Also jetzt ist`s geschafft. Mich sieht kein Mittelaltermarkt mehr. Wieso soll ich mich zum Napf von verb*** Touristen und Hobbyrittern machen. Wenn ich mich hier umschaue vergeht mir echt die Lust. Ich werd auf die kleinen feinen Privatevents fahren und gut ist. Wenn Leute nicht mal so viel Selbstvertauen haben, um eigene Entscheidungen zu treffen, dann Prost.
Ich habe es bislang so gehalten, dass ich immer in Zivil an- und auch wieder abgereist bin. Zum einen taugt mein Gewand (Benediktinermönch) kaum zum Autofahren (wenn ich allein an meine holzbesohlten Schuhe denke), zum anderen ist der Auf- und Abbau in Latzhose und Hemd leichter. Anreise in Kutte zu einem Tagesbesuch habe ich einmal gemacht - NIE WIEDER! Da ich in einer monastischen Vollgewandung herumlaufe (Kutte, Kapuze, Skapulier, Gürtel etc.), ist es mir damals passiert, dass mich die Menschen “für echt” hielten und sich bei mir auskotzen wollten.
Mein Hinweis, dass ich nur das Gewand trage und zu einer Veranstaltung fahre, stieß auf teilweise heftiges Unverständnis und dem Verdacht der Blasphemie bzw. der Amtsanmaßung.
Ob man also mit seinem Gewand anreisen kann, hängt also davon ab, WAS Du darstellst.
Gruß
Frank
+PAX! Fr. Hermann ab Monastre, Cellerargehilfe zu Werden
mir passiert es öfters das ich so Megaanfahrten(scheiß neue deutsche) habe a la München-Freienfels.
Am Sonntag, nach Abbau des Lagers, nehme ich mir meistens nicht die Zeit mich noch einmal umzurödeln.
Du kannst dir vorstellen das die Leute sehr doof gucken, wenn eine voll gewandete Frau um 23.00h
sich im MacD. Greding/Altmühltal ihren Hallowachkaffee holt.
Wenn einer blöde Sprüche schmeißt, kannst Du ihm ja ein Kompliment zu seine “voll authentischen Gewandung des 21.Jahrhunderts” machen. Gibt blöde Gesichter beim Anmacher und die Lacher auf deiner Seite.
erst mal finde ich es toll das Du die Sachen fragst die Dich als MA-Anfängerin interessieren, hätten wir uns damals mehr getraut zu fragen dann wären wir heute bestimmt schon weiter…..
Zu Deiner Frage: Lageraufbau nur in “ normalen ” Klamotten. Hätte ich meine Kleiderschichten beim Aufbau an so könnte ich wegen eingeschränkter Bewegunsfreiheit nicht sooo viel helfen und würde als Faulpelz da stehen.*g*.
Das Problem der “ verschmutzten oder verschwitzten Kleidung ” sehe ich nicht, die meisten Leute auf den Lagern sind meistens eh zu sauber…..Das mußt Du dir mal vorstellen: da stellen viele ein Heerlager ( wohlgemerkt: IM MITTELALTER!!!) dar und kommen Morgens in strahlenden Klamotten und gelegten Haaren aus dem Zelt gekrochen. Am Besten gefallen mir da immer noch die geschminkten Weibsen mit offenem, wallendem Haar*g*. Oder die Kilometerweitdeodufter.
T`schulligung, kleiner Abweichler des Themas.
Fahren wir als Tagesgäste auf eine Veranstaltung so ziehe ich mich komplett an ( jaaaa, wir haben Klimaanlage im KFZ*PROTZ** früher mußte ich allerdings auch schwitzen, der Fahrtwind schafft Abhilfe!), da es schon außerordentliches Talent braucht alleine das Kopftuch vor dem Minni-Autospiegel anzulegen!
Meine bessere Hälfte reist gewöhnlich in MA-Alltagskleidung, auch diese ist bequem zum fahren. Sollte er jedoch mal seine Platte anlegen ( und sich dabei in der Hitze der Sommersonne mal wieder selbst kasteien wollen *g*), so zieht er das Blech auf dem Parkplatz an.
