Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Brillen im Mittelalter

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Eintrag #1 vom 26. Okt. 1998 16:14 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe Euch noch einen letzten Eintrag versprochen: Vieledle Herren und Frauen! Ich möchte gern in die MA- Szene als Darsteller einsteigen. Als Rolle habe ich mir einen normannischen Kreuzritter des 12. Jhd. ausgewählt; über den geschichtlichen Hintergrund habe ich mich informiert, die Hardware (Kettenpanzer, Helm, Schwert) ist vorhanden, mein zeitgenössisches Gewand entspricht den letzten Erkenntnissen der Kleidungsforschung. Es gibt da nur ein Problem: Kreuzritter trugen keine Brillen. Und das geht bei mir aus medizinischen Gründen nicht. Ohne Brille komme ich nicht aus (Kurzsichtigkeit und Netzhautverkrümmung) und Kontaktlinsen vertrage ich nicht; meine Augen röten sich und schmerzen. Deshalb trage ich auch während der Darstellung meine Brille. Gurt, das mag nicht ganz authentisch sein, aber ich sehe nicht ein, daß ich mir nur wegen meiner Unfähigkeit, ohne Brille durchs Leben zu gehen, meinen Spaß am Mittelalter verwehren lassen soll. Die Alternative wäre, daß ich halb blind durchs Lager stolpere und Zelte und Stände umreiße. Und wenn jemand ein Problem damit hat, daß ich in mittelalterlicher Gewandung mit Brille zum Turnier antrete, dann ist das doch wohl SEIN Problem, oder? Die Zuschauer gucken zwar manchmal etwas merkwürdig, aber das stört keinen großen Geist. Letztlich zeigen sie ihr Verständnis und ihre Anteilnahme durch lauten Applaus und freundliches Gelächter. Und SO unauthentisch ist das Brillentragen auch nicht; schließlich hat es auch im Hochmittelalter schon Lesehilfen gegeben, oder? Gut, manchmal drückt das Nasal auf das Gestell, und die Brille verrutscht. Und ich werde niemals einen Topfhelm tragen können. Mein einziges Problem ist, daß die sogenannten “Authentiker” Weh und Ach schreien und sagen: Ein Ritter mit Brille darf nicht sein. Diesen erwidere ich: Toleranz! Akzeptiert mich, wie ich bin, oder schert euch zum Teufel; eure Besserwisserei widert mich an. Sir Derek mit den Gläsern Oh, eigentlich gibt es da noch ein Problem: Kreuzritter reiten auf Pferden. Und das geht bei mir aus medizinischen Gründen auch nicht. Auf Pferden kann ich nicht sitzen (Bandscheibenvorfall und Arthrose in beiden Knien), und traben geht erst recht nicht; die Schmerzen in meinen Knien bringen mich um. Deshalb reite ich während der Darstellung auf meinem Fahrrad. Gut, das mag auch nicht ganz authentisch sein, aber ich sehe nicht ein, daß ich mir nur wegen meiner Unfähigkeit, mich auf einem Pferd durchs Leben zu bewegen, meinen Spaß am Mittelalter verwehren lassen soll. Die Alternative wäre, daß ich auf einem für mich unkontrollierbarem Pferd durchs Lager galoppiere und Zelte und Stände umreite. Und wenn jemand ein Problem damit hat, daß ich in mittelalterlicher Gewandung auf meinem Fahrrad zum Turnier antrete, dann ist das doch SEIN Problem, oder? Die Zuschauer gucken zwar manchmal etwas merkwürdig, aber das stört keinen großen Geist.Letztlich zeigen sie ihr Verständnis und ihre Anteilnahme durch lauten Applaus und freundliches Gelächter. Und SO unauthentisch ist es auch nicht; schließlich hat es auch im Hochmittelalter Fahrzeuge mit Rädern gegeben, oder? Gut, manchmal verfängt sich das Kettenhemd im Gepäckträger, und ich falle beim Absteigen um. Und ich werde niemals meine Lanze in den Steigbügel stellen können. Mein einziges Problem ist, daß die sogenannten “Authentiker” Weh und Ach schreien und sagen: Ein Ritter mit Fahrrad darf nicht sein. Diesen rufe ich zu: Toleranz! Akzeptiert mich, wie ich bin, oder schert euch zum Teufel; eure Besserwisserei widert mich an. Sir Derek der Bereifte Auszug aus “Die Entwicklungsgeschichte der Brille”, Publikation des Optischen Museums der Fa. Carl Zeiss in Oberkochem: ca. 1030: Ibn el Haitham, genannt Alhazen, beschreibt in seinem Buch “Schatz der Optik” einen Lesestein, eine mehr als halbkugelige plankonvexe Linse, die durch Aufsetzen auf die Schrift vergrößernd wirkt ca. 1240: Alhazen´s Werk wird ins Lateinische übersetzt; erste Lesesteine werden in Europa gefertigt 1267: Der Franziskaner Roger Bacon beschreibt in seinem Werk “Opus Majus” eine Leselinse, die flacher, also unterhalbkugelig, geschliffen wurde ca. 1270: Diese Linsen werden erstmals in eine Fassung mit Stiel aus Holz oder Horn eingearbeitet; etwa so wie unsere heutigen Lupen (älteste Abbildung: 1270, Konstanzer Münster) ca. 1300: Zwei dieser Lupen wurden durch ein Niet durch die Stiele miteinander verbunden; Gebrauch: wurden vor die Augengehalten, Fokussierung durch vor- und zurückbewegen der Hand. Erste Brillenmacherzunft in Venedig ca. 1390: die zwei Gläser werden mit einem festen Steg miteinander verbunden; Trageweise wie ein Kneifer, aber ohne Federwirkung, d.h. Brille muß immer noch mit einer Hand gehalten werden 1487: Erster Brillenmacher in Deutschland nachgewiesen (Jakob Pfuhlmeier, Nürnberg) 1493: “Weltchronik” von Hartmann Schedel erscheint; mit Brille als Zeichen der Weisheit werden ausschließlich Propheten und Philosophen, niemals Herrscher oder Heerführer, dargestellt ca. 1500: Erste Brillen mit elastischem Steg (“Kneifer”) oder mit Bändern zum Befestigen hinter dem Kopf nachgewiesen ca. 1720: erste Bügelbrillen Weitere Informationen oder eine Kopie der kompletten Unterlagen können bei mir angefordert werden. Dietrich

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Eintrag #2 vom 26. Okt. 1998 16:59 Uhr Gerhard Quanz   Nachricht

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Hallo Dietrich, ich hatte auf der Ronneburg nicht den Eindruck, daß Du ein Masochist seist, aber nach dem ersten Teil deines Postings formt sich in meinem geistigen Auge der Satz: Der Mann will geprügelt werden … Ich rechne jedenfalls mit einigen heftigen Reaktionen hier. Keine Angst, ich lass Knüppel und Kälberstrick beiseite, sondern will versuchen, die Gemüter in geordnete Bahnen zu lenken: In einem rein musealen Kontext würde ich natürlich auch Brillen nicht gerne als benutzbare Utensilien für das hohe MA sehen wollen. Soweit gehen wir konform. Aber auf den typischen Märkten halte ich Brillen noch für das harmloseste, was es als Anachronismus gibt. Und es ist ein Anachronismus, der sich leicht erklären läßt und auch nicht zu falschen Interpretationen führen dürfte - außer jemand trägt eine Brille aus der Renaissance als Darsteller eines normannischen Ritters - da könnte der arglose Touri auf falsche Ideen kommen, bei einer neuzeitlichen Kassenbrille oder dergleichen weiß er aber sofort: Das gehört nicht dazu, das sollte man sich wegdenken. Allzu doof sind die Leute ja auch nicht, wenn nicht zu viel spezielle Kenntnisse gefordert sind. Auf einem Markt, der in einer Stadt oder in einer Burg stattfindet, hat man ohnehin mit Anachronismen zu tun: Wo gibt es noch authentische Wege und Plätze, welche Stadt besteht nur aus Ständerfachwerk- oder Holzbauten, welche Burg wurde nicht im späten MA, der Renaissance oder (o Graus)im Zeitalter der Romantik umgebaut? Wenn man sich auch noch so bemüht, ein authentisches Umfeld wird man nur dort finden, wo eine ganze Stätte nach alten Vorbildern wieder aufgebaut wurde, das aber nenne ich ein museales Umfeld. Und die Märkte sind natürlich auch Begegnungsplätze von Darstellern unterschiedlicher Zeitalter, Olm der Wikinger trifft Dietrich aus dem 15. Jh., dürfte ja wohl auch nicht sein??? Das soll jetzt kein Plädoyer für eine Ausgrenzung sein, aber: wenn soviel schon nicht stimmt und nicht stimmen kann, dann finde ich die Aufregung um Brillen lächerlich. Ein Ritter auf dem Fahrrad ist natürlich Nonsense, ein Fahrrad ist kein Hilfsmittel, das eine Behinderung ausgleicht. Er kann ja auch zu Fuß gehen, schließlich reitet ein Ritter ja nicht ständig. Vergleichbar zur Brille sind dann schon eher Hörgeräte. Es gibt bestimmt Dinge, über die man lästern kann und darf, aber die Brille als ein Ding, das einen konkreten Nutzen für den Träger bringt, sich herauszupicken, halte ich für bedenklich. Was Kämpfen und Helmtragen mit Brille betrifft, so muß man da eine Einschränkung machen: Was einen selber gefährdet, sollte man lassen. Brillenträger sollten nur ohne Brille kämpfen oder es sein lassen, denn zu schnell geht da was ins Auge… Olm

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Eintrag #3 vom 26. Okt. 1998 17:01 Uhr Indy   Nachricht

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Danke Dietrich! Ich denke, der Worte sind genug gewechselt, die Positionen sind klar - bitte an ALLE: laßt dieses Thema ruhen, zu einem anderen Ergebnis kommen wir eh nicht mehr! Ein trotz Sehfehler unbebrillt durchs Mittelalter gehender Indy

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Eintrag #4 vom 26. Okt. 1998 17:36 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Olm, Du hast recht!! Nur… wer weiß um Himmels Willen, was Dietrich uns unlauteren Menschen mit seinem Nachsatz sagen wollte? Frank

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Eintrag #5 vom 26. Okt. 1998 19:24 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Dietrich, Deine Inhalte unterschreibe ich wieder! Bedenke nur eines: Als Fechtmeister ,der Lektionen gibt, mit Vorsprung in der Kunst, habe ich die Verantwortung “wohlwollend” die Klinge zu führen. Die Zahl der Hiebe und Finten, die Geschwindigkeit und die dahinterstehende Kraft sind auch eine Botschaft. Die Klinge und ihre Führung haben Macht und können ungewollt den Ungeübten überfordern und verletzen. Das Wort ist mehr als nur Information. Es hat eventuell eine ähnliche Macht für weniger geübte. Und im ungünstigen Falle wehrt sich der ßberforderte gegen Verletzungen und kann den wohlgemeinten Inhalt der Botschaft garnicht mehr verstehen. Dein Waffengefährte, Hartmut

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Eintrag #6 vom 26. Okt. 1998 20:44 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Dietrich, danke für Deine Informationen zum Thema Brillen. Ansonsten finde ich deinen Beitrag einfach albern. Hilmar

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Eintrag #7 vom 27. Okt. 1998 08:23 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Nachsatz: Den letzten Eintrag schrieb ich in Unkenntnis der Ereignisse in “Drei Wege”. Fare Well, Dietrich. Aber einer, der so wie Du in Diskussionen eingreift oder sie beginnt, darf sich einfach nicht wundern, daß er dann Prügel bekommt. Wenn Du das nicht verträgst…… Hilmar

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Eintrag #8 vom 17. Nov. 1998 00:00 Uhr Michael Maucher   Nachricht

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Wo hab ich nur meine Brille! Toleranz hin oder her , es darf sich halt auch keiner wundern , wenn über einen -RITTER-gelacht wird ,dessen Brille unter der Panzerhaube halt voll daneben aussieht ( Wer den1)schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen ). Aber als einfacher Halbertträger einer Companie würd ich mir ( Ja, auch ich sehe sehr schlecht) keine Sorgen machen , da es ja einen (meistens) fürsorglichen Rottmeister gibt, der dich schon in deine Reihe drückt und dir un(miss)verständlich zeigt , in welche Richtung du deine Wehr halten sollst . Gott beschütz mich vor allen Kurzsichtigen die im Gefecht nicht erkennen wessen Abzeichen ich trage , oder stellt Euch vor , Ihr eilt zur falschen Fahne, nur weil Ihr nicht richtig seht ! Kurzsichtige können halt doch nur ins Kloster gehen !? Euer (kurzsichtiger)Michael Maucher
1) Seh

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Eintrag #9 vom 27. Nov. 1999 16:43 Uhr Graf Guywan v. Drachenstein   Nachricht

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Die ältesten Fundstücke von Brillen des Mittelalters gibt es im Kloster Wienhausen (13.Jh.) bei Celle zu sehen. Sehr inreressant ! Doch war dies wohl erst für den Klerus belegt. Sehr schön Dargestellt in “der Name der Rose”. Man sollte sicherlich versuchen alternativ auszukommen (Kontaktlinsen ider ohne), doch wenn dies jemand nicht kann, bitte, daran soll eine Ideologie und ein Hobby nicht scheitern. Ich sage immer: soviel wie möglich, aber es geht leider nicht alles.
Guywan

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Eintrag #10 vom 06. Dez. 1999 22:41 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hallo an alle! Dietrich: Als T-V Neueinsteigerin habe ich diesen Thread erst ein gutes Jahr nach seiner Entstehung gelesen und mich gewundert, welche Töne du da anschlägst. In deinen neueren Postings schreibst du vernünftiger, auch wenn du mal harte Worte benutzt. Nun zum Thema: Du bist offensichtlich mit exzellenten Augen gesegnet und deswegen nicht auf eine Sehhilfe angewiesen. Kannst du nachvollziehen, wie es ist, wenn man zwei Meter vor seiner Nase nur noch farbige Umrisse erkennt? Ein kurzsichtiger Mensch läuft “dappig” durch die Gegend und grüßt z.B. erst, wenn das Gegenüber schon fast vorbei ist, mal abgesehen davon, daß er auch schon mal stolpern kann… Bei aller “A”: gesundheitliche Dinge sollten vorgehen! Und sich über jemanden lustig zu machen, der eine Seh- oder Hörhilfe braucht, finde ich untere Schublade. BTW, ich trage selbst Kontaktlinsen, weil ich ziemlich kurzsichtig bin. Zum Thema Kontaktlinsen: Inzwischen gibt es “Einmal-Linsen”, 30 Paar für knapp 100,- DM, das reicht für eine durchschnittliche Marktsaison. Diese Linsen sind so hauchdünn, daß selbst empfindliche Menschen sie fast nicht spüren. Pflegemittel entfallen, und auch das Hygieneproblem auf Märkten, weil man die Linsen abends wegwirft und am nächsten Tag neue nimmt. Auf Kontaktlinsen spezialisierte Optiker helfen da weiter, sie geben auch kostenlose Probelinsen raus, damit man mal testen kann. Ein oft gehörtes Argument von Brillenträgern gegen Kontaktlinsen ist, daß sie “sich nicht ins Auge fassen” könnten. Meist haben sie es aber noch nie probiert, und es ist, wie so vieles, eine Gewöhnungssache. Wer eine Hornhautverkrümmung hat, muß solche Einmal-Linsen etwas stärker wählen. Damit ist vielleicht keine 100%ige Korrektur zu erreichen, aber es geht ganz gut (weiß ich aus eigener Erfahrung). Brillenträger, die großen Wert auf ihr “A” Erscheinungsbild legen, sollten es wirklich mal mit Einmal-Linsen probieren. Aber genauso wie Unterwäsche und Schlafplatz gehört dies IMO zur Privatsphäre und kann nur von einem selbst entschieden werden! Und Olm: Du willst nicht wirklich, daß schlecht sehende Menschen OHNE Sehhilfe auf dem Schlachtfeld rumtapern!?! Dann wird tatsächlich ein SCHLACHTfeld draus (und “A” sieht es auch aus) ;-)))
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #11 vom 06. Dez. 1999 23:36 Uhr Herbert Brehm   Nachricht

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Hallo Richildis! Die Sicherheit geht vor A.. Ich selbst setze in der Regel die Brille ab. Doch es gibt Situationen, wo ich sie dan aufsetze. z. B. bei Diensten auf unserem Markt. Haftlinsen - nun ich habe eine zwitgeteilte Brille, der obere Teil fuer die Ferne, der untere Teil zum Lesen. Herbert

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Eintrag #12 vom 07. Dez. 1999 08:14 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Angharad. Ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich nicht selbst stark kurzsichtig wäre und wüßte, wovon ich rede. Aber es ist so: Ich bin Brillenträger, meine Frau ist Brillenträgerin, und über die Hälfte aller 1476er sind ebenfalls Brillenträger, teilweise mit Colaflaschenböden im Gestell vor Augen. Trotzdem ist bei unseren Lagern nicht eine einzige Brille zu sehen. Wir wissen also, daß es geht, wenn man nur will.
Dietrich

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Eintrag #13 vom 07. Dez. 1999 09:05 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Dietrich. Hmmm. Brille mit Bändern zur Befestigung… ich habe da so eine Gasmasken/Schutzenbrille Marke WWII. Und ich arbeite an der Darstellung der Zeit um 1500 bis 1550. Ginge das, ist das kompatibel? Schickst Du mir ein Bild einer solchen Brille zum Vergleichen? Meine hat Mineralglas in einem Metallgestell ohne Nasenpolster und zwei leinenen Schlingen zum Verbemseln hinter den Ohren. Danke vorweg, Gruß Ivo

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Eintrag #14 vom 07. Dez. 1999 09:26 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Äh- wovon redest Du?
Dietrich

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Eintrag #15 vom 07. Dez. 1999 09:50 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute, ich gehöre leider auch zu den Leuten, die ohne Nasenfahrrad in ihrem Sehvermögen etwa einer Fledermaus oder einem Maulwurf nahestehen. Angharad, guter Tip, die Eintageslinsen trage ich auch seit dieser Saison. Sie sind eine lohnende Investition, auch wenn sie meinen Knick in der Optik nicht zu 100% korrigieren und ich sie max. 5 Stunden vertrage. Aber was tut man nicht alles für sein Hobby *seufz*… Ich kann die Dinger nur weiterempfehlen! Blindflug-Grüße von
Ameli /Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #16 vom 07. Dez. 1999 10:00 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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Moin zusammen, sowas finde ich witziger, als wenn man sich stur stellt und sagt: ich vertrag keine Linsen und Brille trag trotzdem ich zum Helm! Die Alltagsbrille passt zur historisch korrekten Darstellung meiner Meinung nach wirklich nicht. Ich trage selbst Kontaktlinsen und mir wurde am Anfang auch vom Augenarzt gesagt, Kontaktlinsen könne ich vergessen, da ich zuwenig Augenflüssigkeit hätte und bla bla… Da bin ich einfach zum Optiker marschiert und habs ausprobiert und voilà, es ging wunderbar. Zuerst wars ein bisschen ungewohnt und man merkt, daß da was im Auge ist. Heute muß ich erstmal weit weggucken um zu wissen, ob ich sie noch drin oder schon rausgenommen habe. Also von wegen, vertrag ich nicht, versucht es erstmal, Allergien gegen Linsen kann wohl sein, aber bestimmt nicht gegen Kontaktlinsen ;-) Dazu muß ich noch sagen, daß ich keine hohe Dioptrinzahl habe und trotzdem mit Kontaktlinsen losziehe, obwohl ich auch ohne viel erkennen würde! Einfach ausprobieren, manchmal klappts nicht sofort, aber jeder verträgt sie, wenn ich sie schon vertrage (wo wir gerade bei dem Thema sind: bestellt irgendwer bei Lenscare? Die Preise scheinen mir für die gleichen Produkte dort günstiger als beim Optiker z.B. für Monatslinsen, weiß da jemand was zu?) Grüße
Tina alias Arngard

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Eintrag #17 vom 07. Dez. 1999 10:19 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Tina, was Allergien gegen Linsen angeht: es gibt sie. Ein Freund von mir hat tapfer auf verschiedensten SCA-Treffen seine Linsen getragen und sah danach immer mehr wie ein Kaninchen aus, da es tatsächlich nicht ging. Das war der Grund warum unsere Gruppe in diesem Punkt etwas toleranter ist. Bei uns müssen Brillenträger halt solange Linsen tragen, bis sich tatsächlich heraus stellt, daß sie sie nicht vertragen. Erst dann kann Absolution zum Brillentragen erteilt werden. Doch selbst unser Kontaktlinsen-Allergiker trägt bei Aufführungen (außerhalb von Kampfdarstellung) keine Brille. Doch bitte, bitte laßt jetzt nicht die alte Brillendiskussion wieder aufleben. Ich glaube, daß wir zur Zeit in friedlicher Koexistenz lben können ;-) Bis dann Thorsten

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Eintrag #18 vom 07. Dez. 1999 10:21 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, Dietrich! Zitiere aus dem Anhang Deines ersten Postings: ca. 1500: Erste Brillen mit elastischem Steg (“Kneifer”) oder mit Bändern zum Befestigen hinter dem Kopf nachgewiesen So. Auf dem Flohmarkt habe ich eine Brille gekauft, die wohl aus dem 2. Weltkrieg stammt und wahlweise als Schützenbrille oder als Gasmaskenbrille bezeichnet wurde. Die hat zwei Gläser, ein Metallgestell mit einem elastischen Steg, keine Nasenpolster (Na, diese Plastikpolypen am Nasenrücken eben) und statt Bügeln je eine leinene Schlinge, die um des jeweilige Ohr gelegt wird. Liegt recht dicht am Gesicht an, wahrscheinlich, um mit Helm/Gasmaske etc. nicht ins Gehege zu kommen. Ich wollte einfach wissen, ob diese Grundlayout der von Dir zitierten Brille für das frühe 16. Jahrhundert entspricht und ggf. als Kompromiß taugt (bis ich mir Linsen leisten kann) oder ob Du mir gar ein Belegbildchen oder einen Literaturtip für das von Dir zitierte Modell schicken könntest. Ansonsten werde ich meinen morschen Kadaver direkt in die Bibliothek schleppen müssen. Gruß Ivo

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Eintrag #19 vom 07. Dez. 1999 10:23 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, und einen zur Linsenunverträglichkeit: Das kann auch mit der Reinigungs/Lagerungsflüssigkeit zusammenhängen (Enzyme und so). Bei Unverträglichkeit mal ein anderes Reinigungsmittel probieren. Bei meiner Freundin ging´s nach Wechsel der Reinigungsmittelmarke problemlos. Gruß Ivo

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Eintrag #20 vom 07. Dez. 1999 11:06 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Ivo. Ja, hab´s gesehen, sorry. War in dem Moment nicht so im Thema. Also, Gasmaskenbrille. Die Grundform ist nicht ganz verkehrt, oder, besser gesagt, die Grundidee ist die gleiche. Allerdings waren die ersten mit Bändern befestigten Brillen, wie ihre Vorläufermodelle, noch aus Holz oder Horn. Erstes Auftauchen von Metallbrillen meines Wissens erst im 17. Jhd.; schaue aber nochmal nach. Der Punkt dürfte aber sein, daß Du keinen Bischof, Mönch, Kaufmann, Schreiber, Feinmechaniker oder Arzt darstellst; und außerhalb dieser Berufsgruppen sind Brillenträger sehr, sehr rar, um nicht gleich “nicht zu finden” zu sagen. Zum besseren Verständnis des Themas “Brillentragen”: Bis ins 20. Jhd. hinein galten Brillen nicht als Kleidungsstück, sondern als Prothese, als Mittel, einen körperlichen Mangel auszugleichen. Und entsprechend wenig beliebt waren sie; man setzte sie nur auf, wenn man sie wirklich brauchte, und nahm lieber in Kauf, einen Mülleimer zu rammen, bevor man sich auf der Straße mit Brille sehen ließ. Und wenn man sich fotografieren ließ, nahm man die Brille vorher ab. Der extrem kurzsichtige Gustav Adolf, König von Schweden und einer der reichsten Männer seiner Zeit, besaß zwar mehrere Brillen, trug sie aber nur im engsten Kreise, und auch dann nur, wenn es etwas Wichtiges zu betrachten gab. Einer der Gründe für seinen Tod in der Schlacht von Lützen war der, daß er einfach nicht sehen konnte, wohin er ritt. Und als er unter Beschuß mal von seiner Begleitung getrennt wurde, war es das dann. Warum nur trug er seine Brille nicht? Wohl nicht, weil er sich keine leisten konnte. Eher doch wohl, weil er sich als Krieger sah und solch´ neumodisches Zeug wie eine Augenprothese nicht brauchte. Bin ich König oder Sesselfurzer? mag er sich gedacht haben.
Dietrich

