Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Benötige Hilfe bei Schild-Bastelei

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Eintrag #1 vom 13. Mrz. 1998 00:00 Uhr Thorsten Helm   Nachricht

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Hallo! Ich habe mir überlegt, daß ich mal einen Schild brauche. Von der Form her sollte es der normannischen Tropfenschild werden, allerdings die etwas spätere Version mit der geraden Oberkante. Da ich aber noch nie einen Schild gebaut habe, wäre ich für etwas Unterstützung dankbar. Welches Holz nimmt man, wie stark, wie bekomme ich den Schild am besten in die gerundete Form, wie mache ich das mit der Bespannung und Verzierung (Kreidegrund?)? Hat jemand Abmessungen, die sich als brauchbar erwiesen haben? Wie stellt man am besten eine Kantenverstärkung her? Bin für jede Hilfe dankbar.

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Eintrag #2 vom 13. Mrz. 1998 00:00 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Hi, ich gebe Dir den Tip Dich an Tim Schneider zu wenden im bezug zu Deinem Vorhaben eine Normannenschild zu entwerfen. Ich hoffe Ich konnte Dir helfen habt euch wohl Angelo de la Vasantes

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Eintrag #3 vom 16. Mrz. 1998 00:00 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Hi, hier ist Timm von der Ars Militia! Habe schon ein paar von den Dingern gebaut! ( Sperrholz gebogen , Lederbespannt) Absolut A. , aber recht easy zu bauen. Mail mal rüber dann kann ich Dier mehr Facts geben

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Eintrag #4 vom 24. Mrz. 1998 00:00 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Hmm, gibt es eigentlich jemanden, der sich schon mal mit Massivholz-Schilden befasst hat? Irgendwas in Richtung echter Männerschild, Eichenholz aus einem Stück? Gunther Markgraf von Bärennoth

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Eintrag #5 vom 04. Mai. 1998 00:00 Uhr K. Brandt   Nachricht

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Ich denke, daß einzige Problem beim Schildbau ist die gebogene Form. Was ist beim biegen der Sperrholzplatte zu beachten? ich habe mir überlegt, daß dies mittels Spanngurten über ein Faß funktionieren müßte. Muß man das Holz vorher erhitzen oder so?

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Eintrag #6 vom 05. Mai. 1998 00:00 Uhr   Nachricht

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Hi Kai, ich habe zwar nur Erfahrungen aus zweiter Hand, aber hier sind wenigstens die: Typischerweise werden z.B. 4 Sperrholzplatten a´ 3-4mm Verwendet, eine Gesamtdicke von 12-15mm ist vollkommen ausreichend. Die Dinger werden ungeschnitten Verleimt und einfach nur mit Spanngurten gebogen, weitere Hilfsmittel sind meistens nicht von Noeten. Das Fasz brauchst du nicht, das Holz biegt sich von alleine ziemlich gleichmaeszig. Das waere so in etwa der Vorgang, wie er mir bereits von mehreren Leuten geschildert wurde. Bis denn Henning

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Eintrag #7 vom 14. Sep. 1998 18:23 Uhr M.A.G. "Pennon" e.V.   Nachricht

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Hi - also die Version mit den Spannbändern funktioniert ganz gut. Allerdings solltest Du darauf achten, daß das Holz nicht zu trocken ist, und Du die Spannbänder mindestens 48 h darum läßt. Und zu Gunther : deinen echten “Männerschild” aus reinem Eichenholz, halte ich für nicht so intelligent ;-) Es sein denn, Du hast einen Schildknappen von den Ausmaßen eines Arnold Schwarzeneggers an Deiner Seite…. Ich habe einen Sperrhoilzschild nach oben genannter Machart mal einen Hessentagzug lang getragen, und glaube mir ich bin kein Zwerg, danach musste ich 3 Stunden (ein bisschen übertrieben - ok) warten, bis ich meinen linken Arm wieder bewegen konnte.. In diesem Sinne fröhliches Zurren und leimen…. Ronald

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Eintrag #8 vom 15. Sep. 1998 14:29 Uhr Tim Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tim Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Leute, hier kurz die Beschreibung für gebogene Holzschilder Ihr besorgt euch 3 Holzplatten 4-5mm Stark. Diese laßt Ihr Euch direkt beim Händler zurechtschneiden und zwar so, das zwei (oben und unten mit der Faser gebogeb werden und die mittlere gegen diese gebogen werden können. Um saubere Ränder zu erhalten, nehmt Ihr einfach U-Profiele. Dies verhindert Wellen im Holz. Achtet bitte darauf, das alle Platten möglichst gleich groß sind (1-2mm sind natürlich nicht schlimm!). Befor Ihr überhaupt mit dem Wölben anfangt, zeichnet Euch die Schildform auf die obere Platte. Leichte Rundungen bekommt man am besten hin, wenn man eine dünne vierkannt Holzleiste am Anfang und Ende des Bogens befestigt, und dann einfach die Mitte solange zieht, bis der gewünschte Bogen erreicht ist (Funktioniert aber nicht im Kreis- räusper…). Dabei ist aber Vorsicht geboten - nicht überdehnen!!! Dann nehmt Ihr ausreichend Wasserfesten Holzleim und verstreicht diesen großflächig (mit einem Spachtel z.B.). zwischen den Holzplatten. Die U-Profiele werden nun auf den Rand gesteckt und mit Spanngurten wird mittig der erste LEICHTE Bogen gezogen. Nicht zu weit! Mit weiteren Spanngurten zieht Ihr dann die Ränder auf gleiches Niveau. Erst dann leicht an die gewünschte Wölbung heranziehen und zwar nacheinander alle stückchenweise. Denkt daran, das sich die Wölbung noch ein wenig wieder zurückbiegt, wenn Ihr die Spanngurte abnehmt (also einen Tacken mehr Wölben). Erst nach 20 Stunden (völlig ausreichend) die Spanngurte lösen. Jetzt kann der Schild mit einer Stichsäge entlang der aufgezeichneten Linien ausgesägt werden. Für die Armhalterung solltet Ihr nach dem Aussägen Löcher Bohren und Schloßschrauben leicht versenken. Bespannen kann man den Schild dann mit Leder. Die Kanten nagel ich vorher noch mit Lochband ab (sieht man nicht und man kann auch mal mit einem Schwert auf den Schildrand schlagen, ohne gleich 5 cm tiefe Scharten zu haben). Bei Fragen Mailt mich bitte an oder ruft mich einfach an unter 02307/299866 Ansonsten viel Spaß beim Basteln!!! Tim Schneider

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Eintrag #9 vom 15. Sep. 1998 16:39 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Wow! Endlich mal einer, der RICHTIGE Schilder macht und nicht den Kinderkram den man sonst immer sieht (schönen Gruß an alle Metall-Schild-[mit-Schaumstoff-Rückseite-]Träger). Alle unsere Schilde sind nach dem gleichen Prinzip gefertigt, allerdings beziehen wir die Schilde nicht mit Leder, sondern mit Rohhaut. Die wird in verdünntem Knochenleim eingeweicht und wenn sie ganz biegsam und geschmeidig ist über das Schild gezogen und auf der Rückseite festgenagelt. Nach dem Trocknen ist die Rohhaut wieder “hart wie Kruppstahl” ;-) und extrem wiederstandsfähig und authentisch! Wer will kann die Rohhaut jetzt noch mit irgendwas (ich hab leider vergessen mit was) bestreichen und der Schild wird noch strapazierfähiger. Na dann fröhliche (Winter-)Bastelei. Heinrich von Ebersberg

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Eintrag #10 vom 16. Sep. 1998 18:42 Uhr Gerhard Quanz   Nachricht

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Mh, keine schlechte Idee, das mit der Rohhaut … aber wenn mir jetzt noch einer sagen könnte, wo man sowas bekommt, wär es noch besser. Olm

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Eintrag #11 vom 17. Sep. 1998 02:40 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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>allerdings beziehen wir die Schilde nicht mit Leder, sondern >mit Rohhaut. Die wird in verdünntem Knochenleim eingeweicht >… >Wer will kann die Rohhaut jetzt noch mit irgendwas (ich hab >leider vergessen mit was) bestreichen und der Schild wird noch >strapazierfähiger. Wenn Du mir jetzt noch erzählst, daß Du mit dem “irgendwas” auf Knochenleim basierenden Kreidegrund meinst: an mein HERZ! Ich hab´ mir immer den Mund fusselig geredet, daß man doch mal von wegen die A dahergehen und den Schild mit Kreidegrund vorbereiten und daraus auch Reliefs (Wappen!) modellieren sollte. Womit ich mir aber immer den Zorn der (selbsternannten) Götter zugezogen habe… Gunther Markgraf von Bärennoth

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Eintrag #12 vom 17. Sep. 1998 09:19 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Olm, ich habe Quellen, allerdings sind diese allesamt weit, weit weg von Dir. Tip: Schnapp´ Dir die gelben Seiten, schlage unter “Leder” nach und verschaffe der Telekom ihr Auskommen. Die meisten großen Lederhandlungen haben auch ganze Rohhäute (und die brauchst Du), die kleineren Handlungen können sie in der Regel besorgen. Dietrich

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Eintrag #13 vom 17. Sep. 1998 11:39 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Kann mir jemand vielleicht etwas über die Bemalmethoden und Farben sagen? Ich kenne nur Eiweiß-Tempera, die Sache mit dem Kreidegrund sagt mir gar nichts und ich werde diesen Winter mit unseren Leuten “richtige” Schilde neben unseren Bucklern basteln müssen. Wäre schön, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen könnte, nett wären auch ein paar Quellenangaben. Danke im voraus Thorsten

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Eintrag #14 vom 17. Sep. 1998 15:08 Uhr Gerhard Quanz   Nachricht

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Danke, Dietrich, ich werde das diesen Winter mal in Angriff nehmen, wenn ich dann auch mal zu einem Schildbuckel gekommen bin. Olm

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Eintrag #15 vom 17. Sep. 1998 16:31 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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KREIDEGRUND!!!!! Genau das war´s!!! Ich wollte erst Kalksatz oder Kalkboden schreiben, weil ich wirklich nicht mehr wußte, wie das Zeug heißt. Hab ich dann aber gelassen, um mich nicht zu blamieren. Juchu, jetzt weiß ich´s wieder und alle sind glücklich! Gunther, die Götter, die Dir da grollen, sind wohl nicht gerade die allwissenden, oder?!?!? Kreidegrund ist 100% a., was Dir so mancher Restaurator oder Museumsmensch bezeugen wird. Im übrigen sind Schilde mit aufmodellierten Figuren/Zeichen auch absolut a.. In Hessen gibt es Originale mit plastischen Figuren. Mit original Bindung, Bemalung, usw.!! Alle, die was anderes behaupten… bitte überzeugt Euch selbst. Wir haben mal einen Pfeil als Preis ausgelobt, der mit Plattgold belegt war. Richard de Garrais hat ihn gefertigt und als Grundlage für das Blattgold wohl auch Kreidegrund verwendet… Mit erfreuten Grüßen ob dieses geballten Wissen in dieser Rubrik verbleibe ich Euer, Heinrich von Ebersberg P.S.: Das hier wäre eine Auskopplung bzw. eine Zusammenfassung und Veröffentlichung in der Bibliothek wert, weil hier endlich mal verschiedene Leute geballtes Wissen offenbaren. Auch so mancher “alte Hase” wird hier nochwas lernen können…

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Eintrag #16 vom 17. Sep. 1998 18:03 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Laßt mich bitte nicht dumm sterben! Was ist denn jetzt Kreidegrund und wo bekommt man ihn? Ich selbst kenne nur ein paar Schilde, die meist mit Leder oder Stoff (wenn überhaupt) bespannt und danach bemalt worden sind (wobei ich nicht weiß, was für Farben benutzt worden sind - die von mir angesprochenen Eiweiß-Tempera-Farben wurden eher in der bildenden Kunst verwendet und ich habe noch nicht die Wettertauglichkeit abgecheckt). Sind die modellierten Schilde, von denen Ihr sprecht Kampfschilde oder Paradeschilde? Wenn ich mir Euch Schaukämpfer ansehe, müßte die ganze Arbeit doch schon nach zwei bis drei guten Hieben gegen den Schild für die Katz sein. Bis dann Thorsten

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Eintrag #17 vom 18. Sep. 1998 10:39 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten! Wo das Zeug herkommt kann ich Dir auf Anhieb nicht sagen, aber ich werde es in Erfahrung bringen… Kennt Ihr Hundekauknochen? Jaja, Ihr werdet Euch bestimmt wundern, warum ich so komische Fragen stelle, aber das hat einen guten Grund: Hundekauknochen sind Rohhaut!!! Und wesentlich billiger als Rohhaut aus dem Fachhandel. Wenn Ihr also kleine Sachen zu beziehen habt (z.B. Armkacheln), einfach für billisch Knete ´nen Kauknochen gekauft, eingeweicht, auseinandergefaltet und draufgezogen. Viel Spaß beim klibbern wünscht, Heinrich von Ebersberg

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Eintrag #18 vom 18. Sep. 1998 12:07 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe bereits meinen ersten Schild trotz aller Unkenrufe mit Kreidegrund gefinished und bin mit den Ergebnissen eigentlich recht zufrieden. Kreidegrund ist allerdings eine wahnsinnig aufwendige Geschichte, ziemlich schwierig in der Anwendung und schwer zu bekommen. Aber gut, ihr habt es nicht anders haben wollen. Aber fragt mich jetzt nicht nach Quellen, ich habe wochenlang sämtliche deutsch-, englisch- und französisch-sprachigen Newsgroups, die irgendetwas mit Kunst zu tun haben genervt und (praktisch völlig erfolglos) das Web durchsucht. Kreidegrund wird heute eigentlich nur noch von Restauratoren und Echt-Vergoldern benutzt, und die hüten das als Berufsgeheimnis (jedenfalls die Vergolder, da hat wohl jeder so sein eigenes Patentrezept). Es gab nur einen Vergolder, der ansatzweise bereit war (nachdem ich ihm geschildert hatte, was ich vorhabe, also nicht in seinen Jagdgründen wildern wollte), mir zu helfen. Und der hat mir auch versichert, daß es trotz aller chemischen Errungenschaften heutiger Zeit immer noch nichts besseres für diesen Zweck gibt. Was ich einfach mal so hinnehme… Alle hier dargestellten Sachen basieren also auf angeeignetem Wissen und Erfahrungen durch Trial-and-error. Wenn es jemanden gibt, der mehr weiß - bitte sehr, helft mir auf die Sprünge, würde gern noch mehr darüber erfahren. Insbesondere, Thomas, vielleicht von Richard de Garrais, der scheint es ja richtig zu können… Kreidegrund besteht aus Knochenleim und einer oder mehreren Kreidesorten. Der Vorteil von Kreidegrund besteht darin, daß man eine Schicht erhält, die oben hart und darunter weich ist und man damit auch modellieren kann. Außerdem kann (und muß) man das Ergebnis schleifen. Meinen Knochenleim habe ich als Art Granulat mit ca. 4mm großen Körnchen erhalten, weiß nicht, ob es da noch andere Formen gibt. Als Kreide habe ich Champagnerkreide verwendet, die ziemlich fein ist. Man nimmt sich einen großen Topf und läßt den Knochenleim über Nacht in Wasser quellen. Am nächsten Tag erhitzt man ihn auf 60° und SUMPFT die Kreide ein, nach Möglichkeit NICHT umrühren. Denn das größte Problem ist es, keine Luftbläßchen in den Kreidegrund zu bekommen, diese äußern sich als Löcher in der Oberfläche und sind praktisch nicht mehr rauszubekommen. Leider kann ich keine Mengenangaben machen, da diese aus Versuchen resultierten. Nachdem man eine flüssige aber immer noch etwas breiige Masse erhalten hat, läßt man das Ganze auf ca. 25-30° abkühlen und verarbeitet es dann, möglichst in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit. Aufgetragen wird der Kreidegrund normalerweise mit einem unglaublich wahnsinnig weichen Pinsel, ich habe allerdings ob der großen Fläche erst einmal mit einem breiten Spachtel aufgetragen und dann erst gepinselt. Leider ist Eile geboten, evtl. wieder etwas erhitzen und verdünnen. Den Schild jetzt mindestens 24h trocknen lassen und schon mal neuen Kreidegrund für den nächsten Tag ansetzen, diesmal etwas dickflüssiger. Heute machen wir uns dann verstohlen an die Küchenutensilien der Ehefrau ´ran. Denn zum Aufmodellieren benutzt man am besten die handelsübliche Sahne-in-hübschen-Mustern-auf-die-Torte-Spritztüte der Frau (allerdings vielleicht nicht unbedingt mit dem sternförmigen Einsatz). Vorsicht, wenn man nicht sehr aufpasst, ist das Ding hinterher ruiniert… Direkt im Anschluß an das Aufspritzen des Musters kann man die Oberfläche noch etwas - wieder mit weichem Pinsel - mit Wasser glätten. In Sachen A war es so, daß man die Grundierung hat trocknen lassen und dann kleine Bleche oder flache Holzteile mit Knochenleim pur aufgeklebt hat. So hatte man schon ´mal ein Grundgerüst, welches man dann mit Kreidegrund überzogen hat. (Danke an Peter Müller für diesen Tip!) Schild ausgiebig trocknen lassen. Ausgiebig. Denn obwohl die Oberfläche ziemlich schnell fest wird, ist der Trick von Keidegrund ja die geringe Festigkeit in den unteren Schichten und diebleiben noch LANGE feucht. Also am besten den Schild mal für zwei-drei Tage wegstellen. Danach die Oberfläche schleifen, normales handelsübliches Sandpapier tut´s, wird aber durch den feinen Staub und den Kleber relativ schnell unbrauchbar. Für die eigentliche Schildoberfläche habe ich (Asche auf mein Haupt!) den Bandschleifer bemüht. Nun kommen die verhaßten Luftblasen durch, kann man bei größeren Löchern ein wenig ausgleichen mit Knochenleim pur, über den man dann Kreide pur stäubt und ein wenig andrückt und wieder trocknen läßt. Nicht den Mut verlieren, das Schleifen dauert seine Zeit… Nun kann der Schild bemalt werden, eine Grundierung habe ich nicht verwendet. Vielleicht kann uns aber mal jemand mit malerischen Erfahrungen auf mögliche Grundierungen und generell über Farben aufklären… BTW, was sind Eiweiß-Tempera-Farben? Ach ja, ich weiß nicht mehr wo ich´s einbauen soll, aber der Schild wird VOR der ganzen Kreidegrund-Aktion natürlich bespannt. Die Rohhaut-Variante war mit nicht bekannt, alle Quellen die ich hatte sprachen von Leinen (z.B. Seedorfer Schild). Ja, Thomas, die Leute, die sich über meinen Kreidegrund-Spleen aufgeregt haben, hatten wohl wirklich nicht sooo die Ahnung. Aber hilf mir, welche Schilde gibt es denn in Hessen? Und wo? Ach ja, wer jetzt glaubt, diesen Schild würde ich in einen Kampf mitnehmen, der irrt. Dieser Schild hängt bei mir im Flur an der Wand (oder steht in ganz seltenen Fällen mal vor´m Zelt)… Gunther Markgraf von Bärennoth

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Eintrag #19 vom 18. Sep. 1998 12:13 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Ooops, vergessen: Wie gesagt, Kreidegrund ist schwer zu bekommen. Ich habe unheimlich viel in Deutschland umhertelefoniert und dann in Berin ein Firma für Künstlerbedarf gefunden, die mir das Zeug trotz normalerweise nur Ladenverkauf zugeschickt haben: H & W Rudolf-Breitscheid-Str. 79 14482 Potsdam/Babelsberg Fon & Fax: 0331 710368 2kg Champagnerkreide 7,90DM 1kg Knochenleim 10,50DM Also keine umwerfenden Ausgaben, um mal damit zu experimentieren… Gunther Markgraf von Bärennoth

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Eintrag #20 vom 18. Sep. 1998 12:19 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Danke, Gunther für die ausführliche Beschreibung! Ich glaube, daß ich mit einer Aktion dieser Art lieber etwas warte und meiner Meinung nach ein derartig aufwendiges Verfahren nicht das wahre für den gemeinen, flämischen Infanteristen ist. KOmpliment an alle, die das durchziehen. Das Du mit Deinem Schild nicht in den Kampf ziehst ist mir jetzt auch klar. Eiweiß-Tempera sind - soweit ich weiß - Mineralische Farben, die als Bindemittel halt Eiweiß haben (Jan van Eyck hat damit z.B. gemalt). Als moderne Alternative kann man auch einfache Temperafarben aus dem Künstlerbedarf nehmen (Auskunft einer unserer Kalligraphinnen), die wasserlöslich sind. Ich kannd as aber nochmal in meinen Kunstbänden nachprüfen. Thorsten

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Eintrag #21 vom 18. Sep. 1998 12:22 Uhr Gerhard Quanz   Nachricht

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Hundekauknochen = Rohhaut? Oweh, dann gibt´s Probleme … Wenn ich einen Schild mit sowas beziehe, dann darf ich den nie auf dem Boden abstellen, sonst isser nach kürzster Zeit abgefressen, denn bei mir haust eine räuberisch veranlagte Schäferhündin. Und wenn ich mich an ihren Kauknochen vergreife, dürfte sie stinksauer werden. Olm

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Eintrag #22 vom 18. Sep. 1998 17:14 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gunther … Meschenskinder !! Vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung dieser Technik. Ich denke mal, ich werde dies mal in den langen Wintermonaten (gell Andreas !!) ausprobieren, und dann hoffentlich am Anfang der nächsten Saison eine Reihe von Johanniter-Prachtschildern an unseren Wappenbäumen befestigen können…. Also in diesem Sinne … ein schon in Knochenleim badender Ronald

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Eintrag #23 vom 19. Sep. 1998 20:59 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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JaJaJaJa die Wintermonate werden wir mit der Vervollkommnung der Kreidegrundtechnik verbringen (ich freu´ mich schon auf die reisen Sauerei!). Das wird ein Heidenspaß (oops - für uns Johanniter natürlich ein himmlisches Vergnügen!). Beste grüße vom den in Knochenleim badenden Ronnie mit Kreide bestäubenden ;-)) Andreas

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Eintrag #24 vom 20. Sep. 1998 12:46 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Schade, Andreas, da warst Du schneller, ich wollte mich sonst auch schon anbieten, mal mit einem Sack voll Federn vorbeizukommen… >:-) Gunther Markgraf von Bärennoth

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Eintrag #25 vom 21. Sep. 1998 16:32 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gunther und alle anderen Freunde des gepflegten Schildes! Die Original-Schilde befinden sich im Schloßmuseum zu Marburg. Es sind Schilde einiger Mitglieder und Gönner des Deutschen Ordens (z.B. Landgraf von Thüringen) und sie sind gefertigt wie Kampfschilde (komplette Schnürung ect.). Allerdings stammen sie aus dem Marburger ?Dom? (Kirche, was weiß ich), waren wohl also als Prunkschilde im Einsatz. Sie tragen Reliefs. Als sie (ich glaube Anfangs dieses Jahrhunderts) abgehängt und ins Museum gebracht wurden, waren es 28 an der Zahl. Inzwischen sind es nur noch 16 und es interessiert keinen, wo die anderen 12 hingekommen sind. Man weiß es einfach nicht und man sucht sie auch nicht. ßberhaupt weiß man NICHTS über diese Schilde, außer daß sie aus dem 13. Jahrhundert stammen. Sie sind, wie uns der Museums-Leiter sagte, nicht wissenschaftlich ausgewertet, da “sie nicht von Interesse sind”!!! *heulkreischKleidervomleibreißundzumTierwerdbrandschatzmarodier* Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!! Unsere Historiker/Archäologen/sonstige Gelehrte interessiert das nicht! Aber wenn ein Römer auf einem Wachturm am Limes gefurzt hat, schreiben sie ellenlange Berichte drüber. Und gerade über die Römer ist schon massenhaft Material vorhanden. Sie sind besser erforscht als das Mittelalter. *grrrrrr* Ein trauriger und gleichzeitig wütender Heinrich von Ebersberg

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Eintrag #26 vom 22. Sep. 1998 13:02 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Heinrich! Und ich stimme in Dein Wehklagen ein. Man findet hier in Deutschland bannig Material über das literarische Schaffen im MA aber wehe es geht um Alltagskunde. (Als Ausnahme natürlich Bumkes “Höfisches MA” ds beides verbindet - da mache ich die große Verneige). Ich glaube manchmal, daß die Wissenschaft hier irgendwie die Assoziationsreihenfolge MA = Ritter = Krieger =Militarismus = Nazis im Kopf hat. Also bleibt mir nur, weiterhin auf ausländisches Material zurückzugreifen, daß zumeist noch nicht mal als ßbersetzung vorhanden ist (Ich erinnere mich nur an meine Suche nach Verbruggens “Medieval Warfare”). Ich denke mir, daß dies auch ´ne Menge Probleme für all die bietet, die anfangen und nicht über ausreichendes Sprachwissen verfügen. Ein oftmals genervter Thorsten

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Eintrag #27 vom 23. Sep. 1998 09:05 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gunther - Hallo Andy … vielen herzlichen Dank für Euere liebevollen Gedanken bezüglich meiner Knochenleimbaderei ! Wenn ich mich in irgendeinerweise erkenntlich zeigen kann, so laßt es mich doch bitte wissen :-)) In diesem Sinne - ein euch gaanz kräftg knuddelnder und umarmender, in Knochenleim, Kreidegrund und Federn gewälzter - tierisch klebender Ronald

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Eintrag #28 vom 26. Mai. 1999 10:11 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Gruß an alle Schildbastler ! Wir haben daß mit den Spanngurten mal ausprobiert, daß funktioniert SUPER (Danke an alle für den Tip) !! Ein Problem stellt sich allerdings bei der Anbringung von schmucken Schildrändern aus Stahl. Bis jetzt verwenden wir ein U-Profil (aus 2mm Blech) das an den Flanken des U eingeschnitten wird, um die Kurven rund um das Schild hinzukriegen. Dadurch wird der Schild extrem stabil. (wir haben sogar einen Probeschild aus nur 2×4mm Buchenleimholz hergestellt, der sehr leicht, aber extrem widerstandsfähig ist) Unser Problem ist nur das die Einschnitte im Schildrand deutlich sichtbar sind und daher der Schildrand irgendwie “gepfuscht” und nicht besonders a. wirkt. Hat irgendeiner von euch Erfahrung mit Schildkanten aus Stahl oder eine gute Idee ? (oder weiß einer vielleicht wie Schildkanten gegen Ende des 12.JH ausgesehen haben und wie sie hergestellt wurden ? [geschmiedet ??]) Danke vorab,
Dietrich von Aggstein

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Eintrag #29 vom 26. Mai. 1999 10:46 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Nikolaus! So aus dem Kopf fallen mir keine Belege für das Vorhandensein metallbeschlagener Schilde ein. Die Schilde im Marburger Dom sind meines Wissens nach allesamt nicht mit Metall beschlagen sind aber auch nicht Ende 12. Jhd. soweit ich weiß. Eine oder zwei Lagen Rohhaut, naß aufgezogen und dann abgenagelt sollten es auch tun. Alternative dazu: den Schild zuerst mit Sackleinen und dann mit Leder beziehen.
Jörg

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Eintrag #30 vom 26. Mai. 1999 13:46 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jörg, die meisten Abbildungen von Schilden die ich kenne, zb. Bayeux-Teppich weisen einen durch Färbung oder Muster deutlich hervorgehogenen Rand auf, den ich bisher als Metalleinfassung interpretiert habe. (das erschien mir bisher irgendwie schlüssig) Wie interpretierst du diese Abbildungen ? (z.B. auf www.cablenet.net/pages/book/part17.htm) Könnte natürlich auch ein Lederrand sein, aber wäre ein Metallrand nicht sinnvoller, weil stabiler ? Du machst mich grübelnd ;-)
Dietrich von Aggstein

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Eintrag #31 vom 26. Mai. 1999 14:46 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, bevor ich mich wieder in den werbetechnischen Streß stürze und wertvolle Produktinformationen vorbereite auch von mir noch´n Kommentar. Die Schilde aus dem Marburger Dom sind in dem Schloßmuseum ausgestellt, stammen primär vom Anfang des 14. Jhdts und haben durch die Bank einen Lederbezug. Es sind dort auch zwei Schmuckschilde mit der besagten Kreidegrund- und Cuir Boilli-Technik. Die Ordensschildegelten jedoch als Gebrauchsschilde. Dicke etw 12 mm komplett mit Leder bespannt, interessante Griffbefestigungen, die ich mir letztens leider aufgrund der Befestigung der Schilde an einem Rondell nicht genau ansehen konnte. Ein Schild aus dem 13. Jhdt., das ich noch kenne - habe mal wieder meine Materialien nicht dabei - ist auch “nur” mit Leder bespannt. Da die meisten Gebrauchsschilde eher “Wegwerfware” waren, vermute ich mal, daß nicht allzu viele mit Metallrand beschlagen waren. Wenn, dann dürfte der Rand nach meinen schmiedetechnischen Erfahrungen auch nicht allzu breit gewesen sein (vielleicht 1 - 2 cm). Die Darstellungen auf dem Bayeux-Teppich würden einen Rahmen geben - bei einer angenommenen Dick des Bleches von 1,5 mm, und einer Breite von 5 - 8 cm, der den Schild min. 2 kg schwerer machen würde. Damit würde er langsam unhandlich werden. Ich vermute eher, daß es sich dort um Verzierungen oder Bemalungen handeln könnte. Außerdem hatte der nicht verstärkte Rand auch einen kleinen Vorteil. Ein Schwert konnte sich bei einem Hieb zumindest kurz darin verfangen. Schilde waren nunmal nicht dazu gedacht eine Wertanlage zu sein (was ich bei manchen Händlern, die die Dinger verkaufen fast glaube). Ich erinnere mich, daß z.B. bei den Wikis jedem Kontrahenten im Duell drei Schilde zugestanden wurden (Obwohl die Wikingerschilde im allgemeinen - auch wegen des Centergrips - etwas leichter waren). Bis dann
Thorsten

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Eintrag #32 vom 26. Mai. 1999 15:24 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Nikolaus! Habe mir gerade die Abbildungen angesehen. Es ist auf jeden Fall *irgendeine* Art von Einfassung/ Beschlag, aber ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, daß es ein Metallbeschlag ist. Warum? 1. Schilde waren/sind Verbrauchsmaterial. In einigen Wikingersagen wird berichtet, daß Kämpfer mit zweiSchilden in den Kampf zogen, einen als Reserve auf den Rücken geschnallt. Bei einer Form des Zweikampfes der Wikinger (´Holmgang´?) standen meines Wissens jedem Kämpfer drei Schilde zu. Die Dinger hielten nicht lange, wenn man Glück hatte, gerade mal eine Schlacht. Unter der Berücksichtigung der damaligen Möglichkeiten der Eisenherstellung halte ich einen metallenen Schildrand für unwahrscheinlich, weil zeitintensiv herzustellen und teuer. Rohhaut (ungegerbtes Leder) funktioniert genausogut (das Zeug wird hart wie Stein!), und ist -damals wie heute- günstig zu haben. 2.Es gibt meines Wissen keinen erhaltenen Schild mit Metallrand, allerdings kann ich mich auch irren. 3. Die Abbildungen im Teppich von Bayeux sind ziemlich stark stilisiert, eine exakte Schlußfolgerung bezüglich der Beschaffenheit des Schildrandes nur anhand der Farbe läßt sich m.E. nicht ziehen. 4. Der Metallbeschlag ist gar nicht notwendig. Ein gut gearbeitetes Schild ist nicht so ohne weiteres mit einem Hieb durchzuschlagen, jedenfalls nicht mit dem Schwert. Ich habe mit meinem ´Wiki´ auf einen gekrümmten, 12mm dicken Schildrohling (3×4mm dicke Sperrholzplatten, nicht weiter beklebt oder bezogen) einige Male mit maximaler Kraft eingeschlagen, in allen möglichen Winkeln. Ergebnis: Maximale Eindringtiefe ca. 10-12 cm, erzielt mit einem senkrecht abwärts geführten Hieb. Mit einer Axt kommt man etwas tiefer in das Holz rein, aber in dem Falle bringt auch der -ziemlich weiche- Eisenbeschlag nichts… Außerdem stand der Schild auf dem Boden und war gegen Wegrutschen fixiert, sprich der Schlagwinkel und damit die Auftreffenergie waren nicht realistisch (allenfalls in der Situation “Berittener haut auf Fußkämpfer ein”) und die Energie des Schlages wurde direkt in den Schild transferiert. Realistisch gesehen (der Schild wird mit dem oberen Rand auf Schulterhöhe am Arm gehalten) wäre die Wucht des Schlages beim Kampf zu Fuß um einiges geringer gewesen (kürzerer Weg und damit kleineres Momentum) und: der Schildarm wäre durch den Schlag nach unten gedrückt worden und hätte somit auch noch mal ein gehöriges Maß an Schwung absorbiert. Ergebnis für mich: Wenn ein nicht beschlagener Schild unter diesen von der Belastung her deutlich ungünstigeren Bedingungen nicht so weiteres kaputtzukriegen ist, dann tut er es in einer realistischen aber -für den Schild- mechanisch günstigeren Situation auch nicht. Außerdem noch zwei Punkte: - Ein direkter *statischer* Block mit der Schildkante ist nicht sinnvoll, man sollte wann immer möglich versuchen, den Hieb mit der Schildfläche aufzufangen bzw. mit der Kante wegzuschlagen und vielleicht noch zusätzlich mit einer Körperbewegung ausweichen oder in den Hieb des Gegners hineingehen um ihm Geschwindigkeit und damit Kraft zu nehmen . - Eine Klinge kann im Schild stecken bleiben, so daß der Angreifer die Klinge erst einmal wieder frei bekommen muß. Diese Zeit kann und sollte man zu einem eigenen Angriff nutzen. Bei einem Metallrand bleibt die Klinge meistens nicht stecken, so daß diese Option wegfällt. Natürlich wird auch der beste Schild -egal ob beschlagen oder nicht- im Laufe der Zeit ´mürbe´ und fällt irgendwann auseinander. Aber Schilde waren nicht für die Ewigkeit gebaut (siehe Punkt 1) Sorry, daß ist ein bißchen viel geworden ist! Was hälst Du von meinen Gedanken zu dem Thema? Mit Fechtergruß,
Jörg

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Eintrag #33 vom 26. Mai. 1999 16:50 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Gut gesprochen, Jörg & Thorsten zu Thorsten: Das mit dem Gewicht ist ein gutes Argument, allerdings waren mit dem Großen Normannenschild vermutlich sowieso keine schnellen, eleganten Abwehrmanöver möglich, ich vermute mal es dürfte vorwiegend dazu gedient haben dem Gegner eine möglichst kleine Angriffsfläche zu bieten (bei Reitern) bzw. aus deren Deckung heraus angegriffen worden sein (bei Fußsoldaten) ,also eher nach der Art der Römer, nicht wie im ab dem 14. als Parierschield. Ist aber wie geagt nur eine Vermutung. Kennst du übrigens irgendeine a. und wasserfeste Möglichkeit das Wappen auf den Schild zu malen. zu Jörg: zu 1) Bin mit den Wikis nicht so sehr vertraut, glaub aber gern, daß ein nicht beschlagenes Schild kaum mehr als eine Schlacht überlebt hat (vor allem gegen ßxte) Rohhaut muß ich unbedingt mal ausprobieren. zu 2) Werd mich mal in der Waffensammlung des Kunsthistorischen Museeums umsehen, mal sehen ob die sowas rumliegen haben zu 3) Stimmt, scheint aber von vielen Autoren derart interpretiert worden zu sein zu 4) Ich habe eine scharfe, gut gearbeitete Replik eines normannischen Reiterschwertes, mit dem ich bei bei einem kräftigen Schlag auch nicht weiter als ca. 3.5 cm gekommen bin, stimme also erstmals zu. Allerdings ist zu bedenken, daß es zu des Eroberers Zeiten mit der Qualität von Sperrholz nicht sehr weit her gewesen sein dürfte. Unsere ersten Schilde waren aus 2 Schichten von 10cm breiten, 6mm dicken Buchenholzlatten mit 2000 kg Anpressdruck querverleimt und zerlegten sich bereits nach EINEM (zugegebenermaßen etwas ruppigen) Kampf, weil bei den von dir beschriebenen “aktiven” Schildparaden einfach die Latten am Rand losprellten oder von abgleitenden Schlägen weggerissen wurden (Ich frag mich ja bis heute, ob wir damals einfach einen “starken” Tag hatten oder die Dinger einfach Müll waren) Da ich Rohhaut noch nicht probiert habe, kann ich nicht sagen ob es einem aus Latten querverleimten Schild vor dem “Zerfall” schützen würde. Die Bilder des Bayeux zeigen außerdem eine rundum laufende Reihe von Nieten/Nägeln, ich könnte mir auch vorstellen daß die Schichten der einzelnen querverleimten Latten durch Nieten/Nägeln verbunden wurden um ein losschlagen der Latten zu verhindern (ist aber nur so eine Idee) Tja, verabschiede mich damit für heute und bin schon auf weitere Schlußfolgerungen eurerseits gespannt. Grüße
Dietrich von Aggstein

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Eintrag #34 vom 27. Mai. 1999 09:55 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Nikolaus! Was die Schildkonstruktion und die dabei verwendeten Hölzer angeht, so ist meines Wissens relativ viel Lindenholz verwendet worden. Der Grund: Lindenholz ist leicht und nicht allzu langfaserig,die Fasern laufen auch nicht kerzengerade, sondern sind in sich und gegeneinander verdreht. Im englischen wird das als “interlocking grain” bezeichnet, eine bessere Bezeichnung habe ich dafür auch nicht. Zum Thema Konstruktion: Probiere einmal aus einen Schild aus 3 Lagen 4 mm dickem Linden- oder Pappelholzbrettern zu machen, in der Verleimung senkrecht-waagerecht-senkrecht (Vorläufer unseres Sperrholzes). Dann leime/nagele 2 Lagen nasse Rohhaut auf den Schildrand bzw. beziehe zuerst die Schildfläche mit einer Lage Sackleinen und dann mit Leder -letzteres möglichst naß aufgespannt- und beschlage die Schildkante dann mit Rohhaut Das sollte reichen. ßbrigens: Das älteste bekannte Fechtbuch aus dem Jahr 1289 (Tower of London, Ms. I.33) behandelt das Kämpfen mit Schwert und Buckler! Nix 14. Jhd also… Und so riesengroß brauchen Normannenschilde auch nicht zu sein. Von der Schulter bis gerade unterhalb des Knies reicht. Breite so zwischen 50 und 60 cm. Maximale Krümmung so 7-8 cm aus der waagerechten, in der Mitte des Schildes gemessen. Die Dinger sind nicht allzu unhandlich, allerdings besser für einen Berittenen als einen Fußkämpfer geeignet. Wenn ich mit meinem Normannenschild -reiner ´Musclebuilder´, zu groß, zu dick, aus einer dicken geraden Schalplatte und 100% unauthentisch- zu Fuß kämpfe und auf jemand zulaufe, hat das blöde Ding die Tendenz, mir permanent gegen mein linkes Schienbein zu schlagen. Ich muß mir wirklich bald mal einen ordentlichen Schild *bauen*, anstatt nur darüber zu schreiben… Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Grüße nach Wien!
Jörg

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Eintrag #35 vom 27. Mai. 1999 10:55 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jörg, Ich werde mal so ein von dir beschriebenes Teil in Arbeit nehmen, hört sich schon sehr gut an. Was das Fechten mit Schwert und Buckler angeht, 1289 ist gerademal 12 Jahre vom 14.JH entfernt, als lag ich nicht ganz soweit daneben, oder ? ;-) Grüße zurück Nikolaus PS: Nächste Woche Freitag geht´s ab nach Brünn zu GALEA ! (Und damit hoffentlich zu einem neuen Nasalhelm) PPS:hast du irgendwelchen speziellen Dinge im Auge nach denen ich für dich Umschau halten soll ?
Dietrich von Aggstein

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Eintrag #36 vom 27. Mai. 1999 11:32 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Nikolaus! “Ich werde mal so ein von dir beschriebenes Teil in Arbeit nehmen, hört sich schon sehr gut an.” Fröhliches Basteln! “Was das Fechten mit Schwert und Buckler angeht, 1289 ist gerademal 12 Jahre vom 14.JH entfernt, als lag ich nicht ganz soweit daneben, oder ? ;-)” Ja,Du hast ja recht, scheiß´ ´Klugscheißer-Gen´ ;o) “Freitag geht´s ab nach Brünn zu GALEA ! (Und damit hoffentlich zu einem neuen Nasalhelm) PPS:hast du irgendwelchen speziellen Dinge im Auge nach denen ich für dich Umschau halten soll ?” Nee, laß mal. Ich bin momentan hauptsächlich an Klamotten und Zubehör interessiert. Aber werf´ doch bitte einen ganz genauen Blick auf die Sachen und berichte dann hier. Nochmal Grüße nach Wien!
Jörg

