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Eintrag #1 vom 09. Mrz. 2006 15:25 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Im voraus sei gesagt das ich neu hierbinn und es mir leid tut wenn ein ähnliches Thema bereits existiert und ich es übersehen haben sollte!
Aber zu meiner eigentlichen Fragen.
Mein bruder und ich sind Leidenschaftliche Reenactors und wir haben for im Sommer 2006 unser eigenes Haus zu bauen. Jetz gibt es nur ein problem.
Woher Holz nehmen?
Wir wollen keine bereits vorgeschnittenen BAlken aus dem Baumark. (zumal die teilweise auch zu kurz sind) Wir woolen uns so richtig schinden und selbst Balken schlagen! Aber woher die Bäume bekommen um soetwas zu machen, man wir bei der Deutschen Rechtslage wohl kaum in den Wald gehen können und einfach n paar Fichten umhauen. Nun würde mich interessieren wo die Leute die selbst schon sowas gemacht haben ihre “Balken” bezogen haben. Und woher bekommt man Ried?
Wenn ihr uns weiterhelfen könntet währe das wirklich Toll! Und Danke schon mal im Vorraus.
Bonus vir semper tiro

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Eintrag #2 vom 09. Mrz. 2006 15:46 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Nun, wie wäre es mal abseits vom Baumarkt mit einer Holzhandlung oder Schreinerei?
Ganz grundsätzlich stellt sich mir allerdings die Frage, ob Ihr Euch im klaren darüber seid, dass man - übrigens aus gutem Grund - in Deutschland nicht so einfach irgendwo ein Haus hinbaut, sondern dazu eine Baugenehmigung benötigt. Voraussetzung einer solchen ist allerdings die Vorlage der Baupläne. Diese wiederum sollten tunlichst von Architekten/Statikern oder sonstigen Fachleuten eingereicht werden. Denn diese kundigen Leute können gewährleisten, dass die gewählten Materialien zum Bau grundsätzlich geeignet sind und das geplante Gebäude nicht sang- und klanglos zusammenbricht - möglichst wenn gerade die Einweihungsfeier steigt und enthemmte Reenactors die Vierpassbecher aneinander schlagen….
Ich habe so meine Bedenken, dass Du und Dein Bruder das bedacht, bzw. beachtet haben. Wenn doch, habe ich sogar noch größere Bedenken, dass Ihr derzeit für ein geplantes Projekt in DIESEM SOMMER noch keine Ahnung habt, wo Ihr, respektive der Architekt oder Bauleiter das Baumaterial herbekommt. Ganz zu schweigen davon, dass es ziemlich blauäugig sein dürfte, jetzt eine Baugenehmigung zu beantragen und auf rechtzeitigen positiven Bescheid zu vertrauen, um im Sommer anzufangen.
Bist Du sicher, dass Ihr wirklich wißt, worauf Ihr Euch eingelassen habt? Insofern sehe ich da mehr als “nur ein problem”! Aber vielleicht bin ich ja auch heillos pessisimistisch….
Grüße
Wolfgang Ritter

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Eintrag #3 vom 09. Mrz. 2006 16:31 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Nun ertmal danke für das feedback Wolfgang.
Du hast Prinzipiel recht, allerdings gibt es soweit das mir bekannt ist (und ich hatte vor mich ohne hin damit in nächster zeit zu befassen) im Deutschen Gesetz da eine Art Grauzohne, Häuser benötigen erst ab bestimmten größen eine baugenehmigung. Und desweitern (es war wohl ungeschikt von mir) habe ich vergessen die Art des Hauses weölches wir zu “erichten” gedenken zu beschreiben. Wir wollen kein Fachwerkaus mit gar mehreren etagen bauen. Sondern ein grubenhaus das von seinen ausmaßen her eher bescheiden ist. Daher eigentlich eher eine hütte als ein Haus. Zugegeben die Beschreibung war wirklich sehr missverständlich gewählt. Na ja die grundmaße sind etwa 2,5 mal 6 meter. Mit einer firsthöhe von gesamt 3 Metern. was im Prinzip einem etwas Höherem Carport entspricht. An die Statik von der du befürchtest das sie Leben fordern wird haben wir auch gedacht:)
Nähmlich haben wir einige bekannte und VErwandte die Sich damit beschäftigen, einer ist zum beispiel gelernter Tischler und hat in seinen besten Jahren bereits ein Echtes Wohnhaus gebaut (selbst ohne Hilfe).
Aber deinem Posting entnehme ich das du wohl schonmal damit zu tun hattes. Jedenfasl hört es sich so an. Deswegen wäre es nicht schlecht wenn wir teilweise von deinen Erfahrungen profitieren könnten. Vieleicht weist ja du genau für welche maße man keine Baugenehmigung braucht?
Aber auf alle fälle danke für deine meinung, Ich bin für jede art von Kritik offen. :)

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Eintrag #4 vom 09. Mrz. 2006 16:58 Uhr Rolf Schubert   Nachricht

