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Eintrag #1 vom 29. Aug. 2004 03:13 Uhr Markus Brohasga  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Brohasga eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen
Wir wollen versuchen Burgbewohner (auf unserer Burgruine - wolfsteinfreunde.de) zur Herrschaftszeit Gottfried I bzw. Abrecht II von Wolfstein (1283-1349) darzustellen.
Bisher sind wir zu folgenden möglichen Bewohner einer Burg gekommen.
Burgherr und Burgherrin, nebst ihren Mägden
Geschwister
Befreundete Adelige
Prister
Truchseß
- Köche
- Küchenjungen
Schenk
- Kellermeister
- Kellerdiener
Kämmerer
- Haushofmeister
- Hausdiener
Marschalk
- Stallmeister
- Stallknecht
Waffenknechte und Söldner
Turmwächter
Pförtner / Torwächter
Waffenschmied
Hufschmied
Kaufleute und deren Gefolge (incl. Wachschutz)
Fahrendes Volk ( Geschichtenerzähler, Sänger, Musikanten, Tänzer, Marionettenspieler, Gaukler)
Pilger
Bettler
Des weiteren
- Herold, Mundschenk
- Koch
- Jagdknecht
- Pferdeknecht
- Pfarrer
- Handwerker, Sattler/Lederarbeiten, Zimmerer, Töpfer, Mauerer, Metzger
Hat jemand eine Ahnung wie die Leute in einer gewesen sein könnten?
Fehlen wichtige Personen oder sind welche völlig fehl am Platz?
Hat jemand gute Literatur zu dem Thema?
Sers max

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Eintrag #2 vom 29. Aug. 2004 11:59 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo markus,
insegesamt sieht die Besatzung schon recht vollständig aus. So wie ich gelesen habe, war die Burg zwar nicht hochherrschaftlich, doch regional recht wichtig, so daß man eine entsprechende Burgbesatzung haben konnte.
Bei einigen Leuten würde ich mich noch mal erkundigen. Handwerker waren eher selten auf einer Burg, der Platz war ja doch eher beschränkt und die Absatzmärkte fehlen. Gegebenenfalls ein Hufschmied, doch auch der konnte aus dem nächsten Dorf kommen. ßhnlich sieht es mit den Kaufleuten aus. Bettler sind eher eine städtische “Einrichtung”.
Schon richtig ist imho das administrative Element dabei zu haben und die entsprechende Dienerschaft. Je nach Burg können auch Knechte (es wird sicher eine Menge Universalknechte gegeben haben), die sich mit den Abgaben der Bauernschaft etc. beschäftigt haben.
Ich würde auf Besucher (Befreundete Adelige, Durchreeisende, Gaukler) erstmal verzichten, da dieses die Darstellung nur unnötig verbreitern würde und es erstmal wichtig ist die Grundbesatzung dabei zu haben. Man sollte die Truppenstärken auch nicht überbewerten - viele Burgen hatten eine feste Wachmannschaft von unter einem Dutzend Leuten.
Von der Vorgehensweise her würde ich erstmal eher abraten, gleich mit einer Adelsdarstellung zu beginnen, da diese nicht unerhebliche Kosten in der Ausrüstung mit sich bringen kann. So wie es aussieht, seid Ihr ja noch recht neu dabei und Ihr tut Euch keinen Gefallen damit das Pferd von hinten aufzuzäumen und mit der kompliziertesten und teuersten Darstellung zu beginnen.
Wichtig ist, daß Ihr Euch etwas genauer mit dem Zeitrahmen beschäftigt, da die Zeit 1283 - 1349 eine große Menge an modischen und waffentechnischen Umbrüchen mit sich bringt. Während die Anfangszeit noch stark im hochmittelalterlichen Darstellungsbereich liegt, wird es ab 1320 komplizierter. Dementsprechend sieht es auch mit Büchern und Quellen aus. Ich helfe Euch da gerne weiter, doch es wäre schon wichtig zu wissen, wo Ihr Euch ansiedeln wollt - Meiner Meinung nach wäre ein Zeitrahmen von etwa 20 Jahren angebracht.
Weiterhin solltet Ihr Euch direkt zu Anfang überlegen, was Ihr eigentlich wollt. Soll es eine Art historisches Liverollenspiel sein oder legt Ihr Wert auf eine exakte Darstellung (kann auch im Rollenspielaspekt enthalten sein)? Wollt Ihr Aktionen mit Publikum machen oder dient es dem Verein als mehr oder weniger historische Kulisse für interne Feiern/Veranstaltungen/Parties? Auch dieses Konzept ist gerade zum Anfang wichtig, um spätere gruppeninterne Querelen zu vermeiden. Wenn Ihr etwas genaueres zum Konzept wißt, kann man Euch hier sicher weiter helfen, da damit ja auch die Genauigkeit und Art der Darstellung zusammenhängen kann. Ein gutes Beispiel wäre historia vivens aus ßsterreich www.historiavivens1300.at die im Grunde auch mit dem Burgverein Puchberf zusammenarbeiten. Hier seht Ihr, wie eine solche Darstellung in hoher Qualität realisiert wird.
Hoffe, erstmal ein paar Gedankenanstöße gegeben zu haben - von da an können wir gerne ins Detail gehen.
Thorsten Piepenbrink
Goedendag 1340 - 1360