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Eintrag #21 vom 07. Dez. 1999 13:32 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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…paßt mein Landsreguckeisen also eher nicht. Was soll´s. Danke, Dietrich, wieder was gelernt. Famoser Beitrag. Gruß Ivo

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Eintrag #22 vom 07. Dez. 1999 23:46 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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Moin allerseits, es gibt noch einige Gründe mehr außer Allergiern, die zu einer Kontaktlinsenunverträglichkeit führen - leider… Anderes Problem bei Einwegteilen: Die gibt es nur bis zu einer Stärke von +8 Dioptrien (Zumindes lt. Auskunft von zwei Optiker - Pech gehabt… (oder kennt jemand andere Bezugsquellen?) Noch eine inhaltliche Frage: Habe irgendwo gerüchteweiser gehört, daß Marco Polo aus dem asiatischen Raum so etwas ähnliches wie eine Fadenbrille mitgebracht haben soll - Hat dazu irgend jemand konkrete Infos, ja vielleicht sogar Quellen??? Ansonsten ist´s wohl wirklich besser bei dem mühsam vor Jahr und Tag erungenen Status Quo zum Thema ´Brillen und MA-Darstellung´ zu bleiben und nur weiter an Fakten zu arbeiten (Obwohl lustig war´s damals schon… :-) Ger

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Eintrag #23 vom 08. Dez. 1999 00:34 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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Ich fänds wirklich witzig, mal einen besonderen, einfallsreichen und wenn möglich auch einigermaßen belegten Brillenersatz auf einem MArkt zu sehen! Zu dem Reinigungsmittel, früher nahm man auch bei Augenproblemen, wie Zugluft, Entzündungen oder sonstwas das recht simple Borwasser, Tip meiner Oma ;-) Das eignet sich nach allem, was ich so gehört hab, auch zum reinigen der Kontaktlinsen und allem, was mit den Augen in Berührung kommt. Zu Thorstens Anmerkung: von Allergien hab ich bis jetzt noch nie gehört, nur von der falschen Reinigung (man soll sogar die Behälter ab und zu auskochen!), allerdings kenn ich mich mit den Tageslinsen nicht aus, sollten das solche gewesen sein. Wäre ja denkbar bei den heutigen Umständen, ich z.B. kann nichtmal einen Apfel essen, ohne Qualen zu erleiden :-( Infos zu Kontaktlinsen ganz allgemein: ihr könnt euch mal einen Prospekt von lenscare zuschicken lassen, hab ich auch gemacht, die haben alle bekannten Hersteller und da kann man auch mal nachfragen, wie glasbausteinsicher die sind ;-)) www.lenscare.de
Tina alias Arngard

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Eintrag #24 vom 08. Dez. 1999 13:01 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ger, wenn Du so starke Linsen bräuchtest, gehe doch mal zum Augenarzt. Eventuell könntest Du die Kontaktlinsen auch verschrieben bekommen. Dann kannst Du Monats-/Tages-/Jahreslinsen für lau bekommen, bzw. würdest einen Teil dazubekommen. Meine bekomme ich jedenfalls auf Rezept. Gruß (dieohnesehhilfevordenstuhllaufende) Manu

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Eintrag #25 vom 08. Dez. 1999 13:21 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, kann mich Manu nur anschließen. Eine Exfreundin von mir brauchte auch Kontaktlinsen in der Stärke von 7,8 Dioptrien und hat sie ohne Schwierigkeiten bekommen. Bis denn Thorsten

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Eintrag #26 vom 09. Dez. 1999 02:01 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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Moin ihr beiden, ist leider kein Problem von bekommen/nicht bekommen, sondern der Verträglichkeit (Inzwischen weiß ich auch warum es in meinem Falle problematisch ist…). Den Weg zum Augenarzt habe ich in diesem Zusammenhang schon vier mal in den letzten 20 Jahren angetreten (und drei Varianten Kontaktlinsen auf Krankenschein ausgiebig probiert). Allerdings war das vor den Zeiten der Einweglinsen. Wenn es diese in ´ernstzunehmenden´ Stärken gäbe, wäre das noch einen Versuch wert, (Sprich sobald die Dinger ßrger machen, fliegen sie raus :-). Dennoch: Für alle, die kein Verträglichkeitsproblem haben und auf solche Stärken angewiesen sind, sollten wohl euren Tip beherzigen… Gruß Ger p.s: Tina, ich denke auch wenn man etwas ´Brillenartiges´ für das HMA belegen könnte, ist es wohl für eine ´Alltags MA-Darstelleung ´ i.Allg. ungeeignet. Denn sämtliche ´Sehhilfen´ waren in der Zeit (und auch später, wie unten bereits erwähnt) i.d.R. nur reine ´Lese/Schreibhilfen´ und dürften wohl überwiegend im Scriptorium eines Klosters bei alternden Mönchen vorzufinden gewesen sein (siehe auch die schon in anderen Threads hinreichend erwähnten Lesesteine). Dennoch für alle, die sich zwangsläufig mit dem Thema herumschlagen, sind alle _neuen_ Infos zu dem Thema wohl hochwillkommen ;-) Ger

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Eintrag #27 vom 09. Dez. 1999 11:02 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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Moin Ger, es geht ja nicht um die authentische rollenbezogene Darstellung mit Brille (in erster Linie wohl ´Buchstabenmaler´), sondern eigentlich nur darum, nicht dauernd Neuzeit-Brillen zum Helm zu sehen. Nur wenn schon unbedingt eine Sehhilfe und wie in deinem Fall auch noch Kontaktlinsenunverträglichkeit, dann doch lieber was Originelles, wie eine selbstgebastelte, die wenigstens etwas an historische Quellen herankommt. Ist doch eher ein Kompromiss als die ansonsten tadellose Darstellung mit unpassend neuzeitlicher Brille, oder nicht? ;-)
Tina alias Arngard

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Eintrag #28 vom 09. Dez. 1999 12:02 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Tina! Altes Thema. Wenn moderne Gegenstände nicht vermeidbar sind, sollen sie “auf alt getrimmt” werden, oder lieber belassen werden wie sie sind. Passt man die Optik an, geht man in Gefahr, daß der Zuschauer glaubt, das sei auch so gewesen. Beläßt man den Gegenstand in seiner modernen Form, kann der Zuschauer eindeutig erkennen, daß der Gegenstand neuzeitlich ist, und somit nicht zu beachten ist. Ich denke, daß muß jder mit seinen persönlichen Zielen vereinbaren. Dazu stelle man sich folgende Frage: Will ich gut aussehen, oder informativ sein? Will ich eine optisch schöne Darstellung liefern, baue ich ein Holzgestell für die Brille eines Bettlers, und etwas reich verziertes mit Silber und ein paar ungeschliffenen Halbedelsteinen für eine hochgestellte Persönlichkeit. Ich gehe dann in Gefahr, daß ein Kind, was mich sieht das auch glaubt, und sich in der Schule bis auf die Knochen blamiert, wenn es dem Lehrer vor versammelter Mannschaft erzählt, Ritter hätten Brillen getragen. Wie Kinder nun mal so sind, wird es deswegen noch Jahrelang Lästereien geben. Den anderen Weg brauche ich nicht groß zu erläutern: Brille auf, fertig. Daß wir nicht wirklich im MA sind, weiß Touri auch so. Alles Gute, Philipp

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Eintrag #29 vom 09. Dez. 1999 18:14 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Weise gesprochen Philipp… Es gibt wirklich nie ein Patentrezept für solche Fragen, man muß sich immer erst einmal fragen, was man für ein Ziel hat, was einem wichtig ist, und was notwendig ist, um dieses Ziel zu erreichen (furchtbar theorethisch, ich weiß). Will ich eine realistische Umwelt schaffen und nacherleben? Will ich Teilaspekte einer Kultur in zeitgemäßer Weise aufbereiten und vermitteln? Ein interessanter Aspekt, den wir vielleicht im neuen “Living Histroy”-Threat aufgreifen und weiterentwickeln sollten. ;o) Andreas

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Eintrag #30 vom 09. Dez. 1999 22:51 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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N´abend zusammen, ist auch nicht böse gemeint, meiner Meinung nach zerstört es nur das Bild genauso wie die Zigarette oder die Bierflasche auf dem Tisch. Aber jajaaaaa, ich weiß, sinnlos drüber zu diskutieren, es werden wohl immer wieder Leute wie Woody Allen rumlaufen ;-)
Tina alias Arngard

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Eintrag #31 vom 10. Dez. 1999 01:08 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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Moin allerseits, Philipp hat mir die Worte aus dem Mund genommen. Inzwischen sehe ich den sonst recht nervenden Kommentar “Brillen hatten die aber damals nich´ !” sogar recht positiv, weil sich daraus schon manche gute Gespräche ergeben hatten. In dem Fall ziehe ich es vor, mich zur ´Lücke´ offensichtlich zu bekennen, als den Leuten um mich herum ´Blödsinn´ zu zeigen und Dummes Zeug zu erzählen… Ger

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Eintrag #32 vom 10. Dez. 1999 07:41 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Potzblitz! Nicht unsere Zeit, aber hat jemand Ahnung, wo ich ein Monokel herbekomme. Ich MUSS so ein Teil unbedingt haben. Gruß Joachim (wo ham ´se jedient?)

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Eintrag #33 vom 10. Dez. 1999 09:00 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Joachim. Wie wäre es mit einer Plastiktüte? Die verdeckt noch mehr….. Nein, ernsthaft. Es gibt doch in Berlin jede Menge Flohmärkte und Antiquitätengeschäfte; da findest Du so etwas. Oder gehe zu einem ganz normalen Optiker und frage; es gibt Firmen, die “alte” Brillengestelle und Zubehör nachbauen oder sogar noch auf alte Bestände zurückgreifen können. Da sollte auch ein Monokel zu finden sein. Was willst Du denn machen? Wilhelminisch? Oder Post- WW I? Ich habe schon einmal über eine “deutsche” Version von Indiana Jones nachgedacht- weißer Anzug, Gamaschen, Tropenhelm, Kneifer und die C96 im Gürtelhalfter…..
Dietrich

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Eintrag #34 vom 14. Feb. 2000 14:07 Uhr Meike Ludwig   Nachricht

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Hallo! Noch was zum Thema Kontaktlinsen: Unverträglichkeit kann auch an der Art der Kontaktlinsen liegen. Ich vertrage zum Beispiel keine harten, die weichen spüre ich hingegen gar nicht. Bei einer Freundin ist es genau umgekehrt. Die bekommt von den weichen “Karnickelaugen”, aber mit den harten kann sie sogar bis zu drei Tagen (ohne Unterbrechung!) rumlaufen, ohne auch nur die geringsten Beschwerden zu haben. Gerüchteküche: Habe irgendwo gelesen (ich glaube, es war ein Werbeplakat im Bus), es sollen Kontaktlinsen auf den Markt gebracht werden, die zweigeteilt sind… Werde mich mal schlau machen (oder es zumindest versuchen ;o)
Gruß, Meike ^v^

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Eintrag #35 vom 14. Feb. 2000 17:43 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Meike! Damit sind sehr wahrscheinlich die “Katzenaugen-Kontaktis” gemeint. Gruß v. Arlen

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Eintrag #36 vom 15. Feb. 2000 09:13 Uhr Alexander Würkner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Würkner eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Dietrich , böse … sehr böse , auch wenn ich dir mittlerweile recht gebe … Alex

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Eintrag #37 vom 15. Feb. 2000 09:48 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hu? Ich hab´ doch gar nix gesagt!
Dietrich

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Eintrag #38 vom 15. Feb. 2000 12:54 Uhr Alexander Würkner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Würkner eine Nachricht zu schreiben.

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Olla Mal wieder was überlesen … hüstel , mea culpa … Alex

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Eintrag #39 vom 15. Feb. 2000 14:03 Uhr Yaro Ludwig   Nachricht

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Moin, hier redet jeder ueber brille/K-Linse oder nicht, hat sich schon mal einer überlegt, daß die Leute, die durch Kurzsichtigkeit echt schwer sehbehindert sind, sich auch den neuen Korrekturmethoden unterziehen könnten? Würde imho nicht nur in der MA-Darstellung die Qualität verbessern, sondern die reale Lebensqualität gleich mit. Nen Bekannter mit 8 bzw 10 d Kurzsichtigkeit hat das machen lassen, nu hat er um 1 und ist total happy.
in diesem Sinne, Yaro

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Eintrag #40 vom 15. Feb. 2000 14:57 Uhr Alexander Würkner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Würkner eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Yaro Willst du meine Kto-Nummer ? Das mit den Korrekturmethoden ist schon ne Alternative … wenn man Geld hat , und davon darf´s dann auch ein bisschen mehr sein . Mal davon abgesehen - die Alterweitsicht holt dich dann mit 50 evtl. wieder ein … Der sich K-Linsen zulegende Halbblinde Alex

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Eintrag #41 vom 16. Feb. 2000 11:32 Uhr Yaro Ludwig   Nachricht

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Moin Alex, imho zahlt ab bestimmter dioptrinzahl die Kasse.
in diesem Sinne, Yaro

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Eintrag #42 vom 16. Feb. 2000 18:41 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Aber nur teilweise, Yaro! Gruß v. Arlen

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Eintrag #43 vom 17. Feb. 2000 07:32 Uhr Alexander Würkner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Würkner eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Yaro Ich bin seit 20 Jahren Brillenträger , hab 8 Dioptrien , bin ohne Brille nicht lebensfähig und die Krankenkasse schei…. mir was . Alex

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Eintrag #44 vom 17. Feb. 2000 18:15 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hab -5 Dioptrin und sehe ohne Brille den Yaro nur deutlich, wenn er eine Handbreit vor meinem Gesicht schwebt. ;o) Gruß v. Arlen (hab mir aber trotzdem Kontaktlinsen fürs MA besorgt)

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Eintrag #45 vom 17. Feb. 2000 19:29 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, Kontaktlinsen mögen teuer sein - ich trage seit 18 Jahren welche und ahbe sie früher komplett, jetzt nur anteilig von der KK ersetzt bekommen, doch gibt es die preiswerte Alternative (auch zum Ausprobieren) von Tageslinsen. Nachdem mir dei letzten Linsen mal wieder durch ´nen blöden Unfall kaputt gegangen waren und ich keinen Nerv auf Zuzahlung hatte, habe ich mir probehalber von meinem Optiker 30 Paar Tageslinsen für 90,- DM geholt. Die Dinger haben ´ne Menge Vorteile. Man braucht nicht x Tiegel und Fläschchen mit sich herum zu tragen, sie sind sogar etwas verträglciher als die normalen Linsen (da dünner) und wenn mal eine verloren geht sind 1,50 DM futsch. Thorsten (der Mann ohne 3-D-Sicht)

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Eintrag #46 vom 17. Feb. 2000 22:38 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hallo Meike, hallo Christoph, die “zweigeteilten” K-Linsen sind bifokal, d.h. Korrektur für Nah- und Fernsicht in einem. Kennt man bei Brillen schon lange, gibts jetzt auch als Linse. (Das Katzenaugen-Zeugs ist ultragefährlich für die Augen) Für Menschen mit Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) gibt es sog. torische Linsen, die das ausgleichen. Diese Linsen sind als “Vollversion” für ca. 2jährige Haltbarkeit und als 4-Wochen-Tauschlinsen erhältlich. “Normale” K-Linsen gibt es in dauerhaft, 4-Wochen-L. und Eintageslinsen. Sprecht mal mit eurem Augenarzt, ich bekomme inzwischen die 4-Wochen-Linsen von der Kasse und habe mir für die Märkte die Einmal-Dinger privat gekauft.
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #47 vom 29. Feb. 2000 11:48 Uhr Meike Ludwig   Nachricht

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Danke! Ist mein Senf dann eigentlich überflüssig - ich weiß, habe mir ein wenig zu viel Zeit gelassen… Nur ein kleiner Zusatz noch: mein Optiker hat gesagt, die Korrektur sei mit den zweigeteilten nicht hundertprozentig zu erreichen. Man sähe weder in der Ferne noch in der Nähe absolut scharf.
Gruß, Meike ^v^

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Eintrag #48 vom 09. Mrz. 2000 18:56 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Als Beinah-Mönch und Kontaktlinsenverweigerer (habe trockene Augen, Linsenverkrümmung und mag mir nicht auf der Hornhaut herumgrabbeln) habe ich mir einen Lesestein besorgt, den ich über das Pergament schieben kann. Den Rest soll im Laufe des Jahres ein sog. “Nietgestell” besorgen, in das ich dann Gläser meines Bedarfes einschleifen lassen werde. Damit das - sch…teure - Ding mir nicht von der Nase rutscht (Prinzip Zwicker) muß ich mir noch überlegen, ob ich durchsichtige Acrylbügel dranmachen lasse, die ich dann mit meiner ständig getragenen Haube und der Kappa tarnen werde. Frank
Laudetur Iesu Christi, in eternam, Amen. Baldfrater Hermann de Monasterium

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Eintrag #49 vom 10. Mrz. 2000 18:07 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Verdammt gute Idee!

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Eintrag #50 vom 10. Mrz. 2000 20:06 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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Moin Frank und Christoph, gute Idee? Hmm…, hängt wohl davon ab, was damit beabsichtigt ist. Lesestein ist ab dem 13. (oder 12.?) Jh. sicher voll in Ordnung - gerade für einen Mönch Und als Mönch ist (ab dem 14. Jh.) wohl auch die Nietenbrille ok. Leider wurde auch diese wohl i.d.R. nur für die lese- und Schreibarbeiten am Pult benuzt und nicht, wie die heutigen Brillen, permanent getragen. In sofern stehen wohl alle ´Mittelalterlichen´ mit Sehfehler und Kontaktlinsenproblemen, welcher Art auch immer, vor der selben Schwierigkeit: Benutze ich nun etwas, was historisch nicht so korrekt ist, aber ins ´Stimmungsbild´ paßt? Gehe ich ´halb- bis vollblind´ auf die Veranstaltungen? Oder trage ich eine moderne Brille, damit offensichtlich ist, daß das Teil nicht dazuhgehört und man somit den Leuten nicht etwas völlig Falsches vorführt? Ich halte mich an die dritte Variante (bin damit allerdings auch absolut nicht zufrieden :-( ). …nun, das Ganze ist, so glaube ich, einer der heiklen Punkte der MA-Arbeit (um den hier ja auch schon - lange ist´s her - ware Glaubenskriege gefochten wurden…) zu dem wohl jeder seine eigene Meinung finden muß… Immer einen klaren Durchblick wünscht Ger

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Eintrag #51 vom 10. Mrz. 2000 21:54 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Ger! Der erste Teil Deines Berichts ist uns sicher beiden klar und bewußt. Allerdings kennst auch du die leidigen und boshaften Kommentare von Besuchern: “Guck mal da! Ein Ritter mit Brille!” Als Alternative finde ich den Vorschlag deshalb wirklich nicht schlecht. Gruß v. Arlen

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Eintrag #52 vom 11. Mrz. 2000 17:31 Uhr Michael E. Wolf   Nachricht

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Ich habe mir in England diese Brille aus Leder gekauft. Wer so ein Modell haben will, dem kann ich Sie gerne in der nächsten Woche von der Reenactormesse mitbringen. Wer fährt denn sonst noch hin?
MiWo, Karfunkel

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Eintrag #53 vom 13. Mrz. 2000 19:40 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Welche Brille aus Leder? Habe ich was überlesen? Wo kann man die ansehen, gibt es davon Fotos zu sehen. Was kostet dieses Modell? Kann man da normale Gläser einschleifen lassen. Grüße
Laudetur Iesu Christi, in eternam, Amen. Baldfrater Hermann de Monasterium

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Eintrag #54 vom 11. Apr. 2000 13:44 Uhr Patrick Schubert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Schubert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo! Ich habe gerade einen Artikel gelesen bei dem es um Linsenfunde bei den Wikis geht. Dort war auch dierede von einer Verwendung als Brille. Hier ist derLink auf die Quelle. dort gibt es auch Bilder davon… www.fh-aalen.de/sga/bbc/start.htm Grüße
Cathal o´ Bran - Milites Crucis

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Eintrag #55 vom 11. Apr. 2000 13:45 Uhr Patrick Schubert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Schubert eine Nachricht zu schreiben.

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Oh hier noch die eigentliche Meldung… (Meldung vom 10.4.2000) Die Wikinger im 11. Jahrhundert könnten im Prinzip schon das Fernrohr gekannt haben - die Linsen dazu hatten sie jedenfalls. Dies ist die Erkenntnis von Olaf Schmidt Die Entdeckung ist einem Zufall zu verdanken: 1990 entdeckte Wilms auf der Suche nach Ausstellungsexponaten in einem älteren Buch die Abbildung einer der sogenannten Visby-Linsen (benannt nach der gotländischen Hauptstadt). 1997 konnte er dann mit Olaf Schmidt und anderen nach Gotland fahren und die Fundstücke im Original betrachten. Die aus Bergkristall gefertigten Fundstücke, die auf den ersten Blick aussehen wie Schmucksteine, waren Meisterwerke der Optikerkunst. “Die Oberflächen von einigen der Linsen haben eine fast perfekte elliptische Gestalt”, sagt Olaf Schmidt. “Sie sind ganz offensichtlich an einer Drehbank hergestellt worden.” Auf Grund dieser Perfektion hätten die Linsen auch für ein Fernrohr verwendet werden können. Vermutlich aber sind sie zum Entfachen von Feuer oder zum Ausbrennen von Wunden verwendet worden. Vermutlich sind die Linsen auch nicht in Gotland hergestellt worden.Die Verarbeitung von Bergkristall war in der gesamten damals bekannten Welt verbreitet. Daher ist es gut möglich, dass die Linsen woanders hergestellt und dann nach Gotland exportiert worden sind. Fotos finden Sie hier. (www.fh-aalen.de/sga/bbc/start.htm ) [Quelle: Doris Marszk Quelle: bbc, FH Aalen]
Cathal o´ Bran - Milites Crucis

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Eintrag #56 vom 11. Apr. 2000 20:51 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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Moin zusammen, Nachdem ich mir die Scans nunm runtergeladen habe, werde ich ihnen mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen mal zu Leibe rücken :-). Aber noch zwei Links mit kürzerer Ladezeit und auf deutsch gefunden (aber bisher nur quergelesen): www.fh-aalen.de/sga/was/diplom/sonstig/[…]/oschmi.[…] www.fachoptiker.at/archiv/museum/visby/visby.htm Frohes Stöbern! Ger

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Eintrag #57 vom 16. Jul. 2000 14:54 Uhr Robert Holz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Robert Holz eine Nachricht zu schreiben.

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Thema: Brille und Sehilfen im Mittelalter und später ! Wir haben sie: home.t-online.de/home/opti.art/histori.htm Schaut mal rein. Wir fertigen alles originalgetreu nach. Bei uns ist alles möglich. Leder, Holz, Naturhorn (auch Kunsthorn). Kenne mich in der Historie und der Geschichte der Brille bestens aus.
optikus holz

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Eintrag #58 vom 04. Jan. 2001 18:11 Uhr Birgit Kapraun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Kapraun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute, wahrscheinlich setze ich mich mit dieser Frage voll in die Nesseln - aber beim lesen dieses Threads beschlich mich die Frage, was passiert denn wenn jemand im Rollstuhl sitzt und MA machen möchte? Oder mit einem Blindenhund? Wird dann auch darüber diskutiert ob das “A” ist??! Beides sind ja auch moderne Hilfen um diese Handicaps zumindest abzumildern. Was dann? So jetzt steinigt mich, aber dran denken: Werfen allein genügt nicht, ihr müßt schon auch treffen.