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Hallo,
hmmm…., Kritik…… neee, die Idee ist Klasse. Ich habe auch schon öfters mal mit dem Gedanken gespielt ein Gubenhaus oder ähnliches zu bauen. Allerdings habe ich diese Idee auch immer wieder verworfen, weil ich staatlich geprüfter Techniker im Fachbereich Hochbau bin. Ich gehöre also zu den Leuten die so ein Projekt nicht nur planen, zeichnen, die Statik berechnen, etc.., nein ich kenne mich auch mit der Gesetzgebung aus. Und hier geht es schon los….
Was um Himmels Willen ist eine Grauzone? Im Baugesetz wird ganz klar definiert was ohne Bauantrag gebaut werden darf, auch was nur Meldepfichtig ist bzw. nicht Meldepflichtig. Es gibt da ein nettes Buch…. Baugesetzbuch nennt sich das. Allerdings sind Baugesetze “Ländersache”, was soviel bedeutet das was im Bundesland A erlaubt ist ist im Bundesland B möglicherweise nicht erlaubt.
Mein Dozent auf der Technikerschule sagte mal im Bezug auf das deutsche Baugesetz….. “Eines der kompliziertesten Gesetze, wenn nicht sogar das komplizierteste, ist das Baugesetz……”
Da ich aus NRW komme, werde ich mich hüten, definitive Aussagen zu anderen Bundesländern zu formulieren.
Nur eines vornweg……. In NRW ist max. bis 15 qm² “umbauter” Raum nicht Baugenehmigungspflichtig, dazu kommen jede Menge Klauseln, z.B. eine bestimmte Firsthöhe, wie weit ein Objekt aus dem Boden ragen darf, usw…..
Mein Tipp zu dem geplanten Projekt, macht Euch erst einmal auf den zuständigen Bauamt schlau…., aber Vorsicht, nicht immer sind diese Aussagen Gesetzeskonform, da mittlerweile auch bedingt durch knappe Kassen nicht nur Fachleute da arbeiten…….. :-(
Um sicher zu gehen, beauftragt einen Bauingenieur/Hochbautechniker um die Rechtslage abzuklären. Dieses kostet aber leider Geld…., zuweilen sehr viel Geld.
Für Euer Projekt, falls es wirklich verwirklicht werden sollte, wünsche ich Euch viel Spass und viel Erfolg
Rollo, www.westfali.de

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Eintrag #5 vom 09. Mrz. 2006 20:19 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Ich habe mich jetzt mal im Internet schlaugemacht und die Bayerische Bauordnung (ByBO) Schreibt vor das für Hauser ohne festes Fundament (Beton) keine genehmigung von nöten ist wenn die Grundfläche nicht größer ist als 20 qm, der “umbaute Raum” nicht größer ist als 75 Kubikmeter und es keine “Feuerungsstelle” gibt. Damit ist alledings eine anlagie mit Schornstein gemeint. Ich denke das da der SChornsteinfeger sein Geld verdienen will ;). Sofern sich diese INformationen noch von Bauamt bestätigen lassen und ich genügend Holz auftreiben kann werden wir dieses Projekt umsetzten.
Wenn jemand Anregungen, Vorschläge oder Nützliche Tipps hat, teilt sie mir doch bitte mit.
Ich binn für alles dankbar!

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Eintrag #6 vom 10. Mrz. 2006 08:18 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Tom,
auch wenn Du bauordnungsrechtlich im genehmigungsfreien Bereich bleibst, könnte der Bau anzeigepflichtig sein (so jedenfalls in Brandenburg und anderen Ländern). Und es entbindet Dich nicht von der Verpflichtung, ein “sicheres” Bauwerk zu errichten. Bauordnungsrecht ist nämlich keine Schikane, sondern soll Nachbarn und Umwelt (und Dich selbst) vor Schäden und Dilettanten schützen. Genau darum sind auch Feuerungsanlagen genehmigungspflichtig, nicht weil der schwarze Mann verdienen will. Wenn das Bauordnungsamt der Ansicht ist, Dein Bau genügt diesen Anforderungen nicht, kann es ihn untersagen und ggfs. Rückbau/Abriss verfügen. Oder verbieten, dass Du offenes Feuer im Haus anmachst.
Neben dem Bauordnungsrecht gibt es auch noch das Bauplanungsrecht, d.h. Du darfst Dein Bauwerk beileibe nicht überall hinbauen, auch wenn es Dein eigenes Grundstück ist. Dein Vorhaben will also wirklich gut geplant sein.
Hi Rollo, Du glaubst wirklich, dass BAYERISCHE ßmter falsche Rechtsauskünfte geben ??? :-)
Grüße aus dem Havelland
Ulli

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Eintrag #7 vom 10. Mrz. 2006 12:08 Uhr Peter (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Peter eine Nachricht zu schreiben.

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Erstmal, in Bayern werden keine Fehler gemacht!
Neben dem Statikzeug muß Du unbedingt klären, ob Du das Ding laut Bebauungsplan überhaupt hochziehen darfst. Wo liegt denn das Grundstück deiner Wahl? In einem Wohngebiet (auch für einen Carport brauchst Du eine Genehmigung und ggf. die Zustimmung der Nachbarn), Gewerbegebiet, mitten auf´m Acker? Oder versteckt in Wald?
Prinzipiell kannst Du schon was bauen, denn auch (und ganz besonders)in Bayern gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter!