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Eintrag #37 vom 27. Mai. 1999 17:16 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Seit März bin ich stolzer Besitzer eines selbstgemachten Kite-Shields, weshalb ich mich jetzt auch mal darüber auslassen will. 1. Mein Kite ist mitnichten schwer. (Immerhin 115×70cm, 9mm Materialstärke) 2. Rohhaut als Einfassung hat sich bewährt!!! Ein paar Tips: 1. Kauf “geknotete” Hundekauknochen aus der Zoohandlung (Stck ca. 7 DM), leg sie in warmes Wasser bis sie weich sind und dann nagle (einfach) oder nähe (historisch, stabil und schön) sie rund um den Schildrand. Eine Lage reicht dicke. 2. Bespanne den Schild unbedingt von BEIDEN Seiten, denn sonst drücken sich Schläge (bes. von ßxten) durch den Schild durch und das Holz bricht weiter. 3. Wenn Du den Rohhautrand festnagelst, nimm längere Nägel und verniete sie, da sie durch die Vibrationen locker werden und Verletzungen verursachen können. 4. Bei der Bespannung nicht mit Leim geizen (der Stoff sollte gut durchtränkt sein!) 5. Leder ist nicht unbedingt notwendig, Leinen hält gut. (Mein Schild ist mit Zeltstoff bespannt und hat bis auf einen Axthieb noch keinen Riß in der Oberfläche) 6. Als Material habe ich Pappelsperrholz (3mm; 3 Lagen; 3 Platten) verwendet. Pappel ist sehr leicht, aber auch sehr weich. Der ganze Schild läßt sich noch sehr gut führen, besonders da ja sowieso keine großen Bewegungen mehr notwendig sind. Ach ja, super wichtig: Beim Führen eines Kites kriegst du ständig was auf die Schienbeine, bzw. Tritte gegen das Schild. Knie- und/oder Schienbeinschoner, bzw. ein (über)knielanger Gambeson haben sich bei mir bestens bewährt. (Ein Lederflicken auf der Hose, da wo der Schild aufliegt, hilft den Nähaufwand niedrig zu halten!!!)
Indy,

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Eintrag #38 vom 28. Mai. 1999 08:47 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andreas! 115×70cm sind auch ungefähr die Maße meiner ´Schrankwand´. Ich weis nicht, wie groß Du bist, aber ich denke mir, daß 10 cm weniger Länge das Problem beheben sollten. Hat hier sonst noch jemand Erfahrungen zu dem Thema? Gruß
Jörg

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Eintrag #39 vom 17. Jun. 1999 13:39 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Thorvald, das Sperrholz muß nicht angefeuchtet werden, wenn das Sperrholz nicht alzu stark ist (ich benutze 3mm Platten in 3-4 Schichten). Allerdings ist der Wölbungsgrad damit auch begrenzt(halte ich aber für nicht so wichtig, da ein zu stark gebogener Schild nicht mehr gut am Arm liegt). Wichtig ist, das du einen guten, mögl. wasserdichten Leim benutzt(Feutigkeit hats aufm Markt fast immer). Bedenke auch , daß das Schild noch dem entspannen der Gurte ein wenig zurückfedert, spanne die Wölbung also etwas höher als sie letztlich sein soll. Ob feucht Biegen funktioniert weiß ich nicht, fürchte aber, es gibt Probleme mit dem Kleber. Durch das Trockenverleimen hat der Schild insich Spannung, was ihn felxibel und federnd macht. Wenn man ihn dann noch bespannt (Rohhaut oder feuchtes Leder) hält das Ewig. Ich empfehle übrigens die zusätzliche Fixierung mit massenweise Schraubzwingen und Leisten wärend des Trocknens Wenn du noch Fragen hast, Mail oder ruf an (Wappenrolle) Pax, Timm

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Eintrag #40 vom 17. Jun. 1999 20:18 Uhr Thorvald Neumann   Nachricht

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Hallo! So, da hab´ ich den Faden wiedergefunden… ;-) Vielen Dank für Hinweise, Timm. Wie stark sollte denn die Wölbung sein? Schildgröße: 65-70 x 110 cm. Bisher waren meine Schilde platt wie eine Flunder, bespannt habe ich sie mit Leinen (Vorher das Holz [Buche] dick mit Holzleim bestreichen.) Danach hält das Schild so gut wie ewig. Das Schild sieht man übrigens in der Wappenrolle… Der Rand ist mit normalem Leder eingefaßt. Aber nun soll es halt ein gewölbter Schild sein… ;-) Der andere wird wohl als “Aushängeschild” dienen…
Sael, Thorvald

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Eintrag #41 vom 17. Jun. 1999 23:16 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Thorvald, mein Schild hat bei einer Breite von 60cm eine Wölbungshöhe von ca. 6cm . man kann ihn in der Wappenrolle ansatzweise sehen. Ich habe ihn übrigens von hinten komplett gepolstert (vor dem Bespannen mit Leder). Leinwand funkt. wohl auch, Leder macht das ganze aber wie gesagt flexibler (und haltbarer), ist aber auch teurer. Wir haben Schilde auch schon mit Leinwand bespannt, indem wir die Leinwand in den feuchten Lack gespannt haben und dann noch mal drüber lackiert haben. So, ich trink jetzt ´n Feierabend Bier. Proßt, Timm

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Eintrag #42 vom 18. Jun. 1999 00:26 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Wieder einmal etwas in meinem Lieblingthread… Um erneut ein Thema aufzugreifen, daß meiner Meinung nach noch nicht unbedingt erschöpfend behandelt wurde: Wie sieht es nun mit den Farben aus? Einer der ältesten (oder war´s DER älteste) erhaltenen Schilde ist ja wohl der Seedorfer Schild vom Anfang des 13. Jahrhunderts. Zu diesem Schild ist bekannt, daß er mit Temperafarben bemalt ist, fraglich ist nur (oder zumindest ist mir nicht bekannt), was der Grund(-stoff) dieser Farben war. Was benutzt ihr? Eiweiß-Tempera haben ja den Nachteil, daß sie wasserlöslich sind… Was nun? Kreidegrund, Temperafarben und anschließend frevelhaft un-A Klarlack? <schauder> BTW, die Kirche, von der hier im Thread schon mal die Rede war, ist die St. Elisabethkirche in Marburg… Und noch etwas, um die Diskussion hier einmal zu beenden: Im Buch ´Die mittelalterlichen Kampfschilde in der Elisabethkirche zu Marburg´ von F. Warnecke von 1884 schreibt der Autor über den Schild des Landgrafen Konrad von Thürigen (gest.1241): “von gespaltenem Lindenholz 10 bis 12 mm dick, flach, aber infolge des Verziehens im Querschnitte etwas wellig. Der mittlere Teil (aus dem Kern des Stammes gearbeitet) sehr wurmstichig. Beiderseits mit einem Stück Pergamentleder überzogen, welches um den linken Rand gelegt und oben in einem schmalen Streifen nach der Rückseite hin übergeschlagen ist. Beiderseits Kreidegrund.” […] Die Maße dieses Schildes waren: 80 cm hoch und 73,5 cm breit, aber dies war ja auch schon kein ´Normanenschild´ mehr, sondern ein Dreieckschild. ßbrigens scheint bei allen Marburger Schilden auf einen Randbeschlag / Randumsäumung verzichtet worden zu sein, wohingegen bei den Normannenschilden (auch bei den Schilden auf dem Teppich von Bayeuyx) nach allgemeiner Expertenansicht durchgehend ein metallbeschlagener Rand (nur von der Vorderseite!) vorhanden gewesen zu sein scheint. Oooops, doch etwas länger geworden. Ihr vergesst meine Frage nach den heute zu verwendenden Farben nicht?
Gunther Markgraf von Bärennoth Admin ´Tempus vivit!´

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Eintrag #43 vom 18. Jun. 1999 09:23 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gunther, was die Farben angeht, daß würd ich auch gern wissen ? Ich werd mal bei GALEA anfragen, Georg ist nämlich Restaurator, vielleicht weiß der was. Wir verwenden derzeit dich schaudernd machende Lacke, die allerdings nicht glänzen und auf lederbespannten Schilden einen einfachen, “a”-wirkenden Farbton ergeben. Eine A-Bemalung wäre uns allerdings auch lieber, jedenfalls wenn sie wasserfest ist. (Nur so eine Idee, könnte man die mit Eiweißtempera bemalten Häute nicht danach einfetten oder mit Fett vermischte Farben benutzen ?). Was den Schildrand angeht, auf welche Quellen beziehst du dich da? Die Ospreys, Brunner, Lechner usw. sprechen nämlich nur von Lederkanten. Die einzige mir (durchs Hörensagen) bekannte historische Rekonstruktion eines Normanneschildes mit Stahlrand liegt in Venedig im Museeum und ist anscheinend der einzige Vertreter seiner Art. Was den Teppich von B. angeht, es gibt dort Darstellungen von der Innenseite der Schilde, die ebenfalls einen, in der Farbgebung dem Außenrand entsprechende, Innerand zeigen, was wiederrum für ein Rohhaut/Lederbespannung der Kante spricht. Soweit mir bekannt gibts es keine Bodenfunde die auf Metallschildrandreste schließen lassen. Wenn du Info darüber hast, das es metallbeschlagene Schilde gab, bitte her damit, ich hab es nämlich satt alle Nase lang einen neuen Schild machen zu müssen nur weil die Kanten völlig zertrümmert sind. PS: Ein Buchtip, OSPREY Warrior Series 18, Knights of Outremer, das dürfte das Buch sein aus dem Ulrich Lehnhart seine Farbtafeln abgekupfert hat, die ßbereinstimmung beträgt ca 70% allerdings sind die OSPREY Zeichnungen um ein Vielfaches detaillierter und genauer. Unbedingt zu empfehlen !!!!
Dietrich von Aggstein

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Eintrag #44 vom 18. Jun. 1999 12:19 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Nur mal eben zur Information: Die Schilde aus der Elisabethkirche sind im Marburger Schloßmuseum ausgestellt. Leider können die Rückseiten nciht richtig ersehen werden, ansonsten sehr aufschlußreich. Unglücklicherweise hatte ich meine Photoausrüstung nicht dabei, sonst hätte ich die Bilder der T-V-Gemeinde zur Verfügung stellen können. Weiterhin sind auch noch zwei Prunkschilde (ich meine Ende 13.o. Anfang 14. Jhdt. mit der beschriebenen Kreidegrundtechnik und Cuir Boilli ausgestellt. Bis dann Thorsten

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Eintrag #45 vom 18. Jun. 1999 14:02 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo! Zu der Wölbung nochmal etwas: Wir haben div. Schilde gesichtet (auch die in Marburg) und festgestellt, daß sie sich im Laufe der Jahre zum Teil erheblich verzogen haben. Allerdings haben wir Aufgrund der verschieden starken Wölbung auch verschieden stark gewölbte Schilde gefertigt und sind zu folgendem Schluß gekommen (im Bezug auf Einsetzbarkeit für REITER, Maße mail ich bei Gelegenheit mal nach): eine recht starke Wölbung ist anzustreben, da sie bei guter Handhabbarkeit einen (fast) optimalen Schutz gegen Lanzenangriffe bietet. Die Wirkungstrefferzone auf dem Schild wird minimal, der Körper ist optimal geschützt, das Pferd bleibt gut zu lenken und der Schild führig. Natürlich gilt nicht die Regel ´je gewölbter desto besser´, irgentwann wird der Schild schlecht handhabbar. Leider sind unsere Schilde bis Herzberg nicht einsatzfähig, da wir an einer originalen Bemalung feilen, aber nächstes Jahr werdet Ihr Bruno´s und Uwe´s Reiterschild bewundern können. Natürlich mit Kochenleim und Rohhaut hergestellt, fast unzerstörbar, einfach geniale Teile!!! *schwärm*. Meines ist etwas flacher, da ich im Moment primär per pedes unterwegs bin und da ein nicht ganz so gewölbter Schild bessere Eigenschaften aufweist.
Mit besten Grüßen, HvE (Thomas)

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Eintrag #46 vom 18. Jun. 1999 15:14 Uhr Henry Skodell   Nachricht

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Hallo Nikolaus! Thema metallbeschlagener Schildrand: Von “Normannenschilden” ist mir sowas nicht bekannt. Aber es gibt einen wikingischen Rundschild, welcher mit kleinen Eisenplättchen rundrum beschlagen ist. Und das ist ein direkter Vorgänger der späteren “Normannenschilde”. Aber: Tests haben gezeigt, ein guter Rohlederrand hält um längen mehr aus als solch ein Metallrand! Und wenn ich gut sage meine ich auch gut. Nicht das billige dünne Zeug von den Hundkauknochen. Das ist zu dünn und viel zu brüchig! Will man einen Metallrand mit der gleichen Wiederstandskraft eines guten Rohlederrandes herstellen, so wird das Metall unrealistisch dick und damit schwer. Bleib bei Rohleder! Wir kämpfen sehr viel damit und haben beste Erfahrungen gemacht. Dagegen kommt kein leichter Metallrand an! Grüße Sir Henry

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Eintrag #47 vom 25. Aug. 1999 10:16 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Schildbauer. Etwas verspätet noch meine kleinen Bemerkungen. Meines Wissens handelt es sich bei den aufwendigen Kreidegrund-mit-Relief-Schilden um reine Prunk- bzw. Funeralschilde, also Schilde, deren einzige Bestimmung es war, über dem Grab des Verstorbenen aufgehängt zu werden, meist in Verbindung mit einem Funeralhelm mit voller Helmzier (also Zimier und Helmdecke) sowie manchmal dem Schwert und Wappenrock des Toten. In dieser Fülle zu bewundern beim Grab des Schwarzen Prinzen, zugegebenermaßen 14. Jahrhundert. Es handelt sich meiner Meinung bei den kreidegrundierten Prunkteilen aus Marburg um einen reinen Grabschmuck, der mal mehr, mal weniger “okinal” angefertigt wurde. Es gibt Funeralhelme, in die nie ein Futter eingearbeitet wurde, andere wiederum waren mit einem ausgerüstet. So halte ich es auch nicht für weiter verwunderlich, wenn ein reiner Funeralschild mit der Beriemung und Polsterung eines Kampfschildes ausgestattet wurde. Gibt es eigentlich bei den Bestandsaufnahmen, die Thorsten erwähnte, Hinweise auf Ausbesserungen infolge von Kampfspuren? Ich glaube nicht. Liege ich richtig? Zum Grundaufbau eines Schildes möchte ich noch auf ein völlig un-a. Tropenholz namens Limba hinweisen, das es auch in Sperrholz-Form gibt und das sich durch geringes Gewicht und hohe Festigkeit bei hoher Elastizität auszeichnet-quasi Panzer-Balsa;o) Und noch ein´zur Stabilität bei hoher Elastizität: Ich habe gehört, daß es bei den Wickies Experimente mit “Laminat” gibt, das schichtweise aus Furnierplatten und Leinen über einer Form verleimt und zuletzt mit Leder überzogen wird. Habe darüber wahre Wunderdinge gehört, sind aber leider nur second-hand-Informationen. Vielleicht weiß Henry genaueres. In dem Wickiebuch aus dem VS-Verlag gibt es ein Foto, das einen Schild zeigt, der sich bei einer Speerattacke recht weit nach innen durchbiegt, ohne zu splittern, gerüchteweise soll es sich dabei um einen nach beschriebener Methode gebautes Exemplar handeln. So denn, bleibt wacker, Gruß Ivo

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Eintrag #48 vom 25. Aug. 1999 10:23 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, und noch eins. Nikolaus: Was Euren Lattenverleimten Schild angeht, den aus der 2-Tonnen-Presse. Wenn so ein Schild einen kräftigen Hieb abbekommt, setzt sich der Druck durchs Material fort. Resultat sind Schwingungen, die am Schildrend rauskommen, und diese Vibration reißt dann am Rand die Verleimung der Latten auseinander. Wenn ihr nochmal so einen Schild anfertigt, gebt ihm einen Rand aus dicker Rohhaut mit auf den Weg. Wenn ihr die Latten in diesen Rand einnäht, ergibt sich eine relativ elastische Verbindung, die durch die Stabilität der Rohhaut ein allzuweites “Ausschlagen” der einzelnen Latten verhindert und durch die Elastizität der Naht die entstehende Energie vernichtet. Ich hatte zwar eine 5 in Physik, aber allzuweit liege ich mit dieser Theorie nicht daneben, denke ich. Oder? Gruß Ivo

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Eintrag #49 vom 25. Aug. 1999 13:01 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ivo, leuchtet ein was du da schreibst, aber das mit den Latten in Rohhautrand einnähen hab ich nicht kapiert ? Wie einnähen ? (hab noch nie mit Rohhautrand gearbeitet, das Zeug ist nämlich in ßsterreich schwerer zu bekommen als ein anständiges Chili) Versuch bitte mal den Vorgang zu beschreiben. Gruß PS: Malz, setzen… ein Plus in Physik ;-)
Nikolaus ------ a.k.a. ------ Dietrich von Aggstein

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Eintrag #50 vom 25. Aug. 1999 13:38 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Nikolaus! Der Rohhautrand wird vernäht, indem man in den Schildrand im Abstand von 3-5cm kleine Löcher bohrt, bei der Lattenkonstruktion sollten es mindestens 2 Bohrungen pro Latte sein. ßber diese Löcher im Rand wird dann die eingeweichte und somit noch geschmeidige Rohhaut gezogen. Dann wird mit stabilem Sattlerzwirn (Andere Vorschläge, irgendwer?), am besten doppelt genommen, durch die Rohhaut und die Löcher im Rand genäht. Ich würde die Zweinadeltechnik empfehlen, und wenn sich die Rohhaut als zu widerstandsfähig herausstellt, nehme man die Rundahle zur Hilfe. Alles klar? Gruß Ivo

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Eintrag #51 vom 25. Aug. 1999 14:17 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Jap, danke !
Nikolaus ------ a.k.a. ------ Dietrich von Aggstein

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Eintrag #52 vom 25. Aug. 1999 17:22 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Leider mit viel Verspätung: Jörg, ich bin 187cm groß, und die Beanspruchung der Hose am Knie rührt daher, daß ich sowohl im Schildwall, als auch in Einzelkämpfen den Schild von hinten mit dem Knie stabilisiere (gut gegen das beliebte “wegkicken”). Daher kommt auch der Tip mit den Knieschützern, weil das Knie nicht zu sehen ist, treten viele Gegner trotzdem gegen den Schild und dann Aua. Die Schienbeinschützer trag ich nicht, aber manchmal verirrt sich halt eine Waffe. Hat eigentlich nix mit Schild zu tun, eher ein allgem. Hinweis. Zum Thema laminierte Schilde: Ich glaube, es leuchtet jedem ein, daß ein bespannter (egal ob Leder od. Leinen) Schild stabiler ist, als ein unbespannter. Wenn der Schild auf beiden Seiten bespannt ist, können ganz einfach die Holzfasern nicht so leicht ausbrechen. Wenn man jetzt Furnier “von beiden Seiten” bespannt, d.h. zw. die Schichten Leinen leimt, dann ist das logischerweise gut für die Lebenserwartung des Schildes. Allerdings halte ich persönlich Furnier für übertrieben, weil a) i.d.Regel relativ teuer (saubere Oberfläche) und b) viel Leim macht schwer, und Leinen saugt mehr Leim auf als Holz. Deshalb sollte es reichen, wenn man zwischen 3 Lagen Sperrholz (à 3mm) jeweils Leinen packt. Genauso natürlich vorne und hinten, und das ganze dann mit einem Rohhautrand versieht.
Indy

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Eintrag #53 vom 25. Aug. 1999 19:06 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Andreas! Ich hab mal ne Frage zu Deiner Knie-Taktik: Wenn Du das Schild mit dem Knie abstützt, leidet dann darunter Deine Standfestigkeit? Ich denke, daß der Fuß nicht gänzlich kontakt mit dem Boden hat bei dieser Art Schildunterstützung. Wenn daher jemand voll gegen Dein Schild rennt, also nicht tritt, verlierst Du dann das Gleichgewicht? Ist diese Taktik für 174 Männer auch zu empfehlen? Gruß v. Arlen

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Eintrag #54 vom 26. Aug. 1999 16:52 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph, die “Knietechnik” beeinträchtigt meine Standfestigkeit in keinster Weise. Mein Stand wird dadurch sogar fester. Du kannst Dir das vorstellen, wie die Angriffsposition beim Ju-Jutsu (Tiefer Stand, Schwerpunkt mittig, Beine etwas mehr als Hüftbreit, linker Fuß vorne, Zehen jeweils leicht nach außen gedreht, Gewicht eher über dem vorderen Bein). Wichtig ist dabei vor allem, daß dein vorderes Knie (Schildseite) mindestens über, wenn nicht sogar vor den Zehen des vorderen Fußes ist. Dann liegt es(wenigstens bei mir) ganz von selbst gegen das Ende des Schilds. Wenn Du dann die linke Schulter nach vorne nimmst, dann kann Dich fast nichts mehr umwerfen, Du bleibst aber trotzdem noch beweglich. Ich hoffe, das war verständlich?!
Indy

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Eintrag #55 vom 27. Aug. 1999 13:42 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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Hey Andreas…hast Du mal American Football gespielt? ;o) Beuge jetzt noch den Oberkörper nach vorne, stütze eine Hand leicht auf dem Boden ab und Du hast einen fast einwandfreien Three-Point-Stand ;o) Kleiner Tip von meiner Seite, wegen der Standfestigkeit: Fußzehen möglichst nicht nach aussen…Füße “achsengerecht” aufsetzen…das gibt bei einem Ansturm von vorne mehr halt für den Fall das man doch ein bis zwei Schritte nach hinten ausweichen muß… Gruß Andreas

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Eintrag #56 vom 27. Aug. 1999 15:37 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andreas, nö, American Football hab´ ich nie gespielt, aber in Eu, beim “trans-epochalen” Vergleichsspiel, Wikis gegen “Spätere” hat sich das Prinzip bewährt ;o).
Indy

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Eintrag #57 vom 19. Dez. 1999 18:35 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, da nun die Frage des Normannenschildes geklärt ist, möchte ich eine andere Frage stellen, Wie haben die früher die Pavesen gebaut? Ihr wisst schon die mit der Riefe in der Mitte. Der Korpus is aus Holz , das ist klar aber gebogen haben die das doch nicht? Wäre nett wenn da ernstgemeinte Antworten kämen. Zur näheren Erläuterung: ca. 1420, Hussiten, geplant brusthoch und schulterbreit , evt. mit Aussparung für das Feuerrohr. Danke im Vorraus.
Hus zum Grus Tassilo

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Eintrag #58 vom 20. Dez. 1999 11:03 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Wolfram! Setze Dich mal mit der Feste Coburg in Verbindung. Die haben einige sehr schöne Pavesen und können Dir da mit Sicherheit mehr sagen.
Jörg

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Eintrag #59 vom 20. Dez. 1999 18:32 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Oder bei Obi… Hmm, nein, Wolfram, gute Frage. Ich habe mich mal durch einige Bücher gewühlt aber speziell zu den Pavesen keine Angaben über die Materialien gefunden. Der Schluß liegt jedoch nahe, daß sie wie der (ich pauschalisiere jetzt einfach mal) hochmittelalterliche Dreieckschild mit seiner Wölbung aus trapezförmig angeschnittenen, stabverleimten Hölzern bestand. Die Herkunft des Namens Pavese wird allgemein von der Stadt Pavia abgeleitet, erstes Auftauchen spätes 13. Jahrhundert. Ausgehend von Italien verbreitet sich die Pavese und war insbesondere bei Bogen- und Armbrustschützen beliebt. Aus der einfachen Pavese entwickelte sich die größere Variante, auch Setzschild (irrigerweise aber auch Setztartsche) genannt. Der Griff war offenbar T-förmig, aus festen Materialien (Holz oder Metall) und lag in der Ausbauchung, eine anderweitige Beriemung (Schildfessel etc.) bestand anscheinend nicht. Buch sagt: Denkstein: Pavises of the Bohemian Type, Band I und II Acta Musei Nationalis, Prag, 1962/64
Gunther Markgraf von Bärennoth Admin ´Tempus vivit!´

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Eintrag #60 vom 20. Dez. 1999 18:52 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, danke für die Tips. Ich schau mal ob ich in Coburg oder mit der Literatur weiter komme. Ich hab mir in München bei der langen Nacht der Museen im Nationalmuseum ein paar Pavesen näher anschauen können. Holz als Korpus ist klar, der ßberzug aus Rohhaut auch, aber wie krieg ich die 4 90Grad Winkel hin, die ich für die mittlere Rinne brauche? Wird da einfach ums Eckgeleimt, wie haltbar ist das und für was war das überhauptgut? Und da waren sie wieder meine drei Probleme! Weiss da noch jemand mehr drüber? Wenn ja dann nur raus damit und mein Dank wird Ihm ewig nachschleichen.
Hus zum Grus Tassilo

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Eintrag #61 vom 20. Dez. 1999 23:43 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Also Sinn und Zweck der ´Rinne´ ist schlicht die gleiche Funktion, wie der Schildbuckel. Dahinter war der Griff… BTW, ähm, 90°-Winkel? Hmm, also zugegeben, ich habe praktisch keine Ahnung von Pavesen, will mich da also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber 90°-Winkel kommen mir doch seltsam vor. Ich hatte das bislang immer als sanfte (um nicht zu sagen: WEIBLICHE) Rundungen angesehen…
Gunther Markgraf von Bärennoth Admin ´Tempus vivit!´

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Eintrag #62 vom 21. Dez. 1999 15:40 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin! Ausgehend von einer Pavese, die in der Wartburg an der Wand hängt und deren Unterkante stark abgeschabt war und Aufschlüsse zuließ, folgende Infos. Aufbau: Stabverleimt aus leichten, flexiblen Hölzern wie Linde, Weide oder Pappel. Stabilität also nicht durch Härte, Massivität und hohes Gewicht, sondern durch Elastizität und Zähigkeit des Materials/Materialverbundes). Weiterer Aufbau: Holzkern innen und außen mit Leinwand verleimt und bemalt. Aufbau der Mittelrippe aus einzelnen Brettern/Stäben, zum Teil mit einer Verbreiterung an der Basis, zum Teil mit einer “Nase” an der Oberseite (Optik: Vergleiche mit Kaffeekanne), Oberflächenkontuern durch Hobeln/Raspeln/Schnitzen geglättet). Rand: möglicherweise unter der Leinwand mit Rohhaut verstärkt, diese entweder vernäht oder mit Eisennägeln genietet(also Nagel durchs Holz und das Ende plattgeklopft). Bemalung in den Farben des Dienstherren. Beriemung: Meines Wissens zwei Schlingen zum Befestigen an einem Pfosten (Lagersicherung/Schützendeckung bei Belagerung), ein Riemen zum Tragen über der Schulter, oder zwei “Ranzenriemen”. Mir vorliegende Bilder aus der Sekundärliteratur zeigen die Pavese als auf dem Rücken getragene mobile Deckung für Armbrustschützen, und wer die Ladezeit einer Armbrust kennt, ist dankbar für Deckung beim Nachladen. Dies sind nur lückenhafte Informationen und Konstruktionsmerkmale, die Details müßten noch genauer erarbeitet werden. Ich habe ein kleines Bitmap gemalt, wer Interesse hat, melde sich. Gruß Ivo

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Eintrag #63 vom 22. Dez. 1999 20:22 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle zusammen, vielen Dank für die Tips. Langsam kommt in den neuen Schild immer mehr Form( gedanklich jedenfalls). zu Gunther: Ich hab im letzten Jahr einige Pavesen angeschaut und teilweise war der Mittelgrat sehr deutlich abgesetzt und hatte rechte Winkel, teilweise nur durch hohlliegende Bespannung abgemildert. Deinem Argumen der wei..chen Rundungen ,BG,kann ich mich für meinen persönliche Schild kaum verschließen, da ich mich am liebsten hinter dem breiten Rücken einer F..ichte verstecke, was dir jeder bestätigen kann der mich kennt,VBG,. Also ,vielen Dank noch mal. zu Ivo: Bin an der Zeichnung interessiert. Schick sie doch einfach übers Netz. aTdHvAaNnKcSe
Hus zum Grus Tassilo

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Eintrag #64 vom 23. Dez. 1999 12:46 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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SchAküFi… Ist unterwegs und ergänzt worden. Sorry für Fehler. Gruß Ivo

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Eintrag #65 vom 04. Jan. 2000 11:44 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, Hussiten und Pavesenfreaks! Habe endlich den Katalog von der seit Kriegsende verschollenen Wartburgsammlung wiedergefunden. Technische Daten zu den aufgeführten Pavesen des 15. Jahrhunderts: -Material ist Tannenholz oder Rotbuchenholz -Aufbau: parallel verleimte Bretter, Form des Mittelgrates und Wölbung der Schildplattenhälften durch Zuschnitt und nicht durch nachträgliche Verformung erreicht. -Bezugsmaterial der Außenseiten ist Leinwand, die mit Kreidegrund behandelt und heraldisch bemalt ist. Beschreibung der einzelnen Stücke unterschlagen z.T. das Bezugsmaterial- in den 20ern war man halt nicht so akribisch, auf die Infowünsche heutiger Reenactors einzugehen… -Bezugsmaterial der Innenseiten ist fast durchgängig Leder, z.T. mit einer Lage Leinwand unterlegt. -Beriemung besteht entweder aus geflochtenen Lederriemen oder in Leder eingenähtem Werg -Form der Beriemung: T- oder Y-förmiger Griff sowie ein diagonal verlaufender Schultertrageriemen ähnlich einer Schildfessel. Die Beriemung scheint durchgängig mittels Eisennägeln durch die Schildplatte hindurch vernietet zu sein, allerdings liegen die Nagelköpfe teils unter, teils über dem Bezugsmaterial. Für die “Ranzenriemen”-Ausstattung habe ich keinen Beleg gefunden- ab zu den Akten! -Form der Schildplatte: die früheren Typen Hochoval, die späteren hochrechteckig mit verrundeten oberen Kanten. Der bei den späteren Typen eckig aufgebaute Mittelgrat hat eine breite Basis, die sich nach oben verjüngt und bei fast allen Abbildungen in eine Kaffeekannenähnliche “Nase” ausläuft; die einzige frühere Form, die auf “um 1400” datiert wird, hat einen halbrunden Mittelgrat. -Wölbung: Minimal bis gar nicht, meist nur aus dem Winkel der Schildplattenhälften links und rechts des Mittelgrates resultierend, teilweise durch Gehrungsschnitt der einzelnen Latten an den Leimflächen. Nachtrag zur “fälschlichen” Bezeichnung “Setztartsche”: Das Wort Tartsche bezeichnete damals lediglich einen Schild und wurde nicht im heutigen, technisch-typologischen Sinn verwendet. Die moderne Waffenkunde verwendet den Terminus “Tartsche” meist für den konkaven, rechteckigen Reiterschild des 15. Jahrhunderts, der an der in Blickrichtung rechten Schildkante eine charakteristische Einbuchtung als Lanzenrast aufwies. Dieser Typus Schild wird oft als “Stechtartsche” geführt. Es soll, nach historischen Abbildungen und Sekundärliteratur auch Pavesen gegeben haben, die über eine eine solche Aussparung verfügten, um dem dahinter stehenden Schützen bei guter Deckung eine Auflage für ihre Handbüchse zu geben und ihm das Zielen zu erleichtern. Gut möglich, daß der Begriff “Setztartsche” verwendet wurde, um die formale Verwandtschaft zur gebräuchlichen Tartsche zu unterstreichen- aber das ist nur meine bescheidene Theorie. Aufgerundete Maße der Originaltartschen: Höhe 90 bis 110 cm, Breite 40 bis 60 cm, Gewicht je nach Größe rund 5 bis 10 kg, im Mittel 6 bis 7 kg. Gruß Ivo

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Eintrag #66 vom 10. Jan. 2000 09:29 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin zusammen, da es mehrfach angesprochen wurde, möchte ich gerne eine Zusammenfassung dieses Threats für die Bibliothek schreiben. Der Aufbau der Schilde ist klar, evt. Kreidegrund und Bemalung mit Tempora-Farben auch. Unklar ist noch die Riemenbefestigung. Außer den von Timm erwähnten Schloßschrauben habe ich dazu keine Alternativen gefunden. Könnt ihr das noch nachreichen? Danke! Steffi

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Eintrag #67 vom 10. Jan. 2000 09:46 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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…wie schon beschrieben: Mit Eisennägeln vernietet. Also Eisennagel mit Kopf auf der Außenseite durch die Schildplatte klopfen/durch eine Bohrung stecken, kontern, auf der Innenseite Riemen aufsetzen, eine U-Scheibe drauflegenlegen und Nagelende plattklopfen. Die mir gekäufige a.- Methode. Schreibe auch an einer solchen zusammenfassung und habe zumindest zur Pavese ein Bitmap gebastelt. Bei Interesse Mail. Gruß Ivo

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Eintrag #68 vom 11. Jan. 2000 07:15 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Ich weiß nicht, ob das unbedingt a ist, aber ich habe bei mir Nieten (ich meine richtige Nieten, nicht diesen Blechquatsch für Leder und so) in Verbindung mit Unterlegscheiben genommen, das hält und hält und hält. Von Holzschrauben rate ich ab, die reißen erfahrungsgemäß ab und sind schon mal gar nicht a. ´nen schönen Morgen noch Joachim

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Eintrag #69 vom 11. Jan. 2000 11:32 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, Joachim! Niete und Nagel liefen lange Zeit synonym. Die Vernietungen an Plattenrüstungen hießen Rüstnägelin (oder so ähnlich), und Deine Methode klingt gut und haltbar. Moin, alle. Zur Klarstellung, bevor jemand auf normale Baumarktnägel, Dachpappstifte oder Polsterernägel zurückgreift: Die Nägel, die ich meinte, entsprechen den Fingerübungen, die ein jeder Schmied auf dem Markt für ein paar Pfennige vertickt, also diese grob geschmiedeten Teile mit einem Kopf von 3-5cm Durchmesser und einem Schaft von 5-10cm Länge aus Eisen. Die sehen so urig und “a” aus, daß man sie auch über der Schildbespannung verwenden kann. Gruß Ivo

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Eintrag #70 vom 11. Jan. 2000 14:26 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Und wenn man´s dann ganz a. haben will, nimmt man anstelle der Unterlegscheiben ein einfaches Stück Blech mit Bohrung. Machen wir übrigens auch bei den Schilden, die wir verkaufen ;-) C.M.O.T. Thorsten Ich-verkaufe-alles Piepenbrink

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Eintrag #71 vom 11. Jan. 2000 22:25 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Ach, Ihr verkauft Schilde? Was nehmt Ihr denn für so´n Teil?
Udo

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Eintrag #72 vom 17. Jan. 2000 07:59 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Thorsten, welche Form hat denn so ein Blech: quadratisch oder rechteckig? Paßt sich dieses Blech der Breite der Lederriemen an? Gruß Joachim

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Eintrag #73 vom 03. Aug. 2000 09:34 Uhr Philipp Meckel   Nachricht

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Seid gegrüßt, ich würde mir gerne einen Rundschild basteln habe aber z.B. keine Ahnung welches Holz in welcher Stärke am geeignetsten wäre. Ich würde mich freuen wenn mir irgendwer eine kurze Baubeschreibung geben könnte.
Dank und Gruß Phil

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Eintrag #74 vom 03. Aug. 2000 10:18 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Philipp, gib doch mal nähere Angaben zu Deinen Vorstellungen (Schaukampfschild - Kampfschild - Prunkschild, möglichst leicht - möglichst stabil, zum zerdeppern - lange haltbar, flach - gewölbt, authentisch - quasiauthentisches Aussehen, Mittelgriff mit Schildbuckel - Armriemen, Grösse, Zeit, Region,…) damit ich weiß, um was es geht! Gruß,
Indy

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Eintrag #75 vom 03. Aug. 2000 13:09 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Indy, wenn Du als alter Wiki vielleicht noch etwas zu gewölbten Rundschilden, bzw. deren Konstruktion sagen kannst, wäre ich Dir sehr verbunden. Ach ja, einen zum Thema habe ich noch. Letztens habe ich erfahren (von Holger Rathsdorf), daß die Schildbemalung seit der Römerzeit wohl oft mit Kaseinfarben ausgeführt wurde. Wer mit dem Begriff ncihts anfangen kann, ein neudeutscher Ausdruck dafür ist: Plakafarbe. Fröhliches Pinseln Thorsten

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Eintrag #76 vom 03. Aug. 2000 17:16 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten, mit gewölbten Rundschilden experimentiere ich gerade ein bißchen. Es gibt m.W. zwei Haupttypen: der konvexe Schild (sieht aus wie eine Riesentitte :-)) und der “runde Kite” (Wölbung wie beim Kite). Ersterer war mir bis jetzt zu aufwendig zum Bauen. Den kannst Du entweder aus einzelnen Planken (über Dampf formen und auf einer Form verleimen) oder aus Sperrholzsegmenten bauen. Problem ist dann der Griff hinten, da Du keine lange Leiste verwenden kannst, sondern nur ein kurzes Stück. Beim zweiten Typ kannst Du die Form wie beim Kite machen (Presse, Spanngurte, …). Den Griff aus einer Leiste o.ä. schnitzen und diese hinten drauf nageln, nieten, o.ä.. Das größte Problem bei meinem Prototypen war, den Schildbuckel, der für plane Schilde gedacht war auf die gewölbte Oberfläche zu kriegen. Aber mit nem schweren Hammer und einem Schraubstock hab ich ihn gewaltsam an seine neue Form “anproximiert”. Den Schildrand dann wie gewohnt mit Rohhaut umnähen. Viel Spaß beim Basteln,
Indy

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Eintrag #77 vom 04. Aug. 2000 15:08 Uhr Philipp Meckel   Nachricht

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Sei gegrüßt Indy, ich bin absoluter Neuling und habe daher nicht allzuviel Ahnung, und bei dem was ich in der Bibliothek gefunden habe stand nicht allzuviel über die Kriegsausstattung der Wikinger. Der schild sollte mit Schildbuckel sein (den hab ich nämlich schon :-)und schaukampftauglich wäre nicht schlecht. Da der Schildbuckel gedreht und nicht handgeschmiedet ist bevorzuge ich zum ANFANG mal “quasi a”. So jetzt weiß ich nicht mehr. Was die von Dir angesprochenen Riemen etc angeht wäre ich sehr froh, wenn man mir was drüber erzählen könnte.
Dank und Gruß Phil

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Eintrag #78 vom 04. Aug. 2000 16:45 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Indy, eine “Riesentitte” wäre schon nicht schlecht. Gewölbte Schilde sind für mich kein Problem, doch weiß ich nicht, ob´s das auch für Rundschilde gab. Weißt Du ob´s irgendwo Funde von konvex gewölbten Schilden gibt? Ich habe manchmal das Gefühl, daß das eigentlich mit Leder bespannte Weidenschilde, wie die der vorderasiatischen Antike sind. Ansosnten werde ich mir einen einfachen, flachen machen.Die sind wenigstens belegt ;-) BTW ich wollte eigentlich - wie bei den Schilden des 13. und 14. Jhdts. - die ganze Oberfläche mit Rohhaut beziehen. Weiß jemand etwas von Befunden mit “Randbespannung” und wie sie befestigt wird (nein, ich will keine Polsternägel verwenden!) Bis dann Thorsten

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Eintrag #79 vom 04. Aug. 2000 22:22 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Thorsten, 1. Anhand der auf dem Teppich dargestellten Rundschilde könnte man vermuten, das sie gewölbt waren. Zum einen sieht man die besagte Riesentitte und zum anderen scheinbar “klassisch” gebogene. Evtl. sollen sie aber auch nur pespektivisch dargestellt werden. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, da die Tropfenschilde “flach”, d.h. nicht pespektivisch dargestellt werden. Meines Wissens gibt es keine Originalfunde von gebogenen Rundschilden. Insgesamt siehts im Bereich Schilde düster aus mit Funden; einige wenige Rundschilde, keine Tropfenschilde, ein Schild aus Norwegen aus dem 12. Jh. , dann ein paar aus dem 13.-14. (insbesondere die Marburger Schilde), später ist eh uninteressant ;o)))! 2. Auch von Randbespannungen gibt es meines Wissens keine Funde. Auch hier kann man jedoch aus dem Teppich interpretieren, das die Schilde anscheinend eine Randbespannung hatten (aber auch nicht alle). Unsere haben die obligatorische Rohhautumrandung. Die beste Methode sie zu befestigen ist das Vernähen mit Rohhautstreifen. Dazu ziehen wir die Rohhautumrandung naß auf den Schild auf und zwingen sie dann fest (man kann aber auch einfach tackern… :o) ) Dann bohren wir durch die Rohhaut und den Schild im Abstand von ca. 3 cm Löcher. Nun wird mittels einer Takelnadel der Rand mit ca. 3mm schmalen Rohhautstreifen vernäht. Man kann auch ohne festzwingen vernähen, indem man erst die Löcher in den Schild bohrt und dann entsprechend die Löcher mittels Ahle in die Rohhaut bohrt und dann vernäht. Letzteres ist aber viel schwieriger, da ständig der Streifen reißt (aufgrund der schmaleren Löcher in der Rohhaut). Ausserdem sollte der Nähstreifen nicht zu nass sein, aus den besagten Gründen. Mit Faden vernähen ist schlecht, der reißt viel zu schnell. Wenn man den Rand nagelt, sollte man durchnageln und hinten vernieten (oder umschlagen) da sich die Nägel sonst rausziehen. Nägel machen aber den Schild noch schwerer und hässlicher… ;o) Weiss ansonsten jemand ob die besagten Kaseinfarben wasserfest waren/sind oder wie man sie hc wasserfest machen kann? Wie ist die Zusammensetzung dieser Kaseinfarbe? Noch ´ne Frage (insbesondere an Indy) : wie war die exakte Form der sog. Poached Egg Shields? Was für Belege gibt es dafür? P.S. welch´ herrlich konstruktiver Thread hier!
Pax, Timm

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Eintrag #80 vom 07. Aug. 2000 10:44 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Philipp, Das mit den Riemen bedeutet, den Schild quasi am Arm festzumachen. Wenn Du aber eh den Schildbuckel nimmst, dann kommt eigentlich nur der Griff in Frage. Bei flachem Schild ganz einfach: Holzplatte (siehe weiter unten) - rund ausschneiden, Loch in die Mitte, Schildbuckel drauf, Griff drunter, Rand “verkleiden” - fertig Hallo Timm, die Frage zum “poached egg” is schon beantwortet, oder “Hastings2000” Hallo Thorsten, Die Rohhaut mit gewachster Kunstsehne festzunehen hält meiner Erfahrung nach auch gut, solange die Haut beim Nähen noch naß ist, da der Faden dann in der Haut “verschwindet” und kaum was abkriegt. Wenn Du, wie beim Schuhe Nähen mit zwei Nadeln arbeitest, dann kannst Du auch immer wieder nachbessern, da sich die einzelnen Stiche nicht auflösen können, wenn ein Faden durchtrennt wird. Zum Beleg von gewölbten Schilden sieht´s wirklich mager aus. Ich weiß nur, daß Schildbuckel gefunden wurden, von deren Form ausgehend man auf eine Wölbung SCHLIESSEN (nicht beweisbar!!!) kann. Ob diese Wölbung dann konvex oder kegelförmig war, ist eine Streitfrage unter FMA-Archäologen. Gruß,
Indy

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Eintrag #81 vom 07. Aug. 2000 23:05 Uhr Philipp Meckel   Nachricht

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Hi Indy, danke schonmal. Was mich jetzt aber noch speziell interessieren würde, ist wie das bei einem aus Brettern gebauten Rundschild ausschaut. Welche Stärke sollten die Bretter haben, welche Holzart ist am geeignetsten??? Was die Platte angeht meinst Du da die zusammengeleimten Sperholzplatten wie unten erwähnt??? Könnte man da nicht ´ne alte Tischplatte nehmen???
Dank und Gruß Phil

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Eintrag #82 vom 07. Aug. 2000 23:58 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Phil, wenn du aus Sperrholz bauen willst (ist natürlich zumindest für Rundschilde definitiv nicht hc) dann solltest du 9-12 mm starkes Material verwenden (am besten Multiplex). Linde wäre als Holz ideal (und hc), ist aber besch. zu bekommen. Wir benutzen Birke, Pappel ist zwar leicht aber zu weich.
Pax, Timm

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Eintrag #83 vom 08. Aug. 2000 10:26 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, habe mich am Wochenende noch mal mit Holger Rathsdorf unterhalten, der zufälligerweise an seinem Stand auf der Archäologiemesse einen karolingischen, konvexen Rundschild hatte. Der Schild bestand aus nebeneinander gelegten Brettern Lindenholz, zugeschnitten wie beim Küfern, die zur Mitte hin 1 cm Stärke hatten, zum Rand 0,5 cm. Diese wurden gedämpft und dann in eine Negativform gepackt (müßte schon mit einer Grube im Garten gehen). Beidseitig wurde er mit Rohhaut mit Knochenleim beklebt, dann darüber jeweils eine Lage Leinen. Die Ränder wurden anschließend mit einem Schildrand aus Rohhaut verstärkt. Das Ergebnis sieht geil aus, schützt besser als ein flacher Rundschild und man hat eine bessere Sicht. Interessanterweise sind wohl die Schildbuckel von so ziemlich allen Funden von runden Kampfschilden (egal ob karolingisch, sächsisch oder skandinavisch) geformt als ob sie auf konvexen Schilden schilden befestigt waren. Die bekannten Schilde vom Osebergschiff sind eine Ausnahme, da sie reine Schauschilde waren. D.h. meine zukünftige Planung geht dann wohl dahin, daß ich eher einen konvexen Schild bauen werde und einen flachen nur kurzfristig für Hastings anfertigen werde, um einigermaßen posen zu können ;-) Bis dann Thorsten P.S.: Pappel ist übrigens auch a., war aber eher 2. Wahl. Wenn solche Schilde beidseitig mit Rohhaut bezogen waren konnten sie aber schon ´ne Menge aushalten.

