Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Brot backen im Lager?

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Eintrag #1 vom 22. Jul. 2002 11:56 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
hat jemand schon mal versucht, im MA-Lager Brot zu backen? Also nicht wie die Marktanbieter, die ihren rollenden Steinbackofen dabei haben. Sondern mit den vorhandenen Mitteln im Lager, also z.B. Fladenbrot auf Stein, oder in Pfanne, oder im Fett….?
Grüße aus dem Schwabenland

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Eintrag #2 vom 22. Jul. 2002 12:09 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht interessante Frage

Diese Frage haben wir uns auch schon oft gestellt. Der Versuch, eine feuerfeste Eisenform in die Glut zu stellen, und Glut darum anzuhäufen schlug fehl (Brot wurde zwar gebacken, ging aber nicht auf…).
Im nächsten Lager wollen wir mal mit einem Römertopf im Feuer experimentieren…
Bernd Truckses

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Eintrag #3 vom 22. Jul. 2002 12:41 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lieber nicht

Moin!
Ich hab malin der Bedienungsanleitung für Römertöpfe nachgelesen. Da steht explizit, das man diese nicht ins Feuer oder auf den Grill stellen soll.
gruß, uli

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Eintrag #4 vom 22. Jul. 2002 13:55 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Erstmal gehen lassen....

Hallo Bernd,
przipiell sollte das Brot schon fast die Größe haben, die es nach dem Backen erreichen soll. Während des Backens sterben die Hefen schnell ab, dann geht nichts mehr auf.
Also eher den Teig beizeiten machen, und je nach Temperatur und Wetter eine bis mehrere Stunden, oder sogar über Nacht, gehen lassen.
Mit dem Backen müsste man sich nur noch überlegen. Ich hab schon, auf Nicht-MA-Grillfesten, Fladenbrot in Alufolie auf dem Grill gemacht. Klappte gut. Nur fehlt mir noch die Idee, wie man ohne Alufolie….
Ich dachte, z.B. einen flachen, sauberen Stein in die Mitte der Glut legen, gut heiß werden lassen, und dann darauf backen - vielleicht, damit’s nicht zuviel Hitze bekommt, auf die Seite schieben… irgendwie so… :)
Grüße aus dem Schwabenland

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Eintrag #5 vom 22. Jul. 2002 14:23 Uhr Klaus Ragen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Ragen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fladenbrot....

…wie wärs mit einer Pfanne?
Zumindest bei den Wikis gab es Stielpfannen mit denen man ausgezeichnet Fladenbrot backen kann.
Stielpfanne: relativ flache geschmiedete Pfanne mit leicht gebogenem Boden ohne hochgezogenen Rand. Ist am ehesten vergleichbar mit einem sehr flachen Wok (nein, bitte keine Woks umbauen) mit langem Stiel.
Bei www.selten-handwerk.de kann man im Shop unter der Rubrik Küchen und Lager ein solches Exemplar ansehen.
Viele Grüße, Skallagrimsson

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Eintrag #6 vom 22. Jul. 2002 14:59 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hefe, Sauerteig....

Hallo,
erstmal @Klaus: Der Tipp war gut! :)
Wenn wir jetzt schon mal beim Brotbacken sind, vielleicht weiß auch jemand was über Backtriebmittel. Ab wann wurde was verwendet?
Seit wann wird Hefe verwendet, wie alt sind Sauerteige? Ich denke, Sauerteig müsste doch schon recht lange bekannt. Wer weiß genaueres?
Grüße aus dem Schwabenland

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Eintrag #7 vom 22. Jul. 2002 18:14 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sauerteig und Hefe

Sauerteig gibt’s seit den alten Aegyptern. Ich habe mal gelesen, dass es in der Bibel eine Stelle gaebe, an der gesagt wird, dass man das Brot von Aegyptern nicht essen solle, da diese den Teig faulen liessen. Meine Bibelkenntnisse reichen aber bei weitem nicht, um die Stelle zu finden, weiss da jemand mehr? Sollte meines Wissens im alten Testament sein.
Hefe kannten die alten Griechen schon. Sie benutzten den Bodensatz vom Wein fuer ihr Brot.
Soweit ich weiss, wurde im Mittelalter der Bodensatz vom Bier (also Bierhefe) benutzt, aber ueber konkrete Hinweise auf Quellen waere ich auch gluecklich (weiss nicht mehr, wo ich das gelesen habe, vermutlich war’s fuer meinen heutigen Geschmack deutlich zu populaerwissenschaftlich ;-).
Gruss, Claudia

