Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Anfänger - Frage zur Kombination von Kleidung

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Eintrag #1 vom 30. Sep. 2005 13:11 Uhr Patrizia Orth  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrizia Orth eine Nachricht zu schreiben.

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Mir wurde ein Kleid geschenkt und ich möchte als Anfänger auch zuerst dieses Kleid tragen und nur mit ein paar Sachen ergänzen. Infos zur passenden Zeit und Kombination mit anderen KIeidungsstücken, die ich herausgesucht habe, sind leider widersprüchlich. Deshalb habe ich Fragen zur Kombination / Reihenfolge von Unter-, Ober- und ßbergewand. Ich habe vor, folgendes zu tragen (alles um mein Kleid “herumgebastelt”):
Als Untergewand eine chainse? (bodenlang, lange ßrmel, an den Handgelenken zu Falten zusammengeschoben, Farbe weiß od. “natur”).
Als Obergewand das vorhandene Kleid (dies ist knöchel- bis bodenlang, lange Tütenärmel - diese sind nicht extrem weit, aber deutlich als solche erkennbar, keine Verzierungen, Farbe hellbraun).
Als ßbergewand einen surcot/suckenie? (etwas kürzer als das Obergewand, keine ßrmel, mit Borte verziert, Farbe weiß ich noch nicht, dunkler als das Obergewand, evtl. blau).
Dazu einen Gürtel (brettchengewebt) und einen Schleier mit Schapel.
Wäre diese Zusammenstellung stimmig? Könnte man die Kleidung Ende 12. / Anfang 13. Jhdt. einstufen? Würde eine Bürgerin so etwas tragen?
Vielen Dank.
Patrizia