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Eintrag #8 vom 10. Mrz. 2006 13:03 Uhr Rolf Schubert   Nachricht

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Hiho,
also im I-Net schlau machen ist natürlich die einfachste Lösung……………
Wofür auch Geld für ein Buch ausgeben, wenn man im I-Net informationen umsonst bekommt.
Sorry für den von mir an den Tag gelegten Zynismus.
@Ulli und Peter
natürlich machen ßmter niemals Fehler, wie konnte ich nur zu so einer Fehleinschätzung gelangen :-)
@Tom
ich empfehle dringend ein paar Euros in ein Baugesetzbuch des Freistaates Bayern und in ein Tabellenbuch (Schneider, schwarz oder rot)zu investieren. Und in diesen Büchern dann die entsprechenden Kapitel genau zu studieren.
Ich kenne Leute die in dieser Hinsicht auch gespart haben, mit dem Ergebnis das sie alles wieder “abreißen” durften und zusätzlich noch eine nette Geldstrafe bekommen haben.
Der Beruf Bauingenieur, Architekt oder Hochbautechniker wurde nicht nur wegen des schön klingenden Titels erfunden (z.B. Hr. Architekt Max Mustermann).
Ich beende die Diskussion meinerseits hier und werde erst wieder was schreiben wenn ich den Eindruck habe, das diese wirklich schöne Idee ein Grubenhaus zu bauen, in eine konkrete Planungsphase gekommen ist. Damit beziehe ich mich auch auf Baupläne im geforderten Maßstab sowie Statische Berechnungen der Pfosten und der Dachkonstruktion.
Rollo, www.westfali.de

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Eintrag #9 vom 10. Mrz. 2006 14:53 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

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hallo zusammen,
Das mit dem Internet ist durchaus berechtigt, da da zimlich viele Leute unglaublich viel stuß von sich genben.
Ich habe mich allerdings auf der “offiziellen Bayernwebseit” schlaugemacht und dort ist ganz kostenlos die Bayerische Bauordnung als PDF datei zu bekommen, gut man kann sie nicht runterladen aber einsehen. Das Ganze Dokument!
UNser Grundstück GRENZT in der tat an einen siedlungsraum an, allerdins ist es so groß das wir die Problematik der Grenzbebaung leicht umgehen können.
Was die statik angeht habe ich mir auch bereits gedanken gemacht. Zugegeben ich beinn weder statiker noch Architekt. Aber Ich habe ein paar Grundkentniss. Allerdings inerresiert mich doch das Schwarz Rote Buch von dem Rolf spricht, ich muss zu meiner schande gestehen das ich keine ahnung hab was das is und das solche “Statiktabellen” durchaus nützlich wären.
Desweiteren möchte ich sagen das Ich bereits “Baupläne” angefertigt habe. Ich mein keine schmierereien auf servietten sondern Pläne, einen grundriss, Eine draufsicht aus der Vogelperspektive so wie detailierte Zeichnungen der einzelnen sektionen (wände dach etc.) Da ich diese Pläna aber in altmodischer Handarbeit auf einer Zeichenplatte angefertigt habe und nicht im besitz eines Scaners binn kann ich sie im moment leider nicht hier reinstellen.
Und dann möchte ich noch hinzufügen das ich zu wissen glaube (koriegiert mich bitte wenn ich mich irre) das es um das jahr 800 noch keine staatiker gab.
Außerdem ziehe ich wie gesagt einige bekannte (vom Fach) zurate wie etwa einen Tischler (der besipielsweise einige ahnung vom Holz und zudem von Häusern hat)
Meine Frage an Alle die da gepostet haben wäre nu habt ih sowas schon mal gemacht?
P.S.: Ich habe nich vor das Haus aus Zahnstochern zu bauen ;)

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Eintrag #10 vom 10. Mrz. 2006 15:16 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Vielleicht gibt es in Bayern ein Freilichtmuseum, dass einen ähnlichen Bau hat und Ihr könnt dort mal nachfragen, wie es mit den Auflagen aussieht?
Sascha

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Eintrag #11 vom 10. Mrz. 2006 16:52 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ICh wieder ;),
Ich habe es mal durchgerechnet.
Nein nicht die statik, aber die Kosten.
Allerdings auf Basis der Baumarktpreise. nun weis ich nur nicht ob ein Sägewerk (hab eins gefunden) günstiger oder Teurer ist.
Na ja alles in allem komme ich vom Reinen Materialwert auf etwa 700 -, ne hübsche stange Geld.

