Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Bohrer?

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Eintrag #1 vom 02. Mrz. 2004 00:04 Uhr   Nachricht

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Hallo!
Ich habe beschlossen eine Flöte zu bauen, und habe heute mal beim Schreiner angefragt, wie ich denn in ein Stück Holz mit 20-22 mm Durchmesser eine 35cm lange Bohrung mit 14 mm Durchmesser kriege. Der hat geguckt, das war wirklich sehenswert… Und als er dann die Sprache wiedergefunden hatte, meinte er: “Da gibt es bestimmt tonnenschwere, sauteure Spezialmaschinen. Vielleicht geht’s mit ner CNC-Drehbank… Aber ICH hab sowas nicht.”
Irgendwie war das frustrierend… :-( Aber früher ging’s ja auch ohne CNC-Drehbank, also hab ich mir gedacht, ich frag mal, ob von euch jemand eine Idee hat, wie die das im MA gemacht haben. (Wobei mich ja ehrlich gesagt eher interessiert, wie ich es heute machen kann, ohne eine CNC-Drehbank anzuschaffen. Aber wenn’s dann noch authentisch mittelalterlich wäre, wäre das eine nette Zugabe ;-) )
Grüße,
Sebastian

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Eintrag #2 vom 02. Mrz. 2004 08:47 Uhr Thomas Schiebel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schiebel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Von Hand

Ich glaube, das lässt sich von Hand machen. Mit einem Schlangenbohrer zum Beispiel, die gibts auch in ausreichender Länge als ßhrbohrer (und wenn nicht: verlängern). Nur mit Deiner niedrigen Materialstärke wird es Probleme geben, ich fürchte das Holz wird leicht reissen.
Also entweder bohren, solange noch genug Material da ist (erst Loch in “Stamm” bohren, dann erst Flötenörmig schnitzen oder drechseln),
oder Dein Rundholz durch aufgesetzte Verstärkungen (Ringe, Gurte…) beim bohren vorm Platzen schützen.
Viel Spaß dabei ! Gorm.

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Eintrag #3 vom 02. Mrz. 2004 09:33 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht erst das Loch, dann die Flöte ...

Ich würde Gorms Vorschlag, erst das Loch zu bohren und dann das Flötenrohr drumherum auszu“schneiden”, den Vorzug geben. Neben dem Reiß-Risiko besteht imho nämlich auch die Gefahr, dass Du das Loch per Hand nicht parallel zu den Wänden des Rundholzes bohrst. Auf jeden Fall muss das Werkstück vor dem Bohrer ganz fest fixiert werden.
Je nach Zeitstellung käme als Werkzeug auch ein Löffelbohrer (HMA), ggf. mit “Schneckenspitze” (SMA) in Betracht (vgl. z.B. www.elvelueuet-hamborch.de/ausrustung/metall/metall.htm).
Grüße von der Spree
Ulli

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Eintrag #4 vom 02. Mrz. 2004 10:59 Uhr Stephen Pajer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephen Pajer eine Nachricht zu schreiben.

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Flöten werden und wurden gedrechselt. du Spannst den Holzklotz auf einer Seite in die Drechselbank, dann bohrst du mit dem Bohrfutter, das einen laaaaangen Bohrer aufnimmt ein Loch. Dieses wird durch die Materialabweichung und Eigenfliehkraft des Bohrers nie ganz zentrisch sein. Danach spannst du das Werkstück aus, und an den beiden Löchern wieder ein → Flöte drechseln. Wenn die Flöte die richtige äußere Form hat, bohrst Du die Grifflöcher (kleiner als sie späzter sein sollen) aus, und reibst diese dann mit einer Tonlochreibahle (www.dick-gmbh.de) auf die richtige Größe aus. Windkanal schneiden, Block montieren, Flöte spilen, fertig.
Wenn du über keine Drechselbank verfügst, hast du Pech, es bleiben Dir aber immer noch 2 Auswege: Das Rindenpfeiferl, Dabei klopfst du mit einem runden Messergriff solange auf die Rinde eines Haselzweiges (im Frühjahr gehts am besten), bis sich diese löst (lange leicht klopfen, nicht dreschen) und machst aus dem so entstandenen Röhrchen eine Flöte. Dein Opi weiß wie’s geht, der hat das als Bub sicher oft gemacht (so er am Land aufgewachsen ist).
oder du suchst dir einen passenden Holunderast, der ja bekanntlich innen nur mit weißem Schaumgewebe gefüllt ist, stößt dieses mit einem dünnen Ast (oder sonstwas) heraus und machst daraus deine Flöte. Wichtig ist, daß du den Ast austrocknen läßt, nachdem du ihn geschält und ausgehöhlt hast, da er sonst dazu neigt, Längsrisse beim Bohren oder kurz danach zu bekommen.

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Eintrag #5 vom 02. Mrz. 2004 11:20 Uhr   Nachricht

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erstmal für die Tips. An der Drechselbank zu bohren ist mir auch schon eingefallen, aber mein Schreiner hat gesagt, da würde mir höchstens das Holz um die Ohren fliegen. Aber wenn mir jemand einen Topfhelm leiht, denk ich nochmal drüber nach :-)
Schneckenbohrer klingt gut, hab ich aber in der Größe noch nirgends gesehen. Wo krieg ich denn sowas?
Grüße,
Sebastian

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Eintrag #6 vom 02. Mrz. 2004 12:57 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Schnecken- und Löffelbohrer gibt es hier: www.feine-werkzeuge.de/bohr2.htm
Handbohren gibt Muckis !
Grüße von der Spree
Ulli

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Eintrag #7 vom 02. Mrz. 2004 23:29 Uhr Stephen Pajer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephen Pajer eine Nachricht zu schreiben.

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Was für ein Schreiner war das? einer der aus Spanplatten Küchen zusammenklebt? jede Blockflöte die du heutzutage kaufen kannst, ist an der Drechselbank gebohrt, jeder Dudelsack wird so hergestellt! Du darfst nur nicht am Holz sparen. Das Werkstück sollte mindestens das 8-fache des Lochdurchmessers habem. Also: Lochdurchmesser 10 mm, Werkstückdurchmesser 8 cm. Jeder Schreiner, der sein Handwerk versteht und auch drechseln kann, wird dir sagen, daß in diesem Fall die zentrische Bohrung kein Problem darstellt, und dir bei richtiger Spannvorrichtung (auf plandrehscheibe aufschrauben, nicht einspannen) auch nicht um die Ohren fliegt. erkundige dich doch mal bei Dudelsackbauern, wie das gemacht wird, www.sackpfeifenclub.de
Dein Schreiner hat offenbar keine Ahnung vom Instrumentenbau, erkunduige dich beim Instrumentenbauer, wenn du ein Instrument bauen willst.

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