Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Brettchengewebte Borten (genau?) nach erhaltenen Stücken

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Eintrag #1 vom 08. Mrz. 2004 09:48 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einleitung

Brettchenweben fehlt auf keine Veranstaltung, das ist eigentlich prima so. Info Möglichkeiten on-line gibt es in Mengen. Prima Arbeitstreffen dito.
Aber was wird gewebt und vorgeführt? Wie nah kann man mit welchen Materialen `ran und will man das selbst eigentlich?
Was sagen eigentlich Veranstalter dazu (Außer Brettchenweben haben wir schon, da kommt eine Dame die bunte Bänder für Kinder macht….).
Bitte nicht in eine “Authentizität ist sinnlos” Debatte abgleiten……..
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte e.V. (i.G.)

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Eintrag #2 vom 08. Mrz. 2004 09:51 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beispiel

Viele kennen die Bänder aus der Veröffetnlichung von K.Schlabow “Eisenzeitliche Textilen”. Hat sich noch jemand an den Bänder versucht? Besonders an Ideen für die Abschlüsse?
Ich maile gerne Bilder von meinen Bändern.
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte e.V. (i.G)

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Eintrag #4 vom 08. Mrz. 2004 14:01 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sylvia,
das würde mich auch mal interessieren, ob dem Veranstalter es überhaubt auffällt das man etwas nach Geschichtlicher Vorlage herstellt. Leider hat noch nie ein Veranstalter was dazu gesagt bis auf einen. Und der hat gemosert. Der Veranstalter mochte das Band nicht *grins* War ihm zu protzig. (broschiertes Band aus Schleswig)Nun ja nach einem kurzen Gespräch durfte ich dann aber weiter machen.
Wie nah kommt man mit welchen Materialien heran. Das kommt darauf an was man machen möchte. Birka ist recht einfach, da gut analysiert und publiziert. Ich finde da kommt man sehr dicht herran, wenn man denn will. Aber wie sieht es beispielsweise mit der Vitta von Aschheim aus. Dort ist nur der Goldschuß erhalten. Goldfolie jedoch ist teuer oder? Kann man dann einfach Madeira Nr6 nehmen, das sieht nach Lahn aus. Mh ist aber dennoch nicht richtig. Oder Lametta? das sieht Golden aus und aus Folie(hihihi). Kommt es dann nur auf die Musterung an? Also zum Muster ausprobieren habe ich jetzt Seidennähgarn(was definitif zu dünn ist, das original war breiter)mit Madeira Nr6. Die Farbgebung ist auch nur eine Vermutung. Je nach Band kann also sehr dicht am Original gearbeitet werden, oder auch sehr spekuliert werden.
K.Schlabow “Eisenzeitliche Textilen” - Mist das Buch habe ich nicht nur das dünne "Trachten der Eisenzeit)
viele Grüße, Ragna

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Eintrag #5 vom 23. Mrz. 2004 14:24 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was für Anfänger?

Wie sieht es mit den für das 13. und 14. Jahrhundert erhaltenen Borten aus?
Wenn ich bisher darauf geachtet habe, sahen die Muster immer ziemlich kompliziert aus. Gibt es aus der Zeit (oder kurz vorher oder kurz nachher) auch erhaltene Borten mit sehr einfachen Mustern? Also z.B. wenn Richtungswechsel, dann nur mit allen Brettchen gleichzeitig?
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #6 vom 23. Mrz. 2004 17:37 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
liebe Karen, das Problem ist, daß die erhaltenen Borten aus dem 13.ten relativ aufwendig sind, und zumeist noch mit Broschierung (Einschuss in zweitem Fach) versehen sind…
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #7 vom 23. Mrz. 2004 18:16 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Anfängerborten zum Nachweben.