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Eintrag #8 vom 22. Jul. 2002 18:25 Uhr Tom Schönberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tom Schönberger eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fladenbrot auf Ziegel

Also schon mehrfach versucht ( und auch gelungen ) :
Fladenbrot auf Ziegel (geb’ ja zu neue Biberschwanzzeigel , aber soweit ich weiss, wurden bereits im 12.JH. Biderschwanzziegel zur Hausdeckung verwendet); Ziegel auf Rost ( oder seitlich der Glut ) legen und heiss werden lassen und dann das ausgerollte ca . 5 - 10 mm dicke Fladenbrot d’rauf ; von beiden Seiten durchbacken , köstlich !
Denke, dass soetwas auch im Hochmittelalter denkbar ist ( aber keine Belege vorhanden ). Unser Hobbybecker möchte jetzt aber mal Versuche mit einem heissen Stein und einer “Backklocke” starten , quasi als Ersatz für den Backofen mit Oberhitze . Bei Details könnte er sich ja auch mal hier melden . Auf jeden Fall hat er schon mehrere verschiedene Teigmischungen (mit Hefe)durch und alle haben lecker geschmeckt. Naja , is’ halt Hobbybäcker .
Auf jeden Fall bin ich mal gespannt was noch so kommt (interessantes Thema). Und vielleicht weiss ja jemand wie soetwas damals , unterwegs gehandhabt wurde.
Soviel erst mal von mir
( is’ halt aich nicht unbedingt viel , ausser, dass es irgendwie funktioniert )
Thomas der Zimmermann

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Eintrag #9 vom 23. Jul. 2002 11:11 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Claudia

…jetzt wo Du’s sagst! :) Die Israeliten nahmen bei Auszug aus ßgypten ungesäuertes Brot mit.
[Internet durchwühl]
-schnipp-schnapp---------8
Grüße, Angy.

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Eintrag #10 vom 23. Jul. 2002 11:13 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hey... wo ist mein Text geblieben...

