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Eintrag #1 vom 15. Aug. 2001 17:54 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lübeck und die Moderne, Reichenau - endlich!

Grüß Euch,
in diesem neuen Thread will ich einen Bezug auf das “Aktuelle” Geschehen in der Beschäftigung mit den alten Zeiten herstellen.
Ob es Kritiken an Bauvorhaben, neue Funde und neue Theorien sind, oder ganz handfeste Projekte, hier ist Platz dafür.
Mein Beitrag:
…aus dem Radio (DLF) erfuhr ich eben, daß die Stadt Lübeck aufgrund ihrer Bemühungen bezüglich der Neubauten am Markt den Begriff “Weltkulturerbe” verlieren könnten.
Das zuständige Gremium kritisiert die Bautätigkeit in der Altstadt, und erwägt die Aberkennung dieses sehr wertvollen Titels…
Dafür wurde heute der Insel Reichenau im Bodensee der Satus des Weltkulturerbes endlich verliehen. Wer mal dort war, wird es nicht vergessen können: die zauberhafte Klosterinsel, die pure Romanik und letztendlich die Schmiede vieler grossartiger Bücher und Literaturbearbeitungen, z.B. die der Nibelungenfassung aus dem 12. Jhdt..
Man muß nicht immer ins Ausland fahren, umd Geschichte zu finden.
Euer Haduwolff

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Eintrag #2 vom 15. Aug. 2001 20:33 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gute Idee

Hallo Hadu!
Finde ich gut, diesen Thread.
Aktuelle Informationen zu Nachrichten aus der Archäologie gibt es auch laufend auf der Seite von AiD: www.theiss.de/AiD/news.htm
(nein, ich bin nicht am Umsatz beteiligt)
Hilmar

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Eintrag #3 vom 22. Aug. 2001 10:51 Uhr Frank D.   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht weitere Adressen

Hallo,
hier noch eine weitere Internetadresse mit aktuellen Nachrichten aus der Archäologie:
www.archaeologie-online.de
Meines Wissens bis jetzt weniger Mittelalter, aber das Angebot wird permanent erweitert und verbessert.
Viele Grüße
F. Dittewig

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Eintrag #4 vom 23. Jan. 2002 12:54 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Neues Slawenmuseum

Hallo,
in Brandenburg ensteht ein neues Zentrum zur Geschichte der Slawen. Neben archäologischen Ausgrabungen an einem slawischen Burgwall sind vielfältige weitere Projekte geplant, u. a. soll auch ein Museumsdorf errichtet werden, welches die Entwicklung der slawischen Dorf- und Sachkultur demonstrieren und “beleben” wird. In diesem Zusammenhang werden interessante Kurse zu alten Handwerkstechniken etc. angeboten. Interessenten schauen bitte auf die noch im Entstehen begriffene Seite: www.slawenmuseum-riewend.de
Ruth

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Eintrag #5 vom 24. Jan. 2002 11:10 Uhr Patrizia Frin  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrizia Frin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lübeck kein WKG mehr??

Hi Hadu!
Warum finde ich diesen Thread erst jetzt??? Naja…. ich muß zugeben, daß ich hier zum ersten Mal höre, daß Lübeck kein Weltkulturgut mehr sein soll, falls der Markt wie geplant neu bebaut wird. Wundern tut es mich nicht, der geplante Bau ist häßlich wie die Nacht und völlig unpassend. Leider sind schon einige schöne Ecken Lübecks unserem Bausenator zum Opfer gefallen, trotz massiver Proteste (z.B. der BIRL = Bürgerinitiative Rettet Lübeck). Wie gesagt: Es würde mich nicht wundern - ich werde mal Erkundigungen einziehen.
Als Stadt mit der umfangreichsten Stadtkernarchäologie (Deutschlands? Glaub ich…) haben wir aber zumindet zu vermelden, daß endlich der (Um-)Bau eines geplanten Museums für Archäologie stattfinden wird. Das sogenannte Beichtbaus im Burgkloster wird 2004 fertig sein, Teile werden schon diesen Herbst eröffnet. Ehrensache, daß das Hansevolk zur Eröffnungsfeier dabei sein wird. Ratet mal, wer sich darüber freut wie ein Schneekönig… :-)) …bisher wurden nämlich nur eher wenige Funde im St. Annen-Kloster und Holstentor gezeigt. Die Baupläne bestechen mit so schicken Einfällen wie: Nachbau eines Kloaken-Schachts mit Funden darin über mehrere Stockwerke (geruchslos!), lebensnahe Ausstellungen, Vitrinen auf ein Minimum beschränkt….ich bin schon sehr gespannt. Ein Besuch wird in jedem Falle lohnen.
Unser Holstentor wird zur Zeit umgebaut, sämtliche archäologischen Funde sind zurück zum Magazin gegangen, im April 02 wird es wieder eröffnet und schimpft sich dann “Hanse-Museum”. Keiner weiß genau, was uns da erwarten wird….
Tricia von Lubeca