Hallo Karen,
Broschieren ist nicht schwer, nur Zeitaufwendig. Super schöne Motive hat Nancy Spies in ihrem Buch: Ecclesiastical Pomp and Aristocratic Circumstance.ISBN 0-615-11681-7 Ansonsten würde ich mal ein Museum mit fragen löchern. Denn leider kenne ich mich im 13.ten nicht aus und kenne da nur das, was von Nancy Spies im Buch beschrieben ist.
viele Grüße, Ragna

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Eintrag #8 vom 24. Mrz. 2004 11:03 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Ich bin jetzt mal ganz vorsichtig.
Ich glaube mich zu erinnern auf zeitgenössischen Abbildungen Borten gesehen zu haben die recht einfach zu weben sind.
Eine Auffädelung wäre zweifarbig, 3/1.
Wobei der eine andersfarbige bei 4 vorwärts-4 rückwärts eine Rautenmuster mit Tüpfelchen in der Raute ergibt.
Den Rand einfarbig zu machen und mehr als 4 mal in eine Richtung zu drehen empfielt sich trotzdem, da er dadurch regelmäßiger wird.
Schau die also mal Bilder aus der Zeit an was du da findest.
Gute Tage
Harwalt von Biberach

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Eintrag #9 vom 24. Mrz. 2004 11:48 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rauten

Hallo Harwald,
Da muß sie aber sehr genau hinschauen. Bin mal vorsichtig und behaupte jetzt es kann sich bei Rauten auch um Köperstruktur handeln und dann ist nichts mehr mit 4 vor und vier zurück. Verrätst Du mir wo Du die Abbildung gesehen hast? Fänd ich klasse.
viele Grüße, Ragna

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Eintrag #10 vom 24. Mrz. 2004 16:09 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Regina.
Wenn das so einfach wäre….
Als ich vor ca 3 1/2 Jahren mal nach Bortenmustern für diese Zeit gesucht habe, ich hatte auch erst mit dem Brettchenweben angefangen) glaubte ich dieses und mindestens ein anders Muster auf Bildern zu erkennen. Die Ausbeute war wahrlich nicht groß, und ich hab nicht mehr den blassensten Schimmer wo in welchem Buch das wem gehört ich diese Bilder gesehen habe.
Deshalb mein vorsichtiger Beitrag.
Gute Tage
Harwalt von Biberach

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Eintrag #11 vom 24. Mrz. 2004 16:16 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schade

Hallo Harwald,
wirklich schade. Ist ja eigendlich nicht meine Zeit :o) Doch Textilien finde ich klasse, deshalb meine frage. Ich habe nicht viel Ahnung wie es im Hoch und im Spätmittelalter mit den Borten aussieht. Doch im Frühmi, sind die meisten recht kompliziert, auch wenn man es ihnen nicht ansieht. So ist das schmale Mammenband in Köper und es sind auch nur Rauten. Ich glaube die haben nach dem Motto gewebt “ Warum einfach wenn es auch umständlich geht” Seufts, ich habe noch viel zu lernen.
viele Grüße, Ragna

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Eintrag #12 vom 25. Mrz. 2004 18:56 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Broschieren

Hallo Harald,
der Einleitungstext aus dem erw. Buch ist voller guter Infos´s zu Borten aus dem 13. Jahr. Ich weiß von keinem schurbindigen Muster, genauer, von garkeinem.
Als Faustregel: Je später das Band, je einfacher die Technik. Oder auch: Seit z.B. bei Klosterarbeiten (oder Frauenwerkhäusern, weltlich) Webanleitungen aufgezeichnet worden seien könnten, braucht sich das Broschiermuster nicht mehr ein einem Untergrundmuster zu orientieren.
Hadduwolf,
was soll diese Panikmache?
So schwer zu weben sind die Bänder nicht - Selbst für eine Bausrbeiterin wie mich!!
Regina,
das einfache Mammenband ist mit 4xvor/dito rück Rauten nicht zu vergleichen.
Lass´uns mal einen ruhigen Nachmittag finden ….
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte e.V. (i.G.)

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Eintrag #13 vom 25. Mrz. 2004 19:50 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Sylvia

Das mit dem ruhigen Nachmittag hört sich gut an. Hast Du meine Mail bekommen das Tamara Windpocken hat? Die hat bald alle zwei Wochen was mir reicht es langsam. Sorry war off Topic.
Ich habe das einfache Mammenband nach Hansen gewebt. Hat er sich da etwa auch vertan? Hast Du da mehr info?
Möchtest Du eigentlich vom J.P.Wild das Bild vom Webekamm zumgeailt haben? Der ist aus der RKZ.
viele Grüße, Ragna

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Eintrag #14 vom 26. Mrz. 2004 13:46 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Definiere: einfach :o)

