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Eintrag #23 vom 22. Okt. 1998 13:24 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten! Es wäre nett, wenn Du mir von diesem Buch die ISBN besorgen kannst, ich bestelle es mir dann. Es ist doch einfach wunderbar: Endlich mal wieder ein Thread, in dem sich nicht alle Leute permanent an den Hals gehen… Bis dann! Jörg (der momentan unter “Fressnarkose” leidet…)

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Eintrag #22 vom 22. Okt. 1998 13:11 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Meine Empfehlung an die werte Frau Schäferhündin! Zur Vollständigkeit, in der Quelle werden noch Pferde, Marder!!, Katzen, Hasen und verschiedene Vögel (auch Greifvögel!) aufgeführt. Olm, alles Tiere, die ich sehr als Kumpel schätze! Löffel und Schüssel “liturgisch gebannt” Nein, glaub ich nicht! Bildquellen und Realien sprechen dagegen. Mit Mittagsgruß (habe gerade Lamm gegessen) Hartmut

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Eintrag #21 vom 22. Okt. 1998 12:58 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, als Kämpfer muß ich zugeben, daß ich im Lager eher schnell-schnell koche, weil mir nach ´nem Tag auf dem Turnier oder Schlachtfeld der Magen in den Kniekehlen hängt und ich schnell zur Party will. Aber auch das geht einigermaßen a. Was Dietrich als alten Westfalen gefallen könnte, wäre unser Lagerevergreen: Dicke Bohnen mit Zwiebeln, Speck und Bohnenkraut, dazu ´n kräftiges Brot. Ansonsten empfehle ich diverse SCA-Events, da bei uns eine große Tafel oft im Vordergrund steht. Unsere Gruppe (Baronie Dreieichen) hält zur Zeit den SCA-Europarekord. Beim Burgundischen Wochenende haben wir´s geschafft für 60 Mann ein 25-Gänge-Menü auf die Beine zu stellen (natürlich mit einer vernünftigen - modernen - Küche im Hintergrund). Das hieß Fressen von 17.00 bis 24.00. Hallo Jörg, “Wie man ein teutsches Mannsbild bei Kräften hält” ist in vielen Geichten dem modernen Geschmack angepaßt, was ich gelegentlich nur empfehlen kann. Unsere Holländer haben mal auf einem Event versucht nach a. Rezepten zu kochen, die einen hohen Ingweranteil hatten - das Ergebnis war nach allem Hörensagen desaströs. Aus dem obengenannten Buch die Suppe aus schwarzen Bohnen ist übrigens auch lecker und perfekt für den schnellen Koch. Ansonsten habe ich zuhause ein Buch aus dem Eichbornverlag, das, so glaube ich, auch bei Karfunkel erhältlich ist. Ich kann gerne mal nachsehen, die Rezepte sind hervorragend (Ich empfehle “Florentinische Suppe” oder den Zwiebelsalat) und hochoffiziell von Georges Duby abgesegnet. Bis dann und guten Appetit Thorsten

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Eintrag #20 vom 22. Okt. 1998 10:36 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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Das mit dem Schwan stimmt wohl! Er ist nicht besonders schmackhaft und ausserdem zäh wie Nachbars Lumpi (Hundefreunde mögen mir verzeihen ;-)). Bei einem Festmahl wurde er überwiegend zur Dekoration verwendet (mit Federkleid), nichtsdestotrotz (doofes Wort) war er gekocht oder gebraten und konnte theoretisch auch verzehrt werden. Die Sache mit dem Schwan wurde von mir ja dann auch mehr als Beispiel für eine kleine “Narretei” mit “naseweisen” Touris angeführt. Gruß Andreas

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Eintrag #19 vom 22. Okt. 1998 09:39 Uhr Gerhard Quanz   Nachricht