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Eintrag #3 vom 29. Aug. 2004 12:19 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Markus,
Na, da hat Thorsten das meisste ja schon erschlagen ;-)
Hinzufügen würde ich noch, dass ich bei dem zum Gesinde zählenden Leuten wie Stellknecht, Küchenjunge,Kellerdiener, Turmwächter etc. von einer Spezialisierung absehen würde- wie Thorsten schon richtig sagte, war die Besatzung öfters geringer als man animmt, und so ein Turmwächter möchte auch mal gerne abgelösst werden ;)
Normalerweise sind die stehenden Truppen unter Waffen relativ gering an der Zahl, und rekrutieren sich aus dem Gesinde, wobei diese durch Burgmannen (zum Schutzdienst am Jahr anteilig verpflichtete Ministeriale) und einen geringen Teil fester Truppen verstärkt und vor allem ausgebildet werden können.
Wie die Burgbesatzung aufgebaut war, hängt wohl auch von der Ausdehnung der Burg und des Herschaftsgebiets zu dem Zeitpunkt der Darstellung aus (schon daher wäre eine Eingrenzung zu empfehlen), und wie der Zustand und die Größe naher Höfe und Dörfer war, da habt ihr wahrscheinlich durch den Burgverein Zugang zu besserem Material als wir.
Im Falle der Wolfenstein fällt mir z.B. ad hoc auf, dass das Palais aus dem 15ten stammt, und man entsprechend die Wohnfläche bzw. die Gebäude erstmal für den dargestellten Zeitpunkt schätzen muss.
Die Leute wollen ja alle irgendwo schlafen ;)
Solltet ihr mehr in Richtun g des 14ten rutschen, kann ich euch die Newsgroup dazu noch wärmstens ans Herz legen: de.groups.yahoo.com/group/14jahrhundert
Gruss, Jens Börner