Hallo Sylvia!
“Je später das Band, desto einfacher die Technik” - das hört sich gut an!
Du sprichst aber immer noch von broschierten Bändern, oder? Da habe ich mich bisher nicht drangewagt. In den Weihnachtsferien habe ich versucht, diese Double-face-Technik mal auszuprobieren, die ich schon öfter mal gesehen hatte, ich war aber nicht konzentriert genug, und nach einem halben Meter Chaos hab ich dann mit einem einfachen Muster (4vor-4zurück-Rauten) weitergewebt.
Wo kann ich diese “einfachen” Muster finden? So, daß ich auch verstehe, wie ich sie nachweben kann?
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #15 vom 26. Mrz. 2004 18:50 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einfach!

Hallo Regina,
ja ich habe die Mail bekommen, schade. (Ich bin nicht der promteste Mailbeantworter….)
Ich werde die Hansenanleitung mal nachsehen. Auf dem einfach Mammenband sind ziemlich viele Muster, sehr nett, jedenfalls. Es wäre prima, wenn Du mir das Bild mailen könntest.
Hallo Karen,
die Techniken sind wirklich nicht schwer, wenn man mal live gesehen hat wie das ganze funktioniert. Vielleicht kriegen wir bald nochmal einen Workshop in Hannover hin, das wäre eine Gelegenheit. (Bis Duisburg ist wohl von Göttingen aus doch etwas weit, sonst gern hier.)
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte e.V. (i.G.)

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Eintrag #16 vom 27. Mrz. 2004 07:24 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nun ja

Hallo Sylvia,
nun wenn es viele Muster in den Wollenden Mammenband sind, dann weiß ich mindesten eins was falsch ist. Der Hansen hat nur drei Muster angegeben. Zum ßben von Köperstruktur finde ich es jedenfalls klasse. Auch wenn es zuwenig Muster sind. Kennst Du die Originale Farbgebung?
Hallo Karen,
ich halte die Broschiererei für eine der einfachen Techniken. Wenn man mal von den Bändern absieht, bei denen als Grundgewebe Köperstruktur gewebt wird. Das Grundgewebe wird also in den Meisten Fällen immer nur in eine Richtung gewebt. Falls es Dir möglich ist nach anleitung zu Weben
Peter Collingwood : The Techniquis of Tablet weaving ISBN 1 56659 055 8 www.petercollingwood.co.uk
Ich kann Dir bei Interesse auch anbieten, falls es mit Hannover warum auch immer nichts wird, mal hier vorbei zu kommen. Göttingen ist glaube ich nicht soweit weg von Bielefeld.
viele Grüße, Ragna

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Eintrag #17 vom 27. Mrz. 2004 09:47 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn man das Prinzip von doubleface begriffen hat ist das zumindest bei einfachen Sachen auch nicht schwer. Schon bei meinem zweiten Versuch (beim ersten war mir das Prinzip noch nicht klar) konnte ich Schrift ohne Vorlage weben.
Und das Prinzip wurde mir beim Weben und Fehler machen bei einfachen 2-Farben Bändern klar.
Also ganz ohne Anleitung.
Und da ich mich nicht für den Mega-Crack halte gehe ich davon aus dass jeder der ein bisschen Brettchenweberfahrung hat und anschaut und überlegt was wieso beim Weben mit den Fäden passiert das ebenso leicht finden wird.
Wenn ich mir den Pfau anschaue dürfte das asber kaum ohne vorlage gehen. *g*
Gute Tage
Harwalt von Biberach

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Eintrag #18 vom 27. Mrz. 2004 10:16 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kompliziert

Hallo Harald,
also ein Crack bin ich mit Sicherheit auch nicht. Eigendlich wollte ich der Katrin auch nur Mut machen das mal mit dem Broschieren zu probieren. Gerade weil es tolle recht einfache Broschierte Bänder gibt. z. B. ein Band das im Nürnberger National Museum liegt, Hat lediglich 15 Brettchen und bereits nach 8 Schuß kehrt sich das Muster um. Memelsburg Bamberg, 17 Brettchen, (Alle in dem Buch von Nancy Spies)
viele Grüße, Ragna

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Eintrag #19 vom 27. Mrz. 2004 12:05 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Regina.
Das ist ja mit das Schöne. es gibt bei den meisten Techniken Schwieriges und Einfaches.
Und damit keiner frustriert rumhockt tauschen wir uns ja aus.
Gute Tage
Harwalt von Biberach

