Schau lieber nicht in der Kreuzfahrerbibel nach, denn die hat nix mit dem Ende des 12.Jhd. zu tun…
Sie datiert nach 1250. Also selbst wenn man davon ausgeht, daß solch umfangreiche Illustrationen etwas ihrer eigentlichen Zeit hinterher hängen, ist sie für Ende 12./Anfang 13. Jhd. eher ungeeignet.
Ein Surkot wurde m.W. immer über einem anderen Kleid getragen, deshalb heisst er so.
Meiner Meinung nach solltest du das Unterkleid (Cotte)in natur und dann das Kleid tragen. Die surcôte ist überflüssig, da du ja schon ein Kleid trägst. Kleider mit Tütenärmeln waren eher bei Adligen zu finden, da sie nicht sonderlich praktsch waren.
Schau einfach mal in der Kreuzfahrerbibel nach und dann siehst du ob die Zusammenstellung stimmig ist.
Mir wurde ein Kleid geschenkt und ich möchte als Anfänger auch zuerst dieses Kleid tragen und nur mit ein paar Sachen ergänzen. Infos zur passenden Zeit und Kombination mit anderen KIeidungsstücken, die ich herausgesucht habe, sind leider widersprüchlich. Deshalb habe ich Fragen zur Kombination / Reihenfolge von Unter-, Ober- und ßbergewand. Ich habe vor, folgendes zu tragen (alles um mein Kleid “herumgebastelt”):
Als Untergewand eine chainse? (bodenlang, lange ßrmel, an den Handgelenken zu Falten zusammengeschoben, Farbe weiß od. “natur”).
Als Obergewand das vorhandene Kleid (dies ist knöchel- bis bodenlang, lange Tütenärmel - diese sind nicht extrem weit, aber deutlich als solche erkennbar, keine Verzierungen, Farbe hellbraun).
Als ßbergewand einen surcot/suckenie? (etwas kürzer als das Obergewand, keine ßrmel, mit Borte verziert, Farbe weiß ich noch nicht, dunkler als das Obergewand, evtl. blau).
Dazu einen Gürtel (brettchengewebt) und einen Schleier mit Schapel.
Wäre diese Zusammenstellung stimmig? Könnte man die Kleidung Ende 12. / Anfang 13. Jhdt. einstufen? Würde eine Bürgerin so etwas tragen?