Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Badespaß im MA - Kultur und Sitten

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Eintrag #1 vom 27. Aug. 2000 20:13 Uhr Markus Winterstein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Winterstein eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute, als Schmied hat man ja meist ein warmes Plätzchen auf allen Märkten. Unlängst hatte ich dann obendrein auch noch das Pech, in brütender Hitze ohne auch nur eine Spur Schatten hantieren zu müssen. Gott sei Dank hatte der Veranstalter für eine 200l-Regentonne zu Löschzwecken gesorgt. Bei dieser Gelegenheit lag es natürlich nahe, daß wir das Thema “Baden im Mittelalter” anschlugen. Interessant ist hier die Frage, welche Sitten - und natürlich auch Unsitten - pflegte man damals, gab es Regeln und gesellschaftliche Regulative, was den Wasserspaß anging?
Markus von Königsberg, Waffenschmied und Plattner

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Eintrag #2 vom 27. Aug. 2000 20:33 Uhr Katrin W.   Nachricht

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Hi du ! Ich habe auf nem Markt mitgekriegt , das (um mal zum Thema zubern zu gehen) es damals (leider weiß ich das Jahrhundert nicht genau) wohl absolut nicht “IN” war das wildfremde Kerle mit irgentwelchem Weibern in den Zuber gestiegen sind . Aber ich weiß es leider auch nicht ganz genau . Mal schaun wer hier bessere Infos hat (die mich ebenfalls wahnsinnig interessieren) . Also bis dann und frohes Zubern an alles CU Das MA-Opfer (auch als Katrin bekannt).

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Eintrag #3 vom 28. Aug. 2000 09:26 Uhr Michael Jansen   Nachricht

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Hallo, Ihr Lieben, zum Thema Badekulturen im Mittelalter könnte ich einiges schreiben, aber ich glaube, das würde den Rahmen sprengen. Vor ab ein paar Buchtips : Badekultur im Orient und Okzident; Der Bader von Mainz. Leider habe ich die Bücher nicht greifbar, aber Autoren und Verlage reiche ich nach. Diese Bücher beschreiben sehr schön, wie im Mittelalter gebadet wurde. Werde mich zu deisem Thema aber noch mal verewigen.
Euer Bader Michel

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Eintrag #4 vom 28. Aug. 2000 16:36 Uhr Andreas Friedmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Friedmann eine Nachricht zu schreiben.

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Als ein Bekannter von mir in einer Karfukelausgabe das Bild eines Zubers sah, fragte er mich, was das sie. Ich erzählte ihm, was ich von Märkten wusste. Ich sag euch, es war schwer ihm klarzumachen, dass das keine Gruppensexorgien wareun und sind. (er glaubt es heute noch) Friedel
Friedel

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Eintrag #5 vom 29. Aug. 2000 07:30 Uhr Martin Seifert   Nachricht

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Nein, bitte nicht schon wieder die Diskussion um die rote Laterne vorm Zuber! Und für die erstaunten Zuschauer, die offenbar noch nie eine Badewanne gesehen haben, könnte man eine Tafel mit den Zuber-FAQ anbringen: - Nein, wir sind Schauspieler, wir baden nicht wirklich, - Nein, das ist kein echtes Wasser, sieht aber täuschend echt aus, gell? - Nein, das Wasser ist nicht warm, die Dampfschwaden werden von einer Nebelmaschine erzeugt, - Kein Problem, für 5 Mark stehen wir auch auf, aber wieder hinsetzen kost´n Zehner - Natürlich ficken wir im Zuber, sollen wir´s etwa auf dem Turnierplatz treiben?
Schön´ Gruß, Martin

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Eintrag #6 vom 29. Aug. 2000 12:15 Uhr Andreas Friedmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Friedmann eine Nachricht zu schreiben.