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Eintrag #59 vom 05. Jan. 2001 01:32 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Ohne, dass das jetzt arrogant klingen soll: Aber es gibt doch Mittelalterliche Dokumente/Abbildungen, in denen sog. Krüppel zu sehen sind. Auf rollenden Untersätzen. Ich möchte hiermit natürlich nicht den Anspruch auf Lebens- und Mobilitätsqualität untergraben, die ein Gehbehinderter hat, aber ich fänds toll, wenn ein Gehbehinderter, der MA machen möchte, aufn Markt (zumindest mal fürn paar Stunden oder so) in so einem Gefährt auftauchen würde. Mann, das wäre wahre Hingabe! Sollte nur so ne Idee sein.
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #60 vom 05. Jan. 2001 13:22 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Um was geht es denn hier? Es geht um ein Hobby. Wenn ich aufgrund einer körperlichen Benachteiligung ein Hobby nicht ausüben kann, dann suche ich mir ein anderes. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas grob, aber es ist doch so. Ich habe zum Beispiel einen Sehfehler, der es mir nicht erlaubt gut Tischtennis oder Badminton zu spielen. Na gut, laß ich es eben. Ich kann aber ohne Brille Mittelalter spielen. Es wird wohl kaum ein Einbeiniger auf die Aufnahme in einen Fußballverein pochen. Ein Blinder kann keinen Führerschein machen, etc. Wenn ich mir Mittelalter als Hobby wähle, dann kann ich aber immer eine Darstellung wählen, welche im Rahmen meiner körperlichen Gegebenheiten liegt. Wer als Frau kämpfen will, der “tarnt” halt die weiblichen Attribute. Wer ohne Brille nichts sieht braucht halt Kontaktlinsen oder muß durch “Nebel” wandern. Wer die Voraussetzungen für eine bestimmte Rolle nicht erfüllt muß sich halt eine wählen, die er ausfüllen kann. Meine Meinung…
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #61 vom 06. Jan. 2001 01:14 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo! Wenn ich durch i´rgeneinen Unfall Querschnittzgelämt sein würde, dann würde ich mein HObby, nämlich MA, weiter machen, und zwar so, wie Thurid sagte. Nach der Meinung des Andreas Riegel dürfte ich allerdings kein MA mehr machen, wegen meiner Behingerung. Echt supermäßig tolle einstellung! Mein lieber Andreas, für Dreyfuß ist jeder auftritt, jede übernachtung in seinem Wagen eine Qual. Trotzdem macht er MA. Deiner Meinung nach wäre er aber anscheinend nicht dazu berechtigt. Lieber Andreas, was machst du, der anscheined doch MA liebt, wenn du einen unglücklichen Unfall hsst? Querschnitzgelähmt bist?= Nicht mehr würdig, am MA teilzunehmen oder wie meinst das? Ja, ich bin auch schon im Nebel rumgelaufen. Jetzt hab ich aber Kontaktis. Die zieh ich aber bei nässe oder extremer hitze nicht an! und es ist mir e´hrlich gesagt scheißegal, was so intollerante Typen davon halten! Gruß v. Arlen

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Eintrag #62 vom 06. Jan. 2001 17:09 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph Bitter, so, jetzt liest Du meinen Beitrag nochmal durch, denkst nach und zählst bis 100. Dann denkst Du nochmal nach und wenn Du es bis dahin immer noch nicht verstanden hast, dann nenn mich intolerant.
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #63 vom 06. Jan. 2001 17:10 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Ach ja, falls es trotzdem nicht klappt, dann nochmal Klartext: Natürlich kannst Du nach einem Unfall dein Hobby weiterbetreiben, oder bei Regen Deine Brille tragen. Mit einem “Ritter” im modernen Rollstuhl, oder einem Bogenschützen mit getönter Sehhilfe heißt das Hobby aber nicht mehr Mittelalter, sondern Fantasy. Das ist nicht intolerant, sondern realistisch.
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #64 vom 06. Jan. 2001 21:08 Uhr Birgit Kapraun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Kapraun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andreas, wenn ich Deine beiden Beiträge richtig gelesen und verstanden habe sagst Du Klartext: “Wenn jemand aufgrund einer Behinderung ohne moderne Hilfsmittel nicht auskommt, dann hat der/die sich gefälligst ein anderes Hobby zu suchen und nicht MA”. Weil dann ist es ja Fantasy. Oder habe ich das falsch verstanden? Ich frage jetzt lieber nochmal nach ehe ich eine Erwiederung darauf schreibe.

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Eintrag #65 vom 07. Jan. 2001 04:44 Uhr André Rüssmann   Nachricht

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Tja ich habe so das Gefühl das hier wieder ein “A”-krieg im Anmarch ist und das Thema wurde schon X mal ausdikutiert nur sind dieses mal der Rollstuhl und Blindenhund die Auslöser. Wenn ein Veranstaltung auf “A” setzt dann sind sichtbare moderne Hilfsmittel nicht angebracht weil diese Art von Veranstaltung ja auch informatif für die Besucher sein soll. Was lange noch nicht heisst das ein Behinderter nicht mitmachen darf! Aber im Rahmen des damahligen möglichen: z.B. stat ein Blindenhund eine begleit Person, Johan von Luxengurg, König von Böhmen (weiss jetzt nicht ob ich den Namen richtig überstezt habe) kämpfte und starb bei der Schlacht von Crecy obwohl er blind war! Ein Gehbehinderter kann aucht von seinem Gefolge getragen werden usw… Man muss sich dann mit dem Thema befassen und zusammensuchen wie es im MA gemacht wurde dann ist es auch eine zusäzliche information die man dem Besucher gibt. Kleine Hilfsmittel kann man auch tarnen, ich habe mir diesen Sommer am ersten Tag von einer Veranstaltung die Kniescheibe rausgehol, kriegte natürlich moderne Schienen ans Bein damit das Knie nicht bewehgt wird. Zurück zum Lager haben wir dann das Ganze mit Leinentücher eingewikelt, eine Krüke aus Holz gebaut und loss ging es als Verletzter… Wer jetzt sich die Mühe nicht machen will/kann der muss halt auf die vielen Märkte wo “A” Fremdwocht ist oder auf Privatveranstaltungen die damit einverstanden sind… Das ist jetzt nicht intolerant sondern ganz einfach logich, ich wäre auch an der Rolle eines Sarazenen interssiert aber da ich absolut nicht den Typus habe lass ich es sein… Ich hoffe jetzt niemanden verletzt zu haben aber in diesem Hobby sind wir halt daran gehalten das Leben aus einer gewissen Zeit so warhaftig wie möglich darzustellen und da passt halt ein Leichtmetall Rollstuhl nicht ins Bild oder?
Euer Savoyarde Duchesne.

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Eintrag #66 vom 07. Jan. 2001 10:16 Uhr Birgit Kapraun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Kapraun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andre, mit dem “Tarnen” gebe ich Dir absolut recht.

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Eintrag #67 vom 07. Jan. 2001 10:25 Uhr Birgit Kapraun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Kapraun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andre, habe nochwas vergessen: woran erkenne ich denn im Vorfeld, ob ein Markt jetzt auf A und historisch korrekter vermittlung von Tatsachen ausgerichtet ist oder mehr so “gemischt” (Das ist jetzt absolut NICHT ironisch gemeint). die ganze A-diskussion entzündet sich offenbar nur daran, daß leute mit unterschiedlichen vorstellungen auf dem gleichen markt sind.
etwasratlosdasitz

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Eintrag #68 vom 07. Jan. 2001 12:46 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Birgit, danke für deine Frage! Klar, man sollte schon von gleichen Grundlagen ausgehen. Ich denke André hat das in seinem Beitrag gut getroffen. Klar kann jeder moderne Hilfsmittel benutzen, sollte diese aber tarnen. Zu deiner zweiten Frage kann ich nur sagen: Es kommt nicht mal so sehr auf die Veranstaltung an, sondern auf das Selbstverständnis der Teilnehmer. Wenn ich mir als Hobby Mittelalter wähle, dann sollte ich auch versuchen, Mittelalter darzustellen. Ich muß mir halt dann einen Bereich daraus suchen, der mich nicht nur interessiert, sondern den ich auch GLAUBHAFT darstellen kann. Ein Beispiel aus dem reenactment einer anderen Zeit: Ein AfroAmerikaner wird wohl kaum einen Angehörigen der Deutschen Wehrmacht oder der japanischen Kriegsmarine darstellen können, oder? Genausowenig kann ich als Mann glaubhaft eine keltische Frau der La Tene Zeit darstellen. Ich kann auch keinen australischen Aborigene glaubhaft rüberbringen. Bis dahin logisch? Was bedeutet das jetzt? Für mich heißt Darstellung von Mittelalter, eine vergangene Zeit entsprechend wissenschaftlicher Erkenntnisse so genau wie möglich “wieder auferstehen zu lassen”. Das erfordert aber verantwortlichen Umgang mit der Materie. Das wiederum bedeutet, daß man versuchen sollte, Kompromisse soweit als möglich zu vermeiden. Vor allem dann, wenn sie eine glaubhafte und historisch korrekte Darstellung kompromittieren. Dazu gehören nunmal SICHTBARE moderne Hilfsmittel. Das bedeutet NICHT, daß das Hobby Mittelalter aufgrund körperlicher Handicaps NICHT ausgeübt werden “darf”, sondern nur, daß dann eben eine entsprechende Darstellung gewählt werden sollte. Ich hoffe, daß das jetzt richtig angekommen ist. Gruß,
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #69 vom 07. Jan. 2001 15:56 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Also gut, nochmal für Leute, die nicht richtig interpretieren können: Lieber Andreas! Ich habe nicht behauptet, daß man als Querschnitzgelämter einen Ritter darstellen soll! Da Du anscheinend zu wenig Fantasie hast, hier nochmal: Querschnitzgelämter will MA machen - baut sich niedriges Wägelchen auf Rädern - zieht sich Lumpen an - setzt sich in Wägelchen - Kriegsinvalide. Damit dürfte dieser auch Deinen Ansprüchen wohl genügen. Ach ja, kenne da einen, der kann ohne Krücke nicht gehen. Er setzt sich eben hin und bettelt. Nur manchmal müssen auch solche Leute auf Toilette. Den kleinen Gang darf er also nicht durchführen, wenn seine Krücke nicht A ist? Mein lieber Schwan! Man sollte wirklich mal überlegen, wann man sein “Extrem-A-Auge” für einen kleinen Moment mal schließt und das menschliche Verständnis ein wenig nach vorne läßt. Traurig, daß das “Ober-A-sein” auch die Tolleranz gegen Behinderte ausschließt. Gruß v. Arlen

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Eintrag #70 vom 08. Jan. 2001 17:11 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph, Eintrag Nr. 60: “Wenn ich mir Mittelalter als Hobby wähle, dann kann ich aber immer eine Darstellung wählen, welche im Rahmen meiner körperlichen Gegebenheiten liegt. ” Eintrag Nr. 63:“Mit einem ”Ritter“ im modernen Rollstuhl, oder einem Bogenschützen mit getönter Sehhilfe heißt das Hobby aber nicht mehr Mittelalter, sondern Fantasy” Eintrag Nr. 68:“Das bedeutet NICHT, daß das Hobby Mittelalter aufgrund körperlicher Handicaps NICHT ausgeübt werden ”darf“, sondern nur, daß dann eben eine entsprechende Darstellung gewählt werden sollte.” Liest Du eigentlich die Einträge, oder polemisierst Du nur so drauf los?
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #71 vom 08. Jan. 2001 17:30 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Andreas! Eintrag 63 muß man insgesamt sehen. Deine ßußerungen haben außerdem nicht nur bei mir einen “Imposanten” Eindruck hinterlassen. Ich beende hiermit in Deinem Interesse diese Diskussion. Gruß v. Arlen

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Eintrag #72 vom 08. Jan. 2001 17:53 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi allerseits, aaaalso, ich glaube, ich muss ein bißchen ausholen: Zum ersten: das mit dem Tarnen ist schön und gut, geht aber nicht in allen Fällen. Verschiedende Beispiele: - feste Zahnklammern: die Dinger kann man nicht rausnehmnen. Also bedeutet das, dass der arme Tropf 4 Jahre kein MA machen darf. (Nachwuchs ade?). - Brille: klar, Kontaktlinsen sind sicher das beste Mittel, ABER nicht jeder verträgt die Dinger. Es gibt auch Leute, die bekommen Kopfschmerzen, wenn sie längere Zeit ohne Brille rumlaufen. Bedauerliche Einzelschicksale? - Rollstuhl: ist Euch eigentlich klar, dass ein Rollstuhlfahrer oft bereits vom Sitzen im “komfortablen” modernen Rollstuhl wunde Stellen bekommen. Was glaubt Ihr, was passiert, wenn jemand in so einem Holzwägelchen durch die Gegend robbt. Pech gehabt? Also, ich glaube, mir gefällt einfach Andreas´ Definition von “Mittelalter” nicht. Was er meint ist Mittelalter-Reenactment. Wer MA leben oder spielen will, bitte schön, dann sucht man sich eben ein paar “kerngesunde Superarier” (der Ausdruck ist bitte nicht ganz ernst zu nehmen!) oder ähnliches und gut is. Wenn man aber Mittelalter darstellen will, um es anderen Leute näher zu bringen, dann - so glaube ich - geht das auch mal mit Brille o.ä.. Die meisten Touries sind sehr wohl in der Lage, die Brille als modernes Hilfsmittel zu erkennen. Wenn man jetzt noch eine mittelalterliche Sehhilfe als Anschauungsbeispiel zur Hand hat: wunderbar, der Tourie hat noch etwas gelernt. Das Problem (was vermutlich eben auch Andreas immer wieder auf die Palme bringt), sind in meinen Augen sicher nicht Leute, die eine völlig korrekte Darstellung (Klamotten, Kopfbedeckung, Ausrüstung) hinlegen, sondern alle jene, die sich überflüssiger weise und für Touries nicht erkennbar, mit irgendwelchem Fantasy-Zeugs behängen. (Obwohl ich wirklich zugegen muß, daß ein Ritter oder ein Burgfräulien mit Brille einfach irgendwie ulkig aussieht). Was ich damit insgesamt sagen will, ohne dass ich damit jemandem auf die Füße treten will: Es steht jedem frei, das Thema MA so anzugehen, wie er es selbst für richtig hält. Und da wir in einem Rechtsstaat leben (Gottseidank), können wir auch niemandem verbieten, das, was er macht, Mittelalter zu nennen, was immer es auch sei. Um seinen Frieden zu finden, muß man solche Veranstaltungen aufsuchen, die seinem eigenen Qualitäts- und Ausrüstungsstandard entsprechen. That´s all! Lästert meinethalben unter Euresgleichen über die Brachialauthentiker oder die Kostümsäufer, aber schlagt Euch nicht ständig gegenseitig die Köpfe ein, bitte bitte! Und denkt daran, dass jeder die Entscheidung für sich alleine treffen muß. Und im übrigen: es gibt noch eine Menge zwischen dem Brachialauthentiker und dem Kostümsäufer und ich denke, das ist ein sehr großer Teil aller MA´ler. Und wenn Ihr mich jetzt steinigen wollte, bitte, nur zu: ich hab´ ein echt mittelalterliches Schutzfeld!!! Da kommt garantiert nicht durch. Belege?: kein Problem, z.B. Siegfried von Xanten. ;-) Viele Grüße Gabriele

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Eintrag #73 vom 08. Jan. 2001 19:53 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gabriele, du hast recht, ich meine reenactment. ich habe auch in diesem Thread früher schonmal geäussert, daß bestimmte moderne Hilfsmittel unabdingbar sein können. Ich habe aber NIEMANDEM das Recht abgesprochen 1. “Mittelalter” zu definieren, wie er will und 2. Aufgrund notwendiger moderner Hilfsmittel ein Hobby zu betreiben. Nur daß solche modernen Hilfsmittel von der sonstigen Qualität der Darstellung in bestimmten Situationen ablenken, oder diese gar schmälern können, das kann wohl kaum jemand bestreiten, oder? Und Christoph, danke, daß Du mir erklärst, was ich in meinen bisherigen Postings zum Ausdruck bringen wollte! Ich habe eigentlich gehofft, daß besonders der Eintrag Nr. 68 zur Klärung beitragen könnte, vor allem weil ich dort explizit auf MEINE Einstellung in Bezug auf Darstellung (reenactment “Marktmittelalter”) verwiesen habe. Mit KEINEM Wort habe ich IRGENDJEMANDEM das Recht auf IRGENDETWAS abgesprochen. Ich will mich jetzt hier auch nicht mit Dir streiten, aber vielleicht überlegst Du Dir das nächste mal vorher, was intolerant bedeutet und daß manche Menschen (mich eingeschlossen) diese Bezeichnung als zutiefst beleidigend empfinden.
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #74 vom 08. Jan. 2001 20:09 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Jaja, ich soll überlegen. Andreas, ich habe einen guten Grund, nicht weiter auf dieses Thema einzugehen! In DEINEM Interesse! Deine Einträge haben, leider, genug Leute gelesen. Also verweise nicht immer wieder darauf. Laß es uns besser mit dem Tuch des Schweigens begraben. Gruß v. Arlen

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Eintrag #75 vom 10. Jan. 2001 11:04 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo allerseits, wie sieht das eigentlich mit sehr großen Menschen aus? Ein Freund von mir ist 2,13 m groß und würde auch gerne MA machen. Was ist eigentlich mit dem? Es ist ja bekannt, daß die Menschen im MA im durchschnitt ein gutes Stück kleiner waren als wir. Ein Mensch von 1,90 m galt schon als sehr groß. Heist das nun, daß mein Freund kein MA machen kann, weil er zu groß ist? Schließlich kann er sich ja kein Teil von seinen Beinen abhacken. Gruß Stefan

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Eintrag #76 vom 10. Jan. 2001 12:10 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Und was ist mit mir? Ich waere im Mittelalter im Alter von 23 Jahren gestorben. Darf ich jetzt nur als Gerippe mitspielen? Was kommt als Naechstes? Hat vielleicht noch jemand so eine bloede Bemerkung auf Lager?
Dietrich

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Eintrag #77 vom 10. Jan. 2001 17:39 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Also, Dietrich, Gerippe ist aber auch nicht “a”. Das sezieren war nämlich verboten. Du könntest also höchtens als Haufen organischer Gammel rumlaufen, mit Maden und so… Nee, lach nicht, aber mir hat auch schon mal so ein Bonsai-Wikinger allen Ernstes erzählen wollen, dass ich mit meinen 1,80 m völlig unmittelalterlich wäre. (Na, im Verhältnis hätten sie den als Wiki bestimmt auch nicht genommen, der wäre ja mit den Füßen beim Rudern nicht auf den Boden gekommen… ;-) ). Grüße Gabriele

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Eintrag #78 vom 10. Jan. 2001 18:00 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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…dann könnte ich nur noch ein anonymes Säuglingsgrab reenacten…

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Eintrag #79 vom 10. Jan. 2001 18:10 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Dietrich, das war nicht als blöde bemerkung gemeint. Mich würde die ernstgemeinte Meinung der Leute interessieren die meinen, daß man als Brillenträger ode Rollstuhlfahrer kein MA, oder besser nur bedingt MA machen kann. Ich wollte nichts werten und niemanden etwas vorwerfen, noch wollte ich irgendeine Meinung zu dem Thema vertreten. War reines interesse. Sollte mein Posting etwas “blöde” angekommen sein, tut es mir leid. War nicht so gemeint. Gruß Stefan

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Eintrag #80 vom 10. Jan. 2001 19:06 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Also, Stefan, das ist ganz einfach: Leute die keinen Blinddarm mehr haben dürfen nicht mehr mitmachen, da im MA Tot. Geheilte Krebskranke natürlich auch nicht. Leute, die mal gebrochene Gliedmaßen hatten…naja, da kann man ja Würfeln. Herzklappenfehler…hat im MA natürlich nichts zu suchen. Kontaktlinsen dürfen natürlich auch nicht sein, gabs ja nicht. Genauso wie Schrauben im Körper. Aus. Epilepis dürfen keine Pillen mehr nehmen. Keine Binden oder OBs. Kronen und Stiftzähne sowie Füllungen gehören wieder weg. Leute bis 155 müssen sich einen Rauschebart wachsen lassen und eine rote Mütze aufziehen. Leute wie Dein Freund gelten natürlich als Riesen, werden verfolgt und erschlagen, die Monster die! Natürlich muß auch mit Pferd oder Kutsche angereist werden! Oder halt auf Schusters Rappen. Also Packe schon mal deine 7 Sachen. Hab ich was vergessen? Gruß v. Arlen

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Eintrag #81 vom 10. Jan. 2001 19:40 Uhr Birgit Kapraun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Kapraun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph, ja du hast was vergessen (typisch mann *g*), frauen werden nicht mehr ohne begleitung von mindestens 3 kreischenden bälgern zugelassen, es sei denn sie stellen nonnen dar ;-))

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Eintrag #82 vom 10. Jan. 2001 23:42 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Christoph, wie verbindest Du die von Dir gepredigte und mit äußerst fragwürdigen Methoden verfochtene Toleranz körperlich benachteiligter mit dem Begriff “Epilepis” für Epileptiker? Letztlich doch bloß heiße Luft, hauptsache widersprochen, oder wie? Zornig Ivo

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Eintrag #83 vom 11. Jan. 2001 07:48 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Morgen! Als wir letztes Jahr eine streßige, dreitägige Veranstaltung hatten, hat mein Freund Jürgen freiwillig, obwohl seine Linsen noch nicht fertig waren, auf seine sonst immer getragene Brille verzichtet. Nun werden das einige Anwesende vielleicht mit “schön blöd” titulieren. Für mich aber war das ein wichtiger Hinweis, Jürgen in die Gruppe (in der Brillen übrigens nicht erlaubt sind) zu nehmen, da ich sah, daß wir die gleiche Einstellung haben und er die Sache durchziehen würde, auch wenn es mal unbequem wird. Es steht doch jedem frei, wenn er auf seine Brille nicht verzichten will, sich eine entsprechende Gruppe zu suchen. Und wenn er dann klar sagt, OK, Brille gehört eigentlich nicht ins MA und sieht auch nicht so toll aus, habe ich da auch wenig Probleme mit. Aber was hier so alles (teilweise Geschmackloses) angeführt wurde, wie ja auch beim beliebten Thema Rauchen im MA, um genau das nicht zugeben zu müssen, ist einfach nur ärgerlich. Das ist der gleiche Quatsch, wie diese blöden, leider immer wieder zu hörenden Antworten auf Hinweise zu Fehlern in der Ausrüstung/Kleidung: Du hast ja auch Zahnplomben, die gab es damals ja auch noch nicht. Dietrich Eintrag 76 trifft das schon recht deutlich. kopfschüttelnd Joachim

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Eintrag #84 vom 11. Jan. 2001 08:53 Uhr Pierre Albisser   Nachricht

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Hmm… …nur so als Frage… warum erschiesst Ihr Euch nicht einfach alle gegenseitig? Als Ergebnis hätten wir folgendes: 1) Die meisten von Euch wären tot (was durchaus “a” wäre, denn die meisten werden wohl über 23 sein, oder?) 2) Dieser mit Verlaub BESCHEUERTE Thread hätte ein Ende… denn als was anderes als bescheuert muss man es bezeichnen, dass hier über Dinge geredet wird, die man keinem aufzwingen kann? Mit keinerlei Grundlage? In diesem Sinne, erfreut auch meinen Senf dazu gegeben zu haben, (auch wenn ihr ihn für genauso überflüssig haltet wie ich diesen Thread), Gruss,
Onkel DuBois ;-)