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Eintrag #84 vom 08. Aug. 2000 11:03 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten, muß nicht mal Rohhaut sein (teuer!!!) Leinen beidseitig, ordentlich Leim und Rohhautrand haben meinen Kite (3 Lagen 3lagiges Pappelsperrholz = insges. 9 mm Holz) bereits 2 Saisonen überstehen lassen. Die einzigen Macken stammen von ßxten, die ja im Schaukampf eh jeden Schild sterben lassen. Dafür hab ich die wohl leichteste Klotür in Deutschland. Ich wurde schon gefragt, ob das Ding aus Fiberglas ist :-) (übrigens von einem SCA-ler) Gruß,
Indy

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Eintrag #85 vom 08. Aug. 2000 13:07 Uhr Patrick Schubert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Schubert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Also mein Schild habe ich aus 3 lagen Sperrholz sowie einer Schickt Sackleinen Gemacht. Das Sperrholz (3mm dick 130 cm x 85cm) habe ich aus nem Kölner Holzgroßhandel da im Baumarks so dünne Platten nicht zu kriegen waren. Die Platten habe ich aufeinandergeleimt und zwischen eine lage noch den Sackleinen gepackt (Kostet Extrem Viel Leim) Das ganze habe ich dann um ein Bauchiges 60l eichenfass gebunden und zusätzlich in eine holform (Aus Fliesenresten gerbaut) gelegt und mit 100Kg Zementsäcken beschwert, dann presste sich das Holz endlich in die gewünschte Form. Das ganze habe ich dann 3 Tage trocknen lassen und dann konnte ich die Tropfenform die ich wollte reinsägen. NAchdem der Rohling dann fertig war (er ist auch nicht zurückgebogen, ich hatte genügend Leim genommen das das Holz richtig durchweicht und dann fest wird) habe ich ihn mit Leder überzogen und Bemalt, dann zum Schluß noch die Kanten mit Rohaut überzogen und Niten durchgehauen um die Ledergriffe zu befestigen. Grüße
Cathal o´ Bran - Milites Crucis - www.milites-crucis.de

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Eintrag #86 vom 09. Aug. 2000 11:09 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Leute, Ich habe auch schon einige Schilde gebaut, und möchte euch daher ein paar Tips geben die ich erst durch try and error erarbeiten mußte! Also: Um Sperrholzschilde (die in dieser Form nicht dem historischen Vorbild entsprechen!!!!! ;O))herzustellen, verwendet ihr am besten 2 Lagen dünnes Sperrholz (2 Lagen reichen aus und entsprechen bei 2 x 3-4 mm Plattenstärke + Bespannung in der Dicke auch am ehesten dem Original)Ich verwende 4 mm Buchensperrholz (Stabilität und Härte) für Außen und 3-4 mm Pappelsperrholz (gewichtsersparnis) für Innen. Von einer Zwischenlage aus Sackleinen oder anderen Materialien halte ich aus technischen Gründen als gelernter Schreiner nichts! Diese werden mit Leim bestrichen und aufeinandergelegt. Legt etwas Zeitungspapier um die Kanten damit der herausquellende Leim nicht alles versaut, jeweils eine weitere Sperholzplatte gleichen Formates (ohne Leim!!!!!) Innen und Außen drauf zur Druckverteilung (können für weitere Schilde verwendet werden!!) und legt Ratschenspanngurte (nur einmal drum pro Gurt!!!!!!!! nicht drumwickeln!!!!!!!) etwa alle 20-30 cm (je dichter beieinander desto besser!!!!Min. 5-6 Gurte für ein kurzes Schild!!!!!!)um das Plattenpaket! Mit den 5-7 DM-Gurten aus dem Baumarkt könnt ihr falls überhaupt, nur dieses Paket schaffen! Besser sind etwas Kräftigere Gurte für 20-50 DM/Stk! Ich besitze 10 2-Tonnen-Gurte mit denen ich bis zu 5 Rohlinge auf einen Schlag formen kann!! Dann spannt ihr die Gurte gleichmäßig einen nach dem anderen und bringt so den Schild in Form; Spannt das spätere untere Ende des Schildes in einen engeren Radius dann wird Er auch nach dem Aussägen der Schildform noch gewölbt und damit stabil sein! Die Ratschen liegen alle auf der Innenseite des Schildes! Legt den Schild mit der Innenseite nach unten auf den Boden Stellt euch drauf und hüpft etwas (ca. 5 min)darauf herum damit der Leim die Flächen besser verbindet, beschwert den Schild in dieser Lage mit etwa 50-100 Kg. Danach trocknen lassen (ca 24-48 Stunden),Gewicht runter, Gurte abnehmen, aussägen, Kanten abrunden Zeitungsreste entfernen,Innenseite mit Leim bestreichen und Bespannung auflegen, glattstreichen und aushärten lassen, Kanten der Innenbespannung beschneiden; Außenseite mit Leim bestreichen, Bespannung auflegen, glattstreichen und um die Kante nach Innen legen Grob beschneiden, trocknen lassen und sauber beschneiden. Rohling fertig!!!!!!Tragegurte mit 4-5 cm langen Schmiedenägeln von Innen nach Außen Durchnageln, Nägel umbiegen und wieder von Außen in die Schildfläche nageln! Ich bevorzuge Polsterungen im Armbereich die einknüpfbar sind! Schild bemalen und FERTIG!!!!!!! ;O) Materialien (Leinwand(Leinen, Hanf oder BW) Leder oder Rohhaut), Rohlinge etc. sind auch bei mir zu erhalten, schickt mir einfach eine Em@il! ;O) Ich arbeite momentan mit freundlicher Unterstützung der Kunstsammlungen der Veste Coburg und Herrn Dr. Geibig, an der Replik einer Pavese des 15.Jhdt, die Erkenntnisse des Baues einer solchen nach historischem Vorbild werde ich demnächst an anderer Stelle veröffentlichen, werde dies aber HIER für Interessierte mitteilen! Beste Wünsche zum Schildbau!!!! Und guten (Schild)-Schutz
Ludwig

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Eintrag #87 vom 24. Aug. 2000 22:20 Uhr Philipp Meckel   Nachricht

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Seid mir gegrüßt, ich bin´s schon wieder :-) Wie kann ich meinen Rundschild dann eigentlich einigermaßen a anmalen. Was verwendet man für Farben? Unten stand was von Placka oder so, aber das sieht doch eher nach Plastik aus ,oder??? Wäre das eigentlich für´nen wikingerschild a ihn mit leinen zu bespannen???
Dank und Gruß Phil

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Eintrag #88 vom 21. Sep. 2000 20:51 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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netsword.com/ubb/Forum5/HTML/000298.html
Andrew

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Eintrag #89 vom 25. Okt. 2000 08:20 Uhr Thomas Butters   Nachricht

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Nachdem das Tempus-Vivit-team so freundlich war, und dieses Thema bereinigt hat, möchte ich jedoch die Beiträge wieder hinzufügen, die wirklich themenbezogen sind. mfG - Thomas Thomas___________28.09.00 - 03:28 Uhr - 93 von 93 Butters@gmx.de__________________________________________________________________Rgbg. P.S. Und es gibt auch deutsche Seiten: /furor/ger/handwerk/schild.html Ich habe den Text noch nicht gelesen und kann darum nicht abschätzen, wie informativ diese Seite ist. War da mal nicht irgendwo ein “Taverne”-Thema mit dem Hinweis auf neueste archäologische Funde von Schilden? Wissenschaftliche Abhandlungen darüber dürften doch auch interessantes zutage fördern. mfG - Thomas ******************** Fritz Pascual___________22.09.00 - 10:23 Uhr - 91 von 91 Friedrich.von.Wuerselen@Aquis-Grana.de______________________________________52066 Aachen Cool Andrew! Das war es was ich gesucht hab. Vielen Dank. Grüßung Friedrich von Würselen

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Eintrag #90 vom 25. Okt. 2000 08:22 Uhr Thomas Butters   Nachricht

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Besagtes Thema mit dem Hinweis auf die neuesten archäologischen Funde trägt die Nr. 835 und ist im Archiv gelandet. Da es dort aber nur “versauert” und auch gewisse Aussagen über erhaltengebliebene Schilde enthalten sind, möchte ich auch den diesbezüglichen Beitrag wieder ins Thema Nr. 10 einfügen, zumal im Thema Nr. 10 nur marginal auf den Aspekt der Schildfesseln eingegangen wurde. mfG - Thomas Thomas___________04.10.00 - 09:13 Uhr - 105 von 105 Butters@gmx.de__________________________________________________________________Rgbg. Gunther fragte im Thema 835 an, ob man die Diskussion, die dort unter dem Titel “Rückseite von Schild” angefangen wurde, nicht in dieses Thema verlegen könnte. Wie ich sehen konnte, ist das jedoch nicht geschehen, dennoch verschwand das Thema im Archiv. Da ich die Frage nach den Schildfesseln aber für einen elementaren Punkt beim Schildbau halte, erlaube ich mir die wichtigsten Beiträge aus oben genannten Thema hierher zu kopieren. Kopien der Beiträge aus dem Thema Nr. 835: Thorsten Piepenbrink_________22.08.00 17:33 Uhr - 10 von 11 fipse@compuserve.com___________________________________________________44357 Dortmund Moin Ingo, zumindest zwei der Schilde, an die ich mich von marburg Erinnern kann sind genietet, ich hatte aber mal wieder keinen Fotoapparat dabei. Mal sehen, ob ich demnächst - bevor ich dorthin komme - mal mit dem Kurator sprechen kann, ob´s eine Möglichkeit gibt, diese Schilde mal etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Im Augenblick kann man nur die Vorderseiten sehen. Bis dann, Thorsten ****************** ingo kammeier__________22.08.00 17:22 Uhr - 9 von 11 kammeier@uni-bremen.de___________________________________________________28215 Bremen moin Thorsten. Das problem mit den Schilden in marburg ist, das die schildfessel nicht die originallbefästigung zu sein scheinen. Wenn man sich die schilde genauer anschaut, dann kann man sehen, das die befästigung (meiner meinung nach)ursprünglich genietet waren, und nicht wie jetzt zu sehen geknotet. Es scheint, das die befästigung nur für das aufhängen in der kirche angebracht wurden (nachträglich?). ich habe beide möglichkeiten an einem kiteshield auspobiert, und muß sagen….es klappt sowohl mit der einen als auch mir der anderen methode. nichtsdesto trotz gibt es keine schild aus dem frühmittealter, wo man genau die schildbefästigung erkennen kann. Falls ihr ein schild für das Hochmittelalter wollt, dann kann ich Euch den Seedorfer Schild empfehlen. nach neusten Erkenntnissen, handelt es sich dabei, nicht wie ursprünglich angenommen, um einen modifizierten kiteshiel, sondern um eine eigenständige form, welche im späten 12- führen 13 jahrhundert im gebrauch war. Auch haben diese untersuchungen gezeigt, das er im kampf gewesen war, da man kampfspuren auf ihm gefunden hat. Alle anderen info stammen aus einer doktorarbeit aus den 60 - 70 (bin mir da nicht sicher), und die angaben sind seit einer kürzlichen restauration überholt. ich habe eine 1 zu 1 kopie zu hause, und muß sagen….super schild…das einzige was man individuell anpassen muß sind die schildfesseln, da diese nicht erhalten sind (nur die löcher), und die wiederrum auf eine schildbefästingung für einen mann mit sehr kurzen armen hindeuten :-). Falls jemand sich diesen Schild schon nachgebaut haben sollte, dann würde mich seine Lösung der Beriemung interessieren. zu dem polnische fund. ich weiß nicht, wann ich das material zugeschickt bekomme, das sich der schild zur Zeit in der Restauration befinden…und gott weiß, wann er wieder rauskommt. gruß Ingo **************** Thorsten Piepenbrink________19.08.00 11:46 Uhr - 8 von 11 fipse@compuserve.com___________________________________________________44357 Dortmund Moin Thomas, kommt drauf an, was Du unter mittelalterlichen Schild bezeichnest. Aus dem 14. Jhdt. sind einige erhalten. Z.B. die Schilde aus der Elisabethkirche (?) in Marburg, die noch recht gut erhalten sind und die afaik als zwar ungebraucht, doch kampffähig angesehen werden. Also keien reinen Prunkschilde. ich ahbe dazu aber gerade eine Anfrage an die Uni Marburg laufen. Bei Gegebenheit werde ich sie im Schildbautherad zum besten geben. Bis denn, Thorsten **************** Thomas___________18.08.00 16:21 Uhr - 7 von 11 Butters@gmx.de__________________________________________________________________Rgbg. Hallo Holger! In einem schlauen Buch habe ich einmal gelesen. daß sich aus dem MA kein einziger Schild inkl. Schildfesseln erhalten hat. An den vereinzelt vorhandenen Prunkschilden sind lediglich die Befestigungspunkte für die Lederriemen zu sehen. Die sind aber keineswegs einheitlich. Um so mehr bin ich gespannt, was der Fund in Polen ergibt. Hallo Ingo! Setzte Dich bitte unbedingt mit mir in Verbindung. Ich habe jetzt nichts zum Schreiben dabei, um mir Deine e-mail-Adresse zu notieren. Natürlich muß ich Dich umfassend zum Thema Schildfund in Polen “ausquetschen”. Vielleicht kann ich dann bei der Beschaffung von genaueren Informationen behilflich sein. Solltest Du zu diesem Thema Texte in Polnisch haben oder bekommen, dann leite sie doch bitte an mich weiter. Ich habe lieber Originaltexte als deren ßbersetzungen ins Deutsche, die nicht von einem Deutschen angefertigt wurden. mfG - Thomas **************** Fritz Pascual___________18.08.00 12:25 Uhr - 6 von 11 Friedrich.von.Wuerselen@Aquis-Grana.de______________________________________52066 Aachen Tach. Ich hab gerade meinen Tropfenschild Fertig und die Griffe und Riemen nach der Abbildung aus der Bibliothek drangenietet, und ich kann nur sagen: sehr geil! Vor allem der Schulter, bzw. Nackenriemen oben am Schild. Wenn man den benutzt, lastet das Haupgewicht auf dem Nacken und nicht, wie bei meinem alten Teil auf dem Arm. So kommt man nicht in Verlegenheit den Schild sinken zu lassen, wenn man müde wird, und man ist trotzdem noch sehr beweglich. Außerdem kann man damit den Schild bequem auf den Rücken schnallen und man sieht aus wie ein bunter Käfer. Toll, nicht? GigaR, Friedrich von Würselen **************** Ingo Kammeier_________11.08.00 17:22 Uhr - 5 von 11 Kammeier@uni-bremen.de__________________________________________________28215 Bremen GUTE NACHRICHTEN FßR ALLE. EIN BEKANNTER VON MIR (ER IST ACHEOLOGE) HAT MIR GESAGT, DAß MAN VOR KURZEM EINEN SCHILD IN POLEN GEFUNDEN HAT. DIESER SCHILD STAMMT AUS DEM 12 JAHRHUNDERT, UND IST SO GUT ERHALTEN, DAS NOCH SßMTLICHE LEDERTEITE DRAN SIND (LEDERBESCHNßRUNG, GRIFFE ETC). SOBALD ICH NßHERE INFOS (PICS ) BEKOMME, WERDE ICH SIE INS NETZ STELLEN. Gruß Ingo **************** Stefan Schmitt__________10.08.00 17:59 Uhr - 4 von 11 narytaes@gmx.de__________________________________________________________63110 Rodgau Hi Holger! In der Bibliothek findest du einen Bericht über mittelalterliche Schilde, dort sind auch die Griff-Schlaufen graphisch dargestellt. Gruß Kay **************** Claas Kruhöfer_________09.08.00 10:02 Uhr - 3 von 11 william.de.granville@gmx.net___________________________________________45881 Gelsenkirchen Hallo, auf WWW.Furor.de und www.conpac.de sind solche Halterungen für Schilde abgebildet Hilft dir vielleicht weiter Gruß William de Granville | Furor Normannicus ****************** Holger Ott___________08.08.00 23:57 Uhr - 1 von 11 Gildenmeister@infocity.de__________________________________________________44795 Bochum Hallo ich habe da mal eine frage zum aussehen der Rückseite von Schildern. Ich habe bis jetzt nirgens gesehen wie die Tragegiffe ausehen müssen bzw. wie diese befestigt wahren. Kann mir da willeicht einer weiterhelfen.Bin über jeden Tip dankbar. In dank der Gildenmeister

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Eintrag #91 vom 25. Okt. 2000 08:24 Uhr Thomas Butters   Nachricht

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Nun abschließend noch die überarbeitete URL-Zusammenfassung: Die von Andrew im Beitrag 88 angegebene URL netsword.com/ubb/Forum5/HTML/000298.html führt noch zu folgenden URLs: www.ozemail.com.au/~chrisandpeter/shield/shield.html (Rundschilde) www.larp.com/legioxx/scutum.html (Römerschild) members.spree.com/armour/Main.HTML www.armourarchive.com www.cablenet.net/pages/book/part17.htm (Ausschnitt vom Teppich von Bayeux) Und hier noch weitere URL in deutscher Sprache: (Diese Texte habe ich noch nicht gelesen, um ihre Verwertbarkeit einzuschätzen.) home.t-online.de/home/024736772-0001/h_schild.htm www.equites-normanorum.de/schilde.htm /furor/ger/handwerk/schild.html www.conpac.de/tips/schildbau1.htm
mfG - Thomas

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Eintrag #92 vom 25. Okt. 2000 09:52 Uhr Thomas Butters   Nachricht

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Untenstehend folgt ein Aufstellung der wenigen Originale, die sich in unsere Zeit herüber gerettet haben. Wer noch weitere kennt, ist gebeten, dies uns hier mitzuteilen (Detailinformationen erwünscht). Wie Ihr sehen könnt, variiert die Anzahl der Befestigungspunkte für die Schildfesseln von 6 bis 8 (10 inkl. Halsriemen). Frage 1: Wer kann die Anzahl der Befestigungspunkte der verbliebenen Dreiecksschilde aus Marburg ermitteln? Frage 2: Ist die wechselnde Anzahl der Befestigungspunkte vielleicht auf eine ßnderung in der Befestigungsmethode zurückzuführen, die sich durch Weiterentwicklung über die Jahrhunderte ergab? Frage 3: Wer weiß, wo sich gegenwärtig der Schild des Hochmeisters Karl von Trier befindet? Reiterschilde: - Langspitzschild (“Löwenschild”, einziger Normannenschild, um 1220 Oberkante der Mode entsprechend abgesägt): Kloster Seedorf (8 Niete f. Schildfesseln + 2 f. Halsriemen) - Adlerschild: Liebfrauenkirche zu Valeria ob Sitten (10 GEGENMUTTERROSETTEN) - langgestreckter Dreieckschild: Wappen v. Nordeck zu Rabenau, 2. Hä. 13.Jh., Marburg - langgestreckter Dreieckschild: Wappen v. Keseburg, Mitte 13.Jh., Marburg - langgestreckter Dreieckschild: Wappen Konrad II. Lgf. v. Thüringen u. Hochmeister d. “DO”, Marburg - breiter Dreieckschild: Wappen d. Lgf. Heinrich I. v. Hessen zugeschrieben, um 1300, Marburg - elliptischer Dreieckschild: Wappen v. Breidenbach (?), Anfang 14.Jh., Marburg Tartschen (= poln., seit 14.Jh. m. Einkerbung f. Lanze): - Renn-Tartsche: flämisch, 15.Jh., British Museum London - Vollwappen Behaim v. Schwarzbach, Mitte 15.Jh., Marburg Setzschilde (Pavesen): - Reiterschild vom Pavesentyp: Großmeister d. “DO” Karl von Trier m., um 1300 (6 Schildfesselniete) - Prunk-Pavese: der Armbrustschützen m. d. Wappen d. Röm. Königs aus d. Hause ßsterreich, d. Georgenbundes u. d. Stadt Winterthur, Zürich - Pavese: d. Stadt Wimpfen, Hess. Landesmuseum Darmstadt - Pavese: d. Stadt Schongau, Bayr. Landesmuseum München
mfG - Thomas

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Eintrag #93 vom 25. Okt. 2000 10:09 Uhr Thomas Butters   Nachricht

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Hier noch ein weiterer themenbezogener Beitrag, der bei der “Reinigungsaktion” mit gelöscht wurde. mfG - Thomas Claudia Gross____________16.10.00 - 23:01 Uhr - 111 von 111 claudia_gross@yahoo.de____________________________________________________01309 Dresden Hallo allerseits, um wieder was Konstruktives beizusteuern: Kaseinfarben mit Plakafarben gleichzusetzen haut leider nicht hin (waer´ auch zu schoen, wenn man irgendwas fuer´s MA einfach so im Laden kaufen koennte… ;-)) Kaseinfarben basieren auf (jetzt nicht lachen!!) QUARK! Rezept: Quark aus 1l Milch (oder fertiger Quark, schaetzungsweise etwa 300g) mit 3,5 Teeloeffeln Kalk oder Borax verruehren. Das ergibt den Grundstoff, den Kaseinleim. Dahinein ruehrt man dann farbige Erden, um das Ganze einzufaerben. - Kreide ergibt Weiss - Rot: rote Erde (soll es in Italien geben, aber in Thueringen und Hessen gibt es auch prima rote Erde - siehe der Modder in Tannenberg; vielleicht kann man sich auch rotes Tonpulver aus dem Toepferbedarf besorgen) - Gruen: Da soll es Erde in Zypern geben - Braun: Kasseler Braun (was ist das, weiss das einer?) - Gelb: Ocker aus Frankreich (da gibts auch was im Toepferbedarf) Das Ganze wird mit Wasser verduennt und schon kann losgepinselt werden. Fuer Aussenanstriche (d.h. sicherlich auch fuer Schilde) noch ein paar Tropfen Leinoel beifuegen. Das Rezept habe ich aus der Sendung mit der Maus (bei der “MA-Maus” haben sie zwar maechtig danebengelangt, aber wie man sieht, gibt´s auch gute MA-verwertbare Beitraege:-). Der Beitrag wurde unter Mitwirkung eines Restaurators gemacht. Wen´s interessiert, der Film gehoert zur “Bibliothek der Sachgeschichten” und kann beim WDR bestellt werden (auch ueber Internet). Quark wurde im MA uebrigens auch zur Herstellung von Moertel verwendet. Ich habe von einem Bauingenieur gehoert, der sein altes Haus originalgetreu restaurieren wollte und deshalb einen Bauarbeiter zum Supermarkt geschickt hat, einen Zentner Quark zu holen - koennt Ihr Euch vorstellen, wie die dort geguckt haben?? :-))) Seid gegruesst, Claudia

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Eintrag #94 vom 13. Dez. 2001 01:36 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute
Da ich nach meinem Eintrag im Threat 650“Holz im Mittelalter” keine Antwort bekommen habe, versuch ich es hier noch einmal,weil es ja mit dem Schildbau zu tun hat.
Wenn sie schon im Mittelalter Sperrholz kannten,um daraus Schilde zu bauen, wie sah es dann aus?. Ich kann mir nicht vorstellen das es damals bereits 3Lagige Verbundplatten gab, wie sie es heute im Baumarkt gibt.
Also: Wie sah Sperrholz damals aus?, We wurde es ergestellt?, wie dick/dünn konnte es sein?, was für Holz wurde verwendet?, wozu wurde es noch genutzt?, und gibt es Funde und Belege darüber???
Ich hoffe mir kann jemand weiter helfen!
Danke schon mal im vorraus!
Thomas der Schlosser

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Eintrag #95 vom 13. Jan. 2002 11:13 Uhr Ingo Kammeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Kammeier eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas.
Nein, das Leimholz welches man im hma benutzte, baute man anders als handeslübliches Leimholz. Es wurden nicht mehere Schichten auf-, sondern miteinander verklebt. Man hat mehere Bretter (die Ränder würden angeschrägt) an den kannten miteinader verleimt. So geschehen beim Seedorferschild, der ürsprünglich keine andere Form hattte, sondern in seiner jetzigen Form gebaut worden ist.
Gruß Ingo

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Eintrag #96 vom 13. Jan. 2002 13:54 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Leute,
Sperrholz ist heutzutage die Bezeichnung für Holzwerkstoffe die aus kreuzweise, flächig verleimten Schichten bestehen. Heute wird SH in ungeraden Schichtanzahlen gefertigt, um einen Werkstoff zu erhalten der sich nicht zu sehr verzieht, denn die beiden Außenlagen stabilisieren sich durch ihren Gegenzug.
Bei Schilden kommt es aber auf Verzug nicht an, und die Form des Schildes, seine Wölbung und Krümmung überdecken solche Effekte.
Daher kann auch die im folgenden beschriebene Konstruktion als Sperrholz bezeichnet werden, und wurde wohl auch so von den Kunsthistorikern richtig erkannt.
Ich konnte mir die Berner Pavesen und Setzschilde des 15. Jh. im Historischen Museum Bern genau anschauen und untersuchen (die haben ca 25 Stück da). Diese sind aus ca. 2cm dicken,ca. 10cm breiten Nadelholzbrettern die vertikal nebeneinander verleimt sind, mit kreuzweise (horizontal) darübergeleimten 5mm dicken ca. 7cm breiten Eichenbrettchen, gebaut. Darüber sind sie mit einer dünnen, in Leim getränkten Schicht Fasermaterial (Werg oder Sehnen) belegt, und mit Schweinerohhaut rundum bezogen.
Diese Konstruktionsweise dürfte sich, abgesehen von der Bespannung für die es noch mehr Möglichkeiten gibt, auch für frühere Schildformen anbieten,
Zur Erklärung:
-Schichtholz besteht auch aus mehreren Schichten, die aber parallel laufen, (nicht Kreuzweise!)
-Leimholz ist einschichtig nebeneinander verleimtes Massivholz aus Streifen
Lutz

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Eintrag #97 vom 06. Feb. 2002 23:14 Uhr Beitrag anonymisiert

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Ich suche unbedingt Leute, die wissen wie man authentisch römische Farbe herstellt oder aus was sie jeweils bestehen, um meinen Schild zu bemalen. Es sollte blaue Farbe sein. Ich hoffe, jemand kann mir helfen!

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Eintrag #98 vom 26. Feb. 2002 19:51 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen
Ich bin froh doch noch ein paar Informationen über damalige Schilde bekommen zu haben. Danke!
Wenn ich das richtig verstanden habe, war eine möglichkeit, einzelne dünne Leisten sowohl nebeneinander und quer übereinander zu verleimen. Ist dann so ähnlich wie bei einem Römerschild oder?
Eine Frage noch: Gibt es den wircklich keine Funde von Schilden aus der Zeit um 1250??
Grüße
Thomas

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Eintrag #99 vom 12. Mrz. 2002 08:41 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht erhaltenes Schild 2. Hälfte 13. Jh.

Ja, es gibt entsprechende erhaltene Exemplare. Schau z.B. mal auf:
www.brandenburg1260.de/kriegshandwerk.html
unten im Text. Leider liegt mir nur das Foto, kein erklärender Text zum Aufbau des Schildes vor.
Gruß
Joachim

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Eintrag #100 vom 30. Mrz. 2002 19:03 Uhr Benjamin Pröger   Nachricht

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Hallo
Ich habe vor mir einen Schild zu machen.
Nun frage ich mich wie ich ihn bemalen könnte.
WSir stellen das 11te bis 12te Jahrhundert dar.
Da ich einen Gemeinen darstelle sollte es sich nicht unbedingt um ein Wappen im eigentlichen sinn handeln.
Was haltet ihr von Tieren, oder keltischen Runen ?
Benjamin

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Eintrag #101 vom 30. Mrz. 2002 22:08 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wie wärs mit schlicht ?

Einfarbig oder meinetwegen auch zweifarbig (mi-partie, diagonal, etc.) wäre sicher nicht verkehrt.
Orientiere dich als Gemeiner an der Wappenfarbe deines Herrn.
Tiere sind ja schon heraldische Symbole, also wärst du da wieder zu nahe am Wappenschild.
Keltische Runen ?
ein dickes NEIN.
Ich wüßte jetzt nicht, daß Runen keltisch wären, und kenne diese eigentlich nur aus dem Wikinger-Umfeld. Mag sein, daß du die Ornamentik mit Knoten etc. meinst, aber die sind erstens zum Großteil nicht wirklich keltisch und zweitens für deine Zeit schonmal überhaupt nichts.
Also laß es besser.
Gruß  Ivain

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Eintrag #102 vom 31. Mrz. 2002 20:22 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin!
Da Du als Gemeiner im HMA wohl irgendeinen Dienstherr haben wirst (den so beliebten Freien Söldner gabs nämlich nicht, wer ohne Herrschaft als Gemeiner schwer bewaffnet unterwegs war wurde wohl eher für einen Räuber gehalten) trägst Du das verkleinerte Wappen Deines Herren im rechten oberen Viertel Deines dreieckigen Schildes. So gesehen auf einer zeitgenössischen Abbildung des Herolds von Maigiens, 1285. Dabei ist zu beachten, das die Positionierung aus der Sicht des Trägers beschrieben wird, schaust Du auf das Schild so ist das Wappenfeld links oben. Der Rest des Schildes ist ohne Schmuck.
Da auch die TV Bilbliothek sagt, das im HMA noch Rundschilde verwendet wurden: hat jemand Belege zur heraldischen Darstellung auf Rundschilden?
Und: hatten ganz niedere Soldaten, Kriegsdienstpflichtige u.ä. überhaupt Herrschaftswappen auf dem Schild oder kämpften sie Ohne Kennzeichnung in der Schlacht?
gruß, uli

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Eintrag #103 vom 31. Mrz. 2002 20:29 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einen noch!

Moin!
Es gibt Runenartige Abbildungen auf MA Schilden. Allerdings erst im sehr ausgehenden HMA, mehr im SMA. Es handelt sich hierbei um sogenn. Hausmarken, mit denen sich nichtadlige Familien wie Handwerker, Kaufleute, wohlhabende Bauern ein Familienzeichen setzten. Die Form dieser Hausmarken sieht oft wie die Kombination mehrerer Runen aus und hat mglw. auch dort ihren Ursprung, ist aber warscheinlich aus den Steinmetzmarken bei Bauprojekten entstanden. Steinmetze kennzeichneten die von ihnen auf Maß bearbeiteten Steine mit ihrer Marke um die Qualität der Arbeit und auch die Lohnabrechnung nachvollziehbar zu machen.
Hausmarken sind aber eher im spätmittelalterlichen Umfeld der Städte zu finden, auch wenn sie auf Wappenschilden dargestellt wurden, glaube ich nicht , das sie in relevanter Zahl auf dem Schlachtfeld auftauchten.
gruß, uli

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Eintrag #104 vom 01. Apr. 2002 00:34 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wappen...

Zu Uli:
Die verkleinerten Wappen kenne ich auch. Deiner Datierung mit 1285 stimmt ich im groben auch zu, allerdings würde ich das früheste Aufkommen dorthin setzen.
Für das 11. oder 12., um das es Benjamin geht, halte ich diese Zeichen für unbrauchbar.
Generell bin ich nicht sicher, ob diese Miniwappen auf den Schilden ein langes Leben hatten. Eher sind mir die sog ‘Batches’ bekannt, kleine Wappen, die z.B. auf der Gugel getragen wurden.
Das wäre dann aber erst ab dem 14. Jhd zu belegen.
Im 11. und 12. bleibe ich bei ein oder maximal zweifarbigen Schilden.
Gruß  Ivain

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Eintrag #105 vom 01. Apr. 2002 09:35 Uhr Ingo Kammeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Kammeier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildbemalung im 11 und 12.

Hallo….
Wie Ivain schon richtig sagte, war die Haraldik, im klassischen Sinne, noch nicht vorhanden. Deswegen würde ich einen Schild aus dieser Epoche einfach nur farbig mit christlichen Sypmbolen oder einfach geometrische Formen bemalen. Es gibt zwar einige Abb. des späten 12, auf denen man Anfänge von tierischer Heraldik sehen kann (beziehe mich bei meinen Eintrag nur auf das deutsche Reich), diese zeigen aber alle eindeutig Mitglieder des absoluten Hochadels. Sicherlich gibt es auch Abb., die Tiere auf Schilde zeigen (Bayeux, 11. Jahrh.) aber das waren keine Tiere im klassischen heraldischen Sinne, sondern eher Totem. Also, lange Rede kurzer Sinn, da du einen Zeitraum schwischen dem 11 und dem 12 angegeben hast, laß die Finger von einer Heraldik im klassischen Sinne
Ingo Kammeier

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Eintrag #106 vom 01. Apr. 2002 20:22 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Totem

Moin.
Ergänzend zu Ingo: Was er als Totem bezeichnete, waren in der heraldischen Frühzeit Schildhalterfiguren, die mit der Blasonierung nur als schmückendes Beiwerk zu tun haben.
Gruß
Ivo

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Eintrag #107 vom 02. Apr. 2002 07:55 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht je einfacher desto besser

Der heutige Adlige freut sich, wenn sein Familienwappen möglichst einfach ist, also im Idealfall aus zwei Farbenfeldern besteht. Das heißt nämlich, seine Familie ist so aaaaaaalt, daß man sie bis auf die hier schon angesprochenen Anfänge der Heraldik zurückverfolgen kann. Alles andere kam nämlich erst später, als immer mehr Leute ein Wappen führten, die sich ja alle unterscheiden sollten. Somit schließe ich mich der Meinung an, daß Wappen für diesen Zeitraum möglichst einfach zu gestalten. (Macht auch weniger Arbeit) Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, selbst wenn man nur mit zwei Farbfeldern arbeitet, mehr als genug. Man muß dann aber davon ausgehen, daß man dieses Wappen nicht in eine Wappenrolle eingetragen bekommen wird, da es schon seit Ewigkeiten durch Adel XY reserviert ist.
Joachim

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Eintrag #108 vom 02. Apr. 2002 20:33 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aufgebotskennung?

Moin!
Und wie kennzeichnen sich nun verschiedene Truppenteile, die unter einem herrn kämpfen? Eine Kennzeichnung auf dem Schild wäre sehr zweckmäßig, aber wurde es auch so gemacht? Oder konnte jeder, der sich ein Schild leisten konnte es nach Gutdünken gestalten? oder waren die Schilde der Niederen einfach blank?
gruß, uli

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Eintrag #109 vom 03. Apr. 2002 07:30 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Verweis auf thread "Angehörige eines Hauses und Kennzeichnung"

Hier sollte es doch um das Basteln von Schilden gehen. Im o.g. thread ging es schon vor langem um die Kennzeichnung (von Schildern). Dieses spezielle Thema vielleicht dort weiterbesprechen.
Joachim

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Eintrag #110 vom 11. Jun. 2002 12:46 Uhr Jan Roger Biermann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Brauche Hilfe beim Bau eines Frühmittelalterlichen Schildes

Hallo zusammen!
Ich bin gerade dabei einen Rundschild zu bauen und hätte gerne etwas Anleitung bei der Fertigstellung. Leider habe ich in diesem Thread nicht gerade viel entnehmen können, zu viele Leute die sich zu unsicher sind. Es wäre toll wenn mir trotzdem jemand in folgenden Punkten weiterhelfen könnte:
Ich habe den Schild jetzt schon mit einem Leinwand-ähnlichem Stoff bespannt und beklebt, allerdings bräuchte ich jetzt auch Hilfe bei der Bemalung:
Womit kann/sollte ich die Oberfläche grundieren?
Welche Art Farben kann ich verwenden damit es einigermaßen authentisch aussieht?
Desweiteren bin ich noch nicht ganz fertig mit dem Bau:
Ich habe zum befestigen des Schildbuckels nur ziemlich lange Nägel die auch geschmiedet sind, sich aber nicht “abknipsen” lassen (ich hab es versucht und mir fast die Hand gebrochen *g*). Außerdem hält der Buckel dann nicht richtig. Kann ich die Nägel statt dessen auch durchschlagen und sie auf der Rückseite Krampenähnlich einnageln? Bleibt das dann trotzdem authentisch?
Außerdem weiß ich nicht wie ich die Rohhaut auf der Schildkante befestigen soll: Nageln oder Nähen? Wenn ich sie draufnagle, sollte ich die Köpfe der Nägel (soweit sie fabrikgefertigt sind) abschleifen? Wenn ja, wie mache ich das am besten?
Gruß, Jan.

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Eintrag #111 vom 22. Aug. 2002 22:17 Uhr Dorothea (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dorothea eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht FMA-Schild

Hallo Jan,
Ich habe meinen Rundschild auch mit Leinen bezogen und mit einer selbsthergestellten Farbe bemalt:
Rezept: Magerquark und Borax oder Pottasche (Borax vorher in wenig heißem Wasser lösen, löst sich kalt schlecht) gründlich verrühren, 2 std ruhen, Pigmente deiner Wahl (ich habe rotes Eisenoxid, grüne Erde und Rügener Kreide genommen) einühren. Vorsicht, nicht zuviel Pigmente verwenden sonst färbt der Schild hinterher ab. Mit der Zugabe eines ßls kannst du die Farbe auch wasserfest machen (ich habe Leinölfirnis genommen). Die Farbe ist sehr ergiebig und hält sich ca 2 Wochen im Kühlschrank. Sie ist sehr haltbar (das Schild hat schon sehr viele Kämpfe und Schlachten hinter sich und kaum Gebrauchsspuren auf der Farbe nur Dreck und gerissener Stoff), von großer Leuchtkraft und absolut wasserfest (Herzberg 2002!!!!!).
Grundierung ist nicht notwendig, höchsten wenn dein Stoff gemustert ist, kannst du mit der Kreidefarbe grundieren.
Authentisch wäre der Schildbuckel genietet, aber ich glaube es wird dir keiner den Kopf abreißen, wenn du geschmiedete Nägel nimmst und dies umschlägst, Solange du keine gefährlichen Spitzen irgendwo herausstehen läßt.
Die meisten nageln ihre Rohhaut (ich auch mit rostenden Nägelchen). Man kann sie natürlich auch nähen mit Rohautstreifen als Faden, sieht klasse aus (und ist angesichts der Fundlage auch authentischer), hab aber keine Erfahrung damit.
Gruß Herwör Angantyrsdottir

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Eintrag #112 vom 23. Aug. 2002 01:29 Uhr Mathias Ullrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mathias Ullrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht außer Rand und Band...

Na, Jan, da machs’t du ja keine halben Sachen, Respekt!
Der Schneemensch (sorry, Hervör!) hat ja schon umfassend geantwortet, ergänzend dazu:
- Rohhautrand/-bespannung (des gesamten Schildes) nähen:
Rohhaut einweichen, über den Rand ziehen und mit Tacker (wenn du auf un-a Arbeitstechnik stehst) fixieren, Löcher bohren und noch im nassen Zustand (dann ziehen sich die Nähte richtig rein!)entweder mit Leinengarn/Sehne nähen,…
…oder größere Löcher bohren und “nähen” mit Rohhautstreifen, bei dem man die Spitze nicht einweicht und die dann steif bleibt, so daß man sie als “Nadel” verwenden kann…
…so ein Schildumfang ist lang…
…und natürlich die Tackerklammern nicht vergessen zu entfernen!!!!
Soll der Raundschild gewölbt oder plan werden?
Frau Pflumm, was haben Sie zur Fundlage recherchiert?
Ullrich, Sie sind raus!
Aber wieso das denn???

