Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Arbeiten mit Bein

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Eintrag #1 vom 11. Mai. 2000 08:57 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle zusammen, kann jemand Erfahrungen im handwerklichen Umgang mit Knochen weitergeben? Wo krieg ich vernünftiges Material? Wie bereite ich es vor? Was nutzt man für Werkzeuge? Welche Knochen eignen sich für was? Muss man bei der Bearbeitung auf Besonderheiten achten? Danke
Tassilo von Rabennest

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Eintrag #2 vom 11. Mai. 2000 12:56 Uhr Rolf Harth   Nachricht

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Hallo Wolfram Erfahrung mit der bearbeitung von Knochen hab ich zwar nicht, aber die Knochen müsstest du eigentlich bei jedem Metzger bekommen.Vielleicht kann man dir dort auch noch den ein oder anderen Tip zur verarbeitung geben. viel erfolg -rolf
Orden Cabaron

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Eintrag #3 vom 11. Mai. 2000 14:21 Uhr Kati Kania   Nachricht

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Hola Tassilo! Knochen waren im Mittelalter ein Allroundmaterial; heute kann man sie leider nur noch schwer bekommen - hygienische Gründe (???). Am einfachsten geht das über einen bekannten Metzger, ansonsten vielleicht auch direkt vom Schlachthof. Viel Verwendung fanden im MA die Mittelfußknochen von Rindern, vor allem zur Herstellung von Kämmen verschiedenster Art. Laut Quellen waren Knochen ein “leicht zu beschaffendes und leicht zu verarbeitendes Material, obwohl etwas spröde” - das ist wohl Ansichtssache. Wenn der Knochen erstmal beschafft ist, muß er auf jeden Fall ausgekocht werden - mindestens 5 Stunden lang. Ich empfehle, die Stücke vorher zu spalten (in der Röhre befinden sich Mark und Fett, die sonst auf keinen Fall rausgehen). Dies vielleicht mit einer Axt? Oder mit einer Säge? Möglichst aber so, daß der Knochen sich in die flachere und die gewölbtere Hälfte aufspaltet (letztere im MA häufig weggeworfen). Zum Auskochen empfiehlt sich wahrscheinlich der Zusatz von Pottasche…. Anschließend kann der Knochen in der Sonne trocknen und bleichen - aber Vorsicht - dabei kann er Risse bekommen! Für Erfahrungsberichte aus anderer Leute Knochenküche wäre ich dankbar…
Grüße, Julia Rabensang

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Eintrag #4 vom 11. Mai. 2000 14:48 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen! m.W. wurde neben Rinderkochen damals auch häufig Pferdeknochen verwendet, und zwar sowohl die Röhrenknochen der Beine als auch die Schulterblätter. Schlachthof bzw. Pderdemetzger sind eine gute Bezugsadresse. Waqs das Vorbereiten von Röhrenknochen angeht, würde ich sie mit einer scharfen Knochensäge auftrennen, säubern und mindestens 48 Stunden gut wässern, besser noch 72 Stunden. Wasser ab und zu erneuern. Auskochen solltest Du die Knochen am besten in einem großen Kochtopf, den Du für nichts anderes mehr verwenden willst, am besten an der frischen Luft, das Zeug stinkt. In jedem Falle nicht ins kochende Wasser werfen, sondern kalt aufsetzen und kochen lassen, kochen lassen, kochen lassen, 2-3 Std. sind OK. Normale Holzasche ist als Zusatz OK. Die Knochen auskühlen lassen und mit einer leichten 85%) H202-Lösung bestreichen, diese ßber nach einwirken lassen und gut abspülen. Danach kannst Du das Zeug fast wie Holz bearbeiten. Hoffe, das hilft Dir! In Service,
Jörg

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Eintrag #5 vom 11. Mai. 2000 14:49 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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OOPS! Es sollte nicht 85%) sondern 5%-ige H2o2-Lösung sein…
Jörg

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Eintrag #6 vom 11. Mai. 2000 15:56 Uhr Stephan Bucher   Nachricht

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Tach! Kann man das Zeug mit Schnitzwekzeugen für Holz bearbeiten??(für Ornamente am Messergriff/Knauf) Jörg: Wieso vorher wässern?
Stephan von Emmershofen