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Eintrag #2 vom 14. Okt. 2005 14:05 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy
Meiner Meinung nach solltest du das Unterkleid (Cotte)in natur und dann das Kleid tragen. Die surcôte ist überflüssig, da du ja schon ein Kleid trägst. Kleider mit Tütenärmeln waren eher bei Adligen zu finden, da sie nicht sonderlich praktsch waren.
Schau einfach mal in der Kreuzfahrerbibel nach und dann siehst du ob die Zusammenstellung stimmig ist.
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #3 vom 14. Okt. 2005 17:51 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Schau lieber nicht in der Kreuzfahrerbibel nach, denn die hat nix mit dem Ende des 12.Jhd. zu tun…
Sie datiert nach 1250. Also selbst wenn man davon ausgeht, daß solch umfangreiche Illustrationen etwas ihrer eigentlichen Zeit hinterher hängen, ist sie für Ende 12./Anfang 13. Jhd. eher ungeeignet.
Ein Surkot wurde m.W. immer über einem anderen Kleid getragen, deshalb heisst er so.
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #4 vom 14. Okt. 2005 22:46 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Kombination von Surkotte und Cotte mit Tütenärmeln? Irgendwie bringst Du grade die Jahrhunderte durcheinander glaub ich. Und als Bürgerin würde ich auch kein Schapel tragen sondern eine normale Kopfbedeckung wie sie zu der zeit getragen wurde.
Liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #5 vom 15. Okt. 2005 13:21 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Kleine Frage: Was war denn für eine Kopfbedeckung “in” zur Zeit um 1250 für eine Bürgerin?
Und was trug denn eine Edeldame m 1250? Das ist nämlich auch mein Problem?
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #6 vom 15. Okt. 2005 14:24 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Hallo Kirsten,
TV hat eine hervorragende Suchfunktion. Einfach mal ausprobieren, habs auch grad mal probiert. Und siehe da, es geht immer noch! :-)
Links unter “Suchen” einen Suchbegriff eingeben (z.B. Kopfbedeckungen), dann auswählen ob in Einträgen oder Thementiteln gesucht werden soll, dann auf die Doppelpfeiltaste klicken und warten.
Heraus kommt z.B. das hier:
/tempus-vivit/taverne/thread.php?tid=1388&action=addvisit&from=0#120
Und da wird genau über dieses Thema ausführlichst
palavert, mit allerbesten Erkenntnissen.
Musst du nur lesen. :-)
Klingt komisch? Is aber so .. ;-)
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
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Eintrag #7 vom 15. Okt. 2005 16:26 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für den Tip, werde gleich mal nachschauen.
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #8 vom 15. Okt. 2005 16:47 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Roland
Ich müsste also bei einer unverheiateten Edeldame um 1250 mit einem Schapel recht richtig liegen??
Will hier net rumnerven oder überflüssige Fragen stellen,aber wills halt auch richtig A machen.
Danke für deine Mühe
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #9 vom 15. Okt. 2005 22:25 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Hi Kirsten,
ich würde persönlich sagen wollen, daß du damit zumindest nicht auf jeden Fall falsch liegst.
Zumindest geben dir diverse Abbildungen beispielsweise dahingehend recht.
Fragen nach Ausstattung, Kleidung und Ausrüstung sind als Pauschalaussagen meist schwer zu beantworten. So irrwitzig es klingen mag, aber am einfachsten wird es dann zu beantworten (und auch darzustellen), wenn du dich an konkrete Personen oder mindestens Regionen und/oder einen bestimmten Stand hältst.
Beispiel:
Wenn jemand den Gottfried von Arnsberg (gest. 1371) in seinem Rüstzeug versuchen will darzustellen, dann kann er sich beispielsweise relativ gut an dessen Grabmal im Kölner Dom orientieren, denn da liegt der Mensch in seinem vollen Gerödel.
Man muss dann eigentlich “nur” noch die dort gezeigte Montur anfertigen/beschaffen und prüfen, ob etwaige “Regiefehler” an der Grabplatte vorliegen. Es könnte sein, daß einzelne Teile nicht der Mode in G.´s Sterbejahr entsprechen, da Grabmäler meist eben erst NACH, und zum Teil um einiges nach dem Tod entstanden sind.
Mal so als Beispiel, Kirsten. Wenn du so eine junge, unverbrauchte Edeldame aus deiner Region und Zeit festmachen kannst, dann wäre dir schon sehr geholfen. ;-)
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
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Eintrag #10 vom 16. Okt. 2005 14:49 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Roland
Da hast du mir jetzt schon sehr geholfen, dann weiß ich jetzt zumindest dass ich nich völlig falsch liege. Dann muss ich mich wohl jetzt auf die Suche begeben.Mal sehen ob ich fündig werde.
Danke nochmal
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #11 vom 20. Okt. 2005 20:06 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Hey Kirsten,
was ich noch zu bedenken geben möchte: Du sagst, Dein Kleid hat Tütenärmel. Diese sind hauptsächlich im ausgehenden 12. Jahrhundert (so 1180 bis 1200 zu finden.) Ich habe zwar schon gehört, es gäbe irgendeine Quelle um 1230, wo auch mal Tütenärmel abgebildet sind, gesehen habe ich sie aber noch nicht und bin mir deshalb nicht sicher, ob das stimmt. Kleider mit Tütenärmeln sind haufenweise im Hortus Deliciarum abgebildet. Ich denke, das ist DIE Quelle für diese (französische) Modeerscheinung.
Du schreibst, daß Du eine Bürgersfrau um 1250 darstellen möchtest. Das passt dann Dein Kleid überhaupt nicht. Näh Dir doch einfach ein Neues. Es käme ja auch nicht mehr darauf an wenn Du eh am werkeln bist. Und einen Surcot kannst Du dann auch tragen. Bei Kopfbedeckungen hast Du mehrere Möglichkeiten: Gebende oder Schleier (siehe entsprechenden Thread). Schau doch z.B. mal unter www.hochmittelalter.net auf den Klamottenzettel. Und sich Dir Farben heraus, die damals auch färbbar waren. Das nur so als Tipp…
Viele Grüsse , Alexandra

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Eintrag #12 vom 24. Okt. 2005 11:31 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Alexandra
Mi den Tütenärmeln habe ich mich vertan, die heißn nicht so.Ich schau mal nach wie man sie nennt und dann berichte ich es.
Ich habe das Schnittmuster aus pax et gaudium, dann müsste es doch eigentlich stimmen, oder?
Danke für die Hilfe
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #13 vom 24. Okt. 2005 11:43 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Ich bin zwar nicht gefragt worden, aber ich würde sagen:
Ne, nicht zwingend… *g*
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
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Eintrag #14 vom 24. Okt. 2005 13:43 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Also, das würde ich auch sagen. Auf den Schnitt aus einer “Mittelalterzeitschrift” kannst Du nicht immer vertrauen. Schau Dir doch Quellen aus dieser Zeit an. Z.B. die Kreuzfahrerbibel. Im 13. Jahrhundert waren die ßrmel am Unterarm ganz enganliegend und am Oberarm weit (ähnlich wie heute Fledermausärmel geschnitten sind). Das hat man erreicht, indem man einen Keil hinten am Oberarm eingesetzt hat. Dann hast Du entweder einen ganz langen oder zwei ca. schulterbreite Stoffbahnen für Vorder- und Hinterteil (evtl. mit Verschluß oben auf der Schulter) und Keile auf jeder Seite, die den Umfang dann ausmachen. Es gibt von diesem Schnitt noch zwei erhaltene Kleidungsstücke: Das der Hl. Klara und das der Hl. Elisabeth. Schau mal unter diesen Stichpunkten hier in der TV nach!
Viele Grüsse , Alexandra