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Eintrag #113 vom 23. Aug. 2002 10:46 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rohhaut und Nägel

Moin zusammen,
was die Nägel angeht - zumindest bei den Schildbuckeln - so ist sowohl das Vernieten als auch das einfache Umschlagen historisch nachgewiesen.
Mit den Rohhauträndern komme ich außer halb des MA-Kampfsports nicht so klar. Alle Funde, die ich kenne und die noch Rohhaut drauf haben sind komplett bespannt. Wenn ich Randverstärkungen kenne, dann sind sie aus Metall.
Bis denn
Thorsten
(der diesen Winter endlich seinen gewölbten Rundschild bauen will)

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Eintrag #114 vom 23. Aug. 2002 13:47 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nägel und Werkzeug

Moin!
Soweit mit bekannt ist das Umschlagen der Nägel auf der Rückseite A&P, also authentitsch und praktitsch, da durch die Vibrationen im Einsatz die Nägel sonst aus dem Holz gedrückt werden. In einem Thread zu Wiki Schilden war mal ein Link zu einer Seite auf der Fundstücke mit Metallverstärkung gezeigt wurden. Auch wenn nicht in allen Bereichen A finde ich das praktischer, da der Schild länger hält ind bei einem Kantentreffer keine gefährlichen Scharten bekommt.
Nägel kürzen kannst du prima mit speziellen Zangen der Firma KNIPEX, die haben Beißzangen mit sehr kleinem Kopf und sehr langen Hebelarmen. Gibts eigentlich im Baumarkt. Ansonsten: Sägen oder Flexen oder vom Schmied kürzen lassen.
Wie ist das mit der Stoffbespannung? Ist das beim Rundschild fürs HMA nachgewiesen (Sackleinen oder so?)#
Wurden die Schilde immer noch nur über den Griff hinter dem Buckler gehalten oder gab es Armschlaufen?
Wurden die Nägel, Krampen, sonstige Kleinteile für den Schildbau speziell gefertigt oder war das Allerweltsschmiedeware?
gruß, uli

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Eintrag #115 vom 29. Aug. 2002 19:05 Uhr Christian Christensen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Christensen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rundschild

Seid gegrüßt :-)
Ich würde gerne wissen wie ihr ein Rundschild bauen würdet es soll plan und nicht gewölbt sein.
Ich habe in einem Wikinger-buch ein Rundschild aus Plaken gesehen das mit drei “sterben” wohl zu sammelgehalten (mittlere enthält Griff) wird,Bespannund wir wohl Rohhaut gewesen sein. Oder sollte ich Lieber mehrlagig Sperrholz nehmen??
Und kann ein Fußsoldat 13jh ein solches tragen
habe da nur die normale Schildform gefunden.
Danke schon mal im vorraus
Sir Christian

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Eintrag #116 vom 29. Aug. 2002 19:55 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Planken

ßber das 13. Jhd. kann ich Dir nichts näheres sagen. Aber wenn es ein Rundschild werden soll, dann baue ihn aus Planken. Die sind definitiv in verschiedenen Zeiten und Regionen nachzuweisen.
Sperrholz hat höchstens den Vorteil, billig zu sein, und es lässt sich leichter verarbeiten. Aber dafür sieht es auch richtig sch*~+# aus.
Grüsse,
Andrew

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Eintrag #117 vom 30. Aug. 2002 15:14 Uhr Timo Krisch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Timo Krisch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schild für Fußkämpfer 13.Jh.

Hallo zusammen,
ich habe mich wegen der angesprochenen Schildtypen mal schlaugemacht.
Fußkämpfer benutzten im 13.Jh. demnach folgende Schildtypen:
entweder
1. den hohen (ca. 1,10 m) Dreiecksschild - wie die Reiter ihn bis Anfang 13. Jh. hatten und erst später “verkleinerten”;
oder
2. einen kleinen Rundschild (Durchmesser 25 bis max. 40 cm), der dann aber eher ein Faustschild ist;
oder
3. die sog. Pavese (zwar nur aus 14. Jh. erhalten, aber durch Rechnungen für das 13. Jh. nachgewiesen): dabei handelt es sich um einen Rechteckschild (bis etwa Schulterhöhe?) für Armbrustschützen - er wurde auf dem Rücken getragen und im Kampf aufgestellt, um in seinem Schutz die Armbrust neu spannen und laden zu können.
Der traditionelle Rundschild wird übrigens in D noch zur Zeit der Ottonen (also bis etwa 1020) verwendet, um unter den Saliern vom sog. Normannenschild (Mandelschild) abgelöst zu werden.
Hoffe, dies hilft beim Schildbau weiter.
Timo

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Eintrag #118 vom 30. Aug. 2002 16:22 Uhr Jonas Radtke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jonas Radtke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht hm...

da muß ich mich mal einschalten timo.
denn der “traditionelle rundschild” war auch noch mitte des 13.jhd sehr beliebt
für bilder bitte anmailen!
gruß, jonas

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Eintrag #119 vom 30. Aug. 2002 17:43 Uhr Timo Krisch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Timo Krisch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kann schon sein

Hallo Jonas,
wie ich erwähnte, habe ich mich bei meinen Ausführungen auf Lennert berufen, der wiederum seine Charakteristika auf den deutschen Sprachraum festlegt.
Hast Du genauere Informationen, in welchem Raum der “traditionelle Rundschild” auch im 13. Jh. noch verbreitet war?
Sollte dies für D gelten, so bin ich für Deine Ergänzung natürlich dankbar. Ich behaupte nicht, alles zu wissen - und das tut auch der angesprochene Herr Lennert nicht.
Schönes Wochenende
Timo

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Eintrag #120 vom 26. Sep. 2002 15:04 Uhr Thomas Franz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schildbau Wikinger

Hallo,
kann mir bitte wer raten welchen Durchmesser ein Rundschild der Wikinger hatte? Materialien habe ich zusammen, nu haperts nur noch an nem Maß.
Vielen Dank, Thom
Thom

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Eintrag #121 vom 14. Nov. 2002 07:30 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Der mittelalterliche Reiterschild von Jan Kohlmorgen

Der mittelalterliche Reiterschild von Jan Kohlmorgen
Historische Entwicklung von 975 bis 1350 & Anleitung zum Bau eines kampftauglichen Schildes
Karfunkelverlag
Ganz frisch auf dem Markt. Hat da schon mal jemand reingeschaut und kann sagen, ob sich die Anschaffung lohnt (auch wenn man z.B. mit Vornamen Lutz und mit Nachnamen Schmidt heißt :-) ). Habe keine Lust mir das Büchlein auf Verdacht zu kaufen, denn ehrlich gesagt schreckt mich “Anleitung zum Bau eines kampftauglichen Schildes” etwas ab. Deswegen würde ich mich über eine Kurzkritik freuen. Kennt jemand den Autor?
Gruß
Joachim

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Eintrag #122 vom 14. Nov. 2002 11:03 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Noch nicht gelesen.

Hallo Joachim,
das Buch hab ich noch nicht gelesen,
Aber vieleicht hilft das weiter:
www.dignitas-equestris.de/deq/schildhist.html
Hohenecker

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Eintrag #123 vom 14. Nov. 2002 15:47 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht jo, kenn ich...

Moin,
ich kenne Jan persönlich.
Ich habe ins Buch zwar noch nicht reingeschaut, weis aber das ziemlich viel Recherche drin steckt.
Jan hat z.B. die Marburger Schilde persönlich Untersucht und sogar einige neue Erkenntnisse z.B. bezüglich der Schildfesseln bzw. einer zusätzlichen Schildaufhängung zu Tage gefördert. Er geht auch bezüglich der unterscheidlichen Verbindungs- /Verleimungsarten (Kantenanschrägungen, z.T. Dübelungen) in Detail. Die Bauanleitungen betreffen u.a. auch den Nachbau eines Marburger Schildes im Schritt-für-Schritt-Verfahren. Jan hat dafür nur die nachgewiesenen Materialien verwandt (Lindenholz, Knochenleim (frische) Rohhaut beidseitig, Kreidegrund inkl. Engobage-Technik), etc.).
Bei dem bereits unten genannten Link ist besonders die Rubrik Waffen; Entwicklung des Schildes zu erwähnen, da nimmt er schon mal auf das Buch Bezug.
Pax, Timm

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Eintrag #124 vom 14. Nov. 2002 15:48 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag

…ach so, das Buch kommt Mitte Dezember raus.
Pax, Timm

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Eintrag #125 vom 15. Nov. 2002 07:31 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke

Hört sich ja, trotz des irreführenden Untertitels, gut an.
Danke für die Info!
Joachim

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Eintrag #126 vom 20. Nov. 2002 20:17 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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HI
@ Joachim, das hört sich ja fast so an als hätt ich’s nicht nötig noch was Neues kennenzulernen!? ;Op
Ich hab mir die Homepage von Jan mal angeschaut auf die Martin hingewiesen hat: sieht nicht schlecht aus!
Wenn in dem Buch noch ein paar Infos mehr drin sind, (was ich mal so vorraussetze ;O) ; z.B.: Wo die Schilde jeweils ausgestellt sind, und eine etwas detailiertere Beschreibung ihres jeweiligen Aufbaues ,welches der auf der HP nur aufgezählten Materialien für was genau, und wo verwendet wurde etc.) dann lohnt sich der Kauf des Buches bestimmt!
Auch mich schreckt eigentlich nur der Untertitel “Anleitung zum Bau eines ‘kampftauglichen’ Schildes” , denn der hört sich so nach dem üblichen:
“Nimm Sperrholz, leim Leinwand drauf, bemal es bunt und lass dir das Ding von Flachstahldebilen zu Spänen kloppen”
an. (Jaja, iss eine etwas _sehr_ verkürzte Wiedergabe üblicher Schildbastelei… ;O)… schon gut! )
Allerdings glaub ich nach Dem, was ich auf der HP gesehen hab, dass auch die Bauanleitung doch einem etwas _höheren_ Anspruch genügen wird! ;O)
Ich werd’s mir mal anschauen… (und evtl. kaufen @ Joachim ;O))
Grüße
Lutz

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Eintrag #127 vom 04. Dez. 2002 18:17 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildkrümmung??

Hallo Leute
Ich werde mir das Buch warscheinlich eh kaufen, bzw zum Geburtstag schenken lassen!? Aber ich habe da mal eine Frage?
Waren die auf der Internetseite genannten Schilde nicht Prunkschilde? Sie sind reich verziert um den Besitzer oder die Persönlichkeit zu Repräsentieren. Sind sie gekrümmt oder nur flach. Waren sie auch für den Gebrauch bestimmt oder nur zum zeigen???
Gibt es infos über die Krümmung von Gebrauchsschilden? Ich kenne ein paar Abbildungen wo man Krümmung sieht, aber gibt es da was besonderes zu beachten wenn man so was nachbaut, was die Krümmung betrifft.
Danke schon mal im Vorraus
Thomas

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Eintrag #128 vom 04. Dez. 2002 22:04 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Details

Hi Thomas,
die Schilde sind alle gekrümmt soweit ich weiß,
der Seedorfschild (Brienzer Schild) und einige der Marburger Schilde sind es aber auf jeden Fall.
Der Seedorferschild wurde sehr wahrscheinlich auch im Kampf benutzt, er hat einige eindeutige Hiebscharten.
Sicher hatten sie meist auch repräsentativen Charakter, es handelt sich meist um Funeral-Schilde, sie wurden also in Kirchen über der Grabstätte aufgehängt.
ßber den genauen Grad der Biegung kann ich leider noch nichts genaues sagen, aber ich gehe davon aus, das Jan im Buch darauf eingeht.
Es wird allerdings schwer sein zu bestimmen, ob es sich um die original Krümmung handelt, oder ob sich die Schilde im Laufe der Jahrhunderte verzogen haben oder platt gedrückt wurden.
Pax, Timm

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Eintrag #129 vom 20. Dez. 2002 12:11 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beriemung Kiteshild

Grüsse euch,
ich hab letztes Wochenende angefangen
ein Kite zu bauen.
Der Rohling ist auch schon fertig, das Leinen
ist aufgeklebt und hart…
Nun ist mein Problem, wie bringe ich die Lederriemen an?
Und zwar möglichst authentisch!
Da es mein erstes Kite ist, möcht ich mir natürlich extra viel zeit lassen und es besonders gut machen…
Eine Möglichkeit wäre ja das Nieten,
nur stören mich da die Beilagscheiben….
Das gilt wohl auch für die verniteten Nägel…
Ich hab mir nun überlegt,
an den 4 Kanten des Armpolsters im Abstand von 18mm je 2x 4mm Löcher zu bohren.
Durch diese kämen dann, von der Rückseiteaus, die Enden eines 4mm dicken und ca 5cm langen, U-förmig gebogenen Metallstabes.
Auf der Vorderseite kämen dann eine Blechplatte drauf, danach werden die Enden vernietet.
Nun hätte ich auf der Schildinnenseite 4 ßsen, an denen ich die Beriemung festnähen kann.
Die Vorderseite würde dann noch mit einer 2. Lage Leinen abgeklebt.
Was meint Ihr, ist das eine brauchbare Vorgehensweise?
Oder hat wer Alternativvorschläge?
Gruss,
Walter

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Eintrag #130 vom 20. Dez. 2002 19:02 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beriemung.... Authentisch.... Vorgehensweise?!?!

Hi Walter,
‘Nun ist mein Problem, wie bringe ich die Lederriemen an? Und zwar möglichst authentisch!’
Authentisch, Aha! (weiteres siehe unten…)
‘Da es mein erstes Kite ist, möcht ich mir natürlich extra viel zeit lassen und es besonders gut machen…’
Sehr löblich ;O)
‘Eine Möglichkeit wäre ja das Nieten,
nur stören mich da die Beilagscheiben….’
Nieten ist _nicht_ Authentisch’
‘Das gilt wohl auch für die verniteten Nägel…’
_Das_ mit den Nägeln _ist_ Authentisch (durchnageln, außen umbiegen und in den Schild zurückschlagen!), aber ohne Unterlegscheiben! (Schmiedenägel haben Köpfe die groß genug sind, aber die gibt’s halt eher selten bei Obi!)
‘Ich hab mir nun überlegt,
an den 4 Kanten des Armpolsters im Abstand von 18mm je 2x 4mm Löcher zu bohren….Blechplatte drauf, danach werden die Enden vernietet.’
Wie kommst du auf _diese_ Bauweise, wenn du es _Authentisch_ machen willst??!?!?
Es gibt so was ähnliches bei Pavesen (Schilde des 15. Jh). Dort wird ein kleiner Bügel der zwei nagelartige Spitzen hat von innen durch den Schildkörper geschlagen, und die Spitzen außen umgebogen und in den Schildkörper zurückgetrieben.
‘Nun hätte ich auf der Schildinnenseite 4 ßsen, an denen ich die Beriemung festnähen kann.’
Ja, so ähnlich, jedoch nicht festgenäht, sondern der Riemen mit sich selbst verflochten…. (genaue Beschreibung kannste per Mail kriegen…)
‘Die Vorderseite würde dann noch mit einer 2. Lage Leinen abgeklebt.’
Wozu die 2. Lage?? auf allen Pavesen die ich kenne die diese Bauweise haben sieht man außen die Nägel, warum soll das bei Schilden früher anders gewesen sein.
Allerdings sind diese Vergleiche mit Pavesen nicht besonders glücklich, denn die stammen aus einer ein paar Hundert Jahre späteren Zeit, und solche Rückschlüsse haben _NIX_ mit authentisch zu tun!
Wie die Beriemung bei einem Dreieckschild wirklich ausgesehen hat, weiß ich nicht, (meine Darstellungszeit ist eben mehr das 15.Jh) aber ich vermute dass es so ähnlich wie bei den Pavesen (die ja die Nachfolger dieser Schilde waren) gemacht wurde. Ansonsten schau dir einfach mal die Originale an, bzw. das Buch das in dem Thread in früheren Einträgen genannt wurde! Da sollte das drinstehen!
‘Was meint Ihr, ist das eine brauchbare Vorgehensweise?’
Nein Walter, tut mi leid das so hart sagen zu müssen: _Das_ist_keine_brauchbare_Vorgehensweise_!!!
Wenn du es _Authentisch_ machen willst, dann kannst du nicht sagen: ‘Ach, das gefällt mir so nicht’…. oder: ‘Dann mach ich es so oder so’
_NEIN_ dann mußt du dich mit Recherche befassen, nachschauen ob und wo es Originale gibt, diese ansehen, den Konservator im Museum befragen, Bücher und Veröffentlichungen studieren und rausfinden wie es wirklich war!
_Und_ du mußt es dann auch genau so machen wie es war, damit du es authentisch nennen kannst, also nicht mitHilfsmitteln aus dem allseits so beliebten Warensortiment von Obi und Co.
Lutz

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Eintrag #131 vom 20. Dez. 2002 20:34 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Thx

Hallo Lutz und Danke für die Antwort,
deine Antwort muss dir nicht leid tun,
schliesslich hast du mich vor nem Fehler bewahrt…
Nieten ist nicht authentisch?
Generell nicht, oder nur für die Beriemung? Ich kann mich erinnern, das zumindest für Schildbuckel Nieten verwendet wurden, oder ist das ein Trugschluss und es wurden die von dir erwähnten Nägel verwendet?
Apropo Nägel, mit vernieteten Nägeln meinte ich die von dir beschriebenen Nägel, nur halt wie eine Niete flachgeklopft…
Auf die beschriebene bauweise kam ich, bitte nicht hauen, nur durch die ßberlegung, dass es um 1000 machbar gewesen wäre, praktisch wäre, und mit meinen bescheidenen Mitteln realisierbar ist…
Die 2. Lage Leinen hat 2 Gründe…
Erstens eine festere Oberfläche und zweitens sind die Platzkapazitäten unserer Gruppe arg begrenzt, daher hätte ich Angst, dass die blanken Eisenteile Ausrüstung oder Fahrzeug eines Gruppenmitglieds beschädigt…
Orginale würd ich saugern studieren, nur gibts da das Handicap, dass das Ger. Nationalmuseum (afaik)keine Kites in Ihrem Besitz hat, und alles andere mangels Auto erstmal zu weit weg ist…
Was ich sonst in Büchern fand war nicht sehr aufschlussreich, da meist nur die Frontseite zu sehen war,
oder auf der Rückseite die Köpfe von
Nieten/Nägeln…
Weist du etwas über eine Befestigung mittels umgeschlagener Nägel, die von der Vorderseite aus eingeschlagen wurden?
Meine Frage rührt daher, dass auf dem Teppich von Bayeaux runde Köpfe von Nieten/Nägeln abgebildet sind, die auf der Vorderseite so
angebracht sind, dass sie genau den Bereich der Beriemung abdecken…
So oder so werde ich erstmal den Schmied meines Vertrauens kontaktieren, Nägel bestellen und
die Methode die du beschrieben hast an einem älteren Schild ausprobieren …
In diesem Sinne nochmals Danke
und ein Gruss aus Franken,
Grimar

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Eintrag #132 vom 21. Dez. 2002 09:35 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Walter,
Mir tut meine Antwort nicht leid, sonst hätte ich nix geschrieben, ich wollte dir nur nicht allzusehr ‘auf den Schlips treten’! ;O)
Vernieten (ob’s nun Nieten oder Nägel sind) geht nicht wirklich gut, denn der Schildkörper war ja aus Massivholz, und das würde spalten wenn du den Nietschaft zusammenstauchst (der bekommt nicht nur ein Köpfchen, sondern wird auch dicker beim Vernieten)
Ich vermute dass die Schildbuckel ebenfalls aufgenagelt und verkrampt (Nägel umgeschlagen) wurden. (von außen nach innen)
Wenn du die Blechplatte wegläßt, und Nagelartige Bügel verwendest ist es, wie ich bereits sagte, eine Bauweise die es zumindest im 15. Jh gab.
Die 2. Lage Leinen kenne ich nicht von Originalen, die Nägel werden 1. zurückgeschlagen, und 2. mit der Bemalung (Kreidegrund trägt ganz schön dick auf) überdeckt, da schaut nix mehr raus was irgendwie etwas beschädigen könnte.
Das GNM hat aber Pavesen (OK, ist nicht die richtige Zeit) wo du dir zumindest mal einen Eindruck von der Verarbeitung solcher Gegenstände im Mittelalter verschaffen kannst.
Ansonsten findest du Originale im Schweizer Landesmuseum Zürich (Ch), oder eben in Marburg auf dem Schloss.
Wenn du in den Büchern bisher nix befriedigendes gefunden hast, dann solltest du eben noch mehr in Büchern suchen, dann findest du sicher auch noch was brauchbares!
Nägel von außen nach innen sollte auch funktionieren, ist nur die Frage wie dann der Riemen unter dem Nagel liegt…
Hab grad was nachgeschaut:
Bei den Erfurter Setzschilden (türblattgroße Stellwände) sind die Riemen mit riesigen Nieten von außen nach innen mit einer Unterlegscheibe (eckig _nicht_ rund!) aufgenietet! Gibt’s also doch! ;o)
Ein Setzschild aus Erfurt ist im GNM ausgestellt!
Auch wenn sie dich stören, in dem Fall sind die Unterlegscheiben “A”! allerdings sind sie aus Blech als Quadrat mit gekappten Ecken ausgeschnitten und in der Mitte gelocht, sehen also nicht aus wie Baumarkt-U-Scheiben!
Sei beim Vernieten _sehr_ vorsichtig (s.o.) und wenn du eh schon zum Schmied gehst kannst du dir welche aus weichem Eisen (St37) machen lassen die sich leicht Stauchen lassen und einen großen Kopf (wie bei einer Schloßschraube) haben; dann sollte das auch funktionieren!
Lutz

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Eintrag #133 vom 21. Dez. 2002 17:04 Uhr Urs Noetzelmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Urs Noetzelmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Alamannischer Parabolschild

Hallo Ihr!
Ich habe auch ein kleines Konstruktionsproblem:
Wie baue ich mir am besten einen alamannischen Parbolschild (also kreisrund, ca. 70 cm Durchmesser und komplett gewölbt)?
Hlorridi

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Eintrag #134 vom 21. Dez. 2002 18:05 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht konkaver Rundschild

Hi Urs,
Die häufigen Probleme bei der Konstruktion solcher Schilde entstehen durch die in der Szene gebräuchlicher, jedoch unhistorische Verwendung grosser Sperrholzplatten.
Um eine vernünftige Wölbung hinzubekommen, muss der Schild aus Planken aufgebaut sein. Diese verjüngen sich zu den Enden hin leicht. Dadurch ergibt sich automatisch die gewünschte Form.
Dass diese Prozedur verdammt aufwendig ist, ist wohl der Grund für die geringe Verbreitung geplankter Schilde in der Szene.
Alternativen sind Schilde aus mehreren Lagen geformter und miteinander vernähter Rohhaut, aowie aus spiralförmig gewickelten Weidenruten.
(Dieser Eintrag bezieht sich NICHT spezifisch auf allamanische Schilde !)
Grüsse,
Andrew

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Eintrag #135 vom 22. Dez. 2002 15:31 Uhr Urs Noetzelmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Urs Noetzelmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht verjüngte Planken

das mit den Planken bitte ich dich nocheinmal genauer zu erklären!
Laufen die Sternförmig zur Schildmitte und sind gewölbt oder wie??
Das mit den Weidenruten wäre auch ne Idee…. mir Rohaut drüber…
Hlorridi

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Eintrag #136 vom 22. Dez. 2002 18:12 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht nochmal Rundschild

Ne. Die Planken liegen nebeneinander, und verjüngen sich zu beiden Enden hin. Wenn Du jetzt die Kanten auf Stoss zueinander bringst, ergibt sich automatisch eine Wölbung. Wie die Planken genau zugeschnitten werden müssen, um die von Dir gewünschte Wölbung zu erreichen, müsstest Du zuvor mit einem Modell ermitteln.
Auch wenn ein geplankter Schild, insbesondere ein gewölbter Runder, für uns Laien in der Herstellung recht langwierig ist - ich vermute, ein aus Weide gewickelter ist noch schwieriger zu fertigen.
Grüsse,
Andrew

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Eintrag #137 vom 22. Dez. 2002 21:45 Uhr Urs Noetzelmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Urs Noetzelmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Planken

okay!! Danke!
Was würdest du für Hoöz und Materialstärken verwenden und wie würdest du das Holz biegen?
Hlorridi

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Eintrag #138 vom 08. Jan. 2003 23:39 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rundschild?

Moin!
Bin grad am Rundschild basteln.
Frage:
Gab es zusätzliche Verstärkungsstreben aus Holz oder Eisen, die auf der Front oder Rückseite aufgebracht wurden?
Wenn ja, in welcher Zeit?
Gruß, Uli

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Eintrag #139 vom 09. Jan. 2003 18:12 Uhr Urs Noetzelmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Urs Noetzelmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rundschild nach hist. Vorlage

Die flachen Rundschilde waren v.a. im Frühmittelalter und der Völkerwanderungszeit populär, und zwar in ganz Europa.
Der genau Bauplan der Schilde ist wier folgt (nach Oseberg funden, Torsberg und Niederstotzingen):
Aus gespalteten Planken (nicht gesägt) wird ein zw. 60cm und 110cm durchmessender Rundschild zusammengestetz (Planken paralell gelegt, zur Kreisform geschnitten.
Der äußeren Stabilisierung diente ein nasses Rohhaut Band, das rundherum auf die Schildkante geklebt wurde. Beim Trocknen zog sich dieses zusammen und stabilisierte so den Schildrand und die Planken durch gleichmäßigen Zug.
Die Buckel wurden in der Mitte aufgenietet oder genagelt, Die Form und Größe ist abhängig von Epoche und Region, jedoch waren die Buckel grundsätzlich recht dünn (ca 1-1,5mm).
Der Buckel war durch ein eingpasstes Bast- oder Schilfpolster (machart“China-Hut”: gezwirbelte Stränge von ca 1cm Dicke wurden Schneckenförmig aufgedreht und zusammengenäht) hinterfüttert.
Dass Griffloch war sltenst rund. Normalerweise war die eine Seite des Grifflochs rund (die, aus der die Finger rausgucken), die andere Seite (oberhalb des Griffes, wo die Hand reingsteckt wird) war rechteckig. Die rechteckige Form war so zugeschnitten, das die Hand des Trägers gestreckt gerade so durchpasste. Sobald man nun eine Faust ballt und den Griff umklammert, klemmt sich die Hand in das Griffloch, was zu einer verbesserten Kontrolle des Schildes führt.
Der Griff war teil einer langen geschmiedeten Schildfessel, die in der Mitte als Griff ausgearbeitet war, und an den Enden (auf ganzer Schildbreite) an die Planken genietet wurde.
So jetzt sollte man noch Zeichnungen einfügen können….
Hlorridi

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Eintrag #140 vom 09. Jan. 2003 19:08 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht .. und Literaturhinweise ;-)

Hallo zusammen!
Besonders spannend fände ich Hinweise auf das Buckelpolster und auf den Rohhautrand.
Dann gibt es recht neue Publikationen (2001) über Funde aus dem Moor von Illerup Adal. Band 9 + 10 befassen sich mit den Schilden. Es wurden 78 Schilde rekonstruiert. Netterweise ist in diesem Moor Holz und Eisen erhalten, Details wie Griffloch oder Anbringung von Holzgriff und eiserner Fessel kann man sich einfach anschauen, hier fehlt dann jeder Raum für Spekulationen. Leder und Textilien blieben leider nicht erhalten, so daß über evtl. ßberzüge keine sichere Aussage getroffen werden kann. Im Textband wird dann auch auf andere skandinavische und europäische Schildfunde eingegangen.
Interessant ist, daß die eiserne Schildfessel nicht zwingend über die ganze Breite geht, sondern durchaus auch kurze Fesseln funktionieren. Der Griff besteht in Illerup Adal am allerhäufigsten aus Hasel, dann Erle, dann Esche … und wird auf der Außenseite mit einer Blattverbindung in die Planken eingelegt. ßber dieser Verbindung liegt außen der Buckel. Innen greift die Fessel über Holzgriff (hier als passend gerundetes Beschläg ausgearbeitet) auf die jeweils benachbarten Planken und ist hier mit Nieten/umgeschlagenen Nägeln befestigt. Eine weitere Querverbindung der Planken liegt nicht zwingend vor. D.h., entweder waren die Leime unglaublich gut oder der Zusammenhalt wurde erst durch die Kompositwirkung mit einem ßberzug, z.B. durch dünne Rohhaut, erzielt. Die Schilde waren in Schildmitte ca. 8 mm, in der Randgegend 3-5 mm dick. Verwendete Hölzer in Illerup von 46 analysierten Garnituren: Erle (61 Bretter) Eiche (45) Linde (10) Pappel (3) Kiefer (2)
Im experimentalen Nachbau und Beschußtests wurde ein unlaminierter Schild als unbrauchbar beschrieben, ein rohhautüberzogener als besser befunden. Die auf den Brettern gefundenen Farbreste geben Hinweise darauf, daß das Holz selber bemalt war. Durch den dünnen, ölgetränkten Rohhautbezug des Experimentalschildes läßt sich die Bemalung aber trotzdem glaubwürdig erkennen.
Ilkjaer, Illerup Adal, Aarhus University Press
Am gewölbten Plankenschild, durch Abbildungen reichlich belegt, bin ich gerade dran. Wenn meine Spaltbretter endlich wieder auftauen. Biegen: einweichen und erhitzen, in überzeichneter Form fixieren. Kanten der gewünschten Gehrung entsprechend anfügen. Verleimen, Laminieren. Klingt doch ganz einfach. Der Schildmacher (scutarius) ist im capitulare de villis ( spätes 8.Jh) allerdings ein eigenständiger Beruf, der neben dem carpentarius extra erwähnt wird. So einfach kann es also auch wieder nicht sein.
Für den Grobmotoriker gäbe es noch folgende Variante: dicke Blöcke zu einer Platte mit ca. 10 cm Dicke verleimen und dann den Schild durch aushöhlen und außen weghacken herausarbeiten. Allerdings stimmt dann der radial-spaltige Faserlauf nicht mehr und das erreichen der 8 bis 3 mm erfordert sicher ein gutes Fingerspitzengefühl und innige Vertrautheit mit der Kettensäge. Dann Flex und Exzenter ranlassen .. *tüdelü*
Stefan

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Eintrag #141 vom 09. Jan. 2003 23:20 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fragen

Moin allerseits!
Ich kann mich erinnern, Abbildungen von Rundschilden gesehen zu haben, bei denen an beiden Seiten des Bucklers bandförmige eiserne Beschläge angebracht waren. Wann und wo gabs das?
An die gespaltenen Planken trau ich mich noxch nicht ran, ich nehm für Version 1 erstmal 10mm Sperrholz, Sackleinen und Knochenleim.
Der Sperrholzrohling wurde unauthentischerweise am Rand mit Bandeisen versehen, um im Kampfeinsatz niemand zu gefährden. Macht aber nichts, da der Rand später sowieso mit Rohhaut bezogen wird.
Kann ich den Griff mit vorne eingeschlagenen Nägeln festkrampen?
Welche Art von Rundschilden wurde eigentlich im 13. Jh. verwendet?
Um noch etwas Input zu bringen:
Knochenleim kriegt man am einfachsten im Künstlerbedarf. 1kg ca. 10-.
Die Ansatzempfehlung für die normale Empfehlung (z.B. leimbeschichtung von Rahmen zum Aufbringen von Blattgold) lautet ca. 70g auf 1l Wasser. 24 Stunden ziehen lassen und dann im Wasserbad (unbedingt beachten!) auf ca. 50°C erhitzen, dann löst sich der Leim sauber. Wenn keine Klümpchen mehr vorhanden sind ist der Leim fertig zum auftragen. Zum Stoftränken würde ich die Leimmenge im 3. Arbeitsgang erhöhen. Spart entschieden Zeit wenn man den Stoff ordentlich beschichten will.
Empfehlung:
vor dem Festkleben Stoff oder Leder mit Reißzwecken auf dem Rohling festpinnen. Mit dünn angesetzem Leim Stoff/ Rohleder und Holz tränken damit eine gute Basisverbindung entsteht. Sind diese 2 Schichten durchgetrocknet, kann mit dicker angesetztem Leim weitergemacht werden bis das Material komplett durchtränkt ist und sich eine feste glänzende und knochenharte Oberfläche bildet.
Am Schildrand kann es Probleme geben, den Stoff sauber anzubringen. Die Lösung ist auch hier wieder: ordentlich festpinnen und leimen. Das Angenehme bei Knocchenleim ist, das sich der Kram mit etwas warmen Wasser wieder aufweichen lässt.
Zur Farbgebung werde ich wohl wie unten schon erwähnt Champagnerkreide verwenden. Was mir Sorgen macht ist die mangelnde Wasserfestigkeit des Leims. Hat da jemand ein Patentrezept? Ist es möglich die Deckschicht mit ßl zu behandeln? Möchte nicht unbedingt auf Klarlack ausweichen.
Es gibt übrigens noch verschiedene Hautleime im Künstlerbedarf, die wohl elastischer sind als Knochenleim. Hat damit jemand Erfahrung?
@Stefan:
“Wenn meine Spaltbretter endlich

                    wieder auftauen."

Das ist wohl die beste Ausrede für ”wenn ich im Winter Zeit hab." :-)
Was geöltes Rohleder angeht- macht es nicht mehr Sinn, das Leder nicht zu ölen damit es mit dem Leim zusammen hart wird?
gruß, uli

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Eintrag #142 vom 10. Jan. 2003 10:20 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Die Leime...

hallo Uli, Hallo Alle
Just im Moment bastle ich an einer neuen Variante von Schwertscheide, bei der ich ebenfalls mit Kreidegrund und Glutinleimen arbeite. ich habe da auch bei den “alten” Modellen schon einiges an Erfahrung sammeln können:
Hasenleim bleibt deutlich elastischer, als Knochenleim. Restauratoren arbeiten oft mit einer Mischung Knochen / Hasenleim 60 : 40. Ist sicherlich gut zum Leimen von Holz.
Für meine Scheiden verwende ich Hasenleim pur, soll nämlich elastisch bleiben. Bei Schilden würde ich evtl. mischen, da Knochenleim allein schon sehr spröde ist.
Anrühren:
Der Leim löst sich deutlich schneller, als angegeben. Gebt ihn gleich ins warme Wasser (o.k., vorher qellen lassen schadet nicht) und dann ab ins Wasserbad (am besten mit Thermometer: bei meinem Herd ist Stufe 1/2 zu wenig und Stufe 1 zuviel). nach etwa einer halben bis ganzen Stunde und gelegentlichem Rühren ist die Mischung fertig, d.h. ohne Klümpchen und ungelöste Bestandteile.
Auftragen:
ich würde empfehlen, den Schildrohling vor dem Bespannen mit Leim zu grundieren. Der muß auch nicht ganz trocknen! es geht dabei darum, sich die Arbeit etwas zu erleichtern.
Dann den Stoff drüberziehen und dann wieder Leimen. Grundiert man nicht, besteht immer die Gefahr das, je nach Stoff, der Leim nicht ganz durchzieht! das kann dann später “Blasen” geben. ich rühre den Leim deshalb auch immer sehr dünn an (etwa wie Tapetenkleister bzw etwas dünner), damit er leicht durchzieht!
Kräftiges Reiben von Hand (igitt) oder mit einem geeigneten Stück Holz hilft!
Die Folgende Schicht / Schichten können wieder dicker sein. Das ergibt sich übrigens von selbst: Aus dem warmen Leim verdunstet ständig Wasser, so das er immer dicker wird! Evtl. muß man sogar ab und zu wieder mit (warmem) Wasser verdünnen.
Rand:
Ebenfalls etwas grundieren mit Leim (Stück für Stück).
Die Bespannung deutlich größer zuschneiden, damit man etwas zum anpacken hat. dann über den grundierten Rand ziehen, gleich wieder mit Leim einstreichen und eine Weile festhalten. Evtl. kann man auch von hinten mit kleinen Nägeln, die nicht ganz eingeschlagen werden, fixieren.
So arbeitet man sich nach und nach um den Ganzen Schild.
Nach einem Tag Trocknen kann man den ßberstehenden Rest mit einem Teppigmesser exterem passgenau abschneiden.
Kreidegrund:
…Trägt viel dicker auf, als reiner Leim! man braucht also nicht so lange.
Einfach mit dem Pinsel gleichmäßig auftragen.
Das Mischungsverhältnis leim / Kreide kann man gut ausprobieren. Ich nehme immer einen recht dünnen Leim und soviel Kreide, das er nur etwas dicker wird. Das lässt sich besser verteilen, als wenn an gleich dick aufträgt und trocknet schneller. Die Deckkraft ist übrigens enorm!
Nach dem Trocknen (am besten über Nacht. Vorsicht: nicht ZU NAH an der heizung: HEIßleim!)
Kann man die ganze Fläche mit Schmirgelpapier und Schleifklotz glätten (korn 80 für Vorschliff, 240 oder feiner für später. Faule können auch Vatis Schwingschleifer nehmen…)
nach dem Zwischenschliff evtl. nochmal dünn Kreidegrund auftragen und trocknen lassen, das beseitigt letzte unebenheiten.
Ein so gefertigter Schild sieht aus, als wäre er aus Gips und schreit geradezu nach einer Bemalung!
Vom Schwertscheidenbau her kann ich euch sagen, das die leim / Textilfaser / Kreidkombination fast unkaputtbar ist!
ßhnlichkeiten mit modernen Verbundwerkstoffen wie Kohle- oder Glasfaser wären rein zufällig…
Bemalung:
Wendet Euch vertrauensvoll wegen allen Materialien (Leim, Farben, Lacke, Info´s!) an die www.kremer-pigmente.com
Die haben alles!!!
Außerdem müßten die auch genau wissen, mit was man dauerhaft auf Kreidegrund malt, wie man das fixiert und was für Lacke sich als überzug eignen UND jetzt kommts, welche Lacke und Farben man wann verwendet hat!
Wenn´s jemand rausgefunden hat, eine Bitte: Gleich hier posten, ich habe spätestens heute abend genau das besagte Problem mit Bemalung und Lack.
Euer Arno

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Eintrag #143 vom 10. Jan. 2003 15:54 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aha!