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Eintrag #4 vom 29. Aug. 2004 13:58 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
hab mir eure Seite mal angeschaut und ,ähnlich wie Esca, festgestellt, das ihr vieleicht euren Darstellungsrahmen an die Burg anpassen solltet.
Es macht wenig Sinn, eine hochmittelalterliche bis früh-spätmittelalterliche Darstellung in einem 15.Jhd-Ambiente aufzuziehen……;-)
Zu eurer Liste
Burgherr und Burgherrin = Ja OK wenn das Potenzial zur Adelsdarstellung vorhanden ist (Pannesamt macht keinen Adel…)
Geschwister = Kaum, die hatten wohl mit ihren eigenen Besitzen genug zu tun, wenn ich eure Geschichte richtig gelesen habe…;-)
Befreundete Adelige = dito
Prister = was sollen die auf der Burg, wenn nahbei das Hauskloster liegt ?
Truchseß = OK
- Köche = wohl eher einen Koch
Kämmerer = von mir aus…;-)
Marschall = dito
Waffenschmied = zu spezialisiert und auf so einer Burg kaum vorhanden
Hufschmied = Wird wohl eher der Dorfschmied sein und da gehört er auch hin
Kaufleute und deren Gefolge (incl. Wachschutz) = mag sein, wenn die Burg an einer Handelsstrasse liegt aber auch dann bevorzugten Kaufleute wohl lieber Klöster oder Herbergen.Wer begibt sich denn mit seinen Waren in die Höhle des Löwen?…
Fahrendes Volk ( Geschichtenerzähler, Sänger, Musikanten, Tänzer, Marionettenspieler, Gaukler) von Zeit zu Zeit vieleicht mal
Pilger = liegt die Burg an einem Pilgerweg oder haben die sich verlaufen?
Bettler = Nö, wo sollen die herkommen?
Des weiteren
- Handwerker, Sattler/Lederarbeiten, Zimmerer, Töpfer, Mauerer, Metzger = gehören in die naheliegende Stadt
Alle anderen Bediensteten waren wohl eher “Allroundkräfte”, wie schon angeführt.
Natürlich können alle von euch aufgeführten Personen einmal auf der Burg gewesen sein, aus welchen Gründen auch immer, nur GELEBT haben die da kaum.
Ist also die Frage, wie von Thorten angeführt, was ihr wollt. Eine möglichst lange Liste, damit jeder im Verein auch was zu “spielen” hat oder eine gute Darstellung des tatsächlichen Lebens, soweit das in einer (wenn auch schönen) Ruine überhaupt möglich ist.
Gruß Wolf
www.bauer-und-bonde.de

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Eintrag #5 vom 30. Aug. 2004 15:47 Uhr Markus Brohasga  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Brohasga eine Nachricht zu schreiben.