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Ich weiß das. Ich wollte nur erwähnen, dass es Zuschauer gibt, die sich falsche Hoffnungen machen.
Friedel

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Eintrag #7 vom 29. Aug. 2000 20:04 Uhr Katrin W.   Nachricht

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Hi ihr …. ! Zum Thmena Tunierplatzt , sehr direkt ausgedrück aber recht habt ihr … Bis dann le Opfer Grüßt

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Eintrag #8 vom 29. Aug. 2000 22:57 Uhr Engel- chen   Nachricht

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Grüsst Euch, alle zusammen! Wie Michel schon schrieb, es gibt so viel zu sagen zum Badewesen im MA. Ich glaube wichtig sind nur folgende Dinge: zum einen sollte man nie vergessen, das alle Badezuber in der Scene nur symbolische Darstellungen sein können. es gibt keinen Baezuber in Deutschland, der dem anderen gleicht. Jeder Besitzer/in eines Badehauses kennt die Gesetze… Es mag Zuber geben in denen es ´lustiger´zu geht als in anderen. Wer welchen mag- da hilft nur anschauen und selber die Meinung bilden! Mit lieben Grüssen Euer Engel- chen

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Eintrag #9 vom 31. Aug. 2000 07:38 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Nun wissen wir ja aus alten Funden, daß in Badehäusern halt nicht nur gebadet wurde, sondern auch frisiert, rasiert oder ausgiebig gewürfelt. Was ich nun Suche, ist die Abbildung von einem Rasiermesser. Ich besitze leider nur ein winziges Foto mit div. Funden aus einem städtischen Badehaus, aber da erkenne ich beim besten Willen das Rasiermesser nicht genau genug. Sahen die Rasiermesser aus wie die neuzeitlichen? Ideal wäre Bild oder Info für`s 13. Jahrhundert, zumindest HMA. Oder weiß jemand sogar, wer entsprechende Repliken herstellt? Und: Wie rasiert ihr Euch eigentlich bei längerem Markt oder Lageraufenthalt? Geht das eventuell auch mit einem gut angeschliffenen Dolch oder wird das ein Blutbad? Joachim

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Eintrag #10 vom 31. Aug. 2000 11:06 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Das geht selbstverständlich auch mit einem gut geschliffenen Dolch. Aber dann bitte WIRKLICH gut geschliffen. Danach sollte man aber unbedingt etwas für die seidige Haut tun, insbesondere, wenn es schon später im Jahr und somit kälter ist. Alles in allem aber kein Problem. BTW, Katrin und Engelchen, schreibt Euren richtigen und vollständigen Namen dazu, sonst fliegen Eure Einträge in Zukunft raus. Sorry, aber gleiches Recht für alle…
Gunther E. BiernatAdmin “Tempus vivit!”

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Eintrag #11 vom 31. Aug. 2000 11:21 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Joachim! Wende ich an das Deutsche Klingenmuseum in Solingen, dort liegen m.W. ein paar Originale. Zum Thema “Rasieren auf Veranstaltungen”: Ich persönlich mache es nicht, aber unser “Doktor” in der CoStG hat repliziertes Rasierzeug (leider keine Ahnung woher) und ein paar ganz hartgesottene haben sich letztes Jahr auf der Hochkönigsburg von ihm rasieren lassen.
Jörg

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Eintrag #12 vom 31. Aug. 2000 17:55 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Joachim! Hab mal ein originales keltisches “Rasiermesser” in der Hand gehabt. Das Ding ist eine handtellergroßer, aus Kupfer bestehende, flachgekloppte runde Scheibe mit Loch in der Mitte. Und die Ränder IN diesem Loch waren sogar immer noch scharf! Trotzdem ein komisches Ding zum Rasieren, find ich. Gruß v. Arlen