Moin Arno!
Kannst Du den Kreidegrund nicht mit Pigmenten einfärben? Bei BOESNER gibts unter Pigmente nicht nur Champagnerkreide sondern auch noch reichlich buntische Pigmente. Welche davon A sind und wie sie damals hegestellt wurden müsste jemand chemisch versierteres erklären.
gruß, uli

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Eintrag #144 vom 10. Jan. 2003 18:00 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Färben von Kreidegrund

Hallo Uli
Sollte absolut kein Problem sein, den Kreidegrund farblich “anzupassen”.
Als Pigment kommt da fast alles in Frage, was nicht akut synthetisch ist und den Leim nicht angreift.
Die leinen / Kreidegrundkombination “zieht” (schrumpft)übrigens dermaßen stark, das jetzt kein Schwert mehr in die Scheide passt…
Bei einem Schild absolut erwünscht! das spart womöglich die lästige Rohhaut!
Euer Arno

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Eintrag #145 vom 10. Jan. 2003 18:10 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Scheide - OT

Hi Arno
Hab ich das richtig verstanden - Du hast die Scheide nur aus Leinen/Kreidegrund gemacht - oder hast Du das alles über eine Holzscheide gezogen, die es nun “zerdrückt” hat ?
ciao Bernd

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Eintrag #146 vom 12. Jan. 2003 20:33 Uhr Tom Hartel   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht suche informationen

Hallo,
wäre dankbar für jede information (links,bücher, fotos, tutorials etc) rund um den schildbau. betrifft vor allem infos zu wie wurden schilder damals hergestellt, welche möglichkeiten hat man heute, form und größe (vielleicht zeitliche tabellen wenn jmd. hat), bemalung, material etc.
habe schon einige anleitungen im netz gefunden, hätte aber gerne ein schild mit fundiertem historischen background (Quelle?)
Hab hier im forum mal was von “nem alten schild thread” gelesen, aber keinen gesehen. wurde wohl gelöscht oder so.
danke schon mal
Tom
Thomas Hartel

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Eintrag #147 vom 12. Jan. 2003 21:49 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildfessel

Moin!
Muß eigentlich die Schildfessel zwingend aus Eisen sein? Gibts dafür Technische Gründe?
Oder haben sich Schilde mit hölzerner Fessel einfach nicht erhalten?
gruß, uli

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Eintrag #148 vom 12. Jan. 2003 23:35 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht fesselnd

Hi.
So wie ich die Konstruktion dank der Illerup-Publikationen jetzt verstehe, ist der eigentliche Griff aus Holz. Das, was unter der Bezeichnung “Fessel” als eiserner ßberrest ausgegraben wird, ist “nur” ein Gegenbeschlag, ein konstruktives Element. Ein Ganzmetallgriff ist m.E. nicht das korrekte Verständnis von “Schildfessel”.
Funde: die meisten frühmittelalterlichen Funde stammen aus Grabbeigaben. Daß Holzgegenstände erhalten sind, ist sehr selten. Meistens führt der Fund eines Schildbuckels zur Annahme, es wäre ein Schild beigegeben worden*. Es gibt sicher Funde, bei denen der Buckel der einzige Anhaltspunkt für einen Schild ist. Ob das heißt, die eiserne Fessel wurde einfach nicht gefunden, ist wegkorrodiert, ihre ßberreste wurden nicht als Schildbestandteil erkannt … oder ob sie schlicht nicht notwendig zu einem Schild gehört hat, bleibt uns nur hypothetisch zu erklären.
Gesetzt der Fall, es hätte einen Schildtyp nur aus organischen Bestandteilen gegeben, der Buckel etwa aus Holz geschnitten oder gedrechselt, dann wäre der Schild in der Regel gar nicht erhalten. Wir können nur beschreiben, was beigegeben wurde, aber nicht das, was nicht beigegeben wurde. Eine Aussage “ bei den 10 Gräbern wurden 4 Männer mit Schilden begraben” ist nicht korrekt. Es darf nur heißen “wurden bei 4 Gräbern Reste von Schilden gefunden”. Haarspalterei? :-)
Für unser Hobby, das im Prinzip aus Funden und Hypothesen eine möglichst wahrscheinliche Welt rekonstruieren möchte, würde ich einfach davon ausgehen, daß ein Schild im besten Fall mit metallenem Buckel, Fessel, Rand und Zierbeschlägen ausgestattet war, im schlechtesten Fall ein hölzerner Topfdeckel. (Aber auch der “a”) *g* Und es möge also legitim sein, einen seiner übrigen Ausstattung entsprechenden Schild zu bauen. Silberne Fibeln und hoch zu Roß verträgt sich schlecht mit Topfdeckel und Nudelholz als Bewaffnung, eiserne Buckel sind weitverbreitet, Randbeschläge aus Metall eher selten. Die Funktion des Fesselbeschlags, nämlich den Schild zwischen Griffholz und Blech einzuzwingen, also die offene Verblattung des Griffs auf der Schildaußenseite innen abzuschließen, ist ziemlich sinnvoll. Aber ein Ersatz in Form eines doppelten Holzgriffs, bei dem eine Leiste die Fesselfunktion übernimmt, läßt sich sicher auch machen. Wenn Du Dich entschließt,Dich streng an ein bestimmtes Grabinventar zu halten, in diesem aber nur ein Buckel gefunden wurde, dann müßtest Du einen solchen Weg gehen. Der Schild ist dann vielleicht nur ein Opel Corsa und kein Golf IV, sozusagen. Und die Komplettausstattung wäre dann der Daimler oder BMW, die Fürstenvariante in Gold und Silber eben ein Rolls Royce. *g* Und egal, was Du für angemessen hältst, solange Du versuchst, eine “a” Bauweise nachzubauen und bei allen Details versuchst, es mit belegten oder wenigstens wahrscheinlichen Methoden zu lösen, ist Dein Schild so oder so einsame Spitzenklasse.
Und bei Pappelsperrholz, Industriebuckel und Besenstiel als Griff, da kannst Du eine Fessel auch mit grauer Plakafarbe draufmalen, wenn so alles stabil genug ist. Wenn diese detailgetreu gemalt ist, finde ich das sogar respektabler als ein im Prinzip falsches draufgenageltes Blechstück. Ehrlich. Ein Bild von der Geschichte kann durchaus einfach ein Bild sein. Ein aufwendig geschmiedetes Phantasieteil aber leider nur ein Zerrbild.
* es könnte aber auch nur ein Schildbuckel mitgegeben worden sein. Oder es war als Nachttopf gedacht, für die lange Reise im Liegen. *haha*
Symbolische drei Pfeilspitzen: Wurden Pfeile mitgegeben? Auch ein Bogen? Oder eben nur drei extra für solche Zwecke hergestellte Spitzen?
;-)
Technische Gründe: wenn eine lange Fessel den Plankenverband zusammenhalten soll, also einer Zugbelastung standhalten soll, dann ist Eisen das bessere Material als Holz, will heißen, ein Eisenband kann wesentlich dünner sein als eine Holzleiste, um den selben Zug auszuhalten. Wenn es dagegen um Biegesteifigkeit und Rückstellvermögen geht, ist Holz dem Eisen wiederum überlegen. Im Verbund werden die Vorteile kombiniert.
Grüße,
Stefan,

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Eintrag #149 vom 13. Jan. 2003 08:46 Uhr Heiko Unbehaun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Unbehaun eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildbau um 1250

@ Tom
Ich hab´s zwar selbst noch nicht, aber schau doch mal in das oben schon erwähnte Buch “Der mittelalterliche Reiterschild” von Jan Kohlmorgen ISBN 3-935616-10-4 erschienen 2002 im Karfunkel Verlag, Wald-Michelbach. Bestellen kannst Du das Buch z.B. über www.karfunkel.de . Hat jemand das Buch schon gekauft und kann sagen ob sich eine Anschaffung lohnt? Klingen tuts ganz vielversprechend. Tom, ich beginne gerade an einem Fussgängerschild für unseren Darstellungszeitraum (1220-1250) zu basteln. Bei Interesse, mail mich doch einfach mal an.
Heiko Unbehaun - Die Reisecen e.V.-

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Eintrag #150 vom 13. Jan. 2003 16:32 Uhr Henry Skodell   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Rohhaut ik hör dir trapsen

So, viel geredet! Aber hat jetzt einer einen Beleg für den Rohautrand und wie er befestigt wurde? Dann auf den Tisch damit!
Und bitte aus Europa. Sonst kommt mir der Andrew wieder mit ner Sache 2000km ostlich des Ural (vermutlich krildisch).
Danke Henry
www.reenactment.de

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Eintrag #151 vom 13. Jan. 2003 17:09 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bernd
Das war natürlich eine Holzscheide, die´s zugedrückt hat…
Euer Arno

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Eintrag #152 vom 13. Jan. 2003 19:13 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Ey Henry,
Du bist mir vieleicht ein Undankbarer…
;)
Andrew

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Eintrag #153 vom 13. Jan. 2003 19:19 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Buch

Moin,
ich habe inzwischen das Buch und bin sehr zufrieden damit! Gute Fakts, insbesondere die Beschreibung der erhaltenen Originale, und gute Praxistips. Wie historisch belegt man dann baut, ist jedem selbst überlassen.
Es handelt sich nicht um eine rein wissenschaftliches Werk, sondern auch um ein sehr gut anwendbares Praxis-Buch.
Pax, Timm

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Eintrag #154 vom 14. Jan. 2003 13:59 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildfessel

Moin!
Also, ich hab im Museum ßberreste eine Frümi Rundschildes eines Franken gesehen, bei dem die eiserne Schildfessel als Griff ausgeformt war, auch wenn dieser nicht besonders ergonomisch aussah, da das Eisen am Griffstücke einfach U-förmig hochgebogen war. Sah nicht bequem aus, aber vielleicht wurde es ja noch gepolstert?
gruß, uli

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Eintrag #155 vom 14. Jan. 2003 14:50 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Randverstärkung

Hallo Henry,
in Birka (Grab Bj850, 10. Jhdt.) sind metallene Krampen gefunden worden. Diese waren mit einigem Abstand zueinander über eine lederne Randverstärkung gesetzt und vernietet worden.
Grüße, Bernd

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Eintrag #156 vom 14. Jan. 2003 17:33 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Uli!
Jawohl ausgepolstert. Und zwar mit einem hölzernen Griff. *g*
Der Eisenbeschlag ist selbstverständlich ergonomisch ausgeformt. Du wirst jede Menge Fesselbschläge finden, die dieses offene U-Profil im Querschnitt haben. Des ghört so. Ich mail Dir heute nacht ein paar Scans die alle Fragen beantworten dürften bzgl. Griffkonstruktion klären dürften.
Bis dann,
Stefan,

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Eintrag #157 vom 09. Mai. 2003 13:01 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Unsitte oder Belegbar?

Momentan kommen die aus Weiden geflochtenen Rundschilde in Mode,
wie gesehen in Brunssum und Freienfels.
(Ich bin auch schon fleißig am flechten)
Sind diese nun belegt? Praktisch sind sie, weil leicht und doch recht robust, aber im Boden wird wohl nicht viel davon über bleiben.
Soweit ich weiß hat sie Tacitus in Zusammenhang mit den Reisen des Germanicus in den Annalen erwähnt, was natürlich ins frühe erste Jahrhundert fällt.
Aus Afrika weiß ich, das einige Stämme diese noch traditionell benutzen (nicht als Rundschild).
Selbst die holländische Polizei verwendet sie heute noch bei
Demos( gesehen im Fernsehen bei einer deutsch/holländischen Polizeiübung)!
Aber kann jemand einen Beleg für die Zeit um 1000 bieten, als
billige Alternative für einen bäuerlichen Kämpfer??
Gruß
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #158 vom 09. Mai. 2003 13:31 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Türkenkriege

Hallo Sascha,
auch aus den Türkenkriegen sind geflochtene Schilde belegt, z.B. kann man auf Schloß Ambras/Tirol die Ausstattung eines Sipahi (Reiter, 2. Hälfte 17. Jhdt.) bewundern. Oder auf unserer Homepage www.piscis-gallicus.de in der Rubrik Museen bei Schloß Ambras.
Der Schild scheint gewickelt und vernäht zu sein, dann bemalt. Also eine etwas andere Herstellungsweise als die geflochtene und mit Rohhaut bespannte Version.
Nungut, der Beleg ist deutlich nach 1000….
Gruß
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #160 vom 09. Mai. 2003 14:35 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht .

Hi Sascha,
Mal wieder in einem für Euch eher exotischen Zusammenhang:
der immer wieder gern angeführte al-Tartursi (ßgypten, spätes 12.Jhd.AD) beschreibt Rundschilde, aus Weide (oder Rohrgewächs?) gewickelt, und mit Baumwolle zusammengebunden.
In späterer Zeit kommen natürlich die osmanischen Rundschilde, von denen sich aj glücklicherweise genügend Exemplare erhalten haben.
Wichtig ist aber (wie Ameli richtig festgestellt hat), dass die Dinger spiralförmig gewickelt sind. Also NICHT geflochten im eigentlichen Sinne.
Grüße,
Andrew

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Eintrag #161 vom 27. Mai. 2003 19:01 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildbau die zweite

Moin!
Mein Rundschild ist nunmehr fertig, daher wie versprochen, der zweite Teil des Baues.
Das Schild besteht aus einer runden, nicht gebogenen Sperrholzscheibe von ca 8 mm Stärke aus dem Baumarkt (muit etwas mehr Erfahrung und dem Erwerb eines Hobels were ich mich daran machen, ein Schild aus einzelnen Leisten zu bauen).
Bespannt ist es mit einer Lage handelsüblichen Sackleinens (war gerade zur Hand), womit schon das erste A Problem auftritt: nicht nur, das es keine Kartoffelsäcke gab, deren Gewebe ist relativ Grobmaschig, so das recht große Mengen von Knochenleim und Champagnerkreide zum Füllen der Struktur verwendet werden müssen. Das macht das Schild relativ schwer.
Verwendet man stattdessen wie bei Originalfunden starken Leinenstoff oder Rohhaut lässt sich eine fiberglasartige Beschichtung herstellen, die leicht und solide ist (werde ich demnächst ausprobieren).
Knochenleim lässt sich leicht in unterschiedlichen Stärlen von sehr dünnflüssig zum Tränken von Leder oder Stoff bis gallertartig zum schnellen füllen von unebenen Flächen ansetzen.
Der Ansatz des Kreidegrundes (Champagnerkreide in Knochenleim) erwies sich als absolut unproblematisch: Knochenleim erwärmen, Kreidepulver einrühren bis ungefähr die Konsistenz von Dispersionsfarbe erreicht ist, aufstreichen. kreidegrund lässt sixch auch steifer anstezen um damit auf dem Schild zu modellieren, hab ich aber nicht ausprobiert, da für Rundschilde nicht belegt.
Die Farbe wurde mit in Knochenleim gelösten Pigmenten aufgebracht. Auch hier ist der Ansatz unproblematisch, man sollte nur beachten, das es deckende und lasierende Pigmente gibt. Gegebenenfalls ist ein mehrmaliger Auftrag notwendig. Der weiße Kreidegrund steigert hier die Leuchtkraft des von mir verwendeten lasierenden Englischrots beträchtlich. Als zweite Farbe habe ich schwarzes Pigment, Russverkollerung, verwendet. Das ist richtig schwarz! Lästigerweise schwärzt es auch gerne dort, wo es nicht hinsoll und lässt sich dort nur widerwillig etfernen…
Nachdem der Schildkörper durchgetrocknet war wurde der Buckler befestigt. Hier reichten 4 Bohrungen und lange, mit Unterlegplättchen versehene umgekrampte Nägel. Auf die eiserne Schildfessel habe ich mangels Bauteils verzichtet und als Griff stattdessen einen soliden Eibenast verwendet, der an den Stellen, wo er auf den Schildkörper trifft abgefacht ist. Befestigt wird dieser ebenfalls mittels umgekrampter Nägel.
Der Schildrand wurde mit Rohhautstreifen geschützt, die aufgenagelt wurden. Das war weniger glibbrig als befürchtet, doch habe ich festgestellt, das die Rohhaut doch eine Stärke von ca 1-2mm haben sollte. Meine ist etwas dünn geraten. Macht aber nix, da der Schildkörper noch durch ein Bandeisen geschützt wird. Ist nich A, fördert aber die Sicherheit im Freikampf. Wichtig: Nägel Verkrampen, und zwar auf der Rückseite des Schildes, sonst wackeln sie sich los.
Als Schildgurt dient ein am Griff festgeknoteter Strick.
So, und jetzt noch ein Problem:
Wie krieg ich das Teil wasserfest?
Knochenleim hat den lästigen Nachteil, Wasserlöslich zu sein, was bedeutet: Im Regen färbt mein Schild ab und verliert einiges an Solidität. ßl ist meiner Meinung nach keine Lösung, da es sich bei Sonne ausschwitzt. Gibt es Belege für ein wasserfestes Finish? Ich würde zu Bienenwachs tendieren, allerdings ohne Beleg…
gruß, uli

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Eintrag #162 vom 28. Mai. 2003 07:30 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ich erlaube mir eine Frage

Uli,
sei mir nicht böse, aber Du investierst da relativ viel Zeit, Liebe und Mühe in etwas, von dem Du selber sagst, daß es so nicht korrekt ist.
Warum?
Ich mein jetzt gar nicht mal, daß Du Sperrholz nimmst. Aber warum faßt Du z.B. nicht den gesamten Schild in Rohhaut ein? Das erhöht Lebensdauer und Stabilität ungemein und Du kannst das blöde Bandeisen weglassen.
Bei einigen Punkten hast Du Dir echt viel Mühe gegeben, Hut ab. Das hättest Du einfach konsequent durchziehen müssen.
Gruß
Joachim

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Eintrag #163 vom 28. Mai. 2003 08:11 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Finish

Hallo Ihr
Naja, man will die Sachen ja oft lieber erst mal an was einfacherem ausprobieren… Den Blechrand hätte ich aber auch lieber gleich weggelassen. Die werden mitunter sogar zur ernsten gefahr, sobald sie mal scharfe, abstehende Schartenkanten haben.
Den Eibenholzgriff würde ich noch mit Leder bewickeln. Zumindest bei mir löst schon die bloße Berührung von Eibenholz leichte “Besoffenheit” aus. Das Taxin in der Eibe ist ein sehr starkes Nervengift.
Aber zur eigentlichen Frage:
Auch mit dem Problem des Wasserfesten ßberzuges würde ich mich vertrauensvoll an die Damen und Herren von www.kremer-pigmente.de wenden. Die beraten kompetent und kostenneutral:-)
Vorstellen könnte ich mir allerdings schon so etwas in die Richtung Leinöl (das ja aushärtet und dann vollkommen Wasserfest wird und auch nicht ausschwitzt). Leider macht das die Sache zumeist leicht gelblich. Aber ich bin wirklich sicher, da gibt es mehrere ebenso einfache wie historisch vertretbare Lösungen.
Euer Arno

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Eintrag #164 vom 30. Mai. 2003 12:28 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ßben!

Moin!
Joachim, ich bin Dir nicht böse.
Fakt ist- das ist das erste Eigenbau Rundschild, das ich gebaut habe, daher habe ich kostengünstiges Material verwendet, um mit den Eigenschaften zB des Leims vertraut zu werden
Das mit den zu dünnen Rohhautstreifen war ein Fehlgriff, ich werd mich nach besserer umschauen.
Aber ich hab viel gelernt beim Bau, unddas nächste wird konsequent gebaut, versprochen. Schilde sind eh Verbrauchsmaterial.
Was das Bandeisen angeht- man sieht es nicht, und bei meinem HM Dreiecksschild gibts seit 2 Jahren keine Probleme mit einem Rand aus Bandeisen.
Leinöl klingt nach nem Plan.
Besoffenheit durch Eibenholz? Gehtdas den Langbogenschützen auch so? :-)
gruß, uli

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Eintrag #165 vom 23. Aug. 2003 02:08 Uhr Holger Rinke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Rinke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rätsel über Rätsel

*rätsel*
Da sitze ich jetzt an meinem ersten Eigenbauschild und staune Bauklötze.
Gewölbt ist er, Zugeschnitten auch, aber wie zum Teufel bespanne ich ihn mit Leder respektive Rohhaut - und wofür brauchts das Leinen? Brauchts das überhaubt?
Ich gebs ja zu, ich bin handwerklich nicht sehr begabt :) - aber ich Rätsel noch immer darüber, ob die Rohhaut nun vernagelt/vernäht werden muß, oder ob die Verleimung schon ausreicht … denn wie gesagt, es ist ein Verbrauchsartikel - da möchte ich eher weniger, denn mehr arbeit hineinstecken.
Ich habe einen schönen authentischen Schild zum Rumzeigen, aber für die Prügeleien möchte ich den nicht nehmen, deshalb der Eigenbau.

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Eintrag #166 vom 23. Aug. 2003 12:42 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Haltbarkeit

Knochenleim drauf, beidseitig mit Leinen bespannen, Trocknen lassen, Rockhaut einweichen, mit selbiger bespannen, und den Rand legen und hinten vernageln (nach dem Trocknen, denn Rohhaut sieht sich arg zusammen und zieht dir sonst den Schild wieder gerade).
Die Haltbarkeit eines so gearbeiteten Schildes ist so gut, dass es sehr lange durchhält, weil Kompositmaterial. Ohne Leinen und Rohhaut würde es bald splittern.
Gruss, Esca

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Eintrag #167 vom 25. Aug. 2003 00:22 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nass vernageln...

So haben wirs gemacht, und es gibt der Rohhaut noch extra Festigkeit. Man darf sie vorher eben nicht zu sehr dehnen.
Aber ich habe bislang nur vom Hörensagen einen Fall kennengelernt, wo der Schild angeblich Schaden genommen hätte.
Gruß, Ivain

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Eintrag #168 vom 29. Sep. 2003 12:14 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Erfahrungswerte...

Moin!
Also, nach einewr Saison mit em selbstgebauten Rundschild stellten sich einige konstruktionsbedingte Vor und Nachteile raus.
- Rundschild ist relativ schnell zu kämpfen, schützt aber die Füsse nicht wirklich…
- Die Stahlarmierung der Schildkante hat gehalten, ist aber wegen der massiven Rohhautarmierung möglicherweise unnötig.
- Rohhaut nass vernageln ist sehr haltbar, allerdings nur, wenn die Rohhaut mindestens 2mm stark ist. Verleimen mit authentischen Leimen halte ich ob des Eigenlebens des Material für unmöglich.
- Sackleinen ist nix für den Schildbau, der Stoff ist zu lose gewebt, das Schild bekommt nicht genug Stabilität. Der grobe Stoff verschlingt jede Menge Füllmaterial um das Schuld plan zu kriegen, haltbarer wird er dadurch nicht.
- Aufgrund einiger fieser Einschläge wird die zweite Version aus mehreren Platten verleimt. Vielleicht hält das besser.
- Der mit Champagnerkreide und Knochenleim hergestellte Kreidegrund hat sich ebenso wie die Pigmentfarben als sehr brauchbar rausgestellt.
- Der Eibenholzgriff hat zu keiner Bewusstseinstrübung geführt, könnte aber auch an meinen Handschuhen liegen.
Mal einige Fragen:
Gibts Quellen, Funde, Bilder, Konstruktionsanleitungen für Infantrieschilde (auch für einfache Fussoldaten) im HMA? Es gibt ein gutes Werk über HMA Reiterschilde, aber das ist ja doch was anderes.
Gibt es Belegexemplare oder Erwähnungen von Rundschilden im HMA?
Wie siehts mit gewölbten Rundschilden aus: Wann und wo gibts da Belege für Mitteleuropa?
Hat jemand Erfahrung mit Schildbau aus einzelnen, gehobelten Latten?
gruß, uli

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Eintrag #169 vom 29. Sep. 2003 12:33 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zu einigen von Ulis Punkten..

>Verleimen mit authentischen Leimen halte
ich
>ob des Eigenlebens des Material für unmöglich.
Falsch.
Im Nürnberger Museum stehen zwei große Setzpavesen aus dem frühen 14. Jhd. Sie sind beide fast komplett (damit meine ich beidseitig) mit Rohhaut bezogen.
Da man die Schilde frei in einer von allen Seiten einsichtigen Glasvitrine ausgestellt hat, kann man die Rückseite sehr gut sehen. Die Rohhaut geht hier ebenfalls über die komplette Fläche, nur in der Mitte gibt es ein paar kleinere Stellen, die anscheinend nicht direkt mit bezogen wurden. Das stammt augenscheinlich von der Forma der Haut.
Nägel oder andere Fixierungen müßten, so sie existieren, unter der Farbschicht zu erkennen sein, was aber nicht der Fall ist.
Bleibt nur Leimen als Lösung.
Zur Rundschildfrage:
Kleine Rundschilde, also Buckler, sind nicht zu letzt aus dem I33 bekannt.
In der Manesse und der KFB gibt es auch ein paar wenige Rundschilde. www.manesse.de/cgi-bin/mndx.cgi?[…]
Im 14. kenne ich noch ovale, aber gewölbte Schilde.
Gruß, Ivain

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Eintrag #170 vom 29. Sep. 2003 12:53 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht geplankter Schild

» Hat jemand Erfahrung mit Schildbau aus einzelnen, gehobelten Latten? «
Jau, mein konvexer Rundschild ist aus massiven, verleimten Planken zusammengesetzt. Ist nun mal leider die einzige historisch richtige Möglichkeit, wenn der Schild denn tatsächlich aus Holz sein soll.
Die Herstellung ist natürlich recht aufwendig. Aber wenn man bedenkt, welche Arbeit insgesammt bei der Herstellung eines Schildes anfiel - Planken spalten, abhobeln etc. -, ist das Biegen und Anpassen der Planken imho kein allzugroßer Faktor.
Hautbespannung ist bei historischen Schilden übrigens kein Muss.
Grüße,
Andrew

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Eintrag #171 vom 29. Sep. 2003 22:02 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Klärendes:

Moin!
@Ivain:
Da hab ich mich wohl undeutlich ausgedrückt: Eine Rohhautrand am Rundschild zu vewrleimen halte ich mit historisch authentischen Leimen für unmöglich. Eine Komplettbeschichtung mit verleimter Rohhaut ist erwiesen.
@Andrew
Schönes Schild.
Ich hätte mir jetzt mehr Details zur Herstellung gewünscht. Das es möglich ist ist mir klar :-)
gruß, uli

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Eintrag #172 vom 30. Sep. 2003 09:28 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Details

Hi Uli,
Hier ein paar Details zu der Bauweise:
Ich habe die einzelnen Planken auf ca 2,5 mm Stärke heruntergehobelt. Dann an den Rändenr nach außen hin vorsichtig Material weggenommen. Wenn man die schmalen Kanten dann auf Stoß aneinander legt ergibt sich automatisch die kovexe Form. Ich habe drei Schichten davon versetzt mit Knochenleim aufeinander geleimt. Diese Schichten halten sich gegenseitig in Form.
Problem dabei: Ich bin mit nicht sicher, ob die historischen konvexen Schilde aus einer oder aus mehreren Schichten Planken bestanden. Aber ich bin gerade in Kontakt mit der Hermitage in Moskau, und hoffe, dass die mir ein paar Details zu einem frühmittelalterlichen Rundschildfund geben können.
Ich habe jedenfalls schon ein paar Pläne gemacht:
Der nächste Schild wird wohl aus einer Schicht dicker Planken bestehen, die dampfgebogen werden. Dann hält der Schild entsprechend ausschließlich durch die Verleimung der schmalen Kanten der Planken.
Grüße,
Andrew

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Eintrag #173 vom 19. Apr. 2004 19:51 Uhr Malte Settelmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Malte Settelmeier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich brauch Hilfe zum Ovalschild

Hallo, ich stelle einen Söldner auf Märkten dar, und habe einen Anderthalbhänder. Mir wurde allerdings von vielen schon geraten mir einen Einhänder zu kaufen und mit Schild zu kämpfen, da ich Linkshänder bin und somit einen Vorteil hab. Ich habe mich nun breitschlagen lassen und will mir ein Schwert kaufen, aber den Schild selbst bauen. Nun frage ich euch, ob ihr mir helfen könnt, wo ich eine Bauanleitung für einen Ovalschild herbekomme und ob das auch passt, wenn ich als Stedinger Bauernsöldner um 1200 nahe Bremen mit Ovalschild herumlaufen darf oder ob ich lieber eine andere Form des Schildes wählen sollte. Danke schonmal im voraus.
Leomar, Söldner iAmbF

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Eintrag #174 vom 04. Mai. 2004 13:27 Uhr Andreas Vespermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Vespermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Weches Schild im 12. Jahrhundert

Hallo, wer kann mir sagen welche Schilde Mitte des 12. Jahrhunderts im bereich Hannover benutzt wurden und da ich es selbst bauen will wie sah die Griffbefestigung aus oder besser gesagt der Griff??? Ich konnte leider mit der Suchenfunktion keine Antwort finden.
Andreas

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Eintrag #175 vom 26. Mai. 2004 13:20 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rundschild Eigenbau

Hallo zusammen,
kann mir bitte jemand Links, Literaturtips oder Bau-Anleitung für den Bau eines Rundschildes aus Holzplanken (also nicht aus Sperrholz) geben. Ich habe zwar das einschlägige Buch zum mittelalterlichen Reiterschild, dort sind aber nur Anleitungen für die geraden bzw. gebogenen mandelförmigen oder spitzen Wappenschilder oder Normannenschilder u.ä.
Oder ist die dort beschriebene Art der seitlichen Verleimung von Holzbrettern auch für Rundschilder mit mehr als 60 cm Durchmesser problemlos anwendbar (soll heißen: sind so große Rundschilder in sich stabil genug um nicht nur als Deko an der Wand zu hängen)? Welche Brettstärke, welche Holzart und welcher Kleber sind aus Erfahrung empfehlenswert oder/und historisch belegt?
Wenn das geht, gibt es Funde oder Belege (FMA/HMA) mit Angaben über weitere Verstrebungen auf der Innenseite (übergreifende Verbindung der Latten untereinander) - mit dem über den gesamten Schilddurchmesser verlängerten Einhandgriff ist sicher nicht ausreichend Stabilität zu erhalten, oder doch?
Gruß, Ingo

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Eintrag #176 vom 26. Mai. 2004 14:46 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Benötige Hilfe bei Schild-Bastelei

Danke für das Hierherverschieben,
dieses Thema kannte ich noch nicht, da haben sich nun beim Lesen die meisten meiner Fragen ja schon beantwortet.
Gruß, Ingo

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Eintrag #177 vom 02. Jun. 2004 15:53 Uhr Juergen Nitschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Juergen Nitschke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Benötige Hilfe bei Schild-Bastelei

Ich habe schon verschiedene Anleitungen gelesen.
Bei einigen sind zwischen den Sperrholzlagen jeweils eine lage Leinwand, bei anderen nicht.
Welchen Unterschied beim fertigen Schild bewirkt das?

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Eintrag #178 vom 12. Jun. 2004 19:56 Uhr Klaus Haller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Haller eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Moin Zusammen,
ich hätte da wohl mal eine Frage. Hat jemand von euch eine idee wie damals diese runden allseitig gewöbten Schilde hergestellt wurden?
Ich hab ja schon solche geschichten von ausgeschnittenen Speerholzringen gehört.
Allerdings ist mir das nicht “a” genug.

      Klaus

Klaus

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Eintrag #179 vom 12. Jun. 2004 21:21 Uhr Stefan Brucherseifer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Brucherseifer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht verstärkung der ränder

hi leutz ich hab mir letztens einen gebogenen schild zusammengezimmert . die übliche prozedur mit 3 platten verleimt und dann mit spanngurten gebogen.hatte vorher einen fehlversuch da wohl zu wenig leim zwischen den platten war . beim 2 versuch habe ich zusätzlich noch ne jutebahn zwischen die platten eingeleimt … als trägermaterial für mehr leim^^
als ich die form ausgesägt hatte habe ich mir überlegt womit die ränder haltbarer werden .. bin im netz auf nen vorschlag mit locheisenband gestoßen.hab den schild also mit besagtem band umrandet , anschließend noch nen abgewickelten rohhautknochen um die ränder. hält bombich , hat sogar dendurchgezogenen schlag mit ner dänenaxt aufgehalten(natürlich nur der rand)der schild ist durch das band nur um knapp 400 gramm schwerer geworden.
ist zwar nicht “A” aber 1. man sieht es nicht und 2. ist die haltbarkeit des schildes um einiges gesteigert.
gruß steff

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Eintrag #180 vom 14. Jun. 2004 09:39 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Benötige Hilfe bei Schild-Bastelei

Hallo Steff,
die Schildstärke bei 3 Platten Sperrholz müsste dann (mit Leim und Jute) so 1,4-1,5 mm sein, das Locheisenband ist etwa genau so breit. Ich nehme an, Du hast es in Längsrichtung auf die Schildkante gelegt (oder vorn und hinten auf den Rand der Schildfläche?). Aber wie hast Du es dann befestigt - (durch-)genagelt?, geschraubt?, geklebt?, vorher so gut wie es geht der Schildform biegend angepasst?
Gruß, Ingo

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Eintrag #181 vom 14. Jun. 2004 13:03 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hmja...

Gut und schön.
Aber wer es nötig hat, den Rand seines Schildes dermaßen massiv zu verstärken, macht in meinen Augen beim Schildeinsatz etwas falsch.
Ein geswcheit gebauter Schild, komplett mit Rohhaut bezogen, dazu nach gusto noch Kreidegrund, richtig eingesetzt, benötigt eigentlich keine weitere Vertärkung.
Gruß, Ivain

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Eintrag #182 vom 14. Jun. 2004 13:09 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rohhaut, Sperrholz oder Haudraufwieirre

Also ich habe mal einen- historisch falschen, da 3 Lagen Pappel-Birke-Pappel- Schild mit Rohhautrand, und einen mit Leinwand,Rohhaut und Kreidegrund ausgiebig getestet.
Ein direkter Schlag auf den Rohhautrand mit stumpfer _oder_ scharfer Waffe schlägt eine Kerbe in diesen- mehr aber nicht, die scharfe drang noch 5mm ins Holz ein. Dabei muss ich hinzufügen, dass einsolcher Schlag eher selten kommt, da man ja mit der Fläche arbeitet.
Die Vorderseite habe ich mit scharfen Waffen bearbeitet, keiner ging durch (auch ne Axt mit vollem Schwung nicht, pimär litt der Kreidegrund, an dem mit Knochenleim verleimten Leinen spätestens kapitulierte jede Waffe.
Stumpfe Waffen beschädigten bei dem wesentlich kompletteren kreidegrundierten Schild gerademal die Bemalung- und die Gegner waren nicht zimperlich.
Mein Fazit is: mach’s historisch und es funzt- ich hätte garkeine Bedenken, historisch richtig Planken zu verwenden.
Gruss, Esca

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Eintrag #183 vom 16. Jun. 2004 07:02 Uhr Stefan Brucherseifer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Brucherseifer eine Nachricht zu schreiben.

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ok das mit dem locheisenband war halt der erste schild , den ich gebaut hab. auf idee mit dem locheisen bin ich auch nur gekommen weil ich einem bei uns in der gruppe sein schild gespalten hatte.
ok wie sich später rausstellte hatte der scheiß holz benutzt. um sowas aber von vornereinzu vermeiden wollte ich es besonders stabil machen und hab das eisenband drumgezogen.
stimmtz schon eigentlich wird alles mit der fläche geblockt aber es kann ja mal passieren dass…. ach auch egal.
sagt mal was ist dieser kreidegrund von dem ihr immer reden. hab ich noch nie was von gehört.
ps: in england hab ich noch viel geilere (un “A”) Schilde gesehen.
sowas wie sperrholz mit leder bezogen und hinten drauf ne glasfasermatte geklebt.
naja wenn ich ne bessre bauanleitung finde werden meine nächsten schilde auch möglichst “A”.
gruß steff

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Eintrag #184 vom 16. Jun. 2004 07:10 Uhr Stefan Brucherseifer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Brucherseifer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht lochband

@ingo
der schild ist ca 1.3 cm dick und das band etwa genauso breit.
ich habs längst mit kleinen deko nägenl brutalst festgenagelt^^
groß biegen brauchte ich da nichts.
versuchs aber erst garnicht in einem stück dranzubringen , klappt wegen der biegung nicht.
aber wie du bereits gelesen hast (siehe die vorherigen einträge)ist das eh totaler schwachsinn mit dem band . ich weiß echt nicht welcher teufel mich dabei geritten hat und wie ich mich unterstehen konnte so einen schwachsinn zu basteln. aber ich hab so nen spruch der mir oft geholfen hat.
“ der zewck heiligt die mittel” und ich bin schon gespannt wie lange ich mit dem schild auskomme.
gruß steff

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Eintrag #185 vom 16. Jun. 2004 07:40 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kreidegrund...

…ist feine (Champagner) Kreide mit Knochenleim und (zwecks Grundierung) mit Zinkweiss/ passender Farbe vermengt, und wird auf die Rohhaut aufgetragen, um als Grundierung für die Farbe zu dienen. Damit kann man auch englobieren (modellieren). Das ganze lässt sich dann gut mit Eitemperafarben bepinseln (Eigelb+Farbpigmente).
Gruss, Esca

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Eintrag #186 vom 17. Jun. 2004 09:43 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Steff,
vielleicht ist das mit dem Lochband doch gar nicht so unsinngig (vielleicht ein wenig “un-a” wegen dem modernen Material).
Zumindestens im 10. Jahrhundert sind Rundschilde auch teilweise oder vollständig mit u- bzw. v-förmigen Metallklammern umrandet gewesen. Grabungsfunde aus Birka zeigen, einige solcher Schilde: members.ozemail.com.au/~chrisandpeter/[…]/shield7.[…]
Im ßbrigen scheint es ja auch recht früh schon einmal sperrholzähnliche Bauweisen gegeben zu haben (vielleicht später wieder in Vergessenheit geraten - passierte in der Menschheitsgeschichte ja leider immer wieder): Burg Lenzen:
“Der herausragendste Fund ist ein zunächst als Schild interpretiertes Objekt aus Sperrholz. Es ist ca. 70 cm breit und leicht oval. Den Rand fast ein 10 cm breites Bastgeflecht ein. Im Holz stecken sechs zu zwei Dreiecken angeordnete Kupfernieten mit Eisenköpfen auf der Vorderseite, auf der in der Werkstat des BLDAMrote Farbspuren Festgestellt werden konnten.” (Zitat aus “Archäologie in Berlin und Brandenburg” - als Zita gefunden im Schildbauforum von viking.net")
Gruß, Ingo

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Eintrag #187 vom 17. Jun. 2004 12:01 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Intressant...

Was sich mir nicht ganz erschließt:
Sitzen die Klammern nun unter oder auf dem Leder ?
Sprich halten sie die Lederbespannung, oder verstärken sie nur das Holz ?
Gruß, Ivain

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Eintrag #188 vom 17. Jun. 2004 12:26 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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So wie ich die Bilder interpretiere, waren die Metallklammern über dem Lederstreifen (zweites Bild, Teil b, oben) und hielten ihn und auch die Bespannung am Schild fest (Leder- oder Rohhautbespannung wird hier vermutet, ist aber nicht erhalten).
Gruß, Ingo

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Eintrag #189 vom 11. Aug. 2004 20:56 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildtest

Hallo allerseits,
Mein schon angesprochenes Rundschlid hat jetzt eine Saison auf dem Buckel, hier nun mein Bericht:
Technische Daten:
Körper aus handelsüblichen Sperrholz 10 mm
Rand mit Lochblech gespaxt verstärkt, darüber Rohhaustreifen genagelt
Buckler mit 6cm langen, verkrampten Nägeln befestigt,
Griff Eibenholz 5cm Durchmesser ebenfalls verkrampt
Schildkorpus mit Knochenleim grundiert,
mit Sackleinen (war grad zur Hand) bespannt,
darauf mehrere Schichten Knochenleim,
darauf Kreidegrund zum Verfüllen der Poren im Sackleinen
schild mit in Knochenleim gelösten Pigmentfarben 2-farbig angelegt
Hier die Bestandsaufnahme:
Nach reichlich harten Kämpfen (ist ja ein Testschild) stellte ich fest:
Der Lochblechrand ist unnötig, Rohhautstreifen sind solide genug.
Statt einer einzigen Sperrholzplatte werde ich das nächste Mal entweder mehrere dünne Platten oder gleich Planken nehmen.
Knochenleim ist großartig: Leicht, simpel zu verarbeiten und in Verbindung mit Stoff oder Rohhaut wird die Konsistenz und Widerstandsfähigkeit von Fiberglas erreicht.
Sackleinen ist ungeeignet, da die Poren zu groß sind. Das nächste Schild bekommt eine mehrlagige Leinenbespannung oder eine komplette Rohhaut.
Wenn im HMA der Mittelgriff (Wicki Griff) nicht verwendet wurde- gabs dann noch Buckler? Den brauch ich ja dann eigentlich auch nicht mehr, oder?
Gruß, Uli

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Eintrag #190 vom 01. Nov. 2004 15:36 Uhr Malte Settelmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Malte Settelmeier eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe mir Sperrholzplatten für einen Schild gekauft.
Ich wollte drei Lagen Sperrholz nehmen und sie dann immer Quer zur Faser verleimen (also vertikale maserung-horizontale-vertikale) und wölben. Allerdings ist mir ein Fehler unterlaufen, denn ich habe nun 3 Lagen Sperrholz wo die Maserung nur vertikal verlauft.
Drum herum kommt noch ein Rohhautstreifen. Sollte ich noch eine Platte kaufen, damit ich die Querverleimung hab, oder hält die Rohhaut so gut, dass der Schild nicht sofort tiefe Scharten hat?
Leomar, Söldner iAmbF

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Eintrag #191 vom 01. Nov. 2004 18:23 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Also...

Zunächst einmal sind alle mit bekannten bzw. die definitive Mehrzahl der Funde Planken, und Sperrholz in der Form kenne ich in keiner Weise belegt für (ja was für ne Zeit eigentlich).
Und wenn dann waren sie komplett bezogen, bis auf skandinavische eisenzeitliche (sprich: Wiki)-Schilder, normannische Kites und europäische Frühmittelalterliche, da weiss man’s nicht, sinnvoll isses aber ebenso.
Was soll’s denn werden?
Solltest Du nu sagen “was zum kloppen”, dann kann ich gleich vorwegnehmen, is eh wohl alles wurscht…
Gruss, Jens

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Eintrag #192 vom 01. Nov. 2004 19:09 Uhr Malte Settelmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Malte Settelmeier eine Nachricht zu schreiben.

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Soll ein Ovalschild gewölbt werden, klar weiß ich dass das Sperrholz nicht a ist, aber ich wollte halt fragen ob der Schild dann nur durch die Rohhaut so stabil bleibt, obwohl man keine Quermaserung in den Lagen hat. Das war meine Frage
Leomar, Söldner iAmbF

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Eintrag #193 vom 01. Nov. 2004 19:33 Uhr Matthias Böhm  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Böhm eine Nachricht zu schreiben.

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Hi
also zum Dengeln gehts auch ohne Querverleimung der Holzschichten.
mfg
Lazarus

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Eintrag #194 vom 02. Nov. 2004 09:25 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Mal so eben dazwischen gefragt: Sperrholz ist doch per se schon aus mehreren Schichten dünner Holzplatten aufgebaut, diese Schichten sind doch schon hinsichtlich des Maserverlaufes kreuzweise angeordnet - da dürfte doch eine “gleich auf gleich - Verleimung” der (äußeren, sichtbaren) Maserungsschicht mehrere Sperrholzplatten den Kohl auch nicht mehr fett machen, oder?
Noch einen schönen Tag
Gruß, Ingo

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Eintrag #195 vom 02. Nov. 2004 09:27 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht keine Querverleimung?

Also wenn Du Sperrholz verwendet hast, hast Du eh mindestens zwei Querverleimungen in jedem Brett. Denk mal drueber nach, warum Sperrholz Sperrholz heisst :-)
Gruss, Claudia

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Eintrag #196 vom 02. Nov. 2004 14:28 Uhr Malte Settelmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Malte Settelmeier eine Nachricht zu schreiben.

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das ist mir ja auch klar, ich meinte nur obs irgendwie nen unterschied macht..
Leomar, Söldner iAmbF

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Eintrag #197 vom 03. Jan. 2005 14:57 Uhr Dennis Klothen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dennis Klothen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildformen, Schildgrößen

so, will mir nen gewölbten rundschild bauen. ha jemand erfahrung oder tips? bin für jede hilfe dankbar.
gruß dennis

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Eintrag #198 vom 07. Feb. 2005 08:52 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich möchte nach meinem erfolgreichen Bau eines Dreiecksschildes nun eine (Schaukampftaugliche-)Tartsche (Deggendorfer Modell, ca. 1400) bauen.
Waren die auch mit Rohhaut und Kreidegrund überzogen oder schon mit Leinwand und Kreidegrund?
Außerdem sieht man im Unterschied zu Homi-Schildern die Nägelköpfe innen am Rand, also Nagelspitze zur Schildaußenseite?
Danke
Peter

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Eintrag #199 vom 07. Mrz. 2005 20:28 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

pax vobiscum, waffenbrüder!
zur zeit stelle ich mir selbst einen langspitzschild her, und wollte euch fragen, ob es authentisch ist, an einem solchen schild einen schildbuckel anzubringen… weiterhin besteht die frage nach der möglichkeit, denn natürlich möchte ich den schild leicht wölben lassen…
ich habe mich für ein geschmiedetes modell entschieden (der unterste auf dieser seite:
www.svart.de/shop.htm?wgnr=400 ) - der dürfte nicht ganz so steif sein wie die gedrückten - und vermutlich könnte ich den saum mit ein paar hammerschlägen dem gewölbten holz anpassen… was meint ihr?
Filnek
- Ein Surren Ein Schlag Dann Nacht - Unentliche Nacht. Der Tod Mit Drei Federn. -

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Eintrag #200 vom 07. Mrz. 2005 20:31 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

verzeiht, ich hatte vergessen zu erwähnen, was für einen langspitzschild ich meine… ich meine nicht den normannischen tropfenschild, sondern den vorgänger des dreieckschildes, der bei /tempus-vivit/bibliothek/ruestungen/schildformen als “7.” gekennzeichnet ist…
tausend dank noch einmal!
Filnek
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Eintrag #201 vom 07. Mrz. 2005 23:49 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wann? Wo?

