Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Brillen im Mittelalter

Einträge 201 bis 213 (von insgesamt 213 Einträgen)

1 7 8 9 10 11

Eintrag #13 vom 07. Dez. 1999 09:05 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Moin Dietrich. Hmmm. Brille mit Bändern zur Befestigung… ich habe da so eine Gasmasken/Schutzenbrille Marke WWII. Und ich arbeite an der Darstellung der Zeit um 1500 bis 1550. Ginge das, ist das kompatibel? Schickst Du mir ein Bild einer solchen Brille zum Vergleichen? Meine hat Mineralglas in einem Metallgestell ohne Nasenpolster und zwei leinenen Schlingen zum Verbemseln hinter den Ohren. Danke vorweg, Gruß Ivo

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #12 vom 07. Dez. 1999 08:14 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Moin Angharad. Ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich nicht selbst stark kurzsichtig wäre und wüßte, wovon ich rede. Aber es ist so: Ich bin Brillenträger, meine Frau ist Brillenträgerin, und über die Hälfte aller 1476er sind ebenfalls Brillenträger, teilweise mit Colaflaschenböden im Gestell vor Augen. Trotzdem ist bei unseren Lagern nicht eine einzige Brille zu sehen. Wir wissen also, daß es geht, wenn man nur will.
Dietrich

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #11 vom 06. Dez. 1999 23:36 Uhr Herbert Brehm   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Hallo Richildis! Die Sicherheit geht vor A.. Ich selbst setze in der Regel die Brille ab. Doch es gibt Situationen, wo ich sie dan aufsetze. z. B. bei Diensten auf unserem Markt. Haftlinsen - nun ich habe eine zwitgeteilte Brille, der obere Teil fuer die Ferne, der untere Teil zum Lesen. Herbert

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #10 vom 06. Dez. 1999 22:41 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Hallo an alle! Dietrich: Als T-V Neueinsteigerin habe ich diesen Thread erst ein gutes Jahr nach seiner Entstehung gelesen und mich gewundert, welche Töne du da anschlägst. In deinen neueren Postings schreibst du vernünftiger, auch wenn du mal harte Worte benutzt. Nun zum Thema: Du bist offensichtlich mit exzellenten Augen gesegnet und deswegen nicht auf eine Sehhilfe angewiesen. Kannst du nachvollziehen, wie es ist, wenn man zwei Meter vor seiner Nase nur noch farbige Umrisse erkennt? Ein kurzsichtiger Mensch läuft “dappig” durch die Gegend und grüßt z.B. erst, wenn das Gegenüber schon fast vorbei ist, mal abgesehen davon, daß er auch schon mal stolpern kann… Bei aller “A”: gesundheitliche Dinge sollten vorgehen! Und sich über jemanden lustig zu machen, der eine Seh- oder Hörhilfe braucht, finde ich untere Schublade. BTW, ich trage selbst Kontaktlinsen, weil ich ziemlich kurzsichtig bin. Zum Thema Kontaktlinsen: Inzwischen gibt es “Einmal-Linsen”, 30 Paar für knapp 100,- DM, das reicht für eine durchschnittliche Marktsaison. Diese Linsen sind so hauchdünn, daß selbst empfindliche Menschen sie fast nicht spüren. Pflegemittel entfallen, und auch das Hygieneproblem auf Märkten, weil man die Linsen abends wegwirft und am nächsten Tag neue nimmt. Auf Kontaktlinsen spezialisierte Optiker helfen da weiter, sie geben auch kostenlose Probelinsen raus, damit man mal testen kann. Ein oft gehörtes Argument von Brillenträgern gegen Kontaktlinsen ist, daß sie “sich nicht ins Auge fassen” könnten. Meist haben sie es aber noch nie probiert, und es ist, wie so vieles, eine Gewöhnungssache. Wer eine Hornhautverkrümmung hat, muß solche Einmal-Linsen etwas stärker wählen. Damit ist vielleicht keine 100%ige Korrektur zu erreichen, aber es geht ganz gut (weiß ich aus eigener Erfahrung). Brillenträger, die großen Wert auf ihr “A” Erscheinungsbild legen, sollten es wirklich mal mit Einmal-Linsen probieren. Aber genauso wie Unterwäsche und Schlafplatz gehört dies IMO zur Privatsphäre und kann nur von einem selbst entschieden werden! Und Olm: Du willst nicht wirklich, daß schlecht sehende Menschen OHNE Sehhilfe auf dem Schlachtfeld rumtapern!?! Dann wird tatsächlich ein SCHLACHTfeld draus (und “A” sieht es auch aus) ;-)))
Richildis de Schwerdtlauken

