Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Buntmetall Geschirr

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Eintrag #1 vom 18. Feb. 2003 16:29 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gift im Essen?

Hallo,
ich versuche gerade heraus zu bekommen, ob jemand schon einmal Analysen zur Schadstoffbelastung von Lebensmitteln bei Zubereitung mit Buntmetallgefäßen (Bronzemörser, Bronze-/Kupfergrapen und -kessel,…)gemacht hat.
Welche Folgen kann eine solche Belastung für Leib und Leben haben? Wußte man im Ma davon, oder ging man sogar bewußt das Risiko ein (die Römer verwendeten gerne Blei und bleihaltige Legierungen für Gefäße, da sie den dadurch entstehenden süßlichen Geschmack schätzten, obwohl sie genau wußten, dass Irrsinn und Tod die Folgen sein können)?
Vielen Dank im Voraus.
MfG, gebur

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Eintrag #2 vom 21. Feb. 2003 10:40 Uhr Anke Kaiser   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht giftiges Kupfer?

Bei Kupfer ist der Grünspan das giftigste, solange Du saubere- Grünspanfreie Kupfergefäße benutzt hält sich ie Vergiftung in Grenzen. Kupfer wird erst dann herausgelöst, wenn das darin zubereitete zB. sauer ist. Wie saure Milch, Essig, oder stark salzhaltige Speisen greifen das Kupfer auch an. Bei solch einer schleichenden Vergiftung lagert das Kupfer im Gehirn ab und möglicherweise bekommt man Alzheimer davon. Ist jedoch nicht bewiesen. Außnahme: zu viel Kupfer auf einmal ist auch sehr schädlich. MAK Wert 1 mg pro Qubikmeter.Giftklasse 3. Das heißt Du mußt über 1 mg reines Kupfer aufeinmal zu Dir nehmen um Dich Gesundheitlich zu schädigen.
Bei Grünspan ist das sehr viel weniger.
Albruna

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Eintrag #3 vom 21. Feb. 2003 14:15 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ansprechpartner bei Vergiftungsfragen

Hallo Andreas
Ja, das mit dem Kupfer ist nicht ganz ungefährlich. Auch von verzinnten Kupferkesseln geht eine gewisse Gefahr aus, denn auch Zinn ist ganz ähnlich wie Kupfer bzw. allgemein die Schwermetalle, nicht völlig ungiftig. Es wird aber nicht so leicht von den Lebensmitteln chemisch gelöst.
Analysen habe ich leider auch keine (ich habe mir diese Fragen auch schon gestellt, da ich selbst hin und wieder in einem verzinnten Kupferkessel koche).
Ich denke aber das sich die Schwermetallbelastung, wenn man sich an die Regeln hält (also das Geschirr entweder völlig blank oder sauber verzinnt, keine der “gefährlichen” Lebensmittel darin zubereiten) in Grenzen hält.
Gerade saure Sachen (vor allem Essig) sind dagegen äußerst bedenklich!
Die Schwermetalle reichern sich wie schon erwähnt vor allem in Hirn und Leber an und führen dort zu schweren, mitunter tödlichen Funktionsstörungen, wenn die entsprechende Menge eingenommen wird. Sie werden dort außerdem nur sehr langsam abgebaut, so das Vergiftungen nur sehr schwer unter Zuhilfenahme hochwirksamer Medikamente (DMPS) zu behandeln sind. Ich hatte mal einen Verdacht auf eine solche Vergiftung, deshalb kenne ich mich da ein bischen aus. Hat sich zum Glück nicht bestätigt.
Dieselben Medikamente werden übrigens auch zur Diagnose bei Verdacht auf Schwermetallvergiftungen eingesetzt (auch dieses zweifelhafte Vergnügen hatte ich schon)
Wende Dich doch mal an das “Institut Dr. Jäger” hier in Tübingen. Die Toxikologen dort haben bestimmt schon von der Problematik gehört und geben bestimmt auch am Telefon Auskunft. Telefon 07071 / 7007 - 0.
Außerdem können Die evtl. entsprechende Publikationen nennen.
Euer Arno

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Eintrag #4 vom 05. Mrz. 2003 19:30 Uhr Frank D.   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Verzinnen

Guten Abend,
laut Auskunft meines örtlichen Ordnungsamtes soll Zinn nicht säurelöslich sein oder zumindest gegenüber Cu und dessen Legierungen wesentlich resistenter.
Nur ist Zinn nicht gleich Zinn und mit gesundheitsgefährlichen Legierungen (u.a. Blei) ist zu rechnen.
Es gibt im Installationsbedarf Zinnpaste, die für Trinkwasser- und Warmwasserinstallationen zugelassen ist.
Die genaue Bezeichnung kenne ich nicht und da ich meinen Vorrat z.Z. nicht finde … Am besten in den Fachgeschäften nachfragen.
Sie läßt sich gut auftragen und auch bei Kesseln mittels Feldschmiede etc. gut verarbeiten. Leider muß die ganze Pracht nach einiger Zeit komplett erneuert werden.
Viele Grüße
Frank Dittewig

