Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Arbeiten mit Horn

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Eintrag #1 vom 24. Apr. 2003 13:08 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nur Probleme

Hallo zusammen,
ich brauche eure Hilfe beim bearbeiten von Horn.
Wie presst ihr Horn wenn ihr Platten braucht. ich mache kleine Stücke und koche das Horn für ca 2 Stunden und klemme es in Holz zwischen 2 Leimzwingen. So bekommen ich aber nur recht kleine Stücke und das ist recht mühsam. Versuche ich einfach von einem Horn Scheiben abzugsegen scheitert meine Elektrosäge und von Hand wird es krumm und schief. ich bin schon in versuchung das Horn mit dem Bandschleifer auf die gewünschte Stärke runter zu schleifen
Dann habe ich noch eine Frage zum schnitzen. welches Werkzeug benutzt Ihr zum Schnitzen von Horn und Geweih ? Das Zeug ist doch recht hart und spröde. Und wie poliert Ihr das fertige Produkt auf Hochglanz ?
Wenn ihr mir einige Tips geben könnt das wäre toll
Oliver

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Eintrag #2 vom 24. Apr. 2003 13:31 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ein paar Tips...

Hallo Oliver,
versuche das ganze in ßl zu kochen wird wärmer (Achtung Brandgefahr!!), ich denke 2 Stunden sind recht lange ein paar Minuten müssten reichen.
Zum Sägen und bearbeiten; im allgemeinen klappt es per Hand am besten und das Werkzeug ist dasselbe wie beim Holz.
Dabei lohnt sich gutes Werkzeug, allzu billiges aus dem Baumarkt kannste vergessen!
Beim pressen gilt um so mehr Druck, umso besser das Ergebnis! Also ruhig mehr Zwingen nehmen und eine gute Form haben (Hartholz).
Allerdings umso größer die Stücke sind, umso eher verziehen sich diese in ihre ursprüngliche Form, also gleich weiterverarbeiten oder fixieren.
Am besten ist natürlich schon Formen aus dem Horn zu sägen die wenig verändert werden müssen!
Was willst Du denn machen einen Helm, einen Panzer oder nur Löffel
Der mir bekannte Helm aus Horn hat recht schmale (vielleicht 2cm breite) aber lange Hornstücke.
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #3 vom 25. Apr. 2003 07:47 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für den tip
ich mache Nocken für Pfeile und Bögen draus
Oliver

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Eintrag #4 vom 25. Apr. 2003 09:19 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Oliver
ich denke, am besten wärst Du mit einem Heißluftgerät (so eine Art Fön, der allerdings VIEL heißer arbeitet) bedient.
Das Problem bei Horn ist nämlich, das es weder ßl noch Wasser besonders gut verträgt.
Ich habe auch schon einen Satz Pfeile mit eingespleißten Hornnocken gemacht.Damals hatte ich noch kein Heißluftgerät (ist übrigens ganz allgemein sehr praktisch zum Pfeilbau!) und habe mich mit einem Feuerzeug und einer Kerze ans Ziel gehangelt:
- Zuerst Hornstücke sägen (Eisensäge, Holzsägen sind meist zu grob. sehr gut geeignet sind auch japanische Zugsägen www.dick-gmbh.de ). Die Stücke brauchen nicht größer sein, als unbedingt notwendig. Größere Streifen ist man zwar heute von modernen Materialien her gewöhnt, die sind aber schwieriger zu machen und da wir nur kleine Stücke brauchen, genügen uns auch kleine Stücke. Das senkt den Aufwand erheblich! dabei übrigens unbedingt auf die Hornmaserung achten und LßNGS zur Faser schneiden.
- Ein Stück in eine Zange (Kombizange) nehmen (ganz am Rand) und über der Kerze oder dem Heißluftgerät ganz langsam und ohne es zu verbrennen erwärmen (so etwa eine Minute reicht aber völlig aus). Horn verhält sich technisch betrachtet wie ein Thermoplast. Wenns wieder Kalt wird, wird´s auch wieder hart). Da Horn nicht sehr gut die wärme leitet, müssen wir es langsam erwärmen.
- Das Stück sofort kräftig zwischen die Backen eines Schraubstockes zwingen und dort etwa eine Minute abkühlen lassen.
- Das Stück ist nun gerade. Leicht angeschmorte Ecken und besonders Flächen werden mit einer groben Feile entfernt. Verbranntes Horn ist porös und weich, das können wir, besonders auf den Leimflächen, nicht brauchen.
- Fertig!
Also: Ganz einfach und geht relativ schnell!
Zum einleimen kommen Knochenleim, Hasenleim, Ponal oder Epoxidharz in Frage. Ich habe Ponal super 3 genommen, der ist wasserfest und in einer viertestunde trocken.
Euer Arno