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Eintrag #6 vom 17. Feb. 2002 18:18 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Burg Ziesar und die Fußbodenheizung

Hier mal wieder eine Agenturmeldung mit interessanten Ergebnissen der Archäologie:
Ziesar (dpa) - Eine Leiche im Keller hatte die Burg Ziesar. Das rund 250 Jahre alte Skelett wurde jetzt bei der Freilegung der damals zugeschütteten Kellergewölbe entdeckt. Wie der Mann den Tod fand, ist ungewiss.
Klar belegt ist dagegen durch die Ausgrabungen, das es schon im Mittelalter, um das Jahr 1300 behagliche Fußbodenheizungen gab. Eine solche technische Rarität, einstmals mit Holz befeuert, wurde in den Gewölben unter Regie des Bauforschers Detlev von Olk und des Restaurators Wilfried Sitte neben einer um 1470 datierten Heizungsversion gefunden.
Einer der Kellerräume ist unterdessen komplett, ein weiterer zur Hälfte von dem Ziegelbruch befreit, mit dem sie einst zugeschüttet wurden. Damit ist die Hälfte der archäologischen Arbeit im Untergrund vollbracht. Auch in den oberen Etagen wurde bei Entkernungsarbeiten Interessantes aus grauer Vorzeit aufgespürt: Unter Putz und Gips tauchten Wandmalereien mit Blütenmotive, Heiligen- und Stadtdarstellungen auf, in einem Saal im Erdgeschoss wurde eine Holzbalkendecke von etwa 1495 entdeckt.
Im Ostflügel der Burg, der 1327 bis 1560 von den brandenburgischen Bischöfen bewohnt wurde, soll bis zum Jahr 2005 auf mehr als 1000 Quadratmetern ein bisher einmaliges überregionales Museum entstehen. Es wird die Geschichte des Christentums in der Mark Brandenburg dokumentieren. Zuvor müsse der zurzeit leer stehende Burgbereich aber für rund drei Millionen Euro saniert werden, sagt Bürgermeister Dieter Sehm (SPD).
In diesem Jahr sollen das Walmdach des bischöflichen Wohnhauses nach historischem Vorbild erneuert und die Fassade restauriert werden. Für den Innenausbau, der 2003 und 2004 erfolgt, wurden schon EU-Gelder beantragt. Außer Büros, Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen sowie einer Bühne für Theateraufführungen und Konzerte ist auch ein museumspädagogischer Bereich geplant. Dort soll für Besucher beispielsweise beim Münzprägen die Vergangenheit lebendig werden. Die ausgegrabenen Kellergewölbe erlauben künftigen Gästen auch einen Blick auf Bedienraum und Brennkammer der mittelalterlichen Fußbodenheizung.
An der Stelle der Bischofsburg befand sich vor 928 ein slawischer Burgwall, von Südosten bis Nordwesten von einem See umschlossen. ßstlich der Burg lag eine wendische Fischersiedlung. Die ältesten Teile der Burganlage stammen aus der Zeit um 1200. Dazu gehört der 35 Meter hohe Bergfried mit seinen 3,75 Meter dicken Mauern und der 1528 als Dach aufgesetzten Bischofsmütze. Er wurde schon im Jahr 2000 für umgerechnet 175 000 Euro restauriert und ist Besuchern als Aussichtsturm zugänglich.
Die Burg mit ihrer bewegten Geschichte erlebte ihren bedeutendsten mittelalterlichen Ausbau unter Dietrich III. von Stechow, der von 1459 bis 1472 Bischof war. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Burg zum barocken Herrenhaus umgebaut. Von einstmals sieben Türmen sind heute nur noch zwei erhalten. Nach 1945 waren in den Bischofsgemächern Umsiedler einquartiert, von Mitte der 60er Jahre diente das Gebäude bis kurz nach der Wende als Jungeninternat. Ein Teil der Burg wurde 1999 zur Amtsverwaltung umgebaut.
Ob der Winnetou-Schöpfer und Schriftsteller Karl May, der der Bischofsburg seine Erzählung «Wildwasser» widmete, den Namen der Burg und des Ortes im Kreis Potsdam-Mittelmark richtig aussprechen konnte, ist unbekannt. Die Einheimischen legen jedenfalls Wert auf die deutliche Trennung zwischen i und e, weil die Bezeichnung wohl vom einstigen Adelsgeschlecht Ziegesar herrührt.
© dpa - Meldung vom 12.02.2002 15:35 Uhr
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #7 vom 30. Jul. 2002 18:41 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brakteatenbuechse in Leipzig