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Eintrag #85 vom 11. Jan. 2001 17:14 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Eigentlich, wenn ich den Sinn dieses Threats richtig verstanden hatte, ging es NICHT darum, sich gegenseitig die MA-Berechtigung, den Verstand etc. abzusprechen, sondern ursprünglich sollte es ein IDEENSAMMLER sein, wie man Gebrechen aller Art, mögen sie im Auge oder sonstwo liegen soweit Tarnen oder in die Rolle mit einbeziehen kann, daß sie nicht stören (wobei ich hier betone, daß mich niemand allein aufgrund einer Behinderung stört, mich stören höchst miese Charaktere!!!!!). Stattdessen machen wir uns hier vor den Früh-MA´lern und den Spät-MA´ler wieder mal lächerlich, in dem wir uns fetzen und nicht konstruktiv zusammenarbeiten. Mein Gott Leute, ich komme mir so langsam vor, als hörte ich einer Horde 10t-Klässler zu!! Ich versuche diesen Threat mal zusammenzufassen: 1. Keiner von uns kann diesen Status eines MA-Menschen erreichen, da an jedem von uns schon die moderne Medizin gewirkt hat. Aber niemand will diesen Status erreichen (wer doch, baue sich tunlichst eine Zeitmaschine). 2. Es geht um die Möglichkeiten, neuzeitliche Gebrechen entweder in unsere dargestellte Interpretation des HMA mit einzbinden, oder aber so zu tarnen, daß sie nicht uns und Besuchern ins Auge springen (insoweit das Gebrechen dieses zuläßt, wenn nicht ⇒ Rollstuhlfahrer etc., dann sind weitere ßberlegungen anzustellen). 3. Bei kleineren Gebrechen (ich nehme hier Kurzsichtigkeit, denn die habe ich selber, was klein ist, muß jeder selber wissen) bietet sich die Tarnung oder der Einbezug an. Ich für meinen Teil vertrage keine Kontaktlinsen und baue deshalb eines meiner Brillengestelle samt Gläsern um, so daß es den Augen- gläsern um 1300 so weit entspricht, daß es nicht so auffällt. 4. Bei größeren Gebrechen ist Toleranz angesagt. Klar ist, daß ein Rollstuhlfahrer keinen Ritter darstellen kann, umso besser vielleicht einen Mönch, Richter, Krämer, Geschichtenerzähler. Umso mehr, als das es wirklich genug von Rittern der Sorte MöchtegernaberkannnichtsodaAngstvorPferdenundReitensowieso gibt. So. Und nun können die, die es nicht lassen wollen, sich weiterprügeln und die HMA-Szene in eine evolutive Sackgasse steuern! Frank Dierkes
Benedicte! Frater Hermann von Monasterium

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Eintrag #86 vom 11. Jan. 2001 17:23 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Danke und Amen!
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #87 vom 15. Mai. 2001 17:49 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin! Wollte hier mal wieder etwas Leben einhauchen, nachdem ich zum weiterdiskutiern auf diesen Thread verwiesen wurde. Wie siehts denn nun aus mit blinden und halbblinden Rittern im MA? Gibts Quellen dazu, wie haben die ihr Alltagsleben geführt? Wie war die Kampftaktik? Gibts vielleicht noch Berichte über andere herausragende Persönlichkeiten mit Gebrechen und deren Alltagsleben?
Grüße… Uli

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Eintrag #88 vom 15. Mai. 2001 20:26 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Uli Die berühmteste halbblinde Persönlichkeit ist wohl der Schwedenkönig Gustav-Adolf, der sogar noch nicht mal erkannte, daß er unter lauter Feinden war. Die erkannten das allerdings auch recht spät; wer rechnet schon mit sowas. Wo die Schlacht war, wo der kurzsichtige König zu Tode kam, weis ich jetzt nicht mehr. Landsknechtsdarsteller werden dir das sicher sagen können (dreizigjähriger Krieg) Gruß v. Arlen

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Eintrag #89 vom 15. Mai. 2001 22:53 Uhr Thorsten Koch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Koch eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, zusammen ! Ganz sicher bin ich mir nicht, aber meine gelesen zu haben, dass in einer Schlacht des SMA (Crecy ?, so um die Zeit jedenfalls) der blinde König von Böhmen der Ehre und Vasallentreue wegen teilgenommen haben, und inmitten seiner Männer gefallen sein soll. Aber so unter dem Strich - was will ein Blinder auf einem Schlachtfeld ? Kampftaktik ? In der Schlachtreihe zu Pferd, wo es eh nur nach vorne gehen kann, kann er ja mitreiten, Lanze nach Gefühl auf Treffhöhe gehalten. Wenn er Glück hat, steht auch kein Baum im Weg. Aber danach - Opfer ! Und wild um sich schlagend wäre er ja für die umgebenden eigenen Leute gefährlicher als für den Feind … Also, wenn überhaupt jemand blind teilnimmt an der Schlacht, dann höchstes “der Form halber”. Nach dem Sachsenspiegel kommt zudem Lehnsverhältnis zumindest dann nicht in Frage, wenn der Unglückliche z.B. blind geboren wurde. Das Lehenserbe wird im ersten Buch, 4, u.a. an Blinde ausgeschlossen. Gruß,
Thorsten Koch

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Eintrag #90 vom 15. Mai. 2001 23:01 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Johann der Blinde v. Hannover. Hervorragender Diplomat. Verknüpfte als erster das englische Königshaus mit Hannover. Gruß v. Arlen

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Eintrag #91 vom 16. Mai. 2001 01:27 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin! Also, Blinder in Schlachtdarstellung scheidet völlig aus. Ich find das Thema an sich nur so kurios, daß ich der Meinung bin, hier lohnt sich weiteres forschen. Ich bin zwar auch ziemlich kurzsichtig, aber ich hab ne Brille und Kontaktlinsen. Nein, ich werde selbstverständlich nicht voll Aohne Sehhilfe aufs Schlachtfeld stürmen und um mich schlagen. Lasst uns doch einfach bei den ßberlieferungen bleiben.
Grüße… Uli

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Eintrag #92 vom 16. Mai. 2001 01:28 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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P.S. Christoph: Johann der Blinde von Hannover Wann?
Grüße… Uli

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Eintrag #93 vom 16. Mai. 2001 07:26 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Nicht zu vergessen diesen blinden Dogen von Venedig, der es nicht nur schaffte, diesen peinlichen Kreuzzug etwas in seinem Sinne umzuleiten sondern es sich auch nicht nehmen ließ, die damit verbundene Belagerung (und Eroberung) von Konstantinopel vor Ort im Schlachtgeschehen selbst zu leiten. Joachim

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Eintrag #94 vom 16. Mai. 2001 12:45 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin! Aber der blinde Doge war zwar gerüstet in der Schlacht, hat aber meines Wissens eben nur Befehle gegeben und nicht selbst gekämpft. Wohl wegen Blindheit und Alter. Ausserdem ist ja auch der Motibvationsschub für die Krieger nicht zu verachten, wenn sich ihre Anführer auch gefechtsbereit aufrödeln.
Grüße… Uli

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Eintrag #95 vom 16. Mai. 2001 22:42 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Uli: Friderizianik

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Eintrag #96 vom 17. Mai. 2001 07:32 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Na, dann verbinde Dir mal die Augen und führe ein vergleichbares Heer in die Schlacht. Du verzeihst, wenn ich auf die Gegenseite wette. Außerdem mußten sich damalige Heerführer dem Kampfgeschehen noch sehr nah sein, weil Feldtelefon gab es noch nicht… Vielleicht hast Du ja eines dieser Strategiespiele auf deinem Rechner und laßt mal einen Freund nach Deinen blinden Anweisungen spielen. Dürfte ein kurzes Spiel werden. Weißt Du, nicht, daß ich diesen Burschen oder seine Tat besonders gut finde, aber Respekt. Schon solch eine Stellung in Venedig inne zu haben ohne sich auf sein Augenlicht verlassen zu können, ist eine große Leistung. Aber ich weiß, es geht Dir um was anderes. In einem Roman über Wilhelm Marschall las ich mal, wie dem im Kampf der Helm verrutschte, so daß er blind um sich schlagen mußte, was nicht lange gut ging. Ich weiß leider nicht, inwiefern sich der Autor an die zeitgenössischen Berichte über diesen Ritter hielt und was Fiktion ist. Joachim

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Eintrag #97 vom 17. Mai. 2001 18:41 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Joachim! 17.7.1203, Belagerung Konstantinopels “Der Doge von Venedig, der ein alter Mann war und nichts sehen konnte, stand in Waffen am Bug seiner Galeere hinter der Fahne vin St, Marcus. ER schrie seine Leute an, sie sollte ihn an Land setzen, oder er würde ihnen antun was sie verdienten. Sie brtachten die Galeeren an Land und sprangen heraus. ” Gottfried von Villehardouin, aus Peter Milger, DIE KREUZZßGE, Bertelsmann, S.293 Vielleicht hab ich mich mißverständlich ausgedrückt. Die Venezianer leiteten die Kreuzfahrer zum Beutemachen nach Konstantinopel. Der Doge war wohl dabei, damit alles mit richtigen Dingen (für die Venezianer) zugeht. Die Armee hat er wohl nicht angeführt, gekämpft scheinbar auch nicht…
Grüße… Uli

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Eintrag #98 vom 18. Mai. 2001 07:45 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Und? Habe ich geschrieben, er hätte gekämpft? Nein! Ich ging nur auf seine für einen blinden Mann seiner Zeit beachtliche Leistung ein. Jetzt mal weg von dem Quatsch. So viel ich weiß, wurden Blinde auf damaligen Zeichnungen stets mit geschlossenen Augen dargestellt. Forsche halt mal, ob Du noch ein paar findest, vielleicht sind ja auch Ritter dabei. Joachim

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Eintrag #99 vom 22. Mai. 2001 18:48 Uhr Michael Oberwittler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Oberwittler eine Nachricht zu schreiben.

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Auch wenn es nicht unsere Zeit ist, In Rom gab es Gladiatoren die “Blind” (geschlossene Helme) gegeneinander kämpften und nur von den Rufen des Publikums geleitet wurden. Wenn uns beim Fechten der Helm verrutscht machen wir lieber eine Pause, das mit Blind macht wohl nur Sinn wenn das Pferd geführt wird und man seine Leute inspirieren möchte.
Grüsse Michael

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Eintrag #100 vom 10. Jul. 2002 19:10 Uhr Christian Spalthoff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Spalthoff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillen-Repliken

Ich habe, auch auf der Such nach einer Alternative zur modernen Brille neulich einen Optiker im Netz gefunden, der (spät-)mittelalterliche Brillen mit Korrekturgläsern anbietet. www.optiker-holz.de/neu/site/index.htm
Selbst wenn die damals der normale Ritter wohl nicht getragen hat sind sie doch den modernen Gestellen vorzuziehen, und allzu lächerlich sieht das auch nicht aus- Im “Söldnerleben im Spätmittelalter” zeigt ein sehr schönes Foto einen Gerüsteten mit Lesebrille.
Ich habe zwar aus Kostengründen noch keine Erfahrungen mit einer solchen Brille gesammelt, aber schon einiges Gutes darüber gelesen.

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Eintrag #101 vom 19. Aug. 2002 20:49 Uhr David Münchow  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Münchow eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht MA-Brille - SELBERMACHEN

Nach ein paar Recherchen habe ich festgestellt, daß es wieder erwarten bereits ab Ende des 13. Jhd. schon Brillen gab. Damals waren sie aus Horn oder dünnem Holz und hatten KEINE Bügel oder Bänder für die Ohren. Sie waren Damals noch mit einem Schanier aus eine Niete versehen. Wenig später gab es sie auch ohne Schanier. (Alles nur nach gefundenem - bestimmt gab es auch früher welche ohne Schanier)
Einige Jahre später (eigentlich schon nicht mehr MA) hatten sie dann Bänder zur befestigung an den Ohren.
Auf Grund der hohen Preise für fertige hab ich mir dann eine aus dünnem Holz selbst gemacht.
Einfach ein dünnes Holzbrett nehmen und aussägen. Um ein rundes Loch zu bekommen hab ich eine Lochsäge genommen. Das geht einfacher, exakter und schneller als mit einer Laubsäge.
Für die Gläser hab ich meinen Optiker geärgert. Der hat fast 2 Wochen zum Anpassen der Gläser gebraucht (Handarbeit ist heute nicht mehr üblich).
Zu den Kosten:
Das bischen Holz kann man schon fast vernachlässigen.
Die Gläser waren natürlich aus Glas und ohne Beschichtungen. Ein Blaustich auf der Brille passt auch nicht ins MA. Da der Optiker da noch ein Dauer-Sonderangebot auf die Ganz einfachen Gläser hatte, kostete das nur 15,- EUR + 14,- EUR für das Anpassen an das Gestell.
Wenn man wie ich keine Nut in das Gestell bekommt, kann man auch mogeln und die Gläser einkleben.
Wenn ich mal ein schönes Bild von meiner MA-Brille habe, setze ich mal einen Link hier rein.
Grüße, Schreiberling David de Wridburger

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Eintrag #102 vom 22. Aug. 2002 18:43 Uhr Juliane Zankl   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Noch eine Frage dazu

Eins würde mich noch interessiern, wer trug solche Brillen?
Waren sie nicht sehr teuer?
Gruß Jane

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Eintrag #103 vom 25. Aug. 2002 19:26 Uhr David Münchow  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Münchow eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Versprochenes Bild

Hier das Bild von meiner Selbstgemachten Brille was ich vor ein paar Einträgen versprochen hatte: www.hochmittelalter.de/Brille.jpg
Zum Thema, wer Brillen trug:
Nach den Abbildungen die ich bisher fand, waren es Leute die besser gestellt waren. Sie waren auf den Abbildungen immer am Lesen oder Schreiben. Ansonsten kam man auch ohne Brille aus.
Teuer waren die Gläser definitiv. Die Gläser wurden damals fast ausschließlich aus Venezia importiert, wo sie nicht geschliffen, sonder geblasen wurden. Fragt mich aber bitte nicht wie die das geschafft haben, aber die Glasbläser von Venezia sind ja bekannt für ihr können.
Grüße, der Schreiberling

David de Wridburger

(Besunder Volc - Besunder Zît / www.besunder-volc.de)

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Eintrag #104 vom 26. Aug. 2002 07:45 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gut gemacht!

Das ist aber eine schöne Brille, erinnert mich sehr an Buster Keaton. Hast Du gut hinbekommen, kompliment!
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #105 vom 28. Aug. 2002 10:07 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Es geht auch ohne... :))

Hallo zusammen,
so - meine Erfahrungen nach den ersten Märkten in Gewandung:

 Es geht doch ohne! :)

Ich zähle auch zu den Expemplaren “Schleiereule”, habe über 4 Dioptren, bin nachtblind - und ich dachte immer, ohne Brille ziemlich hilflos. Pustekuchen!
Beim Betreten des Marktes verschwindet die Brille im Etui und landet im Pilgerbeutel - und dann geht’s auch ohne. Klar, die erste Viertel Stunde werden die Augen noch zugekniffen, feilgebotene Waren müssen näher inspiziert werden, aber es wird immer besser.
Aber nach einer Weile geht’s, ich finde sogar bekannte Gesichter in der Menge - und irgendwo ist es eine nette Erfahrung und sogar recht entspannend, mal ohne Brille unterwegs zu sein.
Ich hab zwar auch Kontaktlinsen, bin aber eher ein Linsen-Muffel. Lieber ohne als Reinigungsmittel, Aufbewahrbox, etc. rumtragen.
Grüße, Angy

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Eintrag #106 vom 28. Aug. 2002 10:14 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht !

Hochachtung, Angy !
Und ein Eintrag ins Stammbuch der Kompromissrechtfertiger … ;-)
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #107 vom 28. Aug. 2002 12:12 Uhr Olaf Overlander  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Olaf Overlander eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachweise von Brillen zwischen 1300 bis 1399

Seid gegrüszt!
Da ich selber vom Thema betroffen bin, habe ich mal recherchiert. Da ich nicht zur waffentragenden Fraktion gehöre, habe ich zwar die ganzen Helm- und Kampfprobleme nicht, aber authentisch soll’s schon ein bischen sein. Eine selber hergestellte Brille ist daher gar nicht so schlecht und ich werde da auch rangehen, denn: für die Zeit 1300 - 1399 habe ich vier Bildnachweise gefunden (die genauen Bilddaten werde ich noch nachposten). Hier die Hinweise (wer die 5555 oder 10000 Meisterwerke sein eigen nennt, kann da einfach nachschauen):
1. Bosch - Der Taschenspieler: der junge Mann links im Bild, der sich gerade als Beutelschneider betätigt, hat einen Kneifer auf der Nase, der aussieht, als sei er aus Metall und für den Alltagsgebrauch.
2. Dürer - Die sieben Schmerzen der Maria - Jesus im Tempel: der sitzende Mann rechts liest mit Hilfe eines Kneifers, der dicht vor den Augen sitzt, die Bibel.
3. Geertgen - Die heilige Sippe: die Frau in der Bildmitte hat ihre Lesebrille auf das aufgeschlagene Buch gelegt.
4. Hemessen - Der Steinschneider: dieser nette Quacksalber hat einen grossen Kneifer auf der Nase, um seinen Kunden besser “behandeln” zu können - mein liebstes Bild!
Was schliesse ich daraus? Sehhilfen waren sicherlich nicht so verbreitet, aber Nachweise gibt’s schon für das 14. Jahrhundert. Also: Säge raus, Schnitzmesser raus, Gläser rein und bei Bedarf benutzen.
breiz da viken! Oabab

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Eintrag #109 vom 28. Aug. 2002 12:48 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht So nicht!

Hallo Olaf
Also ich finde es unlauter, Bildbelege von Malern, die eindeutig im 15. und 16. Jh. gelebt haben, für das 14. Jh. heranzuziehen.
Der Vollständigkeit halber mal ein paar Daten und Links
Hieronymus Bosch (c. 1450-1516)
*Bild nicht gefunden*
Albrecht Dürer. (1471-1528) gallery.euroweb.hu/art/d/durer/painting/[…]/7sorro[…]
Gruß
Hilmar

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Eintrag #110 vom 28. Aug. 2002 14:05 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Und warum

orientieren wir uns nicht an Funden? Zumindest in Freiburg wurden Brillenfassungen gefunden. Abbildungen davon findet man am ehesten im Katalog zur Ausstellung Spätmittelalter am Oberrhein. Ist meiner löchrigen Erinnerung nach um 1400, werde am Wochenende mal nachschauen. Eine Nietbrille aus Holz, Rahmendicke zwei mm, Glasdurchmesser um 3,5 cm und der Holzrand sieben mm breit. Der dünne Rahmen kommt daher, daß nur konvexe Gläser schleifbar waren (weitsichtig), Brillen für kurzsichtige kamen erst später.
Kann mir irgend jemand Abbildungen der Wienhauser, Londoner und Marburger Brillen nennen?
Alsdenn
Jürgen

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Eintrag #111 vom 28. Aug. 2002 22:17 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ich kann's nicht mehr sehen...

Nun ja, bei 4 Dioptrien mag es ja noch ohne Sehhilfe gehen, aber wer höhere Werte und/oder Hornhautverkrümmung und andere optische Nettigkeiten vorweisen kann, dürfte da ziemlich angeschmiert sein. Und seinem Arbeitgeber/seiner Unfallversicherung einen verstauchten oder gebrochenen Knöchel damit zu erklären, daß man in seiner Freizeit aus “Authetizitätsgründen” ohne die notwendige Sehhilfe durch die Gegend gelaufen ist, stelle ich mir delikat vor.
Mir geht diese Brillen-Diskussion langsam auf den Nerv, denn hier handelt es sich nicht um ein leicht wegzulassendes modisches Accessoire wie Uhr, Ohrring oder Nasenstecker, sondern um ein medizinisch notwendiges Hilfsmittel. Und dieser Bereich liegt ganz im persönlichen Ermessen jedes Einzelnen!
Und wenn es euch nur darum geht, daß eure schöne Illusion vom lebenden Mittelalter dadurch zerstört wird, daß euer Gegenüber eine Brille trägt, ist euch ehrlich gesagt nicht mehr zu helfen. Außerdem wäre ich nicht so stolz darauf, andere noch zu ermutigen, im Blindflug durch die VA zu rennen.
Angharad - die jetzt anfängt, ihre Amalgamfüllungen durch “unsichtbaren” Kunststoff ersetzen zu lassen -

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Eintrag #112 vom 29. Aug. 2002 08:24 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mal (nicht) sehen!

Ich werde das nächste mal ohne Brille, bei 7,5 Dios (kurzsichtigkeit) incl. verkrümmung der Hornhaut über einen Markt wandeln. Das wird ein Spass, denn es geht ja auch ohne. Da ich ja also auch Authentisch bin werden alle doch sehr verständnissvoll reagieren und mich nicht zu Regress verpflichten. Außerdem haben kurzsichtige ohne Brille/Sehhilfe immer so einen intensiven Blick, dass sieht sexy und erotisch aus. Also Leute passt auf die Mädels auf.
Irgendwie ist diese Diskussion langsam affig, tut mir Leid. Ich werde weiterhin Brille tragen, ob es jemandem gefällt oder nicht, ich mag keine Kontaktlinsen und ich habe ehrlich gesagt schiss mir diese Dinger ins Auge zu klemmen. Wieso rechtfertige ich mich hier überhaupt! Irgendwie kann das doch auch Egal sein!
Anmerkung: Wie ist das mit einem Menschen der eine Arm- Beinprothese trägt? Käme da auch jemand auf die Idee von diesem zu verlangen die Prothese auszuziehen, da die ja nicht Authentisch ist?
Müssen Zahnprothesen/Kronen/Brücken aus Gründen der Authenzität nicht auch entfernt werden?
Irgendwie drehen wir uns alle im Kreise hier und torkeln “blind” durch die Gegend. Können wir hier nicht mal zu machen?
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #113 vom 29. Aug. 2002 09:00 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Also wirklich!

Da kann ich meinen Beitrag drehen und wenden, so oft ich will - ich sehe da keine Aufforderung oder auch nur einen Hinweis, daß ANDERE ohne Brille über die Märkte schleichen sollen!
Es hing hier schlicht und einfach um MEINE Erfahrungen! Und ich habe - für mich - eben festgestellt, daß es auch mal ganz nett sein kann, wenn ICH ohne Brille unterwegs bin!
Ansonsten gehöre ich auch zu den Exemplaren, die morgens nach dem Aufwachen die Brille auf die Nase setzen, ehe sie aus dem Bett fallen, und sie abends erst wieder abnehmen, kurz bevor das Licht ausgemacht wird. Denn im Alltag, wo ich nun mal Autofahren muß, oder stundenlang am Bildschirm arbeite, geht es nicht ohne.
Aber wenn ich in meiner Freizeit die Möglichkeit habe, auch mal darauf zu verzichten, wo ist dann das Problem? Sollte ich die Brille doch benötigen, ist sie in meiner Tasche und gleich aufgesetzt.
Ich hab in meinem Beitrag nicht behauptet, jeder können ohne Sehhilfe auskommen, von Prothesen und Rollstühlen hab ich überhaupt nichts gesagt.
Hört auf, immer getroffen zu heulen, obwohl Euch keiner etwas getan hat. Lest den Betrag, bevor Ihr über den Verfasser herfallt!
Grüße, Angy

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Eintrag #114 vom 29. Aug. 2002 09:20 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sehr gut!

Also Angelina, ich kann da auch keine Aufforderung finden es so zum machen wie du. Höchstens als versteckte Aufforderung für jeden noch mal drüber nachzudenken, und das ist für die meisten schon schlimm genug ;o)
Aber mach dir nichts draus, irgend jemand meckert immer.
Und ich finde es sehr gut das du das so durchziehst! Respekt!
Grüße
Martin

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Eintrag #115 vom 29. Aug. 2002 09:32 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sehr gut!