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Hm….. Viele neue Sorgen…..
Und ich dachte es wird langsam was mit uns…..
Weiterhin solltet Ihr Euch direkt zu Anfang überlegen, was Ihr eigentlich wollt. Soll es eine Art historisches Liverollenspiel sein oder legt Ihr Wert auf eine exakte Darstellung (kann auch im Rollenspielaspekt enthalten sein)? Wollt Ihr Aktionen mit Publikum machen oder dient es dem Verein als mehr oder weniger historische Kulisse für interne Feiern/Veranstaltungen/Parties? Auch dieses Konzept ist gerade zum Anfang wichtig, um spätere gruppeninterne Querelen zu vermeiden.
Das trifft den Nagel auf den Kopf! Hier!! “schwimmen” nämlich unsere Vorstellungen.
Ein Teil von uns ist will eine exakte Darstellung um den Besuchern qualifiziert Rede und Antwort zu stehen und die Sachen korrekt darzustellen. Also, eine sinnvolle Zusammensetzung der Charaktere. Ein weiterer Teil findet das alles toll so lange sie selber nix nachlesen oder machen müssen. Dem Rest ist´s Wurst, Hauptsache Spaß macht-s.
Zeitrahmen: habe schon festgestellt, das dar ursprünglich geplante Bereich etwas zu weit gefasst ist. Wenn wir uns das nächste mal treffen werde ich noch mal ansprechen auf was wir uns einigen sollen. Sind Bereiche 1280-1320 bzw. 1320-1349 vertretbar und sinnvoll?
Grundgedanke war, eine bedeutende Phase der Herrschaft der Wolfsteiner darzustellen. Vor allem bevor die Burg an Bedeutung verlor.
In das 15te zieht es uns bisher nicht so recht, wenngleich die Sache mit dem Pallas stimmt. (woher…??) der wurde über einen älteren Vorgängerbau gesetzt. Der Bergfried ist aber 13tes und wir haben noch ein paar unterschiedlich alte Bereicht. Ist also im großen und ganzen ein rechter “Flickenteppich” und zudem nur noch Trümmer……seufz
Doch zurück zum Thema:
Das heißt dann, erst mal eine Grundbesatzung zusammen zu stellen.
Burgherr und Burgherrin lassen wir erst mal links liegen
Mit dem Kaplan auf der Burg bin ich gerade auf was gestoßen….
Der wird wohl auch weg fallen, wenn ich nicht noch einen guten Grund finde (Benefizium ist leider erst Anfang 15tes nachgewiesen)
Doch wie viele Knechte sollten es dann eurer Einschätzung nach sein
( ..wir bring ich nur allen bei das sie jetzt nur noch Knechte sind…)
Wie groß war die übrige Truppenstärke? Da gibt es ja scheinbar die unterschiedlichsten Auffassungen.
In der Vorburg waren zwei Höfe nachgewiesen und weitere im näheren Umland. (mal sehen ob ich da noch mehr rausfinden kann)
Was bleibt noch?
Händler? Liegt zwar nachgewiesen an einer wichtigen Handelsstraße aber das mit den Herbergen ist mir einleuchtend.
Selbes gilt wohl für das Fahrende Volk
Pilgerweg ist auch nicht weit aber der ist glaube ich erst jüngeren Datums
Handwerker? In die Stadt - verdammt….
Na immerhin der Koch, und Schmiedeschlacke wurde auch irgendwo gefunden, also evtl. ein einfacher Hufschmied.
Tja das ist aber nicht mehr viel.
Sers max
Sers maxwww.lupuslapis.de

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Eintrag #6 vom 30. Aug. 2004 16:32 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Also ich würde davon abraten “Zeitphasen” darstellen zu wollen, das klappt so oder so nicht; wieso auch, denn eine geschichtliche Entwicklung ist schlecht darstellbar. Stellt doch einfach die mögliche Besatzung zu einem Zeitpunkt dar.
Ich persönlich rate generell, und sobald die 1300 passiert ist so oder so, zu Jahreszahl +- Zeitraum, der für Gegenstände gilt, weil die nunmal nicht jedes Jahr weggeworfen wurden (heisst aber nicht Erbstücke *g* ), generell so +-10 Jahre.
Gerade ab 1320 dreht sich die Entwicklungsschraube immer schneller, und da sich ca. ab 1340 ein Umbruch in der Kleidung vollzieht, ist die Grenze besonders heikel.
Das mit dem Palais findest Du z.B. hier: www.burgenseite.de/html/wolfst.html )
Dabei ist das Gesinde aus einer breiten Knecht-und Magdschaft, die eine Reihe von Aufgaben, wie Wach-und Milizdienst übernimmt, das Küchenpersonal stellt, und Reperatur-und Pflegeaufgaben durchführt.
Personen wie Händler, Pilger oder Umherziehende würde ich zunächst rauslassen, da diese Darstellungen sehr speziell sind und weniger mit der Burgbesatzung an sich zu tun haben, zudem erfordern gerade Händler und Umherziehende einiges an zusätzlicher Recherchearbeit, um nicht in Klischees abzudriften.
Naja, und funktionieren wird das, denke ich, auch nur, wenn _alle_ wollen, schliesslich können nicht nur immer wenige für viele arbeiten. Aber das ist freilich nur meine Meinung.
Gruss, Jens Börner