Ich wollte doch noch etwas für eure Allgemeinbildung tun:
Es gibt aber noch ein wichtigeres Symbol: das des ungesäuerten Brotes.
“Da sprach Moses zum Volk: Gedenket dieses Tages, da ihr aus ßgypten gezogen, aus dem Land der Sklaven. Denn mit starker Hand hat euch der Herr von dort herausgeführt. … Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen und am siebenten Tag ist ein Fest des Herrn. … Und es soll … bei dir nichts Gesäuertes und kein Sauerteig zu sehen sein in deinem ganzen Gebiete. Und du sollst deinem Sohn an jenem Tag erklären und sagen: Es geschieht um dessen Willen, was der Herr für mich getan hat, als ich aus ßgypten zog.” (Exodus 13,2-10)
Der Ursprung dieses Gebotes scheint sehr klar zu sein: Als die Kinder Israels aus ßgypten verjagt wurden, war ihr Teig noch ungesäuert: “Und sie buken aus dem Teige, den sie aus ßgypten mitgebracht, ungesäuerte Brotkuchen. Denn er war noch ungesäuert, als sie aus ßgypten vertrieben worden waren und nicht länger hatten zögern können. Auch hatten sie keine Wegzehrung bereitet.” (Exodus 12, 39)
Dass sie keine Zeit haben, den Teig säuern zu lassen, ist gut verständlich. Es stellt sich nur die Frage, warum sie mit diesem Teig ihr Brot backen mussten. Nachdem sie ßgypten verlassen hatten, hatten sie bestimmt genug Zeit den Teig aufgehen zu lassen. Die Antwort ist einfach, dass man in der Wüste kein mit Sauerteig getriebenes Brot aufbewahren kann; in wenigen Stunden ist es vollständig ausgetrocknet. Da die Kinder Israel innerhalb von Minuten von einer Lebensart in eine ganz andere katapultiert worden waren, mussten sie sich so schnell wie möglich an die neue Umgebung anpassen. Sie mussten all ihre bisherigen Vorstellungen und Handlungsweisen hinter sich lassen und sich dem Leben in der Wüste anpassen. Und in der Wüste essen die Menschen auch heute noch ungesäuertes Fladenbrot. Sie kneten den Teig und backen ihn sofort auf einer flachen Oberfläche über einem offenen Feuer.
Das Gebot jedes Jahr sieben Tage lang ungesäuertes Brot zu essen ist aber nicht nur als ein Akt der Erinnerung gedacht. In der Antike wurde Brot mit Sauerteig gebacken, wie es auch heute noch zum Teil üblich ist: Man legt einen Teil des Rohteigs beiseite, um am nächsten Tag den neuen Teig damit zu säuern. Der Glaube war, dass auf diesem Weg der Geist oder die Seele des Brotes weiter gegeben wird. Das ist genau, was Moses verhindern wollte. Er wollte nicht, dass der Geist der Sklaverei im Brot fortdauert. Der Geist, der während der Knechtschaft in den Teig eingedrungen war. Dies ist die Bedeutung des Satzes, der bis heute an jedem Pessachabend wiederholt wird: “Dieses ist das Brot der Bedrängnis, das wir in ßgypten gegessen haben.” Die Bedrängnis war die Knechtschaft: “Und sie bedrängten die Kinder Israel mit schwerer Arbeit.” Durch diesen symbolischen Akt wollte Moses einen neuen Anfang ermöglichen. Das ist der wahre Hintergrund dieses Gebots. Moses erkannte, dass die grösste Gefahr für die Menschheit die Routine ist, die ewige Wiederholung desselben Musters, das Verfallen in den Alltagstrott. Und so entschied Moses diesen Fluss jedes Jahr durch eine symbolische Handlung zu unterbrechen. Einmal im Jahr soll der Fluss des “Geistes des Brotes”, des Hauptnahrungsmittels unterbrochen werden. Einmal im Jahr wird die Menschheit angewiesen, einen neuen Fluss, einen neuen Zyklus zu beginnen. Dieses erklärt auch die Worte, welche die Väter bei der Belehrung ihrer Söhne benutzen sollen: “Es geschieht um dessen Willen, was Gott für mich getan hat, als ich aus ßgypten zog.” Nicht, was er für meine Vorfahren getan hat, sondern für mich. Jedes Jahr sollten wir den Akt des Verlassens der Sklaverei für die Freiheit erneuern. Einmal im Jahr sind wir angewiesen die Sklaverei der Vorurteile und Vorstellungen, die Sklaverei der Traditionen und der Worte, die nichts sagen, verlassen. Einmal im Jahr wird uns die Chance gegeben den Alltagstrott, in dem wir uns befinden, zu verlassen und ein neues Leben anzufangen.
Grüße, Angy.

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Eintrag #11 vom 24. Jul. 2002 19:01 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Praktisches

Was Praktisches noch:
In unserem letzten Lager wurde, wenn nicht genug Zeit zum Backen im Ofen war, der Teig zu Fladen ausgeklopft und auf einer Blechplatte, unter der ein kleines Feuer brannte, gebacken.
Hat prima geschmeckt.
Man muss sehr aufpassen, dass der Kram nicht verbrennt, aber trotzdem erst wenden, wenn der Fladen (eine Seite noch ungebacken) etwas aufgegangen ist, d.h. oben Blasen bildet.
Die Platte muss nicht gefettet werden. Nur ab und zu das verkohlte Mehl runterfegen.
Seit wann solche Platten verwendet werden, kann ich aber auch nicht sagen.
Guten Hunger, Claudia

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Eintrag #12 vom 24. Jul. 2002 19:29 Uhr Markus Single  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Single eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Auf dem Grill-Rost

Gott zum Gruße,
wir habens schon ein paarmal versucht und es hat nach dem zweiten Anlauf auch geklappt. Der Teig sollte nur möglichst dünn auf den Rost. Die Angabe mit 5-10mm kann ich so bestätigen. Der Rost liegt bei uns auf dem Feuer/Glut.
Gruß
Markus
Die Reisecen e.V.

