Hallo Thorsten M., der Panzerkragen (so wie Heinrich V ihn in Heinrich V getragen hat) ist kein Rüstungsstück des Ende 12. Anfang 13. Jahrhunderts. Zu Deiner Frage ob Ritter immer in Rüstung rumliefen: Es gibt Quellen, indenen Normannische Idioten in Rüstung Heirateten, Recht sprachen etc… Das ist aber eigentlich eine Außnahme. Rüstung hat halt immer etwas provokatives und wurde damals wie Heute auch so eingesetzt (Dabei vergleich ich weniger den “Staatsempfang” in Natokampfanzug als vielmehr einen Arafat mit Dienstwaffe in eigener Uniform). Und Templer lassen wir einfach mal außen vor! Zum “Zeichen” eines Ritters um 1200 galt einfach das Schwert. Das wurde auch bei Zivilkleidung getragen.
Schließe mich Thorsten voll an. Lauf mal ne Stunde Vollgerüstet herum. Und das noch auf einem Bankett! Ich selbst halte es mit dem Anziehen der Rüstung ebenso wie Thorsten. Gruß v. Arlen
Moin Namensvetter, sagen wir mal so, kannst Du Dir vorstellen auf einem Einkaufsbummel oder einem offiziellen Empfang, bzw. ´ner Geburtstagsparty mit Sturmgewehr und Nato-Kampfausrüstung aufzutauchen ? :-) Unter normalen Umständen werden sich auch die Rittasse nicht gerüstet durch die Gegend bewegt haben. Außer zu zeremoniellen Anlässen haben sie im allgemeinen (jedenfalls im MA) noch nicht mal ein Schewrt mit sich herum getragen. Und wenn, dann in der Scheide in der Hand und nicht gegürtet um ihren “Wehrstand” offiziell anzuzeigen. Die Waffe als “Kostümbestandteil” kam erst im 16. Jhdt. mit den Rapieren auf. Das mit dem “Panzerkragen” wäre mir neu, einziges direktes Anzeichen des Ritterstandes war IMHO der weiße Gürtel, wobei ich auch nicht sicher bin, ob er vor dem 14. Jhdt. auftauchte. Bei uns in der SCA ist es im allgemeinen üblich die Rüstung so spät wie möglich vor´m Kämpfen anzuziehen und sie danach asap loszuwerden, da der Rüstungs- und Waffenkrempel nur beim Bankett, beim Tanzen oder was auch immer stört. Wie einige Leute schon erfahren haben, werden sie, wenn sie ihr Kettenhemd und Schwert durch die Gegend spazieren mitleidig belächelt - eine der weniger toleranten Ansichten in er SCA. Bis dann Thorsten
Hallo Ich hätte da mal eine allgemeine Frage. Mich würde mal die Tatsache interessieren ob, laut historischen Vorbild, Ritter sich grundsätzlich in voller Rüstung der ßffentlichkeit präsentierten. Ich hatte betreffend dieser Frage den Hinweis bekommen, das oft auch nur der Panzerkragen (mit oder ohne Schulterpanzer, ist mir leider auch nicht bekannt) getragen wurde. Er sollte als Synonym für die zugesprochene Ritterschaft stehen. Zwar klingt für mich die Sache recht einleuchtend, da ich mir nicht vorstellen kann, das ein höhergestellter Ritter in Friedenszeiten bei Besuchen öffentlicher Ereignisse oder bei Ausritten, die Rüstung der bequemeren Adelskleidung vorzog. Denoch würde ich diese Tatsache gern genauer hinterfragen. Ich bin nähmlich kein Freund von Halbweisheiten und möchte auch keinen Blödsinn verbreiten.
Moin Nikolaus,m schau mal auf dei Website von “Ca. 1265”, ´ner englischen, hochmittelalterlichen Gruppe. Die ahben eine sehr gute Anleitung für eine weite Bruch mit allen nötigen Abbildungen. www.bumply.com/Medieval/index.htm Lohnt sich auch so. Haben indgesamt einen sehr guten Standard. Bis dann Thorsten
Hallo zusammen, BITTE UM HILFE ! da ich gerade dabei bin, mir eine ordentliche Bruche zu schneidern, einige Fragen dazu: - wie entsteht der charakteristische Wulst um die Hüfte ? - ist es schlauer die Bänder zum annesteln an der Bruch oder am Beinling zu befestigen - Gürtel oder Bänderschnürung, Vor und Nachteil ? - bis zum Knie oder nicht ? - die Hosenbeine bis zum Schritt geschlitzt ? Ich stelle einen servitores, also einen bewaffneten Ministerialen der Zeit 1190 - 1210 dar und hab schon “tausend” tolle Bilder von Fertigen Bruchen, allerdings ergeben die wenigen Schnitte die zu finden sind einfach nicht eine Bruch die so aussieht wie auf Illustrationen. Also, wer weiß wie es wirklich geht ? Gruß
Nikolaus ------ a.k.a. ------ Dietrich von Aggstein
Hallo Kai, hallo Ger, also erstmal danke für eure Meldungen. Mit meinem Anruf kannst du rechnen, Kai. Vielleicht können wir uns ja mal treffen. Nach Bremen komme ich leider nicht Ger, da ich zur Zeit auch am Wochenende in Düsseldorf weile….Meine nächsten Termine sollen Schloß Burg (weiß jemand ob das gut ist?) und Dortmund sein. Evtl . komme ich auch am Wochenende nach W´tal. Mal schauen. Vielen Dank (Die Szene ist ja doch nett, ich wußte es) Michael
Moin Michael, Bielefeld ist ja nicht ganz so weit weg von Bremen. Soltest Du zufällig am kommenden Wochenende dort auf dem Markt sein (Weserdeich), kannst du uns ja mal ansprechen. Erklärungen am ´lebenden Objekt´ sind doch immer besser… Gruß Ger
ßh, ich hab noch was vergessen: Schau mal nach unter: Links - Gewandungen; Bibliothek - Gewandungen; Karfunkel-Shop - Bücher im Karfunkel Verlag (Ulrich Lehnart); gib im Markt eine Meldung `raus (Suche Schnittmuster …) und zu guter Letzt, frag mal bei Thorsten Piepenbrink (Thorsten, ich bin so frei) fipse@compuserve.com nach. Und das alles online … Jetzt aber, pax, Kai.
Hmm, kurz nachgedacht….Ich könnte mir auch die Darstellung eines angehenden Ritters im Noch-Knappenstand vorstellen. Wie sehen hier die Sachen aus??? Michael
Hallo an alle Wissenden, (Zu denen ich bald gehören möchte ) also meine Frage, wer kann mir Infos schicken über Ausrüstung und Gewandung im Jahre 1200 +/- 50 Jahre geben. Ich möchte einen einfachen Mann der zum Kriegsdienst gezwungen wird, darstellen. Was für Zelte hatten sie damals. 8-eckige??? Außerdem suche ich noch ein paar Leute mit denen man sich hier in der Gegend mal Austauschen kann (Bielefeld und Düsseldorf) Ich weiß das gehört nicht hierin aber war nen Versuch wert. Bis dahin Michael