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Eintrag #7 vom 11. Mai. 2000 16:22 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Stephan, die Bearbeitung, die ich geschildert habe, kenne ich von der Trophäenbehandlung bei der Jagd. Derjenige, dem ich dabei geholfen habe, hat die Stücke immer gewässert, mehr weis ich auch nicht.
Jörg

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Eintrag #8 vom 11. Mai. 2000 19:04 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, nur kurz ´ne Quelle für Beinplatten. Ich habe jetzt nciht den exakten Preis zur Hand, doch Agil verkauft Beinplatten und Geweihe fertig zur Weiterverarbeitung. weiterhin Bieten sie auch Steinnüsse (?) als ökologisch akzeptable Alternative zu echtem Elfenbein. Weitere Infos vermutlich auf Ihrer Website bzw. Ihr könnt auch ´ne Materialliste von ihnen bestellen. Bis dann Thorsten

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Eintrag #9 vom 11. Mai. 2000 22:26 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hi ihr Knochenschnitzer, Ich verwende oft die ausgekochten Markknochen von der Suppe (Familie und Nachbarn sammeln fleißig für mich! ;O) ). Bei uns in Kaiserslautern gibt es einen Pferdemetzger von dem ich ab und zu einige Beinknochen beziehe; Pferdeknochen sind Lang und Dickwandig!!!! (viel Material dran!) Ich koche sie einfach (in einem alten Topf!) aus (Kochzeit nur so lange bis das fettund die Fleischreste sich lösen!!!!!!)und behandle sie nicht weiter nach da sie sonst ihre festigkeit verlieren! Bearbeiten lassen sie sich mit Werkzeugen für die Holzverarbeitung, Allerdings ist eine Metallsäge besser geeignet als eine für Holz!!!! Schnitzen lässt Knochen sich auch nur kurz nach dem Kochen (warm und nass!), da er dann noch weich ist! Zahnartztfräser und Minitool oder Proxxon sind sehr gut geeignet um Ornamente herauszuarbeiten! Knochen lässt sich sehr gut schleifen und polieren! ich verwene meist Schleifpapier mit Körnungen von: 100 auf dem Bandschleifer für die Grobe Formgebung; 200 von hand für die feinheiten und 320 zum Polierschliff, das reicht den der Knochen wird dann binnen kurzer zeit bei Gebrauch schön “speckig” und glänzt……! ;O) Viel Spass beim Verknöchern! *g* Gruß Lutz

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Eintrag #10 vom 17. Mai. 2000 23:16 Uhr Michael Schubert   Nachricht

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Hallo an alle, ich habe gerade mal etwas qwergelesen und will einfach auch meinen Senf zum Thema geben! Ich besorge mir meine Knochen beim Metzger, Röhrenknochen vom Rind (werden unter der Bezeichnung “Markknochen”gehandelt). Ich kaufe die Dinger dann im Stück,d.h. den ganzen Brocken! Zuhause säge ich beide Enden ab, s.d. der Markgang im Knochen zugänglich ist.Das Mark entferne ich soweit möglich komplett, danach wandert die nunmehr innen entleerte Röhre in den Schnellkochtopf (das spart Zeit und Strom!!!).Ich verwende keine Zusätze, da ich nicht unbedingt einen ultrableichen Knochen brauche (als Wikinger wäre das auch nicht besonders a…). Als Kochzeit halte ich mich an ca. 1-2 Stunden unter “Volldampf”.Als Werkzeuge zum Bearbeiten benutze ich feinzahnige Sägen, Feilen, sowie div. Messer zum Schnitzen und zum Bohren einen Dreul (auf den Märkten)! Zuhause im “stillen Kämmerlein” verwende ich durchaus auch elektrische Werkzeuge (Bandsäge, Schleifmaschine, Bohrmaschine und Fräsmotor). Ich habe bisher das Knochenmaterial immer in trockenem Zustand verarbeitet, ich denke aber, daß die Naßbearbeitung einen Versuch wert ist (trockener Knochen ist deutlich härter (=schwerer) zu bearbeiten als alle Hölzer, die mir bisher untergekommen sind und das waren schon einige!!!! Was die Beschaffung von Hischgeweih angeht, so kaufe ich ausschließlich auf Floh- und Trödelmärkten, denn gerade für dieses Material werden sonst recht hohe Preise verlangt. Für meine Knochennadeln (Näh-,Nadelbinding- und Gewandnadeln) nehme ich gerne Falzbeine aus Knochen. Die Dinger sind im graphischen Bedarf zu bekommen. Sie sind schön weis, ich kann mir unmittelbar meine Rohlinge zurechtsägen und spare so eine Menge Zeit und Arbeit. Für alle im “Großraum” Euskirchen noch einen letzten Tip: Eine Fahrt zum Schlachthof Euskirchen hat sich bei mir als lohnend erwiesen, man bekommt dort noch Schlachtabfälle heraus (das ist heute beileibe nicht mehr für jeden Schlachthof zutreffend, leider!!!) d.h. eine Nachfrage nach Röhrenknochen, div. anderen Knochen, aber z.B. auch nach Rinderhörnern (für die Hornschnitzer unter den Knochenschnitzern) ist durchaus lohnend!!!! Das wär´s dann von mir und für heute es grüßt Euch alle
MAC

