Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Darstellung Ritter Ende 14. Jahrhundert

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Eintrag #1 vom 18. Sep. 2009 21:39 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

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Seyd gegrüßt,
ein Kumpel und ich wollen von einer Normannen Darstellung auf eine Ritterdarstellung ende des 13. Jahrhunderts umsteigen und bräuchten dahingehend ein paar Ausrüstungstipps, bzw. historische Hintergründe/das Aussehen der darmaligen Rüstung.
Also soweit ich jetzt gelesen habe war es unter “normalen” Rittern eher üblich, dass man einen Kettenpanzer besaß, aber diesen schon etwas aufgewertet hat mit Beinschienen/Armschienen und Knie/Ellenbogen Kacheln und dazu eine Beckenhaube…
Wüsste gerne wie das damals so ca. aussah und wie vorallem die Kacheln aussahen zu der Zeit, gibt es dort bestimmte Merkmale?
Und bitte, wir wollen nicht übermäßig A sein, also bitte kein A Diskussion. Und ich will auch kein Pferd oder die Gewandung angedreht bekommen, Gewandungsexperten haben wir im Lager und werden uns wohl dort alles rausziehen, aber von der Rüstung her, weiß man nicht so viel.
Hoffe man kann uns hier helfen.
Vergessen… Heiliges Römisches Reich wäre so die “Orts” angabe. Ganz exakt wäre Bayern, aber das muss nicht soooo genau genommen werden.
mfg Felix

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Eintrag #2 vom 19. Sep. 2009 04:09 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Ende 13. oder Ende 14.?
Für beides gibts aber eigentlich schon Threads, da bin ich aber grad zu faul für dich zu suchen.
Und, ganz ehrlich, wie soll man dir sinnvoll helfen, wenn du gleich relativierst, daß es nicht zu genau sein soll?
Was heißt “nicht übermäßig A” für dich?
Im Zweifel reicht dann doch das Kettenhemd mit nem nussigen Überwurf, nur, wozu dann überhaupt fragen?
A Debatte hin oder her, wäre es nicht sinnvoller, bei der Informationssuche erstmal das Maximum auszuloten, anstatt - ohne zu wissen, wie aufwendig das richtige denn wäre - gleich nur auf etwas halbgares zuzusteuern?
Achja, eins fällt mir direkt ein:
Bevor man mit Plattenteilen für die Extremitäten anfängt, wäre eine Plattenrüstung für den Torso (Plattenrock, Lentner… je nach Zeit eben) sinnvoll.
Aber auch hier wieder: Wenn eh nicht A sein soll, wirkt man in den entsprechenden Kreisen auch mit Plattenschultern auf Kette mächtig beeindruckend.
Also, was darfs sein, welches Jahrhundert, und sollens nun Details sein, oder nicht?

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Eintrag #3 vom 19. Sep. 2009 16:09 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

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Okay sorry erstmal… Also wir wollen deine Darstellung ende 14. Jahrhundert, 13. war n Tippfehler.
Und mit dem übermäßig A meinte ich, da ich noch weiß das hier Leute rumlaufen die einem gleich zu einem Pferd raten sonst geht hier garnichts, oder wenn da auch nur ne Zacke fehlt dann ist es nicht A. Ich meine damit nur, es sollte schon relativ A sein, aber so, dass man nicht zuhause n Jahr arbeiten muss um die Darstellung benutzen zu können… Dabei geht es aber im moment jetzt wie gesagt nur um die Kampfausrüstung um die Gewandung kümmern wir uns schon.
Und zu dem was ich mir Vorgestellt habe:
Beckenhaube, wobei wir schon drüber diskutiert haben, ob Beckenhaube oder Topfhelm, da der Kübelhelm ja eher drüber gehörte, aber ich “lieber” nur eine Beckenhaube hätte… Wobei die Herstellung der Beckenhaube wohl teuerer gewesen war, durch das heraustreiben… Also was war warscheinlicher, wenn man als Ritter das Geld dazu hatte, Beckenhaube oder Topfhelm? Wenn man sich nicht beides leisten konnte.
Dann das nächste wäre, die Kette, wobei ich schon ein Langarm Kettenhemd besitze und auch schon eine gemachte Kettenbrünne die ich woanders anbringen könnte.
Dann eben Diechlinge, Kniekacheln, Kettenbeinlinge und Plattenhandschuhe (Fingerhandschuhe).
Dann wäre aber noch die Frage was drüber tragen, was war denn häufig? Nur ein Wappenrock? Ein Lederwams? Ein Lentner?
mfg Felix

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Eintrag #4 vom 19. Sep. 2009 19:37 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

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Wie authentisch ist denn z.B. dieser Helm hier:
www.die-ritterschmiede.de/Visierhelm_254_1.jpg
Da ich schon irgendwo hier gelesen habe, dass ein solcher Helm nicht sehr authentisch war, das war aber glaub ich ein anderer von der Ritterschmiede.
mfg Felix

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Eintrag #5 vom 19. Sep. 2009 19:58 Uhr Daniela (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Daniela eine Nachricht zu schreiben.