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Eintrag #20 vom 02. Apr. 2004 23:06 Uhr Martina Noeckel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martina Noeckel eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich halte Broschieren (mit einfachem Grundmuster- also alles in eine Richtung) fuer sehr einfach. Das einzig Nervige daran ist die Faedenzaehlerei.
Bis die Tage.
Moya

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Eintrag #21 vom 23. Mai. 2004 12:23 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brochieren, Eisenzeit... :))

Hi,
also erstmal kurz zum Brochieren. Es IST einfach - man muß nur dieTechnik, wie man die äußeren Brettchen “umgeht”, verstanden haben, danach ist es reine ßbungssache. Nícht der komplizierten Muster wegen, sondern die richtige Stärke des Anziehens rauszubekommen. Das ist aber ja bei jedem brettchengewobenen Band so. Man muß ein bißchen “Feeling” entwickeln. Ansonsten macht es keinen Unterschied, ob man ein einfaches 20-Brettchen-Band oder kompliziertes 60-Brettchen-Band brochiert. Man muß nur wahlweise bis 20 oder 60 zählen können ;) und Geduld haben. Man kann halt nicht mal eben 30cm weben. Bei einem breiten Band geht’s mal nur 2 oder 3cm am Abend voran. Dafür hat das Brochieren einen wichtigen Vorteil: Einen Fehler sieht man sofort und kann ihn gleich korregieren, muß nicht wie bei andern Techniken mühsam zurückweben. Also ich kann jedem nur empfehlen, es einfach mal zu versuchen, so schwer ist es wirklich nicht, und es macht auf Anhieb was her!
Das war das zweite brochierte band, das ich gemacht hab: www.myblog.de/a/avhaline_museum1.jpg
Zu Schlabows Eisenzeit: Jipp - ich hab schon ein paar Muster davon nachgewoben, für’s Römerfest in Kalkriese. Interessant, aber nicht wirklich ne Herausforderung, da die Muster doch sehr einfach gehalten sind. Direkt an die Stoffe angewoben hab ich nur anchträglich, also noch nicht direkt am Gewichtwebstuhl. Kommt alles noch…. :)
Weben auf Veranstaltungen— wenn man etwas einfaches webt, sind die Besucher meist eher enttäuscht… “Das kann ja jeder…” - eigentlich werden überraschende Muster erwartet, und ein unauthetisches Widderhorn ist den Leuten dann allemal lieber, als eine einfache Schnurbindung, die keine überraschenden Wendungen bietet. Die Leute WOLLEN staunen und überrascht werden….
Angy.

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Eintrag #22 vom 23. Mai. 2004 22:39 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Weben vor Publikum

Tach!
Ja, das Publikum möchte etwas einzigartiges, herausragendes sehen… nur hab ich da ein kleines Problem.
Um auch vor Publikum die Qualität zu bringen, die es damals gegeben hat, benötige ich Hilfsmittel, wie einen modernen Webstuhl für die gleichmäßige Spannung und eine Vorlage, auf der ich sehen kann, wo ich im Muster stecke.
Denn auf einer Veranstaltung habe ich definitiv nicht die Ruhe, die damals die Weberinnen hatten, sondern werde alle zwei Minuten angesprochen…
Nur, wie sag ich es dem Veranstalter/ den Besuchern, dass ich nicht anders die Leistung bringen kann, die sie damals erbracht haben?
Tschüs
Aisling
die inzwischen der Meinung ist, dass die Hochdorfer Borten die kompliziertesten Brettchenwebereien sind, die es in Europa gegeben hat.