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Für Hartmut: Unsere Schäferhündin läßt dir mitteilen, daß sie deinen Hinweis trotz der Einschränkung übelnimmt und ich habe lange gebraucht, sie davon abzubringen, daß sie glaubt, auf dem Speisezettel ihrer Vorfahren hätten Fechtmeister eine bedeutende Rolle gespielt … Ich vermute aber, daß in hiesigen Landen Fleischfresser wohl eher in Zeiten der Hungersnot auf dem Speiseplan standen, genauso wie die Ratten. Was den Schwan betrifft, so gilt er als ungenießbar, da er extrem tranig schmecken soll (hab´s nicht ausprobiert), ähnlich soll es mit dem Storch sein, also nix mit “da brat mir einer einen Storch”. Das Buch “Wie man ein teutsches Mannsbild bey Kräfften hält” ist sicher nicht hundertprozentig a., der Autor gibt das auch zu, denn einiges, was früher im Essen war, gilt heute als der Gesundheit nicht zuträglich. Dennoch sind die dort verzeichneten Speisen recht schmackhaft, wie ich nach ersten Versuchen feststellen konnte. Das einzige Mißgeschick, das mir beim Nachkochen widerfuhr, war der rabenschwarze Tag, an dem ich Heidenische Kuchen (eine Pastete) machen wollte und o.g. Schäferhündin in einem unbeobachteten Moment das gesamte Fleisch für die Füllung gefressen hat. Da mußten wir uns mit Kohl und Swinespec behelfen (der Speck war gottseidank schon im Topf). Ob Löffel und Schüsseln als lithurgische Gerätschaften im hohen MA von gemeinen Leuten nicht benutzt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis, Wikinger haben solches auf jeden Fall benutzt, sofern die Speise nicht in die Hände genommen werden konnte. Löffel (aus Holz oder Horn) wurden sogar am Gürtel hängend mitgeführt, ebenso das obligatorische Messer, denn sein Eßwerkzeug mußte jeder selber mitbringen. Olm

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Eintrag #18 vom 22. Okt. 1998 07:30 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Löffel, Schüssel liturgisch? Das übliche Essbesteck im Jahr 1475: Löffel, Tischmesser (bester Hersteller: John Buttyfin von “Black Prynce Houshold” Dover)und eine Daubenschüssel oder gedrechselte Schüssel(Durchmesser ca 15cm. Für wohlhabende auch Zinn. Ein gutes Buch zu unserem Thema hier sei noch empfohlen: “Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch”-die Stadt um 1300. Gute Quellen/Belege zu Lebensmitteln und Geschirren!! ISBN 3-8062-1059-4 Unter dem Threat “Hunde.” habe ich ja schon mal veröffentlich, daß diese Tierchen durchaus auf dem Speisezettel standen. Keine Angst! Das ist kein Apell!! ßh, Jörg. Vermutlich sind wir alle morgends schon beduselt.Wir merken es nur nicht. Hartmut, nach einem Kaffeefrühstück

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Eintrag #17 vom 21. Okt. 1998 17:44 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andreas! Erst einmal danke für die Info´s. Ich habe irgendwo im www schon einmal was über mittelalterliche Rezepte gefunden (die Adresse habe ich natürlich verschlampt), es hieß dort die meisten Mengenangaben waren ungefähr so genau wie “die übliche Menge” oder “ein gutes Maß”. Sehr präzise was? Andererseits, wenn ich meine Mutter nach Rezepten frage, kriege ich ähnliche Antworten, das scheint sich also im Laufe der Jahrhunderte nicht allzusehr geändert haben… Was die Zubereitungsarten angeht, macht es wohl Sinn, was Du geschrieben hast. Außer Pökeln/einsalzen oder räuchern gab es ja nicht viele Methoden um Lebensmittel haltbar zu machen, und wenn ich mir so ansehe was bei Wildbret bis zum Beginn unseres Jahrhunderts praktiziert wurde (z.B. einen Fasan solange am Halse “abzuhängen”, bis der Körper vom Kopf abfällt), kriege ich das kalte Kotzen. Da muß man wohl mit reichlich Gewürzen nachhelfen, um diesen erlesenen “Geschmack” zu übertünchen (uargh…) Das mit den “falschen Speisen” zu Feiertagen steht glaube ich auch in meinem Buch drin, wie gesagt, ich habe es nur flüchtig überflogen. Trotz allem werd ich mich demnächst wohl mal etwas intensiver mit dem ganzen Zeug befassen müssen; mit dem Buch war nämlich die Bedingung verknüpft, das ich die Schenkenden bekochen soll. Na denn Prost Mahlzeit… Jörg

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Eintrag #16 vom 21. Okt. 1998 17:41 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Miteinander, ja, ja! Setzt Rezepte in die Bibiothek! Hallo Andreas, (zu 8) ich habe gehört, daß Schwan noch nicht einmal besonders gut schmecken soll. Hilmar

