das ist in schnellentkalker drin wirkt auch sehr gut. das wird auch von archäologen genommen um grüne bronzeklumpen wieder blank zu bekommen.
oder du nimmst normalen entkalker, da ist zitronensäure drin. geht nicht ganz so schnell.
etwas weniger heftig, dafür arbeitsintensiver ist chrompolitur.
aber ob du all dieses zeug wirklich im essen haben willst weiss ich nicht.
ich würde das hübsch bleiben lassen.
aber es hilft.
wenn du das tust solltes du unbedingt mit viiiiel wasser nachspülen.
und nun für die besserwisser. klar sind das säuren. aber du löst ja nur die oberste also oxidierte schicht an. entweder so oder die mechanische variante mit stahlwolle, schleifpapier, sand oder abrasiven schleifmitteln in flüssiger form. edelstahlpolitur zum beispiel.
ach ja, wenn es nicht um bronzeteile geht die du für lebensmittel verwenden willst kannst du sie hinterher mit chrompolitur fürs auto behandeln. dann laufen sie nicht so schnell wieder an. da sind pflegestoffe drin.
aber warum üerhaupt? eine gebrauchspatina ist eine wunderbare sache.
probier es aus, dann wirst du sehen das ich recht habe.
übrigens ist gutes kuper und bronzegeschirr innen verzinnt. auch heute noch.
wenn es beim kochen von säurehaltigen gerichten schädliche reaktionen geben würde, wäre es mit sicherheit nicht erlaubt oder es würden warnhinweise draufstehen.
Alex, wenn ich einen Bronzekessel in Essig einlege, dann wird er Grünspan ansetzen. So schon passiert. Und zwar ziemlich fix. Da reicht schon ne Suppe mit etwas Essig mal ein, zwei Stunden rumstehen lassen.
Ist ja toll, dass ich den dann wieder lösen kann, aber da vermeide ich den lieber gleich ganz ;)
Also wenn wir davon ausgehen das es sich um einen Grapen aus Zinnbronze handelt, wird einerseits das Kupfer mit dem Essig zu Kupferacetat (Grünspan) reagieren, Grünspan ist zumindestens gesundheitsschädlich. Das ebenfalls freiwerdende Zinn kann allerdings recht giftige organische Zinnverbindungen bilden.
Ich würde von Essig in Verbindung mit Kupferlegierungen immer die Finger lassen.
Modern könnte auch noch ein Messingbürstenaufsatz für Bohrmaschine oder Flex funktionieren, dann Politur mit Schwabbelscheibe und Polierpaste.
Von Hand wie schon erwähnt Schleiffließ oder Stahlwolle in den verschiedenen Abstufungen, dann Polieren mit Baumwolltuch und Autosol oder Gundelputz.
Historisch kann das Schleifmittel evtl. mit Wasser oder ßl pastös angemischt und mit dem weichen Lederlappen (Fensterleder sind oft aus sämisch gegerbtem Leder)eingearbeitet werden. Z.B. käme da Quarzsand in Frage oder auch Polierpulver aus Natursteinen (gibts bei Dick).
Feines Schleifpapier, Schleifvlies, Schleifwolle oder Schleifblock aus dem Baumarkt nehmen, und Schrubben…
Fürs Mittelalter: Meines Wissens nach Erwähnt werden u.a. feiner Sand, für grobe Verunreinigungen Ringpanzergeflecht. Eingedichte Paste mit Sand, Leder oder Leinentücher. Sämisch gegerbtes Hirschleder mit einer Sandpaste dürfte recht gut funktionieren.
Für sehr sehr feine Arbeiten wäre noch Zinnkraut möglich, für einen Kessel dürfte das aber aussen vor sein.
wie poliert man denn am effektivsten eine Bronzekessel. Moderne Techniken werden gerne auch angenommen, Polieren von Kesseln ist nicht meine Darstellung.