Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Ausrüstung der Ungarn, Magyaren oder Hunnen

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Eintrag #1 vom 23. Jun. 2000 15:02 Uhr Dietrich Henning   Nachricht

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Wir suchen MA - Infos zu Kleidung, Ausrüstung, Rüstungen und Bewaffnung der Ungarn, Magyaren oder Hunnen. Zeit 850 - 1300.(Alles was ihr habt, danke)
Gruss Dietrich

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Eintrag #2 vom 23. Jun. 2000 16:28 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Hey, schön zu sehen, dass ich nicht der einzigen Steppenhoschi bin… Da ich jedoch eher turkomanisch orientiert bin, kann ich höchstens mit allgemeinen Informationen zu den zentralasiatischen Steppenvölkern aufwarten: Je nach Region sind die Doppelbrust-Jacken mehr oder weniger beliebt. Machen sich wahnsinnig gut aus mehrern Lagen fetter Wolle. Zudem wäre da noch der mehrzungige Gürtel, der unter bestimmten Völkern die Militäraristokratie kennzeichnete. An Rüstungen könntet ihr euch natürlich an verschiedene Lamellenpanzerarten, Kettenhemden(manchmal nur bis zur Hüfte reichend), Schuppenpanzer, sowie Gambesons halten. Wahrscheinlich von Kazachen wurden die Varägermässigen Bein- und Armschienen getragen. Knieschoner wurden von einigen Steppenvölkern in den Stiefelschaft mit integriert. Helme häufig in der “targh”-Zwiebelform, dabei meist in Segmentkonstruktion, ab und an auch als Spangenhelme. Gerne auch mit ausgehöhlten Augenbrauen und Nasal. Aventails aus Kettengeflecht oder Schuppen. Schilde: Vorzugsweise runde Kavallerieschilde. Diese entweder aus Lederüberzogenem Holz (der “Mug”Schild des 8.Jhd.AD) oder aus Weidengeflecht. An Waffen wäre natürlich zunächst der berühmte zentralasiatische Reiterbogen zu nenne, der in vielerlei Varianten kam - unter den Schwarz-Hunnen als leicht asymmetrische Waffe mit gewinkelten Wurfarmen, unter den späteren Turkmenen mit geschwungenen “rollenden” Wurfarmen. Zwei grundsätzliche Arten des Bogentransports: - die ältere Methode, den Bogen ungespannt in einer länglichen Tasche zu tragen - die Waffe gespannt aus einer grob dreieckigen Tasche zu ziehen Kriegs-Keulen hatten zumindest unter einigen Turkvölkern eine spirituelle Bedeutung. Schwerter kamen zunächst in einer relativ schlanken, geraden Form. ßber den Protosäbel entwickelte sich dann der echte - nur leicht geschwungen - Säbel. lanzen: logisch, was soll ich da gross zu sagen. Literatur: Gorelik, Michal V “Warriors of Eurasia” Hildinger, ? “Warriors of the Steppes” Nicolle, David C. “Attila and the nomad hordes” - Osprey Ausserdem habe ich hier noch zwei oder drei Artikel über magyarische Gürtel und kaukasische Waffen rumliegen. Ich suche die Titel bei Zeiten raus. Wie gesagt: nur ein grober ßberblick. Nähere Details einfach genauer nachfragen. Grüsse,

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Eintrag #3 vom 24. Jun. 2000 11:47 Uhr Dietrich Henning   Nachricht

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Wir suchen MA - Infos zu Kleidung, Ausrüstung, Rüstungen und Bewaffnung der Ungarn, Magyaren oder Hunnen. Zeit 850 - 1300.(Alles was ihr habt, danke) Gruss Dietrich
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Eintrag #4 vom 24. Jun. 2000 13:38 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Weiere Literatur: Nicolle, David C. “Arms and armour of the crusading era” Nicolle, David C. “Armies of medieval Russia” - Osprey Robinson, H. Russel “Oriental armour” Kaminsky, V.N. “Early medieval weapons in the north caucasus - a preliminary review” (aus ´Oxford journal of archaeology 15{1] 1996) Ausserdem gibt es einen sehr netten Artikel von Ingmar Jansson zu magyarischen Gürteln. Titel liegt mir leider nicht vor, aber ich schicke Dir das Ding per e-mail. Grüsse,
Andrew