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Eintrag #7 vom 30. Aug. 2004 17:49 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Markus,
deine/eure Position ist doch garnicht so übel….;-)
Ein Tei will es historisch korrekt machen….prima, das ist die Stütze des Ganzen.
Ein Teil will nur Spaß….na bitte, historisch korrekt arbeiten macht Spaß…das musst du denen nur nahebringen…..
Schwupps , seid ihr schon zwei Drittel……und das letzte Drittelchen zu motivieren auch mal was zu machen kann auch nicht schwer sein.
Richtige Sorgen haste dann, wenn du eine wischiwaschi-ich-mache-es-allen-recht Darstellung
hast, damit du keinem weh tust……dann fängt nämlich die Kompromisslügenphase erst an…..;-))
Gruß Wolf
www.bauer-und-bonde.de

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Eintrag #8 vom 30. Aug. 2004 19:31 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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( ..wir bring ich nur allen bei das sie jetzt nur noch Knechte sind…)
Indem Du denen sagst das dieser Einstieg für den Geldbeutel der günstigste ist.
>;o)

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Eintrag #9 vom 30. Aug. 2004 23:15 Uhr Markus Brohasga  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Brohasga eine Nachricht zu schreiben.

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hi
Ihr seit ja alle so charmant… und so schonungslos ehrlich…..und so nett formuliert….und vor allem habt ihr ja recht….
Also:
Der Link ist super. So in der Art, nur in einer Burg aus Stein(haufen)
Zeit muss ich mich noch mehr festlegen…uff…
na dann eben so 1320-40 denk ich mal
Wird zu einer menge Ausschussware führen (ist aber eh nix `gscheits - darf unser Ritter sein Blech wenigstens behalten ;-)))
Wir haben schon eingekauft wie blöd (blöd, blöd..)
Aber für die Neuen wird es einfacher und billiger.
…. wenn du eine wischiwaschi-ich-mache-es-allen-recht Darstellung hast,
damit du keinem weh tust……
dann fängt nämlich die Kompromisslügenphase erst an…..;-))……
da sind wir ja dummerweise schon mitten drin und das finde ich nicht sehr …reizvoll….
zum Glück fängt jetzt bei einigen aber ein Umdenken an und das werde ich ausnutzen.
Unsere Basis sollte also sein:
Ein Haufen Mägde (unsere Frauen werden mich lynchen…. und Knechte, so etwa 20 an der Zahl, in schlichten einfachen Klamotten ohne Schnickschnack, universell ausgelegt und auch als Wach und Milizdienst einsetzbar (Bewaffnung, Rüstung, Schilde??? Wer, wie, was, woher???)
Jemand der den ganzen Sauhaufen anführt.
Und erst wenn das soweit steht, geht es an andere Bereiche der Auflistung.
Und zuletzt noch die Frage: Wie viel Adel verträgt so eine Burg eigentlich?
Gruß von einem armen Knecht

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Eintrag #10 vom 31. Aug. 2004 09:19 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Na das is doch ganz einfach: komm uns doch mal (in zivil) am 11./12. 08. in der Bachritterburg besuchen :→
Wenn ihr 20 Leute mit für ein fixes Zeitfenster passender, einfacher Klamotte seid, können sich dann einzelne spezialisieren, wenige gar, wenn sie sich des Wahnsinns bewusst geworden sind ;) zum Adel aufsteigen.
Diejenigen müssen sich freilich klar sein, was das bedeutet, und auch gewillt sind, das zun tun (darüber gibts ja schon einige Threads…).
Ich denke auch, dass das das eigentliche Kriterium ist, weniger, was eine Burg verträgt. Wenn da Burgherr mit Frau, Knappe, und vlt. einem oder zwei Burgmannen, je nach Manschaftsstärke, sitzen, ist das zwar möglich, bedeutet aber halt, dass 5 Leute Adel machen müssen.
Ich denke, es ist sinnvoll, wenn derjenige, der sich dafür entscheidet, erstmal langsam auf den Burgherren hinarbeitet, das wird genug Arbeit, und wäre die wichtigste Rolle, wenn schon Adel (und je nachdem, wo ihr das präsentieren wollt, wäre dann z.B. ein Pferd udn das Reiten auch noch sowas, mit dem man rechnen muss.. *g* )
Zu Fragen zu einzelnen Darstellungen würde ich aber einen eigenen Thread aufmachen, oder, kann ich auch anbieten,man trifft sich, unabhängig von der Bachritterburg, mal zu nem persönlichen Gespräch, so weit sind wir ja auch nicht voneinander weg ;)
Gruss, Jens Börner, IG MiM