Zu Einladungen für private Events erscheinen wir natürlich auch komplett Gewandet.
auf meinem Blechesel steht schön groß drauf, daß ich historische Burgführungen und Mittelalter als “Teilzeit-Beruf” mache, und auf dem Kofferraum sind diesbezügliche Aufkleber zum Thema MA, da fallen den Leuten nicht gar so schlimm die Kinnladen runter, wenn ich mich aus dem Wagen bewege. Vor allem bei Fahrten zu unseren Kampftrainings oder als Leibwache meines Lehnsherrn kommt es vor, daß ich “in Kette” hinterm Lenkrad sitze. Das ist eine schöne Eingewöhnungs- und Vorwärmphase.
Alle, die ich kenne und genauso in Gewandung an- und abreisen, hatten bislang so gut wie keine schlechten Erfahrungen mit den gewöhnlichen Zeitgenosssen. Manch einer mag damit nicht zurecht kommen, dann aber hat er noch nie was von lebendiger Geschichte oder Mittelalter-szene(n) gehört. ßber komische Bemerkungen, so sie mal kommen, gehe ich hinweg oder erkläre ganz sachlich, wieso und weswegen ich so aufgebrezelt bin. Das Verständnis folgt sogleich und der MA-Virus ist weitergetragen ( :o) ). Zwangsjackenangebote gab es bis jetzt (kann ja noch kommen?) noch nicht.
Ganz Verängstigte fragen schon mal, ob sie gerade überfallen werden oder geopfert weden sollen…
Wo wurdest Du als Gewandete Besucherin nicht eingelassen oder scheel angeguckt? Solch Ingnoranz sollte eigentlich nicht sein, außer, Du liegst mit Deiner Ausstattung voll daneben, aber da wirst Du normalerweise an die Hand genommen, nett (aber bitte schön!) beraten und ein paar Stunden in die MA-Version der Zwangsjacke, die Halsgeige gesteckt. *this was a joke, gelle?*
Leider gibt es ein paar Leute, die auf ihrem selbsterworbenen Wissen und ihrer Ausstattung eifersüchtig hocken und alles, was nach ihrer Ansicht unter ihrem Niveau ist, fertigmachen. Die Erfahrung aber zeigt, daß jene, die sich auf einen stürzen und ungefragt herumkorrigieren von sich und ihrem Halbwissen ablenken wollen. Kommt dir so einer, dann hinterfrage ihn mal. Du bist ihn bald wieder los.
Vorschlag: Komm(t) Ende April nach Freienfels, da gibt´s Gewandete echt zuhauf und man fällt gar nicht mehr auf. Touri-Dummsprech tritt da auch seltener auf, angesichts unserer Massen.
*A-thematisch: Deine Website ist ja kamelig lustig. Dein Steckenkamel ließe sich in das MA einflechten. Kaiser Friedrich II. hatte ja seinen Privatzoo steht´s auf Reisen dabei… A-thematisch* aus.
Du kannst die Frau von Borcke gerne persönlich kennenlernen.. :))
@Blaubär:
Wie man zu so einem Thread kommt?
Die Frage war wirklich und ganz ernsthaft so gemeint, wie ich sie geschrieben habe.
Ich war bisher noch gar nie nicht gewandet auf einem Markt. Meine Ausstattung ist noch immer in Arbeit, soll aber bis zu den Maximilianspielen in Horb endlich soweit sein.
Dort hin zu fahren ist noch kein Problem, da die Spiele gerade mal 30km von meinem Wohnort liegen.
Was mich jedoch interessiert hat, war die Frage, wie Eure Erfahrungen sind bei Anreisen zu Veranstaltungen die mehrere Stunden entfernt liegen.
Ist man Besitzer eines Zeltes und bleibt mehrere Tage, ist es recht einfach zu lösen. Anreise in Jeans und T-Shirt, Zelt aufbauen, im Zelt umziehen.
Aber wenn man nun mal kein Zelt sein eigen nennt? Drei Stunden im Auto, danach verschwitzt und verknittert aus dem Lupo purzeln?
Nächste ßberlegung.. ich kenn’s noch aus meinen früheren Tagen … damals… als ich noch jung war :)) Man fuhr mit der Clique, sechs, sieben, acht, zehn Leuten zu einer Motorsportveranstaltung. Natürlich im Renn-Overall voller cooler Aufnäher.