Ich kann mein Thread drehen und wenden und ich erkenn nicht wo ich Dich angegriffen habe oder Deine Meinugn verurteilt habe. Hätte ich Dich persönlich angesprochen, hätte ich wohl eine entsprechende Bemerkung gemacht!
Ich sehe nur, das ich geschrieben habe warum es bei mir nicht klappt! So und nicht anders!
Alles Klar?
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #116 vom 29. Aug. 2002 09:40 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht PS Angela

Erst lesen und nicht getroffen aufheulen bevor Du über den Verfasser herziehst!
Kleiner Tip von mir!
>8o)
Brillen sind sexy!
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #117 vom 29. Aug. 2002 09:54 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht PS Heiko

Es heißt Angel-IN-a… grumsel….
Ach was… Brillen sind nicht sexy!
Wenn ich mich mit Gebende, Schapel & Brille sehe, kann ich das nicht bestätigen. Dann lieber Brille runter, dann seh ich mich selber nicht mehr >;)
Grüße, Angy

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Eintrag #118 vom 29. Aug. 2002 13:11 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nuuuun,

seht es doch mal so: Man geht auf den Markt und sieht sie alle. Das Pannesamtburgfräulein. Den Flokatibarbaren. Den Baumwolltischtuchschotten. Den spitzohrigen Langbogner. Den fellgehüllten Wiki mit Bidenhänder. Den Ritter in Vollplatte mit fränkischem Schwert und Topfhelm. Die Holde Maid im schwarzen Kleid mit dieeeeeeeeeeeeeeeesem Ausschnitt. Den …
Ab einer bestimmten Kurzsichtigkeit kann man alle diese Gräuel des Marktmittelalters durch eine einfache Handbewegung aus seinem Gesichtsfeld verbannen. Schööööön.
Obwohl ich bei einigen Märkten wirklich bedauere, nicht auch noch schwerhörig zu sein. 8-)
Oder anders formuliert: Wenn es ein gut gemachter mittelalterlicher Markt ist entferne ich die Brille. Ausnahmen dabei sind dann die Händler (Ich möchte schließlich sehen, was verkauft wird. Und nicht dank ungefähr 12 cm Sichtbereich in deren Auslagen fallen.) und Gefahrenbereiche (Wald, unregelmäßige Treppen ohne helfende Hand, nicht gekennzeichnetes Abspannungsgewirr). Und im Zweifelsfall findet man immer jemanden, der einen in die ungefähre Richtung eines gesuchten Standes/Zeltes/… dreht.
Bei einem Mittelaltermarkt stellt sich das Problem eh nicht. Die Brille fällt vor lauter Fantasymittelalterern nicht mehr auf. Obwohl ich bei Fotos dann doch gerne die Zeit hätte, um die Brille abzunehmen.
Und wie schaut es mit Märkten überhaupt aus? Die meisten reden A und meinen damit lediglich die visuelle Komponente, sprich Gewandung, Zelte, Umgebung.
Audielle A? Mittelaltertröte -äh, -dudelsack und Marktsprech lassen grüssen. Klar, man kann die Sprache nicht auferstehen lassen. Aber man kann sich zumindest bemühen und Dialekt benutzen, erkennbar moderne Ausdrücke (OK) und Diskussionen (Autos, Packprobleme oder A-Debatten) weglassen oder die Sprache zumindest strifeln. Und wann habt ihr zuletzt mal leise Musik auf dem Markt gehört, wenn möglich Gesang ohne Vergewaltigung des Textes in Neumittelhochdeutsch? (Rhetorische Frage, ihr braucht nicht antworten. Und Danke an alle Gruppen, die dies versuchen)
Soziale A? Ist im Prinzip Rollenspiel, im weiteren Bereich verstehe ich darunter aber auch Materielles als Ausdruck des Standes. Also, woher kommen alle die vielen Blechritter und wo sind die Bauern geblieben (inklusive Nahrungsmittelständen mit Feldprodukten). Und wieso tragen so viele Leute Borte auf ihrer Wat? Ist trotz teurer Stoffpreise der Wohlstand auf die Allgemeinheit ausgebrochen und ich habe davon nichts mitbekommen? Ganz zu schweigen vom Verhalten der und gegenüber Geistlichen. Und der Tatsache, daß manche Ridders solche Werte wie Minne, Milte, Maze und Co anscheinend für Getränke halten.
Und jetzt nehmen wir die Brille ab und begeben uns in die Gruppe der Blinden vorm Gesetze. Was bitte unterscheidet jetzt einen Mittelaltermarkt von einem normalen Jahrmarkt? (Abgesehen vom Eintritt und den Preisen der Freßbuden ;-) ) Weshalb sollte man noch auf den Markt gehen und sich nicht das Geld für ein gutes Konzert aufsparen? (NEIN, nicht Corvus oder InE. Mehr in Richtung Tage alter Musik Regensburg oder Neuenburg.)
Nächster Punkt: Wer benutzt eine Brille? Doch wohl diejenigen, die sie unbedingt brauchen (Schreiber) und sich dieses teure Ding auch leisten können (Mönche dank Kloster, Kaufleute, Adlige, Priester mit guter Pfründe. Und nachdem die Schreibarbeit anstrengend ist können die letzten drei auch Schreiber einstellen und ihnen evtl eine Brille sponsern.)
Bäuerchen, das über den Markt schlendert und die Waren durch seine Brille begutachtet? Bwahahaha
Söldner, der eine Hand an der Helmbarte hat und mit der anderen seine Guckgläser vor die Augen hält? Harharhar
Spielmann? Brille ist Geldes wert und damit bei nächsbester Gelegenheit versetzt.
Meiner Meinung nach sollten diese, vorbrillenzeitliche und ähnlich gelagerte Gruppen besser ohne Brille herumlaufen und bei Bedarf auf neuzeitliche Exemplare zurückgreifen. Damit kann ein falscher Eindruck vermieden werden - die Hälfte aller Leute im MA waren Brillenträger - un schlimmstenfalls ergibt sich die Gelegenheit zum Gespräch: “Brillen hatten die damals aber noch nicht, nänänänänänä.” - “Stimmt, Bügelbrillen gab es nicht, aber erster Nachweis … .Und ich stelle einen … dar, der sich eine Brille nicht leisten kann wegen … weswegen ich jetzt eine moderne benutze.” Dazu müßte man allerdings mit dem Touri reden und sich vorher etwas informiert haben. Aber das Durchlesen dieses threads ist daja schon mal ein guter Anfang.
So. jetzt habt ihr es geschafft, meine erste A-Tirade. Seid ihr jetzt wenigstens glücklich? 8-)
Alsdenn
Jürgen

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Eintrag #119 vom 29. Aug. 2002 13:17 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ßbrigens

Heiko und Angelina, eure Formulierung ist falsch:
Brillen sind nicht sexy, sie MACHEN sexy.
Andere Leute brauchen Bier, wir müssen bloß die Brille abnehmen. ;-)
Alsdenn
Jürgen

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Eintrag #120 vom 29. Aug. 2002 14:06 Uhr Olaf Overlander  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Olaf Overlander eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sorry!

Hallo Hilmar, hallo Brillendiskutierer
natürlich hat Hilmar Recht - der analysierte Zeitraum war nicht 1300-1399 sondern 1400-1499. Asche auf mein Haupt.
Ich überprüfe noch mal die Listung von Hemessen - das Bild wurde auch für die Zeit angezeigt.
Der Vollständigkeit halber hier ein Link auf Bosch: www.kunstkopie.de/[…]/Der_Taschenspieler_Hieronymu[…]
Ansonsten: locker bleiben. Keine Brillen oder andere Sehhilfen bedeutet auch, keine Zahnfüllungen mehr (den Gestank möchte ich mal erleben), wer keine Mandeln mehr hat oder eine andere schwere Kranheit hinter sich gebracht hat, hängt sich ein Schild um “Im MA wäre ich schon tod.” und alle Händler, Darsteller und das Publikum kommen zu Fuss oder per Pferd, keine Pyroshows, keine Lightshows, keine Verstärker. Alle unpassenden Artikel verschwinden von den Markständen (entsprechende Glaswaren, rahmengenähte Schuhe im “Westernlook” als Schnabelschuhe - die Schuhe sind ein Witz -, falsche Schilder usw.) und wer keine A-Schuhe hat, geht barfuss. Die Musiker werden verpflichtet, A-Instrumente zu spielen (falsche Trommeln, falsche Dudelsäcke, falsche Flöten usw.). Weiterhin werden alle als A-gemeldeten Personen einer Leibesvisitation unterzogen, ob die Unterwäsche stimmt und alle Tattoos werden an der Kasse rausgeschnitten und jeder andere unpassende Körperschmuck wird auch entfernt. Wäre übrigens auch ein schönes Diskussionsthema - Tattoos und MA. Allen “Odin”-Brüllern werden die Zungen rausgeschnitten und wer raucht fliegt raus - dafür gibt’s mehr Bier, das mit Bilsenkraut versetzt ist, damit’s mehr Spass macht. ßbrigens müsste dann auch eine Quotierung eingeführt werden, denn soviel schicke mittelalterliche Damen und Herren, wie heute rumlaufen, gab’s dazumal allweil nicht. Dafür mehr Bauern, Handwerker, Tagelöhner, Bettler, die malerisch abgerissen rumlaufen mussten. Dixies gibt’s dann auch nicht mehr und jeder Veranstalter gräbt erstmal eine Grube und einen Brunnen. Wer sucht, findet noch viel viel mehr, was nicht passt. ßber die Sprache haben wir dabei noch gar nicht geredet. Da ist das Grauen vorprogrammiert. Ob mit oder ohne Brille ist da ernsthaft eine der unwichtigeren Fragen. Vielleicht versuchen alle mal, das Thema ein wenig lockerer anzugehen, einfach weniger deutsch. Wer eine kleine Zeitspanne darstellen will, wird das sicherlich akademisch durchdringen, aber sobald mehrere Gruppen zusammenkommen, ergibt sich schnell eine Zeitspanne über mehrere hundert Jahre. Wenn höchste Authentizität gewollt ist, gäbe es einfach keine lustigen grösseren Veranstaltungen mehr, weil sie durch die Mischung der Zeiten und Regionen, die so nie zukommen konnten, selber falsch wären. Und wie schon gesagt: ich schnitz’ mir meine Brille selber - das wird schon.
breiz da viken! Oabab

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Eintrag #121 vom 29. Aug. 2002 14:09 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Juhuuuu!

>8oD
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #122 vom 29. Aug. 2002 14:25 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Seufz....

Ich hab doch nur… ich wollte doch nur… und hab überhaupt nicht… wirklich nicht… echt war :)
Also ich hab hier keine A-Debatte angefangen! Ich war’s nicht! :))
Obwohl Ich ja A A bin ohne Brille… *lach*
Aber eines gibt mir zu denken… ohne Brille fand ich jeden Markt gut…. Ob das am Kucken liegt…?
Aber Xena, Conan & Braveheart hab ich trotzdem gesehen! :))
Grüße, Angy

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Eintrag #123 vom 29. Aug. 2002 14:47 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aber doch!

Hallo Olaf,
zum ersten: Auch wenn mehrere Gruppen zusammenkommen kann es ein kleines Zeitfenster geben. Das ist schon so gemacht worden (Kortrijk, Daaden), und das wird wieder gemacht werden. Merke: Veranstaltung ist nicht gleich Mittelaltermarkt! Du gehst von falschen Voraussetzungen aus.
zum zweiten: vieles von dem was du schreibst ist wünschenswert und wird auf den entsprechenden Veranstaltungen mit den entsprechenden Gruppen auch so weit wie möglich durchgezogen (keine Verstärker, A-Musik, kein rauchen in der ßffentlichkeit…).
Natürlich kann man kein Tattoo rausschneiden, so weit wie möglich kaschieren kann man es schon. Und anderen Körperschmuck wie Piercing kann man rausnehmen oder verdecken.
zum dritten: Eine Brille, die man absetzen bzw. in den meisten(!) Fällen durch Kontaktlinsen ersetzen kann ist immer noch was anderes als eine Zahnfüllung, die man nicht so ohne weiteres entfernen kann. Zumal diese nicht so sehr auffällt.
Ich denke es geht nicht darum ob man KANN oder nicht, sondern ob man WILL oder nicht. Allgemein habe ich den Eindruck das mancher nur seine Bequemlichkeit rechtfertigen will.
Das kann sich jetzt jeder annehmen der mag…oder auch nicht…
@Angelina: Die A-Diskussion gibts doch hier schon von Anfang an ;o)
Grüße
Martin

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Eintrag #124 vom 29. Aug. 2002 14:57 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht flexibel

Wir machen Mittelalter mit unseren neuzeitlichen Leibern. Unsere Leiber sind wie sie sind, mit Zahnfüllungen, ohne Mandeln und mit Herzschrittmacher. Da sind wir nicht flexibel. Müssen wir auch nicht sein.
Was wir aber an diese Leiber ranhängen oder über sie rüberstülpen, da sind wir flexibel. Oder könnten es jedenfalls sein. So wie Angy.
Man muss nur wollen. Das sehe ich wie Martin.
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #125 vom 29. Aug. 2002 15:10 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Eine Brillendiskussion!

Nein, wie schön! Das ich das nochmal wieder erleben darf! *seufz*
Ok, bitte löschen, ich konnt´s mir einfach nicht verkneifen *ggg*
Steffi
www.geschichtsstun.de/AG-Hochmittelalter/index.html

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Eintrag #126 vom 29. Aug. 2002 18:04 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mein Senf

Nun ist also dieser ururalte Thread wiederbelebt worden. Da muß ich (-4 bis -5 Dioptrin) auch noch meinen Senf dazutun.
Auf Märkten bin ich bisher immer mit Brille gewesen. Ich erinnere mich aber, daß vor Jahren ein Chorleiter mal Brillenverbot ausgegeben hat. Warum? Weil wir ein mittelalterliches Weihnachtsspiel aufgeführt haben, und da sollte alles zusammenpassen, Kleidung, Musik, Kerzenschein, und eben brillenlose Gesichter. Wir hatten drei Aufführungen an einem Wochenende, und da hab ich mir gadacht: Laß doch die Brille das ganze Wochenende weg, vielleicht gewöhnst Du Dich dran. Das Ergebnis?
Ich habe drei Tage lang Angst gehabt, mit meinem langen Kleid über Treppenstufen zu fallen, weil ich nicht bis zum Fußboden schauen konnte. Zusätzlich habe ich Angst gehabt, mit dem Portativ (übersetzt: Schleppativ, Musikinstrument) über meinen Rocksaum zu fallen und das Instrument zu zerdellen - weil ich den Fußboden nicht sehen konnte. Ich habe beim Spielen mit 10cm Abstand an den Noten geklebt, weil ich sonst die Noten nicht sehen konnte. Ich habe in jeder Kirche vor den Aufführungen nach Leuten gesucht, die mir sagen konnten, wo ich einen Tisch für das Portativ herbekommen kann, aber ich habe nicht mal die Leute aus meinem Chor erkannt, wenn sie nicht einen Meter vor mir standen. Als ich nach der dritten Aufführung die Brille wieder aufgesetzt habe, bin ich erstmal sinnlos in der Gegend rumgesprungen, nur weil ich plötzlich wiedersehen konnte, WO ich hinsprang.
Also: War nichts mit “die Augen passen sich an”. Als wir zwei Jahre später das Weihnachtsspiel nochmal aufgeführt haben, hab ich mir diese Eintages-Kontaktlinsen besorgt. Damals hat das auch geklappt. Anscheinend deshalb, weil die Aufführungen abends waren und ich also tagsüber reichlich Zeit hatte, die Linsen reinzutun. Einen Spiegel und einen bequemen Sitzplatz und ein Waschbecken in der Nähe, das ist auch wichtig. Die Linsen reinzutun war schwer, ich hab etwa eine halbe Stunde für beide Augen gebraucht. Sie wieder rauszuholen war schwerer. Sie klebten richtig gut am Auge fest, und wenn mein Blick dann meinem Finger ausgewichen ist, habe ich statt auf die Linse dann auf das Weiße der Augen gegriffen. Wenn ich die Linsen endlich draußen hatte, hatte ich dann richtig schön rote Augen. Aber was macht man nicht alles für die Kunst…
Als ich Anfang der diesjährigen Saison - eingedenk der Brillendiskussion in diesem Thread - meinen Rest des Ein-Tages-Linsen-Vorrats endlich aufbrauchen wollte, dachte ich im Frühjahr: Fang doch schon mal an zu üben.
Nach einer halben Stunde hab ich es dann aufgegeben. Noch keine einzige Linse drin. Zwei Linsen total fusselig, weil sie mir bestimmt hundert Mal in den Wimpern hängengeblieben sind (meine Augenlid-Musikeln sind anscheinend stärker als die an meinen Fingern) und wer weiß wie oft auf meinen Pullover gefallen sind. Und ich hatte nicht das Gefühl, daß ich langsam “den Dreh raushabe”. Im Ernstfall, im Zelt oder Auto, dreckige Finger, nächstes Waschhäuschen wahrscheinlich weit weg und sinnlos überfüllt, wäre es noch schwerer.
Bleibt nur wieder die alte Alternative: Brille oder keine.
Die Veranstaltungen, auf denen ich bisher war, hatten für mich vor allem den Zweck, Leute kennenzulernen, Bekannte wiederzutreffen, und mal zu schauen, was kleidungs- und ausrüstungstechnisch möglich ist. All das geht ohne Brille nicht. Meine alten und neuen Bekannten gingen mir gleich wieder flöten, wenn ich an ihnen vorbeiginge, ohne sie auch nur anzulächeln. Ohne Brille sehe ich auch nicht, ob jemand interessante Gürtelbeschläge hat (und ich kann auch nicht über Baumwollritter lästern ;o) ) Und ohne Brille bestünden die meisten Veranstaltungen für mich nur noch aus Folkbands und türkischer Musik.
Also Brille? Ja, was denn für eine? Tut mir leid, Eure tollen Nachbauten passen nicht für mich. Vom Kontext her würde ich sagen, das sind alles Weitsichtigenbrillen. Falls ich endlich meine Kanonissengewandung fertigkriege, könnte eine Lesebrille da schon passen - aber den Psalter kann ich auch noch ohne Brille lesen. Bleibt also mein blaues 20. Jahrhundert-Metallgestell (passend zum blauen Leinenkleid ;o) ).
Ich bin durchaus für ein Brillenverbot für eine begrenzte Zeit zu haben, sozusagen “brillenfreie Zeit”. Dann aber nur für einen bestimmten Anlaß, eine musikalische Aufführung oder eine Demonstration Brettchenweben oder so. Das Gelände muß klar sein, ich muß vorher wissen, wo die Dinge sind, die ich in dieser Zeit brauche, und das Ganze möglichst nicht im Halbdunkel, wo der Fußboden nicht mehr so richtig zu erkennen ist und alle Lichtquellen so einen großen sternförmigen Hof bekommen. Und es muß vorher und nachher Zeit sein, Leute zu treffen und Sachen anzugucken.
Mega-Posting. Ich befürchte, die meisten haben den letzten Absatz nicht mehr gelesen. Wer bis hier durchgehalten hat:
Ich glaube, die meisten lassen sich bei diesem Hobby kaum noch von etwas abschrecken. Kalte Nächte, unbequeme Schlafstätten, nasse Tage, und dafür noch viel Geld ausgeben. Aber sich unsicher und hilflos zu fühlen ist doch noch ne andere Kategorie. Respekt vor allen, die trotz Kurzsichtigkeit ohne Brille klarkommen. Aber ich hoffe, alle Normalsichtigen haben etwas mehr Verständnis bekommen für die, die sich ohne Brille nicht wohlfühlen.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #127 vom 30. Aug. 2002 09:09 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke Karen!

Wohl gesprochen!
Irgendwie habe ich mittlerweile den Eindruck gewonnen das wir uns für unsere Behinderung entschuldigen müssen!
Ich warte auf den Tag bis hier steht das auch jemand mit einer Arm/Beinprothese, doch mal auf ein Wochenende darauf verzichten kann. Denn es geht ja alles wenn man will!
Ich finde immer noch das eine Brille der geringste Anachronismus ist auf einem Markt, Turnier usw!
Buddy Holly hatte auch eine Brille….aber den gab es ja im Mittelalter leider noch nicht! >;o)
Oh Pardon, in diesem Thread nur mit Brille >8o)
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #128 vom 30. Aug. 2002 10:12 Uhr Patrizia Frin  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrizia Frin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Heiko

Hi Heiko,
zum Brillenthema enthalte ich mich jetzt mal der Stimme, es ist sicher alles gesagt, und auch ich bin Brillenträger, hab aber trotzdem Linsen an im MA und fühle mich damit besser. Sicher, auch ich hab lange damit geübt und hatte entzündete Augen, aber letztlich ging alles in Routine über, und ich komm hervorragend damit klar. Klar, auch ich habe Amalgamplomben, die ich mir nicht fürs MA rausbrechen lasse, sicher, auch ich nehm Medikamente, die ich auch im MA nicht weglassen kann….aber all das ist unsichtbar für den Besucher. Genug der Diskussion! Ich wollte eigentlich auf Heiko’s Arm-und Beinprothesen eingehen. In der Napoleonik gibt es einen Reenactor, der seine Beinprothese abbaut und in seine Darstellung mit einbezieht, indem er den Leuten erzählt, wie und wo und unter welchen Umständen in welcher Schlacht er sein Bein verloren hat - und das kommt sehr gut an! Sicher, dafür braucht man einiges an Selbstbewußtsein, ist bestimmt nicht jedem sein Ding, aber warum soll das nicht möglich sein?
Tricia von Lubeca

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Eintrag #129 vom 30. Aug. 2002 10:18 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eigentlich ist doch alles gesagt - oder?

Wozu nun eigentlich das Gekloppe, wenn wir uns doch eigentlich einig sind…? =8}
Jeder soll - bei Hilfsmittel - wie er kann und mag. Ob mit Brille, Kontaktlinsen oder ohne, das muß letzendlich jeder für sich selbst entscheiden.
Und wer seiner Seh- (oder Geh-)Hilfe ein mittelalterliches Outfit verpassen kann und will, der möge dies tun. Wer nicht, der lasse es bleiben.
Daüber zu diskutieren ist müsig, solange andere offensichtlichere Anachronismen existieren, da gebe ich Heiko recht.
Btw… schade daß es hier niemanden gibt, der wirklich zum Thema Prothesen etwas zu sagen hat. Denn seltsamerweise diskutieren manchmal die wirklich betroffenen viel lockerer darüber als die Nicht-Behinderten. Hab da so meine Erfahrungen in Familie und Bekanntenkreis gemacht.
So oder so: Faktum ist doch, was gesundheitlich bedingt ist, soll jeder so handhaben, wie es für ihn persönlich am besten ist. Das kann jeder für sich selber am ehsten bewerten und entscheiden.
Grüße, Angy

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Eintrag #130 vom 30. Aug. 2002 10:51 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Genau!

Hi Angie,
genau das ist es: Jede/r Betroffene muß selbst entscheiden können, welche Lösung er/sie wählt!
Vorschriften in dieser Richtung greifen ins Persönlichkeitsrecht ein, und das geht bei aller Liebe zur historische Korrektheit IMHO zu weit.
Mein erster Beitrag bezog sich übrigens in erster Linie auf Ulli.
Angharad
- die ohne Kontaktlinsen auf 10 Schritt nicht mal ihre Mutter erkennen würde ;-)

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Eintrag #131 vom 30. Aug. 2002 11:50 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht große Worte ...

Hallo Angharad,
es geht mir nicht um Vorschriften oder gar Eingriffe in Persönlichkeitsrechte (dafür bin ich viel zu unbedeutend).
Mir geht’s um Einstellungen und Möglichkeiten. Ich fand’s einfach toll, was Angy berichtet hat. Sie hat es probiert und sogar Spaß daran gefunden. Wenn’s nicht geht dann geht’s halt nicht. Aber die Begründungen, die hier so genannt werden, sind halt schon sehr unterschiedlich. Und bei einigen habe ich den Eindruck, sie wollen einfach nicht. Müssen sie ja auch nicht.
Es bleibt dann eben ein auffälliger und manchen störender Anachronismus.
In Persönlichkeitsrechte wird hier jedenfalls nicht eingegriffen.
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #136 vom 30. Aug. 2002 21:23 Uhr Helmut F. Frank   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Freiburger Augustinerbrille

vorab: ich trage selbst Brille und das Gequatsche wegen Brille oder nicht, ficht mich nicht!
Unter den Abfällen des ehem. Augustiner-eremitenklosters (1278) in Freiburg fand man u.a. auch ein fast vollständig erhaltenes Gestell einer hölzernen Nietbrille und ein Brillenfutteral, ebenfalls aus Holz. Die Grube muss bereits in der Zeit der Kloster-gründung um 1278 gebaut worden sein, wie eine Analyse ergab. Diese Brille und das Futteral sind heute im Museum für Ur- und Frühgeschichte ausgestellt. Das Museum befindet sich in der Salz-straße 32. Da bekanntlich alle “modernen Dinge” aus Italien kamen (und vermutlich dort aus Arabien eingeschleppt wurden), dürften Brillen bereits vor 1278 bekannt und von den lese- und schreibkundigen Mönchen getragen worden sein.
Heutzutage kann man doch wirklich mittelalterlich aussehende (naja!) Brillen bekommen. Geh doch mal zu Fielmann.
Friedrich von Burg Eichelsheym

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Eintrag #137 vom 01. Sep. 2002 21:42 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag

Wie versprochen am Wochenende im Katalog nachgeschaut: Beide Freiburger Brillen werden als “wohl 14. Jhdt” angepriesen. Die erste ist eine gewöhnliche Nietbrille (zwei aneinandergeheftete Lupen), die andere eine halbe Nietbrille, die an ein Holzfuteral angenietet wurde.
Alsdenn
Jürgen

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Eintrag #138 vom 22. Okt. 2002 15:42 Uhr Birgit (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Blindkochen

Salve Leute,
witzige Diskussion!
Ich möchte mal die dummen Gesichter meiner Truppe sehen, wenn ich mich ohne Brille (-7,5 ) an den Kochtopf stelle. Oder die Jaulerei erleben wenn ich se alle krank gekocht habe.
Also aus Gesundheitsgründen Brille auf!
Bridget von Godefroyds Erben

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Eintrag #139 vom 22. Okt. 2002 15:53 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Birgit

Ich kenne ja in den Kochbüchern nur den Begriff “Blindbacken” :))
Aber wenn Du blind kochst, hat das auch seine Vorteile :)Wenn ein Sinn ausfällt, werden die andern geschärft. Was meinst Du, wie gut Du da erst abschmecken kannst - sofern Du halt Salz und Zucker unterscheiden kannst. Evtl. erst ne Geschmacksprobe nehmen, dann reinkippen. :))
Grüßli, Angy.