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Eintrag #15 vom 21. Okt. 1998 17:31 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo allerseits, auch wir bemühen uns, mittelalterlich zu kochen und wir haben das Glück, daß sich unser Medikus nicht nur auf das Mischen von mehr oder weniger tödlichen Pülverchen versteht, sondern auch ein Anhänger der Lehren der Hildegard von Bingen ist (Hildegard von Bingen war ja gewissermaßen eine mittelalterliche Ernährungswissenschaftlerin). Wenn´s mal ganz feudal zugehen soll, stehen 5 bis 7 Gänge-Menüs auf der Tagesordnung (z.B.): 1. Dinkel-“Risotto” 2. Kräuterbrot 3. Lachs in Honig-Zimt gebeizt 4. Salat mit Rindfleisch und Kohlrabi 5. Huhn (oder Pute…äh, ist halt größer) in Mandelmilch gekocht 6. Kalbsroulade mit Mangold und Käse-Füllung 7. Bratäpfel mit Marzipanfüllung, Kirschen und Rosinen Und zwar an Ort und Stelle zubereitet (auf 2 Feuerstellen gekocht, gebraten und gebacken). Das ist bei uns soweit dann auch halbwegs a. , mit der Zubereitung des Ganzen in unserem Vorrats- und Prüddelzelt sieht das zugegebenermaßen noch etwas anders aus (Tupper u.ä. ist halt unheimlich p.!) . Aber man muß ja auch noch steigerungsfähig bleiben ;-)! Ansonsten (wenn unser Medikus - verständlicherweise - mal keine Lust hat und ich den Kochlöffel selber schwingen muß) gibt´s bei uns halbwegs normale warme Mahlzeiten (Eintöpfe oder ab und zu mal eine Rehkeule, allenfalls noch einen kleine Nachtisch z.B. Apfelpfannkuchen), oder kalt eben: Brot, Käse, Schinken, Wurst…(wie a. ist eigentlich Wurst?). Was mich viel mehr interessieren würde sind die Tischsitten: - Habt ihr so eine Art Sitzordnung? - Wer schneidet das Fleisch auf? - Wer serviert das Ganze? - Was für Gegenstände benutzt ihr? (Gabeln sind sowieso nicht a. (außer als Vorlegegabel oder wenn man ein “frühreifer” und halb in der Renaissance lebender Italiener ist), Löffel und Schüsseln sind eigentlich liturgische Gegenstände) - Eßt ihr also brav mit den Fingern? Was mich außerdem interessieren würde: Womit, bzw worin kocht, bratet und backt ihr??? Wir haben den unvermeidlichen Kessel aus dem Quellekatalog, einen Wok, diverse kleinere Tontöpfe und eine Gußeisenbratpfanne. Beim Backen und Schmoren haben wir diverse Römertöpfe zerscherbelt und sind jetzt auf diese Friedhofsblumenschalen umgestiegen (eine etwas preiswertere Alternative). Alles in allem (mal abgesehen von den Tontöpfen) ist das noch nicht so ganz das Wahre (von wegen a. und so)… Verderbt Euch nicht den Magen… Gabriele (ich bekomme schon wieder Hunger)

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Eintrag #14 vom 21. Okt. 1998 16:27 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Jörg! Also zum mittelalterlichen Kochen ist zu sagen, daß eigentlich alle Rezepte nur FA nachgekocht werden können. Ich habe zuhause ein Buch “Die Mittelalterliche Küche” o.ä. in dem ist das ganz gut beschrieben. Die frühesten “Kochbücher” überhaupt stammen aus dem 1400 Jhdt. (korrigiert mich wenn das nicht stimmt). Das Handicap ist, daß man damals viel Grundwissen voraussetzte und praktisch keine Angaben über die Menge von Gewürzen oder Garzeiten machte. Gewürze wurden wahrscheinlich (laut diesem Buch) in großen Mengen verwendet (soweit man sie sich überhaupt leisten konnte), vorrangig wohl um den merkwürdigen Geschmack von teilweise bereits leicht angegammelten Lebensmitteln (Fleisch) zu übertünchen, teilweise wahrscheinlich auch um den Salzigen Geschmack von gepökeltem etc. zu verdecken. Gesüßt wurde natürlich ausschließlich mit Honig. Die meisten Fleisch-Zutaten wurden zweimal gegart (erst gekocht, dann gebraten z.B.) wahrscheinlich aus ähnlichen Gründen. Ausserdem gab es einige sehr aufwendige Verfahrensweisen, “falsche” Speisen zu Produzieren. Es gab ja eine Menge kirchlicher Fastentage, an die man sich zu halten hatte. Um auch an solchen Tagen einen Rehbraten servieren zu können, hat man teilweise falschen Braten z.B. aus Fisch (!) hergestellt. Der sah dann äusserlich wie Rehbraten aus, man kam aber nicht in Konflikt mit dem Fasten… Auch das ist ein Indiz, für reichlichen Gewürzeinsatz, wenn man Fisch nicht von Fleisch unterschieden kann!!! ;-)) Wohlgemerkt, ich rede hier von Speisen, die sich nur die Reichen leisten konnten. Beim Landvolk beschränkte sich das Essen wohl auf Obst, Gemüsesorten wie Kohl und Rüben eine geringe Menge Räucherfleisch (i.d.R. kein Wild!) und ab und zu einen Fisch. Vielleicht schreibe ich mal einen Artikel für unsere Bibliothek. Bis dann Andreas

