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Eintrag #1 vom 20. Apr. 2004 00:20 Uhr Katrin Laabs  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Katrin Laabs eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Suche Schnittmuster o.ä. für "Ganzkörpergardine" für Ritterr

Hallo,
suche für eine Reitaufführung, bei der ich meine ca. 165 cm hohe Warmblutstute “verkleiden” möchte, eine Do-It-Yourself-Nähanleitung/Schnittmuster für eine möglichst das ganze Pferd bedeckende und bis ca. zum Röhrbein reichende “Pferdegardine” (keine Ahnung, wie das Fachwort dafür ist, eben so ein Teil, wie die Ritterpferde in den alten Handschriften immer tragen…)
Das gute Stück sollte sich, da ich es während der Aufführung an- bzw. ausziehen muß, auch ohne Absatteln an- und ausziehen lassen (evtl. per Klettverschluß?) und meine Dicke sollte sich natürlich auch drin bewegen können…
Ich weiß, das ist ´ne sehr spezielle Anfrage, aber vielleicht kann mir ja hier jemand helfen…?
Auf jeden Fall schon mal Danke im Voraus !
LG, Katrin

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Eintrag #2 vom 20. Apr. 2004 17:40 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Couvertüre

Hallo Katrin,
es gibt mehrere Vorgehensweisen, um sich eine Couvertüre zu schniedern. Am besten Du mißt die Strecke zwischen Hinterzwiesel Sattel bis zum Schweifansatz. Und natürlich die Strecke von Mitte Röhrbein linke Seite zu Mitte Röhrbein andere Seite. Somit erhälst Du ein langes Rechteck. Jetzt setzt Du einen sehr großen Keil ein, damit dieser Teil halbrund endet. Das ganze wird innen mit einer Kontrastfarbe gefüttert. Der vordere Teil verhält sich wie eine sehr in die länge gezogene, auf Sattelgurthöhe abgeschnittene Pferdedecke. Daran kommen Halsteil, das entweder geschlossen oder zum zubinden ist. Beim Kopfteil sind die Ohren auf so ziemlich allen mir bekannten Abbildungen auch “verkleidet”. Du solltest Halsteil und Kopfteil sehr eng machen, damit es gut aussieht. Das Zaumzeug kann darüber getragen werden (Wie auch bei Trabern). Wenn Du allerdings ein sehr modernes Kopfstück hast, solltest Du das dann lieber doch verstecken. Auf alle Fälle den Nasenriemen weglassen! Und keine Gurtzügel verwenden (möglichst noch mit Martingalstoppern). Das sähe wirklich albern aus. Natürlich wird auch der vordere Teil in Kontrastfarbe gefüttert.
Jetzt müsste ich noch die provokante Frage stellen, welche Zeit Du eigentlich darstellen willst. Bedenke, daß bis zur 1. Hälfte 13. Jahrhundert kaum Wappen im Spiel waren. Wenn, dann von englischen und französischen Königen reich verzierte Couvertüren. In der Maciejowski Biebel findest Du nur grüne und rote Couvertüren mit Weiß gefüttert. Der passende Ritter dazu hat ein Waffenhemd in rot, blau oder grün ohne Wappen und mit weiß abgefüttert. Solltest Du das späte Mittelalter darstellen wollen, so wird es enorm kompliziert und eigentlich für eine improvisierte Veranstaltung nicht durchführbar. Dann ist die Couvertüre so kurz wie eine etwas längere Pferdedecke, dafür aus sehr reichlichen Materialien. Und natürlich trägt das Roß dazu Roßstirn und Plattenharnisch (und Du natürlich auch). Wobei - nebenbei gesagt- ja zu damaligen Zeiten aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen die Ritterschaft nicht ungerüstet zum Turnier erschienen ist… ganz im Gegensatz zur heutigen Zeit….
Alexandra v. Lichtenstein

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Eintrag #3 vom 20. Apr. 2004 17:57 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Fachmann für das Drunter und Drüber beim Pferd ist der heute bereits genannte Dr. Axel Gelbhaar, Bamberg, der zur Zeit über die “Entwicklung des Roßharnisches in Europa (Arbeitstitel)” habilitiert.
Literaturhinweise zur Vertiefung des bereits gesagten: www.uni-bamberg.de/~ba5am1/info/gelbhaar.htm
Viele Grüße Roman

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