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Eintrag #15 vom 28. Okt. 2005 01:13 Uhr Jürgen Löber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Löber eine Nachricht zu schreiben.

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Also meiner Ansicht nach kann man die Bußgewänder nicht 100% verallgemeinern. Selbst heute gibt es noch einen deutlichen Unterschied zwischen asketisch-sittsam und prunksüchtig-sexy. ;)
Gruß, Jürgen

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Eintrag #16 vom 28. Okt. 2005 09:52 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Stimmt, Jürgen. Aber man sich schon anschauen, wie diese Kleider grundsätzlich gearbeitet sind.
Freilich hilft das hier an dieser Stelle nicht wirklich weiter.
David
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Eintrag #17 vom 30. Okt. 2005 14:02 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Naja, Tatsache ist doch, daß wir aus dem 13. Jahrhundert hauptsächlich einen Kleidertyp kennen, der eben diesen engen Unterarm und den weiten Oberarm hat. Das ist sozusagen unser Basisschnittmuster, welches wir in den Kleidern der Hl. Klara und Elisabeth wiederfinden. Wir können dann nur Unterschiede, die wir anhand von Abbildungen ersehen können, feststellen und dazu Spekulationen betreiben. Z.B. daß eine Adlige wohl mehr Keile eingesetzt hatte und einen anderen Stoff, z.B. Seidensamit mit Mustern, verwendet hatte. Oder daß dann noch Borten/Applikationen an Armbündchen und Halsausschnitt der Surcote angebracht waren. Was wir ja über in jedem Fall über feudale Gewänder wissen ist, daß man für diesen Kleidertyp Knöpfe am Unterarm getragen hat. Na, und wir können eben anhand der Bußgewänder ersehen, daß “einfachere Modelle” - nach denen hier nebenbei bemerkt gefragt war - dann wohl weniger Keile hatten, nicht ganz so lang waren, einfachere (Woll-)Stoffe verwendet wurden, evtl. Schlitze am Unterarm zum Umschlagen, etc…
Oder bin ich da jetzt ganz falsch dran mit meinen ßberlegungen? Ich meine, gibt es jemanden, der seine Cotte fürs 13. Jahrhundert nach anderen Kriterien schneidert?
Viele Grüsse , Alexandra

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Eintrag #18 vom 14. Jan. 2006 18:00 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Leutz
Welche Form hat das Kopftuch unter einem Schapel.
Welche Länge, aus welchen Stoff besteht es und welche Farbe? Ich interessier mich für die Zeit um 1250, stelle eine junge unverheiratete Frau des niederen Adels dar.
Danke schon mal für eure Mühen!
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #19 vom 15. Jan. 2006 12:20 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Kopftuch unter Schapel? In welcher Quelle hast Du denn das gesehen?
Viele Grüsse, Alexandra