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Eintrag #11 vom 22. Mai. 2000 10:14 Uhr C. Kornbauer   Nachricht

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Hallo Wolfram, einiges über die Arbeit mit Horn u. Knochen findest du auch unter www.isarviking.de. Hab mir selber noch nicht alles angesehen, einige Punkte sind dort noch in Arbeit, aber vielleicht ist ja was dabei, was dir weiterhilft. Gruß Christian

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Eintrag #12 vom 23. Jun. 2000 20:26 Uhr Philipp Senge   Nachricht

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Moin, endlich mal ein paar gleichgesinnte. Ich hab auf meiner Homepage dieses Thema behandelt, vielleicht nicht so ausführlich wie es sich manch einer wünscht. --------------(home.t-online.de/home/atrogosch)-------------- Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere dort mal vorbeischaut und mir vielleicht sagt, was ich noch ergänzen sollte. Ein sehr praktisches Werkzeug ist übrigens die “Flex”. Damit kann man wunderbar schnell die Vorarbeit machen. Eine Frage hätte ich noch. Wie lassen sich die Berufsgruppen Horn-, Bein-, Kammschnitzer verbinden? Hat jeder mit allem gearbeitet, oder hat sich der Einzelne spezialisiert?
Dass die Götter immer mit Euch seien

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Eintrag #13 vom 10. Feb. 2003 19:10 Uhr David Büsel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Büsel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kuhhorn, was ist da drin??

Ich frag mich ob das Kuh- oder Rinderhorn wie man es beim Metzger kriegt hohl ist oder ob es mit “Wasweisich” gefüllt ist und wie man das rauskriegt? Kann man das Material für irgendwas gebrauchen?
Bitte nicht für meine Unwissendheit schlagen!
Freundlichste Grüße David von Embß

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Eintrag #14 vom 10. Feb. 2003 20:11 Uhr Klaus Ragen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Ragen eine Nachricht zu schreiben.

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Folgender Thread in einem anderen Forum behandelt das Thema:
www.wikingernetzwerk.com/ubb/NonCGI/Forum6/[…]/000[…]
Grüße, Skallagrimsson

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Eintrag #15 vom 10. Feb. 2003 23:10 Uhr David Büsel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Büsel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke Skallagrimsson!

Ich mache einen neuen Thread für Arbeiten mit Horn auf! Sonst überlasten wir den Bein-Thread noch! *g*
Freundlichste Grüße David von Embß

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Eintrag #16 vom 10. Feb. 2003 23:23 Uhr David Büsel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Büsel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Horn vorbereitung

Ich denke wir setzen hier die Diskusion über Hornarbeiten fort!
1.Das frische Horn nehmen und den Schädelknochen absägen.
2.Das Horn abkochen, damit die dünne Schicht Mark zwischen Horn und Knorpel weich wird. (stinkt bestialisch)
3. Den Knorpel herausziehen.
4. Das Horn versäubern.
Fertig!
Diese Anleitung zur Horn vorbereitung hab ich Dank des Links von Skallagrimsson (www.wikingernetzwerk.com/ubb/NonCGI/Forum6/[…]/000[…]) aus einem anderen Forum.
Mich würde interessieren wie eit verbreitet Hörner als Trinkgefäß speziel im FMA (noch spezieller im alemannischen Raum) waren.
Und ob man auch aus Kuhhörnern Kämme herstellen kann bzw. wie man da vorgehen muss!
Freundlichste Grüße David von Embß

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Eintrag #17 vom 14. Feb. 2003 15:27 Uhr David Büsel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Büsel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht a-Knochenbleiche?