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Eintrag #5 vom 05. Mrz. 2003 21:32 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Verzinnungspaste

Hallo Ihr
Besser nicht!!!!
Warum?
Weil sie erstens mit Blei verschnitten ist (ich glaube, rund 40 %!) und weil sie zweitens zugelassen ist zur wasserrohrinstallation, weil das Flußmittel wasserlöslich und nur mindergiftig und vor allem die Kontaktstellen zum kühlen Naß extrem klein sind im Verhältnis zur Kupferfläche.
Also:
1. Flußmittel (z.B. Lötöl) im Fachhandel kaufen. Lötöl ist auch bestandteil der Verzinnungspasten.
2. REINES Zinn im Fachhandel (z.B. mal wieder www.fischer-pforzheim.de )kaufen. ist recht teuer, man braucht aber auch nicht viel. Mit 100g kommt man schon sehr weit.
3. Den zu verzinnenden Gegenstand komplett metallisch blank scheuern (Schmirgelpapier, Schleifvlies, je nach Grad des Verfalls ;-)
4. Nicht mehr mit den Fingern berühren! (Fett)
5. Mit Flußmittel einreiben (Pinsel). Nicht zu viel (kein “Triefen”) und nicht zu wenig (wirklich die ganze Fläche benetzen).
6. Am besten per Gasbrenner (Propan) erwärmen. Zinn und einen gut feuchten Baumwollappen bereit legen. Immer eine möglichst große Fläche erwärmen, nicht nur eine Stelle!
7. Wenn das hin und wieder an den Gegenstand gedrückte Zinn zu “fließen” beginnt, ein klein wenig davon abschmelzen lassen und im Gegenstand verteilen (ggf. weiter erwärmen).
8. Mit dem nassen Lappen das Zinn verteilen. ßberschüssiges Zinn wegwischen! Hier ist weniger mehr! Bei größeren sachen muß man natürlich hin und wieder neu erwärmen.
9. den Gegenstand an einer feuerfesten Stelle abstellen und abkühlen lassen.
10. Alle Flußmittelreste SAUBER mit Wasser und reichlich Seife abwaschen. Fertig!
Das ist einfacher, als es sich anhört und kann ggf. wenn sich die Zinnschicht (die übrigens sehr dünn, aber dennoch dick genug ist) abgenützt hat problemlos wiederholt werden. Auch Kratzer o.ä. kann man reparieren. Dabei muß auch nicht die ganze alte Zinnschicht abgeschliffen werden. Im Gegenteil. Nur die entsprechende Stelle wieder blank schleifen und los gehts. Aber auch hier wieder großflächig warm machen und wieder sauber auswischen.
Euer Arno

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Eintrag #6 vom 06. Mrz. 2003 14:11 Uhr Frank D.   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Aufschub

Hallo Arno,
GLAUBEN IST NICHT WISSEN!
`Tschuldigung, ist etwas polemisch, aber wenn bei der Beschreibung der Zusammensetzung der Lötpaste etwas von Blei gestanden hätte, würde ich sie nicht verwandt haben.
Du hast in sofern Recht, daß es auch Lötpasten mit Bleibeimengung gibt. Nur diese sind m.W. nicht mehr für Trinkwasserleitungen zulässig.
Ich würde die Diskussion aber gerne erst dann detailiert fortsetzen, wenn ich wieder nähere Informationen bekommen habe.
Viele Grüße
Frank Dittewig

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Eintrag #7 vom 06. Mrz. 2003 14:15 Uhr Frank D.   Nachricht

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Sorry,
statt Lötpaste sollte Zinnpaste im Text stehen.
Gruß
F.
Frank Dittewig

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Eintrag #8 vom 07. Mrz. 2003 09:16 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hm

Hallo Frank
Ich schau nochmal nach, was genau auf meiner Paste steht. Ich habe mich aber hier zu etwas verallgemeinernden Aüßerungen darüber hinreißen lassen, weil Du erstens nicht Zinnpaste (ist nicht böse gemeint) geschriebenn hast, ich zweitens gar nicht wußte, das es sowas mit Reinzinn gibt und weil drittens, und das ist der wichtigste Punkt, fast ausschließlich bleihaltige Pasten zu haben sind, wenn man nicht extra was anderes Bestellt. Zumindest habe ich noch nix anderes in den Fachgeschäften gesehen, obwohl ich natürlich explizit danach gesucht habe!. Ich bin mir ganz sicher, daß die Trotzdem Zugelassen sind für Wasserleitungen, aus den in meinem letzten Postig besagten Gründen.
Euer Arno

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Eintrag #9 vom 22. Mrz. 2004 16:26 Uhr Stephan Dörr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephan Dörr eine Nachricht zu schreiben.