Purzeln acht Leute in solchem Outfit aus einem VW-Bus, verhindert das Gemeinschaftsgefühl, daß man sich allzu dämlich vorkommt (obwohl sicher so aussah…).
ßhnliches eben auch bei MA-Hobby. Wenn ich in einer Horde von zehn Wikis in einer Tankstelle einfalle und meine Autos tanke, mag das ganz lustig sein und mildes Schmunzeln hervorrufen. Wenn ich mich jedoch alleine im MA-Outfit aus meinem Kleinwagen pelle, meine Wagen tannke, mir noch’n Snickers besorge, auf die Toilette gehe — muß ich nicht damit rechnen, von freundlichen Menschen, die beruhigend auf mich einreden, erst in eine Zwangsjacke und dann in einen beigen Wagen verladen zu werden?
Nächster Punkt – ließ Dir mal hier den einen oder anderen Thread hier im TV durch. Als Neuling bekommt man leider immer wieder vermittelt, daß eigentlich Tagesbesucher eh nicht gerne gesehen sind. Ich reise also in Gewandung an, komme nicht am Türsteher vorbei, und muß wieder abreisen. In Ermangelung eines Zeltes kann ich mich ja nicht mal in Zivil schmeißen…
Also ich finde es jetzt nicht reine Unterhaltung und Kurzwyl, wenn ich mir darüber Gedanken mache und auch mal die alten Hasen befrage, wie’s die denn so halten, in Gewandung anzureisen.
Unterhaltung erweitert Wissen und Bekanntenkreis, ist kurzweilig und hilft echt weiter. Wenn Du Unterhaltung für sinnlos erachtest, könnte man recht viele Threads hier schließen. Frau von Borcke kenne ich nicht persönlich, aber ihr Thema gibt Anreiz für viele unentschlossene und schüchterne Zeitgenossen z. B. in Gewandung auf Märkte zu fahren. Es gibt ja auch “Fälle”, die sich noch nicht einmal gewandet auf Märkte trauen, die sind für solche Anstöße dankbar. Hast Du wieder einmal einen Pfeil aus dem Hinterhalt in den Rücken bekommen? ;o))))) Nix für ungut
Lieber schlau aus der Gewandung schielen als dumm aus dem Pulli gucken.
Also ich frag mich immer wieder, was Menschen zu solchen Themen bewegt. Hat den heute keiner mehr einen klaren Menschenverstand, um solche Thematiken selber zu durchdenken, oder sind die Menschen heute einfach zu unselbstständig? Macht doch einfach wie ihr denkt und fertig. Wenn ihr irgendwie Anstoss erregen solltet, weil`s völlig daneben ist, dann macht ihr`s beim nächsten mal anders. Ist das so schwer? Ich hege eh die Vermutung, dass das hier nicht ernst gemeint ist, und ihr Leutchen euch nur unterhalten wollt.
Wie die meisten hier fahre ich auch gerne Gewandet, gerade auch als Tagesbesucher. Das spart Zeit und Gepäck! Nachdem ich ein WE lang die Zivilklamotte “vergraben” hatte, ist die so klamm und knitterig, daß ich lieber in der “eingelebten” MA-Klamotte heimfahre…
Fürs Autofahren habe ich eine Sparvariante: im Unterkleid bzw. im MA-Unterhemd mit der Hose meines Freundesbei ganz warmen Wetter. Dazu dann normale Straßenschuhe, wenn ich fahren muß. Wenn ich angekommen bin, kann ich die restlichen Schabracken einfach am Parkplatz überschmeißen!
-tagesausflug mit der Anfahrt und Heimkehr. Hat den Vorteil, daß man sich gleich in die alte Zeit “zurücklebt”. MA ist halt ein Stück Lebenskraft. Mein Umfeld (Haus, Straße, Tankstelle) ist das schon gewohnt.
Heutzutage kennt so ziemlich jeder, daß es eine MA-szene (und nicht nur jene) gibt. Bislang habe ich da kaum dumme Bemerkungen bekommen, und wenn, dann nur von recht unverständigen Hier-und-Jetzt-Zeitgenossen, die gerademal Geschichte durchs Fernsehen erleben.
Wichtig ist halt, daß man für alle Witterungsverhältnisse und “Lebenssituationen” Gewandung parat hat.