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Eintrag #12 vom 11. Mrz. 2006 07:47 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Hallo Tom,
wir haben für eine unserer Veranstaltungen im letzten Jahr ein “Häuschen” gebaut, das von den Maßen her einem “Einfachsthaus” des 13. Jh. ähnelt.
In Hessen ist das relativ einfach, wenn keine Feuerstelle im Gebäude ist und der umbaute Raum weniger als 30 m³ hat, kann man sich eigentlich fast alles auf die Wiese stellen.
In Bayern sieht die Sache leider ganz anders aus, die Bayerische Bauordnung ist die umfangreichste und komplizierteste Baurechtssammlung der Welt, da wäre der Bau praktisch unmöglich gewesen, weil selbst für Gartenlauben etc. umfangreiche statische und gestalterische Auflagen bestehen.
Abgesehen davon war für uns die Materialbeschaffung eigentlich problemlos, die Stämme für das Tragwerk (Buch) haben wir nach Absprache mit dem örtlichen Förster selbst im Wald geschlagen, die Bretter für das Dach sind Schalbretter vom Sägewerk. Die von Dir angesprochene Reetdeckung ist mir für Bayern nicht bekannt, da sollte es wohl eher Stroh sein, allerdings ist Langstroh extrem schwierig zu besorgen (das gepreßte Ballenstroh der modernen Mähdrescher ist unbrauchbar). Schindeln wären eine Alternative, aber preislich nur dann interessant, wenn man sie selbst spalten kann.
Fotos von unserem “Fertighaus” (der Aufbau hat ca. 6 Stunden gedauert) sind hier www.hochmittelalter.net/Stuff/SSFPrep
Bilder vom Haus im Einsatz hier www.hochmittelalter.net/Projekte/SSF2005/ssf2005.html
Für weitere Fragen melde Dich einfach.
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #13 vom 22. Mrz. 2006 19:46 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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euer Haus, Claus ;-)
Wir haben auch mal eines gebaut.
In unserem ungebändigtem Forschungsdrang ohne Staatiker.
Wir hatten uns verschiedene Häuser im Internet / Museumsdörfern angesehen und auf diese Grundlage basierend einen Plan gezeichnet und anschließend ein Modell gebaut.
Zum Baurecht kann ich nicht viel sagen.
Das Haus steht in Bayern und wurde vom damaligen Grundstückspächter als “Offenstall” deklariert. Ich denke aber auch eher “wo kein Kläger da kein Richter”. Heute Würde ich so ein Projekt aber auch nicht mehr so blauäugig angehen. Grundvoraussetzung ist eigenes Land und alle Genehmigungen. Ganz abschließen konnten wir das Projekt leider nicht mehr, da die Burg verkauft wurde und der neue Eigentümer nicht weiter an einer Zusammenarbeit interessiert war.
Bilder gibt es unter www.avis-rapax.de im Ordner Projekte - Langhaus.
Zum Thema Statik: das Haus steht seit August 2001 im jetzigen Zustand (mit unfertigem Dach - lediglich mit Brettern gedeckt statt Stroh).
Wer es live erkunden will: auf Burg Rabenstein in Oberfranken / Bayern
fi amani ilah - akil

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Eintrag #14 vom 23. Mrz. 2006 21:21 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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@ Claus
Und dann noch die flechtwände mit lehm bewerfen. Mehrschichtig arbeiten. Und das ganze ist ferig.
Ist zwar klein, aber schnell aufgebaut und praktisch.
Thomas

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Eintrag #15 vom 17. Apr. 2006 15:35 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo an alle erstmal,
@Jens,
Ich hab euer Haus auf den Bildern gesehen, und da ist mir erstmal die kinnlade runtergefallen ;), Euer Haus is zimlich groß, da hab ich erstmal nich schlecht gestaunt! Respekt, aber das überschreitet unsere Dimensionen um ein Vielfaches. Aber SChade das euer Haus weg musste, das hätte ich mir gern ma aus der nähe angesehen.
Was die sache mit dem eigenen Grundstück angeht, nun ja das haben wir und da wir auf dem Lande wohnen und eigentlich keine Nachbarn haben glaube ich kaum das sich irgendwer daran stören könnte.
Was die Statistik angeht, gut manche halten das nicht für ausreichend, Aber ich habe unsere Pläne neulich einen Zimmerman (Meister, nent man die so?) vorgelegt, der meinete das das eigentlich kein probelem darstellt, im gegenteil ich könnte die helfte der stüzpfeiler entfernen.
Wir werden voraussichtlich Pfingsten mit dem Bau beginnen.
Aber ich hätte wieder ne interesante Frage, Die Pfosten die in die Erde kommen fangen ja Relativ schnell an zu verfaulen. ( Man müsste sie aus Lerchenholz machen was teuer und nicht sonderlich verberitet in unseren Wäldern is) Weis jemand wie man dieswe Pfeiler daran gehindert hat innerhalb von 3,4 Jahren wegzufaulen, denn ich kann mir nur sehr schwer vorstellen das diese immer ausgetauscht wurden.