Ich hab mal bei mir in der Family nachgefragt wie man früher die Schädelknochen von Hirschen und so, so schön weiß bekommen hat! Darauf sagte mein Großvater (seiner Zeit Wilderer) er habe den Schädel in einen Haufen der Roten Waldameise gelegt und nach 2-3 Wochen wieder wieder herausgezogen. Ich habs selbst noch nich probiert aber weis jemand was dazu?
Freundlichste Grüße David von Embs

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Eintrag #18 vom 14. Feb. 2003 18:28 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bleichen...

…oder nicht bleichen, das ist hier die Frage.
Ich kenne bisher keine Belege für das Bleichen von Bein im MA. Ein gut ausgekochter Knochen ist hell genug (natürlich nicht reinweiß), und hellt mit der Zeit von selbst noch etwas auf. Die Zugabe von Pottasche beim kochen, wie hier erwähnt, ist nicht ratsam: die Pottasche löst das Fett aus dem Knochen, das Material wird spröde und brüchig. Auch zu lang ausgekochte Knochen können spröde werden, 2 Stunden sollten reichen.
Grüße
Martin

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Eintrag #19 vom 17. Feb. 2003 10:30 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ameisen...

Hi,
den Trick mit den Ameisen kenne ich auch, hat schon mal jemand erzählt. Wichtig ist nur, den Schädel/Knochen anzubinden :) Denn sonst nimmt der nächste Fuchs, der Vorbeikommt, ohn mit :)
Zum Säubern der Knochen vor der Verarbeitung:
Man nehme einen Rinder-Markknochen und gebe ihn ein paar Stunden an einen Hund zum abknabbern. Ist getestet und funktioniert bestens. Der Knochen ist blitzblank, da ist kein Fetzelchen Fleisch/Fett mehr dran. Der Knochen selber ist zu Hart für einen Hund, zumindest meiner hat ihn nicht geschafft.
Danach hab ich ihn noch 1 Stunde gekocht - fertig.
Grüßlis. Angy.

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Eintrag #20 vom 12. Mrz. 2003 12:23 Uhr Frank Walthari   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Bleichen von Knochen

Ich hab mich (bis jetzt) noch nicht mit Knochenschnitzerei beschäftigt, hab aber ein paar Jahre Erfahrung mit der Präparation von “Trophäen” (=Schädel).
Wenn man Knochen zu lange bleicht, dann werden sie richtig spröde. Dann kann das Ganze schneller zerbrechen. Was noch schlimmer ist, ist die Tatsache das sich andere Sachen (Körperfett, Staub, Dreck) bei zu stark gebleichten Knochen viel leichter auf der Oberfläche festsetzen und nie wieder weggehen.
Ein wenig bleichen sollte man aber schon, sonst ist so ein Knochen doch zu fettig. In die Sonne legen ist gut. Wasserstoffperoxid ist besser. Warm reagiert es noch schneller.
Was noch viel besser gehen soll ist Tetrachlorkohlenstoff. Ich hab aber mal gelernt dass das hochgiftig is und außerdem reich H2O2 meistens aus.
Bei dicken Knochen bohre ich an “unsichbaren” Stellen ganz feine Löcher, dass das Fett besser raus kann.
Ach nochwas, frische Knochen vorher wässern. In den knochen ist ja nicht nur Fett, sondern auch Blut und das kann sich dann in den Knochen ablagern (braune Flecken).
Viel Erfolg, FRANK

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Eintrag #21 vom 12. Mrz. 2003 12:46 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Waschpulver

Anstatt Pottasche kann man auch normales Waschpulver nehmen und einfach den Knochen darin kochen, nur nicht zu lange sonst wird er spröde!
Ist zwar nicht “a” und nicht so effektiv wie Tetrachlorkohlenstoffdingsbums aber dafür in jedem Haushalt vorhanden.
Gruß
Ulrich von Suderloh

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Eintrag #22 vom 12. Mrz. 2003 13:16 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Noch eine Empfehlung:

Ich würde sogar noch eher Sil Fleckensalz empfehlen.
1. Günstiger
2. Der Percarbonatanteil (Percarbonat ist das Bleichmittel) höher. Ergo man kann sparsamer dosieren.
Allerdings ist Kochen nicht unbedingt nötig, da das Percarbonat (wie auch Perborat) mit hilfe des im Waschmittel befindlichen TAED schon bei ca 30-40 Grad reagiert. Der Knochen wird dann auch nicht spröde. Du solltest aber beachten, die “Waschlauge” zusammen mit dem Knochen zu erhitzen.
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #23 vom 14. Mrz. 2003 08:17 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Knochen bleichen - wozu?