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Eintrag #13 vom 31. Aug. 2000 18:03 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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Nicht alle sog. Rasiermesser waren wirklich welche, oft haben sich diese Benennungen trotz neuerer Erkenntnisse in der Literatur gehalten. Ob das beschriebene Stück wirklich zum Rasieren gedient hat, wage ich zu bezweifeln, vermutlich hat sich da ein Ausgräber im letzten Jhdt. an die z.T.auch etwas gerundete Form röm. Rasiermesser erninnert gefüht. Die waren allerdings auf der äußeren krümmung scharf… mfg
der Barde vom Glan

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Eintrag #14 vom 01. Sep. 2000 21:34 Uhr Lisa & Manfred Wolber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lisa & Manfred Wolber eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen Zum Thema *Rasiermesser* schaut mal in den Thread 402 (Haar- und Barttracht im MA). Ein (allerdings gut 460 kB großes) Foto eines spätmittelalterlichen Rasiermessers (um 1450) könnt Ihr auf meiner Site unter members.tripod.de/wolber/galery/rm0105.htm sehen. Christoph: Was Du beschreibst ist definitiv KEIN Rasiermesser; vielmehr ein Werkzeug, dass von Badern bzw. Barbieren bzw. verwandten “Berufsgruppen” zu bisher nicht mit letzter Sicherheit identifizierten Arbeiten gebraucht wurde. Die Benutzung durch diese Personengruppe und entsprechende Fundzusammenhänge führten zu dieser von Dir zitierten, faktisch jedoch unhaltbaren (wie soll eine Rasur damit funktionieren?) Aussage. Jörg: könntest Du mir einen Kontakt zu Eurem “Doktor” vermitteln? Joachim (und alle anderen Rasiermesser-Interessierten) können sich gerne über o. a. Adresse direkt an mich wenden.
Manfred

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Eintrag #15 vom 01. Sep. 2000 23:09 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hallo Christoph, wenn ich das richtig verstanden habe, möchte Joachim etwas über Rasiermesser des 13. Jh. (in Worten: dreizehntes Jahrhundert) AD, also nach Christi Geburt, wissen. Ein keltisches Rasiermesser, das mindestens 1500 bis 2000 Jahre älter ist, interessiert ihn da bestimmt nicht! Falls doch, hätte ich auch noch Beispiele aus der Bronzezeit… Hi Joachim, im Stauferkatalog ist ein Rasiermesser von Burg Wartenberg in Hessen erwähnt, Länge 12,2 cm. Leider kein Bild dabei. Es ist aber im Hohhausmuseum in Lauterbach zu sehen (das hilft dir leider nix, ich weiß;-)). Otto Borst schreibt im “Alltagsleben im MA” auf S. 293, daß die Rasur in der Regel vom Bader (nach dem Bad) ausgeführt wurde und eigene Rasiermesser wohl nur von Männern der Gesellschaftsspitze besessen wurden. Benediktiner und Zisterzienser rasierten sich zu festgelegten Terminen gegenseitig (ebd., S.162). Zu längeren MA-Terminen: laß es wachsen! Das kommt der ma. Gepflogenheit vermutlich am nächsten, da man sich eher wöchtenlich als täglich rasiert hat.
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #16 vom 01. Sep. 2000 23:10 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Das, Manfred, hab ich mich auch gefragt. Danke für die Aufklärung. Gruß v. Arlen

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Eintrag #17 vom 03. Sep. 2000 18:07 Uhr Markus Winterstein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Winterstein eine Nachricht zu schreiben.

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Tach´ zusammen, sagt ´mal fällt Euch zum Thema “Baden” nur der Badezuber ein? Traurig, traurig! Auch im MA ist man übrigens über eine Abkühlung in Teich und Fluß recht froh gewesen. Dabei liebte man es, alle nur erdenklichen Gesellschaftsspiele zu betreiben - nein, keine mit roter Laterne!!!
Markus von Königsberg, Waffenschmied und Plattner