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Eintrag #13 vom 21. Okt. 1998 16:20 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Alexander, wann hast Du denn bei uns Manggold gegessen??? In Kaiserslautern? Gut, daß ich das nicht gesehen habe, bei meinem Futterneid wäre dieser Mundraub für Dich oder mich blutig abgelaufen… ;-))) Oder auch nicht, war ja Marktfriede (soviel zum Thema “blank gezogen”). Aber mal im Ernst: ich werde Sigi und/oder Carmen mal fragen, wie sie das gemacht haben und Dir dann mitteilen. Wo ich gerade dabei bin, kann ich ja auch mal erzählen, wie das bei uns läuft. 1. Geld einsammeln 2. Essen kaufen 3. Pagen/Zofen zum kleinschnippeln rekrutieren 4. Sigi und Carmen köcheln das Gemüse/Suppen/Beilagen/ Goulaschartiges auf unserer Kochstelle (langgezogenes Feuer, daneben zwei Dreibeine, welche eine Stange tragen, welche wiederum 3-4 Kesselhaken (manche nennen die auch “Küchensäge”) mit dazugehörigen Kesseln trägt) 5. Knappen/Ritter kümmern sich ums Fleisch auf einer Art Schwenkgrill oder auf unserem Spieß, der schon so manche Sau ins rotieren gebracht hat… 6. (FR)ESSEN 7. Kessel mit Wasser auffüllen und Asche rein (Fett + Asche = halbwegs Seifenartiges) und erwärmen 8. Ausspülen Meistens wird vor der Veranstaltung ein Faß Bier und ein paar Kästen Wasser besorgt, wer etwas anderes will, muß es selbst mitbringen. Ich persönlich trinke den Tag über fast ausschließlich verdünnten trockenen Wein (Mischung 1:1, nach schlechten Ernten auch mal 2:1), Abends/Nachts Bier oder Wein pur, seltener den beliebten Met. Das hat nix mit Alkoholismus zu tun, sondern folgt dem bösen A-Wort. Zur Speisung sei noch zu sagen: so a. wie möglich, so a. wie nötig. Soll heißen, daß wir auch mal die Sache abkürzen und Instant-Gemüsebrühe verwenden, wenn wir z.B. Dinkel oder Reis darin kochen wollen. Obst steht den ganzen Tag über im Lager, für eine Brotzeit HßNGT immer Schinken, Käse oder Wurst im Gemeinschaftszelt. Auch ein bis zwei Holzfässer mit Brauchwasser werden jeden Morgen gefüllt und ins Lager gestellt. Und unsere Blumenfresser (Gruß an alle Veggies und danke daß so mehr Fleisch für mich bleibt ;-) ) kommen auch nicht zu kurz, es gibt zu jeder Hauptmahlzeit Gemüse (Lauch, Kraut, Manggold ect.). So, in der Kürze liegt bekanntlich Würze und deshalb nun Schluß. Für Fragen und Anregungen immer offen ist Euer, Heinrich von Ebersberg

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Eintrag #12 vom 21. Okt. 1998 15:58 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hartmut! Apfelmost und Bier? Zum Frühstück? Na prima, da wäre ich ja schon nach dem Morgengebet voll :-) Ernsthaft, braut Ihr das Bier selbst? Wenn ja, hätte ich gerne ein paar Rezepte. Jörg, der jetzt auch noch Durst bekommen hat