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Eintrag #13 vom 24. Jul. 2002 21:01 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kleine Anmerkung

da man sch Pferde hat kotzen sehn…
Bitte nur blanke Bleche nehmen, der Großteil der heut in der Blechproduktion benutzten Teile wird als Rostschutz verzinkt, erkennbar an der gemusterten Oberfläche. Zink ist extrem Giftig und ein Kontakt mit Lebensmitteln nicht zugelassen. Auch die Lagerung von z.B. ungeschältem Obst auf Zinkoberflächen kann zu Vergiftungen führen. Also: Entweder Backbleche nehmen oder wirklich blanke und daher rostende Bleche benutzen.
Mahlzeit!
gruß, uli

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Eintrag #14 vom 24. Jul. 2002 22:17 Uhr Markus Scholz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Wunschgedanke eines Hobbybeckers

Hallo Leut,
Ich bin der den Tom Schönberger als Hobbybecker titulierte, oder Bruder Back( Lagerspitzname)
Ich träume von einem Lehmofen aus Hasel- o´der Weidengeflecht. Um Brote im Lager zu Backen. Fladen lassen sich gut auf Tonflächen ( Biber) oder ähnlichen backen. Achtet aber darauf dass eine gleichmäßige Hitze vorhanden ist. Steine müssen vor dem belegen mit Teig ca 150*C haben.
Sonst klebt der Teigling fest, und man fabriziert KOhle. Teiggare ( Ruhe) vor dem Backen mind. 1h
je nach Teigart. Hefeteige fruer als Sauerteige. Bei Sauerteig, lasset diesen am besten über Nacht aufgehen. Temperatur ca. 15*C oder wärmer.
Darunter ist kein vernünftiger Reifeprozess möglich.
Wer mag und Möglichkeit hat kann mich oder Tom auf einem der nächsten Märkte ansprechen. Probieren??
Wer tips zu meienm wunschtraum, is es zunächst noch bis ich das Transportproblem im Griff hab. hat, möge sich ebenfalls bei mir melden.
mark.scholz@gmx.net
Gruss Bruder Marcus

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Eintrag #15 vom 05. Sep. 2002 13:04 Uhr Kerstin Katter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kerstin Katter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht frühmittelalterliches Fladenbrot

Im frühmittelalterlichen Nordeuropa kannten die Wikinger das Fladenbrot. Es kann eine Teigmischung mit Hefe (also Teigruhe bewahren! :-)) oder ohne Hefe benutzt werden. Der Teig wird auf einem heissen Tonziegel oder Blech über Glut (nicht Flamme) mehr getrocknet als gebacken. Diese sehr krossen Fladen sind mehrere Wochen haltbar und können vielleicht als Vorläufer für das Knäcke herhalten.
Eine gute Ernte wünscht Euch Perchta Adisdottir

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Eintrag #16 vom 22. Jan. 2003 14:51 Uhr Angelika Reng   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Backstube im Hochmittelalter

Hallo ihr Backspezialisten,
hat jemand von euch eine gute Beschreibung einer Backstube im Hochmittelalter für mich? Am liebsten in dem Stil wie sie auf einer Burg zu finden war.
War die Backstube ein Teil des Küchengebäudes, das aus der Hauptburg ausgelagert war?
Welche Gerätschaften standen da drinnen? (Steinbackofen?, Tröge?, wie hießen denn die Küchengeräte?)
Ganz toll wäre auch ein mittelalterliches Backrezept mit entsprechenden ma’lichen Maß- und Gewichtsangaben (Wurde Mehl in “Fuder” gemessen?)
Dank im Voraus und Grüße,

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Eintrag #17 vom 22. Jan. 2003 15:02 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Raummaß

Zum Fuder:
Fuder ist ein Raum- oder Hohlmaß.
Ein Fuder Wein waren ca. 1800 Liter oder 1,8 cbm.
Fuder konnte auch eine Wagenladung sein (Heu, Stroh, Getreide).
Mit einem Fuder Mehl könntest Du lange backen …
Gruß
Ulli

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Eintrag #18 vom 08. Feb. 2003 18:57 Uhr Matthias Böhm  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Böhm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bleche

Hallo.
Mein Tip : Fragt mal beim örtlichen Bäcker nach.
Da bekommt ihr bestimmt ein Blech was man gut benutzen kann.Die sind dann auch für lebensmittel geeignet.
MfG
Bruder Malachias vom Freien Sächsischen Bund

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Eintrag #19 vom 09. Feb. 2003 14:00 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Backteller etc.