In Sachsen gingen in den letzten Wochen mehrere Artikel ueber die Grabung unter dem Leipziger Augustinerkloster durch die Zeitungen.
Das Kloster war offenbar zum Teil auf einen Friedhof des 11. - 13. Jahrhunderts gebaut. Warum, laesst sich bisher nicht erschliessen.
Der sensationellste Fund ist eine Brakteatendose. Bisher waren diese Dosen bei Brakteaten gefunden worden (bzw. umgekehrt) aber nie Brakteaten in der Dose. Daher fiel es schwer, die Nutzung als “Geldboerse” nachzuweisen. Diese Dose ist nun die erste, die tatsaechlich mit Brakteaten gefuellt ist. Nach erster Einschaetzung soll sie aus dem 13. Jahrhundert stammen.
Die Artikel standen in der Saechsischen Zeitung, auch online verfuegbar:
www.sz-online.de/suche/artikel.asp?[…]
Gruss, Claudia

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Eintrag #8 vom 23. Apr. 2004 13:20 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lübecker Archäologiemuseum öffnet erst 2005

www.ndr.de/wellenord/nachrichten/detail_line.phtml?[…]
Pressedienstarchiv
Umbau des Beichthauses zu Archäologischem Museum fertig
030363R 2003-05-13
Am 19. Oktober 2000 hatte die Bürgerschaft beschlossen, im Beichthaus des Burgklosters ein Archäologisches Museum einzurichten. Für die Sanierung dieses Gebäudes waren bereits vorher insgesamt 3,2 Millionen Mark (rund 1,6 Millionen Euro) bei der Possehl-Stiftung Lübeck, bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und über Städtebauförderungsmittel eingeworben worden, so daß der städtische Haushalt nicht belastet wird. Die Sanierung des Beichthauses ist jetzt abgeschlossen worden, wobei der vorgegebene Finanzrahmen von dem beauftragten Architekten Thomas Schröder-Berkentin auch eingehalten wurde.
Ab Frühjahr 2004 werden in dem Gebäude des Archäologischen Museums mit etwa 1000 Quadratmeter Nutzfläche die umfangreichen Funde des Bereichs Archäologie der Hansestadt Lübeck ausgestellt. Außerdem wird eine museumspädagogische Abteilung und ein Museumscafé mit Garten eingerichtet.
Auch wenn die Finanzierung des Museums über Drittmittel gesichert wurde, mag trotzdem die Frage gestellt werden, ob sich die Hansestadt eine weitere kulturelle Einrichtung leisten kann, wenn gleichzeitig über schmerzhafte Einschränkungen des sozialen Netzes diskutiert wird. Dazu einige Hintergrundinformationen:
Lübeck ist die archäologisch am besten untersuchte Stadt Nordeuropas und verfügt aufgrund der umfangreichen Ausgrabungen in den letzten 50 Jahren über den bedeutendsten Fundkomplex zur Stadtarchäologie (rund 2,5 Millionen Einzelfunde). Das Spektrum der Funde ist außerordentlich reich, es reicht von Kleinfunden wie Spielzeug oder Geschirr über komplette Brunnenanlagen oder Holzhäuser bis zu kunsthistorischen Kostbarkeiten wie Schmuckstücke, Madonnenfiguren oder syrische Gläser mit sechsstelligen Versicherungswerten. Folglich erbrachten die archäologischen Forschungen auch vollkommen neue Ergebnisse zur frühen Geschichte der ehemaligen Königin der Hanse. Das betrifft die Siedlungs- und Baugeschichte, vor allem aber auch die Geschichte der mittelalterlichen Alltagskultur. Die Eintragung Lübecks in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO erfolgte ausdrücklich auch aufgrund seiner archäologischen Forschungstätigkeit (Bodendenkmale).