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #9 vom 27. Nov. 1999 16:43 Uhr Graf Guywan v. Drachenstein   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Die ältesten Fundstücke von Brillen des Mittelalters gibt es im Kloster Wienhausen (13.Jh.) bei Celle zu sehen. Sehr inreressant ! Doch war dies wohl erst für den Klerus belegt. Sehr schön Dargestellt in “der Name der Rose”. Man sollte sicherlich versuchen alternativ auszukommen (Kontaktlinsen ider ohne), doch wenn dies jemand nicht kann, bitte, daran soll eine Ideologie und ein Hobby nicht scheitern. Ich sage immer: soviel wie möglich, aber es geht leider nicht alles.
Guywan

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #8 vom 17. Nov. 1998 00:00 Uhr Michael Maucher   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Wo hab ich nur meine Brille! Toleranz hin oder her , es darf sich halt auch keiner wundern , wenn über einen -RITTER-gelacht wird ,dessen Brille unter der Panzerhaube halt voll daneben aussieht ( Wer den1)schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen ). Aber als einfacher Halbertträger einer Companie würd ich mir ( Ja, auch ich sehe sehr schlecht) keine Sorgen machen , da es ja einen (meistens) fürsorglichen Rottmeister gibt, der dich schon in deine Reihe drückt und dir un(miss)verständlich zeigt , in welche Richtung du deine Wehr halten sollst . Gott beschütz mich vor allen Kurzsichtigen die im Gefecht nicht erkennen wessen Abzeichen ich trage , oder stellt Euch vor , Ihr eilt zur falschen Fahne, nur weil Ihr nicht richtig seht ! Kurzsichtige können halt doch nur ins Kloster gehen !? Euer (kurzsichtiger)Michael Maucher
1) Seh

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #7 vom 27. Okt. 1998 08:23 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Nachsatz: Den letzten Eintrag schrieb ich in Unkenntnis der Ereignisse in “Drei Wege”. Fare Well, Dietrich. Aber einer, der so wie Du in Diskussionen eingreift oder sie beginnt, darf sich einfach nicht wundern, daß er dann Prügel bekommt. Wenn Du das nicht verträgst…… Hilmar

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #6 vom 26. Okt. 1998 20:44 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Hallo Dietrich, danke für Deine Informationen zum Thema Brillen. Ansonsten finde ich deinen Beitrag einfach albern. Hilmar

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #5 vom 26. Okt. 1998 19:24 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Dietrich, Deine Inhalte unterschreibe ich wieder! Bedenke nur eines: Als Fechtmeister ,der Lektionen gibt, mit Vorsprung in der Kunst, habe ich die Verantwortung “wohlwollend” die Klinge zu führen. Die Zahl der Hiebe und Finten, die Geschwindigkeit und die dahinterstehende Kraft sind auch eine Botschaft. Die Klinge und ihre Führung haben Macht und können ungewollt den Ungeübten überfordern und verletzen. Das Wort ist mehr als nur Information. Es hat eventuell eine ähnliche Macht für weniger geübte. Und im ungünstigen Falle wehrt sich der ßberforderte gegen Verletzungen und kann den wohlgemeinten Inhalt der Botschaft garnicht mehr verstehen. Dein Waffengefährte, Hartmut

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #4 vom 26. Okt. 1998 17:36 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Olm, Du hast recht!! Nur… wer weiß um Himmels Willen, was Dietrich uns unlauteren Menschen mit seinem Nachsatz sagen wollte? Frank

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #3 vom 26. Okt. 1998 17:01 Uhr Indy   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Danke Dietrich! Ich denke, der Worte sind genug gewechselt, die Positionen sind klar - bitte an ALLE: laßt dieses Thema ruhen, zu einem anderen Ergebnis kommen wir eh nicht mehr! Ein trotz Sehfehler unbebrillt durchs Mittelalter gehender Indy