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Eintrag #16 vom 19. Apr. 2006 19:45 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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also.. das Haus steht noch und kann auch besichtigt werden. Nur “wir” mussten weg….
Zu finden ist es auf Burg Rabenstein in Oberfranken - da finden immer noch MA-Märkte statt. Teublitz ist ja nicht sooo weit weg. Es sind ca. 130 Km von dir.
Wegen der Haltbarkeit der Pfosten in der Erde: Das Pfostenloch mit einer Zementschicht am Grund versehen, damit das Holz nicht direkt auf der feuchten Erde steht. Zusätzlich den Stamm mit Teer anpinseln - den Teil, der im Boden steckt.
fi amani ilah - akil

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Eintrag #17 vom 20. Apr. 2006 10:06 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Frage: »Weis jemand wie man diese Pfeiler daran gehindert hat, wegzufaulen?« (Vergangenheit, also idF Mittelalter)
Antwort: »Das Pfostenloch mit einer Zementschicht am Grund versehen«
Man lernt nie aus.
Gut, mir wurde auch schon gesagt, das Zementfundamente heutzutasge vorgeschrieben wären, aber wie sieht denn die historische Lösung aus ?
Gruß, Ivain

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Eintrag #18 vom 20. Apr. 2006 10:17 Uhr Christian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christian eine Nachricht zu schreiben.

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Kleine Zwischenfrage: Hatten nicht die ollen Römer schon eine Art Zement? Ich weiß, ich weiß, selbst wenn, heißt das nicht dass es später auch benutzt wurde.
Ansonsten meine ich mich zu erinnern, dass Holpfähle um sie vorm Verrotten zu schützen angekohlt wurden.
Karl

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Eintrag #19 vom 20. Apr. 2006 10:27 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

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Zement ist schon uralt, noch älter als die Römer *gg*, aber die Kuppel des Pantheons ist z.B. aus Zement gegossen. Das Material geriet mit Nidergang des Röm. Reichs in Vergessenheit und wurde erst 1800irgendwas wiederentdeckt…
www.sindris-werkstatt.de

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Eintrag #20 vom 20. Apr. 2006 11:32 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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*Räusper* Jens, ohne Dir zu nahe treten zu wollen…
Das Haus auf der Rabenstein ist sicher eine Heidenarbeit gewesen, Respekt dafür, aber im Hinblick auf historischen Anspruch würde ich keinen allzuhohen Maßstab anlegen. Insofern ist es doch, denke ich, als Beispiel für eine, sofern gewünscht, möglichst historische Konstruktion, wenig tauglich.
Gruss, Jens

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Eintrag #21 vom 20. Apr. 2006 16:32 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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@alexander: ich bin mir nicht sicher, ob die Fragestellung lautete, wie man die Pfosten “A” vor dem Verfall schützt. Zement war ja nur ein “schneller” Vorschlag. Sieht dann eh niemand. Wir haben unsere Pfeiler nicht mit Teer angepinselt und auch kein Fundament. Nun, nach 4 jahren müsste man halt mal einen der Pfeiler angraben und genauer untersuchen…
Ich glaube aber nicht, dass das Holz sehr verwittert ist. Es steht in festen, trockenem Lehmboden.
@Für dieimmundewortverdreher: streicht Zement und nehmt Felsbrocken, kies, Steine oder am besten lasst das Fundament einfach weg. Mir ist eh keine Fundbeschreibung für Fundamente in Pfostenlöchern bekannt. Dann muss man aber auch anderes Baumaterial verwenden. Z.B. Eiche - die verottet nicht sooo schnell.
womit wir bei @Jens Börner sind:
sag uns doch mal bitte welche Erfahrungen du bereits selbst gemacht hast. Kritik ist gerne gesehen - nur sollte sie konstruktiv sein. Ein allgemeines “taugt nicht” kann ich so nicht gelten lassen. Schreibe bitte was besser zu machen wäre. Beachte dabei - wir hatten nie den Anspruch das Haus 100prozentig “A” zu bauen. Dazu hätten wir bereits bei der Materialwahl (Eichenholz) anfangen müssen und z.b. alle Nägel selbst schmieden müssen. Das Projekt wäre dann nicht mehr finanzierbar gewesen.
Unser Haupgedanke war, ob so etwas mit 8 Leuten überhaupt machbar ist.
Die Hausform ist(zwar nicht für Oberfranken)stimmig - ich habe dafür Belege.
Das Dach mit der Bretterdeckung ist nicht ok - es sollte aber noch mit Reet gedeckt werden. Nicht vergessen - das Projekt musste mittendrin abgebrochen werden. Die Wände aus Holzbrettern sind ebenfalls belegt. Zu den aus Weiden geflochtenen und mit Lehm verschmierten Wänden sind wir leider auch nicht mehr gekommen.
Die meisten Holzverbindnugen sind auch nicht ok - ist uns bewusst. Wir hatten keinen Zimmermann und konnten uns nicht die Arbeit machen, tausende von Nägeln zu schmieden.
Ich klinke mich hier aus - wenn berechtigtes Interesse an unserer Arbeit besteht, könnt ihr gerne via eMail mit mir in Kontakt treten.
fi amani ilah - akil

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Eintrag #22 vom 20. Apr. 2006 19:46 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Muss ich erst ein Grubenhaus gebaut haben, um Dachpappe, Schlossschrauben, Pflastersteine und Anschlüsse für Badezuber kritisieren zu dürfen?
Wenn ihr- wie Du schreibst- keinen Anspruch auf historische Genauigkeit hattet, dann hat sich das ja eh erledigt…
Gruss, Jens