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Eintrag #20 vom 15. Jan. 2006 16:09 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Alexandra
Das Schapel ist doch nur der Reif und unter dem Reif trägt man doch noch was??!
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #21 vom 16. Jan. 2006 00:29 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Hallo Kirsten,
also ich persönlich kenne auch nur die Variante Schapel und “nichts” oder Kopftuch, Gebende oder dergleichen.
Aber Schapel UND Kopftuch habe ich auch noch nicht gesehen.
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #22 vom 16. Jan. 2006 06:38 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Der Codex Manesse - zugegebenermaßen ca. 50-70 Jahre später entstanden, also um 1300 und später - ist reich an Bildbelegen für Schapel in Kombination mit dem Schleier, einfach mal die Manesse-Suchmaschine anwerfen. Ob der Ansatz, daß unverheiratete Frauen das Schapel ohne weitere Kopfbedeckung trugen (durften) stimmt, weiß ich nicht, evtl. hat jemand auch dafür Belege.
Belege für Schapel und Schleier für die Zeit um 1250 reiche ich nach.
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #23 vom 16. Jan. 2006 10:51 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kenne bisher nur die Kombination, daß der Schleier auf dem Gebende befestigt ist (Manesse), dann sieht man sehr häufig Haarnetz und Gebende (Gebende = ein oder mehrmals vertikal um den Kopf geschlungene “Kinnbinde” und dann ein horizontal um den Kopf getragener “Reif” - damit meine ich aber nicht diese komischen dicken Wülste, sondern sowas wie einen steilen (Pillbox-)Hut ohne Deckel) - oder halt verschiedene Trageweisen von Kopftüchern. Oder bei jungen Frauen halt Schapel und offenes Haar. Für 1180 kenne ich noch Kombinationen aus einem langen rechteckigen Schleier und einem “Schapel”. Aber für 1250? Naja, da bin ich ja mal auf die Quelle gespannt. Man soll ja nie von sich behaupten, schon alles zu wissen…
Viele Grüsse, Alexandra

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Eintrag #24 vom 16. Jan. 2006 12:28 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Leute
Ich habe nämlich auch irgendwo mal gelesen dass man einen Schleier unter einem Schapel trug. Da freu ich mich ganz besonders auf die Quellen.
Ich dachte auch, dass offene Haare meistens nur von Huren getragen wurden. Deswegen wunder ich mich,dass man junge Mädchen unter dem Schapel wirklich nichts trugen??
Danke
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #25 vom 16. Jan. 2006 13:26 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Nun, die Kreuzfahrerbibel oder Manesse zeigen sicherlich nicht unbedingt Huren, aber sehr wohl Schapeln ohne weitere Kopfbedeckung. Insofern verabschiede Dich von dieser Vorstellung, Kirsten ;-)
Tatsächlich ist die Trageweise “nur Schapel” häufiger auf Abbildungen zu sehen als die Kombination aus Schapel und Schleier - im ßbrigen auch bei Männern.
So, nachdem offenbar niemand selbst in der Manesse schauen will:
www.manesse.de/cgi-bin/mndx.cgi?a=ganz&geg=1031 (Vom Blatt “Herr Rubin”, Schapel über Schleier)
www.manesse.de/cgi-bin/mndx.cgi?a=ganz&geg=1015 (Vom Blatt “Burkart von Hohenfels”, Schapel über Schleier)
www.manesse.de/cgi-bin/mndx.cgi?a=ganz&geg=52 (Vom Blatt “Markgraf Otto von Brandenburg”, Schapel über Schleier)
Weitere folgen…
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #26 vom 16. Jan. 2006 17:20 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Jetzt frage ich mich nur noch welche Form solch ein Kopftuch hatte? Ich kann es aus den Bildern leider nicht erkennen.
Ich nehme mal stark an, dass das Kopftuch aus weißen ungebleichten Leinen war.
Liebe Grüße
Kirsten
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #27 vom 16. Jan. 2006 18:15 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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… schließt sich “weiß” und “ungebleicht” bei Leinen nicht gegenseitig aus?
Gruß
Hilmar

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Eintrag #28 vom 16. Jan. 2006 19:32 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Ich muss mich verbessern, ich meine ungebleicht.
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #29 vom 17. Jan. 2006 15:06 Uhr Laura (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Laura eine Nachricht zu schreiben.

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Naja, aber wenn jemand schon Schapel trägt, dann dürfte wohl auch das Leinen eher weiß sein(vielleicht nicht Persil aber doch erkennbar “nichtgraubraun”
Gruß, Laura

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Eintrag #30 vom 18. Jan. 2006 08:43 Uhr Kirsten Schönfeld  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Schönfeld eine Nachricht zu schreiben.