Nicht zu vergessen: Auf den besseren Veranstaltungen ist vorgeschrieben, ab wann man nicht mehr in zivil rumzutanzen hat, um das Gesamtbild nicht zu stören. Aber zu solchen Zeiten sollte der Aufbau dann auch schon abgeschlossen sein. Trifft also nur bei Verspätungen zu.
Noch ne Anregung, wenn ich da z.B. an Quedlinburg letztes Jahr denke. Wenn Du schon in Klamotten bei Regen aufbaust, kann es schnell passieren, daß diese dann unbrauchbar durchnäßt sind. Also doch lieber was zum wechseln dabei haben.
ich habe kein Auto und benutze meistens den Zug und/oder die S-Bahn, ab und zu auch ein “befreundetes” Auto. ;-) Wenn ich mit dem Auto fahre, ist das gar kein Problem (= Gewandung). Fahre ich mit dem Zug, bin ich so in ca. 90 % gewandet. Die restlichen 10 % ergänze ich dann (= korrigiere) an Ort und Stelle (es gibt immer eine Möglichkeit). Nur wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin, muss ich “normal aussehen”. :-)) Ansonsten: wie Harald sagt, die Leut’ im Zug / in der S-Bahn sind neugierig und (meistens) freundlich.
das Problem kenne ich gut. Ich mußte bisher meistens mit dem Zug fahren. Das erste mal sind wir als Wikis in Klamotte ins Abteil gestiegen. Es war nur am Anfang lustig, mit Fortschreiten der Reise wirklich nur etwas für sehr Nervenstarke (Ich weiß jetzt, wie sich eine fünfköpfige Kuh fühlt….)Das nächste mal hab ich mich vor Ort im Dixi umgezogen, was ich dir aber nur im Notfall empfehlen kann… Und seitdem frage ich einfach an irgendeinem Zelt - dessen Bewohner irgendwie einen vertrauenswürdigen Eindruck machen;-) - ob ich mich kurz umziehen darf. Klappt prima!
Bei Mehrtagestreffen mit Aufbau kannst du auf jeden Fall in Jeans und Shirt anreisen.
dieses Thema wurde schon in den Einsteiger threads berührt aber eben nur nebenbei.
Ich denke da kann wirklich nur jeder nach seinem persönlichen Gusto sprechen.
Wie Du schon sagst, anreise im dicken Wollkleid ist so ne Sache.
Ich stelle mir gerade eine höfische Dame in Ihrem Kleid vor, die darin auch ein Zelt aufstellt.
Wäre sicher ein Schauspiel.
Für mich beginnt eine Veranstaltung mit der Abfahrt zuhause. D.h. ich reise schon gewandet an. Das gehört für mich zur freudigen Einstimmung.
Ebenso reise ich so ab.
Da ich zudem nicht nur HMA sondern auch FMA mache und Handwerker oder einfaches Volk darstelle gibt es auch keine Probleme mit den Klamotten, soweit ich dann welche anhabe zu arbeiten, sprich das Zelt aufzubauen.
Ich erinnere mich mit Grausen an den Aufbau des Lagers Ende August.
Selbst mein dünner Leibrock war mir zu heiß.
Also flux eine Stück Tuch passend gefaltet und um die Körpermitte gegürtet, fertig war ein witterungsgerechtes Kleidungsstück. Mit Bruche wäre es noch einfacher gewesen, muß mir wohl oder übel doch ein paar nähen.
Selbst in einem dünnen wollenen Gewand hätte ich da vermutlich 3 Kilo abgenommen nur beim Aufbau.
An meiner Tankstelle dürften sie inzwischen gewohnt sein wie ich da Freitags oft genug einmarschiere, und in der S.-Bahn oder im Zug hatte ich auch schon so manche nette Unterhaltung mit Interessierten Menschen.
eine vielleicht komische Frage - aber wie reist Ihr zu einem Markt etc. an?
Bei einem Mehrtagestreffen, mit Zeltaufbau, würde ich jetzt - sontan - in Jeans und T-Shirt anreisen und wenn die Hütte steht, mich gelassen umziehen.
Und bei einem Tagestreffen? Ich kann doch nicht 150km im dicken Wollkleid (nein, ich habe keine Klimaanlage), mit Trompetenärmel (nein, auch kein Automatik) im KA anreisen. Aber vor Ort Umziehen geht doch ohne eigenes Zelt auch nicht.