wir habens schon ein paarmal versucht und es hat nach dem zweiten Anlauf auch geklappt. Der Teig sollte nur möglichst dünn auf den Rost. Die Angabe mit 5-10mm kann ich so bestätigen. Der Rost liegt bei uns auf dem Feuer/Glut.
In unserem letzten Lager wurde, wenn nicht genug Zeit zum Backen im Ofen war, der Teig zu Fladen ausgeklopft und auf einer Blechplatte, unter der ein kleines Feuer brannte, gebacken.
Hat prima geschmeckt.
Man muss sehr aufpassen, dass der Kram nicht verbrennt, aber trotzdem erst wenden, wenn der Fladen (eine Seite noch ungebacken) etwas aufgegangen ist, d.h. oben Blasen bildet.
Die Platte muss nicht gefettet werden. Nur ab und zu das verkohlte Mehl runterfegen.
Seit wann solche Platten verwendet werden, kann ich aber auch nicht sagen.
Ich wollte doch noch etwas für eure Allgemeinbildung tun:
Es gibt aber noch ein wichtigeres Symbol: das des ungesäuerten Brotes.
“Da sprach Moses zum Volk: Gedenket dieses Tages, da ihr aus ßgypten gezogen, aus dem Land der Sklaven. Denn mit starker Hand hat euch der Herr von dort herausgeführt. … Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen und am siebenten Tag ist ein Fest des Herrn. … Und es soll … bei dir nichts Gesäuertes und kein Sauerteig zu sehen sein in deinem ganzen Gebiete. Und du sollst deinem Sohn an jenem Tag erklären und sagen: Es geschieht um dessen Willen, was der Herr für mich getan hat, als ich aus ßgypten zog.” (Exodus 13,2-10)
Der Ursprung dieses Gebotes scheint sehr klar zu sein: Als die Kinder Israels aus ßgypten verjagt wurden, war ihr Teig noch ungesäuert: “Und sie buken aus dem Teige, den sie aus ßgypten mitgebracht, ungesäuerte Brotkuchen. Denn er war noch ungesäuert, als sie aus ßgypten vertrieben worden waren und nicht länger hatten zögern können. Auch hatten sie keine Wegzehrung bereitet.” (Exodus 12, 39)
Dass sie keine Zeit haben, den Teig säuern zu lassen, ist gut verständlich. Es stellt sich nur die Frage, warum sie mit diesem Teig ihr Brot backen mussten. Nachdem sie ßgypten verlassen hatten, hatten sie bestimmt genug Zeit den Teig aufgehen zu lassen. Die Antwort ist einfach, dass man in der Wüste kein mit Sauerteig getriebenes Brot aufbewahren kann; in wenigen Stunden ist es vollständig ausgetrocknet. Da die Kinder Israel innerhalb von Minuten von einer Lebensart in eine ganz andere katapultiert worden waren, mussten sie sich so schnell wie möglich an die neue Umgebung anpassen. Sie mussten all ihre bisherigen Vorstellungen und Handlungsweisen hinter sich lassen und sich dem Leben in der Wüste anpassen. Und in der Wüste essen die Menschen auch heute noch ungesäuertes Fladenbrot. Sie kneten den Teig und backen ihn sofort auf einer flachen Oberfläche über einem offenen Feuer.
Das Gebot jedes Jahr sieben Tage lang ungesäuertes Brot zu essen ist aber nicht nur als ein Akt der Erinnerung gedacht. In der Antike wurde Brot mit Sauerteig gebacken, wie es auch heute noch zum Teil üblich ist: Man legt einen Teil des Rohteigs beiseite, um am nächsten Tag den neuen Teig damit zu säuern. Der Glaube war, dass auf diesem Weg der Geist oder die Seele des Brotes weiter gegeben wird. Das ist genau, was Moses verhindern wollte. Er wollte nicht, dass der Geist der Sklaverei im Brot fortdauert. Der Geist, der während der Knechtschaft in den Teig eingedrungen war. Dies ist die Bedeutung des Satzes, der bis heute an jedem Pessachabend wiederholt wird: “Dieses ist das Brot der Bedrängnis, das wir in ßgypten gegessen haben.” Die Bedrängnis war die Knechtschaft: “Und sie bedrängten die Kinder Israel mit schwerer Arbeit.” Durch diesen symbolischen Akt wollte Moses einen neuen Anfang ermöglichen. Das ist der wahre Hintergrund dieses Gebots. Moses erkannte, dass die grösste Gefahr für die Menschheit die Routine ist, die ewige Wiederholung desselben Musters, das Verfallen in den Alltagstrott. Und so entschied Moses diesen Fluss jedes Jahr durch eine symbolische Handlung zu unterbrechen. Einmal im Jahr soll der Fluss des “Geistes des Brotes”, des Hauptnahrungsmittels unterbrochen werden. Einmal im Jahr wird die Menschheit angewiesen, einen neuen Fluss, einen neuen Zyklus zu beginnen. Dieses erklärt auch die Worte, welche die Väter bei der Belehrung ihrer Söhne benutzen sollen: “Es geschieht um dessen Willen, was Gott für mich getan hat, als ich aus ßgypten zog.” Nicht, was er für meine Vorfahren getan hat, sondern für mich. Jedes Jahr sollten wir den Akt des Verlassens der Sklaverei für die Freiheit erneuern. Einmal im Jahr sind wir angewiesen die Sklaverei der Vorurteile und Vorstellungen, die Sklaverei der Traditionen und der Worte, die nichts sagen, verlassen. Einmal im Jahr wird uns die Chance gegeben den Alltagstrott, in dem wir uns befinden, zu verlassen und ein neues Leben anzufangen.
