…für die Antworten. Haben auch noch vom Oseberg-Schiff gelesen, dort seien Daunendecken und Kissen (bzw. deren Reste) gefunden worden. Also “Wolldecke” oder Federdecke.
Schaffelle als Unterlage oder Zudecke kann ich wirklich nicht empfehlen; sie sind schwer und sperrig und klein, so daß man sich nicht einmal gescheit hineinwickeln kann.
Und die Wolle wurde, mal rein vom historischen Standpunkt aus betrachtet, gesponnen und zu Gewebe verarbeitet. Wer nimmt denn ein Fell zum drauflegen, wenn er aus der Wolle eine gescheite Tunika arbeiten kann und auf Stroh mindestens genauso gut schläft? Zumal eine Strohmatratze besser zu reinigen ist als ein Fell.
Untergestell mit Stricken oder eine trampolinartig aufgespannten Auflage, aber auch mit Lattenrosten.
Matratze waren i.d.R. Stroh/Heusäcke, die einfach zu wechseln und aufzuschütteln sind
Darauf kamen Bettuch und die Decken.
Sicherlich hat man Felle benutzt, insbesondere flauschige und auch wertvolle bei besseren Herrschaften.
Die zumeist abgebildeten Betten (Hortus, M-Bibel, Liber ad Hon…) haben dicke, feste Kissen und Oberbetten, die offensichtlich gestopft sind, und da bietet sich Daunen und Wollflocke an.
Klar, daß da die Bezüge ordentlich bestickt sind, sie sind übrigens nicht geknöpft, sondern mit Schnürungen geschlossen.
ßbrigens sind diese Betten sehr kuschelig und bequem, ich nächtige (ausser die Matratze - mein Rücken halt…) in Fellen und solch einem Bett…
Mein holdes Eheweib will jetzt im Winter Steppdecken mit Roh(schaf)wolle füttern. Ob es dafür Nachweise gibt, weiß ich nicht, aber es liegt nahe, und hält schön kuschelig warm.
Mit herzlichem Pilgergruß, Hallamuoth von Wunnefried
Wie Betten ausgesehen haben, hatten wir ja schon. Aber womit deckte man sich zu ? Mit einer Wolldecke, einem richtigen Federbett oder einer Art Steppdecke (dem Gambeson ähnlich) ? Mit Fellen sicherlich nicht.
Ach ja: uns interessiert hauptsächlich die Wikinger-Zeit. Obwohl ich glaube, daß das Thema auch für andere Zeiten interessant sein könnte.