Hallo,
mal eine Verständnisfrage:
Warum wollt ihr die Knochen eigentlich bleichen?
Normaler, sauberer Knochen hat eine helle, aber nicht reinweiße Färbung, vollkommen ausreichend für Beinarbeiten (für Trophäen mag das anders sein). Sichere Belege für gesonderte Bleiche kenn ich auch nicht, auch M. Erath geht in ihrer Dissertation “Studien zum mittelalterlichen Knochenschnitzerhandwerk” nur vom Abkochen in klarem Wasser nicht über zwei Stunden aus (S.45), aus den in Eintrag 16 von mir genannten Gründen.
Wenn nur die Oberfläche gebleicht werden soll müßte das Endprodukt gebleicht werden, zumindest bei mir geht die Oberfläche des Knochens beim bearbeiten weg.
Die Endergebnise sehen dann z.B so aus:
www.historiavivens1300.at/realien/knochen.htm
Also warum?
Grüße
Martin
der mal wieder nix versteht

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Eintrag #24 vom 14. Mrz. 2003 09:08 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ihr naht Euch wieder bleichende Gestalten

Moin,
ich halte mich auch vom Bleichen fern. Nach eingehender Lektüre dieses Threads und der vorgenannten Publikation, koche ich auch nur noch.
@Martin:
Schöne Sachen. Hast Du Vorlagen für die Griffel? Mehr Info?
Danke
Gruß Tassilo

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Eintrag #25 vom 18. Mrz. 2003 08:14 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vorlagen

Hallo Wolfram,
erwischt… konkrete Funde als Vorlagen für diese Griffel hab ich leider nicht. Vorlagen für die Griffel waren damals die Tatsache das Griffel aus Bein schon seit der Antike bekannt sind und auf Abbildungen auch so aussehen wie diese.
Die anderen Sachen hab ich allerdings versucht den Funden in Schleswig nachzubauen.
Grüße
Martin
der ständig dazulernt

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Eintrag #26 vom 28. Apr. 2003 19:17 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bleichen

Wenn ich das richtig sehe, werden hier zwei Dinge vermischt.
1.) Das Bleichen: Ist in der Tat nicht nötig, macht das Material porös, weil es nicht nur Fettstoffe sondern auch Kollagene zerstört, die vor allem für eine gewisse Elastizität des Knochens verantwortlich sind. Außerdem sehen stark gebleichte Knochengegenstände meist ziemlich “tot” aus. Wenn mans nicht übertreibt, wirkt es sich aber kaum negativ aus.
2.) Das Entfetten: Das macht man mit diversen Waschmitteln oder Tetrachlorkohlenstoff (ist äußerst ungut, Benzin ist nicht so wirksam aber viel freundlicher). Alle Knochen, egal ob es sich um zoologische Präparate oder um Rohmaterial zur Weiterverarbeitung handelt, sollten möglichst gut entfettet werden. Mit der Zeit nämlich oxidieren die Fettsäuren und werden dann unlöslich und sind dann kaum noch rauszukriegen. Und ganz langsam setzen sie verschiedene Fettabbauprodukte frei, die fast alle sauer reagieren und die mineralische und die organische Substanz des Knochens zerstören. Der wird im Lauf der Jahre von der Oberfläche richtung Inneres langsam porös und weich.
Um das Fett gleich loszuwerden hat man (zumindest etwa in den 1920er Jahren) nur die Knochenröhren verwendet. Die Gelenksköpfe mit ihrer dichten Spongiosa, wo man das Fett nur mit der grauslichsten Chemie rausbringt, hat man großzügig weggeschnitten.
Eine relativ natürliche Methode der Entfettung ist das Einhängen des (sauber geputzten) Knochens in einen Teich für ein paar Monate. Verfärbungen sind dabei aber möglich.
Eine sehr milde und natürliche Art des Bleichens ist die Rasenbleiche: Die Stücke morgens und abends ins taufeuchte Gras legen und die Sonne draufscheinen lassen. Da der Knochen den Tau nicht gut aufsaugt evtl. gelegentlich anfeuchten. Bei der Bestrahlung von Wasser mit UV-Licht (auch im Sonnenlicht) entsteht nämlich auch H2O2 in geringer Menge. Nachteil: Feuchtigkeit in Vrbindung mit direktem Sonnenlicht kann zu ungleichmäßiger Austrocknung und zu Rißbildung führen. Ein Glassturz könnte zwar die Austrocknung verhindern, fast jedes Glas absorbiert aber UV-Licht. Mit Kunststoff könnte es gehen (noch nicht probiert).
Hat schon mal jemand probiert, Knochen mit Salpetersäure oder so weich zu machen und zu biegen? Habe leider kein richtiges Rezept, würde mich aber sehr dafür interessieren.
Liebe Grüße und alles Gute
Gnom