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Da bleibt aber immernoch meine Frage, welche Form hatte der Schleier?
Schöne Grüße
Kirsten
Kirsten Schönfeld

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Eintrag #31 vom 22. Jan. 2006 20:20 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Tja, Claus, da hast Du mich nun überzeugt ;-)
Naja, Kirsten, die Frage nach der Form kann man wohl nicht so einfach beantworten. Ich habe dafür einen Vorschlag: Du suchst Dir eine Abbildung aus, z.B. die gezeigte in der Manesse. Dann nimmst Du irgendeinen Stofffetzen (und später das gute Leinen) und schneidest Dir mal ein Stück - so 1 x 1 Meter aus. Dann nimmst Du Dein Schapel und stellst Dich vor dem Spiegel und probierst einfach so lange, bis Du der Meinung bist, daß es so wie auf der Abbildung aussieht, aus. Mal was ovales ausschneiden, mal an einer Seite gerade und dann oval - einfach probieren. Und auch mal die Madonnen von hinten untersuchen - wenn Du irgendwelche Zipfel erkennst, dann hatte das Tuch wohl Ecken - wenn Du keine sehen kannst, dann war es wohl irgendwie oval… finde es heraus!
Viele Grüsse, Alexandra

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Eintrag #32 vom 23. Jan. 2006 09:03 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe inzwischen recht häufig auf Abbildungen und an Plastiken Schleier gesehen, die offensichtlich rechteckig sind, d.h. es sind sowohl vorn als auch hinten zwei Zipfel zu sehen.
Es gibt aber auch immer wieder Darstellungen, wo man keine Zipfel entdecken kann. Das spräche dann eher für eine runde oder ovale Form.
Welche man sich aussucht, ist da wohl dem eigenen Geschmack überlassen.
Gruss, Claudia

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Eintrag #33 vom 14. Mrz. 2006 17:21 Uhr Heike Amthor  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heike Amthor eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kombination von Tütenärmel-Cotte und Surcot

Hallo Patrizia und alle anderen, die’s interessiert:
Die vorgeschlagene Kombination von Unterkleid + Cotte mit Tütenärmeln (mT) + Surcot ist sehr wohl für das frühe 13. Jh. belegt. Nämlich auf dem Paradiesbild des Landgrafenpsalters.
Datierung: ca. 1211-1213, lt. Felix Heinzer: ‘ßußeres, Inhalt und Geschichte der Handschrift’ in: Der Landgrafenpsalter - vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat der Handschrift HB II 24 der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart - Kommentarband, Bielefeld 1992.
Hier ist ein Ausschnitt - der allerdings die o.g. Kombination enthält - dargestellt:
www.tempora-nostra.de/tempora-nostra/index.php?id=24
Nur zur Verdeutlichung: diese Seite hat absolut nichts mit mir zu tun, dort habe ich nur den Ausschnitt vom Bild gefunden!
In wie weit du dieses religiöse (=überhöhte?) Bild auf die Darstellung einer Bürgerin (welcher Stadt?) übertragen kannst, bin ich im Moment überfragt.
Einen Link zum gesamten Bild kann ich leider nicht liefern, da wir es nicht online stellen durften. Auch bin ich z.Zt. nicht zu Hause, so dass ich es niemandem zumailen kann:(
Agnes, die Magd - www.viatores-temporis.de

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Eintrag #34 vom 25. Sep. 2006 17:22 Uhr Hannah Bender  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hannah Bender eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kombination von Tütenärmeln und Surcot

Hallo Heike!
Ich wollte mal nachfragen, ob du besagtes Bild mit der Kombination von Tütenärmeln und Surcot mittlerweile per Mail verschicken kannst?
Bin nämlich noch ziemlicher Anfänger bzw Gromi *g* und hab natürlich den typischen Anfängerfehler begangen erst ein Kleid zu kaufen und mich dann zu informieren. Glücklicherwiese sind meine Kleider nicht ganz unauthentisch (hoffe ich), nur dachte ich bisher, kombinieren würde zeitlich nicht zusammenpassen. Es hndelt sich nämlich um ein einfaches Leinenkleid mit Tütenärmeln und Schnürung im Rücken. Und eben noch einen Surcot mit einem etwas weiteren ßrmelausschnitt, aber als Höllenfenster würde ich sie noch nicht bezeichnen (ich weiß die gabs erst deutlich später, erst 1390 oder so). Hab schon überlegt das Leinenkleid, das ich momentan als Unterkleid trage zu nem Bliaud umzuwandeln, mit Brettchen-Borte verziehren und so und mir eben eine neue Cotte zu besorgen. Aber es wäre natürlich toll wenn ich beides belgterweise zusammen tragen könnte.
Und bevor die Frage kommt, nein ich habe noch keine Ahnung was ich wo zu welcher Zeit darstellen möchte. Gehöre noch in die Kategorie “gewandeter Touri”. Ich dachte das mach ich von der Zeit in der mein Kleid passt abhängig *g*. Allerdings strebe ich schon an mich einer Gruppe anzuschließen, die mich aufnehmen möchte :-).
Gruß Hannah

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Eintrag #35 vom 25. Sep. 2006 17:29 Uhr Hannah Bender  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hannah Bender eine Nachricht zu schreiben.