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Eintrag #11 vom 02. Dez. 2005 17:22 Uhr Matthias Degner   Nachricht

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Ich wohne in einem Ort mit einer einigermaßen großen und damals einflussreichen Burg. Aber rund um meinen Wohnort waren kleinere Burgen (sog. Hofmarken?), nur ca. 2 km entfernt. Wozu dienten solche kleinen Burgen, wie sahen sie aus, wer lebte darin (Ministerialen?)?
Gautarr fun Orthinberc

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Eintrag #12 vom 02. Dez. 2005 21:26 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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@Matthias, welche Burg meisnt du? Oberburg und Niederburg in Passau? Oder eine andere? Dann könnte Dir besser geholfen werden :o)
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis; ie genôte

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Eintrag #13 vom 03. Dez. 2005 12:56 Uhr Matthias Degner   Nachricht

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Genau gesagt wohne ich in Ortenburg. Und da gab es mehrere kleine Burgen ringsherum, z.B. in Lughof, Dorfbach, Söldenau,… die aber leider nicht mehr existieren.
Gautarr fun Orthinberc

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Eintrag #14 vom 03. Dez. 2005 16:42 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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Die Grafen von Ortenburg waren im hohen Mittelalter das mächtigste bayerische Dynastengeschlecht nach den Andechsern und den Wittelsbachern. Der Stammvater des Geschlechts war Siegfried (- 1065), der durch seine Heirat mit einer Tochter aus der Familie der Sieghardinger weite Gebiete in Kärnten und Oberbayern sowie später in Niederbayern gewann. Der Namensgeber des Hauses war Rapoto I. (-1186), der zwischen Vilshofen und Passau die Burg Ortenburg erbaute und sich danach benannte.
Soweit ich gesehen habe, saßen in den abgegangenen Burgen kleine Adelsfamilien, die vermutlich Lehnsnehmer dieser Grafen waren. Ich kenne leider keine Urkunden dieser Grafen v. Ortenburg (liegt ja nicht in menem Einzugsbereich).
Die Burgen dürften eine territoriale und machtpolitische Bedeutung zur Sicherung der Grafschaft Ortenburg gehabt haben.
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis; ie genôte

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Eintrag #15 vom 04. Dez. 2005 12:44 Uhr Matthias Degner   Nachricht

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Danke. Es gäbe da schon einige Urkunden, die sind aber leider nicht im Besitz unseres Ortes, sondern im Beseitz des Grafen, der nun in Tambach bei Coburg wohnt.
Gautarr fun Orthinberc

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Eintrag #16 vom 04. Dez. 2005 13:27 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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Da rate ich zu einem Besuch des Stadtarchivs oder der Unibibliothek in Passau. Im heimatkundlichen Bereich sollten genug Urkundenbücher oder auch Ortschroniken zu finden sein, die gut weiterhelfen können.
beste Grüße,
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis; ie genôte

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Eintrag #17 vom 05. Dez. 2005 13:11 Uhr Klaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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@Matthias
speziell zur nicht mehr existierenden Burg in Söldenau (Säldenau oder Soeldenaw) kann ich Dir folgende Info liefern:
Im Jahr 1291 gibt Graf Albrecht von Hals als Lehen (unter anderem) zum Besten seiner Enkeltochter Kunigund, Hausfrau des Grafen Rapoto von Ortenburg, die Ortschaft St. Philipp auf.
St. Philipp war der Name von Söldenau vor dem 14. Jhdt.(genauer vor 1323)
Soweit ich jetzt noch in Erinnerung habe waren die Ritter Tuschl von Söldenau Dienstmannen (=Ministeriale?) des Grafen von Ortenburg.
Obwohl ich hier nicht weiß ob es Schweiker I. Tuschl *1317 - +1347 oder sein Sohn Heinrich Tuschl *1340 - +1376 waren, oder beide.
Soweit meine 5 Cent! ;-)
nikolaus zu aldarespah

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Eintrag #18 vom 01. Mai. 2006 16:44 Uhr Walter Seidl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Seidl eine Nachricht zu schreiben.