Insgesamt sind die Arbeiten der Archäologie durch einen Millionenbetrag über Drittmittelprojekte gefördert worden, wie die VW-Stiftung, Possehl-Stiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Deutsche Forschungsgemeinschaft und Arbeitsamt. Es ist zu Recht immer wieder gefordert worden, daß dieser enorme finanzielle Einsatz sich nicht nur in Form von wissenschaftlichen Publikationen und Vorträgen niederschlagen dürfe, sondern daß die Ergebnisse einer breiten ßffentlichkeit präsentiert werden.
Für diese Vermittlung eignen sich am besten populäre Ausstellungen. So ist auch die Lübecker Archäologie bei allen großen deutschen und internationalen Ausstellungen zur Geschichte des Mittelalters mit seinen Funden recht dominant vertreten gewesen, doch konnten die Attraktionen der Lübecker ßffentlichkeit selbst nur durch bescheidene kurzfristige Sonderausstellungen, etwa zur Wasserversorgung oder zum Spielzeug, vorgestellt werden. Bislang fehlten die räumlichen und personellen Voraussetzungen, um eine Dauerausstellung einzurichten. Insofern erweist es sich als Glücksfall, daß mit der Sanierung des Beichthauses und mit der Anknüpfung an die vorhandenen Strukturen des Kulturforums Burgkloster endlich ein eigenständiges Archäologisches Museum eingerichtet werden kann.
Im Beichthaus entstehen Ausstellungsflächen von rund 750 Quadratmetern. Diese sollen weitgehend für eine Dauerausstellung, aber auch (etwa 150 Quadratmeter) für Sonder-Ausstellungen genutzt werden. Im Untergeschoß sollen im wesentlichen die Großfunde zur Siedlungsgeschichte, im Dachgeschoß Themen wie Ernährung, Hygiene, Kleidung und Schuhe, Schule und Bildung, Spiele, Feste, Freizeit, Handwerk und Handel, Krankheit, Seuchen und Tod, Schmuck und Trachtzubehör ausgestellt werden. Im westlichen Teil des Gebäudes entsteht ein Café mit Garten hoch über den Dächern der Stadt und mit Blick auf den Turm der Jakobikirche, das von der Archäologischen Gesellschaft auf ehrenamtlicher Basis betrieben werden soll, während die Räume im Obergeschoß nicht öffentlich zugänglich sind, sondern für die Museumspädagogik genutzt werden. Um auch den jüngeren Besuchern ein attraktives Angebot unterbreiten zu können, soll ein mittelalterlicher Spielplatz eingerichtet werden. +++
Viele Grüße Roman

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Eintrag #9 vom 23. Apr. 2004 13:42 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Chemnitz - Haus der Archäologie