Moin,
Grundsätzlich würde ich ja sagen, da die in dem Artikel zugrundeliegden Quellen für den Schild ja auch einen Buckel haben, aber die Frage ist halt wie üblich wann, und wo, und womöglich noch wer ;)
Gruss, Jens

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Eintrag #202 vom 08. Mrz. 2005 02:41 Uhr Roland Schulz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

Hallo Maximilian,
ich kann zwar nicht ganz verstehen was diese Schildform mit dem von dir angestrebten ausgehenden 13. Jh. (schriebst du nicht so etwas in einem anderen Thread?) zu tun hat, aber ich muß ja nicht alles verstehen.
Diese Schildform (Typ 7) ist (mal pauschal/überegional/global) gesagt eine Sache fürs 12. Jh., vielleicht noch etwas bis ins 13. Jh. hinein.
Du könntest den Schild natürlich auch von deinem Großvater oder Urgroßvater..und weil er noch gut war.. ;-))
Jedenfalls sieht man diese Schildform z.B. sehr gut im Hortus Deliciarum (um etwa 1170 entstanden) und da tragen die Herrschaften zumindest ohne Buckel.
Siehe dazu:
bacm.creditmutuel.fr/images.asp?[…]
bacm.creditmutuel.fr/images.asp?[…]
bacm.creditmutuel.fr/images.asp?[…]
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #203 vom 08. Mrz. 2005 11:18 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

Hallo Maximilian,
wie Roland schon bemerkte ist das eine Schildform fürs 12. Jh.. Es gibt einige Abbildungen/Siegel/Grabplatten aus dieser Zeit, die noch Schildbuckel zeigen. Sie werden i.d.R. als Rudimente im Sinne eines traditionellen Zierelementes , bestenfalls als zusätzliche Verstärkung der Schildmitte gesehen. Ihre eigentlich Funktion, den Schutz der Hand, können sie ja nicht mehr versehen, das solche Schilde nicht wie noch einige Tropfenschilde und ein Teil der vorgegangenen Rundschilde mit einem Griff im Zentrum geführt wurden, sondern mit Hand- und Unterarmriemen am Unterarm .
Häufig sind diese Schildbuckel auch nur noch sehr klein.
Zu diesen Buckeln gab es teilweise noch sog. Schildgespänge, zusätzliche (vermutlich) Metallbeschläge, die vermutlich zusätzliche Stabilität brachten. Die Abbildung Nr. 7 in der Bib. ist so einer.
Die Buckelrudimente wie auch das Gespänge verschwanden dann im 13. völlig. Die jüngsten mir bekannten sind von 1240 (Kath. von Wells, England, Steinskulptur), von 1210 (Kirche St. Justina, Padua/Italien, Steinskulptur) und von 1180-1225, (Brienzer Schild, auch Seedorfschild genannt, erhaltenes Original), bei letzterem ist der Schildbuckel nur noch in dem engobierten Löwen angedeutet. Die ersten beiden gehen in ihrer Form schon eher in Richtung der HMA-Reiterschilde sie sind zwar noch eher dreieckig und spitz, aber nicht mehr so lang (dazu auch nicht aus Deutschland, sofern das für dich relevant ist). Der Brienzer Schild ähnelt sogar schon den Manesse Schilden.
Als zusamenfassende Sekundärliteratur empfehle ich dir
“Der Mittelalterliche Reiterschild” von Jan Kohlmorgen, Karfunkelverlag.
Da kannst du dann auch gleich nachlesen, wie du einen Schild relativ historisch korrekt nachbauen kannst. ;o)
Pax, Timm

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Eintrag #204 vom 08. Mrz. 2005 21:59 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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hum… ich hatte das auch in einer abbildung des umstrittenen buches “die ritter des johanniterordens” gesehen: einen langspitzschild mit einem sehr kleinen schildbuckel, genau da wo die hand sitzt… natürlich hat der buckel nur beim rundschild die funktion, die hand irgendwo unterzubringen, jedoch hat er ebenso die funktion (so habe ich das bei Fletcher’s Corner erfahren), pfeile abzulenken und somit die wahrscheinlichkeit zu senken, dass die sie einfach senkrecht durch den schild hindurchschlagen. in dieser funktion wäre der buckel ja sogar bei der moderneren schildform sinnvoll… hum… nun ja. immerhin weiss ich jetzt, dass ich nicht ausgelacht werde, wenn ich auf meinem langspitzschild einen buckel anbringe…
übrigens! ihr hattet das mit dem ausgehenden 13. jahrhundert missverstanden. ich werde weiterhin ein jünger des mittleren bis späten 12. jahrhunderts bleiben. ich hatte lediglich ein bild in den thread gestellt, der einige reenactors des 15. jahrhunderts in halbplatte und kette zeigte - “das ist es, was ich will” war dabei weniger auf das tatsächliche equipment einer gewissen epoche bezogen (was einige voreilige administratoren unschönerweise dazu bewegte, meinen thread zu schließen) als viel eher auf die emotion, die das bild ausdrückte: vier krieger, reenactors, freunde, erschöpft, aber zufrieden nach der schlacht. daher will ich auch mit der ganzen zivilen darstellung so wenig wie möglich zu tun haben: zivil nur als soldat, söldner oder freischärler in zivil.
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Eintrag #205 vom 08. Mrz. 2005 22:08 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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tut mir leid, das ist jetzt das zweite mal, dass ich ein anhängsel an meinen thread packe, aber ich dachte, es wäre sinnvoll, wenn ich euch meinen entwurf einfach einmal zeige:
www.yfw24.de/userdaten/03791468/[…]/filnek_kampfsc[…]
der schild ist an den oberen ecken 50cm breit, vom schildscheitel bis zur senkspitze 80 cm hoch. das mag relativ klein erscheinen, aber ich brauche was wendiges. bin schließlich infanterist.
der buckel hat einen durchmesser von 25 cm…
was haltet ihr davon? kann ich mich damit unter leute wagen?
Filnek
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Eintrag #206 vom 08. Mrz. 2005 22:18 Uhr Berthold Nüchter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Berthold Nüchter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

Hallo Maximilian,
zumindest nach sämtlichen Abbildungen in dem Buch “Der mittelalterliche Reiterschild” (zeitgenössische Illustrationen und auch Statuen) scheint mir der Buckel doch recht groß geraten zu sein. Selbst bei einem Schild aus früheren Zeiten konnte der Schildbuckel deutlich kleiner sein, um Griff und Hand abzudecken. Als reiner Zierrat bei späteren Schilden, eine ernsthafte Schutzfunktion kann ich nicht erkennen, scheint er nach den Abbildungen eher weiter geschrumpft zu sein. ßberflüssiges Gewicht konnte man eigentlich nie gebrauchen.
Gruß
Berthold

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Eintrag #207 vom 08. Mrz. 2005 22:42 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht öhm, nein.

Also ich würde mich mit dem Schild nicht unter Leute trauen, denn er entspricht keiner mir bekannten Abbildung, geschweige denn einem erhaltenen Original.
Er entspricht vom Aussehen so ja nicht mal den ‘Lang- Spitz’ Schilden. Von den Maßen mal ganz zu schweigen…
Infantrieschilde sind übrigens eher größer als Reiterschilde.
Pax, Timm

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Eintrag #208 vom 08. Mrz. 2005 22:51 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Pfeile abgelenken

ßbrigens äussere ich hiermit ernsthafte Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines Buckels zum Pfeileablenken bei einem Schild ;)
Gruss, Jens

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Eintrag #209 vom 08. Mrz. 2005 23:51 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

wofür sollte der schildbuckel sonst gut gewesen sein? wenn das nicht der sinn gewesen wäre, hätte man auch der einfachheit halber einen holzgriff hinter dem schild anbringen können oder einfach ne metallplatte vorne drübernageln können…
übrigens: was ist an der schildform auszusetzen? er stellt doch im grunde eine exakte und logische übergangsform zwischen dem normannischen tropfenschild und dem dreiecksschild dar? überdies ist er dem schild “7.” gar nicht so unähnlich, jedoch hatte ich für mich überlegt (freidenkend wie ich bin), das ein glatter grat auf der oberen kante weniger schutz für das gesicht bedeuten würde als ein runder.
natürlich ist mir bewusst, dass die infanterie größere schilde benutzte als die reiter - jedoch muss man hier differenzieren: die infanterie verfügte über zwei schildtypen: der kampfschild (ein kleiner, leichter schild, der häufig nur mit einer hand statt mit dem gesamten unterarm geführt wurde - daraus entwickelte sich der buckler!) und der sturmschild (ein sehr langer, den körper verdeckender schild, der nicht auf zweikampf, sondern in erster linie auf defensive beim vorrücken ausgelegt war). damit hast du, timm, natürlich nicht unrecht, aber du misinterpretierst meinen verwendungszweck für den schild. und sei doch in zukunft bitte etwas freundlicher ^-^
der große schildbuckel kommt mir auch eher unpraktisch vor… ich denke, ich werde mich nach einem kleineren umsehen müssen.
dennoch wäre ich wesentlich dankbarer für verbesserungsvorschläge als für dauernde schlechtmachereien - denn wie soll ich unwissender es ohne euren rat besser machen?
Filnek
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Eintrag #210 vom 09. Mrz. 2005 00:01 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Guter Rat

Ok, dann mein Rat: nimm Abbildungen von Schilden der Zeit, die Du darstellen willst, die deinem Verwandungszweck entsprechen, und mach es so.
Punkt.
Gruss, Jens

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Eintrag #211 vom 09. Mrz. 2005 00:28 Uhr Roland Schulz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

Hallo Maximilian,
ein Schildbuckel hat im Ursprung die Funktion einen gesicherten Haltepunkt für einen Griff zu schaffen.
Pfeilbeschuss dürfte das geringere Problem sein, das einen Schildträger belastet.
Eher dürfte der direkte (und nicht ballistische Beschuss durch Pfeile) Beschuss durch Armrüstebolzen ein heftiges Problem darstellen.
Abgesehen davon ist es meiner Ansicht nach Naivität oder blindes Gottvertrauen zu hoffen, daß ein Schütze nun gerade den kleinsten Punkt auf einem Schild trifft, nämlich den Buckel.
Die Wahrscheinlichkeit einen Durchschuss mit einem Armrüstebolzen bei einem Schild zu erzielen halte ich je nach Wucht der Waffe und Distanz, für recht gut.
Grundsätzlich solltest du dir selbst aber einfach mal eine Frage stellen, nämlich die:
“Will ich mich an belegbare Fakten halten und zur Verfügung stehende Quellen nutzen?”
Wenn du dir diese Frage mit einem klaren JA
beantworten kannst, und du deine Frage nach Tipps ernst meinst, dann erwarte keine kritiklose Ja-Sagerei von den leuten die du fragst. :-)
Vergleiche die Schildform die du gepostet hast mit den Abbildungen die dir gezeigt wurden oder die du selber bereits gefunden hast.
Wenn du dann einen Unterschied feststellst und es genau nehmen willst, dann solltest du dich von deinem “Wunschschild” verabschieden.
Wenn du ihn nicht feststellst, dann stelle dir nochmal die obige Frage.
Viel Erfolg!
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #212 vom 09. Mrz. 2005 18:00 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Moment mal...

Maximilian,
wenn du direkt und klare Antworten auf deine Fragen nicht ertragen kannst, solltest du sie nicht stellen.
Wenn du lediglich eine Absolution für deine selbstgestrickten Ideen möchtest, solltest du das transparent machen, das hätte jedenfalls für mich den Vorteil, mir das Geschreibsel von vorn herein zu sparen.
Du fragtest, was wir davon halten und ob du dich damit unter Leute trauen kannst. Ich habe dir gesagt das ICH mich damit nicht lostrauen würde und warum.
Ich für meinen Teil baue meine Darstellung so auf, dass ich mich an belegbare Fakten halte. Sorry, aber dein Entwurf baut nicht darauf auf, also wäre er aus o.g. Grund nichts für mich.
1. Er entspricht in der Form keinem Fund oder keiner Abbildung (die mir bekannt wäre). Ob du nun einen gewölbten Rand für sinnvoll hälst oder nicht.
2. Er entspricht in den Abmaßen bestenfalls Schilden aus dem 14. Jh. Du ziehst zwar Parallelen zu Bucklern, die sind aber nun mal Rund (und werden am Griff unterm Buckel geführt).
Zum Buckel:
Der Griff eines Rundschildes liegt auf der gleichen Ebene mit dem Schild selbst. Um die Faust zu schützen ist darüber der Buckel angebracht. Das hängt unmittelbar mit der Führbarkeit zusammen, die sich nämlich rapide verschlechtert, wenn der Griff hinter dem Schild liegt und sich der Schwerpunkt verlagert. Wie du so trefflich bemerktest würde sonst eine Eisenplatte reichen.
Nach deiner Argumentation müßte übrigens dann auch der Buckel den gesamten Schild bedecken (und in deinem von dir angestrebten Modell natürlich entsprechend Schildform haben), da ja nur dann die Pfeile wirklich effektiv abgelenkt werden. Dann könnte man sich allerdings auch gleich den Holzunterbau sparen. Waren ja auch nicht blöd damals…
Um nicht wieder nur Schlechtmacherei von mir zu geben, hier mein Vorschlag: Halte dich an Belege und biege dir nichts zurecht.
Und falls das alles nun wieder zu unfreundlich war:
Zucker oben drauf.
Pax, Timm

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Eintrag #213 vom 09. Mrz. 2005 23:14 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

hum… ok, “entschuldigung” angenommen. verzeih mir meine grobheit, ich hatte deine antwort wohl anders aufgefasst als du sie tatsächlich meintest, timm.
hier habe ich etwas gefunden, von dem ich wissen möchte, ob ich mich daran orientieren sollte:
www.medieval-crusader.de/Mittelalter/Bild-2-Schild.html
dieser reenactor hat einen schild des deutschordens um 1250 nachgebaut - und jetzt folgt, wie von mir stets zu erwarten, pedantische fragerei.
in unserer TV-bibliothek ein ähnlicher schild für die zeit um 1150 gezeigt - nicht um 1250. ist es also legitim, einen ähnlichen schild wie der reenactor zu konstruieren, ihn aber für das späte 12. jahrhundert zu verwenden?
ich denke, ich werde die massive rundung der oberkante meines schildes ein wenig abmildern und die oberen ecken ein wenig abrunden… hum… vielleicht wird dann ein schuh - pardon, schild draus?
Filnek
- Ein Surren Ein Schlag Dann Nacht - Unentliche Nacht. Der Tod Mit Drei Federn. -

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Eintrag #214 vom 10. Mrz. 2005 02:08 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schilde, Reenactor(en/s) und andere Tierchen

Moin,
Ob das ein “Reenactor” ist oder nicht kann ich nicht beurteilen, wobei ich bei der Benutzung des Wortes Vorsicht anraten täte (zur Bedeutung des Wortes, wie ich es verstehe: www.jordheim.info/?[…] )
Jedenfalls täte ich mich an deiner Stelle nienicht nach dem richten, was andere getan haben, sondern danach, was belegbar ist; wenn derjenige also solche anführt, richte dich nach denen.
Ad hoc fällt mir bei der Seite auf, dass der Schild weder aus Planken besteht, noch wie alle meines Wissens nach erhaltenen Reiterschilde des Hoch-und Spätmittelalters komplett (zumindestens vorderseitig) mit Rohhaut bezogen ist (wobei das wiederrum im letzten Bild revidiert wird?)
Zumal an mehreren Stellen sogar darauf hingewiesen wird, dass er -aus welchen Gründen auch immer- von den belegbaren Originalkonstruktionsmerkmalen abweicht.
Am besten, Du guckst die wie bereits erwähnt sie zeitgenössischen Bilder an, nimmst eben die dort zu erkennende Form, kombinierst das mit aus genanntem Buch und zahlreichen Threads sich herauskristallisierenden Konstruktionsmerkmalen und baust so deinen Schild.
Und baust nicht etwas, das bereits im Ansatz falsch ist, nach.
Gruss, Jens

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Eintrag #215 vom 10. Mrz. 2005 09:34 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht schildbuckel bei langspitzschild?

Moin,
zunächst sollte man im weiteren Vorgehen 2 Dinge unterscheiden.
1. welche Form soll der Schild haben?
Um völlig sicher zu gehen, nimm einfach die Form eines Originals bzw. einer Abbildung. Da du nun zufällig was fürs späte 12. Jh suchst, würde da doch prächtig der Brienzer Schild passen… *g*. Dass ist übrigens der Schild, der bei dem von dir geposteten Link mit 1230 angegeben ist. Diese Datierung ist aber sehr fraglich, es wird eher in einem möglichen Zeitraum von 1180 - 1225 einsortiert, wobei ich Ende 12. für wahrscheinlich halte. Diese Form findet sich beispielweise auch in der Eneit-Handschrift (um 1200).
2. wie historisch korrekt will ich ihn bauen?
Solls die historisch korrekte Bauweise sein, also aus Planken (mit stehenden Jahresringen) und voller Rohhautummantelung?
Oder reicht mir ein fake-Schild aus Sperrholz?
Ich persönlich sage mir “A rulz”, aber das mußt du halt selbst entscheiden.
Schau doch einfach mal auf die Seite der Dignitas Equestris: www.dignitas-equestris.de/deq/schildhist.html
Die Handhabe in deinem Link sind übrigens ein keiner Weise belegt, auch die Bauweise hat so einige Fehler.
Pax, Timm

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Eintrag #216 vom 10. Mrz. 2005 22:08 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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ich denke, planken sind übertrieben. übrigens… die jungs bei fc behaupten, dass querverleimtes holz ebenso authentisch ist - oder meinen die damit querverleimte planken?
nun, ich habe soeben von dem reenactor ebenfalls eine abfotographie des brienzer schildes bekommen - jedoch gefällt er mir nicht.
ich habe meinen entwurf noch einmal überdacht, und für alle diejenigen unter euch, die das arg umstrittene buch “die ritter des johanniterordens” besitzen, können sich jetzt mal tafel C auf seite 37 ansehen. diese seite zeigt einen ordensbruder um 1140 - das ist mir zwar etwas zu früh, aber in der “schildzeittafel” aus “der mittelalterliche reiterschild” von jan kohlmorgen geht hervor, dass diese schildform sogar noch um 1200 modern war.
ich habe jetzt diesen schild für mich ausgewählt - über die genauen maße bin ich noch nicht ganz im reinen mit mir, jedoch denke ich an eine höhe von etwa 110 - 130 cm und an eine breite von 50-60 cm. gut, dass umfasst so ziemlich alles, aber immerhin besser als mein letzter schildentwurf, soweit ich das aus euren kommentaren entnehmen konnte.
um noch einmal auf deine frage zurückzukommen, timm, ich bin mir nicht sicher, ob ich planken verwenden sollte, da ich die methode nicht genau kenne - erklärst du mir das prinzip im vergleich zu einfachem, dreifach querverleimten sperrholz aus birke und pappel?
mit der rohhaut geht alles klar, die stelle ich schließlich selbst aus keilerschwarten her. ich gebe zu, das leder ist nicht ganz so edel, aber ich fühle mich diesen tieren eben sehr verbunden, seit ich vor 2 jahren das erste mal mit einem trupp federjägern auf saujagd war. seitdem hab ich ein gewisses faible für die jagd mit kaltwaffen, insbesondere auf schwarzkittel.
auch bei den pigmenten für die bemalung sowie die grundierung und den pigmentträger folge ich originalrezepten von turba-delirantium.skyrocket.de für kasein-tempera-grundierung - oder was würdet ihr für eine grundierung für leicht ölige keilerrohhaut empfehlen?
die nägel, die ich für den schild verwende, sind von meinem schmied handgefertigt - jedoch denke ich, dass ich, wenn es soweit ist, selbst in der lage sein werde, zumindest ein paar popelige nägel zu schmieden…
soviel zum thema “A”.
Filnek
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Eintrag #217 vom 11. Mrz. 2005 08:57 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht alles ist relativ

… es gibt auch Leute die es übertrieben finden, historisch korrekte Stoffe zu verwenden oder gar mit der Hand zu nähen… ;o)
Sperrholz ist definitiv nicht belegt und zudem sieht man den Unterschied recht deutlich. Allerdings haben die meisten Leute die sich so in der “Szene” rumtreiben nie einen geplankten Schild in der Hand gehabt, sondern meist solche Teile wie aus deinem letzten Link mit dem DO Schild. Das Sperrholz belegt sei, ist eine alte Szenelegende, die daher rührt, dass es ein oder 2 römische Schilde gibt, die aus querverleimten Holzschichten bestehen. Dazu gibt es noch eine Zeichnung eines Schildes, der mal in einer Norwegischen Kirche hing, aus der man interpretieren könnte, dass er schichtverleimt war. Zu guterletzt gibt es einen recht neuen Fund eines slavischen Schildfragments (Spekulation) der ebenfalls Schichtverleimt ist.
Jedoch entspricht keiner dieser Funde dem, was wir uns unter heutigem Sperrholz vostellen. Es sind halt 2- 3 Schichten Holz (übrigens in Planken *g*) übereinander geklebt…
Hier eine Erklärung im Kurzen zum Bau eines Plankenschildes (da gibts übrigens ‘nen eigenen Thread zu):
Zunächst benötigst du eine Form, in der du den Rohling verleimen kannst. Meine ist aus 3 Brettern mit einer entsprechnden ausgeschnittenen Rundung (Negativform) die untereinander verbunden sind und den ausgesägten Gegenstücken (Positivform).
Du spaltes entweder aus einem Lindenstamm (oder welches Holz auch sonst belegt ist) ‘Tortenstücke’ die du auf Brettstärke zurichtest, oder nimmst eine kräftige Bohle aus dem Randbereich und sägst Bretter davon runter, so dass die Jahresringe , wenn du auf die Stirnseite schaust, aufrecht stehen.
Nun mußt du die Bretter an den Seiten etwas schräg anhobeln oder sägen, so dass die Leimflächen genau aneinander anliegen. Nun mußt du sie bloß noch mit Hautleim unter Druck (bspw. mittels Spanngurten) verleimen. Dann sägst du halt den Rohling aus.
Ich verwende übrigens Rindshaut, wenns geht möglichst Jungrind, das ist nämlich belegt. *g*
Als Bindung für den Kreidegrund empfehle ich Hasenleim, für die Bemalung Eitempera. Wenn der Untergrund zu fettig ist, wirst du Schwierigkeiten bekommen, das ginge dir sogar mit Pattex so. ;o)
Pax, Timm

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Eintrag #218 vom 11. Mrz. 2005 09:41 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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@ Maximilian:
“jedoch denke ich an eine höhe von etwa 110 - 130 cm und an eine breite von 50-60 cm.”
Mess mal die Länge deines Unterarmes inkl. Hand und DANN mach dir mal nochmal Gedanken zur Breite des Schildes…
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
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Eintrag #219 vom 11. Mrz. 2005 22:50 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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lieber roland,
vielen dank für deinen hinweis, dumm bin ich trotzdem nicht ^-^
natürlich bin ich mir der länge meines unterarms vom ellbogen bis zum ersten fingergelenk durchaus bewusst - stolze 40 cm - jedoch weiss ich, dass man die handhabung bei dreiecksschilden nicht einfach horizontal, sondern in einem winkel von etwa 25° von links nach rechts ansteigend anbringt. dies verschafft mir bei meinem ersten schild einen raum von etwa
66 cm - durchaus ausreichend für meinen arm also.
da es bei dem, ich nenne ihn hier mal so salopp, “johanniter-schild” allerdings um eine parallel zur schildwölbung, also senkrecht angebrachte handhabung handelt, ist das problem des platzmangels für den arm gar nicht gegeben.
ich habe mal schnell eine skizze angefertigt, die ich euch gerne zeigen möchte…
www.yfw24.de/[…]/proportionen_schild_bei_personeng[…]
hier seht ihr einen entwurf eines schildes von 110 cm länge und 50 cm breite an einer etwa 1,85 meter großen person, also etwa meiner größe. die proportionen dürften etwa stimmen. meint ihr, das dürfte von der größe etwa reichen? effektiv ist der schild ja sogar noch etwas breiter, da ich ja das holz zuerst biege und dann säge…
man erkennt übrigens auch bei genauerem hinsehen die senkrecht angebrachte handhabung…
Filnek
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Eintrag #220 vom 11. Mrz. 2005 23:25 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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“vielen dank für deinen hinweis, dumm bin ich trotzdem nicht”
Das freut mich sehr. Dann dürfte dir bei Gelegenheit auch auffallen, daß du einen Schild - mit der von dir angedachten Halterung - kaum oder nur erschwert führen kannst. Mindestens die Links-Bewegung ist damit völlig außer Kraft gesetzt, eine Auf- oder Abwärtsbewegung des Schildes ebenso..
Ach was, egal. Mach einfach wie du meinst, Maximilian.
Du hast bis hierhin so viele Tipps und Hinweise erhalten..du könntest dich einfach entweder daran halten, selber recherchieren (und dabei zu wahrscheinlich denselben Ergebnissen gelangen) oder aber die Methode wählen, für die du dich anscheinend entscheiden willst:
“Trial and Error”
In diesem Sinne,
Gruß
Roland
Leben und Handwerk
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Eintrag #221 vom 12. Mrz. 2005 11:56 Uhr Berthold Nüchter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Berthold Nüchter eine Nachricht zu schreiben.

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Zu Rolands Beitrag möchte ich anmerken, dass ich eine solche Befestigung der Riemen gleichermaßen für unpraktisch halte. Allerdings gibt es zumindest ein Indiz dafür, dass es so etwas gab. In dem Buch von Kohlmorgen finden sich mehrere Abbildungen aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die eine ähnliche Riemenkonstellation zeigen. Allerdings stellt sich stets die Frage, ob die Abbildungen inhaltlich korrekt sind. Sämtliche erhaltene Schilde (aus dem späten 12. Jahrhundert bis ins 14. Jahrhundert) weisen dagegen ßberreste der Beriemung etc. auf, die lediglich eine diagonale bis waagerechte Armhaltung möglich erscheinen lassen.
Berthold

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Eintrag #222 vom 12. Mrz. 2005 14:47 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Nur ganz kurz:
es gibt diese Riemenanordnung, ist mir aus dem 11.Jh bekannt (z.B. Teppich von Bayeux). Allerdings macht sie nach meiner Erfahrung und wohl auch der Logik halber nur beim Einsatz zu Pferde Sinn, denn man deckt dann ganz prima die Flanke. Beim Kampf zu Fuss ist sie allerdings ziemlich unpraktisch.
Pax, Timm

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Eintrag #223 vom 12. Mrz. 2005 15:06 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Das wollte ich damit andeuten, Timm, danke für den Nachtrag.
Er will ja einen “Ichgehzufuß”Krieger machen, der Maximilian, und dafür ist eine solche Riemenanordnung eben so sinnvoll wie der Schleudersitz bei U-Bootfahrern.

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Eintrag #224 vom 12. Mrz. 2005 22:51 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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lieber roland,
da du mir besonders gewogen scheinst und über hervorragende sachkenntnisse verfügst, kannst du mir sicherlich eine skizze anfertigen, die detailgetreu die handhabung tausender normannischer langspitzschilder der INFANTERIE wiedergibt?
Filnek
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Eintrag #225 vom 12. Mrz. 2005 23:22 Uhr Roland Schulz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht @ Maximilian

Maximilian, wie käme ich dazu eine Arbeit für dich erledigen zu wollen, die dir nach nur ein klein wenig EIGENINITIATIVE selber in wenigen Minuten von der Hand ginge?
Mein Tipp (der letzte kostenlose, jeder weitere kostet 5 -..*g*) dazu:
1. Google - Wer suchet, der findet!

 Der Titel dieses Threads lautet:

 "Benötige Hilfe bei Schild-Bastelei"

 und nicht:

 "Liefert mir mundgerechte Happen, essen schaff´

  ich grad so alleine.."

2. Entsprechende Lektüre kaufen oder leihen!

 Tausende taten es vor dir, und tausende werden

 es nach dir weiter tun...

(z.B. "Der Teppich von Bayeux", David M. Wilson,

Parkland, ISBN 389340040-0)

Enthält nicht nur ALLE Passagen des Teppichs, 

sondern auch die dazugehörigen Erklärungen im 

Anhang! Nebenbei sieht man dort in etlichen 

Fällen die Halterungen sowohl der Infantrie als

auch der Reiter..

Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
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Eintrag #226 vom 13. Mrz. 2005 15:47 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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ok. bayeux zeigt nur gerade schilde, keine gewölbten… ich will aber nun mal einen gewölbten anfertigen - meinst du, ich sollte die polsterung der handhabung dann so stark machen, dass sie die wölbung ausgleicht? oder sollte ich mir lieber elle und speiche brechen und dann in dem entsprechenden wölbungswinkel wieder zusammenwachsen lassen?
Filnek
- Ein Surren Ein Schlag Dann Nacht - Unentliche Nacht. Der Tod Mit Drei Federn. -

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Eintrag #227 vom 13. Mrz. 2005 17:23 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bayeux

Moin,
Statt einen der zugegebenermaßen schönsten Comics des Mittelalters- fachgerecht von einigen Frauen 20 Jahre nach der Schlacht angefertigt- als Vorlage zu nehmen, empfehle ich, in dem x-fach empfohlenen Kohlmorgen-Buch mal die Konstruktion von Schilden vor und nach deinem Schwerpunkt anzugucken, und daraus eine - wie mehrfach nachgewiesen- funktionierende und _belegbare_ Variante abzuleiten.
Gruss, Jens

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Eintrag #228 vom 13. Mrz. 2005 18:42 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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@ Jens:
Oder so, ja. meine Antwort bezog sich auch mehr auf die Anfrage nach der Skizze für “tausende Schilde normannischer Infanterie”.
Aber irgendwie schein ich hier wohl wieder alles falsch verstanden zu haben..ach egal.
@ Maximilian:
“bayeux zeigt nur gerade schilde, keine gewölbten…”
Genau, Maximilian. Die im Teppich abgebildeten/gestickten Schilde sind genauso “flach” und zweidimensional gewesen wie auch die dort abgebildeten/gestickten Helme, Pferde, Schiffe, Köpfe, usw.
Ich muss weg.. *g*
Gruß,
Roland
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Eintrag #229 vom 13. Mrz. 2005 23:10 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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ok, leute, jetzt reichts.
ich bin schon zu lange bei tempus vivit gewesen, und ich merke, dass es in diesem forum weder anständige hilfsbereitschaft noch freundlichen umgang zu geben scheint.
eine sinnvolle art, meine frage zu beantworten, wäre nicht ewiges rumhöhnen und schlechtmachen gewesen, sondern viel eher, ein paar links zu posten gewesen oder sich eventuell mal die mühe zu machen, eine skizze anzufertigen, die die meinige verbessert. so bin ich es jedenfalls von www.fletchers-corner.de und forum.kettenhemd.net gewohnt - dort sind die menschen freundlich, hilfsbereit, engagiert und wissen bestimmte umgangsformen zu wahren.
soetwas scheint hier nicht gerade modisch zu sein - und es tut mir leid, sehr leid, dass das gemeinsame streben, dass uns verbindet - das mittelalter für uns wieder lebendig zu machen - offenbar nicht genügt, um ein bisschen geduld und verständnis für einen anfänger aufzubringen.
hiermit möchte ich darum bitten, dass ein zuständiger administrator unverzüglich meinen account deaktiviert und mich von dieser pöbelhaften horde erlöst.
gehabt euch wohl.
Filnek
- Unentliche Nacht. -

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Eintrag #230 vom 13. Mrz. 2005 23:18 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

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Dont feed the Trolls…

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Eintrag #231 vom 13. Mrz. 2005 23:24 Uhr Frank Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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*ok, leute, jetzt reichts.
ich bin schon zu lange bei tempus vivit gewesen*
stimmt! du hattest hier mehr wie genug hilfe wenn du nicht imstande bist die angebotene hilfe EIGENSTßNDIG umzusetzen bist du hier wohl wirklich falsch
mit freundlichen grüssen
frank eckert
ps : traurig das !
Folke der Schmied zu Erfweiler

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Eintrag #232 vom 13. Mrz. 2005 23:37 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Maximilian,
1. Wer OFFENE Fragen stellt wie z.B.
“Kann mir einer sagen wie ich das machen soll…?”
der sollte damit rechnen eine Antwort zu bekommen.
2. Wenn ihm dann die Antworten nicht in sein (anscheinend) vorgefertigtes) Bild/Konzept passen,
dann kann NIEMAND sonst etwas dafür, außer demjenigen selbst!
3. Wer (aus welchen Gründen auch immer) es nicht schafft die ETLICHEN Links/Tipps/Buchvorschläge etc. zu SICHTEN, der darf sich m.E. nicht beschweren, wenn die Gefragten sich etwas verdummbeutelt vorkommen, wenn der Frager seine Fragen eigentlich immer wiederholt, bzw. sie bei Studium der Hilfen nicht mehr hätte stellen müssen!
4. Wer der Meinung ist daß man ihm (im Leben oder auch hier!) grundsätzlich alles in mundgerechte Häppchen schneidet und in den Mund schiebt, obwohl er auch nach dem Servieren SELBST Messer und Gabel sowie Mund bewegen könnte, der hat m.E. auch irgendwie irgendwas nicht richtig verstanden.
Nicht nur hier, sondern allgemein, im Leben.
5. Wer dann, nach all dieser “unglücklichen Verkettung von EIGENEN Unzulänglichkeiten” (ich drücke mich diplomatisch aus) noch die Frechheit besitzt, die Gefragten und Hilfsbereiten als
“pöbelhafte Horde” bezeichnet, den werde ich für meinen Teil nicht in diesem Forum vermissen.
Letzte Anmerkung:
Hilfsbereitschaft in diesem Hobby endet m.E. da, wo der Hilfesuchende meint die angefragte Hilfe durch seine eigene Ignoranz und Blindheit abzulehnen und eigentlich nur seine eigene Theorie und Meinung bestätigt haben will.
Wer Ja-Sager sucht, sollte keine OFFENEN Fragen stellen.
Wer sich selbst bestätigt haben will sollte entweder richtig liegen und das vorher wissen - nur wozu dann fragen?
Viel Erfolg mit deiner Mentalität in anderen Foren und gute Reise wünscht dir,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de
P.S. Damit dich die Nacht nicht wirklich unendlich umgibt…unendlich schreibt sich mit D .. :-)
Dieser Tipp hätte eigentlich schon 5 - gekostet, aber für dich immer gern!

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Eintrag #233 vom 14. Mrz. 2005 09:00 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Tja, eigentlich wollte ich zu dem Thema ja schon etwas geschrieben haben, bevor ich die Einträge hierhin verschoben habe.
Und eigentlich wollte ich ja gar nicht verschieben, sondern den anderen Thread zumachen.
Leider oder zum Glück hat mir aber eine Funktionsstörung den sehr giftigen Beitrag in die ewigen Jagdgründe gerissen. Schade drum, denn das hätte zumindestens dem Forum diesen ßrger erspart.
Aber egal, zurück zum Schild-Thema:
Wolfgang: Hier ist dein Schild.
Deinen Account habe ich wunschgemäß gesperrt.
Gruß
Hilmar
Tempus vivit Team

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Eintrag #234 vom 28. Mai. 2005 17:01 Uhr Peter Braubach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Braubach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bemalung eines Infanterieschildes (~1350)

Hallo

ich bin gerade dabei mir ein Infanterieschild zu bauen. Das Schild soll für einen einfachen Infantristen bzw einen Armbrustschützen sein.

Nun wollte ich fragen was für eine Art der Bemalung für solch ein Schild in Frage kommt.
Größe und Form des Schildes entsprechen etwa diesen:
www.manesse.de/cgi-bin/mndx.cgi?a=ganz&geg=1222
In bei der Bildersuche bin ich auf einige Abbildungen von Schilden mit geometrischen Mustern gestoßen:
z.B.
www.manesse.de/cgi-bin/mndx.cgi?a=ganz&geg=1267
Waren sonst noch andere Darstellungen (stilisierte Tiere o.ä. gebräuchlich?)
Desweiteren habe ich auch Bilder (sehr) reich geschmückter Parvesen aus dem 15. Jhdt gefunden
–> www.myarmoury.com/talk/viewtopic.php?t=2711&highlight=
Was würdet ihr vorschlagen bzw empfehlen?
ich hoffe ich habe bei meinem ersten Posting nicht gleich alle fettnäpfchen getroffen.
Danke für konstruktive Kritik und Anregungen.
Peter

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Eintrag #235 vom 28. Mai. 2005 23:35 Uhr Peter Braubach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Braubach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zusatz

Die Abstammung sollte im Bereich Mittel bzw. Süddeutschland liegen.

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Eintrag #236 vom 29. Mai. 2005 02:40 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schilde um 1350

Moin Peter,
Infanterieschilde waren um 1350 nicht mehr so weit verbreitet, jedoch gibt es einige aktuellere Quellen für diese Zeit als die Kreuzfahrerbibel, die ca. 100 Jahre zuvor hergestellt wurde und aus der die Abb. stammt ;).
Ein besseres Beispiel wäre diese Umzeichnung der Leugemeete-Fresken www.liebaart.org/figuren/mililans.gif.
, die von etwa 1340 stammen. Sehr gut ist auch die Statue eines Milizionärs in Gent (dort im Museum zu sehen), zu der ich aber leider keinen Link habe, die aber z.B. im “French Armies of the hundred years war” von Osprey abgebildet ist.
Ich habe Schilde von zeitgenössischen Abbildungen und Statuen im Verhältnis umgerechnet und kam bei Fußkämpfern - wenn sie denn überhaupt mit Schilden abgebildet wurden auf eine Höhe von 70 cm, bei Reitern auf 50 cm. Neben der Dreieckform, war auch die klassische Wappenschild-Form verbreitet (wie hier unter 11 gekennzeichnet /tempus-vivit/bibliothek/ruestungen/schildformen)
Was die Bemalung angeht, so ist es sicher nicht falsch, das Wappen Deiner Stadt oder Deines Dienstherren zu tragen. So elaborierte Zeichnungen wie auf den Pavesen des 15. Jhdts. kenne ich aus der Zeit um 1350 aber nicht. Das Wappenwesen war äußerst ausgeprägt und “irgendwelche” Symbole, Farbzusammenstellungen oder heraldische Bilder gab es so nicht mehr. Das war eher eine Sache vor der Ausprägung des Wappenwesens im 12. Jhdt. Bedenke, Du befindest Dich mit 1350 im Spätmittelalter und die Wappen- und Farbensymbolik war auf dem Hochstand.
Hoffe, ich konnte etwas helfen
Thorsten
Goedendag 1340-1360

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Eintrag #237 vom 29. Mai. 2005 02:44 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Mhm, der Link funktionierte so nicht, hier noch einmal
/tempus-vivit/bibliothek/ruestungen/schildformen
www.liebaart.org/figuren/stadsmil.gif
Thorsten
Manchmal wünsche ich mir bei TV mal eine Vorschaufunktion für Postings, wie sie in vielen anderen Foren üblich ist …

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Eintrag #238 vom 29. Mai. 2005 09:50 Uhr Peter Braubach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Braubach eine Nachricht zu schreiben.

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Ergs.
Gut. Gut das ich nicht so weit in der Planung bin :)
Wie steht es mit der Bemalung um c.a. 1250 - Ich habe es gestern schon gedacht das ich mich um 100 jahre vertan habe - verzeiht - ich bin paralell am wälzen von diversen büchern.
danke für die Auskunft - vieleicht noch eine für ein jahrhundert früher.
–> ich werde in zukunft noch mit ein paar fragen mehr aufwarten. ich fange gerade mit dem hobby an, bzw bin am umsteigen. Und möchte das ganze doch möglichst richtig machen :)

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Eintrag #240 vom 13. Jun. 2006 14:30 Uhr Karsten König  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karsten König eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schildbau - Planken Dübeln - Frage ;)

Nun, seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Schildbau, und so kam es, das ich mir sogar Lindenholz besorgen konnte.
nun, nach Berechnungen jeglicher Art und vielen Anderen Dingen, viel mir jetzt ein, das ich mir vllt überlegen sollte wie ich den Schild düble!
Nun, ein Suchen nach einer direkten Bauanleitung führte mich nur auf das Buch “der mittelalterliche Reiterschild” ( ich denke, den Schildbauern hier im Forum dürfte dies ein Begriff sein. )
leider jedoch konnte ich nirgends in Foren und dergleichen etwas über die Dübel lesen.
ich dachte an Dübel aus Lindenholz, und das sie in einem Abstand von ca 5-7,5cm angebracht werden, mit einer Stärke von maximal einem halben cm ( der Schild hat eine Stärke von 1cm )
meine Plankenbreite beträgt 6,2cm, die abgeschrägte Seite ist 6cm breit. ( wie tief die Dübel nun gehen, sei mir überlassen^^ )
Ein Freund von mir meinte, er ist Schreinermeister im Restaurationsbereich, also mehr für Möbel und dergleichen, das wir ggfs auch einfach eine Durchgehende Leiste, aus entweder Lindenholz oder Sperrholz, machen könnte, was wohl zeitsparender wäre…
Nun, ob das die erforderliche Statik mit sich bringt, da bin ich irgendwie am zweifeln! ;)
was denkt ihr?
Karsten, Krieger mit Brot und Seele!

