Habe mal den Vorschlag aufgegriffen und Posts von dem Threat Gabs oder gabs nicht zum ‘Ort des Geschehens’ verfrachtet. Hadu, ich hoffe auf dein Einverständnis (und wenn nicht: eh zu spät ;o)
Borten an ßrmelenden, Säumen, Kragen und an Schuhen erste Hälfte 13. Jhdt..in “Deutsche Buchnmalerei in vorgotischer Zeit”
Cod.Vat.Lat. 39 um 1240 Italien: Breite Borten an Kleidung variabel angebracht.
Und dann natürlich die Werke von Nancy Spies…siehe die Bortenthreads..
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff
Dazu noch meine eigenen Rechercheerkenntnisse (Auszug):
“…Nach 1200 bleiben Kleidersäume, ßrmel und Halsausschnitte bis in die 1250er hinein verziert, allerdings nicht mehr so verschwenderisch wie im 12. Jahrhundert; der Besatz am Halsausschnitt wird immer seltener. Um oder nach 1260 werden Borten und Stickereien seltener verwendet, verschwinden aber niemals gänzlich aus der Mode.”
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis, auch mal genannt ‘der Ausdauernde’
Ich habe mir überlegt noch eine Gugel zu nähen. Nur würde das zeitlich noch dazu passen. Ich denke an die rundgeschnittene Fassung mit einem Zipfel(nicht aber diese extrem lange Version).
Ich bin mit den Borten von der Spindel auch sehr zufrieden. Allerdings wäre die dort Leinenborten natürlich Authentischer als die aus Baumwolle. ABer da entscheidet auch ein wenig der Geldbeutel!
… aber richtig schlau bin ich nicht draus geworden, aber unbedliebt hast du ddich bei mir auch nicht gemacht ;)
Ok ich weiss dass Rot/Grün eine “teure” Farbkombination ist … hat mir halt am besten gefallen *g* und den Stoff hab ich auch noch sehr günstig gekriegt. Welche Borte …. keine Ahnung ich hätte mir von www.diespindel.de oder so einfach eine “günstige” Borte bestellt … ok ich weiss selbsermachen wäre zwar besser aber ich hab mir ja dafür schon das gute Kleidungsstück genäht ;)
Ich denke mal eine Borte von der Homepage dürfte die Sache dann schon in Ordnung aussehen lassen
für das 11./12. Jahrhundert zeigen viele zeitgen. Abbildungen wo Borten oder Verzierungen sitzen.Soweit ich weiß gibt es leider keine kompletten erhaltenen Kleidungsstücke. Im Thread “Einsetzen von Gehren” habe ich die Literaturangabe für die Kittel mit eingesetzten Gehren auf Dänemark genannt. Diese Kittel sind ohne Zierbesätze. Du hast allerdings mit Rot/grün eine “teure” Farbauswahl getroffen. Ein reines Grün (nicht diese “ßkonaturtöne” Birke auf Eisen etc.) ist eine Doppelfärbung. Da sollte das gute Stück schon verziert sein.
Auch auf die Gefahr hin mich wieder super heftig unbeliebt zu machen:
An was für eine Borte hast Du gedacht? Für die üblichen Borten in Schnurbandtechnik kenne ich keinen einzigen Nachweis. Reste von Borten sind im Nachweis auch Bodenfunden nicht eben selten, meist durch die erhaltenen eingewebten Metallfäden. (z.B. für Schlewig), auch in Kirchenschätzen sind einige Borten erhalten geblieben. Die Formensprache der Muster ist klar und sehr einheitlich, was Nacy Spies durch die Herstellungorganisation begründet.
Eine Alternative wären Besätze mit Stickereinen. Die Techniken sind für den einen oder anderen eventuell einfacher zu erlernen als die doch etwas aufwendigen Brettchenwebetechniken.
Reitschlitz hat die Cotte keine dafür an der Stelle eine Gere
Und danke für die Antwort, dann könnte ich mir theoretisch die Brettchen Borte sparen …. aber am Armabschluss und Hals würde mir doch noch so ein bischen Borte gefallen. Hmmm muss ich wohl mal auf dem nächsten MA Markt mal bei anderen Leuten ein bischen spicken
wenn wir davon ausgehen, daß Du brettchengewebte Borte meinst und nicht Massivholz ;-))), solltest Du die Zeit genauer definieren, da sich im HMA die Moden auch stark geändert haben.
Ganz kurz als Faustregel:
HMA bis ca 1180 breite Borte möglich um den Oberarm, Saum, Hals und Armabschluss.
Nach 1180 ca schmale Borten an Halsausschnitt, Armabschluss.
Nach ca 1260-70 keine Borten mehr.
Das ist natürlich nur eine ganz grobe Einteilung, da es genug Ausnahmen gab aus regionalen Eigenheiten, ebenso gabs genug Modemuffel, die ihre Klamotten jahrzehntelang trugen.
Geren…also soviel ich weiss vier Geren doch erst so ab 1300…und wie stehts mit dem Reitschlitz?
Ich hab mir eine Cotte mit 4 Geren li/re vo/hi genäht. Die Geren gehen ungefähr bis mitte Brustkorb. Nun meine Frage wo könnte man da Brettchen annähen damit es relativ korrekt aussieht. Von der Epoche wäre es HMA. Ich hatte mir gedacht evtl die Mittelgeren(vo/hi) einfassen. Unten komplett herum und an der Seitengere zur schulter hoch und dann wieder runter. Hals weis ich nicht ob ich da auch noch was hinnähen sollte. Mein Kleidungsstück ist innen noch mit roten Leinenstoff ausgefüttert deshalb denk ich mir dass ich mir den Halsausschnitt sparen könnte. Da hier eh eine schöner ßbergang zwischen der roten Innenfütterung und der grünen Farbe des Stoffes.