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Eintrag #18 vom 04. Sep. 2000 08:02 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Dank Euch für die Infos! Aber habe ich das richtig verstanden? Man(n) hat sich so etwa nur 1x die Woche rasiert? Bei mir kommt da an Bartwuchs ganz schön was zusammen. Die männliche Bevölkerung ist also in der Regel unrasiert durch die Gegend gerannt. Ist das vielleicht auch vom Stand abhängig? Einen schönen Wochenstart wünscht Joachim

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Eintrag #19 vom 04. Sep. 2000 18:37 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Ja, ist es. Ein König sollte z. B. meies Wissens nach bis ca. 1450 schon einen Bart tragen, als Zeichen der Weisheit und so. Gruß v. Arlen

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Eintrag #20 vom 07. Sep. 2000 01:34 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Oh, der Bart … Die Barttracht als höfisches (höheres) “Standesideal” setzte sich ab dem Hochmittelalter erst im Rahmen der Armutsbewugung um Franziskus und die die “Häretiker” durch - hier als Zeichen der christlichen Armut gesehen. Der Bart als Symbol der Weisheit, als Attribut alter Männer war selbstverständlich auch in früheren Epochen verbreitet.
Gruß von Carsten

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Eintrag #21 vom 13. Sep. 2000 23:31 Uhr Norbert Fritscher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Fritscher eine Nachricht zu schreiben.

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In “Tafelfreuden im Mittelalter” von Bruno Laurioux ist auf Seite 111 eine Miniatur aus dem 15.Jhdt.. Zu sehen ist ein Zuber mit 14 Personen beiderlei Geschlechts, die Essen und Trinken. Ansonsten geht es dort recht freizügig zu. Gleichen Tenor hat auch der Kommentar des Autors, der dies als einen generellen Zustand darstellt. Leider ist es als unklar ein zu stufen, ob der Künstler damals eine tatsächliche Begebenheit oder seine persönliche Phantasie darstellte. Aber auch in der “Manesse” findet sich bei “Jakob von Warte” eine Badeszene, bei der dem Ritter von Frauen aufgewartet wird ohne das es den Anschein hat, daß er ob seiner Nacktheit irgend eine Scheu empfinden würde. Die Darstellung in dieser Form in der Manesse legt den Schluß nahe, da diese Verquickung von Nützlichem und Angenehmem durchaus üblich war und dem nichts ehrenrühriges anhaftete, denn wie hätte man sonst einen Ritter so darstellen dürfen?!
Gruß Norbert

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Eintrag #22 vom 15. Aug. 2003 08:36 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Eine Abbildung des von Angharad in Eintrag 15 erwähnten Rasiermessers habe ich (glaube ich) unter www.kloster-arnsburg.de/kloster/ausgrabu.htm
gefunden.
Grüße von der Spree
Ulli

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Eintrag #23 vom 15. Aug. 2003 08:39 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Nein, es ist die Arnsburg, aber auch in Hessen. Das abgebildete Messer wird dem 13. Jahrhundert zugeordnet.
Gruß
Ulli

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Eintrag #24 vom 24. Mai. 2004 10:23 Uhr Sandra Bloh  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Bloh eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Forum,
es scheint mir am besten in diesen Thread zu passen, hat aber mit der Dixie-Thematik nichts zu tun…
Dennoch interessiert mich als wissbegierigen “Touri Vulgaris”, ob es eigentlich Belege für “mobile” Zuberbäder gibt, wie man sie des ßfteren auf “mittelalterlichen” Veranstaltungen sieht. (Ja, ich weiß, dass ein sog. Histotainment-MA-Markt nichts mit einem echten Markt im MA zu tun hat.) Von der Sache her überlege ich dennoch, ob es fahrende Zuber-Unternehmer gegeben hat, die z.B. in Gegenden ohne eigene Badehäuser Kundschaft suchten. Andererseits: Wäre der entstehende Aufwand (Transport des Zubers, Befüllung mit Wasser etc.) rentabel zu bewältigen gewesen? Kurz: Gab es sowas wirklich oder sind Mobil-Zuber reines “Marktelement”
Sandra Bloh
Sandra Bloh

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