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Was ich mit der Gruppe eigentlich sagen wollte bzw vergessen hab zu sagen war, dass ich mich dann ja auch deren zeitlichen Rahmen anpassen müsste. Allerdings bin ich bisher im Raum Wiesbaden auf noch nicht so viel gestossen. Wäre für Tipps und (sachdienliche) Hinweise *g* echt dankbar. Sowohl Kleidung als auch evtl Kontakte betreffend.
Gruß Hannah

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Eintrag #36 vom 26. Sep. 2006 08:30 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Hannah, wenn ich einen vielleicht nicht gern gehörten, aber ehrlichen Rat geben darf:
Vergiß diese Idee.
Wenn ich deine Beschreibung des Kleides höre, habe ich eine vage Vorstellung, was für einen Typ Kleid du meinst.
Dieser taugt vom Schnitt her für keine Zeit des Mittelalters, und als Cotte, also Obergewand, schonmal garnicht, weder von Schnitt noch Material.
Eine Bearbeitung mit Borten würde daran auch nichts ändern und wäre mehr verschenkte Zeit als Nutzen.
Wenn du deine Kleidung belegbar machen willst, wird dir der traurige Schritt sehr vieler Einsteiger nicht erspart bleiben.
Das liebgewonnene Einstiegsstück in den Schrank zu hängen, etwas neues zu beginnen, und das alte entweder zu eBay zu tragen, oder als Mahnmal für Fehlinvestitionen dort zu behalten.
Achja, eins noch:
Höllenfenster kommen deutlich vor 1390 auf.
Gruß, Ivain

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Eintrag #37 vom 26. Sep. 2006 11:27 Uhr Hannah Bender  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hannah Bender eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht doch noch was zu retten? :-)

Hi!
Ich sagte ja ich wäre dankbar für jeden Tipp, also auf jeden Fall schon mal vielen Dank!
Aber du verstehst sicher, dass ich so ganz kampflos nicht aufgeben möchte *g*.
Ich kann jetzt so spontan nicht sagen, wie genau mein Leinenkleid zusammengenäht ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Schnitt nicht völlig daneben ist. Rückenschnürungen gabs schließlich und Tütenärmel auch. Und unten am Saum relativ weit. Das einzige, was ich problematisch finde ist, dass es eben aus Leinen ist und nicht aus Wolle, aus denen Bliaud’s ja typischerweise waren, oder?
Andere ßberlegung war schon, die ßrmel zu ändern (will heißen zu engen ßrmeln umbasteln) und es als Unterkleid zu tragen. Allerdings ist das Leinen ein ziemlich dickes und steifes, weswegen ich von dier Idee wieder abgekommen bin.
Ab wann sind denn Höllenfenster belegt? Weiß selbst nicht mehr genau, woher ich die 1390 her habe. Hab mir nur auf der Suche nach belegen die Zahl rausgeschrieben, sonst nix *g*.
Gruß Hannah

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Eintrag #38 vom 26. Sep. 2006 11:34 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bliaut

Beim Bliaut war die Schnürung an den Seiten, nicht am Rücken. Ich kann also nur wiederholen, was Alex schon gesagt hat: Vergiß das gekaufte Kleid. Auch die Schnittführung bei gekauften Kleidern ist in der Regel nicht mittelalterlich.
Zieh’s einfach als Sommer- oder Festkleid “für modern” an, da eignet es sich garantiert :-)
Und mach Dir was passendes für die Darstellung. Wenn man selbermacht, wirds auch nicht so teuer (schon gar nicht so teuer wie so ein gekauftes Kleid).
Gruss, Claudia

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Eintrag #39 vom 26. Sep. 2006 12:14 Uhr Hannah Bender  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hannah Bender eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht also doch nicht