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War eine Burg eigentlich auch in Friedenszeiten mit einer Besatzung versehen? Wie wurde man ein Teil der Besatzung? Wie und wo lebte die Besatzung?
Hias

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Eintrag #19 vom 06. Okt. 2009 01:48 Uhr Andreas Zillner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Zillner eine Nachricht zu schreiben.

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Über die Grafen von Ortenburg lässt sich trefflich diskutieren…
Hervorgegangen aus den Spanheimern teilte sich dieses Geschlecht recht bald in zwei Linien, soweit ich das im Kopf habe, eine pfalzgräfliche und eine “normalgräfliche” (kann allerdings auch sein dass sich der Grafentitel aus der Pfalzgrafschaft in Bayern herleitet und die andere Linie die Herzöge in Kärnten stellte)…
Jedenfalls befanden sich die meisten Burgen um Ortenburg selbst in den Händen der Herren von Chambe (Kamm bei Ortenburg), welche 1280 als Herren von Hals in den Grafenstand erhoben wurden.
Der Allodialbesitz der Ortenburger war vergleichsweise gering, vor allem nach Heinrich II., und massierte sich an der Donau um Vilshofen, Pleinting und Hilgartsberg, wobei anzunehmen ist, dass dies “nur” Lehen von Passau und Bamberg herrührend sind, und um das Gebiet von Murrach.
Größere Besitzungen errangen die Ortenburger in Niederbayern erst wieder zu dem von Klaus erwähnten Zeitpunkt, entweder als Heiratsgut oder im Tausch gegen “das Fahnlehen” und das Marschallamt in Bayern, und massiert nach 1375 aus dem Erbe des letzten Halsers, Leopold.
Aber um zum Thema Besatzung einer Burg zurückzukommen:
In Niederbayern gabs vor allem zwischen 1120 und 1504 kaum Friedenszeiten, so dass wahrscheinlich ständig eine verstärkte Mannschaft anwesend war.
Genaue Zahlen sind selten erhalten, aber z.B. die Burg Neuburg am Inn hatte in den frühen 1310er Jahren etwa 300 Mann reine militärische Besatzung, als sie von den Bayern gestürmt wurde.
Alles in allem kommts auf die Funktion, die Größe und die Lage einer Burg an; in den wenigen Friedensperioden wird aber währscheinlich nur das nötigste Personal anwesend gewesen sein; vor allem im ausgehenden 14. Jahrhundert haben sich (zumindest in den Halser Gebieten) die zivilen Funktionen in den an der Burg liegenden Dörfern, Märkten und Städten angesiedelt (vgl. dazu Osterhofen, Grafenau…).
Ich wage jetzt einfach mal die Prognose für eine herrschaftliche niederbayrische Burg und geh aus von:
1 Burgherr samt Gattin und nicht erwachsenen Nachkommen
je 1 Kämmerer, Stallmeister, Kellermeister, Küchenmeister
einige Leibknechte und “Hofdamen”
Knechte und Mägde für die Küche und die “Hausarbeit”
bei größeren Burgen Schmied und Zimmermann mit Gesellen und/oder Knechten
dazu vielleicht noch 1 Hauptmann
und, wieder je nach Größe, vielleicht 10 bis 30 Mann militärische Mannschaft.
Aber wie gesagt, das hängt alles von vielen Faktoren ab und ist pauschal nie wirklich richtig zu beantworten…

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