Für slawische Siedlungen sind runde Tonplatten nachgewiesen, die der Ausgräber der Siedlung “Groß Raden”, Herr Schuldt als Backteller anspricht. Für Fladen oder Brötchen etc. ist das eine prima Sache.
Römisch hat man kleine Backwaren (es gab städtisch Großbäckerein, wo man Brot geholt hat, im Nachweis für Pompej z.B.) unter einer Tonhaube gebacken. Das geht prima. Das Problem: Wann ist das ganze gar? Wir hatten jedenfalls ein etwas zu braunes und ein etwas zu helles Opferbrot. (Aber es war auch nicht für die Götter gedacht, sondern nur zu essen)
Benutzt haben wir eine Tonschale als dem Friedhofsgärtnereibedarf zum Ausprobieren. Auf einem großen römischen Herd kann man eine Backecke bequem einrichten, ohne alles andere zu stören.
Rezepte und eine genaue Anleitung in Junkelmanns “Panis Mititaria)
Sauerteig kann man einfach herstellen: Weißes Mehl und etwas Wasser in einen Kumpf tun, abdecken und ca.2-3 Tage neben dem Herd warm stellen, das ganze beginnt Blasen zu werfen. Dann zu einem Teig aufkneten und weiter warm stehen lassen. Den Kumpf kann man gut mit einer Schweineblase (wie einen Rummelpott) oder nassem Leder beziehen, denn das ganze solle gut warm stehen und das auch Nachts. Mahlt man das Mehl mit der Steinhandmühle, nur ganz feines helles aussieben. Das Treibmittel gelingt zwar nicht wirklich immer, aber es ist in den letzten Jahren auch nicht so oft schief gegangen. (das Rezept ist von Cristiane Hucke)
Als Treibmittel für Fladen reicht es auch Honig zum Teig zu geben und das ganze über Nacht warm ruhen zu lassen. Das Ergebnis ist aber nicht so schön.
Viel bequemer ist ein kleiner Kuppelofen oder natürlich auch ein großer Bachhausofen. Das ist aber nicht so ganz einfach. Zum Glück kann man das auf einige Erfahrungen in achäologischen Freilicht Museen (z.B. Oerlinghausen) oder Berichte aus der experimentellen Archäolgie zurückgreifen. Wenn Interesse ist, kann ich da gern mal einige Artikel zusammen stellen. (Soweit ich so weiß in der Zeitschrift ”Experimentelle Archäologie“ und im Anhang zur ”Archäologie im Rheinland")
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
PS.
Wenn man bei kühlem Wetter mit frischer Hefe im Lager backen will, (sowas wird in Kühlregalen verkauft..), einfach den Würfel den Tag über unter dem Unterkleid verwahren. Das wirkt was etwas befremlich auf etweilig Partner, aber besser als kein Brot haben :-))))

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Eintrag #20 vom 10. Feb. 2003 10:46 Uhr Monika Weber   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Sauerteig

Ich habe beste Erfahrungen mit selbsangesetztem Sauerteig aus Roggenvollkornmehl:
- 200 g feingemahlenen Roggen mit 200 ml lauwarmem Wasser oder Dickmilch( am besten auch selbstgemacht) und einem Esslöffel Honig verrühren.
- Das ganze für 2-3 Tage mit einem Tuch abgedeckt an einen Warem, zugluftfreien Ort stellen und vor sich hin gären lassen. Dabei 1 mal am Tag umrühren.
Wenn der Sauerteig fertig ist, 2-3 Esslöffel davon wegnehmen und bis zum nächsten Backen in den Kühlschrank stellen. Den Rest mit einem Kilo Roggenmehl und einem Esslöffel Salz sowie Wasser nach Bedarf zu einem glatten, nicht klebrigen Teig verkneten, gehen lassen, bis er doppelt so groß ist und kleine Risse in der Oberfläche aufweißt. Dann Brot formen und Backen. Beim Backen im Lager auf einem heißen Stein oder einer Eisenplatte haben sich eher Fladen denn große Laibe bewährt.
Noch anzumerken: Roggen geht nur mit Sauerteig, Weizen kann man ansäuern oder auch mit Hefe backen. Roggen geht nicht mit hefe, hat irgendwas mit dem Kleber zu tun. Alle anderen Getreide sollte man mit Weizen mischen, weil die alleine nicht gehen, außer Dinkel, der ist sogar noch backtauglicher als Weizen. Auch frisch vermahlener Einkorn, der dem Getreide unserer Vorfahren am nächsten kommt, hat ganz hervorragende Ergebnisse erzielt. Ich bakce seit vielen jahren unser Brot selber und das einzige, was nicht so prall war, war Haferbrot, weil Hafer schnell bitter und unangenehm sauer wird.
Viel Spaß beim Backen
Hjoerdis_von_Odroerir