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Eintrag #5 vom 25. Apr. 2003 09:47 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag: Politur und Werkzeug

Hallo Nochmal
Habe ich vergessen:
Wie hier ja schon erwähnt wurde: Gutes Werkzeug ist sehr wichtig!!!!
Horn ist ein sehr schlecht zu bearbeitendes Material (zäh, faserig), das Ihr mit schlechtem oder stumpfen Werkzeug unmöglich verarbeiten könnt. Die paar Mark mehr auszugeben (bitte auch das NICHT im Baumarkt, denn dort ist “Profiqualität” das, was ein Profi nur im Notfall kauft) lohnt sich auf jeden Fall, zumal der Einkauf im Fachgeschäft nichtmal so viel teurer sein MUß!
Polieren:
- ßblicherweise wird beim Polieren zunächst so fein und so sauber wie möglich vorgeschliffen. Bei Horn habe ich gute Erfahrungen mit naßschleifpapier für Metall gemacht. Mit Korn 120 vorschleifen, alle Kratzer mit Korn 240 entfernen und am besten noch mit Korn 400 oder höher nachschleifen.
- Dann brauchen wir schon wieder Spezielwerkzeug:
1. Eine sogenannte “Schwabbelscheibe”, das sind aus Stoff gestanzete, runde Scheiden mit einem Loch in der Mitte zu einem “Paket” zusammengefasst und mit einem Dorn zum einspannen z.B. in die Bohrmaschine versehen. Gibt´s, wie viele andere gute Werkzeuge auch, bei www.fische-pforzheim.de
Kauft die Scheibe für die Bohrmaschine nicht viel Größer als 125 mm. Ich empfehle für Horn und Metall Best. Nr. 6546 G oder R.
- Dann braucht man “Polierpaste”. Das ist ein in Fettartiger oder Wachsartiger Masse eingeschmolzenes, ganz ganz feines Schleifkorn (ab ca. Korn 8000), das in Blockform auch bei “Fischer” zu bekommen ist. Gibt es für unterschiedliche Materialien. Für Horn schlägt Fischer Nr. 6044 zum vorpolieren und Nr. 6047 zum Feinschliff vor. Meist kann man sich aber das Vorpolieren sparen.
- Man spannt zunächst die Bohrmaschine am besten auf den Tisch oder in den Schraubstock (Halterung besorgen! Von mir aus im Baumarkt), so daß die Scheibe parallel zur Tischkante Steht, spannt die Scheibe gut fest, lässt sie auf vollen Touren laufen und drückt vorsichtig die Polierpaste an die laufende Scheibe. Dabei schmilzt das Bindemittel durch die Reibung und die Paste haftet an der Scheibe. Nun drückt man ganz vorsichtig (gut festhalten!!!!) das Werkstück an die scheibe und freut sich über den fast sofort eintretenden Poliereffekt.
Aber Vorsicht! Erstens wird auch das Horn dabei gut warm, was zum Verbrennen führen kann (auch bei versehentlich an die Scheibe gehanltenen Fingern!). dann weniger stark andrücken und / oder langsamer laufen lassen. Lässt man das Werkstück versehentlich locker, wird es einem aus der hand gerissen und durch den Raum geschleudert. Schutzbrille tragen und auf andere Leute / Fensterscheiben aufpassen!!!!
Man kann die Paste auch mit einem Tuch von Hand verwenden, so wie unsere Vorfahren. So schnell wie unsere Schwabbelscheibe kan aber kein Mensch rubbeln…
Nach demselben Schema, aber mit unterschiedlichen Pasten und Scheiben kann man nahezu alles auf Hochglanz bringen, die Anschaffung einer Grundausrüstung lohnt sich also auch für Bastler allemal.
Euer Arno

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Eintrag #6 vom 25. Apr. 2003 09:50 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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www.fischer-pforzheim.de soll´s natürlich heißen (ein “r” vergessen). Könnten die Admins das evtl. korrigieren und diesen eintrag löschen? Danke!
Euer Arno

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Eintrag #7 vom 25. Apr. 2003 13:35 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Ich hole meine Polierscheiben immer bei Mototrad-Louis, kosteten im Set zuletzt ca. 4 euro. Wesentlich billiger als im Baumarkt und absolut o.k..
Pax, Timm

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Eintrag #8 vom 25. Apr. 2003 13:53 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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…Warum dann nicht auch vom Moppedladen?
Ich bin halt immer vorsichtig, weil ich weiß, wie groß die Unterschiede sein können.
Euer Arno

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Eintrag #9 vom 25. Jul. 2003 16:03 Uhr Heiko Pulcher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Pulcher eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Günstige Poliermaschine