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #2 vom 26. Okt. 1998 16:59 Uhr Gerhard Quanz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Hallo Dietrich, ich hatte auf der Ronneburg nicht den Eindruck, daß Du ein Masochist seist, aber nach dem ersten Teil deines Postings formt sich in meinem geistigen Auge der Satz: Der Mann will geprügelt werden … Ich rechne jedenfalls mit einigen heftigen Reaktionen hier. Keine Angst, ich lass Knüppel und Kälberstrick beiseite, sondern will versuchen, die Gemüter in geordnete Bahnen zu lenken: In einem rein musealen Kontext würde ich natürlich auch Brillen nicht gerne als benutzbare Utensilien für das hohe MA sehen wollen. Soweit gehen wir konform. Aber auf den typischen Märkten halte ich Brillen noch für das harmloseste, was es als Anachronismus gibt. Und es ist ein Anachronismus, der sich leicht erklären läßt und auch nicht zu falschen Interpretationen führen dürfte - außer jemand trägt eine Brille aus der Renaissance als Darsteller eines normannischen Ritters - da könnte der arglose Touri auf falsche Ideen kommen, bei einer neuzeitlichen Kassenbrille oder dergleichen weiß er aber sofort: Das gehört nicht dazu, das sollte man sich wegdenken. Allzu doof sind die Leute ja auch nicht, wenn nicht zu viel spezielle Kenntnisse gefordert sind. Auf einem Markt, der in einer Stadt oder in einer Burg stattfindet, hat man ohnehin mit Anachronismen zu tun: Wo gibt es noch authentische Wege und Plätze, welche Stadt besteht nur aus Ständerfachwerk- oder Holzbauten, welche Burg wurde nicht im späten MA, der Renaissance oder (o Graus)im Zeitalter der Romantik umgebaut? Wenn man sich auch noch so bemüht, ein authentisches Umfeld wird man nur dort finden, wo eine ganze Stätte nach alten Vorbildern wieder aufgebaut wurde, das aber nenne ich ein museales Umfeld. Und die Märkte sind natürlich auch Begegnungsplätze von Darstellern unterschiedlicher Zeitalter, Olm der Wikinger trifft Dietrich aus dem 15. Jh., dürfte ja wohl auch nicht sein??? Das soll jetzt kein Plädoyer für eine Ausgrenzung sein, aber: wenn soviel schon nicht stimmt und nicht stimmen kann, dann finde ich die Aufregung um Brillen lächerlich. Ein Ritter auf dem Fahrrad ist natürlich Nonsense, ein Fahrrad ist kein Hilfsmittel, das eine Behinderung ausgleicht. Er kann ja auch zu Fuß gehen, schließlich reitet ein Ritter ja nicht ständig. Vergleichbar zur Brille sind dann schon eher Hörgeräte. Es gibt bestimmt Dinge, über die man lästern kann und darf, aber die Brille als ein Ding, das einen konkreten Nutzen für den Träger bringt, sich herauszupicken, halte ich für bedenklich. Was Kämpfen und Helmtragen mit Brille betrifft, so muß man da eine Einschränkung machen: Was einen selber gefährdet, sollte man lassen. Brillenträger sollten nur ohne Brille kämpfen oder es sein lassen, denn zu schnell geht da was ins Auge… Olm