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Eintrag #140 vom 22. Okt. 2002 20:23 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht MA-Brille nur für die, die auch lesen können.

Ich möchte an dieser Stelle auf eine weitere Problematik hinweisen:
Die “modernen” Nietbrillen, die ich laut eines Ausstellungskataloges zum Thema Brillen ab dem 14. Jahrhundert belegt sind, waren TEUER und zudem nur für diejenigen geeignet, die sich mehr mit Lesen, als mit Handarbeit o.ä. befasst haben.
Das heißt: Handwerker, Bauern, einfache Ritter,

         Köche, Mägde etc. => Finger weg davon!+

Das heißt: Mönche, Weltgeistliche, Bischöfe und

         reiches Bürgertum des SMA können bei 

         Bedarf eine Brille tragen!

Für noch frühere lesende Charaktere bleiben dann nur noch die Lesesteine, die man über das Pergament ziehen kann, für den Rest bleiben bei authentischer Darstellungsweise nur Kontaktlinsen.
Meine Meinung. Nun schlagt mich.
Gruß
Frank
+Pax! Frater Hermann ab Monastre, Cellerar minor zu Werden

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Eintrag #142 vom 28. Okt. 2002 11:21 Uhr Birgit (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Jau

und mein Feuer find ich durch reinfallen.
Geschmacksproben sind lustig wenn du Pfeffer und Muskat unterscheiden willst.(meine Nase ist durch den Feuerrauch meistens dicht). WASSER!
das war der Pfeffer!
Naja meine Leute hätten dann nen Lagerclown. ; )
Bridget von Godefroyds Erben

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Eintrag #143 vom 28. Okt. 2002 11:27 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lustig lustig...

Könnten wir aber bitte trotzdem bei der sache bleiben ?
Gruß, Ivain

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Eintrag #144 vom 29. Okt. 2002 17:51 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bezugsquellen

Danke Alex.
Ich denke, dass es ab jetzt weniger um das ob Brillen getragen wurden gehen sollte, sondern um das ab-wann, welches-Gestell, welche-Bevölkerungsgruppe-trug-sie und wo-kann-man-diese-Gestelle-kaufen.
Zum ab-wann versuche ich demnächst Auskunft zu geben, wenn ich das verfl… Buch wiederfinde. Daraus ergibt sich dann auch welches Gestell.
Zum Bereich Bevölkerungsgruppe habe ich mich bereits geäußert, es ist ääääuuuußerst unwahrscheinlich, das Mägde, Torfstecher oder Hufschmiede Beryllen getragen haben werden. Eher ist dieses Hilfsmittel bei Weltgeistlichen höheren Standes, Mönchen, Gelehrten und Kaufleuten zu suchen.
Bleibt noch die Bezugsquelle. Ich habe z.Z. nur eine und das ist eine Knochen- und Hornschnitzerin im Archeonpark/NL (hinter Utrecht). Sie verlangt meines Wissens nach 100-150- für ein Gestell, in das man dann vom Optiker für wenig Geld vorhandene Gläser einschleifen lassen kann. Für zu teuer halte ich das nicht, habe schon höhere Preise für schlechte Schwerter gesehen. Andere Quellen sollten hier veröffentlicht werden.
Wer ganz knapp bei Kasse ist, in seiner Rolle aber unbedingt eine Brille tragen muss/will, der kann noch den Kunstkniff verwenden, eine normale Brille umzubauen. Es empfehlen sich Brillen in runder Form mit rel. dicken Plastikrändern, damit man sie anbohren und einschalen kann. Dann noch die Bügel entfernen, stattdessen Lederbänder einfädeln, diese um die Ohren wickeln und schön dazu sagen.
Gruß
Frank
+Pax. Frater Hermann ab Monastre, Cellerar minor zu Werden

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Eintrag #145 vom 29. Okt. 2002 21:40 Uhr Lisa & Manfred Wolber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lisa & Manfred Wolber eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Quellenangaben

Ich darf hier mal zitierte Quellen empfehlen auf www.ca1310.de/persaust/brille.htm
Hoffe, es hilft schon mal etwas weiter.
Beste Wünsche
Manfred

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Eintrag #146 vom 30. Okt. 2002 09:13 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bezugsquellen...

Die Brillen aus Archeon, meines Erachtns mit die besten, die ich kenne, kosten 90- ohne Gläser.
Adresse und Homepage kann ich nachreichen.
Im Web gibt es noch ein paar Anbieter, einfach mal nach Brille(ngestell) mittelalter googeln.
Gruß, Ivain

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Eintrag #148 vom 03. Jul. 2003 09:52 Uhr Anne Bürgener   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Wienhauser Brille

Hallo Jürgen,
für die Wienhauser Brille habe ich nur eine Katalog-Bezeichnung gefunden, ob da eine Abbildung drin ist, weiss ich (noch) nicht.
Die Zisterzienser, Katalog D 28, S. 497; Bonn, 1980
Windspieler

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Eintrag #149 vom 04. Apr. 2004 23:43 Uhr Jens Waldmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Waldmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillen im Mittelalter

Tach bin selber Brillenträger und ich finde es in ordnug wenn Man(n) iner schlacht eine brille tragt
ober müssen sich jetzt alle brillenträger die Ma Machen sich entschuldigen????????
Von Waldmann

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Eintrag #150 vom 05. Apr. 2004 17:47 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hm...

Dieser Thread hatte bis zu deinem 141 Einträge.
Wieviele hast du davon gelesen ?
Gruß, Ivain

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Eintrag #151 vom 06. Apr. 2004 08:20 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht :-)

Ich erinnere mich an eine Folge von Married With Children, in der Al (Bundy) ne Brille bekommt. Plötzlich sieht er alles scharf. Und in welchem Elend er eigentlich lebt. Deswegen schmeißt er die Brille schnell wieder weg. Und deswegen würde ich nie einen Markt mit Brille besuchen- :-)
Joachim

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Eintrag #152 vom 06. Apr. 2004 12:42 Uhr Christian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christian eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillen im Mittelalter

Ich befürchte ja fast mich lächerlich zu machen. Aber es brennt mir trotzdem unter den Nägeln. Letzte Saison hatte ich mich jemandem unterhalten, der einen Wikingerfürsten darstellen möchte. Wie gut er das macht oder nicht und wie genau er sich auskennt, ob er sich tatsächlich mit Quellensstudium befasst, weiß ich nicht, möchte ich mir auch kein Urteil zu erlauben. Egal auf jeden Fall erzählte er es gäbe einen Fund für einen Brillenhelm aus dem 9. Jahrhundert, in den auch wirklich optisch geschliffene Bergkristalle eingefasst waren. Mir fällt das schwer zu glauben, allerdings möchte ich nicht direkt sagen, Unsinn! Hat jemand von Euch schon ähnliches gehört oder weiß es gar genau? Denn oft habe ich schon die Erfahrung gemacht. Es gibt nichts, was es nicht gibt!
Karl

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Eintrag #153 vom 06. Apr. 2004 16:27 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillen im Mittelalter

Hallo,
ich hab von solch einem Fund noch nichts gehört, aber das heisst nix. Vorstellen kann ich es mir allerdings nicht, ich meine, bei einem Helmtreffer gibts ordentlich Splitter auf die Augen.
Gruß,
David

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Eintrag #154 vom 06. Apr. 2004 22:45 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich kenne als...

Brillenhelmfund nur den Gjermundbu-Helm und der hatte sicher keine Bergkristalle drinnen.
Gruss, Jens, IG MiM e.V.

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Eintrag #155 vom 07. Apr. 2004 13:50 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Es gibt zwar mehr Dinge..

…zwischen Himmel und Erde, aber sowas kann ich mir nur sehr schlecht vorstellen.
Ad eins kenne ich keine Erwähnung, daß es im FMA überhaupt schon Erkenntnisse zur optischen Wirkung geschliffener Linsen gab.
Dann sitzt naturgemäß ein Brillenhelmvisier nicht eng wie eine Brille, sondern weils ja schützen soll ein gutes Stück vor dem Gesicht.
Das würde das Sichtfeld durch die gebrochenen Ränder eher einengen als Sehfehler zu beseitigen.
Der Sicherheitsaspekt, den David anspricht darf man auch nicht vergessen.
Du sagtest, jemand hätte dir das letztes Jahr erzählt.
War es (zu deinem Eintrag gerechnet) vielleicht vor einem Jahr und fünf Tagen ?
Klingt nach Aprilscherz.
Gruß, Ivain

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Eintrag #156 vom 07. Apr. 2004 14:28 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gjermundbuhelm mit Brillengläsern

… kenn ich, den trägt der Harald L.!
Er hat sich Kunststoffgläser in seinen Helm einbauen lassen, damit er auch “mit Brille” mitdengeln kann. Auf den ersten Blick fällt’s auch kaum auf ;-).
Gruß
Ameli

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Eintrag #157 vom 07. Apr. 2004 15:15 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gjermundbuhelm mit Brillengläsern

Für einen guten Optiker ist das sicher machbar mit dem Helm als Objekt zum Anpassen und messen. *g*
Gruß, Ingo

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Eintrag #158 vom 08. Apr. 2004 09:24 Uhr Julia Gräf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Julia Gräf eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich kann eventuell sogar die Quelle zu dieser Theorie angeben:
Genau dasselbe hab ich vor ein paar Jahren in unserer Fernsehzeitschrift gelesen in einem Artikel, als Anpreisung für irgendeine Wikinger-Doku. Unter anderem wurde auch erwähnt, dass die Wikinger die Pizza erfunden haben, weil die Pfannen dafür so gut geeignet wären ;-)
Ansonsten, der einzige bekannte wikingerzeitliche Brillenhelm ist der von Gjermundbu (es gibt noch ein zweites Brillenfragment, Fundort hab ich leider vergessen, ist aber auch wirklich nur ein sehr kleines Stück erhalten) und da ist definitiv kein Bergkristall dabei gewesen.
Aus der Vendelzeit gibt es allerdings auch noch Brillenhelme. Na, hat jemand Lust bekommen nach dem Nachweis von Bergkristalllinsen zu suchen? Ich bin bei der Literaturrecherche gern behilflich ;-)
Liebe Grüße
Blidhild

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Eintrag #159 vom 13. Apr. 2004 13:05 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Zuerst einmal eine Ergänzung zum Bezugshinweis für Nietbrillen von Ivain: Die Knochenschnitzerin im Archeon verlangt inzwischen Euro 110,- für eine Brille (ohne Gläser), gibt aber ein Pflegeöl und Bänder mit dabei. Für weitere 12,- kann man noch eine maßgeschneiderte Brillentasche (zu hängen an den Gürtel) erwerben ⇒ für Weitsichtige interessant für Kurzsichtige unsinnig.
Dann: Schon die dauerhafte Anbringung der optisch einfacher zu handhabenden Nietbrillen vor dem Auge ist recht aufwendig besonders bei stärkeren Dioptriezahlen. Jeder Brillenträger weiß, wie verzerrt die Welt aussieht, wenn seine Brille schief sitzt oder in einer anderen Entfernung vor dem Auge, als gewohnt und angepasst.
Da die Entfernung einer Helmbrille zum Auge mehrere Zentimeter betragen kann, erwarte ich bei längerer Anwendung Kopfschmerzen aufgrund einer ßberlastung der Bänder, die die Entfernungsanpassung der Linse steuern.
Auch aus Gründen der Sicherheit sehe ich die Anbringung von Gläsern in Brillenhelmen mit kritischem Auge (Glaseinsätze würde ich sogar verbieten wollen!).
Bleiben doch für die kämpfende Fraktion nur die Optionen: 1. Herumtasten und alles schlagen, was sich bewegt, oder 2. Kontaktlinsen (das man auch auf nicht-kämpfende Darstellungen ausweichen kann, die Beryllen tragen dürfen, gilt oft ja als blasphemisch…).
Gruß
Frank
+Pax. Pater Hermann ab Monastre Werdensis (OSB)

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Eintrag #160 vom 14. Apr. 2004 15:46 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Puhle, Matthias (Hrsg.), Hanse, Städte, Bünde. Die sächsischen Städte zwischen Elbe und Weser um 1500. Ausstellung Kulturhistorisches Museum Magdeburg, 28. Mai bis 25. August 1996; Braunschweigisches Landesmuseum, Ausstellungszentrum Hinter Aegidien, 17. September bis 1. Dezember 1996. Magdeburger Museumsschriften 4 (Magdeburg 1996).
[im Katalog u. a. Nietbrille 14. Jh. (sic!: Nutzung durch Klosterangehörige) -.]
Bei RealOnline www.imareal.oeaw.ac.at/realonline
kann man auch nach “Materielle Objekte” –> “Brille” suchen und findet dort eine Menge bildlicher Darstellungen v.a. an der zweiten Hälfte des 15. Jh.
Viele Grüße Roman

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Eintrag #161 vom 24. Apr. 2004 17:14 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Chiara Frugoni
“Das Mittelalter auf der Nase”
Brillen, Bücher, Bankgeschäfte und andere Erfindungen des Mittelalters
C. H. Beck Verlag, München 2003 ISBN 3406509118,
Gebunden 200 Seiten, 24,90 EUR
www.perlentaucher.de/buch/15511.html
“Es ist erstaunlich, welche Fülle von Bildern aus dem Mittelalter Menschen mit einer Brille darstellen oder Professoren und Studenten an einer Universität. Diese Bilder sind in geradezu verschwenderischer Weise und hervorragender Qualität über das ganze Buch verteilt - insgesamt 100 Abbildungen, 91 davon farbig. Sie sind die Hauptträger der Aussagen und sie wirken, zumal für ein breiteres Publikum, an das sich dieses Buch zuallererst wendet, vermutlich sehr viel überzeugender als wenn die Autorin mehr nichtliterarische Quellen oder gar Forschungsliteratur als Belege geboten hätte. Die Quellen, die Frugoni zitiert, stammen zeitlich überwiegend aus dem Spätmittelalter und regional hauptsächlich aus der Toskana: es sind vor allem Giovanni Boccacios Decamerone, Predigten Bernhardins von Siena und die Renaissance-Novellen Franco Sacchettis.”
Viele Grüße Roman

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Eintrag #162 vom 28. Apr. 2004 23:10 Uhr Rieger Andreas  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rieger Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Nachdem ich heute Nachmittag angefangen habe hier zu lesen und einfach nicht aufgehört habe (warum auch immer) will ich jetzt wenigstens auch was dazu sagen.
Nachdem ich heute auch noch einen TRINKHORN Thread gelesen habe ist mir eine witzige Idee für alle Hartlinsen Kontaktis gekommen.
… Aufbewahrungsbehältnis …
*grins*

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Eintrag #163 vom 19. Aug. 2004 14:40 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leitfaden (optimiert für ca. -5 Dioptrin)

Wer auf einer Mittelalter-Veranstaltung die Brille weglassen möchte, ohne auf Kontaktlinsen umzusteigen, hat vielleicht mit folgenden Tips mehr Freude daran:
1. Normalerweise gibt es bei mehrtägigen Veranstaltungen einen Anreisetag oder eine Anreisezeit, wo z.T. auch noch Leute in moderner Kleidung auf dem Platz sind. In dieser Phase sollte Eure Brille niemanden stören, und Ihr solltet diese Zeit nutzen, um Euch mit dem Gelände vertraut zu machen - die Wege vom Zelt zu den Toiletten, zu Wasserstellen und anderen wichtigen Plätzen abzugehen und vor allem ganz bewußt auf mögliche Hindernisse wie Stufen, Unebenheiten, Zeltabspannungen zu achten - und herauszufinden, wo wer ist, in welchem Lager man wen findet, und die Leute zu begrüßen und das Thema Brille mit anzusprechen. Heutzutage nimmt man ja automatisch an, daß jemand, der keine Brille trägt, normal sehen kann, aber wenn die Leute wissen, daß Ihr kurzsichtig seid und keine Kontaktlinsen tragt, werden sie Euch helfen, Leute zu finden, die Ihr nicht erkennen könnt, und Euch warnen, wenn Ihr direkt auf eine Abspannung zulauft…
2. Starke Brillen verändern auch die Größe, in der man Gegenstände sieht. Bei mir wirkt sich das so aus, daß ich, wenn ich die Brille absetze, den Abstand zum Fußboden nicht mehr richtig einschätzen kann und zunächst entsprechend unsicher gehe. Spätestens nach der ersten Nacht gewöhnt sich das Gehirn aber daran. Also: Wenn Ihr die Brille absetzt, dann tut sie ganz unten in Eure Truhe oder Kiepe. Bei dauerndem Auf- und Absetzen kann dieser Gewöhnungsprozess nicht stattfinden.
Aber Achtung: Diese Gewöhnung bezieht sich ausschließlich auf die Wahrnehmung von Entfernungen und damit auf das sichere Gehen. Die Augen werden davon nicht besser, ich kann nach einem Wochenende ohne Brille auf die Entfernung auch nicht besser sehen!
3. Haltet Ordnung! Gerade Kleinigkeiten, die in Truhe oder Kiepe immer ganz nach unten verschwinden, sind, wenn man sie nur auf 20 cm richtig erkennen kann, meist nur noch zu finden, wenn man die ganze Kiste ausräumt. ßberlegt Euch vorher ein Ordungssystem oder einen besonderen Platz für diese Dinge.
4. Ihr werdet feststellen, daß es Tätigkeiten gibt, die Euch überraschend wenig Probleme machen, und andere Dinge, die Euch überraschend schwerfallen. Einige davon wird man lösen können, andere nicht. Ich hatte z.B. überhaupt keine Probleme damit, Gemüse zu schneiden und im Kugeltopf zu kochen. (Weder habe ich mir in die Hand geschnitten noch bin ich in die Feuergrube gefallen, und geschmeckt hat es auch.) Ich bin auch nachts in keine Abspannung gelaufen. Probleme hatte ich beim Singen meiner Stundengebete, weil ich meine Loseblattsammlung im Holzdeckel nicht gut bis auf Nasenhöhe heben konnte, ohne daß sie auseinanderfällt. Gut, im nächsten Jahr also ein gebundenes Buch oder ein Lesepult… Dinge im Halbdunkel in mehreren Metern Entfernung oder weiter entfernte Leute an ihren Gesichtern und nicht an ihrer Kleidung zu erkennen wird auch mit bester Vorbereitung nicht gehen.
Kurzgefaßt: Wichtig ist, sich ganz bewußt mit dem Gelände und mit den Leuten bekannt zu machen und bereit zu sein, öfter zu fragen (auch scheinbar “blöde” Fragen zu stellen), als man das normalerweise täte. Das geht natürlich besser auf einer überschaubaren Veranstaltung als auf einem riesigen Lager oder Markt, wo viele Gruppen sind, die sich nicht untereinander kennen.
Ich hoffe, daß mit diesen Tips vielleicht für den einen oder anderen eine Veranstaltung ohne Brille zu einer angenehmen Erfahrung wird (wie bei mir in Torgelow) und nicht zu Unsicherheit oder ßngstlichkeit führen.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #164 vom 19. Aug. 2004 15:19 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einfach nur...

Respekt.
Eine sehr intressante Erzählung und meine tiefen Respekt davor, daß du es durchgezogen hast.
Gruß, Ivain

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Eintrag #165 vom 19. Aug. 2004 15:28 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich war dabei, ...

… Karen, und wenn ich es nicht gewusst hätte, ich hätte es Dir nicht angemerkt, dass Du schlecht siehst.
Auch dafür (und nicht nur für Deinen Gesang) meine Anerkennung !
Liebe Grüße
Ulli

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Eintrag #166 vom 19. Aug. 2004 16:25 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
ich kan Karen da nur Recht geben…es geht.
2003 in Daaden beim Reichsaufgebot habe ich das auch so durchgezogen und ich bin ein echter Blindfisch..
Nach dem Event haben mich zwar einige Leute angesprochen, wieso ich sie nicht gegrüsst hätte aber das war eben weil ich sie nicht gesehen habe….;-))
Eine Erfahrung wars allemal und ich weiss nun, wie sich Schwachsichtige damals gefühlt haben müssen. Zumindest ein klein wenig, da ich ja weiss das ich MIT Brille besser sehen kann, was den damaligen Menschen ja in der Regel versagt blieb.
Gruß Wolf
www.bauer-und-bonde.de

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Eintrag #167 vom 19. Aug. 2004 16:26 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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PS: Und ich habe da nicht nur rumgehangen, sondern bei den Kanonen als Ladeschütze voll mitgemischt….;-))
www.bauer-und-bonde.de

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Eintrag #168 vom 19. Aug. 2004 18:37 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Blindfische....

Wolf,
bitte sag, w e n genau hast Du beim Schießen getroffen? *ggg*
Steffi,
ebenfalls blind ohne Kontaktis www.hochmittelalter.net

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Eintrag #169 vom 19. Aug. 2004 18:47 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Ich musste doch “nur” die Kammern Laden…zum Zielen haben sie einen genommen der was sieht…;-))))
Gruß Wolf
Die Blindschleiche….;-))
www.bauer-und-bonde.de

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Eintrag #170 vom 23. Aug. 2004 11:37 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Gebot: “Ohne Brille”
Dieser Thread und die Diskussion ist schon so alt, das die ersten Beiträge fast schon in den Zuständigkeitsbereich der Archäologie fallen.
Ich war eigentlich immer für “ohne Brille”, es sei denn es ist nicht möglich. Das allerdings nur auf Veranstaltungen die “sich lohnen”, wie Karen schreibt.
Bei Auftritten in Museen, wo unsere Aufgabe darin besteht Kleidung und Sachkultur zu vermitteln und man unter dem entsprechendendem Stress steht, würde ich niemanden, die/der für den Tag die Linsen nicht ins Auge bringt sagen, daß er/sie nicht mitmachen kann.
Bei Sachen wie “Eine Woche frühe Eisenzeit ohne Schummeln” ist das etwas anderes.
Ich persönlich bin zu der Meinung gekommen, daß man die “Brillenfrage” doch etwas differenziert “sehen” sollte.
Viele Grüße
Sylvia

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Eintrag #171 vom 23. Aug. 2004 21:54 Uhr Wolfgang Biedermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Biedermann eine Nachricht zu schreiben.

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Als im 14 Jhdt angesiedelter Wissenschafter/Reisender und Brillenträger hab ich ja kein wirkliches Problem mit A oder Nicht-A. Herr Holz kann uns aufs trefflichste bedienen.
Ich werd nur richtig traurig, wenn mir die A-Fanatiker diverser Herren und Länder mitunter klarmachen wollen, ich solle doch auch meine Behinderungen A-mäßig für die Zeit meiner Darstellung gearbeiten.
Was bei Krücken ja vielleicht noch als Forderung angehen mag- es sind die A-Teile ja ohnehin hinlänglich belegt und füglich auch reenactbar scheitert schon bei der simpelsten Schnittverletzung, die ich mir ganz sicher nicht im A-Stil versorge (-n lasse).
Diesbezüglich gebe ich Bayer den Vorzug vor jedem noch so kundigen Kräuterweiblein. Und das aber bitte ist meine autonome Entscheidung, in die ich mir ned vor irgendwelchen Leuten, die das Prob ned haben dreinreden lass.
Und mein neuzeitliches Insulin halt ich verlässlich zur passenden Zeit bereit. Ich möcht da nix riskieren.
Abgesehen davon: schon mal dran gedacht mittelalterliche Rollstühle zu entwerfen?
Alles Liebe
Erec Lingam
www.primanocte.at

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Eintrag #172 vom 23. Aug. 2004 22:17 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Endlosschleife

Hallo Wolfgang
Um dieses Thema direkt abzublocken:
NEIN, wenn Brillen in der Darstellung abgelehnt werden, so heißt das noch lange nicht, daß moderne medizinische Errungenschaften abgelehnt werden.
Himmel, wann werdet ihr endlich kapieren, daß die Forderung nach authentischer Darstellung nicht automatisch bedeutet, 100% seines Lebens mittelalterlich zu leben. Und gleich kommt dann wieder "Ihr habt doch bestimmt auch schon mal ne OP gehabt und nehmt Medikamente, ohne die ihr längst tot wäret.
Das ist immer wieder die gleiche Sch….
Es ist meiner Meinung nach nicht zulässig, die Argumente zum Brillen-(nicht-)Tragen mit denen nach Mit-dem-Ochsenkarren-zur-Veranstaltung-Fahrens zu verbinden oder das Nicht-Verwenden von Baumwolle an das Pflanzenfärben von Wolle zu knüpfen.
Wer hat eigentlich diese Sprüche in die Welt gesetzt? Nein, es ist keine Ausrede für Schlunz, daß man eh nicht 100% erreichen kann.
Aber diese Erkenntnis wird gewisse Kreise nie erreichen - das mußte ich am Wochenende auf einem sogenannten Spectaculum mal wieder lernen.
Gruß
Hilmar
der hofft, damit die Gebetsmühle gestoppt zu haben, bevor sie richtig angelaufen ist.