Das Polieren mit der Bohrmaschine kann dazu führen, dass man die Bohrmaschine ruiniert. Deren Lager sind nur bedingt für seitliche Belastungen geeignet.
Wer öfter mal was polieren möchte kaufe sich im BAUMARKT eine billige Doppelschleifmaschine. Zum Schleifen und Schärfen von Messern und Werkzeug sind die nur bedingt geeignet. Aber wenn man die ganzen Schutzvorrichtungen abbaut und anstelle der Schleifsteine die Polierscheiben montiert, hat man ein prima Poliermaschine. Und man kann zwei unterschiedliche Scheiben (z.B. Filz und Stoff) montieren.
als denn, Haynrych

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Eintrag #10 vom 26. Jul. 2003 08:04 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr
Stimmt, das mit dem Billigschleifbock habe ich mir auch schon überlegt. müßte eigentlich ganz brauchbar sein.
Euer Arno

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Eintrag #11 vom 16. Okt. 2003 23:25 Uhr Renata Bock  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Renata Bock eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Frische Rinderhörner bearbeiten

Wer kann mir Tips zur Bearbeitung von frischen Rinderhörner geben, direkt vom Schlachthof. Wie reinige ich diese und entferne die Hornzapfen, mit Kochen wie beim Knochen geht doch nicht, da Horn Wasser und Kochen nicht gut verträgt. Wie kann ich die Hörner so verarbeiten dass man sie länger lagern kann, ohne dass diese zu faulen beginnen
Vielen Dank für Antworten

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Eintrag #12 vom 26. Jan. 2004 21:20 Uhr Sämi Isch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sämi Isch eine Nachricht zu schreiben.

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Seid gegrüsst Edle Herren und Damen
Was muss ich machen, nach dem Auskochen der Hörner, damit sie nicht mehr so stinken?
Danke im voraus

                      Gruss

                           Heinrich3

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Eintrag #13 vom 29. Jan. 2004 08:44 Uhr Margarete Jaeger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Margarete Jaeger eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich habs zwar noch nicht mit Auskochen, sondern nur mit Rausfaulen lassen, also in Wasser einlegen probiert, aber denke das stinkt eher noch mehr. Ich hab dann einen Praeperator gefragt was man gegen den Geruch machen kann, und der hat gesagt, einfach lueften lassen. Ich habs dann probiert, und nach ein paar Monaten war der Gestank echt weg, aber ich weis natuerlich nicht, wie schnell du mit der Bearbeitung anfangen willst, mir hat’s nach dem Gestank erst mal gereicht und daher war ich echt froh um die Pause.
Margarete

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Eintrag #14 vom 29. Jan. 2004 18:38 Uhr Sämi Isch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sämi Isch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke!

Danke für den Tipp. Ich kann das Horn ja schon mal fein schleifen und dan immer noch lüften.
Gruss

   Heinrich

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Eintrag #15 vom 08. Jun. 2004 17:03 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Eine nette kleine Seite im Internet zur Arbeit mit Horn (Gewinnung, Säuberung, Bearbeitung, Verarbeitung zu verschiedenen Produkten: Pulverhorn, Trinkhorn usw. wird gezeigt) ist zu finden unter:
www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/hornhome[…]
P.S. Seite ist zwar in englisch, aber nicht schwer zu verstehen, da relativ wenig Text; Bilder (soweit vorhanden) sind selbsterklärend.
Gruß, Ingo

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Eintrag #16 vom 08. Jun. 2004 19:00 Uhr Gerke Eckhoff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gerke Eckhoff eine Nachricht zu schreiben.

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Hi!
Ich möchte mir gerne ein rufhorn selber machen. hab auch schon ein schönes horn, weiss aber nicht genau wie ich die öffnung für den Mundansatz machen soll. reicht einfach das ertellen eines loches oder muss ich da ein spezielles mundstück einsetzen, so wie ich es beim jagdhorn spielen brauche?
thx für eure hilfe
gerke

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Eintrag #17 vom 09. Jun. 2004 11:09 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gerke,
leichter zu spielen ist das Rufhorn sicher, wenn Du ein Mundstück formst, welches in Form und Größe einem Mundstück für ein Blechblasinstrument (z.B. Jagdhorn, Trompete …) ähnelt. Am besten ist es natürlich, wenn das Horn so groß (dick) ist, dass das Mundstück nicht extra eingesetzt werden muss, sondern quasi Horn und Mundstück in einem Teil bleiben kann.
Etwa so: www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/horn/hblas.gif
Gruß, Ingo