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Eintrag #241 vom 27. Jun. 2006 17:34 Uhr Thorsten Dege  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Dege eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Konvexe-Rundschilde-Frage

Habe hier eifrig gelesen und schon viele gute Tipps zum Schildbau erhalten, DANKE!
Mir sind einige Details dennoch unklar, ich hoffe nicht, weil ich zu flüchtig gelesen habe ;)
Waren bereits in der Vendelzeit konkave Rundschilde in Gebrauch? Gab es in der Vendel- und Wikingerzeit plane und konvexe Rundschilde parallel? Speziell Skandinavischer Raum.
Habe ich es richtig verstanden, dass man alle einzelnen Planken an nur einer Längsseite leicht oval hobelt, um einen konvexen Schild zu bekommen? Stoßen die zwei Mittelplanken mit ihrer jeweils geraden Kante aneinander?
Kann man die Planken über vier
Kochtöpfen mit heißem Wasserdampf biegbar bekommen? Die Mittelplanken haben ja bei einem Schild mit 70 cm Durchmesser eben 70 cm Länge!
Ich hoffe, jemand sachkundiges ist bereit mir zu helfen!
Danke und Grüße, Thorsten

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Eintrag #242 vom 01. Jul. 2006 20:40 Uhr Markus Schütt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Schütt eine Nachricht zu schreiben.

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Meines wissens nach wurden auf der Rückseite zwei planken angebracht,eine oben eine unten und in der mitte wieder eine welche gleichzeitig auch als Griff diente,da man die Fläche unter dem Schildbuckel aussägte war dort genug platz für die Hand um den Schild im Gefecht zu führen.Dübel wurden meines wissens nach nicht verwendet,zumindest ist mir nichts darüber bekannt.
Mfg
Magnus der Wikinker

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Eintrag #243 vom 25. Sep. 2006 16:30 Uhr Christopher (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Habe mir mal die Zeit genommen, den Thread komplett durchzulesen und einige sehr interessante und hilfreiche Aspekte erfahren, die mir helfen werden, meine Schild-Bastelei hoffentlich einigermaßen erfolgreich zu beenden. Nun habe ich aber noch eine Frage zum Rohhautrand, die zwar schon einige Male gestellt wurde, aber nicht bzw. unvollständig beantwortet wurde: Ist eine Bespannung mit Leinen, darauf Kreidegrund und anschließend, und darum geht es mir, die Bespannung des Randes mit Rohhaut nun wirklich “a” oder nicht? In vielen anderen Threads habe ich Bemerkungen wie “Rohautrand ist eine reine Mittelaltermarkterscheinung” gelesen. Ist eine solche Behauptung korrekt? Ich bitte darum, von einer Antwort à la “mach einfach eine komplette Rohhautbespannung, dann hast du das Problem nicht” abzusehen.
-Dann nochmal ganz kurz zu der Diskussion, die zwischen Roland und Maximilian geführt wurde. Ich möchte zwar den Streit von damals nicht wieder auffrischen, jedoch muss ich dazu einfach etwas schreiben. Ich finde, Maximlian hat in einigen Punkten recht, wenn er ein “Rumhöhnen” bemängelt. Antworten à la “Mess mal die Länge deines Unterarmes inkl. Hand und DANN mach dir mal nochmal Gedanken zur Breite des Schildes…”, “sinnvoll wie der Schleudersitz bei U-Bootfahrern.”, “Mein Tipp (der letzte kostenlose, jeder weitere kostet 5 -..*g*)”, “Genau, Maximilian. Die im Teppich abgebildeten/gestickten Schilde sind genauso ”flach“ und zweidimensional gewesen wie auch die dort abgebildeten/gestickten Helme, Pferde, Schiffe, Köpfe, usw.” und “Damit dich die Nacht nicht wirklich unendlich umgibt…unendlich schreibt sich mit D .. :-)” sind keineswegs hilfreich, bringen nichts außer dass sich der Betroffenen peinlich berührt fühlt und lassen den Verfasser in keinem guten Licht dastehen. Selbstherrlichkeit, Sich-über-andere-die-keine-Ahnung-haben-lustig-machen und eine Ich-hab-das-Wissen-mit-Löffeln-gefressen-Haltung sind keinesfalls eine Tugend. Dies sollten sich hier mal einige Herren durch den Kopf gehen lassen.
-Oh, ist doch ein wenig länger geworden als geplant.
Aber bitte NICHT meine obige Frage vergessen! Danke!
Gruß Christopher

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Eintrag #244 vom 25. Sep. 2006 18:26 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
aus dem Hochmittelalter sind mit keine Schilde mit einem separaten oder zusätzlichen Rand bekannt, wobei die Zahl der erhaltenen und publizierten Originale eh eher übersichtlich ist. Aus einigen bildlichen Darstellungen könnte man einen Schildrand ableiten, da die Ränder farblich abgesetzt sind (siehe z.B. den Wandteppich von Bayeux). Das lässt jedoch natürlich kaum Schlüsse auf evtl. verwendetes Material zu. Im Bereich des Spätmittelalters bin ich nicht so bewandert, jedoch ist mir auch dort kein einziger Schild mit einem Rohhautrand unter gekommen.
Ich halte Schildrandverstärkungen aus Rohhaut für rein spekulativ und würde daher eher Abstand davon nehmen.
Pax, Timm

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Eintrag #245 vom 25. Sep. 2006 22:58 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Christopher, wenn du schreibst, du hast diesen Thread komplett gelesen, dann verstehe ich weder deine Frage noch deine auf mich bezogenen Ausführungen, was “Selbstherrlichkeit” etc. angeht…?
Wenn es dir mit deiner Frage darum geht, daß du eine Absolution für deinen Wunsch bekommst, einen Schild mit Rohhautrand bestücken zu können, dann befindest du dich möglicherweise auf der gleichen Ebene wie seinerzeit der Maximilian.
Eine offene Frage zu stellen, die aber eine mögliche Antwort gleich im Vorfeld ausschließt (noch dazu eine PASSENDE) ist ohnehin eine Farce, aber das ist nur meine Ansicht und die muss nicht richtig sein.
Wenn du mich fragst, mach doch einfach was du willst..du wirst es vermutlich ohnehin tun. :-)
Die Erwartungshaltung, daß dir vielleicht irgendjemand hier sagt, JA..DA WAR MAL WAS..MACH ES SO WIE DU SCHREIBST.. ist irgendwie seltsam.
Ich befürchte daher, daß dir hier keiner helfen kann, bestenfalls du dir selbst.
Gruß,
Roland
(in-keinem-guten-Lichtsteher)
Licht und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #246 vom 26. Sep. 2006 00:29 Uhr Christopher (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher eine Nachricht zu schreiben.

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@Timm:
Danke für die schnelle Antwort. Etwas ähnliches hatte ich schon erwartet. Na, dann muss ich wohl oder übel vom Hundeknochen Abstand nehmen und mich nach einer etwas größeren Rohhaut umsehen… :)
@Roland:
Schade, dass du es so siehst. Ich wollte dich nicht kränken, es war eher als Anstoß dazu gedacht, einmal darüber nachzudenken, ob man eine Antwort, die dem, der eine Frage gestellt hat, in keinster Weise weiterbringt oder ihn kränkt, nicht einfach sein lässt oder statt dessen ihm in einer freundlicheren Art und Weise klar macht, wie man die Dinge sieht. Timms Beitrag zeigt ja eindeutig, dass es auch so geht. Eine solche Antwort ist genau so, wie es sich ein Fragender wünscht: Sachlich, präzise und informativ. Alles andere gehört nicht in einen solchen Thread.
Gruß Christopher

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Eintrag #247 vom 26. Sep. 2006 01:17 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Du hast völlig recht damit, Christoph, alles andere gehört nicht in diesen (irgendeinen) Thread.
Genausowenig wie eine vielleicht schroffere Antwort als erwünscht in einen Fachthread gehört, ist es aber höflich und zeugt von gutem Benehmen und/oder Aufmerksamkeit und Respekt, wenn der Fragende ganz offensichtlich die bisherigen Ergebnisse NICHT gelesen hat.
Er zeigt dadurch eigentlich nur dem/den Gefragten, daß er nicht wirklich Lust hat eigene Zeit und eigenen Aufwand in das Thema zu stecken, sondern möglichst rasch an einer (für ihn!) pflegeleichten Antwort interessiert ist.
Man könnte es auch so formulieren:
Der Frager zeigt dem Gefragten deutlich, daß er nicht mal den Anstand aufbringt sicher zu stellen, daß seine Frage nicht bereits (in diesem Fall mehrfach) beantwortet wurde.
Deine Frage wurde eigentlich bereits das erste mal vor über 6 Jahren innerhalb dieses Threads beantwortet, sogar mit Nennung der Funde, bzw. den Orten, wo sie ausgestellt sind…
Und dennoch stellst du nicht nur diese überflüssige Frage, nein, darüber hinaus schreibst du noch folgendes:
“Habe mir mal die Zeit genommen, den Thread komplett durchzulesen..”
Soviel von meiner Seite zu “gutem Ton” und “in keinem guten Licht stehen”.
Vielleicht sollte sich das auch mal “jeder” durch den Kopf gehen lassen.
Gruß,
Roland
(der so eine Ahnung davon hat, wie die nächste Reaktion sein wird..und sich wünschen würde, er hätte dahingehend einmal unrecht..)
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #248 vom 26. Sep. 2006 11:09 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Mal halb off Topic,
Der Rohhautrand an meinem ersten Testrundschild im Freikampf und Schlachteinsatz extrem praktikabel als Schutz vor Holzssplittern und bewährte sich wesentlich besser als eine Stahlbandeinlage.
Wenn auch unbelegt, praktisch im Marktmittelalter sind sie.
Gruß, Uli

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Eintrag #249 vom 26. Sep. 2006 12:07 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Da Christopher aber nun mal nach der “a”-Variante fragte und Hinweise auf Belege sucht, hilft ihm der (zweifelsohne für das “Marktmittelalter” richtige) Hinweis auf Praktikabilität der Rohhautränder nicht weiter ;(
Also, bleiben wir bei den Funden, da ist es wohl so wie Timm schon feststellte: Hinweise auf Schildrandverstärkungen bei Rundschilden gibt es, Material ist unsicher (allerdings ist teilweise sogar auch Metall in Klammerform bei Wikingerschilden belegt), dagegen viele Reiterschilde aus dem Hochmittelalter, die zumeist beidseitig komplett mit Rohhaut oder Leder bezogen waren (gelegendlich auch nur mit Leinen), nachzulesen in: Jan Kohlmorgen “Der Mittelalterliche Reiterschild”)
Gruß, Ingo

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Eintrag #250 vom 26. Sep. 2006 12:15 Uhr Christopher (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Lieber Roland!
Die Frage ist natürlich schoneinmal beantwortet worden. Das weiß ich und habe es bei meiner Fragestellung auch erwähnt. Jedoch wurde dies in diesem Thread vor meiner Frage nur unvollständig getan, das heißt, es gab viele Leute, die ein wenig dies und viele Leute, die ein wenig das gesagt haben. Mir ging es jetzt darum, eine KLARE Antwort zu diesem Thema zu bekommen oder eventuell eine Diskussion mit ernsthaften Argumenten anzuregen.
Die Stelle mit den Funden könntest du mir einmal zeigen, da habe ich leider nichts gefunden. Da mögliche Lederumrandungen bis heute nicht erhalten geblieben sein können, kann man aus Funden wohl nicht auf eine Bespannung schließen.
Und ich bitte erneut darum, von Kommentaren wie “der so eine Ahnung hat…” usw. Abstand zu nehmen, weil dies die Ernsthaftigkeit deiner Antwort in Frage stellt und man sich fragen muss, ob man sich wirklich die Mühe machen sollte, auf eine solche Provokation zu antworten.
Gruß Christopher

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Eintrag #251 vom 26. Sep. 2006 12:56 Uhr Christopher (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher eine Nachricht zu schreiben.

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Nachdem ich mir den Thread noch einige Male durchgelesen und in einigen Büchern nachgeschaut habe, sind mir noch einige Aspekte aufgefallen, die ich hier nocheinmal posten möchte (da sie sonst in der Versenkung des Threads verschwinden :) ). Vielleicht kann dazu jemand etwas schreiben, der ein wenig mehr Ahnung hat als ich.
Ich habe mir einmal die Schlacht von Hastings auf dem Teppich von Bayeux angesehen und, wie schon Timm schrieb, einen Rand an den Schilden erkennen können, der mal auf der Vorderseite und mal auf der Rückseite der Schilde zu sehen ist.
Auch kann man im Buch “The Normans” von David Nicolle (Osprey, Seite 18) auf Schilden von Kupferfiguren (ca. 1140 AD) einen deutlich abgesetzten Rand sehen, der mit Nägeln befestigt ist.
Wobei könnte es sich dabei handeln? Reine Schildbemalung halte ich für nicht plausibel, da wie gesagt, eine deutliche Absetzung zu erkennen ist.
Kann es sich dabei lediglich um den Rand der von hinten befestigten Bespannung handeln, der nach vorne übergeschlagen wurde? Dann wäre jedoch keine Erklärung dafür gefunden, wieso es auf dem Teppich von Bayeux Schilde gibt, bei denen auf der Rückseite ein solcher Rand zu sehen ist. Natürlich ist es möglich, dass es keine einheitliche Machart gab und manche den Rand der Vorderseite nach hinten umschlugen, während manche ihre Schilde umgekehrt fertigten.
Geht man davon aus, dass es sich aber um eine reine Randbefestigung handelt, welches Material ist denkbar? Wie gesagt, Metall lasse ich jetzt einmal außen vor, weil davon mehr erhalten geblieben sein müsste und es außerdem zu schwer und zu teuer für dieses “Wegwerfprodukt” gewesen wäre. Dann bliebe für mich eigentlich nur noch Pergamentleder/Rohhaut übrig.
Es ist natürlich nicht möglich, sich über das Thema Klarheit zu verschaffen, weil es ja keine erhaltenen Funde gibt. Deshalb werde ich wohl bei einer Komplettbespannung mit Rohhaut bleiben.
Gruß Christopher

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Eintrag #252 vom 26. Sep. 2006 15:12 Uhr Johann Anton Mattes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johann Anton Mattes eine Nachricht zu schreiben.

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Vielleicht kann ich dir mit einem vergleich aus der römischen Zeit helfen.
Hier wurden nämlich durchaus recht komplette Schilde gefunden (Dura Europos).
Hier liess sich eine Schildeinfassung mit Rohhaut nachweisen (die war übrigens aufgenäht nicht genagelt wie die früheren Bronzeränder)zusätzlich zu der Rohhautschicht unter dem bemalten Leinen.
Aber römische Schilde waren auch keine solche Wegwerfware wie normannische.
Mfg: Johann

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Eintrag #253 vom 26. Sep. 2006 15:46 Uhr Christopher (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Johann!
Das ist ja interessant, davon hatte ich bis jetzt noch nicht gehört. Wenn es hier Belege für eine Rohhautfassung gibt, ist es dann vielleicht auch nicht mehr so abwegig, über eine solche in späteren Epochen nachzudenken.
Gruß Christopher

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Eintrag #254 vom 26. Sep. 2006 16:26 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Ja, wunderbar. Dann hast du doch jetzt das was du hören/lesen wolltest, oder? :-)
Bei der Gelegenheit könnten wir vielleicht auch (natürlich in einem anderen Thread, versteht sich) darüber philosofieren, ob es im frühen und hohen Mittelalter, also NACH den Römern, nicht vielleicht DOCH auch städtische Badeanstalten gab, ob die Straßen nicht vielleicht DOCH auch gepflastert waren, oder ob nicht DOCH ein stehendes Heer existiert haben kann…schließlich gab es das ja bei den Römern auch schon. :-)
Zu deinem unteren Eintrag soviel:
Es gibt erhaltene Schuildfunde, sogar aus der Spätantike/Frühmittelalter, dem Hoch- und Spätmittelalter. Es sind einige..und nein, ich werde dir weder die Textstellen innerhalb dieses Threads heraussuchen noch dir sagen, wo die Dinger ausgestellt sind, denn du hast den Thread ja inzwischen zweimal gelesen, da wird dir das ja vielleicht doch aufgefallen sein, Christopher.
Falls nicht, lies ihn einfach nochmal.
Es ist hier mehrfach entsprechende Lektüre genannt worden, die zu lesen dir viele (alle!) deine Fragen beantworten würde.
Warum soll dir hier irgendjemand eine Abhandlung oder eine Inhaltsangabe liefern, sich dabei viel Arbeit machen, wenn du das SELBST erledigen kannst?
Und bevor ich mich über diese Sche… Verbrauchermentalität (Fütter mich, aber putz mir nachher noch den Mund ab!) wirklich richtig aufrege, hör ich jetzt besser auf..
Nutze einfach die Tipps, die in diesem Thread stehen!

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Eintrag #255 vom 26. Sep. 2006 16:52 Uhr Peter (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Peter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Schildbürger!
@Roland: Da hat der Christopher offensichtlich einen wunden Punkt bei Dir getroffen. Was auch immer dahintersteckt gehört nicht in diese Runde und darum bitte ich dich, nichts mehr dazu zu schreiben. Ist für alle angenehmer, bestimmt auch für dich.
Der Hinweis, Bücher zu lesen ist im Prinzip nicht verkehrt, macht solche Threats aber an sich überflüssig. Hier möchte man einigermaßen kurze Antworten, um nicht mehrere hundert Seiten lesen zu müssen. Je nachdem was hier so rauskommt, kann man DANACH mit hilfe von Büchern immer noch tiefer einsteigen.
@Timm: Danke, im Prinzip beantwortet es Christophs Fragen kurz.
@Christopher: Du fragst nach einer KLAREN Antwort. Die gibt es zu diesem Thema leider nicht. Es gibt die diversen Hinweise (frühere Funde, zeitgenössische Abbildungen, erhaltene Spuren (Löcher) in Originalen). Wie wir damit umgehen ist unsere Sache. Ab hier können wir spekulieren, oder besser, mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten.
Du kannst den reinen Rohautrand durchaus argumentativ untermauern, genauso kannst Du ihn wegdiskutieren. Mache Dir dein eigenes Bild.
Grüße

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Eintrag #256 vom 26. Sep. 2006 17:22 Uhr Christopher (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher eine Nachricht zu schreiben.

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Hmm, da hast du wohl recht, Peter! Es ist halt immer schwer, zu akzeptieren, dass man wohl keine klaren Erkenntnisse fassen werden kann.
Aber ich finde es auch wichtig, dass man Hinweise zusammenträgt und Meinungen verfasst, die vielleicht ein Weiterkommen in dieser Frage bedeuten. Dabei sind natürlich Spekulationen Tür und Tor geöffnet, aber diese können auch auf den richtigen Pfad führen, so wie es mit wissenschaftlichen Theorien auch verläuft. (Obwohl ich mich natürlich nicht als Wissenschaftler darstellen möchte :) )
Ich bin auf jeden Fall dankbar dafür, dass du den Sinn eines solchen Threads nocheinmal für alle sichtbar gepostet hast!
Gruß Christopher

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Eintrag #257 vom 18. Dez. 2006 08:24 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Ich habe eine Frage zum Brienzer Schild. Bei der Lektüre von J.K. “Der mittelalterliche Reitschild” ist mir bei den Vorschlägen zur Beriemung dieses Schildes aufgefallen, dass beide Vorschläge nicht alle Details des Schildes wiedergeben.
Die erste, einfachere Rekonstruktion, der Herr Kohlmorgen folgt, unterschlägt z.B. die Polsterungen und teilweise die Richtungen der erhaltenen Fragmente.
Ausserdem ist nur eine Haltung mit angewinkeltem Arm (nach rechts oben) möglich, was fürs Reiten wohl möglich, aber nicht so praktisch ist.
Ich tüftle gerade nach alternativen Vorschlägen der Beriemung.
Hat jemand zufällig Detailfotos der Rückseite des Schildes?
Vielen Dank, Benedikt

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Eintrag #258 vom 11. Feb. 2007 21:59 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo mal wieder :)
Ich habe mittlerweile einen alternativen Beriemungsvorschlag erarbeitet, der Praxistest steht aber noch aus. Ich werde versuchen, die Beriemung an meinem Schild nachzubauen um Aussgaen über die Führigkeit und damit Tauglichkeit treffen zu können.
Momentan tüftle ich am Schild selber. Jan Kohlmorgen schreibt in seinem Buch 50 über die Grundierung des Schildes.
Laut seiner Aussage ist auf dem Pergament eine Schicht schwach-leimgebundener Gips, darüber befindet sich eine Kreideschicht mit Leim vermischt (Kreidegrund?).
Meine Frage ist, wie dick solche Schichten in etwa waren?
Eine weitere Frage, die damit zusammenhängt ist, wie die Kanten der Holzbretter ausgeglichen wurden.
Da der Schild ja in Plankenbauweise gefertigt wurde, stoßen die Bretter in einem Winkel aneinander und bilden eine kleine “Spitze”. Wird diese einfach geradeghobelt oder wird das durch das Pergament und die Gips- und Kreideschicht ausgeglichen?
Viele Grüße,
Benedikt

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Eintrag #259 vom 11. Mai. 2007 11:33 Uhr Wolfgang Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn ich das Schild komplett mit Rohhaut überziehe, kann ich es dann überhaupt noch bemalen, und wenn ja mit welchen Farben?
Wolfgang

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Eintrag #260 vom 11. Mai. 2007 11:50 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rohhaut.

Ja, klar.
Rohhaut, Kreidegrund, Temperafarben….
Das steht aber eigentlich auch alles schon hier im Thread.
Gruß, Ivain

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Eintrag #261 vom 05. Jun. 2007 15:00 Uhr Rudolf Markus Fink  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rudolf Markus Fink eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Riemen und deren Befestigung

Ich hab mich schon in den anderen Themen umgesehen, hab aber keine besonders befriedigende Antwort gefunden. Deswegen hier eine Frage zu den Riemen, deren Befestigung, …
Klar, dass es eine Menge verschiedene Schildformen im Lauf der Zeit gegeben hat, die von verschiedenen Einheiten getragen wurden und sich somit auch dieser Teil angepasst hat.
Um konkreter zu werden: Wie sah die Anordnung der Griffschlaufen bei einem Infanterieschild um 1350 aus? War es die übliche Diagonale oder doch vertikaler? Wie sah es mit der Schildfessel aus? War die zu der Zeit schon bei der Infanterie üblich oder doch nur bei berittenen Einheit? Wenn nein, wie wurde dann der Dreiecksschild transportiert (Riemen an der Innenseite, ähnlich einem “Rucksackriemen”)
Wie ich zu meinen Fragen komme. Auf diesem Bild sieht man sehr aufrechte Handhaltungen an der Schildhand und keine “Tragevorrichtung”:
www.berwelf.de/bauanleitungen/Schild/Schild_hinten.GIF
Und nun zu Punkt zwei:
Wie befestige ich am besten meine Riemen, etc. am Schild um noch möglichst A zu sein. Gewinde (denke ich) kommen nicht in Frage und umgebogene lange Nägel sind aus meiner Sicht Sicherheitstechnisch zu gefährlich. Kurze Nägel zieht es mir aber aus dem Holz wieder heraus. Vielleicht hat da ja noch wer einen Tipp für mich. ;-)
Marcus

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Eintrag #262 vom 05. Jun. 2007 15:02 Uhr Rudolf Markus Fink  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rudolf Markus Fink eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag:

Hab grad den falschen link bemerkt, deswegne hier der richtige:
www.berwelf.de/[…]/Infanterieschild_1300.jpg
Marcus

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Eintrag #263 vom 06. Jun. 2007 09:12 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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Hi
Zur Riemenanordung von Infantrieschilden um 1350 kann ich dir nicht soviel sagen, ist auch nicht ganz meine Zeit.
Aber bei deren Befestigung sind Nieten oder umgekrampte Nägel die erste Wahl. Bei Letzteren werden die Nägel so umgeschlagen, dass deren Spitze wieder in den Schildkorpus geschlagen werden. So stellen die Nagelspitzen auch eine Sicherheitsrisiko mehr dar. Einfach aber effektiv. ;-)
Gruß, Daniel

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Eintrag #264 vom 06. Jun. 2007 09:13 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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Ops,
ich meinte natürlich “auch kein Sicherheitsrisiko mehr”.
Gruß, Daniel

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Eintrag #265 vom 06. Jun. 2007 11:02 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Für Schaukampf ist nähen besser.
Auch gut umgeschlagene Nägel können sich nach einiger Zeit lösen, wenn durch Gebrauch das Holz nachgibt z.B.
Sascha

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Eintrag #266 vom 25. Jul. 2007 18:50 Uhr Markus Hauke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Hauke eine Nachricht zu schreiben.

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Hey Leute,
suche jemanden der mir beim Bau eines schaukampftauglichen Rundschildes ein paar wertvolle Tipps geben kann. Grundvoraussetzung ist das es wuchtige Zweihand Axtschläge aushalten muss!
Tipps in Richtung Materialien und Verarbeitung wären klasse!
Ach ja, und wenn es einigermaßen originalgetreue Materialien und Verarbeitungsmethoden sind, wär dann der absolute Hammer!!!
Bjorn Jarl der Jävla Nordmannen

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Eintrag #267 vom 25. Jul. 2007 20:08 Uhr Volker Bach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.

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Was die Axtschlaege angeht fuerchte ich wirst Du ziemlich schnell bei Epoxykleber und Aramidfasern landen. MWN gibt es keine Art, auf historische Weise einen Schild zu bauen, der so etwas aushält.
Aber was die Staerke angeht empfehle ich fuer einen Rundschild mehrere Lagen Hartholz (z.B. Eiche). Ideal waeren sehr duenne Bretter oder Furnierblätter, die in Lagen rechtwinklig zueinander verleimt werden (dazu funktioniert tierischer Leim, aber wenn es richtig gut halten muss ist Epoxy wesentlich tougher). Darueber geleimt je eine Lage Leinenstoff und Rohhaut. Unbedingt jede Leimung komplett durchtrocknen lassen. Das Ganze dann mit moeglichst wasserfestem Lack oder Farbe behandeln (wenns Epoxy ist, ist das weniger wichtig). Diese Methode gibt so ziemlich das festeste, was mit historischen Methoden erreicht werden kann. An sich waere es noch moeglich, eine Schicht Stahlblech auszutreiben und auf der Vorderseite zu befestigen, aber das kenne ich erst aus der Renaissancezeit.
Im Hinblick auf Deine Namenswahl wuerde ich aber hier eher nahe legen, Holzbretter nebeneinander zu verleimen, mit Leinen und/oder Rohhaut zu verstaerken und damit zu leben, dass der Schild hin und wieder ersetzt werden muss. Das ist gerade fuer fruehmittelalterliche Schilde naemlich durchaus so geplant gewesen.
Ianus

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Eintrag #269 vom 25. Jul. 2007 20:15 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Im Prinzip stimme ich Volker ja zu, möchte nur eins präzisieren:
Wenn der Schild gut gebaut ist und sinnvoll geführt (!) wird, kann er sehr wohl einige solcher Axthiebe aushalten.
Aber irgendwann ist halt Ende, und das kommt recht bald. Führt man den Schild falsch sogar sehr schnell.
Nur, damit es nicht so klingt, als wäre ein Schild sofort kaputt nachdem er eine Axt gespürt hat.
Gruß, Ivain

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Eintrag #270 vom 26. Jul. 2007 08:53 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
ist zwar auch nicht ganz A aber immerhin mehr A als Epoxykleber und Aramidfasern. Nimm 3mm oder 4mm starkes (je nachdem was du bekommen kannst) Birken-Sperrholz und grobes Jutegewebe. Da verleimst du einfach mehrere Schichten miteinander, so dass du in etwa 12mm Gesamtstärke hast. Der Clou an der Sache ist, dass du zwischen jedeweils 2 Schichten Sperrholz nochmal eine Schicht von dem Jutegewebe leimst. Durch die Juteschichten wird der Schild irre zäh und hält einiges aus.
Hatten letzten Samstag mal ein paar Bruchtests mit einem irre schweren und fiesen Streitkolben mit großen Lamellenkopf gemacht und das Ergebnis hat uns äußerst positiv überrascht. Bei 3 Schichten Sperrholz a 3mm mit Jute als Zwischenschichten ist das Material selbst nach 3 wuchtigen Schlägen nicht zu Bruch gegangen. Lediglich ein paar Eindrücke der Lamellen vom Kolbenkopf waren auf der Fronstseite zu sehen und der Schild hat sich geringfügig etwas verzogen. Bei einer Schicht Sperrholz mehr bzw. bei 4mm Sperrholz hätte sich da wahrscheinlich auch nichts mehr getan. Das Vergleichsstück ohne Juteschichten war sofort nach dem ersten Schlag wie ein Streichholz zerbrochen.
Daher müsste ein so wie oben beschieben aufgebauter Schild auch ein paar ordentliche Axthieben vertragen können. Aber irgendwann wird mit der Zeit so ein Schild auch an seine Belastungsgrenzen stossen. Nichts ist für ewig.
Gruß, Daniel

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Eintrag #271 vom 20. Dez. 2007 22:01 Uhr Jörg Tobias  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Tobias eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe mir in der Plankenbauweise aus Linde einen Dreieckschild gebaut und ihn mit Leinen beidseitig bespannt. Ich habe Hautleim benützt, da Hautleim etwas elastischer bleibt - im Gegensatz zu Knochenleim. Aus dem Buch “Der mittelalterliche Reiterschild” von J. Kohlmorgen hat mir jemand die Seiten über die Bauanleitung abgelichtet. J. Kohlmorgen behandelt ausschließlich die Kreidegrundierung. Ich habe nun einen Restaurator um Rat gefragt. Der Restaurator riet mir vom Kreidegrund ab, wenn der Schild auch im Freien getragen werden soll. Er meinte eine Bleiweißgrundierung oder Zinkweiß (mit Leinölfirnis?) wäre für diesen Zweck viel besser und müßte ebenfalls historisch in Ordnung sein.
Ist außer der Kreidegrundierung nichts anderes historisch belegbar?
Jörg Tobias

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Eintrag #272 vom 21. Dez. 2007 01:22 Uhr Anon (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anon eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, schön mal was hier ins Forum zu schreibn und ncht nur zu lesn:)
Meine Frage:
Ich will mir einen germanischen Rundschild bauen.
Zeit: um 500
Stamm: Langobarden
Ich hab schon Ewigkeiten im Internet recherchiert und mir alle Themen, die ich hier im Forum gefunden habe, durchgelesen. Zusätzlich habe ich ein Buch,speziell über Langobarden.
Mein Problem ist dass ich mein Schild so a wie möglich machen will und desswegen kommt Sperrholz nicht in Frage.
Zuerst habe ich an eine Scheibe eines Baumstammes gedacht, wäre das a??? Ich hab dazu nichts gefunen.
Nja, hier im Forum hab ich folgende Seite gefunden( members.ozemail.com.au/~chrisandpeter/[…]/shield.h[…] ), die es, wie auch andere Seiten im Internet nicht geschafft hat mir zu veranschaulichen, wie man ein Schild aus Planken macht. Reichen 3 Verstrebungen? Auf dieser Seite ist der Schild sogar mit nur einer dargestellt! Trägt die Verkleidung aus dieser Hundeknochenhaut/Leder maßgeblich zum Zusammenhalt der Planken bei?
Wozu dient der Schildbuckel-knopf?
mfg dh

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Eintrag #273 vom 21. Dez. 2007 11:10 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Jörg,
bei allen mir bekannten Hochmittelalterlichen Schilden wurde Kreidegrund als Unteralge für die Farben benutzt. Wenn ich mich nicht irre, wurde dabei auch Bleiweiss (Davon solltest du aber tunlichst Abstand nehmen, da hochgiftig. Zinkweiss ist ein guter Ersatz dafür.) untergemischt um das grau der Kreide auszuhellen. Das Problematische beim Kreidegrund ist aber weniger die Kreide als eher der Hautleim, der nicht wasserfest ist. Du könntest mit Kreidegrund auf Basis von Kaseinleim (aus Quark und Kalk) experimentieren, denn Kaseinleim ist relativ wasserfest. Guck dir dazu mal “Malmaterial und seine Verwendung im Bilde” von Ma Doerner an, da wird auf bei arten von Kreidegrund eingegangen. In den mir bekannten Publikationen zu Ma-Schilden wird nicht genau daruf eingegangen, ob der Kreidegrund auf Kasein- oder Hautleimgrundlage hergestellt wurde.
Am wichtigsten ist bei einem Schild meines Erachtens aber, dass du nach dem Farbauftrag eine gute Firniss aufträgst, die schützt nämlich später vor Feuchtigkeit, der Kreidegrund ist meines Erachtens weniger wichtig.
Pax, Timm

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Eintrag #274 vom 21. Dez. 2007 11:27 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Dominik,
eine Baumscheibe wird mit Sicherheit nicht funktionieren und ist auch in keiner Weise nachgewiesen. Zum einen würde sie vermutlich reissen, ausserdem würde sie spätestens nach 1-2 Schlägen auseinanderbrechen, das du die Scheibe gegen den Faserverlauf des Holzes sägen würdest.
Einen Plankenschild baut man aus Planken, die auf Stoß aneinander geleimt werden. Dabei solltest du darauf achten, dass die Planken entweder sauber radial zum Stamm gespalten wurden, oder zumindest so gesägt sind, dass du bei der Draufsicht auf die Stirnseite der Planke stehende Jahresringe hast. Das kannst du dir am einfachsten verdeutlichen, in dem du dir vorstellst ein Stammstück (von oben gesehen) in lauter kleine Tortenstücke aufzuspalten. Dann hast du in jedem Tortenstück besagte stehenden Jahresringe. Zum einen sind so gewonnene Spaltbohlen sehr stabil, zum anderem verwerfen/verziehen sie sich nicht bei Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen.
Zusätzliche Stabilität erhälst du du durch das Querholz mit Griff und eine mögliche zusätzliche Bespannung der Vorderseite mit Rohhaut o.ä., ggf. kannst du auch eine metallene Schildrandverstärkung ansetzen (z.B. in Birka nachgewiesen). Wie da nun die Beleglage für deinen Zeitraum ist, weis ich aber nicht. Von den berüchtigten Rohhautstreifen am Schildrand würde ich eher Abstand nehmen, die dürften eher eine Szenelegende wie der Steckstuhl sein. Ich kenne jedenfalls keinen Beleg dafür.
All das, was ich gerade so geschrieben habe, hättest du übrigens auch zusammenklauben können, wenn du die Threads hier wirklich gelesen hättest ;o)
Pax, Timm

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Eintrag #275 vom 21. Dez. 2007 11:32 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Beim nächsten Mal werde ich brav meine Einträge korrigieren, bevor ich sie abschicke. ;o)
Pax, Timm

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Eintrag #276 vom 21. Dez. 2007 14:45 Uhr Anon (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anon eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Erstmal, tut mir leid, das Falschposten…
Was du mir bis jezt gesagt hast habe ich, größtenteils, schon gewusst. Ich hab mir alle relevanten threads durchgelesen,auch diesen hier!
Meine Probleme sind aber:
Wie hat man bitte früher solche Planken zusammengeleimt? Leim ausm Bauhaus war ja eher schwer zu bekommn^^
Werden die Planken nur nebeneinander plaziert oder auch übereinander, wie beim Sperrholz?
Ich hab nen Schildbuckel bei dem ein Metallgriff inkludiert ist, also fällt die Griffverstrebung weg. Ich hab eher an 2 oben und unten gedacht, das ist eh kein Problem,od?
Den Schildrand wollte ich mit Leder machen;Problem?
mfg dh

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Eintrag #277 vom 21. Dez. 2007 16:40 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Der “Schildbuckel”, bei dem der Griff schon drin ist, ist höchstwahrscheinlich ein Buckler, also bereits ein eigener Schild…
Wie willst du den auch auf das Holz montieren, wenn der Griff dazwischen ist?
Gruß, Ivain

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Eintrag #278 vom 21. Dez. 2007 20:23 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Hm,
ich dachte du hast den Thread gelesen? Aber ich käue glatt nochmal wieder:
Eine Lage Planken, mehrere Schichten sind eher spekulativ.
Auf Stoß verleimt mit Glutinleim, z.B. Hautleim (ist zumindest fürs HMA belegt).
Konstruktionen mit 2 Querplanken kenne ich nicht, würde für mich also eher ausscheiden. Ich kenne allerdings auch kein Buckelfunde mit eingearbeitetem Griff…
Rohhaut oder Lederrand ist spekulativ, aber das hast du ja weiter oben in epischer Breite gelesen ;o)
Pax, Timm

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Eintrag #279 vom 21. Dez. 2007 21:39 Uhr Jörg Tobias  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Tobias eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber Dominik,
ich bin Orgelbauer und wir verwenden Lindenholz für die Pfeifenraster. Das sind ca. 12 mm starke z. T. mehr als 50 cm breite Bretter mit Bohrungen in denen die Zinnpfeifen platziert sind. Lindenolz ist sehr lebhaft im Wuchs, man merkt das auch beim Hobeln - man muß immerzu die Richtung des Handhobels wechseln um ein Ausreißen zu vermeiden. Nur auf stehende Jahrringe zu achten ist kaum möglich. Obwohl vorallem alte Kichen oft feucht und kalt sind, aber dann auch wieder beheizt werden, haben wir keine Probleme mit dem Verzug des Lindenholzes. Wir verwenden liegende wie stehende Jahre - querbeet. Doch das Holz ist dementsprechend natürlich und lange Zeit in einem Holzschuppen getrocknet.
Für einen gewölbten Schild hobelt man die Kanten der Bretter leicht angewinkelt. Zum Verleimen braucht man drei bogenförmige Unterlegplanken, die Bretter werden dann mit Stricken und einem Drehkeil oder mit Spanngurten gepreßt. Man kann in mehreren Abschnitten verleimen. Trick Nr. 17: Wenn die Unterlegplanken einen minimal kleineren Radius als nötig haben, so verstärkt dies den Preßdruck.
Für die Heimwerkerwerkstatt gibt es noch einen anderen Weg, nicht historisch, aber das Ergebnis ist nahezu das gleiche: die Bretter zum Verleimen zunächst verschrauben. Dazu sollten die Bretter 15 mm stark sein und nicht breiter als 60 mm. Bei 110 mm Länge funktioniert es mit fünf Torx-Spaxschrauben je Brett (5 x 80er). Man beginnt mit dem Mittelbrett und kann dann immer von beiden Seiten ein weiteres anleimen. Nach jedem Leimvorgang (Hautleim mind. 2 Stunden, Weißleim mind. 1/2 Stunde) die unhistorischen Schrauben entfernen, die zurückbleibenden Löcher aufbohren und 6er Rundholzdübel einschlagen. Die Dübel bekommt man am Stück im Baumarkt. Dübeln ist historisch umstritten, das sichtbare Ergebnis und Tragegefühl ist jedoch nicht vom historisch belegten zu unterscheiden und auf jeden Fall stimmiger als ein Sperrholzschild.
Viel Freude und gutes Gelingen. :)
Jörg Tobias

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Eintrag #280 vom 21. Dez. 2007 22:08 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Einspruch euer Ehren! ;o)
Da auch Linden wie jeder andere Baum rund wachsen, ist es natürlich möglich auf stehende Jahresringe zu achten. Auch verwirft sich jedes Holz, wenn auch unterschiedlich stark. Bei relativ dünnen Brettern die aneinander geleimt werden, kann das schon einen deutlichen Verzug ausmachen.
Die von dir beschriebene Bauweise bezieht sich auf einen gewölbten HMA-Schild, wie ich mal annehme (ich arbeite ähnlich, allerdings mit einer Negativform und Positivspanten mit Zwingen).
Dominik ging es allerdings um einen FMA-Schild, die von der Konstruktion her in der Regel flach sind, bestenfalls kann man für die Zeit konvex gewölbte Rundschilde interpretieren.
Die von ihm nenötigten Stoßkanten sollten also im 90° Winkel sein.
Pax, Timm

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Eintrag #281 vom 22. Dez. 2007 08:04 Uhr Anon (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anon eine Nachricht zu schreiben.

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Ja, mein Schild soll auf jeden Fall flach bleiben.
Ich habe den Thread gelesen…bitte bezweifle das nihct immer!:)
Ich kann mir nur schwer vorstellen dass man eine ausreichend hohe stabilität erreicht mit einer reihe´.
das is mein schildbuckel: www.kovex-ars.cz/armoury/stity/st10.jpg
hab ich anscheinend zu schlecht beschrieben^^….
Hab ich das richtig verstanden, historisch belegt ist nur eine eisenummantelung?
mfg

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Eintrag #282 vom 22. Dez. 2007 09:43 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Vor allem Eisen, aber auch Gold und Silber für den Rand, aber bitte beachte, das eine Eisenumfassung im üblichen Freikampf, wenn der Schild dafür sein soll, Probleme gibt. Nach einiger Zeit gibt es scharfe Kanten, durch das ständige draufkloppen.
;-)
Sascha

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Eintrag #283 vom 22. Dez. 2007 22:47 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Historisch belegt sind jedenfalls keine ausschließlichen Rohhaut-/Lederstreifen für den Rand, belegt sind vollflächige Bespannungen aus Rohhaut/Leder/Pergament sowohl dür nur außen als auch innen und außen. Historisch belegt sind sowohl einzelne Metallspangen am Rand (Birkaschilde) die vermutlich die Schildbespannung hielten oder auch zur Verstärkung. Und ebenfalls sind einige Schilde in Sperrholztechnik bekannt (siehe u.a. KOHLMORGEN, Der mittelalterliche Reiterschild - ohnehin ein sehr empfehlenswertes Buch.). Die Plankentechnik scheint aber (zumindest nach der aktuellen Fundlage) häufiger im Gebrauch gewesen zu sein. Dabei sind je nach Region und Zeit sehr verschiedene Hölzer nachgewiesen (zumeist leichte Laubhölzer, aber auch Eiche ist nachgewiesen).
Gruß, Ingo

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Eintrag #284 vom 22. Dez. 2007 23:11 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Ingo,
auch auf die Gefahr hin, dass sich dieser Thread im Kreis dreht:
Meines Wissens gibt es keine wirklichen Belege für “Sperrholztechnik” im Bereich des Mittelalters. Aus der Römerzeit gibts zwar wohl Funde, aber das ist halt ‘ne gänzlich andere Zeitstellung. Und den angeblichen Slavische Fund hat offenbar auch noch nie jemand gesehen… …ist also bisher alles rein spekulativ und nicht durch Funde belegt, ebenso wie du es schon für den Leder/Rohhautrand beschrieben hast.
Daher gilt für mich: Plankentechnik mit Rohhautbezug und gut.
PS Dominik: HMA-Schilde kommen sogar gänzlich ohne Querlattung aus, die Stabilität kommt aus dem Rohhautbezug. Hier ein Link zu einem Schild das ich so gebaut habe: www.brandenburg1260.de/schild.html
Pax, Timm

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Eintrag #285 vom 22. Dez. 2007 23:23 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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DAS Schild auf dem steht: “Ich behärsche die Ottografie nicht!” hab ich um den Hals.
DEN Schild, den ich hergestellt habe, sieht man unter dem angegebenen Link.
Und ich halt weder Sklaven noch Slawen. ;o)
Pax, Timm

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Eintrag #286 vom 23. Dez. 2007 22:35 Uhr Anon (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anon eine Nachricht zu schreiben.