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Eintrag #23 vom 27. Mai. 2004 16:24 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Voführung

Hallo Angy,
nichts für ungut - aber ich dachte immer die Besucher kommen in ein Museum um etwas über den gezeigten Sachverhalt zu erfahren.
Besonders auf Keltenfesten ist es kein Problem komplizierte Borten zu zeigen. Ob man diese Weben kann hängt von der persönlichen Befähigung ab.
Ich jedenfalls webe meine komplizierten Sachen lieber zu Hause, in Ruhe und umsorgt von einem lieben und geduldigen Mann, der sich mein Gefluche anhört und mir Tee und Kekse bringt.
Wenn die Erzeugnisse einer Zeit und Gegend eher simpel sind und mir nicht zusagen muß ich die Darstellungszeit anders wählen und mich mit den Dingen befassen, die ich spannend finde.
Was die von Schlabow publizierten Borten angeht - so öde sind die Muster nun auch wieder nicht. Zumindest die Besucher in Oerlinghausen schienen die “röm. Eisenzeit Kollektion” recht nett zu finden. Daß mir vermutlich ein Weber/in mit orange/grün/schwarzem Widderhorn wahrscheinlich die Schau stiehlt ist klar. Aber das zu bewältigen sollte zu schaffen sein, denn ein schriller pink/roter Seidenfummel mit Simpelbundschuhen ist bestimmt ein besserer Reißer als eine überbodenlange helle Stola, aber das ist trozdem kein Grund sowas zu tragen. (Meine Meinung)

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Eintrag #24 vom 28. Mai. 2004 13:17 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brettchengewebte Borten (genau?) nach erhaltenen Stücken

Hi Sylvia,
ich hoffe, Du hast mich jetzt nicht falsch verstanden. Ich bin ganz sicher nicht der Meinung, man sollte, um “Show” zu machen, munter Widderhörner auf einem Römerfest weben. Ganz sicher nicht!
Ich persönlich halte es so, daß ich zwar mittlerweile auf allen möglichen neuzeitlichen textilen Veranstaltungen Werbung für’s Brettchenweben mache und das Weben zeige - dann natürlich auch mit Widderhorn.
Aber auf geschichtlichen Veranstaltungen, Museumsfesten etc. webe ich nicht. Ich trage gerne meine zuhause gefertigten Borten zur Schau, für die germanische Tracht simpler, für die Alemannische aufwendiger. Ich erkläre auch gerne das Weben und die unterschiedlichen Techniken, die wann wo verwendet wurden.
Ich wollte nur eben auf das Dilemma hinweisen, daß auf sehr vielen Veranstaltung munter am Staudigel-Webstuhl Widderhörner gewoben werden.
Mir mißfällt das auch, aber es ist eine traurige Tatsache. Und wie schon erwähnt wurde, wird eben Brettchenweben gerne gebucht, man hört oft den Satz “Wir haben schon eine Weberin….” und letztendlich wird eben wieder munter mit Baumwolle Widderhörnchen vorgeführt.
Ich habe noch keine Weberin in Aktion erlebt, die zeitlich passend das vorführt, was und wie zu der entsprechenden Zeit gewoben wurde. Hier im Süden zumindest scheints sowas nicht zu geben….
Grüßlis. Angy.

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Eintrag #25 vom 03. Jun. 2004 14:07 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum nicht einfach?

Ich würde mich unbedingt als Anfänger einstufen und habe dementsprechend auch nicht wirklich Erfahrung im Vorführen von Brettchenweberei, aber das eine Mal, wo ich “vor Publikum” (allerdings keine Mittelalteraktiven) gewebt habe, war es eigentlich ein Vorteil, daß ich so ein einfaches Muster hatte:
Nebenan webte jemand aus feinerem Garn ein kompliziertes Muster. Ich hatte mich mit einem gaaaanz einfachen Muster am Zeltpfahl festgebunden, bei dem ich immer nur vorwärts drehen mußte, und ich hatte ziemlich dickes Garn. Vorteil: Absolut übersichtlich. Konnte jeder sehen, daß ich zweimal blau oben hatte und zweimal weiß. Ich konnte reden wie ein Wasserfall, ohne mich aufs Muster konzentrieren zu müssen. Die Leute haben das Grundprinzip verstanden und sind nach Hause gegangen mit dem Gedanken “Das könnte ich auch mal machen”. Ich hatte eigentlich andauernd fünf bis zehn Leute um mich, bei meiner Nachbarin hat kaum jemand geguckt.
Also: Mut zu einfachen Mustern, wenn sie denn für den jeweiligen Zeitraum belegt sind. Natürlich sind die komplizierten Muster schön anzuschauen, aber für den Zuschauer kann es ein tolles Erlebnis sein zu verstehen, wie etwas funktioniert. Und das geht mit einfachen Mustern sicher besser als mit komplizierten.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #26 vom 03. Jun. 2004 14:25 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vorführefekt

Hallo Karen,
ich webe zum Vorführen meißt einfache Dinge. (Augelassene Einzüge nach Dätgenbefund, einfabige Köperstrukturbänder etc., das hängt von der Zeitstellung ab)
Allerdings sollte man sich vor Augenführen, daß Schurbindungsmuster und Hörnchen nicht nachgewiesen sind.

