Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Andere Metalle schmieden?

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Eintrag #1 vom 15. Okt. 2004 22:55 Uhr Abnalsdlas Dfgdfgdfg   Nachricht

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Tach,
obwohl meistens Eisen (Stahl) für Werkzeuge und Waffen benutzt wird (und wurde), hat mich auf einmal die Lust gepackt doch etwas anderes mal zu schmieden. Ehrlichgesagt find ich Eisen mittlerweile langweilig.
Kupfer beispielsweise nicht. Die Farbe ist eine ganze andere, und die Eigenschaften sind anders als beim Eisen. Eine interessante Abwechslung und Herausforderung mal eine Holzfälleraxt aus Kupfer zu machen, da ich die Eigenschaften nicht wirklich kenne (Schmelzpunkt, Wärmebehandlung etc). Ausserdem hat so eine kupferrote Farbe doch etwas viel spannenderes als dunkles Grau…
Nun aber hat mich der Reiz gepackt, MEHR über Metalle herauszufinden. Hat jemand eine Liste von allen natürlich vorkommenden Metallen und allen bekannten Legierungen? Wäre nett, wenn die jeweiligen Eigenschaften auch dabei sind.
Habt ihr Erfahrungen mit dem Schmieden von exotischen Werkstoffen? Würde mich echt mal interessieren.
mfg Mark

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Eintrag #2 vom 16. Okt. 2004 15:07 Uhr Armin Manhard  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Armin Manhard eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Mark,
also ich arbeite ganz gern mal mit Messing, Kupfer hab ich auch schon ausprobiert.
Grundsätzlich mal sind Kupfer und seine Legierungen (z.B. Messing, Bronze) im Gegensatz zu Eisen NICHT durch Glühen und Abschrecken härtbar. Zudem solltest Du insbesondere bei den Legierungen sehr aufpassen, welche Du nimmst: Die sog. “Gußlegierungen” (aus denen z.B. Messingstangen und -profile oft bestehen) lassen sich gut gießen und fräsen, aber nur ziemlich schlecht schmieden, da sie recht hart und spröde sind und beim Hämmern leicht reißen oder splittern. Auch Erwärmen bringt da nicht viel. Die sog. “Knetlegierungen” dagegen lassen sich dagegen warm wie kalt sehr gut umformen, ein Beispiel wären Messingstäbe aus dem Bastelbedarf, die sich leicht biegen lassen.
Mit Kupfer hab ich auch ein bisschen rumprobiert, hauptsächlich mit dickeren Drähten. Läßt sich auch ganz gut kaltumformen, ich persönlich hatte sogar das Gefühl, daß es etwas angenehmer geht als warm.
Wenn Du bei Kupfer(legierungen) Festigkeit erzielen willst, hilft wie gesagt kein Abschrecken. Dafür wirst Du recht bald merken, daß das Material bei längerem Hämmern immer schwerer umzuformen geht und sich auch nicht mehr so leicht verbiegen lässt, sondern federnd wird. Das kann für eine entsprechende Endfestigkeit ganz nützlich sein. Wenn’s Dich aber stört, weil Du eigentlich noch weiterarbeiten willst, kannst Du das Werkstück, ähnlich wie bei Eisen, wieder weichglühen. Auch andere thermische Behandlungen wie z.B. Spannungsfreiglühen sind, wie beim Eisen, möglich. Nur Härten halt nicht.
Für Infos zu den Kupferwerkstoffen schau auch mal auf www.kupfer-institut.de . Da solltest Du einiges finden können, unter anderem auch Werkstoffdatenblätter einiger ausgewählter Legierungen.
Ich persönlich arbeite ganz gern mit Messing, da sich vor allem feine Arbeiten wie Nadeln, kleine Fibeln oder Pinzetten damit recht entspannt schmieden lassen (mit viel Ruhe, da ich mich beim Kaltschmieden nicht beeilen muß, bevor das Werkstück zu kalt wird). Bronze konnte ich bis jetzt leider noch nicht ausprobieren, da ich keine Ahnung hab, wo man Schmiedebronze (preiswert) herkriegt.
Khoda hafez, Akim

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Eintrag #3 vom 17. Okt. 2004 16:42 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Mark
Kupfer in verschiedenen Legierungen gibt es bei der Firma haecker Metall in Pforzheim (Google hilft weiter).
Schmieden lassen sich viele Metalle:
Kupfer
Messing
Bronze
Neusilber (eine Kupfer-Nickellegierung)
Titan
Aluminium
Nickel
Silber
Gold
Blei
Und natürlich Eisen und Stahl.
meistens (außer bei den Legierungen Messsing und Broze) geht `s um so besser, je reiner das Material ist.
Bronze und Messing sind relativ schwierig zu schmieden. Bronze wir deshalb auch normalerweise gegossen und erst danach nur leicht überschmiedet (meist kalt zur erhöhung der Festigkeit). Messing schmiedet man warm von dunkelrot bis fast schwarz. das sind aber nur so etwa 150 °C Speilraum, man muß also viel vorsichtiger und öfter erwärmen, als z.B. bei Eisen. Man macht das normalerweise ausschließlich zu dekorativen Zwecken, weil sehr aufwändig.
Euer Traumschmied

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Eintrag #4 vom 03. Feb. 2005 21:31 Uhr Michael Leprich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Leprich eine Nachricht zu schreiben.

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Bei Nickel würde ich aufpassen,
Ist ziemlich gessundheitsschädlich (Dämpfe) wenn ihr keine gute Absaugung habt.
Würde euch empfehlen, wenn dann an der frischen Luft oder in einer Werkstatt mit !!sehr guter!! Absaugungsanlage zu Schmieden.
Die Auswirkungen sind heftig wenn ihr zu oft Nickeldämpfe einahtmet…
Gruß
Mike

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