www.chemnitz-tourismus.de/mp/click.system?[…]
infinite spaces
Räume für Konsum und Ausstellungen des Landesmuseum für Vorgeschichte in Mendelsohns Kaufhaus Schocken in Chemnitz
Inspiriert durch die Utopie des “Grenzenlosen” in der Moderne, den Mendelsohn-Bau und die neue museale Funktion des ehemaligen Kaufhaus hat das Entwurfsseminar der Berliner Architektin Prof. Kirsten Schemel von der University of Applied Sciences in Münster / NRW im vergangenen Semester unter dem Titel “infinite spaces. Räume für Konsum und Ausstellungen des Landesmuseum für Vorgeschichte” architektonische Konzepte für die Umnutzung erarbeitet.
Die - in Kooperation mit dem Szenographen Detlef Weitz / cheweitz, Berlin und dem Landesmuseum für Vorgeschichte / Dr. Judith Oexle, Landesarchäologin des Freistaats Sachsen - entstandenen Arbeiten sind ab dem 20.11.2003 in einer Ausstellung im Sempersaal des Japanischen Palais in Dresden zu sehen.
Viele Grüße Roman

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Eintrag #10 vom 23. Apr. 2004 13:55 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aus Denkmalpflege und Archäologie

www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=587373
Chemnitzer Morgenpost
Dienstag, 23. März 2004
Münsteraner Studenten schufen Modelle fürs Schocken-Museum
Seit Monaten wird zwischen Chemnitz und Dresden um die ßberreste unserer Altvorderen gestritten. Im Herbst soll über die Zukunft des ehemaligen “Kaufhaus Schocken” als sächsisches Landesmuseum für Vorgeschichte endlich entschieden werden. Wie die historische Schau aussehen könnte, darüber haben sich Architekturstudenten aus Münster Gedanken gemacht.
Das Ergebnis ist seit gestern in der Jacobikirche zu sehen. Neun Modelle mit laternengroßen Beschreibungen laden zum virtuellen Museumsbesuch ein. “Mendelsohn hätte seine Freude daran gehabt”, lobte Landesarchäologin Judith Oexle mit Blick auf den berühmten Schocken-Architekten. Und Baubürgermeisterin Petra Wesseler gab sich optimistisch: “Wir warten nur noch auf verbindliche Zusagen aus Dresden. Dann können wir endlich mit dem echten Architektenwettbewerb beginnen.” Die Schau ist bis zum 17. April (Montag bis Sonnabend, 11 bis 17 Uhr) zu sehen. Eintritt frei. (pap)
Viele Grüße Roman

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Eintrag #11 vom 23. Apr. 2004 14:03 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Chemnitz - Haus der Archäologie

Leider verpaßt. War jemand aus unserer illustren Runde in Chemtz?
“Haus der Archäologie - Erweiterung der Kunstlandschaft in Chemnitz” www.chemnitz-tourismus.de/mp/click.system?[…]
26.02.2004
Vortrag von Dr. Judith Oexle, Dresden
Die Landesarchäologin des Freistaates Sachsen und Direktorin des Landesmuseums Dresden berichtet und diskutiert über neue Erkenntnisse zu diesem Thema.
Villa Esche, Parkstraße 58, 09120 Chemnitz
Beginn: 19.00 Uhr
Viele Grüße Roman

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Eintrag #12 vom 22. Mrz. 2009 17:11 Uhr Ulf (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ulf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stralsunder Einbäume

Hallo, ich muss mal meine Wut und Trauer loswerden:
Im Jahr 2002 wurden in Stralsund in fünf Metern Tiefe drei Einbäume gefunden. Zwei davon stammen aus der Zeit um 5000 v.Chr., das dritte Boot ist 1000 Jahre jünger und mit seiner Länge von 12 Metern das längste je gefundene dieser Art. Ein Fund von europäischer Bedeutung! Die Einbäume wurden fachgerecht geborgen und vorschriftsmäßig an die Landesbehörde übergeben.
Zum anstehenden Stadtjubiläum in Stralsund erinnerte man sich an den Fund und erwägte die Auststellung dieser Lindenholz-Boote.
Auf die Nachfrage beim Landesamt hin kam jetzt an die Öffentlichkeit, dass die Boote unsachgemäß gelagert wurden und eine Konservierung oder Restaurierung nie begonnen wurde. Die Boote sind inzwischen zu “rindenmulchähnlichen” Stücken zerfallen. Überdies entstanden Schäden durch den Einsturz der Lagerraum-Decke und durch Schimmel.
Die Fundstücke sind nicht mehr zu retten!
Seitens der Ämter kommen jetzt nur noch Schuldzu- und von-sich-Weisungen.
Dieser Umgang mit so bedeutenden Zeugnissen der heimischen Geschichte treibt mir Tränen in die Augen.
Mit Grüssen aus dem Nordosten
Ulf

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Eintrag #13 vom 22. Mrz. 2009 19:26 Uhr Theodor Rosentreter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Theodor Rosentreter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einbäume ...