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Eintrag #11 vom 21. Okt. 1998 15:50 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen! Ich habe vor kurzem zum Geburtstag das Kochbuch “Wie man eyn teutsches Mannsbild be Kräften hält” geschenkt bekommen. Die Rezepte hören sich zwar ausnahmslos recht lecker an (zum Nachkochen hatte ich noch keine Zeit), ich glaube aber das einige Sachen deutlich “modernisiert” worden sind, um sie etwas verträglicher für unsere verweichlichten Mägen zu machen ;-) Spaß beiseite: Wie “authentisch” sind die Rezepte in diesem Buch? Bitte erzählt mir jetzt nix von wegen Rinder zurückzüchten und so, ich meine die Zutaten und die Art der Zubereitung. Besten Dank im Voraus! Jörg, der momentan ziemlich Kohldampf hat

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Eintrag #10 vom 21. Okt. 1998 15:28 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Der Morgendliche Kaffee..auf den verzichte ich am ungernsten! Das Companie o.St.G./1476-Frühstück findet in der Regel ohne Puplikum statt.Dennoch, auch hier nix “Modernes” (hat aber schon zu heftigen Zornesausbrüchen Einzelner innerhalb der Gruppe geführt).Morgentrünke sind: 1 Rosmarintee mit Honig 2 Bier (im Winter heiß gemacht) 3 die gute alte Milch (NEIN nicht Saft von Kuh!!) 4 Apfelmost Grundsätzlich verwenden wir Lebensmittel, die in der Region zu der Jahreszeit erhältlich waren. Schränkt im Winter natürlich ein. Morgenspeise ist in der Regel honiggesüßter Getreidebrei mit Dörrobst in Rotwein (“hicks”)+Brote, Käse, Rauchfleisch. Zu Mittag in der Regel kalte Speisen (Brote, kaltes Fleisch, Salate,..) Hauptmalzeit abends.Rezepte ähnlich wie Ihr auch schon alle beschrieben habt. Lagerküche ist immer unser Zentralpunkt des prallen Lebens und die wichtigsten Utensilien sind eine handvoll recht großer Gußeisenkessel mit Kesselhaken und Kochgalgen. Durchschnittliche Anzahl der Hungrigen zwischen 30 und 50 Personen in unserer Gruppe.Daher ist unser Küchenequippment recht Umfangreich. Wenn ich Eure Rezepte lese, tropfen mir die Lefzen!! Purbs, Hartmut

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Eintrag #9 vom 21. Okt. 1998 13:12 Uhr Alexander Würkner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Würkner eine Nachricht zu schreiben.

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hab mal was interessantes bei dem hessischen ritterbund gegessen war irgendwas mit manggold drin . war klasse . wenn irgendjemand weiss , wie´s gemacht wird und was drin ist , kann er´s oder sie´s mir mal schicken , wäre sehr dankbar . alexander

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Eintrag #8 vom 21. Okt. 1998 12:46 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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Das mit den Touris ist halt so ´ne Sache. Dei meisten sind völlig interessiert. ßrgerlich wird es nur, wenn dann Schlaumeier dabei sind, die beim Anblick eines (exzellenten) Rehragout mit Pfeffer (Hobbyköche wissen was ich meine) dumme Sprüche von sich geben, wie : “Wenn´s so schmeckt wie´s aussieht…”, oder “Genau so habe ich mir das vorgestellt (Naserümpf)”. Solche Touris haben es dann nicht anders verdient, die werden halt auf die Schippe genommen. Da wird dann aus einem normalen Putenschnitzel schon mal die Schwanenbrust (nach dem Motto: “Ja! Sieht genau aus wie Putenschnitzel und schmeckt auch so, ist aber echter Schwan!”, gelle Pierre!). Die Leute tendieren dazu, solchen Unfug zu glauben und haben zu Hause was zu erzählen… Probiert´s mal aus! Es funktioniert! Belustigte Grüße Andreas

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Eintrag #7 vom 21. Okt. 1998 12:36 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle, nachdem ich hier schon eröffnet habe, muß ich mich ja jetzt auch mal outen: Ohne Kaffee und Tee gehts auch bein uns nicht. Ansonsten wird auch bei uns natürlich authentisch gekocht. So mega-aufwendige Sachen hatten wir bisher noch nicht, aber teilweise wars schon heftig (Danke, Sylvia). Lecker ist es aber immer! Lustig beim Kochen ist immer das Gesicht der Touris, die auf die Frage “Was kocht Ihr denn da gerade” die Antwort “Spülwasser” erhalten ;-) Hilmar P.S. Vilen Dank für die Angebote, Rezepte zu schicken. Die Mail-Adresse habt Ihr ja.

