Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Bogenschütze 2. Hälfte des 15. Jahrhundert

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Eintrag #1 vom 07. Mai. 2007 00:14 Uhr Marc Rademacher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marc Rademacher eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo.
Ich suche Informationen zur Ausrüstung eines Bogenschützen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts aus dem Rheinland.
1. Wie sah die Rüstung aus?
Ich denke Gamberson, oder liege ich da falsch.
2. Wie sah es mit Kopfschutz aus? Inwiefern gab es da was und in welcher Form. (Kettenhaube oder Eisenhut?)
3. Welche Art von Bogen?
4. Wurden Nahkampfwaffen getragen und wenn ja in welcher Form?
5. Welche sonstige Ausrüstung wird benötigt um einen Bogenschützen dazustellen?

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Eintrag #2 vom 07. Mai. 2007 10:27 Uhr Dieter Graf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dieter Graf eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marc
falls Du einen deutschen Bogenschützen der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts darstellen willst, wirst Du wohl vergeblich nach Darstellungen suchen. Zu dieser Zeit wurden im ganzen deutschsprachigen Raum schon seit über 100 Jahren ausschließlich Armbrust und Feuerwaffen im Krieg eingesetzt. Wenn es schon ein Bogenschütze sein muß, bliebe Dir nur, einen Engländer, Franzosen evtl. einen Burgunder darzustellen oder den Zeitraum auf das 13. Jahrhundert vorzuverlegen.
Gruß
Dieter

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Eintrag #3 vom 07. Mai. 2007 11:40 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Also auch im 13ten kenne ich persönlich wenig Hinweise auf Bogenschützen als dedizierte militärische Einheit in Deutschland.
Die Gründe und vieles mehr wurden imho in zahlreichen Threads in diesem Forum bereits dargelegt.
Einfach mal mit der Suche nach “bogen” bzw. “langbogen” usw. suchen.
Meine übliche persönliche Empfehlung ist:
Lieber einen Fusssoldaten darstellen, und mit dem Bogen bei vorhandener Passion bei den wenigen entsprechenden Gelegenheiten auf eine Scheibe ballern.
Ansonsten auf Armbrust oder Büchse (freilich ohne Munition) umsteigen.
Letzteres ist imho eh dankbarer, denn es macht “paff”, man muss keine Bolzen oder Pfeile aufsammeln, und man kann wenigstens in die Richtung des (wenn weit entfernten) “Feindes” zielen.
Gruss, Jens

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Eintrag #4 vom 07. Mai. 2007 23:24 Uhr Marc Rademacher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marc Rademacher eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Aber ihr habt das bestätigt was ich schon geahnt und befürchtet hatte. Ich hatte die Hoffnug das ich was übersehen hatte, aber dem ist wohl nicht so. Es ging ja auch nicht direkt um mich. Es ist halt so das es 2 in unsere “Gruppe” gibt die gerne Bogenschütze gemacht hätten. Naja jetzt ist es wohl an mir es ihnen möglichst schönend beizubringen.

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Eintrag #5 vom 02. Jun. 2008 11:44 Uhr Till Forst  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Till Forst eine Nachricht zu schreiben.

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Hinweis: Dieser Eintrag wurde aus dem Thema “Bögen um 1475 in Bayern” hierhin verschoben.
Hallo zusammen,
ich bin Bogenschütze aus Landshut und auf der Suche nach historischen nachweisen, welche Bögen um das Jahr 1475 in Bayern in gebrauch waren. Ich habe bisher das www relativ erfolglos durchforstet, bin allerdings dabei auf dieses Forum gestossen. vielleicht kann mir ja bei meiner suche jemand helfen?
LG Till