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Eintrag #5 vom 26. Jun. 2000 07:47 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Hey Dietrich, Ich komme mit meinen mails nicht zu Dir durch. ßberprüf mal Deine mail-Adresse.
Andrew

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Eintrag #6 vom 26. Jun. 2000 20:08 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Andrew! Diese Köcher in der Pistolenhalfterform, die ich schon so oft ausführlich beschrieben habe, waren das Deine mit “länglicher Form” beschriebenen oder die anderen? Gruß v. Arlen

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Eintrag #7 vom 27. Jun. 2000 00:12 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Christoph, Nä, das sind die von mir als “grob dreieckig” bezeichneten. Aber der Ausdruck “Pistolenhalfterförmig” trifft es wohl wirklich besser. Wie gesagt, sind diese Taschen für den gespannten Bogen tendeziell jüngeren Datums, als solche für ungespannte Bögen. Nicolle führt dies auf die grössere Stärke der turkomanischen Bögen im Vergleich zu den früheren hunnischen zurück. Die starken neuen Waffen dürften nicht so leicht in Eile vom Pferderücken aus zu Spannen gewesen sein, und mussten daher bereits im Vorfeld einer militärischen Auseinandersetzung schussbereit gemacht werden. Beide Transportmöglichkeiten existierten jedoch eine Zeit lang parallel zueinander, was ein zentralasiatischer Fund des 7- 8 Jhd.AD zeigt. Dies ist ein Fragment der “pistolenhalfterförmigen” Tasche auf welcher ein Kavallerist aufgemalt ist, der selber eine Tasche für einen ungespannten Bogen trägt. Weitere Funde stammen aus dem Nord-Kaukasus - 8- 9 Jhd.AD; für eine gespannte Waffe - und aus Ungarn - 9. Jhd.AD; magyarisch; für einen ungespannten Bogen. Letzterer wurde wahrscheinlich mit einem Bein-verstärkten Deckel verschlossen. Nicolle, David C. “Arms of the Umayyad Era - military technology in a time of changes” in “War and Society in the Eastern Mediterranean; 7th- 15th centuries” by Yaacov Lev (Leiden 1997) Grüsse,
Andrew

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Eintrag #8 vom 27. Jun. 2000 19:57 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hups, Andrew, hab ich da etwa einen neuen Beschreibungs-Begriff kreirt? (Was Briefmarken doch alles bewirken können….Demnach ist Briefmarkensammeln und MA-Hobby kompatiebel…;o)) Gruß v. Arlen

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Eintrag #9 vom 28. Jun. 2000 15:20 Uhr Arndt Nellen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arndt Nellen eine Nachricht zu schreiben.

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HAllo Leute, ich sage nur www.steppenreiter.de Noch im Aufbau begriffen, aber ein Kontaktbutton ist schon vorhanden und Christian hilft euch bestimmt weiter! Alle ins Gold
Arndt

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Eintrag #10 vom 28. Jun. 2000 18:30 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Na ja, Steppenreiter.de sind schon o.k. Aber sonderlich überragend finde ich die auch nicht. Ich würde an eurer Stelle jedenfalls nicht alles genauso glauben, wie es dort steht.
Andrew

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Eintrag #11 vom 14. Feb. 2003 00:06 Uhr Stephen Pajer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephen Pajer eine Nachricht zu schreiben.

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besonders für Andrew:
wäre es nicht gut eine Art Handzettel zu gestalten, in dem Schnitte und Bauanleitungen (vielleicht als pdf) der Ausrüstung der Beteiligten der Lechfeldschlacht beschrieben sind (mit Bildern) und das zum Download auf entweder Steppenreiter.de oder reenactment.de zu stellen? So könnten die an der Magyarischen und Turkmenischen Seite interessierten erste Schritte tun, ohne Dich persönlich mit mails zu bombardieren. Habe Dir vor einer Stunde ca ein derartiges Mail geschrieben, und sehe nun hier diesen Thread. Das läßt darauf schließen, daß vor der Lechfeldschlacht noch einige mit diesen Fragen zu Dir kommen werden. Wenn Du mir das nötige Material schickst nehm ich mir gern die Zeit und stoppel was derartiges zusammen.
Alles Liebe,
Widerling
PS: Bin nicht der einzige, der bogenschiessende Männer auf kleinen, zotteligen Pferden mag! *freu*
www.11chor.at → des Widerlings Heimat

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