So, ein Mist. Das Detail mit der Schnürung ist mir natürlich durch die Lappen gegangen. Irgendwas übersieht man ja immer. Vielen Dank für den Hinweis!
Aber ich lese gerade was über Stofffutter. Vielleicht verwurste ich das Kleid einfach als Futter für mein irgendwann mal neues Kleid *g*. Oder eben doch als Unterkleid.
Oder würdet ihr mir davon auch abraten? Schrankleichen möchte ich nämlich eigentlich vermeiden. Hat ja schließlich Geld gekostet.
Aber nur so zur Info, es ist immerhin kein Kleid von der Stange sondern schon von ner Schneiderin, die sich da eignetlich etwas auszukennen scheint, aber ich Depp habs mir selber ausgesucht mit der Rückenschnürung.
Eine Schrankleiche hab ich nämlich schon. Ebay - ganz schreckliches Teil *g*.
Gruß Hannah

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Eintrag #40 vom 26. Sep. 2006 13:51 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Anfänger - Frage zur Kombination von Kleidung

Wieso Schrankleiche? Kann man doch ganz normal im täglichen Leben anziehen. Vielleicht nicht im Büro, aber am Wochenende und zum Ausgehen.
Ich würds nicht in ein Unterkleid umwandeln. Unterkleider (=Hemd) waren m.W. eher weiß oder ungebleicht. Außerdem ist es sicher zu schade, so ein teures Stück zum Material zu “verwursten”. Unterkleider hatten zudem einen recht einfachen Schnitt - ich weiß nicht, ob sich das aus deinem Kleid machen läßt (hat es Abnäher? Wie ist es geschnitten, d.h. wie wird die größere Saumweite erreicht?). Ein Stück Leinen zu kaufen und selber zu nähen ist bestimmt billiger. Und wenn Du’s gar nicht mehr haben willst, verkauf doch das Kleid.
Gruss, Claudia

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Eintrag #41 vom 26. Sep. 2006 14:10 Uhr Hannah Bender  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hannah Bender eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Unterkleid

Glaub mir dieses Teil willst du nicht irgendwohin anziehen. Es sieht vom Schnitt her gar nicht so schlecht aus, allerdings ist der Stoff das allerletzte (Baumwollmischgewebe). Und an mir fällt es so grauenvoll, also mehr so gar nicht. Ich sehe darin echt zum weglaufen aus. Das ist halt der Nachteil, bei ner Katze im Sack. Hab auch mittlerweile schon an diversen anderen Gromis entdeckt *g*. Ich poste die Hp hier jetzt aber besser nicht, sonst krieg ich noch ärger.
Zu meinem Leinenkleid: Es ist weiß oder ungebleicht. War ja als Unterkleid gedacht. Ich wollte ja eben ein Unterkleid und darüber einen Surcot tragen. Ich hab das Kleid dummerweise nicht mit auf der Arbeit ;-) sonst könnte ich mal gucken, wo da Geren eingesetzt sind. Ansonsten hat es keine Abnäher oder derartiges. Ist vom Schnitt also wirklich einfach. Und wenn ich die Schnürung im Rücken weglasse, siehts wahrscheinlich, von den ßrmeln abgesehen wirklich aus wie ein einfaches bodenlanges Hemd.
Nur ist das Material leider ein ziemlich festes und robustes Leinen, so dass ich dachte, dass sich das als Unterkleid nicht so gut eignet. Aber ich lass mich gerne belehren.
Liebe Grüße
Hannah

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Eintrag #42 vom 27. Okt. 2006 20:03 Uhr Heike Amthor  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heike Amthor eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hannah,
entschuldige, dass ich mich nicht eher gemeldet habe. Irgendwie bin ich jetzt ganz verwirrt - um welches ‘Kleid’ geht’s denn jetzt eigentlich? Umarbeiten halte ich für genauso wenig sinnvoll, wie meine Vorredner :(
Agnes, die Magd

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Eintrag #43 vom 04. Nov. 2006 16:02 Uhr Hannah Bender  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hannah Bender eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen Dank, aber es hat sich bereits erledigt. Ich werde wohl auf meine Trompetenärmel verzichten müssen. Und da es abgesehen von den Trompetenärmeln, vom Schnitt her wirklich einfach gehalten ist, eben genau wie ein Hemd, ohne Geren oder Abnäher oder sonstwas und aus ungebleichtem Leinen ist, muss ich ja einfach nur die ßrmel umändern. Ich denke dann kann ich das prima ohne schlechtes Gewissen als Unterkleid anziehen.
Hannah

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