Also schon mehrfach versucht ( und auch gelungen ) :
Fladenbrot auf Ziegel (geb’ ja zu neue Biberschwanzzeigel , aber soweit ich weiss, wurden bereits im 12.JH. Biderschwanzziegel zur Hausdeckung verwendet); Ziegel auf Rost ( oder seitlich der Glut ) legen und heiss werden lassen und dann das ausgerollte ca . 5 - 10 mm dicke Fladenbrot d’rauf ; von beiden Seiten durchbacken , köstlich !
Denke, dass soetwas auch im Hochmittelalter denkbar ist ( aber keine Belege vorhanden ). Unser Hobbybecker möchte jetzt aber mal Versuche mit einem heissen Stein und einer “Backklocke” starten , quasi als Ersatz für den Backofen mit Oberhitze . Bei Details könnte er sich ja auch mal hier melden . Auf jeden Fall hat er schon mehrere verschiedene Teigmischungen (mit Hefe)durch und alle haben lecker geschmeckt. Naja , is’ halt Hobbybäcker .
Auf jeden Fall bin ich mal gespannt was noch so kommt (interessantes Thema). Und vielleicht weiss ja jemand wie soetwas damals , unterwegs gehandhabt wurde.
Soviel erst mal von mir
( is’ halt aich nicht unbedingt viel , ausser, dass es irgendwie funktioniert )
Sauerteig gibt’s seit den alten Aegyptern. Ich habe mal gelesen, dass es in der Bibel eine Stelle gaebe, an der gesagt wird, dass man das Brot von Aegyptern nicht essen solle, da diese den Teig faulen liessen. Meine Bibelkenntnisse reichen aber bei weitem nicht, um die Stelle zu finden, weiss da jemand mehr? Sollte meines Wissens im alten Testament sein.
Hefe kannten die alten Griechen schon. Sie benutzten den Bodensatz vom Wein fuer ihr Brot.
Soweit ich weiss, wurde im Mittelalter der Bodensatz vom Bier (also Bierhefe) benutzt, aber ueber konkrete Hinweise auf Quellen waere ich auch gluecklich (weiss nicht mehr, wo ich das gelesen habe, vermutlich war’s fuer meinen heutigen Geschmack deutlich zu populaerwissenschaftlich ;-).
Zumindest bei den Wikis gab es Stielpfannen mit denen man ausgezeichnet Fladenbrot backen kann.
Stielpfanne: relativ flache geschmiedete Pfanne mit leicht gebogenem Boden ohne hochgezogenen Rand. Ist am ehesten vergleichbar mit einem sehr flachen Wok (nein, bitte keine Woks umbauen) mit langem Stiel.
Bei www.selten-handwerk.de kann man im Shop unter der Rubrik Küchen und Lager ein solches Exemplar ansehen.
przipiell sollte das Brot schon fast die Größe haben, die es nach dem Backen erreichen soll. Während des Backens sterben die Hefen schnell ab, dann geht nichts mehr auf.
Also eher den Teig beizeiten machen, und je nach Temperatur und Wetter eine bis mehrere Stunden, oder sogar über Nacht, gehen lassen.
Mit dem Backen müsste man sich nur noch überlegen. Ich hab schon, auf Nicht-MA-Grillfesten, Fladenbrot in Alufolie auf dem Grill gemacht. Klappte gut. Nur fehlt mir noch die Idee, wie man ohne Alufolie….
Ich dachte, z.B. einen flachen, sauberen Stein in die Mitte der Glut legen, gut heiß werden lassen, und dann darauf backen - vielleicht, damit’s nicht zuviel Hitze bekommt, auf die Seite schieben… irgendwie so… :)
Diese Frage haben wir uns auch schon oft gestellt. Der Versuch, eine feuerfeste Eisenform in die Glut zu stellen, und Glut darum anzuhäufen schlug fehl (Brot wurde zwar gebacken, ging aber nicht auf…).
Im nächsten Lager wollen wir mal mit einem Römertopf im Feuer experimentieren…
hat jemand schon mal versucht, im MA-Lager Brot zu backen? Also nicht wie die Marktanbieter, die ihren rollenden Steinbackofen dabei haben. Sondern mit den vorhandenen Mitteln im Lager, also z.B. Fladenbrot auf Stein, oder in Pfanne, oder im Fett….?