Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Armbrust um 1200

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Eintrag #3 vom 09. Aug. 1999 13:50 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Zuerstma: Tach Michael! Schön, daß noch irgendjemand etwas für diese schöne Waffe übrig hat (kam mir schon sehr einsam vor). Mit Informationen kann ich Dich für den Anfang versorgen, sende mir doch bitte per e-mail/snail-mail Deine genaue Adresse, dann stelle ich Dir was zusammen (Kataloge, Tips und Technik). Allgemein wird angenommen, daß Armrüstenschützen (es heißt erst seit der Renaissance “Armbrust”) eher weniger gut angesehen waren, als die Bogner (und auch schlechter bezahlt). Als Grund wird meistens angeführt, daß es für eine Armrüste reicht, den Spanngurt (oder später den Geißfuß oder die Winde) bedienen und den Abzugshebel finden zu können. Ein leidlich Augenmaß zum Zielen reicht dann. Dem kann man entgegenhalten, daß im Hochmittelalter die Wurfarme der Armrüsten oft noch entweder aus Holz bestanden, oder mehrfach verleimte Horn-Holz-Kompositbögen waren, die ihre regelmäßige Pflege verlangten. Ab 1300 kamen dann auch Metallwurfarme auf, die waren aber prinzipiell noch schwieriger, da sie zwar nicht so feuchtigkeitsempfindlich waren, auf Temperaturschwankungen aber mit Bruch reagieren konnten. Mir sind Armrüstenschützen meist als Stadtwache ode Teil der Infantrie untergekommen, denn von ihrem Prinzip her ist diese Waffe eher für den Stellungskampf geeignet, da ihre Schußfolge eher langsam ist und das Spannen der Sehne nur von sehr gelenkigen Menschen zu Pferde vollbracht werden kann. Was die Berufskleidung angeht, so empfiehlt sich eine eher kurze Tunika (hochmittelalterliche Mode hin oder her), da es übel ist, wenn sich Zipfel der Kleidung in Sehne oder Spanngurt verfangen. Darüber bietet sich ein Gambeson mit Spangenpanzer, Arm-/Beinplatten und ein offener Helm (zwecks Zielen) an. Da für den wohlmöglich ebenfalls mit Armrüste oder Langbogen bewaffneten Gegner ein Kettenhemd bestenfalls eine Ansammlung von Löchern darstellt, kann man sich das sparen (war für einen einfachen Armrüster wohl auch zu teuer). Wichtig noch der Bolzenköcher, indem nach Literaturangaben die Bolzen mit den Spitzen nach OBEN eingesteckt wurden und ggf. eine Nahkampfwaffe - fertig ist ein Mann, den jede Stadtwache gern beschäftigt haben wird. Lohnangaben reiche ich der Vollständigkeit halber noch nach, habe ich hier nicht zur Hand. Viel Spaß.
Hermann de Monasterium

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Eintrag #2 vom 08. Aug. 1999 23:36 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Michael, die Armrüste(Armbrust ist Renaissanceblabla)war immer auch Kriegswaffe, und real scherte sich kaum jemand um die päpstliche Bulle. In der Mehrzahl waren es Söldner aus Italien, Südwestfrankreich und Brabant, die sie einsetzten. Ritter (zumindest Standesbewußte) benutzten sie nur zur Jagd. In der Regel wurden Gefangene Schützen, die einen Ritter o.ä. “erlegt” haben umgebracht, siehe Tod v. Löwenherz. Das wars in Kürze…
Euer Haduwolff

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Eintrag #1 vom 08. Aug. 1999 18:49 Uhr Michael Guder   Nachricht

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Hallo, ich würde mich freuen wenn mir jemand sagen könnte welche Rolle die Armbrust um 1200 hatte, ob sie nur als Jagdwaffe eingesetzt wurde oder ob sie trots des Kirchenverbotes auch als Kriegswaffe ( auch gegen Christen ) eingesetst wurde und welche Strafen ausser Exkumunizion es für die Benutzung gegeben hat und wie streng diese verhängt wurden. Und welche Stände/Berufe die Armbrust benutzten. Kann mir vielleicht jemand sagen wo ich gut bilder von Armbrüsten finden kann ( am besten die mit den Fussbügel ) Ich hoffe das ich viele Informationen von euch bekommen werde, dafür schon mal danke im Vorraus
Bis dann, Michael

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