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Eintrag #18 vom 25. Nov. 2004 22:25 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe hier noch ein paar allgemeine Informationen zur Herstellung von Hornplatten aus dem “Handbuch für Kammmacher, Horn= und Beinarbeiter, in welchem nicht allein alle Verrichtungen derselben, sondern auch viele Hornarbeiten, die Verfertigung der Kämme von Schildpatt, Elfenbein und Blei… und vieler andrer ähnlicher Waaren ausführlich und deutlich beschrieben sind…” Weimar, 1841.
Das Rohmaterial weist erhebliche Unterschiede auf, nicht jedes Horn ist für jeden Zweck geeignet.
“Das Horn muß ein glattes und reines Aeußere haben, nicht verlegen und ohne Moder seyn. Auch muß man bei´m Kaufe das Geradeseyn der Hörner berücksichtigen. Gedrehtes, auswüchsiges Horn ist nicht gut zu verarbeiten, und jedesmal hat der Kammmacher Einbuße babei, indem die Unebenheiten doch weggehauen werden müssen.”
Den Hornzapfen (“Schlauch”) bringt man so heraus:
“In früherer Zeit wurden die Schläuche, als zu garnichts brauchbar, weggeworfen oder dem Dünger beigemischt; seitdem aber in Deutschland die Knochenbrennereien oder Beinschwarzfabriken eingerichtet worden sind, kann man aus einem Centner solcher Schläuche noch 14-18 Sgr. [wohl Silbergroschen] erhalten. Wenn das Horn noch frisch (…) ist, so läßt sich der Schlauch am mühsamsten herausbringen. -Gewöhnlich sind sie am untern Rande des Horns in der innern Fläche mit einer Haut befestiget, wo alsdann der Schlauch durch das Beil herausgeschlagen werden muß. Bei altem Horne trifft es sich nicht so oft, daß der Schlauch festsitzt; denn sie sind oft so locker in dem Horne, daß man sie mit der Hand herausziehen kann. Die Verbindung ist meistentheils nur am unteren Theile des Horns, und der obere Theil des Schlauchs ist eingetrocknet. In diesem Fall ist es räthlich, ein Weniges vom untern Theile des Horns abzuschneiden, wodurch nicht allein die untere Kante egalisirt, sondern auch die Verbindung mit dem Schlauche getrennt wird.
(…)
Die Spitzen des Horns werden bis zur Oeffnung, so weit der Schlauch gegangen ist, mit der Schrotsäge abgeschnitten (…) Denn der Kammmacher kann die massiven Hornspitzen nicht verarbeiten, sondern verkauft solche dem Horndrechsler ebenfalls hundertweise.
(…)
Nach dem Abschneiden der Spitzen schreitet man zum Schroten der Hörner, welches seine Benennung von der Schrotsäge erhalten hat, als derjenigen Säge des Kammmachers, in welcher die gröbsten Zähne befindlich sind. (…) so muß der Mann vom Fache schon wissen, in wieviele Theile und in welcher Größe er dieselben zu zerschroten hat (…) In der Regel werden aus einem Horne drei Schrote gemacht, nämlich ein Vorderschrot (der dickste Theil von der Tierhaut weg), ein Mittelschrot und ein Zinken.”
Das Horn wird dabei über die eingespannte Säge geführt, nicht umgekehrt.
(…)
“Es werden hierauf die Schrote mit derselben Säge in der Kehle des Horns der Länge nach mit einem einzigen Schnitte geöffnet, aber nicht in zwei Theile getheilt, denn das Schrot bleibt nach diesem Sägeschnitt immer noch rund, und die ganze Rundung muß die Breite der Platte ergeben, aus welcher die Kämme (…) gearbeitet werden sollen.
Es ist äußerst selten, daß das zu schrotende Horn ganz gerade ist; fast alle Hörner sind nach einer Seite zu gekrümmt. Die hohle oder gekrümmte Seite wird die Kehle, die obere Seite hingegen der Buckel genannt.
(…)
Das Pressen mit Schraubestöcken (…) Bevor dies jedoch vor sich gehen kann, müssen dieselben in einen Kessel gethan, Wasser darüber gegossen und bei lebhaftem Feuer zum Kochen gebracht werden. (…) damit vor demselben noch ein zweites Feuer mit besonders trockenem Holze angemacht werden könne, um die aus dem Kessel genommenen, schon etwas erweichten Schrote über demselben noch mehr zu erwärmen. Besonders zweckmäßig ist es, in den Kessel mit den Schroten altes Fett oder Talg (Unschlitt) zu thun, welches sich bei dem Herausnehmen der Schrote mit einem großen Holzlöffel (…) an das Horn hängt und solches über dem Feuer geschmeidig macht, so daß es weit leichter aufzuziehen ist und nicht so oft rissig wird. Frisches Horn braucht, in der Regel, kaum zu kochen, dahingegen altes und hartes Horn scharf gekocht werden muß. (…) Ueber einem gutbrennenden Feuer dreht der Einwärmer die [aus dem Kessel genommenen, auf Hölzer aufgesteckten] Schrote beständig herum, wobei er vorzüglich darauf Rücksicht nehmen muß, daß er die Schrote mehr auf dem Buckel, als dem stärksten Theile des Hornes, wärme, als in der Kehle desselben; eben so muß er die odbern und untern Kanten der Schrote vor dem Verbrennen zu sichern suchen, weil solche bei Nichtbeachtung dieser Vorsicht bei´m Aufziehen leichter reißen.”
Die Schrote werden nun mit zwei Zangen aufgezogen und gestreckt, bis sie etwa gerade sind.
“Sollte sich aber der auseinandergebogene Schrot wieder in seine frühere Gestalt krümmen wollen, ehe er eingespannt wird, so ist derselbe nicht warm genug gewesen und muß wiederholt gewärmt werden, denn sonst würde er bei´m Pressen leicht reißen und auch nicht gerade bleiben. (…) Die schuppigen und unebenen Schrote werden nach dem Aufziehen mit dem Iler [einem sonderbar geformten Werkzeug](…) egalisirt und die Ungleichheiten oder Erhöhungen mit dem Schnitzer, einem säbelförmig gekrümmten Messer, beschnitten. (…) Nach dieser Arbeit wird das geilete Stück Horn abermals mit der Zange über dem Feuer erwärmt, und in diesem Zustande zwischen zwei eiserne Platten gebracht, welche in den Mund eines Schraubestocks gesetzt und fest zusammengespannt werden.”
Dort lässt man es eingespannt, bis es völlig erkaltet ist und hat nun eine Hornplatte zur weiteren Verarbeitung. Es ist auch noch das herkömmliche Verfahren beschrieben, wie man es mit der hölzernen Hornpresse statt des Schraubstocks macht, ohne Bild würde man da aber sehr viel Text brauchen.
Der Text ist auf ca. ein Zehntel gekürzt, für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Norbert

