel ist Form und Namens nach vom lat. cuculla, Kapuze abgeleitet. Sie ist seit dem 12.Jh. eine mehr zum Mantel gehörige Zwecktracht gegen Wind und Wetter, verselbstständigt sich jedoch zur getrennten Kopfbedeckung mit angeschnittenem Schulterkragen und wird erst nach 1450 von anderen Kopfbedeckungen verdrängt.
Ausrüstung sonst-
kommt drauf an, was Du darstellst. Ein Ritter muss zum rennomieren wesentlich mehr Krams mitschleppen als ein Wächter. Ein Knecht oder Bauer hat wiederum noch weniger Kram, während ein Handwerker auf Reisen wiederum sein Werkzeug mitnimmt.
Bei der Beliebtheit des MA Kampfsports ist dann auch noch die entsprechende Ausrüstung mit einzuplanen, obwohl sich der Mensch im MA nicht permanent im Verteidigungsfall befand.
Wenn Du mal beschreibst, was Du so machst in Deinem gewählten Zeitraum geb ich Dir gern noch mehr Infos.
@Christoph:
Sarazenenfrass in Deutschland? :-)
Nicht um 1200, es sei denn, Du stellst nen Orientalen dar, oder?
Gruss, Uli

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Eintrag #19 vom 08. Okt. 2001 15:02 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Claudia

Zeihung, hab ich glatt vergessen. Dumm gelaufen ;o)
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #20 vom 08. Okt. 2001 15:09 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen
Themen zum Authentischen Essen im Lager und sonstwo gibts hier: [Taverne, Thread: Lagerkochen]
Bitte diskutiert die Futter-Sachen doch dort.
Hilmar

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Eintrag #21 vom 11. Okt. 2001 18:09 Uhr Katja Wiehe   Nachricht

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Hallo Uli und alle anderen!
Ehrlich gesagt habe ich noch keine Ahnung, was ich darstelle, wahrscheinlich eine Bäuerin oder so.
Was ganz Einfaches halt.
Aber ich denke, ich werd mich erstmal an die Grundbedürfnisse(?) halten und mal schauen, was ich noch so entdecke.
Vielen Dank erstmal für die Hilfe!!!
Katja

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