Ich finde, mal vorweg gesagt, das geschehene auch sehr tragisch.
Da ich die Einbäume live miterlebt habe, und beim einpacken selbiger für die restaurierung in Potsdam geholfen habe will ich hier mal meinen Erfahrungsbericht abgeben.
Die eingestürzte Decke: Dabei handelt es sich um einen völlig anderen raum der absolut nichts mit den einbäumen zu tun hat.
ie Lagerumng war in der tat schlecht … auf dem Fußboden (ich würde behaupten ich bin bestimmt in all der zeit die ich meinen Freiwilligen Dienst im LAKDP abgeleistet habe einige male auf verstreuten einbaumresten rumgestampft.)
Nur hat diese mangelnde Lagerum auch ihre Ursachen:
1. die Räumlichkeit:
ja was soll man dazu sagen… alte Baracke trifft es wohl am besten.
Wenn man jetzt hört es hätten Mittel bereit gestanden um neue Räume anzuschaffen finde ich den genannten betrag von 300000€ geradezu witzlos.
Für das geld bekommt man vll ein einfamilienhaus aber keine Lagerräume die mehr als 10 Nasskonservierungswannen fassen. (wobei ja wie auch gesagt weitere hätten angeschafft werden müssen um stücke wie die einbäume zu sichern)
2. Das Personal:
Ein mitarbeiter (nein keine fachkraft wär ja zu teuer fürs land) der sich allein um das Komplette Magazin für Nichtmetallisches Fundgut kümmert nebenbei den hausmeister miemt und nun auch noch die Nasskonservierung betreuen soll? unmöglich!
Der restaurator Chronisch überbeschäftigt weil er alles regeln muss was anfällt nur nicht Fundgutlagerung was ja an sich seine Aufgabe wäre.
Was man nun also im großen und ganzen sagen kann:
ES FEHLT DEM AMT DAS GELD!
es müssten neue leute her (das LAKDP MV ist ein Stumpf der nurnoch die nötigsten Dinger erledigen kann … udn diese unter Umständen nichtmal in Gänze)und neue Einrichtungen … es muss zentriert werden. Es kann nicht sein, dass Mitarbeiter min 30 min fahren müssen um zu Lagergebäuden zu gelangen oder zur hauptstelle des Amtes. Das ist verschenkte zeit und verschenktes Spritgeld.
Zum schluss muss ich hier noch sagen das diese Äußerungen nicht mit Sympathien zu tun haben die ich aufgebaut habe sondern rein objektive betrachtungen sind.

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Eintrag #14 vom 23. Mrz. 2009 10:48 Uhr Torsten Kreutzfeldt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Torsten Kreutzfeldt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Erklärungen bekannt

Die Erklärungen sind bekannt. Und sowas kann in der Tat im ganzen Bundesgebiet geschehen. Allerdings stellen sich da doch einige Fragen: Warum keine sofortige Einlagerung in erneuter Feuchtigkeit, wenn eine angemessene Restaurierung nicht in notwendiger Zeit möglich ? Warum diese Lügen gegenüber Anfragen (u.a. aus Stralsund) wie der Stand der Restaurierung ist ? Warum nicht der Weg der Mitarbeiter zur Leitung und der Leitung an die Öffentlichkeit, um Druck zu machen, damit ein solch wichtiger Fund erhalten werden kann ? Warum nicht ? Warum nicht ? Warum nicht ? Fehlendes Geld erklärt nicht manches Unvermögen in dieser Angelegenheit. Das ist ein Supergau für die Archäologie, dem ist man sich in Meck-Vorpomm anscheinend nicht bewußt. Ach ja: Hatte dort nicht eine bekannte CDU-Politikerin ihren Wahlkreis ? Nur so nebenbei,
… auch konservativ, der Isí

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