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Eintrag #27 vom 03. Jun. 2004 15:40 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Ich wollte auch keine Werbung dafür machen, Dinge zu zeigen, die nicht belegt sind. Nur hörte es sich oben so an, als wollten die Leute auf Veranstaltungen nur spektakuläre Muster sehen. Deshalb hab ich mein Gegenbeispiel gepostet.
Bis denn
Karen Thöle
PS: Was ist ein Schnurbindungsmuster? Das, was ich in meinem Eintrag beschrieben habe? Ich sagte ja, ich kenn mich nicht aus…

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Eintrag #28 vom 25. Jul. 2004 22:41 Uhr Martina Noeckel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martina Noeckel eine Nachricht zu schreiben.

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Tag,
Angelina schrieb:
>Ich wollte nur eben auf das Dilemma hinweisen, daß >auf sehr vielen Veranstaltung munter am >Staudigel-Webstuhl Widderhörner gewoben werden.
Korrigiere mich bitte, falls ich falsch liege. Aber wenn ich mir die keltische Zeit betrachte (oder auch beispielsweise die Alamannische), gibt es keine greifbaren Ueberlieferungen, wie denn genau so ein reines Brettchenwebgeraet ‘von damals’ ausgesehen hat.
Sogesehen ist eigentlich jeder einzelne reine Brettchenwebstuhl, der da auf den Festen gezeigt wird, als ‘modern’ zu bezeichnen, sei er nun von Staudigel oder dem eigenen Hirn entsprungen.
Was das Widderhorn oder andere Muster, Schnurbindung oder nicht angeht:
auch hier gibt es kaum Befunde - Textilien erhalten sich halt so schlecht. Und wenn auf den Keltenfesten alles bloss noch Hochdorf weben wuerde - wie langweilig, mal abgesehen davon, dass dann bloss noch ne Handvoll Weber das ueberhaupt koennte, da die Teile echt sehr schwer zu Weben sind.
Was ich viel schlimmer in dem Zusammenhang finde, ist das mangelnde Wissen mancher Weber/innen, die dem Publikum ihre Weberei als DAS Wahre praesentieren und ‘ja das war in der Zeit’ und broschieren ein Band aus dem x-ten JhD n. Chr.
Ich habe jedenfalls kein Problem damit, dass ich an nem Tag, wo ich einfach nur Muell zammenweb (aus welchem Grund auch immer), ne einfache Schnurbindung webe und dem Publikum das auch sage, dass es die in der Zeit ned gab und meinen Koeper nebendran liegen habe.
Es ist mir an den Tagen (und sonst eigentlich auch) wichtig, dass ich die Technik Brettchenweben an sich vermittle und weitergeben kann, dass eben die Kelten das schon gemacht haben etc, blabla und so eventuell die Leute mehr interessieren kann, dass sies vielleicht selber anfangen.
Meine 5 Cent zu dem Thema :)

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Eintrag #29 vom 26. Jul. 2004 14:29 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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“Was ich viel schlimmer in dem Zusammenhang finde, ist das mangelnde Wissen mancher Weber/innen, die dem Publikum ihre Weberei als DAS Wahre praesentieren und ‘ja das war in der Zeit’ und broschieren ein Band aus dem x-ten JhD n. Chr.”
Hallo,
ich habe auf Keltenfesten auch noch keine Broschierarbeiten gesehen. (Wer präsentiert sich denn so?) Es gibt einzelne Goldfragmente, die als Lahnreste gedeutet werden könnten (eventuell für Broschiertechnik verwendet) aus der Frauenbestattung “Hohmichle” (K. von Kurzynski,…. und ihre Hosen nannten sie Bracas“).
Leider sind die Fragmente sehr fein und winzig. Es könnte sich auch eine Broscheir und ”fliegende Nadel"-Arbeit auf Köper- uder Leinwandbindigen Gewebe handeln.
Sylvia

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Eintrag #30 vom 27. Jul. 2004 22:59 Uhr Martina Noeckel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martina Noeckel eine Nachricht zu schreiben.