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Eintrag #21 vom 10. Feb. 2003 13:44 Uhr David Büsel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Büsel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Steckenbrot

Wegen der unterschiedlichen Backmethoden hab ich mich gefragt ob im MA auf Reisen oder so nicht schon das Steckenbrot (wie bei den Pfadfindern: Teig um einen Stock wickeln und dann übers Lagerfeurer bzw. über die Glut halten bis es “gebacken” ist)bekannt war? Oder ist das ne´ neuzeitliche Erfindung?
Freundlichste Grüße David von Embß

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Eintrag #22 vom 23. Sep. 2003 14:12 Uhr Mike Götschl   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Rezept für Fladenbrot mit Füllung drauf ?

Hallo,
auf den verschiedenen Ritterfesten gibt es fast
immer eine leckere Spezialität aus dem Backofen. Es ist ein Brotfladen mit einer Sahne-Schinken-Schwiebel-Füllung ? Manchmal wird es Brotsterne oder Fladen mit Füllung genannt. Kennt jemand das genaue Rezept, besonders wie die Füllung gemacht wird ?
Mike

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Eintrag #23 vom 18. Apr. 2004 20:19 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brot backen im Lager?

Ein Dinkelrezept wäre.
600 gr Dinkelmehl
375 ml Wasser
2 Teelöffel Salz
1/3 Würfel Hefe.
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen.
Salz und Mehl zugegen und lange kneten.
Das Ganze bis zu 24 Stunden kühl gehen lassen und dann, nach nochmaligem guten Durchkneten bei
230 °C im vorgeheizten Backofen 20-25 Minuten backen. Kann auch ein bisschen mehr Wasser sein, schadet nicht.
Wie wir das Im Lager hinbekommen werden wir in einer guten Woche wissen.
Harwalt von Biberach

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Eintrag #24 vom 20. Apr. 2004 11:13 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ofen?

Hallo Harald,
ich habe schon recht oft “so” am Feuer gebacken. Bei verwendung von Hefe draußen hat man das Problem die Schüssel gleichmäßig warm zu halten. Im Sommer ist das kein Problem. Dann flache Fladen formen und unter häufigen wenden auf einem Rost backen.
Besser ist es einen Kuppelofen zu nutzen.
Dazu habe ich Mehl mit der Reibemühle gemahlen (das tue ich nie wieder….) und mit etwas Dinkelmehl ergänzt. Als Treibmittel wurde Honig und Leinöl verwendt (ca. 3 h in der Sonne gehen lasen).
Dann im vorgeheizten Ofen backen.
Lecker!!!
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte e.V. (i.G.)

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Eintrag #25 vom 20. Apr. 2004 12:01 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Backen in der Asche

Ein Rost ist fuer die Fladen gar nicht noetig. In Torgelow hat eine Gruppe Fladen in der heissen Asche gebacken. Ist hervorragend geworden und war lecker!
Gruss, Claudia

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Eintrag #26 vom 20. Apr. 2004 16:12 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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@Claudia.
Braucht man für die heiße Asche einen verhältnismäßig trockenen Teig?
Allerdings ist mit die Ascheidee nicht so ganz geheuer wenn ich daran denke wieviele Deppen die Lagerfeuer für Müllverbrennungsanlagen halten. Vor allem für Filterkippen.
Und das sind eher im Ausnahmefall die Besucher.
Gute Tage
Harwalt von Biberach

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Eintrag #27 vom 21. Apr. 2004 08:05 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Asche

Richtig Claudia, Anno 1265 hat auf diese Weise leckeres Brot gebacken
www.brandenburg1260.de/torgelowpublikum.html
2. Bild von unten
Grüße
Joachim
PS
Off-Topic:
Harald, auf guten Veranstaltungen gibt es keine Kippen, auch nicht im Feuer. Und auch auf anderen Veranstaltungen kann man problemlos dafür sorgen, dass zumindest im eigenen Lager(feuer) keine Kippen auftauchen/entsorgt werden. Tut es einfach.