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Eintrag #27 vom 29. Apr. 2003 07:59 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Glas und UV-Strahlen

Notiz am Rande zum letzten Eintrag:
Quarzglas (was immer das ist ???) soll UV-Strahlen durchlassen. BMW verwendete in der Wirtschaftwunderära solche Scheiben, damit die Insassen schon während der Fahrt in den Süden braun werden konnten (so versprach es zumindest die Werbung).
Gruß
Joachim

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Eintrag #28 vom 02. Mai. 2003 18:28 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Glas

Dass man Quarzglas für Linsen in in UV-Mikroskopen verwendet hat, wusste ich. Dass man es auch in Autos eingebaut hat, ist mir neu. Ein interessant-lustiges Detail! Danke für den Hinweis!
Anmerkung Quarzglas ist fast reiner geschmolzener Quarz mit nur wenigen Zuschlagstoffen. Es ist nicht nur UV-durchlässig sondern hat auch einen sehr geringen, manchmal sogar negativen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Deshalb sind die meisten modernen chemischen Gefäße und auch viele gläserne Kochgeschirre daraus hergestellt. Diese könnte man dann auch mal beim Bleichen mit Sonnenlicht versuchen.
Liebe Grüße und alles Gute
Norbert

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Eintrag #29 vom 12. Mai. 2003 22:19 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Entfetten und (nicht) bleichen

Hallo Norbert,
Also den Eindruck des Vermischens könnte #18 hervorgerufen haben, ansonsten bin ich mir recht sicher das der Unterschied zwischen entfetten und bleichen klar ist.
Zum entfetten: Waschmitteln oder Tetrachlorkohlenstoff für die Vorbereitung von Knochen für mittelalterliche Beinarbeiten sind unnütz. Normales auskochen reicht, ca. 2 Stunden lang. Beim Auskochen lösen sich bereits Kollagene, nicht erst beim irgendwie gearteten bleichen. Z.B. wird Knochenleim (=Kollagen) durch Auskochen von Knochen- und Knorpelstücken gewonnen. Deshalb eben nicht zu lange auskochen, sonst wird der Knochen zum bearbeiten zu spröde.
In der Praxis macht es übrigens keinen Unterschied ob es nun am Fett oder am Kollagen liegt, zu spröde ist zu spröde.
Vom Standpunkt des Beinschnitzers (und darum gehts wohl in diesem Thread): Was soll mir das einhängen in einen Teich bringen wenn ich Monate warten muss und der Kram hinterher vielleicht noch verfärbt ist?
Zum bleichen: Die Frage nach dem “Warum” hatte ich ja schon gestellt. Ohne befriedigende Antwort.
Grüße
Martin
Eventuelle Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen allein der Erheiterung des Lesers!

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Eintrag #30 vom 28. Mai. 2003 19:47 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aw: Entfetten und (nicht) bleichen