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Eintrag #3 vom 21. Okt. 1998 08:44 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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Also im normalfall - SO A… WIE MßGLICH - d.h. Kiwi, Kartoffelpuffer, Schokopudding, und ab und zu die authentischen Waffelschnitten (Hanuta) sieht man ja schon in der Muskeltierwerbung, daß die a… sind ;-)) Nein mal ehrlich, wir haben das große Glück, eine wunderbare Köchin in unserer Reisegesellschaft zu haben. Meistens bereitet sie einiges von dem Essen schon zuhause vor, damit es beim Event nur noch warm gemacht werden muß (Suppen, Brei u.ä. kochen wir/sie natürlich vor Ort). Bei einem unserer letzten Auftritte z.B. bereitete sie unserer Gruppe (immerhin die Reisegesellschaft eines wohlbetuchten Barons) ein Festmahl nach einem mittelalterlichen Kochbuch. Ich gebe gerne mal den Versuch einer Rekonstruktion der dargebrachten Gänge - ich hoffe ich werfe jetzt nichts durcheinander: 1. Obstsalat von ßpfeln und Birnen 2. Wildschweinpastete mit Wildbeeren 3. Kürbissuppe 4. Schweinefleisch mit Feigen, Rosinen und allerley Gewürz 5. Eine “flammerieartige” Süßspeise mit Gewürzwein Natürlich war jeder einzelne Gang ein Genuß UND _selbstgemacht_ (ja! auch die Wildschweinpastete). Die Gute muß mindestens zwei Tage vorher in der Küche geackert haben (Danke nochmal!), derart aufwendige Gaumenfreuden gibt es aber natürlich nicht immer. Oft gibt es ein “kaltes Buffet” bestehend aus Brot, Käse, kalt aufgeschnittenem Braten, verschiedenen Wurstsorten und Obst oder irgendwas vom Spieß. Wir haben aber auch schon mal ein Tier geschlachtet, das einen Plattenpanzer trug und innen mit Gulaschsuppe gefüllt war… (Asche auf unser Haupt!) ;-))) Schönen Gruß und guten Appetit! Andreas (Sigbert von Bernau)

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Eintrag #2 vom 21. Okt. 1998 08:35 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hilmar, also bei uns im Lager (Pennon e.V.) kochen wir in mittelalterlicher Weise. Es gibt - mittlerweile - einige sehr gute Kochbücher mit mittelalterlichen Rezepten, die uns, bzw. unserer lieben Köchin (Danke Brigit !!) als Vorlage. Einige Beispiele der kulinarischen Leckereien sind : Ein Schweinegulasch mit Rosinen und Mandeln, dazu selbst gebackenes Brot und Sauerkirschsosse Eine Wildschweinpastete Verschiedene Mousse : Erbsen, Karotten u.ß. Natürlich wird ein Teil dieser Gerichte bevor wir auf Märkte fahren zu Hause in liebevoller Kleinarbeit vorbereitet. Mann muß sich auch immer den Gegebenheiten des jeweiligen Markets anpassen, was heissen will, daß das Angebot an Mahlzeiten von einem Getreidebrei über Cous Cous bis hin zu einem über dem offenen Feuer gegrillten Schwein alles umfassen kann. Wenn Du möchtest, dann maile ich Dir mal die Buchnamen und ISBN´s zu, damit Du dir mal ein Bild machen kannst… In diesem Sinne - ein gerne essender Ronald

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Eintrag #1 vom 20. Okt. 1998 18:44 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle miteinander, jetzt wird es Zeit, einen weiteren Authentizitätsstreit vom Zaune zu brechen. Wie ernährt Ihr Euch auf Mittelalterveranstaltungen? Was wird im Lager gekocht? Ich erwarte jetzt wirkliche Beichten, so nach dem Motto: Kartoffel-(Kartoffel!!!!)-Suppe aus der Dose und so. So, und nun frohes Diskutieren Hilmar

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