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Eintrag #19 vom 29. Mrz. 2007 08:21 Uhr Simone Kuprat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simone Kuprat eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen!
Wie ich drauf kam, Horn zu bearbeiten weiß ich schon garnicht mehr. Jedenfalls kam ich über eine Bekannte (die in einer Metzgerei arbeitet) kostenlos an Kuhhörner und hab dann mal wild angefangen, die zu bearbeiten.
Mein erster Versuch sah so aus, daß ich das Horn “zu Platten” verarbeitet habe und daraus Runen gemacht habe. (Die Zeichen mit dem Dremel rein “gefräst”).
Jetzt sitze ich an einem Horn, welches seine Ausgangsform behalten soll und welches ich außen verziehren will. (wieder “gravur-technisch”). Anfangs habe ich es abgeschliffen, bis der “gröbste Dreck” mal weg war. Jetzt kam ich aber drauf, daß ich mehr abtragen muß, da dann die Maserung des Hornes besser zur Geltung kommt. Ich bin also dabei, die Hälfte von dem Horn abzutragen, wodurch es natürlich immer dünner wird.
Meine Frage ist nun eigentlich, ob das so richtig ist. Muß man wirklich die Hälfte von dem Horn abtragen, um an die Maserung hin zu kommen? Ich habe halt Angst, daß ich das Horn irgenwie “versaue”, weil ich schon an die 5 mm weg geschliffen hab.
Hat jemand Ahnung davon oder hat das auch schon mal gemacht? Nicht das mir am Ende nen hauchdünnes Horn übrig bleibt, welches dann beim “Gravieren” zerbricht oder dergleichen.
Da ich mich nicht auskenne, würde ich es einfach rundherum abschleifen, dann polieren und dann mit der Verziehrung anfangen. Danach evtl. noch (mit klarem Autolack????) lackieren??
Bei den Runen hatte ich das Problem, daß sie nach einiger Zeit Risse bekamen und regelrecht gesprungen sind. Hab ich da was falsch gemacht??
Aber vorerst würde ich gern wissen, ob es richtig ist, die Hälfte des Horns abzuschleifen…
Vielen Dank im Voraus!
Solveigh Ragnardottir

