Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Anrede im Brief

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Eintrag #1 vom 17. Mai. 2007 07:17 Uhr Tanja Maier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tanja Maier eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Wie hätte ein Adliger wohl in einem Brief an eine/n Angestellte/n diesen angeredet.
(Ich weiß, viele der Angestellten konnten damals nicht lesen, aber das setzte ich für meine Frage jetzt einfach mal voraus, dass der Empfänger den Brief dann auch lesen kann.)
Also ich meine etwas analog zu heute “Sehr geehrte/ Herr/ Frau xyz”, “Liebe/r xyz” oder so. Diese Eröffnungsfloskel eben …
Angenommen, die Empfängerin hieße Anne Boité.
Eigentlich denke ich dann immer, es müsste etwas nur mit “Anne” sein und ohne Nachname, aber ich bin echt ratlos.
Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen. Ich brauche das dringend als Recherche für einen Roman, den ich schreibe.
Grüße, Serena
Serena

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Eintrag #2 vom 17. Mai. 2007 11:01 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Wann genau soll denn der Brief geschrieben werden? In der frühen Neuzeit jedenfalls gab es da Lehrbücher (“Ars dictandi”) vor allem für Kanzleischreiber, die detailliertest aufdröselten, wie Anreden und weitere Formulierungen zu lauten hatten, je nachdem, welchen Stand/Beruf/sonstige Eigenschaft der Schreiber sowie der Empfänger hat.
Ein Bekannter von mir hat dazu mal geforscht - allerdings nur zu Artes dictandi aus dem 15. Jahrhundert. Es kann sogar sein, daß ich dazu noch Kopien irgendwo rumliegen habe; dann könnte ich zumindest Literaturangaben machen. Ich befüchte aber - da Du es hier unter “Neuzeit” gepostet hast - daß Du zu einer wesentlich späteren Zeit etwas suchst. Dann hilft Dir aber vielleicht zumindest das Stichwort “Ars dictaminis” oder “ars dictandi” weiter.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #3 vom 19. Mai. 2007 19:32 Uhr Tanja Maier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tanja Maier eine Nachricht zu schreiben.

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Der Brief soll 1737 geschrieben werden.
Grüße, Serena
Serena

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Eintrag #4 vom 20. Mai. 2007 20:06 Uhr Martin Bauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Bauer eine Nachricht zu schreiben.

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Im Briefroman “Gefährliche Liebschaften” von Choderlos de Laclos von 1782 schreibt der Vicomte de Valmont an seinen Jäger Azolan und redet ihn einfach mit “Sie” an (102. Brief). Ebenso Madame de Rosemonde in einem Brief an einen Monsieur Bertrand (165. Brief; Bertrand dürfte Bürger und kein Dienstbote sein). Eine Anrede (Lieber …) am Anfang des Briefes fehlt in beiden Fällen.

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Eintrag #5 vom 20. Mai. 2007 21:24 Uhr Tanja Maier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tanja Maier eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen Dank!
Das hilft mir schon weiter.
Ich dachte auch schon, dass ich die Anrede am Anfang am besten weglasse.
Grüße,
Serena

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