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Eintrag #23 vom 21. Apr. 2006 03:08 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Mit Aushub und Fundamentierungen sind wir aber auch schon wieder beim Baurecht angelangt.
Da geht wohl kein Weg dran vorbei.
Ich denke aber dass man über die Deklarierung wirklich einiges machen kann.
Es lohnt sich unter Umständen auch abzuklären in wie weit der Zuständige auf dem Bauamt Affinität zum Hobby hat.
Dann kann man sich mal auf ein Bier mit ihm oder ihr zusammen setzten und diskutieren was es für legale Möglichkeiten für das Projekt gibt.
möglicherweise eröffnen sich da auch ganz neue Perspektiven.
Harwalt von biberach

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Eintrag #24 vom 21. Apr. 2006 03:13 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Ahso.
Und das mit der festen Feuerstelle hat als Ursache weniger etwas mit dem Geldbeutel des Schornsteinfegers zutun, als dass alles was eine solche hat irgendwie unter die Rubrik Haus fällt. Auch wenn es nur ein Holzbackofen im Garten ist.
Harwalt von Biberach

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Eintrag #25 vom 21. Apr. 2006 13:58 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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…“kritisieren dürfen”… haste aber nicht. Vor dir kam (wie so oft hier in den Foren) ein algemeines “taugt nicht” ohne Bezugnahme darauf, was deiner Ansicht nach, nicht stimmt. Und es kam auch nichts konstruktives oder gar Verbesserungslösungen /-vorschläge.
Die “Pflastersteine”, die du gesehen hast, sind in Wirklichkeit Sandsteinplatten, die im Bereich der Badestube verlegt wurden. Warum haben wir dort Sandstein verlegt? Damit man die Badestube auch mal mit einem Schrubber reinigen kann. Was ist daran nicht ok? Die einzigen modernen Materialien finden sich im UNFERTIGEN Küchentrakt rechts der Tür.
Die Dachpappe über der Badestube war eine Zwischenlösung, um das Dach und die darunter liegenden Dachsparren vor dem Winter zu schützen, da das Dach an dieser Stelle nicht dicht ist. In der darauf folgenden Saison sollte das Dach mit Reet gedeckt werden. Ich sage es noch einmal - das Projekt musste vor Fertigstellung abgebrochen werden.
Die Zuberanschlüsse waren während des Badebetriebes NICHT sichtbar und sind bei jedem Badezuber-Betreiber vorhanden. Oder willst du mir erzählen, du würdest mehrere Zuberfüllungen mit einem Eimerchen in- und wieder aus dem Zuber herausschöpfen? Harhar….Nebenbei bemerkt - stören dich auch die Anschlüsse von Sanitären Einrichtungen auf Märkten und gehtst Du deshalb immer in den Wald? Wenn ja - nimmst Du dann auch brav Blätter und Moos - oder gar die linke Hand? Aber die kann man ja waschen - verdammt kein Tümpel
in der Nähe - also ab in die Sanitären Einrichtungen ;-)
Schrauben - ja, habe ich aber im letzten Posting schon gesagt (“Holzverbindungen sind nicht ok)…Thema Zeitplan und Finanzierung, Zimmermann! Außerdem sieht man die nicht (Ausnahme: an zwei der 4 Hauptsäulen). Die Schrauben sollten im Holz versenkt werden und die Bohrungen mit Holzstöpseln wieder verschlossen werden. Aber erst nach Austrocknung der Stämme - damit man die Verschraubung nachziehen kann. Die Stämme haben innerhalb kürzester Zeit ca. 1,5 cm Durchmesser ”verloren“. Warum habt ihr frisches Holz genommen mag man sich nun fragen: Tja - Quellenforschung - die wir alle ja so lieben;-) ist angesagt. Auf unserer HP ist im Bauberich nachzulesen, dass die Sägewerke im Umkreis nicht liefern konnten. Deshalb waren wir gezwungen, selbst das Holz zu schlagen und dieses leider ”nass“ zu verarbeiten.
Ich sag es dir jetzt noch einmal: erst mal erkundigen - bevor du eine Sache ohne Kenntniss der Situation / Umstände / Entscheidungsgrundlagen von vorne herein ”zerpflückst". Das fällt mir bei deinen Postings leider immer wieder auf.
fi amani ilah - akil

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Eintrag #26 vom 21. Apr. 2006 14:31 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht OK, es reicht...

Das Thema hier ist rekonstruierter Bau eines Grubenhauses, nicht “Kritik am Langhaus in Rabenstein”.
Ganz ehrlich, ich kenne das Teil auch. Du, Jens Dittrich schreibst doch slöebst, daß es unfertig ist, und daß ihr aus welchen Gründen auch immer manche Kompromisse eingehen mußtet/wolltet, wie auch immer.
Das mag ja sein, und es intressiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne, WEIL ES NICHT DAS THEMA IST.
Was ich aber nicht verstehe, ist, warum du trotz diesem Wissen das Teil hier als Beispiel angeführt hast.
In der Hinsicht ja Jens Börner Recht, es taugt ob der angespochenen Details nicht wirklich als Musterbeispiel. Das wetet keineswegs eure Arbeit ab, noch will euch irgendwer an den Karren fahren.
Das ist schlicht der Versuch, den Themenbezug zu wahren.
Und daher fordere ich dich als Admin auf, laß diese dünnsinnige A Debatte, der Stuhlgang und seine Entsorgung egal welches Users hat hier nichts zu suchen, hier geht es um den neuen Bau eines Grubenhauses.
Gruß, Ivain