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Eintrag #20 vom 06. Apr. 2007 20:09 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
so viel ich weiß, hat man alles Rissige immer so weit abgearbeitet, bis nur noch kompaktes Horn übrig war, und das dann evtl. noch auf die gewünschte Materialstärke gebracht. Ich glaube nicht, dass man dabei groß auf die Maserung geachtet hat.
Wenn es ein mittleres Horn ist, sollte schon noch ein bisschenwas stehenbleiben, sagen wir mal 3mm. Ich habe da ein kleines Pulverhorn aus dem 19. Jhdt., bei dem der freie Rand durch einen eingepassten Holzdeckel stabilisiert ist. Da reichen schon 2mm. Da bewegt sich noch garnix.
i31.photobucket.com/albums/c381/Baupi/Pulverhorn.jpg
Bis vor 100 Jahren (und ich glaube, heute immer noch) war es unüblich, Waren aus Horn zu lackieren. Sie halten auch so. Manchmal wurden sie leicht abgeölt.
Allerdings bleiben Hornwaren immer empfindlich gegen Wärme und gegen Feuchtigkeit, besonders gegen wechselnde Temperatur- und/oder Feuchtigkeitsbedingungen. Das Horn könnte auch beim Anwärmen zu heiß geworden und angebrannt sein. Oder war das Horn beim Flachpressen vielleicht zu kalt und hat Risse bekommen? Oder hast Du nicht genug weggeschnitten, und es war von Anfang an rissiges Horn dabei? Diese feinen Risse gehen immer früher oder später auf.
Sonst fällt mir im Augenblick nichts ein. Wenn man auf diese paar Dinge achtet, sollten die Gegenstände jahrzehnte(jahrhunderte)lang halten.
Ich hoffe, das hilft ein wenig. Frohe Ostern!
Norbert

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Eintrag #21 vom 09. Apr. 2007 07:10 Uhr Simone Kuprat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simone Kuprat eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Norbert.
Danke für deine Antwort.
Also mit der Maserung das habe ich im Fernsehen gehört/gesehen. Und das Horn jetzt hab ich soweit runter geschliffen, daß etwas dunkleres heraus kam, stellenweise hab ich helleres gelasses, sodaß es wie meliert aussieht. Sieht ganz gut aus und ist auch noch recht stabil.
Die “Maserung” blieb auch erst, als ich es mit ßl abgeschiffen hab (muß man auch erstmal wissen)
Mit den Runen und den Rissen… Das war mein erster Versuch und ich denke, ich habe da zu wenig abgetragen, sodaß nicht mal das Schleifen und Polieren es hätte verhindern können. Nächstes Mal bin ich schlauer ;-)Und wohl war das Horn auch nicht heiß genug. Ich habe es “nur” drei Std gekocht… Nächstes Mal mit mehr Hitze versuchen.
Danke für die Tips
Solveigh Ragnardottir

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Eintrag #22 vom 17. Sep. 2007 19:38 Uhr Eva Teske  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Eva Teske eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schmuckanhänger

Hallo!
Ich habe mich eben angemeldet, weil ich hier endlich mal was über Hornbearbeitung gelesen habe.
Ich habe allerdings immer noch ein paar Fragen zur Hornbearbeitung.
Wie kann ich Horn am besten bearbeiten, wenn man keine Werkstatt und extrem viel Spezialwerkzeug hat/kaufen kann.
Ich habe bisher Schmuckanhänger immer aus Speckstein gemacht. Hat auch ganz gut funktioniert (mit Dremel) , allerdings bricht Speckstein so schnell.
Deshalb habe ich mir auf gut Glück Rinderhorn bestellt und versucht es mit dem gleichen Werkzeug zu bearbeiten.
Allein schon das Sägen hat mich etwas deprimiert, weils sehr zäh von statten geht.
Kann mir jemand Tips geben zur Bearbeitung?
Mit meinem Dremel komm ich nicht so weit…
Und was hat das mit dem Auskochen auf sich?
Gehts hierbei nur um Gestankminimierung oder wie?
Vielen Dank schon mal im voraus für Infos!
Grüße,
Eva
Elavein

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Eintrag #23 vom 18. Sep. 2007 21:43 Uhr Constantin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Constantin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Eva,
ich habe im Bogen und Pfeilebau mit Horn zu tun. Auskochen kenne ich nur bei frischem Horn, um das Gelärsch innen rauszubekommen.
Ansonsten macht Hitze Horn biegbar und es hält beim Abkühlen einigermaßen die Form.
Zum Thema Hornocken aus Kuhhorn schleifen habe ich mal ein pdf zusammengestellt. Vielleicht sind da auch nützliche Tipps für Dich drin…
www.free-archers.de/forum/index.php?[…]
Edradour

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Eintrag #24 vom 18. Sep. 2007 21:58 Uhr Constantin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Constantin eine Nachricht zu schreiben.

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Und jetzt noch mal mit richtigem Link…
www.free-archers.de/forum/index.php?[…]
Edradour

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Eintrag #25 vom 18. Sep. 2007 22:00 Uhr Constantin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Constantin eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry, beim Speichern des Posts geht immer der Link kaputt…
Edradour

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Eintrag #26 vom 27. Mai. 2009 14:42 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe auf einem Markt dickere Hornplatten erstanden und würde gerne mehrere dünnere Plaaten daraus gewinnen. Ich habe auf Marc-Carlsons Hornseite bereits eine grobe Anleitung gefunden, allerdings sind doch noch einige Fragen offen geblieben, wie beispielsweise die der genauen Arbeitsschritte nach dem Kochen, also wie genau der Spaltvorgang vonstatten geht.
Macht man das in der Hand, spannt man dazu das Horn ein? Braucht man spezielles Werkzeug oder reicht ein scharfes Küchenmesser mit breiter Klinge?
Mich würden also, kurz gesagt, Tipps aufgrund praktischer Erfahrungen interessieren, bevor ich die Platten im Selbstversuch zerstöre :)
Viele Grüße!