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Eintrag #28 vom 26. Aug. 2004 10:54 Uhr Tim Dudenhöfer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tim Dudenhöfer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
auf Joachims Bild sind noch die ersten Brotbackversuche mit Lehmfladen zu sehen. Das funktioniert nicht so besonders, da die Hitze nur von unten kommt. Die Fladen müssen ständig gewendet werden, ansonsten verbrennen Sie von unten und innen werden Sie nicht gar.
Einfacher ist es, die Fladen komplett in die “weiße” Asche zu legen. Es macht auch nichts, wenn etwas Erde dabei ist. der Fladen muß nur vollständig bedeckt sein und es darf keine “schwarze” Asche an die Fladen kommen. An dieser Stelle verbrennt der Teig.
Tim, Anno 1265

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Eintrag #29 vom 26. Aug. 2004 23:32 Uhr Sebastian Kreisel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Kreisel eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
eine Idee aus meiner Pfadfinderzeit. Wir haben das brot in einer Backgrube gebacken.
Loch graben,etwas größer als der Topf (wir haben immer einen Eisentopf verwendet) Topf reinstellen und heiße Asche (etwas Glut schadet auch nicht) aussenrum geben. Oben drüber muss eine etwas dickere Ascheschicht. Dann wurde darauf ein Feuer gemacht. Nach 1 bis 1/2 Studen ist das Brot fertig. Der Topf muss allerdings so groß sein dass das fertige Brot nicht an die Aussenwände (insb. oben) reicht. Es braucht ein paar Versuche bis die Backzeiten und Teigmenge auf die Topfgrösse abgestimmt ist. Und ob der Veranstalter es toll findet wenn man ein halben Meter tiefes Loch aushebt ist eine ganz andere Frage.
Schneller geht es wenn man direkt um den Topf herum Glut anhäuft, dann darf das Brot aber auf keinen Fall die Wände berühren sonst verbrennt es.
Inwieweit das A ist kann ich nicht beurteilen und der letzte Versuch ist über 10 Jahre her, aber ich werde demnächst (angeregt duch diesen Threat) mal eines backen und die Ergebnisse dann präsentieren (bzw. den ganzen Vorgang dokumentieren)
Leckeren Gruß
Sebastian

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Eintrag #30 vom 12. Nov. 2006 23:10 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht backen ohne triebmittel wie hefe oder backpulver

Wenn ich einen Teig ohne Hefe oder sonstige triebmittel machen muß(mehl,wasser,ein paar gewürze, wenn ich glück habe noch ein ei),geht das?? was sollte ich beachten?
Kann ich den angerührten teig sofort backen?? Wie dünn sollte er max. sein? Wie lange hält sich so ein fladen??
Gibt es im netz ein rezept ohne triebmittel MIT praktischer anleitung und erklärung??
Kann mir da jemand helfen.
Tom

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Eintrag #31 vom 13. Nov. 2006 13:37 Uhr Stefan Deuble  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Deuble eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Tom!
Meine berühmt-berüchtigten Fladenbrote gehen so:
Grobes Dinkelvollkornmehl, Wasser, Salz (gerne plus Bier, ein Schuß Olivenöl und gehackte Zwiebeln) zu einem eher dünnen Teig kneten. Diesen kann man gleich zu Fladen ausbacken, aber es ist kein Nachteil, ihn ziehen zu lassen. Der Teig hält sich problemlos zwei Tage.
Die Fladen knete ich mit der Hand und klopfe sie auf einen knappen Zentimeter Dicke, bestreu sie mit Mehl, damit sie nicht auf dem Stapel aneinanderkleben. Optimal lassen sie sich auf einer Steinplatte backen, von der man abwechselnd auf der einen odde anderen Hälfte das Feuer abräumt. Lieber sehr heiß backen als nur mäßig heiß. Es geht auch auf einem dicken Blech/Pfanne, dann sollte allerdings ein bißchen ßl drunter. In der Asche auf der Glut backen geht auch.
Die Fladen sind in ein paar Minuten (dazischen einmal wenden) fertig, wenn sie außen goldbraun bis verbrannt sind ;-). Wenn sie innen noch ein bißchen matschig sind, tut das weder der Bekömmlichkeit noch dem Geschmack Abbruch. Am leckersten sind sie frisch und heiß, aber sie sind auch kalt essbar. Wie lange sie sich ahlten, kann ich nicht sagen, weil sie meistens gleich vertilgt werden. Im Zweifelsfall werden sie nach ein paar Tagen vertrocknen oder schimmeln. Ein bis zwei solcher Fladen mit ungefähr der Fläche einer CD machen jeden satt. Aus Haltbarkeitsgründen würd ich die Eier lieber weglassen.
Bon appetit!
Stefan