Lieber Martin!
Nicht nur aber vor allem in #18 ist mir eine gewisse Unklarheit aufgefallen.
Auch ich bin der Meinung, dass Waschmittel und organische Lösungsmittel für mittelalterliche Beinarbeiten unnütz sind. Sie sind aber womöglich für “moderne” Knochenschnitzer interessant. Meine message sollte eigentlich nur sein, dass das Fett unbedingt rausgehört.
Vom Auskochen war ja schon ausführlich die Rede, deshalb habe ich es nichtmehr erwähnt. Auch ich koche die meisten meiner Knochen aus. Ich bin mit Dir einer Meinung, dass zu langes Kochen dem Kollagen schadet, darum koche ich nur ca. 20min. Um den Leim quantitativ ausziehen zu können muss man die Knochen, Knorpel, Häute allerdings zuvor lange Zeit in gelöschten Kalk legen. Bloßes Kochen zerstört die Kollagene nur langsam. Wenn Du nur die Knochenröhren verwendest, mag das Auskochen schon genügend Entfettung bringen. Will man aber auch Gelenksköpfe dabeihaben (z. B. für hohle Pfrieme aus Hasenknochen…) so muß man auf die eine oder andere Art das Fett entfernen.
In der Praxis macht es wahrscheinlich tatsächlich nur wenig Unterschied, wie man seinen Knochen spröde macht. Deshalb meine ich, man sollte auf beides sorgfältig achten. Kollagen gehört rein, Fett gehört raus.
In einem Punkt bin ich aber anderer Meinung als Du. Im Beitrag #16 schreibst Du, Pottasche sei schlecht, weil sie Fett löst. Das ist aber der einzige Grund, warum sie angewendet werden könnte. Der Nachteil der Pottasche ist wohl der, dass sie dem Kollagen sehr schadet.
Das Einhängen in einen Teich stellt eine Alternative dar, die ich ganz lustig finde und die auch von professionellen Beinschnitzern in ßsterreich bis vor etwa 100 Jahren angewendet wurde. Ich halte es für möglich, dass dieses Verfahren auch im Mittelalter verwendet wurde, und wollte es deshalb einmal erwähnen.
Auch ich bleiche meine Knochenarbeiten gewöhnlich nicht, aber manche wollens eben weißer als weiß…
Viele liebe Grüße
Norbert

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Eintrag #31 vom 25. Nov. 2004 16:51 Uhr Hans-Christoph (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Hans-Christoph eine Nachricht zu schreiben.

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Ich hatte mal einen Link eine Niederändischen Knochenschnitzers mit Shop… nun finde ich ihn nicht mehr. Kennt jemand seine Adresse?
Gericheim

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Eintrag #32 vom 26. Nov. 2004 08:50 Uhr Steffen Zimmermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Steffen Zimmermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Der Beinschnitzer...

www.bikkelenbeen.nl
aber das können auch Deutsche…..
Servus
Steffen
Steffen

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Eintrag #33 vom 05. Dez. 2004 00:38 Uhr Klaus Haller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Haller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Zusammen,
ich habe neulich einer hochinteressanten Präsentation einer Magisterarbeit beigewohnt.
Lange Rede kurzer Sinn: Ausgesprochende Spezialwerkzeuge zur Knochenverarbeitung scheint es nach den Ergebnissen der Referentin nicht gegeben zu haben.
Also: Auf Werkzeuge zur Holzverarbeitung zurückgreifen.
Klaus

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Eintrag #34 vom 05. Dez. 2004 12:18 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen,
wie stehts mit Soda und Salz ins Kochwasser?
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #35 vom 21. Dez. 2004 15:18 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber Haduwolff
Kaltes bis lauwarmes, leicht gesalzenes Wasser wird nur bei ganz frischen Knochen zum Entbluten genommen. V. a. um bei zoologischen Präparaten dunkle Flecke zu vermeiden.
Für Soda gilt ßhnliches wie für Pottasche. Es wird schon lange zum Auskochen von Knochen benutzt (auch im Mittelalter?).
Soda zerstört Fette und Proteine.
Vorteil: Das Fett, das man sowieso loswerden will, wird im Kochwasser gelöst. Weiters werden Reste von Muskulatur und lästige, widerspenstige Sehnenansätze butterweich.
Nachteil: Auch das im Knochen vorhandene Kollagen wird zerstört. Längere Zeit in Soda gekochte Knochen werden an der Oberfläche porös-saugfähig und spröde, sehr zarte Knochen junger Tiere (gut zum Schnitzen weil viel elastischer als solche von alten Tieren) werden überhaupt löchrig bzw. lösen sich gänzlich auf.
Mein Tipp: Wenn man Soda nehmen will, nur wenig nehmen (Messerspitze auf einen Viertelliter) und nicht zu lang kochen (15-20min).
Knochen am besten schon ins kalte Wasser geben, weil sonst durch den schroffen Temperaturwechsel leicht Haarrisse entstehen, die später sehr lästig sind.
Liebe Grüße und alles Gute
Norbert

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Eintrag #36 vom 11. Okt. 2005 11:22 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hat jemand Bilder (Photos/ Zeichnungen) von Gürtelschnallen aus Knochen so um 1000, Angelsächsischer und westdeutscher Raum!
Viele Grüße

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