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Eintrag #27 vom 28. Mai. 2009 13:18 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Versuch

Moin,
mit dem verdünnen von Hornplatten habe ich keine guten Erfahrungen. Die sind bereits gepresst und geschliffen ( nehme ich an ).
Da ist der Faserverlauf des Horn schon größtenteils hinüber.
Kleinere Platten habe ich dann einfach runtergeschliffen.
Bessere Ergebnisse hatte ich mit einem alten Trinkhorn.
Ich habe die Spitze abgesägt und das Horn der Länge nach gespalten. Dann so 3 Wochen in Wasser gelegt. Nach dem wässern konnte man schon einzelne Horschichten erkennen.
Das Horn habe ich dann vorsichtig mit der Heißluftpistole erwärmt und mit einem alten Messer Stückchen für Stückchen geschält.
Allerdings war das Ergebinis auch nicht sooo üppig und es ist viel Arbeit.

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Eintrag #28 vom 29. Mai. 2009 08:04 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Spalten

ich habe vor kurzen mir eine Laterne mit Holzplatten gebaut, dabei habe ich die erste, ziemlich dicke Platte gesägt, war per Hand recht mühselig und die Platten waren für eine Laterne immer noch zu dick. Also habe ich es mit Spalten versucht, vorsichtig mit Zwischenlage in einen Schraubstock gespannt, und dann mit einem sehr schmalen Stechbeitel und einem Gummihammer sehr vorsichtig die Platte längs der Struktur gespalten, es ging wirklich gut, da das Material nicht zu brüchig ist und das Ergebnis ist recht brauchbar, obwohl die Oberfläche noch zu schleifen ist. Vorsicht, an manchen Stellen gab es bei mir (Wachstums-?)Falten in der Struktur, die sich beim Spalten in dünne Platten dann herausgeschält haben und sichtbar bleiben, jedoch nichts zu kritisches. Ich würde trotzdem erst einen Versuch an einem kleinen Stück deines Materials wagen.

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Eintrag #29 vom 02. Jun. 2009 11:33 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht kalt?

Hallo, danke schonmal für die Brichte!
Es handelt sich um große grob geglättete und ziemlich dicke Hornplatten, also das, was man nach dem Aufsägen des Horns und dem ersten Glätten herausbekommt. Die Platten sind nicht völlig platt, wie die, die es im Handel des öfteren zu kaufen gibt, sondern noch gewellt.
Ich wäre jetzt so vorgegangen, vom Horn ein Teststück abzusägen, es zu kochen und dann im Schraubstock zu delaminieren. Mit einem Messer habe ich mir auch gedacht, dass es funktionieren müsste.
Peter, hast du dein Horn kalt mit dem Stechbeitel getrennt?
“längs der Struktur” - bedeutet das “entlang der Faserrichtung”? oder “quer zur Faser”?
Und wie dick hast du die einzelnen Schichten abgespalten?
Die Platten sind übrigens ebenfalls für eine Laterne.

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Eintrag #30 vom 02. Jun. 2009 11:40 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Platten

Also ich habe es auf ca.2mm dicke Platten gebracht, die wellen sich jedoch dann auch recht leicht (erst, wenn sie eine zeitlang rumliegen, als ob noch Feuchtigkeit vorhanden wäre), also nach dem Spalten mit irgendwas beschweren bis zur Weiterverwendung. Somit sind die schön dünn und lassen recht viel Licht durch. Gespalten habe ich entlang der Faserrichtung und das ganze kalt. Mir wurde jedoch auch erzählt, dass es funktionieren wüürde, wenn man die Platten kocht und dabei würden sich dann die Platten wie Blätterteig abheben lassen, das habe ich jedoch noch nicht probiert.

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Eintrag #31 vom 06. Okt. 2009 14:09 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ergebnisse...

Hallo nochmal, ich wollte nur kurz einen Erfahrungsbericht nachreichen.
Am Wochenende war das Experiment fällig, es hat wunderbar geklappt. Es ging wirklich leichter, als gedacht. Angefangen habe ich ebenfalls damit, die ausgesägte Platte im Schraubstock vorsichtig einzuspannen und dann mit einem schmalen Stemmeisen zu spalten. Das ging auch recht gut bis zu ein paar Zentimeter, aber dann stellte sich (trotz Nachrutschens) heraus, dass das Eisen zu dick (nicht zu breit!) ist, was zur Folge hatte, dass das Horn quer zur Faser gerissen/abgeblättert ist. Gott sei Dank wars nur ein Teststück. Ein findiger Bruder kam dann auf die Idee, mit dem Messer weiterzumachen, was er dann gleich probiert hat. mit dem Messer klappte das ganz wunderbar, wir ca. einen Millimeter starke Platten herausbekommen. Die werden jetzt dann gechliffen und poliert.
Alles in allem einfacher als gedacht. Man muss sich nur trauen, manchmal macht das Horn beim Spalten auch ganz fiese Geräusche, sodass man denkt, man hats gerade zerbrochen.
Viele Spalter-Grüße!