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Sylvia, das war nur ein Beispiel.
Ich habe auf einigen Veranstaltungen feststellen muessen, dass einige Brettchenweberinnen null Ahnung hatten, von dem was sie da machten.
Sie beherrschten zwar die Technik, die sie grad zeigten, doch ihr Wissen woher, warum, Musterdatierung, Material etc. war bestenfalls als lau zu bezeichnen - nur leider ‘verkauften’ sie ihr Nichtwissen als DIE Wahrheit schlechthin.
Das meinte ich.
Liebe Gruesse.

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Eintrag #31 vom 26. Nov. 2004 23:15 Uhr Torben Hoomann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schwierige Suche

Ich arbeite gerade an einer Cotte nach den Manesse Tafeln 104 & 106.
Da ich nun ja für die Knöpfung der ßrmel die Knöpfe an der Stoffkante ansetzen muß, komme ich um eine Borte allein schon als Ausreißschutz nicht herum. Die breiten Goldborten gehen nun aus finanziellen Gründen natürlich nicht.
Ich habe allerdings noch eine schöne blau-weiße Widderhornborte bereit liegen. Nur würde mich vorm Anbringen interessieren, ob man die im HMA noch verwenden kann…
Weiß jemand da mehr?
Grüße Torben

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Eintrag #32 vom 27. Nov. 2004 09:09 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Torben.
Wieso gehen die breiten Goldborten aus finanziellen Gründen NATßRLICH nicht?
Ist es so viel Borte? Oder so viel Gold dran?
Es gibt in der Szene einige Leute die mit Goldlahn weben. Frag die mal ob die Goldborte wirklich so unerschwinglich wäre wie Du es dir vorstellst (oder wünschst *g* Psychologie für Fortgeschrittene *g*).
Beim Widderhorn würde ich erst mal die Bremse reinhauen bis Du genaue Auskunft hast.
Meines Wissens nach ist dieses Muster recht neu.
Allerdings gehöre ich eher zur praktischen Fraktion mit sehr wenig historischem Hintergrundwissen.
Diesen Punkt schreibe ich nur deshalb damit Du nicht auf die Idee kommst am Wochenende mal schnell Borte aufzunähen bevor eine fundierte Antwort auf deien Frage vorliegt.
Gute Tage
harwalt von biberach

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Eintrag #33 vom 27. Nov. 2004 10:01 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Tach
Wenn du was mittelalterliches machen willst, dann lass das mit dem Widderhorn.
Das Muster stammt aus dem vorderen Orient und ist aus dem 19. Jhd. hat also weder was mit dem Mittelalter noch mit irgendeiner anderen Zeit zu tun.
Wenn dir Gold zu teuer ist, würde ich als Alternative Realseide verwenden. Einige Gelbtöne leuchten wie Gold. Und es sieht bei broschierten Borten einfach nur toll aus.
Tschüs
Aisling

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Eintrag #34 vom 27. Nov. 2004 11:41 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Torben,
>Da ich nun ja für die Knöpfung der ßrmel die Knöpfe an der Stoffkante ansetzen muß, komme ich um eine Borte allein schon als Ausreißschutz nicht herum.<
Wieso denn unbedingt Borte? Die Kanten kannst du auch mit Seide verstürzen. Seide ist bombenreißfest. Historisch belegt ist es ebenfalls.
Literatur:
Crowfoot/Pritchard/Staniland. Textiles and Clothing c.1150-c.1450. Medieval Finds from Excavations in London 4. Woodbridge 2004.
Gruß,
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #35 vom 27. Nov. 2004 12:54 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Brauchst Du _überhauüt_ eine Verstärkung? Sauber umgenähte Stoffkanten aus Wolle reissen nicht so schnell aus, wenn man Knöpfe drannnäht.
Und wenn Du Dich nach Manesse richtest, also 1305-1340 Adel, dann ist ein Futter auch keine so schlechte Idee.
Gruss, Jens

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Eintrag #36 vom 27. Nov. 2004 19:30 Uhr Torben Hoomann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ok, etwas mehr Info