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Eintrag #27 vom 21. Apr. 2006 15:05 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zurück zu den Pfosten

Hallo,
Ich habe mich schlau gemacht und sowohl das Pech als auch das ankohlen bestätigen können. Zwar weis ich nicht ob die beiden methoden auch im frühen mittelalter bekant waren (ok Wikinger haben damit ihre boote gedichtet, also recht plausibel), da aber beide methoden im Mittelalter verfügbar waren denke ich können sie getrost verwendet werden.
Dann hatte ich allerdings noch eine Frage ( Ich weis ich recherchier zu wenig und binn ein stinkfauler hund der andere ausnutzt der meinung ander nach jedenfals) Aber mich würde interresieren ob Holznägel als verbindungsarten in frage kommen? Dafür brauchte man ja einen bohrer und ob es die im früh mi schon gab wage ich anzuzweifeln.

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Eintrag #28 vom 21. Apr. 2006 15:09 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bohrer

Klar gab es im Frühmi schon Bohrer. Das waren halt nur nicht die Spiralbohrer, wie wir sie heute kennen, sondern Löffelbohrer.
Gruss, Claudia

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Eintrag #29 vom 17. Mai. 2006 13:59 Uhr Andreas Reischl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Reischl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bau eines Grubenhauses - Materialbeschaffung und rechtliches

Also zum Baurecht in Bayern kann ich nichts beitragen. Zur Bautechnik haben wir (Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg e.V) schon einiges ausprobiert. Gleich vorweg. Wir sind nicht ganz ‘a’ und gehen einige Kompromisse ein.
Zur Holzbeschaffung müssen wir immer sehr auf das Verhältnis mit dem örtlichen Förster achten, der uns dann ein paar Bäume anzeichnet, die wir für günstiges Geld bekommen.
Ankohlen und/oder Teeren der Balken sehen wir als ok an, fault über die Jahre aber auch weg. Zusätzlich setzen wir die Stützpfosten mit Wuchsrichtung in den Boden ein, um der natürlichen Richtung des Wassertransports im Holz etwas entgregenzusetzen.
Beim Verlehmen könnt ihr selber mitmachen, wenn ihr zum Arbeitseinsatz am langen Wochenende 25.-28.05. vorbeikommen wollt. Gebt mir einfach Bescheid.
Grüße, Andi

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Eintrag #30 vom 17. Mai. 2006 22:43 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bau eines Grubenhauses - holzbehandlung

Hallo Leute
Gegen verrotten der Pfeiler ist ankohlen wohl die beste, schnellste und einfachste lösung. Mit der wuchsrichtung nach unten ist vermutlich immer besser. Allerdings hab ich von holz keine ahnung. klingt aber logisch.
Was man bei ausgrabungen in den Pfostenlöchern, die aufgrund der verkohlung immer gut zu sehen sind, auch findet; sind Urinreste. Bzw verkohlte holzstücke die aufgrund des urins gelb sind.
Urin hilf bei holz gut gegen Schädlingbefall. In meiner alten werkstatt(holzschuppen) habe ich gute ergebnisse gegen holzwurm damit erzielt.
Najaaaaa……wollte das halt mal aufgrund der erfahrung mit der ausgrabung testen. …es geht.
Mengenmäßig bedarf es bei den löchern eines ganzen grubenhauses aber schon ein paar mehr leute die da helfen können. Stell sich einer das bild vor, wie man die baumannschafft vor baubeginn jeden morgen darum bittet seinen morgenstahl für das projekt zu ofpern(-: zum schießen. *G*
Ich vermute mal sie haben aber damals Tierurin genommen. Der ist bedeutend aggresiver was die wirkund angeht. Vielleicht Pferd, Kuh, schaf??
Die ausgrabung auf die ich mich beziehe war im übrigen eine frankische ansiedlung aus dem 10-11jhd bei karlburg. Hier im Forum ging damals ein hilferuf nach grabungshelfern rum.
Was aus der ausgrabung, nach dem tod des grabungsleiter, geworden ist und ob sie zu ende geführt wurde weis ich aber nicht. Habe das aus den augen verloren. Aber infos darüber dürften zu bekommen sein auch wenn die grabung von Privat organiesiert wurde. Aber es gibt ja sowas wie grabungsberichte bei den entsprechenden ämtern. Die zwischenergebnisse wurden aber auch in einer archelogischen zeitung veröffendlicht.
Was auch gefunden wurde war ein mit steinen fast komplett ausgekleidetes Pfostenloch. Sowas ist eingentlich nicht üblich, aber bei dem grubenhaus war !ein! loch eben fast komplett in stein gefasst. Könnte ein großer tragender mittelpfosten gewesen sein!? Oder vielleicht ein Türstock??
Eiche als holz wäre schön, aber wo findet man noch eichen am ganzen stamm, in der richtigen länge und vorallem grade genug, und dann noch zu einem ´für eiche´ erschwinglichen Preis???
Aber an holz kann man fast alles nehmen,was zu damaligen zeit zu bekommen- und stabiel genug war. Aber wie gesagt ich kann nicht so gut mit holz. kiefer oder fichte wäre eine alternative.
Weis jemand seit wann diese arten in europa heimisch sind???
Das von mir
Grüße und viel glück beim bauen.
Thomas

