Wenn wir grad dabei sind: Hat irgend jemand schon die komplizierte Befestigungsweise der Beinlinge ausprobiert? Irgendwas schein ich da noch nicht zu kapieren: Ausprobiert hab ichs, allerdings halten die Konkurrenzpaare mit lediglich einer oben befestigten Schnur wesentlich bequemer. Hab ich da irgendwelche Höhenfehler bei der Bebändelung gemacht oder die Beinlinge zu eng oder was auch immer?
Und nun zum anderen Paar Beinlinge (die mit dem Ausgangsquadrat ohne erkennbare Befestigung): ßber- oder Unterbeinlinge, unter Knie festgebunden,…?
Räumlich nur in so fern, das man davon ausgeht, das die in Herjolfnes gefundenen Stücke klar von Schweden und Norwegen beeinflusst waren und sich keine eigenständige “Grönländertracht” entwickelt hat und die Herjolfnes-Funde also “Schwedische Mode” zeigen.
Amberg liegt nicht in der nähe von nürnberg sondern im herzen der oberpfalz da is ne riesige grenze dazwischen *ggggg* (sag nie einem oberpfälzer er sei ein franke)
ßber das Museum Lejre, DK, wurde eine Rekonstruktion angefertigt. Vielleicht kann man dort weitere Auskünfte bekommen. Ein Foto findet sich auf dem aktuellen Museum-Plakat.
Interessant wäre zu welchem Stand der Mann gehört hat. Die Kleider sehen zwar solide, aber nicht bunt oder prächtig aus…..
….. wird manchmal sogar noch früher, so um 1300 eingeordnet. Bedenkt man aber die Entwicklung der Mode im nördlichen Europa, kann es aber auch durchaus denkbar sein, das diese Art der Kleidung auch noch um 1360 - 1400 getragen wurde, ja sogar später ist möglich. Die “offizielle” Zeitrechnung der Schweden nennt das Mittelalter bis 1540 , und da war selbst in Mitteleuropa die Renaissance schon in voller Blüte…..;-)) Der Punkt, der mir viel wichtiger erscheint, ist der Fundort und nicht die zeitliche Zuordnung. Der Bocksten-Bog-Fund gehört zu den Herjolfnes-Funden und dieses Herjolfnes ist oder war bekanntlicher Weise ein Bauernhof auf Grönland. Man muss seine Darstellung also zumindest so weit nördlich ansiedeln, das eine Beeinflussung der Mode durch Schweden oder Norwegen nachvollziehbar ist. Ein Schwede oder Norweger “könnte” also durchaus noch um 1400 in Klamotten des Bog-Stils rumgelaufen sein, was von einem Bauern aus der Nähe von Nürnberg eher unwahrscheinlich sein dürfte…..;-) Was ich damit eigentlich sagen möchte ist, das eine alleinige zeitliche Bestimmung oftmals nicht ausreicht……..Gruß Wolf
Der Bocksten Mann wird im allgemeinen in etwa auf die Zeit gegen 1330 - 1335 datiert. 1360 halte ich ehrlich gesagt für zu spät - jedenfalls zumindest als typisches Exemplar der Epoche.