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Eintrag #32 vom 13. Nov. 2006 15:56 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

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Sylvia hatte in ihren Beiträgen Backteller und Kuppelofen erwähnt.
Bei unserem letzten Urlaub in Tunesien haben wir gesehen, daß das dort typische Fladenbrot (“Berberbrot”) in Tonschalen gebacken werden (kreisrund, ebener Boden, ca. 5cm hoher Rand), welche direkt auf der Glut stehen (bzw. Gasflamme).
Die Dinger sind dort sehr billig, ich habe auf dem Markt in Zarzis zwei Stück für je 2 Eur gekauft (und ich bin mir sicher, daß ich den dort üblichen 500%-igen “dummer-Touri-Aufschlag” gezahlt habe). Leider sind mir die Teile auf dem Rückflug zu Bruch gegangen…
Von unseren Kroatien-Urlauben kenne ich die sog. “Peka”, eine Backglocke ( auch “Cripnja” oder “Crepulj” genannt).
Die ist entweder aus Ton oder (moderner) Gußeisen und besteht normalerweise aus einem Teller und der Glocke. Die Zutaten werden auf den Teller gelegt und mit der Glocke bedeckt, woraufhin man die Glocke mit Glut bedeckt. Das Teil wird sowohl zum Brotbacken als auch zum Braten aller möglichen Tiere verwendet (hatte ein Rezept für “Esel aus der Peka”…)
Leider konnte ich nicht genau herausfinden, seit wann und wo die Peka verwendet wurde, ich hänge Euch mal die Antwort auf meine entsprechende Frage ans Ethnographische Museum Istrien ( www.emi.hr/index.php?jezik=de )dran - darin wird auch erklärt, wie man mit der Peka Brot gebacken hat:
______
Dear Mr. Truckses,
Thank you for visiting our Museum and for taking an interest into our culture, especially to food/cooking section.
We know that the information about artefact in our permanent exhibition are not sufficient, but we are in a process of making new and modern permanent exhibition that will be opened in a few years, so that our visitors will be able to get more information about the topics they are interested in. First step is our web site that, I presume, you visited.
Unfortunately, I couldn’t find any material written in English or German about Cripnja, because there is a few informations written about it in Croatian.
Our most important ethnologist Mr. Milovan Gavazzi was asking the question (in 1978) how old was this kind of cooking in the Balkan Peninsula (because of the archaeological findings of early Iron Age)?
Peka/Cripnja was known in wide area where south Slavs lived. People prepared bred, meat, cakes, and potato using Cripnja. Usually bread was baked like this: bread was placed in very heated surface of an open hearth and then you take Cripnja that also heated and than you cover the bread with Cripnja and put ash and ember over Cripnja.
Josip Milicevic, Istrian ethnologist and for many years the director of Ethnographical Museum of Istria is writing that in Istria after 1970. there are not so many Cripnja in peasant households. After II. World War lot’s of people bought ovens (they were on wood and not on electricity), and they started to use it and didn’t use open hearth anymore. So, they didn’t use Cripnja anymore.
Today lots of restaurants and agroturisms use open hearts for cooking, so they use Cripnja because meat, potatoes and bread are delicious prepared in that way.
Sorry for the shortage of the information, but if you want to know more about archaeological part you can contact our archaeological museums in Pula or in Zagreb for further information.
Best regards (…)
______
ciao - Bernd

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