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #1 vom 26. Okt. 1998 16:14 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Ich habe Euch noch einen letzten Eintrag versprochen: Vieledle Herren und Frauen! Ich möchte gern in die MA- Szene als Darsteller einsteigen. Als Rolle habe ich mir einen normannischen Kreuzritter des 12. Jhd. ausgewählt; über den geschichtlichen Hintergrund habe ich mich informiert, die Hardware (Kettenpanzer, Helm, Schwert) ist vorhanden, mein zeitgenössisches Gewand entspricht den letzten Erkenntnissen der Kleidungsforschung. Es gibt da nur ein Problem: Kreuzritter trugen keine Brillen. Und das geht bei mir aus medizinischen Gründen nicht. Ohne Brille komme ich nicht aus (Kurzsichtigkeit und Netzhautverkrümmung) und Kontaktlinsen vertrage ich nicht; meine Augen röten sich und schmerzen. Deshalb trage ich auch während der Darstellung meine Brille. Gurt, das mag nicht ganz authentisch sein, aber ich sehe nicht ein, daß ich mir nur wegen meiner Unfähigkeit, ohne Brille durchs Leben zu gehen, meinen Spaß am Mittelalter verwehren lassen soll. Die Alternative wäre, daß ich halb blind durchs Lager stolpere und Zelte und Stände umreiße. Und wenn jemand ein Problem damit hat, daß ich in mittelalterlicher Gewandung mit Brille zum Turnier antrete, dann ist das doch wohl SEIN Problem, oder? Die Zuschauer gucken zwar manchmal etwas merkwürdig, aber das stört keinen großen Geist. Letztlich zeigen sie ihr Verständnis und ihre Anteilnahme durch lauten Applaus und freundliches Gelächter. Und SO unauthentisch ist das Brillentragen auch nicht; schließlich hat es auch im Hochmittelalter schon Lesehilfen gegeben, oder? Gut, manchmal drückt das Nasal auf das Gestell, und die Brille verrutscht. Und ich werde niemals einen Topfhelm tragen können. Mein einziges Problem ist, daß die sogenannten “Authentiker” Weh und Ach schreien und sagen: Ein Ritter mit Brille darf nicht sein. Diesen erwidere ich: Toleranz! Akzeptiert mich, wie ich bin, oder schert euch zum Teufel; eure Besserwisserei widert mich an. Sir Derek mit den Gläsern Oh, eigentlich gibt es da noch ein Problem: Kreuzritter reiten auf Pferden. Und das geht bei mir aus medizinischen Gründen auch nicht. Auf Pferden kann ich nicht sitzen (Bandscheibenvorfall und Arthrose in beiden Knien), und traben geht erst recht nicht; die Schmerzen in meinen Knien bringen mich um. Deshalb reite ich während der Darstellung auf meinem Fahrrad. Gut, das mag auch nicht ganz authentisch sein, aber ich sehe nicht ein, daß ich mir nur wegen meiner Unfähigkeit, mich auf einem Pferd durchs Leben zu bewegen, meinen Spaß am Mittelalter verwehren lassen soll. Die Alternative wäre, daß ich auf einem für mich unkontrollierbarem Pferd durchs Lager galoppiere und Zelte und Stände umreite. Und wenn jemand ein Problem damit hat, daß ich in mittelalterlicher Gewandung auf meinem Fahrrad zum Turnier antrete, dann ist das doch SEIN Problem, oder? Die Zuschauer gucken zwar manchmal etwas merkwürdig, aber das stört keinen großen Geist.Letztlich zeigen sie ihr Verständnis und ihre Anteilnahme durch lauten Applaus und freundliches Gelächter. Und SO unauthentisch ist es auch nicht; schließlich hat es auch im Hochmittelalter Fahrzeuge mit Rädern gegeben, oder? Gut, manchmal verfängt sich das Kettenhemd im Gepäckträger, und ich falle beim Absteigen um. Und ich werde niemals meine Lanze in den Steigbügel stellen können. Mein einziges Problem ist, daß die sogenannten “Authentiker” Weh und Ach schreien und sagen: Ein Ritter mit Fahrrad darf nicht sein. Diesen rufe ich zu: Toleranz! Akzeptiert mich, wie ich bin, oder schert euch zum Teufel; eure Besserwisserei widert mich an. Sir Derek der Bereifte Auszug aus “Die Entwicklungsgeschichte der Brille”, Publikation des Optischen Museums der Fa. Carl Zeiss in Oberkochem: ca. 1030: Ibn el Haitham, genannt Alhazen, beschreibt in seinem Buch “Schatz der Optik” einen Lesestein, eine mehr als halbkugelige plankonvexe Linse, die durch Aufsetzen auf die Schrift vergrößernd wirkt ca. 1240: Alhazen´s Werk wird ins Lateinische übersetzt; erste Lesesteine werden in Europa gefertigt 1267: Der Franziskaner Roger Bacon beschreibt in seinem Werk “Opus Majus” eine Leselinse, die flacher, also unterhalbkugelig, geschliffen wurde ca. 1270: Diese Linsen werden erstmals in eine Fassung mit Stiel aus Holz oder Horn eingearbeitet; etwa so wie unsere heutigen Lupen (älteste Abbildung: 1270, Konstanzer Münster) ca. 1300: Zwei dieser Lupen wurden durch ein Niet durch die Stiele miteinander verbunden; Gebrauch: wurden vor die Augengehalten, Fokussierung durch vor- und zurückbewegen der Hand. Erste Brillenmacherzunft in Venedig ca. 1390: die zwei Gläser werden mit einem festen Steg miteinander verbunden; Trageweise wie ein Kneifer, aber ohne Federwirkung, d.h. Brille muß immer noch mit einer Hand gehalten werden 1487: Erster Brillenmacher in Deutschland nachgewiesen (Jakob Pfuhlmeier, Nürnberg) 1493: “Weltchronik” von Hartmann Schedel erscheint; mit Brille als Zeichen der Weisheit werden ausschließlich Propheten und Philosophen, niemals Herrscher oder Heerführer, dargestellt ca. 1500: Erste Brillen mit elastischem Steg (“Kneifer”) oder mit Bändern zum Befestigen hinter dem Kopf nachgewiesen ca. 1720: erste Bügelbrillen Weitere Informationen oder eine Kopie der kompletten Unterlagen können bei mir angefordert werden. Dietrich

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne

Arrow_upNeue Einträge oberhalb dieser MarkierungArrow_up

1 7 8 9 10 11