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Eintrag #173 vom 24. Aug. 2004 09:33 Uhr Lisa & Manfred Wolber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lisa & Manfred Wolber eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Missverständnis?

@Wolfgang: So wirklich klar ist mir nicht geworden: Hast du nun eine Brille für das 14. Jh. oder nicht?
Falls nein: guck’ mal unter www.ca1310.de/persaust/brille.htm , da gibt’s sogar Modelle zum Auswählen.
@Sylvia: völlig d’accord. Meine Holzbrille ist ja inzwischen bekannt, und an dem Problem bei Lisa werden wir weiter herumbrasseln.
Beste Wünsche
Manfred

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Eintrag #174 vom 24. Aug. 2004 14:20 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Experimenteller Blindflug

Hallo,
ich kann mich Karen im großen und ganzen anschließen!
Manchmal wollen die blöden Linsen einfach nicht ins Auge rein. Im Archeon habe ich da schon den experimentellen Blindflug geprobt. Hat funktioniert.
Ein kleiner Hinweis nur nach eigener Erfahrung:
bei unterschiedlich starker Fehlsichtigkeit beider Augen (und am Ende noch unterschiedlich starker Astigmatismus wie bei mir) kann es bei konzentrierter Arbeit, z.B. Nähen, zu Kopfschmerzen kommen! Alles andere geht.
Schade nur, daß ich die verdutzten Blicke der Besucher nicht sehen konnte, wenn ich mir z.B. das Programmheft, zu dem sie eine Frage hatten, bis 5 cm vor die Augen gezogen habe….
Gruß
Ameli

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Eintrag #175 vom 01. Sep. 2004 02:17 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillen im Mittelalter

An sich ist die Lösung für den Reenactor gar nicht schwierig. Brillen sind für Teile des MAs ja belegbar. Allerdings nur für bestimmte Kreise. Also kann etwa ein SpäMi-Händler problemlos mit einer geeigneten Brille herumlaufen.
Wer allerdings einen Söldner oder so etwas darstellen möchte, wird auf eine Brille verzichten müssen. Wenn`s partout nicht ohne Brille geht, okay, dann kann die gewünschte Figur eben nicht dargestellt werden.
Wo ist das Problem?
Persönlich handhabe ich das genau so. Wenn ich im Fantasy-Bereich unterwegs bin, habe ich ne Drahtgestellbrille auf, kein Problem. Wenn ich meinen MA-Chara darstelle, stolpere ich halbblind durch die Gegend, ist eben mein Problem, dass meine Rolle keine Brille gestattet. Im Western-Reenactment mache ich das auch so: als Cowboy um 1885 trage ich keine Brille, da die Fotos belegen, dass Cowboys keine Brillen trugen. So ist das nun mal.
Also - seine Figur, die man darstellen möchte, den eigenen Möglichkeiten entsprechend wählen und man hat keine unlösbaren Probleme (Kontaktlinsen lehne ich übrigens ab, aber das ist meine private Ansicht).
Giraut le Noir

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Eintrag #176 vom 22. Sep. 2004 15:32 Uhr Juergen Nitschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Juergen Nitschke eine Nachricht zu schreiben.

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Eigentlich finde ich dieses ganze Thema zum k… ich kann mir nicht vorstellen das es so intollerante Leute in der Szene gibt, welche solchen Mist posten wie ich ihn hier gelesen habe. Die meisten erwarten ja auch eine gewisse Toleranz ihrem Hobby gegenüber.
Brille, Nichtbrille u.s.w. ist doch völlig egal.
(Hatte vor kurzem ähnliche disk. im Schankraum)
Ein Hobby sollte Spaß machen denke ich.
Die hier teilweise dargestellte Ausgrenzung von nicht ganz “normalen” Mitmenschen erinnert mich irgendwie an die Zeit vor ca. 70 Jahren.
Ich hoffe das diese unsägliche Sache endlich ausgestanden ist und solche ßußerungen eigentlich hier nichts zu suchen haben.
Juergen

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Eintrag #177 vom 22. Sep. 2004 15:37 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke...

Die Diskussion hatte eigentlich ein brauchbares Ende gefunden.
Nämlich eine ganze Reihe von Tips, wie man es doch versuchen kann.
Erst durch Einträge wie deinen, Jürgen, wird so eine Diskussion zum K… wie du so schön sagtest.
Vielen Dank dafür.
Gruß, Ivain

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Eintrag #178 vom 04. Feb. 2006 20:15 Uhr Sven Wolters  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sven Wolters eine Nachricht zu schreiben.

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Hi,
ich habe keine Lust mir das hier komplett durchzulesen, aber ich habe gehört das die erste Brille 1260 belegbar wäre. Weiß jemand mehr?
Gruß Sven

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Eintrag #179 vom 04. Feb. 2006 21:05 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sven,
1260? Wäre ich vorsichtig.
Schau mal hier: www.optiker.at/archiv/[…]/brilleng.htm#Altertum
David
Ps.: Lesen musst du aber auch hier ;o)

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Eintrag #180 vom 06. Feb. 2006 11:01 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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@Sven,
mit Verlaub, aber das: “Hi,ich habe keine Lust mir das hier komplett durchzulesen, aber ich habe gehört das die erste Brille 1260 belegbar wäre. Weiß jemand mehr?” empfinde ich als so ein wenig unverschämt. Die Tatsache, dass hier Leute mit einigem Wissen posten, macht dieses Forum nicht zu einem Selbstbedienungsladen für Lesefaule. In wie vielen mundgerechten Stückchen möchtest Du das Hobby denn vorgekaut bekommen?
Wolfgang Ritter

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Eintrag #181 vom 06. Feb. 2006 14:21 Uhr Sven Wolters  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sven Wolters eine Nachricht zu schreiben.

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Hi,
puh was ist das denn für ein Ton? Mußte nicht sein bei einer solchen Ansammlung von Postings oder? Ich habe natürlich einiges überflogen nur wollte ich keine Auskunft darüber ob eine moderne Brille auf VA in Ordnung geht sondern eine Info.
Ich bedanke mich freundlichst deinem Vorredner für den netten Link, geht auch anders.
Gruß Sven

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Eintrag #182 vom 06. Feb. 2006 17:16 Uhr Kai Hetzel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hetzel eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Sven,
also 1260 geht schon, es gibt eine Mitschrift einer Predigt aus dem Jahre 1280 in der es heist: “…es nicht nicht ganz 20 Jahre her, dass ich einen Mann traf der die Kunst beherrschte Beryllen zu fertigen.”.
Die Brillen zu dieser Zeit waren allerdings noch sehr primitiv “zusammengehauene Gestelle die ”nur" der Zweckmässigkeit dienen.
Bei Bedarf kann ich Dir gerne nähere Infos zu diesem Thema per Mail zukommen lassen.
Grüsse
Stefanus

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Eintrag #183 vom 06. Feb. 2006 17:58 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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ßhm…, in dem von mir angegeben Link findet sich dieses “Zitat” auch. Allerdings auf 1305 datiert.
Minus “noch nicht 20 Jahre”…
Ich habe mal entsprechenden Abschnitt aus untenstehendem Link eingefügt:
“[…]Zu den ältesten Hinweisen auf die Existenz einer Brille gilt die Predigt des Dominikanermönches Giordano da Rivalto aus dem Kloster der hl. Katharina zu Pisa vom 23. Februar 1305. Die Predigten des Mönches werden in Florenz aufbewahrt. In der angesprochenen Predigt findet man folgende Passage: ”Es ist noch nicht 20 Jahre her, daß man die Kunst Brillen zu machen, fand, durch die man besser sieht. Es ist eine der besten und notwendigsten Künste.“ In einer Chronik des Dominikanerordens im Kloster der hl. Katharina zu Pisa findet man zudem einen Verweis auf den 1313 verstorbenen Bruder Alexander della Spina: ”Bruder Alexander della Spina, ein bescheidener und guter Mann, verstand es, alle Erzeugnisse, welche er sah oder von denen er hörte, auch auszuführen. Er verfertigte Brillen, welche zuerst von jemanden gemacht wurden, der darüber aber nichts mitteilen wollte, selbst und verbreitete sie fröhlichen und bereitwilligen Herzens.“[…]”
Nunja, belegt nicht gerade die Verbreitung (!) von Brillen um 1260. Vor allem nicht in Deutschland…
Gruß,
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #184 vom 06. Feb. 2006 18:40 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beryll = Brille ?

Ich bin etwas skeptisch, das Vorkommen des Worts Beryll(e(n)) als Beleg für Brillen zu nehmen.
Der Beryll an sich ist ein Edelstein, der in vielen verschiedenen Farben in der Natur vorkommt.
Unter anderem in dem Artikel, den David verlinkt hat, wird der daraus geschliffene Lesestein beschrieben.
In diesem Artikel wird auch der Lesestein nach seinem Material dem Beryll benannt.
Die Brille selbst ist eine Weiterentwicklung, und anscheinend hat sich mit der Weiterentwicklung des Objekts auch der Name entwickelt.
Vom Lesestein Beryll zur eingefaßten tragbaren Brille.
Gruß, Ivain

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Eintrag #185 vom 06. Feb. 2006 20:03 Uhr Sven Wolters  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sven Wolters eine Nachricht zu schreiben.

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Hi,
der gute Kai hat mir mal seine Seite empfohlen und dessen Chronik, www.brillentick.de/html/geschichte.html
ich als Laie fand das sehr interessant.
Gruß Sven
Gruß Sven

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Eintrag #186 vom 06. Feb. 2006 20:29 Uhr Kai Hetzel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hetzel eine Nachricht zu schreiben.

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Nein, in Deutschland wird die Verbreitung nicht gerade sehr hoch gewesen sein, gerade da die Möglichkeit weisses und durchsichtiges Glas nur den venezianischen Glasbläsern bekannt war und es laut Gesetz verboten war dieses auszuführen.
Gut bei dem Datum der Predigt war ich falsch informiert, das gebe ich zu. Und werde es korrigieren. *Ascheaufmeinhaupt*
Allerdings denke ich nicht, dass die Brille “erfunden” wurde undf tags darauf die erste Brillenmacherzunft gegründet wurde, oder ?
In Deutschland werden Brillen wohl erst später “vertrieben”, die weissen Gläser mussten ja noch bis ca. 1400 +- aus Venedig geschmuggelt werden. Sodass Fertigung und Vertrieb in grossen Dimensionen nicht möglich war.
Ausserdem wer brauchte schon eine Brille ? Wer wurde im Mittelalter schon “Alterssichtig”. Presbyopie beginnt mit 40 und endet mit 70 Jahren. Respektables Alter im Mittelalter.
Ferner, wer konnte lesen und schreiben, und hatte genug Geld einen Brillenmacher zu beauftragen, die Brillenmacher zogen in Deutschland von Kloster zu Kloster und von Hof zu Hof. Eine Refraktionm (Augenprüfung) funktionierte damals wie heute nach dem Try and Error Prinzip, jeder Brillenträger kennt das “So-oder-so-besser-Prinzip” moderner Augenheilkunde. Nur das in den Jahren 1300-1450 zwischen den einzelnen Versuchen teilweise Tage lagen in denen der Brillenmacher ein neues Glas aus einem Glasblock schleifen musste. Und der Brillenmacher war in dieser Zeit Gast im Hause desjenigen oder am Hofe dessen welcher einer Sehhilfe benötigt.
Also alles in allem eine teure Angelegenheit.
Viele Grüsse Stefanus

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Eintrag #187 vom 06. Feb. 2006 23:09 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Nur und ausschließlich, weil die Geschichtsseite interessant ist bleibt der Eintrag 178 hier drin.
Ansonsten bitte ich, von Werbung für den eigenen Shop bzw. für Vertriebswege eigener Waren hier abzusehen.
Jede weitere Werbung dieser Art wird gelöscht.
Gruß
Hilmar

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Eintrag #188 vom 07. Feb. 2006 05:24 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wer brauchte schon eine Brille ?

Zitat:
Ausserdem wer brauchte schon eine Brille ? Wer wurde im Mittelalter schon “Alterssichtig”. Presbyopie beginnt mit 40 und endet mit 70 Jahren.
Zitatende
Auch im Mittelalter hat es sicher schon kurz- und weitsichtige Kinder und Erwachsene gegegeben. ;-)
Ich wäre im Mittelalter - ohne Brille - praktisch blind gewesen (im Teenageralter schon minus 12 Dioptrien, mittlerweile bin ich bei minus 20 angekommen).
Gruss, Beate

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Eintrag #189 vom 07. Feb. 2006 08:11 Uhr Kai Hetzel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hetzel eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Beate,
kurzsichtigen Menschen hätte man sowieso nicht helfen können, da man konkave Linsen noch nicht kannte. Diese “Minuslinsen” kamen erst viel später, im 17. Jhd. auf.
Du hast wohl recht, dass es auch im Mittelalter schon kurz.- und weitsichtige gegeben hat, nur hat man diesen (kurzsichtigen) nicht helfen können.
Die optische Sammlung Carl Zeiss in Jena besitzt ein Dokument auf dem der Preis für eine Brille im Jahre 1460 bei 50 Goldtalern liegt. Ist kaum vorstellbar aber belegt und vorher waren sie sicherlich nicht billiger.
Viele Grüsse Stefanus

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Eintrag #190 vom 07. Feb. 2006 12:30 Uhr   Nachricht

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Wow! 20Dioptrien! DA hst du ja schon anrecht auf einen Blindenhund. Mein Onkel hat 18 bedingt auf einer Netzhautablösung(rheumatisch bedingt) und sieht nur mehr Lichtquellen! Da helfen doch Brillen auch nicht mehr, oder?
Ich als Linsen/Brillenträger kenne das auch. Und ich finde es, egal für welche Darstellung stimmiger eine quasi-A Brille zu tragen als sie noch unerschwinglich war, als eine moderne. Zumindest wenn keine Möglichkeit auf Linsen besteht.

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Eintrag #191 vom 07. Feb. 2006 12:49 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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Minus 20 Dioptien ist schon Hammer. Ich selbst habe -4,5 auf beiden Augen und da ist es ohne Brille/Linsen schon übel finde ich.
Glücklicherweise habe ich keine Probleme mit Kontaktlinsen. Die nehme ich immer wenn ich auf Veranstaltungen bin oder Schaukampf mache. Brille unter dem Helm ist nicht so prickelnd!
Ich halte es auch für ok eine A-Brille zu tragen, selbst wenn dies noch nicht ganz in die dargestellte Zeit passt. Besser als eine moderne Brille ist es allemal wenn man keine Linsen tragen kann. Und nur wegen der Brillenfrage würde ich persönlich auch nicht die dargestellte Zeit wechseln.
Denke bei solchen körperlichen Einschränkungen kann man wenn es nicht anders geht das “A” auch mal etwas ausklammern.
Daniel

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Eintrag #192 vom 07. Feb. 2006 12:57 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

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Hm….
also, wenn man wirklich keine Kontaktlinsen verträgt, aus welchen Gründen auch immer, finde ich persönlich es besser einfach die moderne Brille zu tragen!
Ich bin der Meinung, dass der Besucher eher erkennt, dass diese moderne Brille aus Sicherheitsgründen getragen werden muss aber nicht zur Darstellung gehört, als wenn man eine historisierte Brille trägt. Da könnte, meiner Meinung nach, bei den Besuchern eher das Missverständnis aufkommen solche Brillen wären damals üblich gewesen.
Liebe Grüße
Manu

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Eintrag #193 vom 07. Feb. 2006 13:05 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hm...

Nur mal ein Denkanstoß:
Eine historische Brille in einer falschen Zeit oder Rolle hält vielleicht das Ambiente hoch, verzerrt aber die historische Darstellung.
Eine moderne Brille zerstört vielleicht einen Teil des Ambientes, verfälscht aber, da erkennbar modern, nicht den historischen Kontext.
Zum Vergleich:
In historischen Themenparks, z.B. Archeon, gibt es getarnte Lichtquellen.
Diese sieht man nicht direkt, aber ihre Tarnung besteht aus sonst sinnlosen Aufbauten, die es so nie gab.
Im Freilichtmuseum hängen sichtbare Halogenlampen an der Decke. Hier wird dem Besucher sofort klar “dieser Raum wird für mich so ausgeleuchtet.”
Beides hat seinen Sinn, beides hat unterschiedliche Zielgruppen.
Redet man rein vom historischen Bild, sind beide Lösungen “falsch”.
Dann noch eine Wertung abzugeben, was davon besser ist, empfinde ich als unnötig.
Gruß, Ivain

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Eintrag #194 vom 07. Feb. 2006 14:20 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
dem möchte ich mich anschließen. Eine historische Brille in der falschen Zeit ist der Sache nicht besonders dienlich. Ausserdem ist mir die Motivation für so etwas schleierhaft.
Wenn jemand absolut nicht auf eine Brille verzichten kann, dann lieber eine Moderne.
So wird die Brille als Teil des Menschen des 21. Jh. hinter der historischen Fassade wargenommen. Oft ganz unbewusst. Eine historische Brille dagegen, fällt immens auf. Wenn sie in die Zeit passt, sehr schön! Wenn nicht, nur Mumpitz.
David

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Eintrag #195 vom 07. Feb. 2006 14:38 Uhr Kai Hetzel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hetzel eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
aber nicht nur in die Zeit auch zur Darstellung sollte es passen, wenn m,an sich schon eine historische Brille aufsetzt.
Ein Bauer mit Brille ist absolut nicht denkbar, dann lieber, wie Davd schreibt das moderne “Guckeisen” aufsetzen.
Das passt nur zu “gehobenen” Schichten: Klerus, Adel, Schreibervolk und reiche Händler.
Viele Grüsse Stefanus

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Eintrag #196 vom 07. Feb. 2006 14:42 Uhr   Nachricht

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Das Argument stimmt natürlich, allerdings kommt es auch immer darauf an, was für eine Brille man hat. Mit einer dezenten Metallfassung stimmt das , aber wenn man so wie ich eine blitzblaue Plastikbrille hat schauts schon arg aus.
Vor allem kommt es aber auch darauf an womit man sich wohlfühlt. Für mich zumindest würde da der “A”-Drang glaub ich aufhören(nebenbei: 6.5 und 4.2 Dioptrien, sehe dadurch schlechter als wenn man beide Augen auf 6.5 hat wegen des hohen Unterschieds). Ich würde mir auch eher eine dezente 21. Jhdt Brille zulegen als eine “a”-Holzbrille, da ich mir die ungeheuer unbequem vorstelle.
Aber ich kann ohnehin Linsen tragen und muss es sogar medizinisch bedingt.

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Eintrag #197 vom 07. Feb. 2006 16:45 Uhr Kai Hetzel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hetzel eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn ich zum Tragekomfort einer Holzbrille jetzt was schreiben würde, dann könnte das als Werbung ausgelegt werden, daher, dazu kein Kommentar von mir.
Ich selbst verzichte auf Märkten, trotz meiner Darstellung auf meine Brille und trage Kontaktlinsen.
Weil nicht einmal der Brillenmacher hätte sich damels eine Brille leisten können. Der war froh wenn er eine verkaufen konnte.
Viele Grüsse Stefanus

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Eintrag #198 vom 04. Jul. 2006 16:45 Uhr Robert Holz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Robert Holz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Ihr die den Durchblick des Mittelalters suchet.
Der Bedarf an Sehhilfen war im Mittelalter relativ gering, da der überwiegende Teil der Bevölkerung weder lesen noch schreiben konnte. Folglich benutzten fast ausschließlich Gelehrte und geistliche Würdenträger im Alter Augengläser. Die Augengläser (Brille) wurden somit zum Symbol für Bildung und Weisheit, Würde und Alter.
Nachdem in unseren Breiten die Verfertigung von Sehhilfen fast 300 Jahr den Klöstern überlassen war, deren Mönche und geistliche Würdenträger sich diesem Hilfsmittel vorwiegend nur im Verborgenen behalfen, da sie die vergrößernde Eigenschaft meist als geheimnisvolles, gar teuflisches ansahen. Mit dieser Betrachtungsweise erklärt sich, warum die Entwicklung und die Ausarbeitung der Glaseinfassungen über Jahrhunderte nahzu unverändert belassen wurde. Erst als die optischen Gesetze erkannt und veröffentlicht wurden, konnte der Brille das “Hexen- und Teufelswerk” abgesprochen werden. Mit der Erfindung der Buchdruckkunst wurde Lesen immer beliebter und das Volk strebte nach Wissen. Die Brille wurde für viele und vor allem für ältere Menschen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Instrument. Brillen wurden nun nicht mehr verborgen hinter Klostermauern gefertigt, sondern wurden zum Massenerzeugnis und motierten zu neuen Formen. Das Brillenmacher-Handwerk entstand und die Brillen nahmen Gestalt an. Sie wurden immer aufwendiger und edler gearbeitet. Das Repräsentationsbedürfnis der begüterten Stände machte aus der Brille und anderen Sehinstrumenten ein Wirkungsfeld des Kunsthandwerks.
Ihr brauchet nicht an meinen Bauchladen zu tretten
um an gutes und schönes Augenglas zu gelangen.
Wenn Ihr nun eine meiner Berylls zum Ausschmuck des letzten Details bedürft geht dies auch über die magischen Tiefen der globalen Welt des Internetes - unter: www.optiker-holz.de/beryll
Kommet gerne auf mich zu. Es macht mir Freud den Durchblick zu geben.
optikus holz

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Eintrag #199 vom 18. Okt. 2006 05:14 Uhr Kai Hetzel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hetzel eine Nachricht zu schreiben.