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Boah…das wird kompliziert! MIt jeder Antwort tun sich zwei weitere Fragen auf…
Sry für die vielen Fragen…
Falls “Frage 1” mit “Ja” beantwortet wird sind “Frage 3,4” hinfällig
1)Die Methode,leimgetränkten Leinenstoff an der Vorderseite anzubringen wäre historisch belegt?(ßber diese Methode habe ich schon viel gelesen, wurde aber immer im zusammenhang mit Sperrholz benutzt; desswegen weiss ich nicht ob a)
1.1)Kann man den Leinenstoff mit Blut färben? Von welchem Tier das Blut stammt ist egal? Gibts da was zu beachten?
2) Leder rundherum und den Rest vorne mit Leinenstoff/Rohhaut? (Oder Leder überhaupt nicht am Rand, außer es wird sowieso ganzflächig benutzt?)
2.1) Wie teuer sind Nägel vom Schmied?
3)Wieviel kostet ein m² Rohhaut,und woher bekommt man die?
4)Wie kann man die bemahlen? Ausser mit Kreidegrund?
5) Welche Holzsorten sind in ßsterreich/Ungarn beheimatet, die in Frage kommen?Erle,Eiche,Esche?(Welche in Frage kommen würde vollkommen reichen, Welche dort vorkommen kann ich ja selebr herausfinden.)
6)In meinem schlauen Langobardenbuch werden von der Zeit um 500 n.Chr nur Schildbuckel mit Schildknopf dargestellt.(www.kovex-ars.cz/armoury/stity/st10.jpg ) Sind auch normale “halbkreis-buckel” belegt? (Bin mir zwar ziemlich sicher dass es so ist…aber das wär schon ein ziemlich großer Zufall)

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Eintrag #287 vom 24. Dez. 2007 12:47 Uhr Beitrag anonymisiert

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Grüße!
Rohhaut und Vierkantnägel gibt’s z.B. bei www.reenactors.de.
Ein frohes Fest!
Laurenz von Stolzeneck
Lars Hübenthal

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Eintrag #288 vom 25. Dez. 2007 16:51 Uhr Anon (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anon eine Nachricht zu schreiben.

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DIESE SEITE
is ja saugeil, da gibts fast alles!!
weiss wer antworten auf dei voangegangenen fragen?…würd gern in den ferien anfangen:D
Frohe Weihnachten allen!!

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Eintrag #289 vom 25. Dez. 2007 21:46 Uhr Kilian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kilian eine Nachricht zu schreiben.

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>weiss wer antworten auf dei voangegangenen fragen?…würd gern in den ferien anfangen:D<
wer lesen kann ist schwer im vorteil,…
der östlichste auf tv. garantiert!

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Eintrag #290 vom 25. Dez. 2007 22:26 Uhr Anon (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anon eine Nachricht zu schreiben.

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sag wo, und ich stör nicht mehr….das mitm lesn schaff ich:D
glaub mir, wenn es mir möglich wäre das alles allein herauszufinden würd ich nicht die zeitaufwendige “foren-methode” wählen^^
mfg

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Eintrag #291 vom 25. Jan. 2008 16:42 Uhr Andreas Vespermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Vespermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Größe des Schildes um 1250

Hi, habe nun einige Seiten dieses Threads gelesen und mir verschwimmt alles gg.
Meine Frage , ich möchte ein Schild für einen nicht berittenen Kämpfer bauen, Dreiecksform, oben gerade, leicht gebogen.
Nun zur Frage wie Groß waren die Schilde, sollte man es machen, ich bin 180cm groß.
Wie wurde der griff und die Tragegriemen befestigt und wie sahen die aus, hat da evtl. jemand ein foto oder eine zeichnung?
Achja Zeitraum 1250 Deutschland bereich Hannover.
Bespannt soll er mit Leinen und / oder Rohhaut werden.
Wie sieht es mit metallverziereungen aus? Gab es sowas?
Wenn ja wie sahen die aus?
Wenn diese Fragen schon beantwortet wurden Sorry aber irgendwann sieht man nichts mehr, sind ja schon einig Seiten.
Danke schonmal
Andreas

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Eintrag #292 vom 26. Jan. 2008 08:26 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Der mittelalterliche Reiterschild

Hallo Andreas,
alle Antworten auf Deine Fragen findest Du in “Der mittelalterliche Reiterschild” von Jan Kohlmorgen, erschienen im Karfunkel-Verlag, ISBN 978-3935616102.
Jan geht in dem Buch explizit auf die Marburger Schilde des 13. Jh. ein, er hat sie untersucht und gibt sehr detaillierte und gut bebilderte Anleitungen zum Nachbau.
Das Buch ist m.E. ein Muß für jeden, der einen (hoch-)mittelalterlichen Schild nachbauen will.
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #293 vom 26. Jan. 2008 12:54 Uhr Andreas Vespermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Vespermann eine Nachricht zu schreiben.

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Danke das hilft mir schonmal, muss mal schauen ob ich das buch in den nächsten tagen auftreiben kann oder es bestellen muss.

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Eintrag #294 vom 28. Jan. 2008 10:52 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andreas
Ich kann mich meinem Vorposter zum Buch von Jan Kohlmorgen nur anschliessen. Dort findest du alles Wissenswertes zum Bau von Dreieckschilden.
Ich möchte aber noch darauf hinweisen, dass das Buch in erster Linie Reiterschilde behandelt und du ggf. für einen reinen Infantrieschild die Maße entsprechend anpassend müsstest. Auf www.berwelf.de unter Anleitungen findest du auch eine Anleitung für den Bau eines Infantrieschildes. Dort ist eine alternative Beriemung zu den Beriemungen in Jan Kohlmorgens Buch benutzt worden.
Nochmal zur Schildgröße: Die ist sicherlich in gewisser Weise auch ein wenig abhängig vom persönlichen Geschmack und Kampfstil (sofern der Schild im Kampf getragen werden soll). Ich persönlich kämpfe z.B. mit einem großen Reiterschild (90×70cm). Bei Größe und Form habe ich mich an den Schild des Landgrafens von Thüringen aus Jan Kohlmorgens Buch angelehnt. Für mich (Körpergröße 182 cm) funktioniert er prima aber ich stelle im Kampf eigentlich auch keinen reinen Fußkämpfer sondern eher einen abgessenen Reiter dar.
Für einen reinen Infantristen würde ich ein Schildhöhe von 1-1,20m bevorzugen.
Bei Fragen zum Schildbau kannst du mir auch gerne eine Mail schicken. Ich habe für unsere Gruppe schon so einige Schilde gebaut und vielleicht kann ich dir mit dem einen oder anderen Tipp behilflich sein.

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Eintrag #295 vom 28. Jan. 2008 12:48 Uhr Andreas Vespermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Vespermann eine Nachricht zu schreiben.

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Erstmal danke der Link ist hilfreich und auf dein Angebot komme ich gerne zurück.
Nur hab ich jetzt eine Frage, laut meinen Infos waren die Schilde um 1250 oben gerade oder ist das eine Fehl info?
Wer kann helfen?

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Eintrag #296 vom 28. Jan. 2008 13:58 Uhr Andreas Vespermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Vespermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hat sich geklärt, hab die Antwort hier gefunden in der Bibliothek unter Schildformen. Also wird es oebn gerade und nach unten Spitz ca. 1m lang und ca. 70 - 80 breit (im noch ungewölbten zustand).
Danke an alle.
Kritik und Tips werden gerne noch angenommen.

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Eintrag #297 vom 10. Feb. 2008 22:08 Uhr Jörg Tobias  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Tobias eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Maserung bei Lindenholz ist lebhaft, nur Kernbretter einzusetzen halte ich auch heute für kostspielige Verschwendung.

Guten Tag Timm,
Ich habe nun einen Beleg für meine Angaben.
Es handelt sich nicht einmal um eine einfache Ausführung eines Schildes und trotzdem sind liegende Jahre sogar mit rechter und linker Seite der Planken deutlich erkennbar. Und es handelt sich nicht einmal um Lindenholz: In Kirchheim/Teck tauchte jüngst ein Dreiecksschild der Herzoge von Teck wieder auf, 1. Hälfte 14. Jhd., leichtes Pappelholz mit Pergament bezogen. An der stark beschädigten Oberfläche des Pergaments an der Stirnseite der 4 verleimten Planken sieht man sehr deutlich den Verlauf von Früh- und Spätholz: nur eine einzige Planke mit stehenden Jahren wurde rechts der Schildmitte verleimt, die anderen Planken haben sogar liegende Jahre!
Der Schild trägt die Teckschen Rauten. Reste der Schildfessel und Armriemen weisen darauf hin, daß der Schild nicht nachträglich als Totenschild gebaut wurde, sondern einem der Herzöge zu Repräsentationszwecken gedient haben muß. (Die Tecker, als Seitenlinie der Zähringer -auch nach dem Aussterben der Hauptlinie 1218, traten im Gefolge der Staufer auf.)
Das Württembergische Landesmuseum bestätige die historische Echtheit des Schildes. Der Schild ist jetzt z. Zt. bei einem Restaurator in Nürtingen, eine kunsthistorische Untersuchung liegt noch nicht vor.
Da ich meinen 1m-Schild verleimt habe, in der Art wie es Gang und Gäbe bei Lindenholz ist, werde ich’s hier zugeben und dann berichten, sollte er sich zukünftig stark verziehen.
Bei einer gewölbten Form fällt ein Verzug ohnehin nicht so sehr auf wie bei einem flachen Schild. Die Leder- oder Leinenbespannung mit Hautleim hat versperrende Wirkung. Ein Harz-Schutzfirnis soll das Holz wetterfest versiegeln und somit schütz er auch gegen Verzug, oder? Denn Holz verzieht sich nicht wegen Temperaturschwankungen, sondern wegen der sich verändernten Luftfeuchtigkeit.

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Eintrag #298 vom 13. Feb. 2008 21:24 Uhr Jörg Tobias  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Tobias eine Nachricht zu schreiben.

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Betr.: 1m Dreiecksschild für Burgwache 1235
Kann mir jemand sagen, warum Jan Kohlmorgen in seinem Buch rät einen mit Eitempera bemalten Schild mit Firnis zu überziehen? (“sollte … zum Schutz vor Feuchtigkeit und mechanischen Beschädigungen unbedingt mit einem Schutzfilm überzogen werden”). Im Kunstgroßhandel sagte man mir nämlich, Eitempera wird steinhart und man kann Eitempera dann auch duschen, es wird halten.
Fußsoldatenschilde waren doch Gebrauchsware und fast schon so etwas wie Stangenware, oder? Ich glaube die Mitglieder der Gruppe Reissecen gingen dazu über ihre Schilde inzwischen nicht mehr zu bemalen.

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Eintrag #299 vom 14. Apr. 2008 18:55 Uhr Jörg Tobias  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Tobias eine Nachricht zu schreiben.

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Meine Eitempera ist nun sieben Wochen alt. Dammarfirnis ist zwar ein Schutz für den Eitemperaanstrich. Aber das matte typische Aussehen der Eitempera wird durch den Glanz des Dammarfirnis verschwinden!!! Bei Eitemperagemälden bspw. ist es nämlich nicht üblich zusätzlich noch mit Dammar zu firnisen. Weiß jemand, ob die Firnisempfehlung Jan Kohlmorgens auch für Fußvolksschilder zutrifft? (Der mittelalterliche Reiterschild, Jan Kohlmorgen).
Wäre sehr dankbar für einen Hinweis.

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Eintrag #300 vom 15. Apr. 2008 10:23 Uhr Kilian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kilian eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Frag doch einfach

mal Jan Kohlmorgen selbst. Hab ihn auch angeschrieben, als ich anfing über einen Faustschild nachzudenken. Er hat mir ganz unkompliziert seine Telefonnummer gegeben und wir haben lange gesprochen,..
mail-adresse zu finden unter:
www.dignitas-equestris.de
grüße,
kilian

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Eintrag #301 vom 06. Mai. 2008 22:03 Uhr Bernhard Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bernhard Arnold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Große Pavese

Hat schon mal jemand eine Pavese gebaut? Da ich mal gerne so etwas anfertigen würde, interessiert es mich, ob das Schild aus einem Stück holz gebogen oder aus Teilen verleimt wird? Ich konnte leider kaum Informationen zum Aufbau finden… Das Holz scheint in der Mittelrinne 4x 90° gebogen zu sein, aber welches Holz macht das mit?

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Eintrag #302 vom 08. Mai. 2008 09:48 Uhr Kilian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kilian eine Nachricht zu schreiben.

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Im Karfunkel Combat No.1 ist ein Artikel dazu. Ich glaube das war ein Bericht über einen Workshop bei Dick.
Die haben - wenn ich mich recht erinnere, habe das Heft nicht da - den Schild aus einem Stück Linde oder Pappel gehauen. Inwiefern in dem Artikel Quellenangaben zu finden sind weiß ich allerdings nicht,…

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Eintrag #303 vom 21. Dez. 2007 01:22 Uhr Anon (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rundschild um 500

Hallo, schön mal was hier ins Forum zu schreibn und ncht nur zu lesn:)
Meine Frage:
Ich will mir einen germanischen Rundschild bauen.
Zeit: um 500
Stamm: Langobarden
Ich hab schon Ewigkeiten im Internet recherchiert und mir alle Themen, die ich hier im Forum gefunden habe, durchgelesen. Zusätzlich habe ich ein Buch,speziell über Langobarden.
Mein Problem ist dass ich mein Schild so a wie möglich machen will und desswegen kommt Sperrholz nicht in Frage.
Zuerst habe ich an eine Scheibe eines Baumstammes gedacht, wäre das a??? Ich hab dazu nichts gefunen.
Nja, hier im Forum hab ich folgende Seite gefunden( members.ozemail.com.au/~chrisandpeter/[…]/shield.h[…] ), die es, wie auch andere Seiten im Internet nicht geschafft hat mir zu veranschaulichen, wie man ein Schild aus Planken macht. Reichen 3 Verstrebungen? Auf dieser Seite ist der Schild sogar mit nur einer dargestellt! Trägt die Verkleidung aus dieser Hundeknochenhaut/Leder maßgeblich zum Zusammenhalt der Planken bei?
Wozu dient der Schildbuckel-knopf?
mfg dh

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Eintrag #304 vom 17. Mai. 2008 21:22 Uhr Michael Müller   Nachricht

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Was ist eigentlich aus deiner Langobardendarstellung geworden?
Ich treibe mich in der selben Zeit herum, Alemanne.
Zum Rundschild: in einer aktuellen Zeitschrift ist der Bau eines Rundschildes beschrieben, allerdings auch nicht aus Planken.

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Eintrag #305 vom 26. Jun. 2008 13:19 Uhr Monika Daumoser   Nachricht

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www.schildbauer.de
und Plankenbauweise ist nicht schwer, aber als erstes sollte man das richtige Holz wählen und dieses in Plankenform bringen und dann mal eine ganze weile in der Werkstatt liegen lassen bevor man es verleimt. Vor dem verleimen darauf achten, das die Planken genau ineinander passen. Nun verleimen und trocknen lassen. Und dann geht es weiter mit dem Schildbau, der Rohling wird mit Leinen ummantelt, der Griff und die Verstrebungen werden angebracht, Kreidegrund aufgetragen.Der Schildbuckel befestigt ( dieser schützt die Hand). Die bemalung gemacht, versiegelt und dann die Rohhautals Rand drum vernäht. ( Bitte keine Hundeknochen) nun noch mal versiegeln, damit sich die Rohhaut nicht wieder aufweichen kann und fertig. Fragen bitte einfach per Mail. schildbauer@aol.com

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Eintrag #306 vom 26. Jun. 2008 13:20 Uhr Monika Daumoser   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Meine Bauanleitung

Die Bauanleitung kommt von mir und ist in der pax et Gaudium Völkerwanderung.

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Eintrag #307 vom 26. Jun. 2008 19:11 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rohhaut

Hm, wieso weist du denn so genau darauf hin, dass es kein Hundekauknochen sein soll? Meines Wissens ist eine separate oder zusätzliche Umrandung eines Schildes mit Rohhautstreifen doch eh nicht belegt, oder? Also sollte es den Kohl kaum fett machen, ab man die Streifen selbst von einer Rohhaut runter schneidet, oder ob das ein Futtermittelfabrikant maschinell gemacht hat… ;o)
Mein Tipp geht eher dahin, den Schild einfach vollständig mit Rohhaut zu beziehen, das ist zumindest fürs HMA wenigstens eindeutig belegt.
Gruß,
Timm

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Eintrag #308 vom 27. Jun. 2008 16:06 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich vermute mal...

…dass sie deshalb von preiswerten Lösungen abrät, weil der von ihr angegebene Link zu ihrer Webseite ein Werbelink zu ihrem Shop ist, in dem es -oh Wunder- natürlich Rohleder zu kaufen gibt.
Offenbar die neue Tendenz: versteckte Werbung in Sachbeiträgen.
Finde ich doof.
Aber es ist schon richtig, dass Rohhautummantelung ein Szeneding ist und kaum was mit historischer Realität zu tun hat. Sowas ist eben ein ambientetauglicher Schildrand, der für größere Haltbarkeit des Schildes sorgt.

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Eintrag #309 vom 28. Jun. 2008 17:30 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schild wasserfest

Mal eine ßberlegung zum wetterfest machen:
Einreiben mit Bienenwachs?
War damals nachweislich vorhanden, vermutlich billiger als Firnis, ist wasseabstoßend und simpel zu verarbeiten.
Nee, Belege hab ich nicht, ist nur so ne ßberlegung
Wobei auch mein nicht geschützter Rundschild mit Kreidegrund/ Pigment/ Knochenleim Beschichtung recht unempfindlich ist. Allerdings steht der bei Regen im Zelt. Und gekämpft wird bei Regen ja auch nicht…
Grüße!

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Eintrag #310 vom 29. Jun. 2008 01:10 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wachsen

Gedanke
Was wäre wenn man ihn nicht nur mit wachs einreibt sondern vielleicht auch mit etwas wärme dafür sorgt das er vielleicht etwas in die rohhaut einzieht. Das ginge allerding nur wenn noch keine firnis drauf ist.
Da die Oberfläche der Rohhhaut ja recht rau ist, düfte wachs im allgemeinen gut anhaften. So abwägig finde ich die Idee gerade gar nicht. O.K. Das ist noch kein beweis/beleg.
Aber die waren ja damals auch nicht blöd*zwinker*(-:
Ich denke ich werde auch mal mit wachs experimentieren. Oder mit einer mischung von Wachs und Talg??? Mir kommen da gerade ein paar Idee…..Grübel
Wie verträgt sich dann wohl eine schicht wachs und dann eine schicht firnis?? Oder Wachs in Firnis aufgelöst??
Grüße
Thomas

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Eintrag #311 vom 30. Jun. 2008 12:04 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Talgimprägnierte Rohhaut?

…vor meinem geistigen Auge sehe ich einen Kämpfer, dem sämtliche Hunde des Lagers nachlaufen…
Oder, wenn dumm kommt, er den Hunden, die seinen Schild davonzerren.

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Eintrag #312 vom 01. Jul. 2008 13:01 Uhr Monika Daumoser   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Rohhaut

Ich habe von den Hundeknochen abgeraten da in diesen nur mindere Qualität verarbeitet wird. Aus diesem Grund leidet die Haltbarkeit.
Aber bitte man kanns ja auslegen wie man will. ßbrigens war der Link dafür gedaht sich anregungen zu holen.
Wir stehen ja auch den Leuten mit Rat und Tat zur Seite die Ihren Schild selbst bauen. Versiegeln würde ich übrigens mit Leinöl firnis, da das ziemlich haltbar ist.

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Eintrag #313 vom 07. Jul. 2008 22:30 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rohautrand

Mannmannmann, nu regt euch mal nicht auf. Mein erster Schild (ist hier im Thread glaub ich auch beschrieben) hat auch einen Rohautrand.
Damals dachte ich noch, das gehört so und macht auch wegen der Verletzungsgefahr Sinn.
Okay, ich weiß jetzt, das gehört nicht so, als Kantenschutz hat sichs aber bewährt.
Probleme mit Hunden hatte ich keine. Die wollen nix von meinem Schild sondern gestreichelt werden.
Mein neuer Schild steht grad vor der Fertigstellung, Kiteform, diesmal 3 Lagen Sperrholz, verleimt und gebogen, grundiert mit Knochenleim, Rückseite mit 1 Lage Leinen bespannt, Vorderseite 2 Lagen (Beleg dafür im Kohlmorgen) Leinen mit Knochenleim getränkt bis eine ungefähr Fiberglasartige Struktur erreicht ist. Darauf Kreidegrund (Rügenerkreide + Knochenleim) und dann mit Pigmentfarbe (Titanweiß, das mittelalterliche Bleiweiß ist hochgiftig und wird nicht mehr produziert) weiß gestrichen. Darauf dann mit Pigmentfarbe in Knochnleim gelöst das Wappen aufgebracht.
Ich werd mal von den nächten Einsätzen berichten.
Grüße!

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Eintrag #314 vom 04. Aug. 2008 00:07 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schildgestaltung

Wie ich gelesen habe sind Wappen und Heraldik erst ab ca. 1170 entstanden. Da meine Darstellung unter Heinrich IV im Sächsischen Raum entstehen soll, frage ich mich, was war zu dieser Zeit auf der Schild Vorderseite?
Als Schildform werde ich ein “Tropfenschild” nach Normannischen Vorbild wählen.

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Eintrag #315 vom 04. Aug. 2008 09:11 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schilde

Hallo Andreas,
Wenn Du eine Schildform “gewählt” hast, hast Du dir doch bestimmt (hoffentlich) entsprechende Vorlagen angesehen (Bilder, Originale soweit vorhanden). Und dann dürfte sich die Frage ja von selber ergeben. Wenn nicht, würde ich genau das einfach nachholen.

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Eintrag #316 vom 04. Aug. 2008 16:00 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Motiv

Hallo,
d.h. also, dass jeweilige Motiv auf dem Schild hatte nur eine Bedeutung für den Besitzer bzw. Träger.

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Eintrag #317 vom 04. Aug. 2008 21:37 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schildfarben

Hallo Jens,
“Gewählt” ist natürlich unglücklich Formuliert. Es gab über das MA verschiedene Schildformen, wobei der Rundschild ziemlich lange unverändert im Einsatz blieb. In welchen Breiten welcher Schild eingesetzt wurde konnte ich noch nicht herausfinden. Da man im Deutschen/Thüringischen Raum Darstellungen des Normannen Schild sehen kann, habe ich mich für diese Art von Schild entschieden. Auch habe ich mir verschiedene Farben und Motive angesehen, nur war ich bis jetzt der Meinung das diese einen Bezug zum Herrn den man Dient haben.
Ich möchte den Schild nicht irgendwie bemalen. Ich hoffe hier ein paar Hintergründe über die Farbtöne und Motive zu erfahren. Wie gesagt bevor die Heraldik entstand mit dem Hintergrund einer Darstellung in der Salierzeit.
Gruß Andreas

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Eintrag #318 vom 05. Aug. 2008 10:41 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bezug

Hallo Andreas,
Heraldik ist das eine, dazu hast Du bereits eine Feststellung getroffen. “Bezug zum Herren” eine andere. Im Gegensatz zu landläufigen Meinung ist es nicht immer Usus gewesen, dass sämtliche Leute, die jemand in Dienst hatte, auf ihren Schilden Erkennungszeichen der Person trugen. Ich würde jenseits der Heraldik an deiner Stelle eher dahingehend suchen, ob es Belege gab, dass es in diesem konkreten, für Dich relevanten Fall so war. Ansonsten würde ich es schlicht lassen, und mich mit einem schlichten Anstrich begnügen.

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Eintrag #319 vom 10. Nov. 2008 00:02 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Knochenleim

Hallo alle Zusammen,
mich würde interessieren, ob jemand von Euch bei seinem Schild Knochenleim verarbeitet hat.
Wieviel Kilo oder Gramm Knochenleimtafeln oder Granulat braucht man um z.b. 1 Liter Leim herzustellen. Hat jemand hier ein paar Tipps dazu? Ich möchte mein Schild mit Leinen bespannen.
mfg
Andreas

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Eintrag #320 vom 10. Nov. 2008 10:01 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hautleim

Hallo Andreas,
ich würde dir zunächst mal Hautleim (noch besser Hasenleim) empfehlen.
Zum einen ist der etwas elastischer als Knochenleim. Zum anderen ist meines Wissens Knochenleim für das Mittelalter nicht belegt, Hautleim hingegen schon.
Hautleim kannst du problemlos im Künstlerbedarf beziehen. Das KG-Verhältniss ist etwas schwer zu bennenen, da der Leim nach Volumen angemischt wird (ist übrigens bei Haut- und Knochenleim gleich). Du füllst das Leim-Granulat (so wird das heute meist verkauft) in ein passendes Gefäß (Marmeladenglas) und füllst mit Wasser auf, so dass es bedeckt ist. Dann übernacht quellen lassen, am nächsten Tag vorsichtig im Wasserbad warm machen (max. 60°C!).
Mit einem KG kommst du für einen Schild ganz locker aus.
Gruß,
Timm

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Eintrag #321 vom 10. Nov. 2008 12:39 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Pardon?

Timm schrieb:
»ist meines Wissens Knochenleim für das Mittelalter nicht belegt«
ßh, pardon?
Es gibt zwar jede Menge Szeneklischees, die ohne hinterfragt zu werden einfach “weil (fast) alle es so machen” gerne übernommen werden, aber die Verwendung von Knochenleim zählt definitiv nicht dazu.
Selbstverständlich kann Knochenleim für historische Arbeiten benutzt werden.

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Eintrag #322 vom 10. Nov. 2008 12:58 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Knochenleim

Ich verstehe deinen Satz:
“Es gibt zwar jede Menge Szeneklischees, die ohne hinterfragt zu werden einfach ”weil (fast) alle es so machen“ gerne übernommen werden, aber die Verwendung von Knochenleim zählt definitiv nicht dazu.”
irgendwie nicht so recht. Meinst du damit, dass die mangelnde Belegbarkeit von Knochenleim NICHT zu den Szeneklischee gehört, oder dass es sich bei der Verwendung von Knochenleim um ein Szeneklischee handelt, DAS hinterfragt wird?
Zur Verwendung von Leimen (und dabei auch zur Verwendung von Knochenleim) empfehle ich folgenen Text:
www.hessenpark.de/deutsch/details/subseiten/[…]/Le[…]
Verfügt übrigens auch über eine prima Literaturliste infolge derer ich dieser Sekundärquelle schlicht mal vertraue.
Ich hoffe somit sind alle Unklarheiten beseitigt. ;o)
Gruß,
Timm

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Eintrag #323 vom 10. Nov. 2008 15:48 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ... vielleicht gar nicht so eindeutig...

Hallo Timm,
im von dir angegebenen Text ist von “dem” Knochenleim die Rede, der im 19. Jahrhundert entwickelt wurde - also auf einer besonderen Herstellungstechnik basiert, die im Mittelalter wohl nicht angewandt worden ist.
Ob man Knochenleim nicht bereits schon früher auf eine andere Weise hergestellt hat, bleibt m.E. fraglich.
Sofern ich mich entsinne, taucht in einigen mittelalterlichen Rezepten sehr wohl Knochen als Ingredienz zur Leimherstellung auf. Sobald ich über einen Beleg stolpere, liefere ich den nach.
Vielleicht ist ja einer schneller…
Gruß
Mätes

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Eintrag #324 vom 10. Nov. 2008 15:54 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht deutsch/deutsch

Timm: Gerne übersetze ich dir meinen deutschen Sazu ins Deutsche.
ich schrieb:
»Es gibt zwar jede Menge Szeneklischees, die ohne hinterfragt zu werden einfach “weil (fast) alle es so machen” gerne übernommen werden, aber die Verwendung von Knochenleim zählt definitiv nicht dazu.«
Dies bedeutet in einem Deutsch, das dir vielleicht geläufiger ist:
» Ey, die Mittelalterfans machen immer alles nach. Bloß weil alle anderen dat auch so machen. Abba Knochenleim kannze nehmen, dat is echt schon beie Rittas genommen worden«
Besser?
Fein.
Zur Verwendung und zu Geschichte der Benutzung von Knochenleim empfehle ich nicht den Hessenpark, sondern eine geflegte Bücherei. Aber das will ich nicht weiter vertiefen.
Was das alles mit Schildbau zu tun hat, ist wiederum eine andere Frage. Es sei aber doch bitte gestattet, auf von Usern en passant geäußerte Unsinnigkeiten (Knochenleim sei zB nicht fürs MA belegt), korrigierend hinzuweisen. Danke.

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Eintrag #325 vom 10. Nov. 2008 16:04 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...auf die Schnelle...

Nomma Tach,
in einer Dissertation über das Knochenschnitzerhandwerk in Konstanz (www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/[…]/1_Textba[…]) fand ich gerade eben folgende Textstelle, in der es in Bezug auf die Knochenfunde heißt:
“Daneben fanden sich noch rund 1.500 Stücke Knochenhackbruch, der sich aufgrund von Kollagenmessungen als Abfall einer Leimsiederei herausstellte. Die Keramik und eine Münze sprechen für eine Datierung zwischen der zweiten Hälfte des 13. und der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.” (S.114)
Außerdem spukt in meinem Hinterkopf, dass bereits im Alten ßgypten Leim aus Knochen gesotten wurde.
Gruß
Mätes

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Eintrag #326 vom 10. Nov. 2008 16:44 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Maus

Schau mal Georg,
wie der Martin das gemacht hat!
Der hat nicht bloß eine These, der hat sogar Belege dafür. Klingt komisch, iss’ aber so.
Von dir hab ich hingegen bisher nichts konstruktives zum Thema Belegbarkeit von Knochenleim gehört.
Ein ‘passt scho!’ reicht da einfach nicht.
Dein lächerlicher Hinweis auf die Benutzung einer Bücherei wirkt übrigens wie ein armseeliger Versuch dich aus der Sache heraus zu winden. Georg, an dieser Stelle wären konkrete Belege gefragt!
Auf deinen gossensprachlichen Provokationsversuch gehe ich mal nicht weiter ein, dieses Niveau hat dieses Forum nicht verdient.
Lediglich der Hinweis auf die Nützlichkeit der Stringenz eines Satzes sei erlaubt.
Der Zusammenhang mit dem Thema Schildbau ergibt sich ferner daraus, dass nach der Anwendung von Knochenleim zum Bespannen eines Schildes gefragt wurde. Woraufhin ich es mir erlaubt habe, meine bescheidene Meinung zum Thema Knochenleim zu äußern und auf Alternativen hinzuweisen.
@Martin
Das klingt doch mal spannend, das ist für mich der erste konkrete Hinweis auf die Nutzung von Knochenleim, der mir bisher unter gekommen ist. Sonst ist in der Regel nur die Rede von Glutinleimen allgemein.
Theophilus Presbyter gibt etwas präziser dann schon verschiedene Leime wie Pergament- und Fischblasenleim an, zudem auch den (wie ich finde unterschätzten) Kaseinleim (für die Pedanten: natürlich kein Glutinleim).
ßber mehr Infos zu dem Fund, den du beschreibst, würde ich mich freuen.
Gruß,
Timm

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Eintrag #327 vom 11. Nov. 2008 00:12 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Frage?

also nun beruhigt Euch mal wieder, war ja nur eine Frage mit dem Knochenleim. Ich fand die Antwort in Ordnung und werde mir jetzt Hasenleim besorgen, da der ja eh besser sein soll. Ausserdem enthält die Antwort von Timm eine viel wichtigere Aussage wie ich finde. Und zwar das Hasenleim elastischer wie Knochenleim sein soll. Etwas elstizität macht bei einem Schild Sinn wie ich finde.
jetzt noch eine Frage,
wie waren die Riemen festgemacht?
Schloßschrauben schließe ich mal aus (war `n Witz)
aber im Ernst, in vielen Zeitgenösischen Darstellungen sieht man die Befestigung auf der Vorderseite. Im Germanischen Nationalmuseeum in Nürnberg sind Schildbuckel und Fesseln von Keltenschilden die anscheinend mit Bronzenieten festgemacht waren.
mfg
Andreas

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Eintrag #328 vom 11. Nov. 2008 09:20 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nieten

Moin,
da du deinen Schild ja im 12jh. ansiedelst,
solltest du dich wohl am besten an den Schildfunden aus dem 12. (Brienzer Schild) und aus dem 13.Jh (Marburger Schilde) orientieren.
Ich hab leider meine Literatur gerade nicht zur Hand und weis leider nicht aus dem Kopf, wie nun die Riemen des Brienzer genau angebracht waren, meine aber, dass die genietet waren.
Es gibt ansonsten bei den Marburger Schilden veschiedene Befestigungsarten. Sie sind mit Nägeln befestigt, die entweder auf verschiedene Arten vernietet oder umgekrampt sind.
Zieh dir am besten einfach über die Bib. das Kohlmorgen-Buch oder kaufs dir, Jan beschreibt da alles recht ausführlich.
Gruß,
Timm

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Eintrag #329 vom 11. Nov. 2008 11:38 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht doch Nieten

Danke, das hat mir fürs erste weitergeholfen.
mfg
Andreas

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Eintrag #330 vom 12. Nov. 2008 08:03 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brienzer Schild

ßber das Landesmuseum Zürich kann man den recht interessanten Restaurierungsbericht erhalten.
Die Riemen sind, soweit ich mich jetzt erinnere, mit Nägeln besfestigt, die innen umgekrampt wurden.
Es sind leider nur Riemenreste erhalten, da die Riemen abgeschnitten wurden. Aufgrund der speziellen Nagelposition dieses Schildes erscheint eine Rekonstruktion der Riemen äußerst schwierig, die vorhandenen Vorschläge haben alle Detailprobleme.

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Eintrag #331 vom 12. Nov. 2008 15:48 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht 1 KG?

“Mit einem KG kommst du für einen Schild ganz locker aus.”
war das lustig gemeint? Ich habe heute 150 Gramm im Marmeladenglas angesetzt, mittlerweile sind daraus schon ca.2 Liter geworden und entsprechend viele Gläser. Oder hab ich was falsch verstanden.
Die einzige Angabe die ich im Netz gefunden habe, sagt 35g auf 500ml Wasser. Nun ja jetzt bin ich schlauer.
mfg
Andreas

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Eintrag #332 vom 12. Nov. 2008 16:05 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leim

Moin,
wie gesagt, ich setze den Leim immer so an, dass ich das Granulat in ein Glas gebe und dann mit Wasser bedecke. Ich gieße nicht so lange Wasser nach, bis es nicht mehr quilt.
Ansonsten hab ich mich da wohl etwas mißverständlich ausgedrückt. Ich bekomme den Leim bei den hiesigen Händlern immer in 1kg-Packungen und mit einer solchen Packung kommst du halt locker aus, ich meinte damit nicht, dass du das KG unbedingt verbraten sollst… ;o)
Zudem habe ich den Leim auch für das Anmischen des Kreidegrundes usw. verwendet und verwurste ihn auch für sonstige Handwerksarbeiten. Trocken gelagert wird er nicht schlecht. Auch macht es Sinn, immer nur soviel Leim anzusetzen, wie man auch in den nächsten Tagen verbrauchen kann. Zwischenlagerung im Kühlschrank geht, wenns aber erstmal zu gammeln anfängt, stinkts erbärmlich.
Gruß,
Timm

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Eintrag #333 vom 12. Nov. 2008 23:57 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

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also am Anfang hab ichs auch so gemacht, aber das ist ne ziemlich feste Masse geworden. konnte mir nicht vorstellen wie das im Wasserbad weich bzw. flüssig werden soll.
Na ja ich werds ja morgen früh sehen.
Timm, du könntest mir mal das Rezept für den Kreidegrung geben, da muss ich nicht lange suchen und das kommt dann eh als nächstes.
Gruß,
Andreas

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Eintrag #334 vom 13. Nov. 2008 10:13 Uhr Steffen Zimmermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Steffen Zimmermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Feste Masse

Moin Andreas,
wenn man den Leim im Wasserbad erwärmt wird er wieder flüssig. Meines Wissens kann man das ganze so oft verflüssigen wie man will.
Aber Vorsicht, Hautleim darf nicht über 55-60°C erhitzt werden. Sonst geht das Collagen kaputt und der Leim hält nicht mehr gut genug.
Gruß
Steffen

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Eintrag #335 vom 14. Nov. 2008 00:45 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Kapiert

Hallo,
jetzt wo ich das ganze ausprobiert habe, habe ich`s kapiert. Zusammengefasst je fester der “Einweichbrei”, je dickflüssiger der Kleber. Mit anderen Worten, es muss jeder für sich selbst rausfinden. Ich kann nur empfehlen mit kleinen Mengen anfangen zu Experimentieren, wenn mans noch nie gemacht hat.
Danke für Eure Unterstützung.
Bevor ich die Armpolsterung Anbringe hab ich mir so meine Gedanken gemacht.
1. Wie man in älteren Einträgen zum Thema liest, hatte ein Schild nicht umbedingt eine große Lebenserwartung.
2. Das 11.Jh. war eine Eisenarme Zeit, also warum mit vielen Nägeln ein Polster Annageln?
Ich würde, oder werde das Polster ans Schild binden oder Nähen, so kann ich es auch wiederverwenden.
Gab es ßberhaupt Polster? Wenn man einen Gambesong an hat, dürfte das Polster theoretisch ßberflüssig sein. Wie ihr seht habe ich noch keine Praktische Erfahrung.
Gruß Andreas

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Eintrag #336 vom 14. Nov. 2008 08:14 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Polster gab es!

Polster an Schilden gab es.
Diese erkennt man an meist an einer rechteckig angeordneten Reihe, die aus kleinen Nägeln oder Nagellöchern besteht.
Das Polster wurde in der Regel einfach aufgenagelt.

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Eintrag #337 vom 14. Nov. 2008 10:22 Uhr Andreas Mehlhorn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Polster Nageln

Kann man das irgendwo nachlesen?

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Eintrag #338 vom 17. Nov. 2008 16:05 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ja

Ich zitiere mich mal eben selbst:
Benedikt Hallinger
Eintrag #330 vom 12. Nov. 2008 08:03 Uhr
Brienzer Schild
ßber das Landesmuseum Zürich kann man den recht interessanten Restaurierungsbericht erhalten.
Oder auch Timm:
Timm Esemann Eintrag #328 vom 11. Nov. 2008 09:20 Uhr
Zieh dir am besten einfach über die Bib. das Kohlmorgen-Buch oder kaufs dir, Jan beschreibt da alles recht ausführlich.

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Eintrag #339 vom 20. Feb. 2009 11:53 Uhr Thorsten Knecht  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Knecht eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ovalen Infanterieschild herstellen

Hallo erstmal an alle,
ich bin recht neu hier. Da die Suchfunktion leider keine weiteren Hinweise ergab, stelle ich nun die Frage neu.
Ich stelle einen Fußsoldaten/Milizionär in der Mitte des 14 Jahrhunderst dar und orientiere mich dabei an einer Grabfigur aus dem Straßburger Münster. Dieser trägt einen interessanten Schild, oval und konvex. Nun weis ich nicht wie ich einen solchen Schild bauen sollte. Oder ob er gar aus Metall war (was mich wundern würde). Eine Interpretation dieser Figur ist im Buch German Medieval Armies 1300-1500 Platte B Fig.3. Da ich keine Ahnung hab wie man Bilder hochlädt, hoffe das der ein oder andere diese Figur kennt.
Danke im voraus.

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Eintrag #340 vom 20. Feb. 2009 13:27 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schild

Hallo,
Also es dürfte hier bereits Schildthreads geben, wo der Beitrag vermutlich besser aufgehoben wäre.
Ansonsten: es gibt meines Wissens nach sogar erhaltene Schild in mehr oder weniger rundovaler Form, in Italien, bin mir da aber nicht sicher. Grudnsätzlich jedoch ist die Wölbung wie bei jedem anderen Schild auch mittels gebogener Planken herstellbar.
Allerdings erlaube ich mir auch drauf hinzuweisen, dass, obwohl rundovale Schilde mir auch in anderen Darstellungen im deutschen Reich begegnet sein müssten, Straßburg Mitte 14tes zum französischen Einflußbereich gehörte, und Darstellungen von dort nicht zwangsweise für eine deutsche Darstellung taugen, auch wenn die Wächterfiguren ders Straßburger Münsters im wesentlichen eine relativ generische Panzerung tragen.

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