Besten dank erstmal für die schnellen Antworten!
Ich hatte keinesfalls vor, schon dieses WE die Borte aufzunähen, deswegen frag ich euch ja! :)
Gut, dann werde ich die Widderhornborte mal auf Zivilsachen aufnähen *g*
Die Cotte wird aus rostroter Wolle in Köperbindung mit naturfarbener Bouretteseide gefüttert. Natürlich wendegenäht.
Bei meiner Recherche landete ich auf Flinkhands Seite und der empfiehlt eben ausdrücklich Borte gegen das ausreißen. www.flinkhand.de/Handarbeiten/Zubehor/[…]/knopfe.h[…]
Wenn ich drauf verzichten kann, meinetwegen gern!
Hat denn jemand nen Tip, wo ich eine goldfadenhaltige Borte zum Studententarif bekomme?
Evtl. gehört das nicht in diesen thread, aber wenn die Knöpfe nun auf die Stoffkante kommen, wie sie dann befestigen? Schlaufe oder Knopfloch?
Grüße Torben

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Eintrag #37 vom 27. Nov. 2004 20:00 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Torben,
erstmal muß ich Jens recht geben, eigentlich hält das auch so. Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht.
Und, ich traue es kaum zu fragen, hast du Belege für Bouretteseide?
Gruß,
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #38 vom 28. Nov. 2004 01:31 Uhr Torben Hoomann   Nachricht

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Hi David,
Ich denke auch, daß das Ganze auch ohne Borte hält.
Ich wollte nur den guten Rat vom Flinkhand nicht übergehen.
Wegen der Bouretteseide: Das wurde ja auch schon im Seidenthread diskutiert. Da ist die Fundlage zwar nicht deutlich gesichert, aber es gibt wohl im Birka III Hinweise auf die Verwendung (Schussfaden in Brettchenborte).
Ich für mich gehe davon aus, daß die Seide wie die meisten anderen wertvollen Sachen vollständig verwertet wurde und somit auch in späteren Zeiten als Birka verwendet wurde.
So, jetzt zerfleischt mich! *g*
Grüße Torben

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Eintrag #39 vom 28. Nov. 2004 11:19 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Torben,
Ich mag vlt. blind sein, kann aber in den Birkafunden nix über Bouretteseide entdecken, davon abgesehen, dass dies imho zeitlich wie regional auch ziemlich off wäre. Wo steht das denn da? In welchem Zusammenhang?
Worauf die Erkenntnisse von Flinkhand basieren, weiss ich nicht, in der Zeit, in der Knöpfe en vogue waren, war Borte wiederrum ziemlich passé.
Ich täte mir die Borte in jeder Hinsicht sparen, bis Du eindeutige Vorlagen hast.
Gruss, Jens

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Eintrag #40 vom 28. Nov. 2004 15:02 Uhr Torben Hoomann   Nachricht

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Ich selber bin nicht im Besitz von Birka III; wie du sagst, ist räumlich und zeitlich off.
Meine Infos habe ich vom Seidenthread im Vikingnet: 72.rapidforum.com/topic=100482202857&search=seide
Zugegeben, die Fundlage rechtfertigt im Grunde nicht die Verwendung.
Wenn ich mal günstig an a-Seide komme kann ich das Futter ja immer noch austauschen. Ist ja nicht soviel Arbeit. Ist eben auch eine Frage des Materialpreises…
Grüße Torben

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Eintrag #41 vom 28. Nov. 2004 15:29 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hm...

Zitat aus betreffenden Thread, auf Nachfrage eines anderen Posters:
“Ich habe nie behauptet das in irgendeinem Buch irgendetwas von ”bourette “ steht. Das war ganz allgemein etwas über Seide.”
Hm, ich denke, Du solltest da nochmal genau hinsehen.
Es ist natürlich grundsätzlich deine Sache, wie Du es machst, aber nimm es mir nicht übel, wenn man es sich nicht leisten kann, das passende Material zu benutzen, stellt sich mir halt die Frage, ob die Rolle die richtige Wahl war.
Gruss, Jens

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Eintrag #42 vom 18. Jul. 2011 06:45 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Tach!
Diskutiert das bitte ab sofort im Thread 1722 Seide, da passt es hin.
Weitere Diskussionen über dieses Thema werde ich hier löschen.
Tschüs
Silvia
Tempus-Vivit-Team

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