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@ Anke Kaiser…
kannst Du mir verraten was “saubere- Grünspanfreie Kupfergefäße” sein sollen? Schau da mal rein…www.sachunterricht-experimente.de/pruefen/pruef2.PDF
@ Arno Eckhardt
von wem stammen denn diese “Weisheiten” “Auch von verzinnten Kupferkesseln geht eine gewisse Gefahr aus, denn auch Zinn ist ganz ähnlich wie Kupfer bzw. allgemein die Schwermetalle, nicht völlig ungiftig. Es wird aber nicht so leicht von den Lebensmitteln chemisch gelöst.
” ???
Ich habe ja schon viel Müll gelesen, aber das schlägt dem Fass den Boden aus…. Das Zinn ein Schwermetall ist, braucht man nicht leugnen, aber zu behaupten das von allen Schwermetallen eine gewisse “Giftigkeit” ausgeht… man man man… und das von Dir als Schmied!!!! Eisen ist auch ein Schwermetall..oder??? Ist es giftig??? Antwort: Es kommt auf die Dosis an…
Mit Gold kann man sich auch vergiften….“kann”…
Zinn ist eines der wenigen Metalle die nicht vom Körper aufgenommen werden. Bei Geburt ist im Körper ca. 15 mg Zinn und wenn wir von der Erde gehen sind es auch ca. 15 mg Zinn. Hauptsächlich ist Zinn in der Zunge angesiedelt. Zinn ist für den Geschmacks- und Tastsinn zuständig.
@ Frank Dittewig
“Nur ist Zinn nicht gleich Zinn und mit gesundheitsgefährlichen Legierungen (u.a. Blei) ist zu rechnen.”
Umgangssprachlich richtig… aber…
Zinn ist und bleibt Zinn…
Was in Zinn legiert wird ist die Frage. Zinn ist ein Metall für sich. Als Legierung mit Blei, Cadmium, Zink…etc. kann es giftig werden bei gewissem Anwendungsbereich. Wie gesagt die Dosierung…
Ich frage mich wo Ihr diese Weisheiten her habt? Wenn ich eine Frage habe bezüglich eines Schwertes frage ich den Schmied….
Habe ich eine Frage zwecks den Bremsen an meinem Fahrzeug frage ich die Kfz-Werkstatt… aber sicherlich nicht den Bäcker, Metzger, Frisör oder sonstwen der nicht vom Fach ist. Oder ich erkundige mich bei der Zuständigen Innung oder Handwerkskammer oder Kreishandwerkerschaft oder Industrie und Handelskammer…etc…
Und wenn es um Zinn geht….fragt bitte auch da einen Fachmann und stellt bitte um Himmels willen keine solchen haarsträubenden “Halbwahrheiten” in ein Forum… soetwas kann tierisch nach Hinten losgehen…

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Eintrag #10 vom 22. Mrz. 2004 18:54 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Stefan wo ist das Problem mit sauberen, grünspanfreien Kupfergefäßen?
Ordentlich schrubbeln dann ist da kein Grünspan mehr drin der sich eventuell bei der letzten Benutzung oder danach gebildet hat.
Auch die Patina sollte vor dem Kochen entfernt werden, da sie ein Zwischenprodukt auf dem Weg zum Grünspan ist.
Gute Tage
Harwalt von Biberach

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Eintrag #11 vom 22. Mrz. 2004 20:54 Uhr Stephan Dörr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephan Dörr eine Nachricht zu schreiben.

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Harald so sehe ich das auch mit dem sauberen Geschirr. Ich putze bzw. reinige vor bzw. nach jedem Gebrauch mein Geschirr.
Grünspan bildet sich ja schließlich nicht sofort, sondern braucht die dementsprechende Umgebung bzw. nicht pflege.
Was mich persönlich stört sind die Halbwahrheiten die wie “Flüsterpost” verbreitet werden. Ich vermeide tunlichst mein Unwissen zu verbreiten…. solange ich einen Plan und Ahnung habe bin ich gerne bereit mein Wissen weiter zu geben. Auf Märkten bekomme ich regelmäßig einen “Hals” mir “Unwahrheiten” anhören zu müssen. Nach dem Motto ich habe mal gehört das….
Ich rede mir franzige Lippen dies auszubessern. Aber dafür fahre ich ja auch auf Märkte um Aufklärungsarbeit zu leisten.

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