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..soviel zum Thema Werbung im Forum ^^
Viele Grüsse Stefanus

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Eintrag #200 vom 18. Okt. 2006 16:43 Uhr Birgit Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillen im Mittelalter auch für Kurzsichtige

Hallo,
nachdem ich mich stundenlang durch diesen Thread gekämpft habe, musste ich leider feststellen, dass es in 95% der Beiträge um das Tragen moderner Brillen in MA Darstellung geht und leider kaum um das tatsächliche Thema, nämlich mittelalterliche Brillen.
Gestern bin ich durch Zufall auf eine interessante Tatsache gestoßen: es gab im 15 Jhd. bereits konkav geschliffene Brillengläser.
Die früheste Abbildung einer solchen Brille habe ich in “Die Welt des Mittelalters” vom Belser Verlag gefunden. Es handelt sich um den Kanonikus Georg van der Paele von Jan van Eyk, entstanden um 1436.
Das machte mich neugierig. Beim anschließenden Nachschlagen und Ausgoogeln fand ich eine italienische Quelle von 1462. Ich zitiere:
“…der mailändische Herzog Francesco Sforza sich deshalb an seinen Gesandten in Florenz, Nicodemo Tranchedini, mit folgendem Auftrag wandte: ”Da es viele gibt, die uns um Brillen bitten, die in Florenz produziert werden, denn es heißt ja, dass sie dort perfekter als an irgendeinem anderen Platz in Italien hergestellt werden, wünschen wir und beauftragen wir Dich, uns drei Dutzend dieser genannten Brillen zu schicken. Sie sollen, damit sie nicht zu Bruch gehen, in Kästchen versandt werden. Genau gesagt, ich wünsche ein Dutzend, die geeignet sind für das Sehen in der Ferne, d.h. für die jungen Leute (= Brillen für die Kurzsichtigen); ein Dutzend, die geeignet sind für das Sehen in der Nähe, d.h. für die alten Leute (= Brillen für die Altersweitsichtigen); und ein drittes Dutzend für die -Normalsichtigen- (= Brillen also für die, die eigentlich keine Sehhilfen benötigten)…“ (in: Eyeglasses and concave lenses in fifteenth-century Florence and Milan. New Dokuments*, S. 341-360, in: Vincent Ilardi: Studies in Italian Renaissance. Diplomatic History. London 1986, S. 345).-
Daraus und dem daraus resultierenden Briefwechsel lassen sich interessante Aspekte ziehen:
- Kurz- und Weitsichtigkeit und deren Zusammenhang mit dem Alter war bereits bekannt und Sehhilfen waren offensichtlich ein gefragtes Gut.
- Es existierten Brillen ohne Nutzen, dabei kann es sich um Sonnenbrillen (bitte nicht lachen, es gibt eine Abb. von 1475 mit einer Nietbrille mit smaragdgrünen Gläsern) handeln, oder z. B. um eine Art Modeerscheinung, um intelligenter zu wirken., so die Hypothese auf 2 Websites auf die ich gestoßen bin. Das würde der Aussage, Brillen zu tragen wurde als Schande angesehen, widersprechen.
- Da die 36 ausdrücklich perfekten(!) Brillen nach nur 11 Tagen nach Datierung der Anfrage versandfertig waren, muss das Brillenmachen ein verbreitetes Handwerk gewesen sein und/oder es wurden Brillen auf Vorrat gefertigt.
- Die Brillen kosteten zusammen nur 3 Dukaten, eine so lächerlich geringe Summe, dass der Gesandte den Sekretär des Herzogs anwies, diese vor ihm nicht zu erwähnen.
Auch die 1450 entstandene Abb. des Taschenspielers von H. Bosch mit dem bebrillten Beutelschneider deutet darauf hin, dass diese durchaus erschwinglich waren.
Für alle Renaissanceler sei noch angefügt, dass die früheste Abb. einer Bügelbrille von 1564 stammt, auf der Anbetung der Könige von P. Bruegel d. ß.. Diese wird übrigens nicht von einem der Weisen, sondern von einer tumb aussehenden Gestalt im Hintergrund getragen.
Ein Trend zum längeren Aufsetzen der Brille lässt sich aber bereits im 15. Jhd. feststellen. Die Gestelle werden bequemer und die Abb. von Brillen, die ohne zu Hilfe nehmen einer Hand auf der Nase bleiben werden häufiger , z. B. bei Handwerkern. Zudem sollen sowohl Savonarola als auch der hl. Bernhardin ihre Brillen mit Haken an der Kopfbedeckung befestigt haben.
Alles in allem denke ich, dass man mit der Aussage, dass Brillen ausschließlich als Lesehilfe benutzt wurden und sowieso zu teuer waren, zumindest fürs 15. Jhd. vorsichtig sein sollte.
Einige der hier erwähnten Infos habe ich übrigens aus dem bereits schon in einem anderen Beitrag erwähnten Buch ”Das Mittelalter auf der Nase" von C. Frugoni, sehr empfehlenswert.
Ansonsten beziehe ich mich auf folgende Websites:
www.kleio.org/treffpunkt/buch2-8.htm und
www.florilegium.org/files/DISABILITIES/15C-Eyeglsses-art.html
Viele Grüße,
Birgit_S

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Eintrag #201 vom 19. Okt. 2006 09:21 Uhr   Nachricht

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Hat vielleicht irgendjemand Lust, die historischen Einträge mit Quellen, zeiten und Fakten von den anderen zu trennen? Wenn der Thread so weiterwächst, wirds noch unübersichtlicher. (Teilung in : Brillen im MA und Brillen bei VAs heute - oder so)
Oder eine Zusammenfassung:
Einerseits ist die Brille ein orthopädisches Mittel, was die einen brauchen, die anderen können drauf verzichten. Die, die eine Alternative haben (Linsen, keine Brille), werden es so handhaben, die anderen nehmen eine moderne Brille.
Eine historisch belegte Brille wird getragen, wenn sie zur Darstellung paßt.
Ist man in einer Gruppe oder strebt es an, klärt man das Thema vorher (Konsenz?).
Wir regen uns nicht mehr auf, weil das nichts bringt. Und wenn wir auf einer VA jemanden treffen, der auf die Fortführung der Diskussion “Brille-auf-einer-VA-oder-nicht-und-wenn-ja-welche” scharf ist, dann suche man sich einen schönen Ort, was gutes zu trinken und diskutiere… sacht Mutti.
die eine moderne Brille tragende, weil sonst blind seiende Irka

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Eintrag #202 vom 21. Sep. 2007 17:29 Uhr Thomas Breitkreuz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Breitkreuz eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe vor kurzem eine Brille (Federberyl) beim Optiker Holz bestellt und bekommen.
Ich bin absolut zufrieden, und sie past perfekt zu meiner Zeit ( SpäMi ) und der preis von 105 Euro inkl. Versant ist sehr gerecht.
Das problem ist natürlich, das die Touris scheinbar noch nie so eine Brille gesehen haben, aber dafür betreiben wir ja dieses Hobby. Nähmlich den “Normalen” Menschen etwas von ihrer Vergangenheit und Kultur zu erzählen.
Die wichtigen gründe mir so eine Brille anzuschaffen waren einfach:
Eine Normale Brille kann das Ambiente zerstören .
Da ich auf den märkten irgentwie immer schmutzige Hände habe, Habe ich auch schlechte Erfahrungen mit Linsen gehabt. Versteht mich nicht falsch, aber immer wenn ich mir die Hände mit Seife gewaschen habe, waren sie bereits auf dem weg ins lager wieder schmutzig.
Und das ganze fest ohne Brille zu erleben ist auch nicht gesund für die Augen.
Da auch ich zur Schwertschwingenden Klasse gehöre trage ich die Brille im Kampf natürlich Nicht, so schlecht sind meine Augen nicht.
Wärend der Kampf tobt ist die Brille sicher in einer gepanzerten Box in der Tasche aufgehoben.
…und selbst wenn eine Feldschlange sich durch Stahl und Fleisch frisst und meinen Leib zerfetzt,
die Brille wird es überstehen…
SPßMI aus Leidenschaft

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Eintrag #203 vom 24. Sep. 2007 07:55 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht schmutzige Finger?

Ich habe während einer Veranstaltung zwangsläufig auch keine sauberen Finger. Aber ich muss mir dann doch nicht in die Augen fassen?
Wenn ich die Kontaktlinsen am Ende der Veranstaltung herausnehmen, schrubbe ich mir natürlich vorher die Finger. Wo ist da das Problem?
Gruß, Beate

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Eintrag #204 vom 24. Sep. 2007 10:27 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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@Thomas:
Ich hatte ja schon einen Kommentar geschrieben, aber der hätte mir dann wieder nur den Ruf versaut, deshalb frage ich mal ganz einfach und harmlos:
Wenn Dir nach dem Händewaschen mit Seife schon auf dem Weg zurück ins Lager die Hände wieder schmutzig werden, was machst Du denn beim Kochen und Essen im Lager? Oder schält und schnibbelt nur die Madame zwecks Essenszubereitung?
Schließlich gibt es so hilfreiche Behältnisse, wie einen Eimer, einen Bottich, eine Molle etc., die funktionieren auch in einem Lager ohne fließendes Wasser. Wenn Du außerstande bist, für zehn Minuten saubere Hände zu behalten, solltest Du dringend etwas an Deinem Laufstil ändern!
Jetzt ist es zum Schluss doch wieder polemisch geworden, sorry. Ach, eigentlich doch nicht.
Wolfgang Ritter

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Eintrag #205 vom 24. Sep. 2007 10:32 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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@Thomas, es ist ein weit verbreiteter irrglaube, es sei nicht gesund für die Augen,_ohne_Brille umherzumümmeln, das gegenteil ist der Fall, dazu empfehle ich z. B. das Buch “Ohne Brille bis ins hohe Alter” von Harry Benjamin. Dagegen ist es weder für Augen noch für Dich gesund (und evtl. gar diversen Mitkämpfern, ohne entsprechende Sehhilfe zu kämpfen.
Ansonsten ist es ebenso ambientezerstörend, wenn jemand eine mittelalterliche Brille trägt, der in der seinerzeitigen Realität weder Geld oder Nutzen dazu hatte. Ein Kriegsknecht oder Bauer mit ambientiger Brille? Muß man da nicht auch erst fragen, um das geschichtsbild eben nicht zu verfälschen: wer trug wann und warum eine Brille, konnte dieser es sich überhaupt leisten?
Dann doch lieber eine Neuzeitbrille, wo wirklich_jede/r_erkennt, daß es ein notwenidger Kompromiß ist.
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis oder Wernhard oder Groschi

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Eintrag #206 vom 30. Sep. 2007 00:55 Uhr Thomas Breitkreuz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Breitkreuz eine Nachricht zu schreiben.

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Genau solche Antworten habe ich erwartet.
- Ich vertrage nur Ein-tages Linsen.
- Auch ohne Bille kann ich Kämpfen, habe ich irgentwo geschrieben das ich halb Blind bin?
- vieleicht solltet ihr euch mal über die dahmaligen Preise für Brillen informieren, sie haben kein Vermögen gekostet, außerdem bin ich kein Bettler.
- und wie mein Laufweg und Essenszubereitung aussehen geht euch nichts an.
SPßMI aus Leidenschaft

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Eintrag #207 vom 30. Sep. 2007 07:54 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kontaktlinsen/Brille

@Joachim: Ein “Blindflug” wäre nicht nur für mich lebensgefährlich. Ich bin extrem kurzsichtig (-20 Dioptrien). Ohne Brille/Kontaktlinsen kann ich fast gar nichts machen.
@Thomas: warum setzt du die Kontaktlinsen nicht an dem Ort ein, wo du dir die Hände wäschst? Mit “Wegwerf-Linsen” ist doch alles sehr viel einfacher. Ich wünschte, für meine Seh“stärke” gäbe es welche. *seufz*
Mein ständiges Problem im Hobby ist, dass ich die Kontaktlinsen nicht lange tragen darf. Nach Ende der Veranstaltung müssen die sofort raus, da ich meist die empfohlene maximale Tragezeit überschritten habe.
Nach 3 Tagen ist dann auch endgültig Schluss, weil meine Augen nicht mehr mitmachen. Zudem sehe ich mit Kontaktlinsen sehr viel schlechter als mit Brille.
Bei längeren Veranstaltungen (1 Woche im Archeon) muss ich dann schon mal auf die moderne Brille ausweichen. Ich teile mir das aber so ein, dass die Brille in den Zeiten getragen wird, an denen nur wenige Besucher da sind.
Die Alternative “Mittelalterbrille” gibt es für mich nicht, da ich FrüMi (demnächst auch noch Antike) “mache”.
Gruß, Beate

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Eintrag #208 vom 01. Okt. 2007 13:34 Uhr Thomas Breitkreuz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Breitkreuz eine Nachricht zu schreiben.

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Danke Beate,
endlich jemand der mich versteht und ebenfals auf eine Sehhilfe angewiesen ist.
Natürlich setze ich die linsen nicht im Rauch des Feuers ein, aber es gibt leider nicht überall saubere Orte. Auch ich habe das gleiche Problem,
das schon nach 2 tagen meine Augen gereitz sind.
Ebenso sei gesagt das die Brille ja zu meiner Darstellungs Zeit passt: 15. Jahrhundert.
SPßMI aus Leidenschaft

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Eintrag #209 vom 01. Okt. 2007 13:46 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Seufz.

Mal eine provokante Frage:
Den Rest des Threads eigentlich gelesen, bevor der Eintrag geschrieben wurde ?
Fast 200 Einträge, und dann wieder von vorne.
All das ist lang und breit besprochen, noch eine weitere persönlich gefärbte Wiederholung bereits bekannter Standpunkte bringt auch nicht wirklich hilfreich neues…
Achja, und eins noch…
Wer mit Sätzen wie »immer wenn ich mir die Hände mit Seife gewaschen habe, waren sie bereits auf dem weg ins lager wieder schmutzig.« einsteigt, auf Kommentare dazu aber recht patzig mit »wie mein Laufweg und Essenszubereitung aussehen geht euch nichts an.« reagiert, sollte sich erstens fragen, ob es Sinn macht, in ein Diskussionsforum Aussagen zu stellen, über die man nicht bereit ist zu diskutieren, und zweitens, ob ein solches Verhalten wirklich ein glücklicher Einstieg in die Usergemeinde ist.
Gruß, Ivain

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Eintrag #210 vom 01. Okt. 2007 18:27 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

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@Thomas: ich habe nicht geschrieben, dass ich dich verstehe (dass tue ich nämlich nicht), sondern lediglich beschrieben, wie ich meine Probleme mit der Sehstärke im Hobby händle. Und das ist eben soweit wie möglich Kontaktlinsen zu tragen und wenn das nicht möglich ist, auf die eindeutig moderne Brille auszuweichen.
Gruß, Beate

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Eintrag #211 vom 06. Okt. 2007 21:47 Uhr Thomas Breitkreuz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Breitkreuz eine Nachricht zu schreiben.

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Jetzt verstehe ich, keiner von euch hat den Satz mit den schmutzigen Fingern überhaubt vestanden, das war purer Sakasmus.
Ihr seit alle viel zu ernst. Das habe ich schon oft gelesen, wen z.B: irgent jemand schreibt er näht mit der Maschine, so wird er gleich zum Feind des Reenacments erklärt.
Kein Wunder das in der Szene unfrieden herscht.
Beenden wir diese Diskusion und schließen Frieden, denn ich habe keine Lust auf weiteres Geplänkel dieser Art.
SPßMI aus Leidenschaft

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Eintrag #212 vom 07. Okt. 2007 12:16 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Missverständnis

Genau; wenn viele einen falsch verstehen, liegt es natürlich an der Menge der Leute *Kopfschüttel*
Gruss, Jens

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Eintrag #213 vom 11. Okt. 2007 16:34 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

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leiwe lüe, nu ma halflang!
Ich betreibe einen Bogenschießstand und eine Schmiede aus dem ca 9.jahrhundert. (Schmiede) danach gabs kaum Schmieden auf Märkten, die wohnten im Ort und hätten jeden Fremden mächtig maß genommen.
Ich trage meine modernen Brillen, weil ich sonst nicht genug sehe. die Bögen sind “autochtone” Jugend oder Frauenbögen. Mit originalnachbauten kann kaum einer schießen. Und ich mache das, weil “A” ganzviel “Fantasy” ist! Da wird locker die “Slavenkleidung” ( ministeriale heißen die höflicherweise) mit allem möglichen als A kombiniert, die Regionen gemischt und alles als authentisch nach funden deklariert. Brillen sind da das kleinste Problem!
Wilfried

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Eintrag #214 vom 11. Okt. 2007 22:40 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Wilfried:
Ich kann dir nicht ganz folgen…
Ist die Quintessenz deiner These:“Weil es nie 100% historisch korrekt sein kann, ist alles andere auch egal!”
Und das mit den ‘versklavten Ministerialen’ und den ‘autochtone Jugend’ habe ich auch nicht verstanden.
ßber eine kurze Erleuchtung würde ich mich freuen.
Pax, Timm

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Eintrag #215 vom 12. Okt. 2007 11:23 Uhr Andreas Ahammer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Ahammer eine Nachricht zu schreiben.

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Der “versklavte Ministeriale” ist ein lang überholtes sozialistisches Bild dass von Max Weber in seinem Hauptwerk “Wirtschaft und Gesellschaft” begründet wurde.
Heute wird das Phänomen der Ministerialräte eher unter den Aspekte der sozialen Mobilität betrachtet, da (offensichtlich)politisch motivierte(und vor allem motivierenDE) Geschichtsschreibung nicht mehr so “in” ist und der Streit über Objektivität in der Geschichtswissenschaft ja doch was gebracht hat.
Ein Hoch auf die Paradigmenwechsel!!!

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Eintrag #216 vom 18. Mai. 2008 13:17 Uhr Felix Österreich   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Brille im Kampf nichts schlechtes

Hallo,
ich bin neu hier und haben direkt diesen Thread entdeckt, ich selbst bin auch einer dieser Brillenträger und trage meine Brille auch im Kampf unter meinem frühen Topfhelm.
Ich muss berichten, das ich nicht schlechtes daran entdecken kann, durch die brille liegt der Helm nicht direkt auf meiner Nase auf, so dass mir meine Nase weh tun würde nach einem Schlag auf die Maske, was aber eigentlich nie der Fall sein sollte. Und das andere ist vorallem, was ich aus eigener Erfahrung berichten kann, in einem Freikampf ist mir das Schwert aus meiner Parierstange gerutscht, als ich einen Schlag von unten nach oben geblockt habe. Und mein Gegenüber hat gestochen. Der Stich ging genau in den Sehschlitz meines linken Auges. Die Spitze der Klinge (noch blöder, das Schwert meines Gegenübers war ein Panzerstecher, sprich sehr dünn, so dass es auch noch ohne Probleme durch die kleinen Sehschlitze gepasst hat) zudem noch Spitz und nur ein wenig abgerundet traf meine Brille, glitt an dieser Seitlich vorbei, so dass der Stich ca 10 cm im Helm stehen Blieb, er berührte mein Ohr.
Seitdem trage ich einen Kratzer auf der Brille und werde sie auch weiterhin im Kampf tragen, man weiß nie was kommen kann.
mfg Felix

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Eintrag #217 vom 19. Mai. 2008 23:29 Uhr Thomas Sossong  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Sossong eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Recht so

Hallo,
genau das beschriebene hat mich dazu veranlasst, meine eigene Gemeinschaft zu gründen. Ich trage auch eine Brille und deshalb im stillen Kämmerlein Schwerter putzen werde ich sicher nicht. Wenn ich mir Gambesons mit Klettverschluss, Fieberglasscheiden und moderne Gürtelschnallen an Gürteln ansehe, dann hab ich wegen meiner (notwendigen) Brille kein schlechtes Gewissen - hätte ich auch sonst nicht, aber so hat man Argumente.

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Eintrag #218 vom 20. Mai. 2008 08:41 Uhr Christian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christian eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Häh?

Wo bitte hat man Argumente?
Weil andere Schlunz bauen, darf ich auch!?! Das versteh ich nicht!
Was ich versteh, ist, wenn jemand sagt, Dengeln hat nichts mit historischer Darstellung zu tun, darum hats auch moderen Ausrüstung, denn es ist ja ein moderner Sport. Und meine Brille schützt sowohl mich, als auch meine Sportkollegen. DAS sind Argumente. Der Rest ist Schönreden.

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Eintrag #220 vom 23. Aug. 2008 11:55 Uhr Robert Holz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Robert Holz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillenfund Kloster Wienhausen und Rückschlüsse hieraus

Bei einem Fund im Kloster Wienhausen bei Celle wurden 1953 einige Nietbrillen mit Fadenresten gefunden. Die Fundstücke wurden ins 14 Jhd. datiert. Es gibt leider nur sehr wenige wirklich aussagefähige Funde, da zum einen die Materialien über die Jahrhunderte keinen Bestand hatten und die Fundorte (zumeist Verstecke) keine idealen Konservierungen ermöglichten. Das Nutzen von Augengläser (Brillen) war in der westlichen Welt fast 300 Jahre im Monopol der Kirche und in den Klöstern belassen, deren Mönche und geistliche Würdenträger sich diesem Hilfsmittel vorwiegend nur im Verborgenen behalfen, da sie die vergrößernde Eigenschaft meist als geheimnisvolles, gar teuflisches ansahen und es wissenschaftlich nicht erklären konnten. Es waren von der Kirche Auserwählte, die durch Augengläser schauen durften. Mit dieser Betrachtungsweise erklärt sich auch, warum die Entwicklung und die Ausarbeitung der Glaseinfassungen in der westlichen Welt über drei Jahrhunderte nahezu unverändert blieben. Es wäre allerdings unverständlich und unglaublich, wenn der menschliche Erfindungsgeist nicht schon frühzeitig eine Befestigungsmöglichkeit gefunden hätte um freien Handes seiner Arbeit nachgehen zu können. Mutmaßlich werden es wohl eher die handwerklich tätigen gewesen sein, die sich mit einer Fadenbefestigung beholfen haben. Somit dürften die Fadenbefestigungen für Handwerk und Arbeit gestanden haben, womit sich erklären lässt warum frühe Abbildungen von Personen mit Brillen, die den Intellekt betonen sollten, ohne eine Fadenbefestigung zeigen. Ein typisches Beispiel aus der Buchmalerei ist die Abbildung einer um 1380 handgeschriebenen Bibel. In einem Initial findet man dort den Evangelisten Lukas mit einer Nietbrille. Es ist unumstritten, das es zur Zeit des Evangelisten Lukas noch keine Brillen gegeben hat. Der Maler hat bei der Entstehung dieses Bildes die Brille als Attribut für Bildung, Würde und Alter gewählt. Das Augenglas (die Brille) war übrigens auch ein christliches Symbol für den “Durchblick”. Die heute noch übliche Redensweise stammt aus der Zeit, als die Kirche nur diejenigen Würdenträger die in ihrem Sinne arbeiteten und forschten mit dem Durchblick “Brillennutzungsrecht” belohnte. So war durch die ßbergabe der Augengläser bei Beginn der Alterssichtigkeit die produktive Lebensphase des geistig oder handwerklich tätigen Menschen um Jahrzehnte verlängert. Um nicht in Erklärungsnot zu gelangen, bezüglich der bis dato immer noch nicht zu erklärenden Vergrößerungseigenschaft der Brille, wurde sie als Privileg und Auszeichnung übergeben. Man gab den Durchblick, den nicht jeder erlangte und nur der, der in besaß durfte von ihm Gebrauch machen. Es war strengstens verboten, einem anderen den Durchblick durch seine Augengläser zu gewähren den nur ein jener selber, der ihn erhalten hatte durfte ihn nutzen. Ein guter Beweis dafür, das dem auch so geschah, sind die Funde chinesischer Brillen, die alle ohne optische Wirkungen sind. In dieser zeitlichen Epoche hatte die westliche Welt starke Verbindung zum asiatischen Volk und so kam es wohl dazu, dass geistig, wissenschaftlich tätige Asiaten davon Kenntnis erlangten und gesehen haben müssen, das Gebildete mit einem besonderen Grad an Weisheit und Würde “Augengläser” verwendeten, um Ihre Bildung nach außen zu dokumentieren. Man setzte dieses aus der Sichtweise der Chinesen als Auszeichnung “Statussymbol bzw. Bildungssymbol” erkannte Objekt in der Heimat um und fertigte wunderschöne, prunkvolle und edle Kristallumrandungen die man vor Augen trug um zeigen zu können, dass man gebildet und Herr des geschriebenen Wortes ist. Hätten unsere christlichen Würdenträger den Asiaten den Durchblick gegeben, hätten diese mit Sicherheit auch von der vergrößernden Wirkung Notiz genommen und sie nachgearbeitet. Dem ist aber nicht so - Bislang ist keine chinesische Brille aus dieser Epoche mit optischen Gläsern gefunden worden. Wie man an diesem Beispiel erkennt, liegt vieles im Dunkel der Geschichte und ist spekulativ. Unser heutiges Wissen bezieht sich oftmals auf logische Rückschlüsse frakmentärer Funde und ßberlieferungen, die uns die Geschichte offenbart. Erst als die optischen Gesetze erkannt, erklärt und veröffentlicht waren, konnte der Brille das “Hexen- und Teufelswerk” abgesprochen werden. Hiernach wurden die Brillen dann auch außerhalb der Klöster gefertigt und das Handwerk des Brillenmachers entstand.
( www.optiker-holz.de/beryll )

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Eintrag #221 vom 10. Sep. 2008 22:47 Uhr Jonas Radtke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jonas Radtke eine Nachricht zu schreiben.

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Wenns eh nicht historisch sein soll empfehle ich doch eine Fechtmeister-Maske mit Inox-Gitter, für Säbelfechten… da hats erst gar keine Sehschlitze und man muss keine Brille darunter tragen.
Gruß, Jonas

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Eintrag #222 vom 22. Mrz. 2017 05:34 Uhr Robert Holz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Robert Holz eine Nachricht zu schreiben.

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