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Eintrag #6 vom 02. Jun. 2008 21:28 Uhr Constantin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Constantin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Till,
welches der “typische Bogen” in Bayern um 1475 war, ist wie einige Vorredner bereits bemerkten, nicht wirklich beantwortbar.
In einer Karfunkel (Februar/März 2004) stieß ich jedoch gerade zufällig in einem Artikel über Pfeilköcher auf ein interessantes Bild. Es zeigt einen Landsknecht mit Eibenbogen nach engl. Vorbild.
Die Bildquelle verweist auf Wendelin Boeheim “Die Zeughäuser Maximilians 1.”
Der Text weist auf Truppen hin, die auf Geheiß Kaiser Maximilians 1. (den “Vater der Landsknechte”, der selbst passionierter Bogen- und Armbrustschütze war) mit Eibenkriegsbögen ausgerüstet wurden.
Das fällt zumindest in den Zeitraum. Vielleicht lohnt es sich ja für Dich, in der Richtung weiterforschen.
Gruß, Ed

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Eintrag #7 vom 03. Jun. 2008 18:23 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Auf einigen Bildern von Burgkmaier sind Bögen zu sehen. Langbögen in der typischen Eibenfarbe mit Hornnocken.
Ist allerdings 16 Jhd.
Ansonsten sieht man auf vielen “St. Sebastian” und “11.000” Jungfrauen Bildern Recurve Bögen.
Ob das typisch war oder nur die als Attribut für “Fremde” oder “Orientale” stehn kan ich nicht beurteilen.
Interesant ist jedoch, das man auch bei diesen Bögen öfter sieht, das der Maler Kern und Splintholz wie bei der Eibe in unterschiedlichen Farben gemalt hat.

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Eintrag #8 vom 16. Jun. 2008 18:25 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Ich würde eher die Frage stellen, ob und wenn wo und in welcher Form in D. es im späten 15ten überhaupt Bogenschützen als militärische Einheit gab. Hierzu würde ich auf bestehende Threads verweisen- ich kenne wenig bis keine Hinweise. Das gilt nicht nur fürs 15te, sondern auch davor und danach…

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Eintrag #9 vom 22. Mrz. 2010 21:20 Uhr David Jaumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Jaumann eine Nachricht zu schreiben.

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Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ist ein Bogen aus dem Chiemgau (ca. 1480) ausgestellt! Er ist 1,7m lang hat einen starken Reflex im Griff und leichte Recurves an den Enden. Auffallend ist das fünfeckige Profil, welches mich an das Oberflacht Design erinnert. Die aufwendig verzierten Hörner an den Enden sind warscheinlich aus Hirschgeweih. Der Bogen ist aus Goldregen gebaut, das Holz sieht fast aus wie Eibe!
Ich vermute aber, dass der Bogen für die Jagd verwendet wurde, da das Zuggewicht ca. 50-60 lbs betrug.
Es gibt Aufzeichnungen von ca. 1530 ( bin mir mit dem Jahr nicht mehr ganz sicher), die belegen, dass es in der Rüstkammer vom Schloss Hohenaschau 3 Bögen gab. Aufgezählt sind ein Hornbogen, ein “Ybenpogen” und ein
“alter Pogen” (man vermutet, dass damit dieser Bogen gemeint ist)
Es gibt auch weitere Bögen derselben Bauart, die allerdings aus dem 17. und 18.jh sind.
In Jagdmuseum München sind zwei davon ausgestellt, die wie die meisten Bögen von diesem Bautyp in Frankreich gebaut wurden.
Auf dem Sebastiansaltar Köln (1490er Jahre) sind übrigens Langbogenschützen zu sehen, die mir Eibenlangbögen ausgestattet sind!
Bin mir aber leider nicht sicher, ob die abgebildeten Schützen Söldner sind…

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Eintrag #10 vom 22. Mrz. 2010 21:22 Uhr David Jaumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Jaumann eine Nachricht zu schreiben.

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aus dem flämischen Raum gibt es übrigen auch Abbildungen von Langbogenschützen, ist aber leider etwas weit von Bayern entfernt :(

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