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Eintrag #32 vom 07. Apr. 2010 11:28 Uhr Sina Klausnitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sina Klausnitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Arbeiten mit Horn - Hornlöffel

Beim Stöbern im Netz gefunden:
www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?[…]
Archäologisch für das MA nachgewiesen über die beiden “Formen” aus Grönland (Roussell, Aage: Farms and Churches in the mediaval norse settlement of Greenlad, Kopenhagen, 1941, 282-284).
Viel Spaß, Sina

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Eintrag #33 vom 12. Apr. 2010 13:25 Uhr sabrina Bloch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um sabrina Bloch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Geruch

LIebe Margarete
Rausfaulen ist wohl nicht die allerbeste Idee.
Horn so lange kochen damit Du den Stirnzapfen herausnehmen kannst. Um den Geruch und das restliche Fleisch entfernen zu können, fülle das Horn wieder mit Wasser, stelle es auf und gib in das Horn 1 Tablette Kukident oder anderen Gebissreiniger. mindestens 2-3 Tage wirken lassen und bei Bedarf wiederholen etc. So habe ich meine jedesmal schön sauber und geruchslos gebracht. Auch gut geeignet für trinkhörner da keine Chemikalie. bei Weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. liebe grüsse

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Eintrag #34 vom 12. Apr. 2010 21:38 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht chemisch oder nicht chemisch?

Kukident ist keine Chemikalie? Da scheint Dein Chemie-Unterricht aber ne andere Definition vermittelt zu haben als meiner…

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Eintrag #35 vom 13. Apr. 2010 02:16 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sagen wir mal so...

irgendwie ist ohnehin alles Chemie. Aber Kukident im Horn tut das, was es auch auf dem Gebiß macht: Alles überflüssige Organische entfernen.
Ansonsten viele Salze, zwei organische Säuren, ein Peroxid und noch ein paar Kleinigkeiten.

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Eintrag #36 vom 13. Apr. 2010 12:44 Uhr Patrick (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kukident

Wenn ich mir die zutaten von Kukident anschaue dann frage ich mich, ob diese Stoffe nicht auch die Eigenschaften des Materials beeinflussen können, insbesondere die optischen.

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Eintrag #37 vom 13. Apr. 2010 13:29 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Risikovermeidung

Die Lösung nur ins Horn schütten, nicht das Horn darin baden…

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Eintrag #38 vom 13. Apr. 2010 13:40 Uhr Patrick (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ins Horn schütten

Dann wirkt es eben auf eine der beiden Oberflächen ein. Auch in diesem Fall würde ich es für möglich halten, dass nach einer Wirkungszeit von 2-3 Tagen wie unten angegeben eine Veränderung der Eigenschaften des Horns eintritt. In Kukident sind ja einerseits Bleichmittel enthalten, andererseits Säuren und entkalkende Chemikalien.

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Eintrag #39 vom 13. Apr. 2010 13:59 Uhr Andreas Pilz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht .

Naja, man sollte das jetzt nicht überbewerten. Die meiste Reinigungswirkung entsteht eh durch das Sprudeln.
Wären die Säuren jetzt so stark, dann müsste man bei der Handhabung eigentlich Schutzkleidung anhaben. Da dies nicht der Fall ist, gehe ich mal davon aus, daß die Wirkung der Säuren und des Bleichmittels eher schwach sind..

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Eintrag #40 vom 13. Apr. 2010 15:02 Uhr Patrick (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wirkung

Die Frage ist, ob es kleine Veränderungen gibt, die die Optik oder die Obrflächenbeschaffenheit oder vielleicht auch die mechanischen Eigenschaften des Materials so verändern, dass ein Unterschied zu “traditionell” entzapftem Horn festgestellt werden kann. Vielleicht hat das jemand schon einmal getestet. Wobei natürlich die Entscheidung, was jetzt vertretbar ist oder nicht, vom jeweiligen Anspruch und Verwendungszweck abhängt.

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Eintrag #41 vom 13. Apr. 2010 18:38 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Im Inneren

des Horns kommt es sicherlich zu leichten Aufrauungen des Materials, und möglicherweise wird es etwas spröde. Das hängt von der Einwirkdauer ab.

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