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Eintrag #31 vom 23. Mai. 2006 08:48 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Noch ein paar Fragen und Anregungen

Hallo Tom,
auch wenn ich selber noch kein “A”-Haus gebaut habe, so durfte ich doch in den letzten Jahren viele Umsetzungen von mehr oder weniger gelungenen Versuchen sehen.
Leider wirst Du hier auf TV nur wenige der mir bekannten Menschen mit Erfahrung auf diesem Gebiet finden, da sie entweder nicht sehr Technikaffin sind, oder dieses forum aus diversen Gründen einfach nicht besuchen.
Deshalb stichpunktartig ein paar Gedanken von mir, die allerdings mangels persönlicher Planungs- und Bauerfahrung bitte nur als Meinung zu verstehen sind!
1. Habt Ihr Euch auf eine bestimmte Zeit festgelegt (z.B. La Tene, Merowingerzeit, etc.), denn das dürfte der erste Schritt sein, um konstruktionsbedingte Besonderheiten/Vorgaben festzulegen?
2. Baurecht wurde angesprochen, auf Privatgrund im Wohngebiet würde ich mich mal um die mögliche Deklaration als “Gartenlaube”, bzw. “Geräteschuppen” kümmern. Im land-/forstwirtschaftlichen Bereich kommen “Schutzhütten für den Forstbetrieb (mit Heizmöglichkeit)”, “Geräteschuppen” oder die angesprochenen “Offenställe” (hier ist eine evtl. Auflage der nach mind. zwei Seiten offenen Konstruktion zu beachten) in Betracht.
3. Wie “A” wollt ihr die Konstruktion halten? Je nach Zeitstellung dürfte es ziemlich aufwendig werden, das benötigte Material zu beschaffen (Schilfdeckung, etc.). Auch das Hauen der Balken wird gerne unterschätzt, der zimmermann Deines Vertrauens kann Dir da weiterhelfen.
4. Arbeitskraft und Zeitaufwand. Je weniger Ihr fertig hergerichtet kauft, desto billiger, authentischer, aber auch zeitaufwendiger wird das Projekt werden.
Wenn Ihr ernsthaft was “brauchbares” (aus historischer Sicht und dem Aspekt der Beständigkeit heraus) hinstellen wollt, dann legt das Projekt längerfristig an. Schlagt das Holz (ist eh schon zu spät dafür in diesem Jahr), haut die Balken, kümmert Euch um das Material für das Dach, etc.
4. Wenn Ihr einfach nur was haben wollt, was stimmig aussieht und für uriges Feeling sorgt, dann kauft Euch im Baumarkt einen Fertigbausatz für Laube, Schuppen oder Carport (geht billig her und umfaßt alle nötigen Berechnungen bzgl. Statik, etc.), setzt das auf die entsprechende Grube, Innen und Außen mit Flechtwandimitation, schönes Dach drauf, fertig ist die Laube. Und diesen Vorschlag meine ich nicht abwertend oder zynisch. Ich halte das tatsächlich für einen relativ einfach gangbaren Weg, vorausgesetzt, der Anspruch auf historische Korrektheit ist nicht die ursprüngliche Triebfeder. Pimp my Gartenlaube sozusagen…
Gruß,
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #32 vom 23. Mai. 2006 16:48 Uhr Tom Siegemund  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Siegemund eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle zusammen.
Ich habe nicht viel ziet deswegen nur ein Paar Zeilen an Andi.
Sehr freundlich das du uns eingeladen hast, allerdings binn ich heute erst wieder ins Forum gekommen, und nun steht dieses wochenende ja schon vor der Tür leider schaffe ich es, aber trotzdem vielen dank.
Ach übrigens, was is das eigentlich was ihr da macht weil du von einem Arbeitseinsatz sprichst?
In Kürze mehr ;)
Beste grüße Tom

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Eintrag #33 vom 23. Mai. 2006 21:52 Uhr Andreas Reischl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Reischl eine Nachricht zu schreiben.

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Unser Verein “Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg e.V.” (siehe auch unter ‘Archäoparks - in Deutschland und anderswo’) kümmert sich um ein Schaugelände ‘Freilichtmuseum’ in der Nähe von Chemnitz, das basierend auf den Ergebnissen von Ausgrabungen in der Nähe errichtet wurde. Das Gelände gehört der Stadt.
Wir versehen am Wochenende den Museumsdienst, Halten mit Unterstützung von 1Euro-Kräften die Häuser instand und ‘bewohnen’ die Häuser zeitweise. Ein paar mal im Jahr versuchen wir an ‘Arbeitseinsätzen’ möglichst viele Helfer zusammenzubekommen, um größere Arbeiten stemmen zu können.
Du kannst im Grunde auch jedes Wochenende als Museumsgast vorbeikommen.
Grüße, Andi

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