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Felix, versuch es doch mal hier:
[Taverne: Militärisches-Rüstung]
Wenn Du es zeitlich und finanziell unter einem Jahr schaffen solltest, eine annehmbare Ritter-Darstellung auf die Beine zu stellen dann, “Chapeau”!
Du kannst davon ausgehen, dass Dir hier niemand ein “Ritter-Modell” entwerfen wird (Sorry aber so kommt es bei mir an).
Aber Recherchehilfen wird man Dir bestimmt gerne geben.
Mir fallen da spontan nur die Osprey Bücher ein.

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Eintrag #6 vom 19. Sep. 2009 20:01 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Keine komplette Hilfe

Ich weiß dass es immer weitergeht, fang ja auch nicht jetzt das erste mal mit einer Darstellung an und in einem Jahr werde ich wohl kaum direkt fertig sein, es ist sowieso mehr meine Planung zur kommenden Season. Ich will auch keine Kompletthilfe, hatte nach dem ersten Post nichtmehr all zuviel zeit und evtl. ein wenig überstürzt, aber ich schätze es, dass es hier viele Leute mit Ahnung gibt und ich will eigentlich nur mehr oder weniger absegnung, dass es historisch ist und was nicht, was man dort evtl. besser machen könnte, vorallem eben bei einem Helm. Da ich schon gerne eine Beckenhaube mit Visier hätte, aber eben keinen Hundsgugel.
Aber danke schonmal für die Hilfe.
mfg Felix

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Eintrag #7 vom 19. Sep. 2009 20:12 Uhr Ina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ina eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Felix,
Also den von dir verlinkten Helm finde ich persönlich nicht geeignet, mir ist er auf keinem von mir gesichteten Gemälde über den Weg gelaufen, bzw. erinnere ich mich nicht mehr daran.
Die Osprey-Bücher würde ich dir auch empfehlen, da sind schöne Bilder drin, die zur Anregung und Inspiration dienen. Aber da gibt es noch ein anderes Buch, weiß nur nicht, ob da viele Rüstteile drin sind, www.amazon.de/[…]/3980564223

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Eintrag #8 vom 19. Sep. 2009 20:34 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

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Okay, vielen Dank schonmal, muss ich mir doch die Osprey-Bücher mal zulegen…
Ich hätte jetzt noch einen Helm gefunden, wo ich denke heute oder gestern erst irgendwo ein historisches Abbild gesehen zu haben:
shop.massruestung.de/product_info.php?[…]
Ich kann mich leider nicht mehr dran erinnern…
mfg Felix

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Eintrag #9 vom 19. Sep. 2009 20:56 Uhr Ina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ina eine Nachricht zu schreiben.

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Ist auf jeden Fall näher dran.

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Eintrag #10 vom 19. Sep. 2009 23:20 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

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Okay gut, danke nochmal…
Aber wüsste jemand, woher man einen Lederwams bekommen würde wie auf diesem Bild hier (sieht man leider nicht viel), oder bin ich da auf dem Falschen weg und das ist einfach nur ein Wappenrock?
www.burgenseite.com/faschen/strassbg_ritter_13.jpg (Der Linke)
Ach und noch zu dem Helm rechts unten im Bild, ist das ein Kübelhelm oder ist das schon eher in die Richtung Visierhelm? Da man dort schon eine Lasche an der rechten seite des Helmes erkennen kann die evtl. zu einem Scharnier oder sowas führt?
mfg Felix

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Eintrag #11 vom 20. Sep. 2009 09:59 Uhr Ina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ina eine Nachricht zu schreiben.

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Also tut mir leid, dazu kann ich nichts sagen, außer dass der Typ links wie Wolverine aussieht, aber danach hast du ja nicht gefragt. :-)
Die Zaddeln kannst du in Leder hinbekommen, aber auch mit Stoff.
Es erinnert mich an einen Plattenrock, nur halt mit Ärmeln. Wenn es ein Gambeson wäre, würden die Nähte fehlen.
Keine Ahnung, was das für ein Helm ist, die Lasche kann ich nicht erkennen, erinnert mich aber an so einen Bascinet mit Visier, aber das ist alles rein spekulativ.

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Eintrag #12 vom 20. Sep. 2009 11:42 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Ohne dir zu nahe treten zu wollen, mit Anbietern wie den von dir genannten wirst du nicht sehr weit kommen. Die Sachen sehen schlicht nicht wie die Vorlagen aus und sitzen auch nicht entsprechend. Grad bei Rüstung muss man leider ein wenig Geld in die Hand nehmen wenn es gut aussehen soll. Drum ist eine Ritterdarstellung ja mit Kosten verbunden. Auch ganz ohne Pferd.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #13 vom 20. Sep. 2009 11:52 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Felix,
mir scheint es so, als wenn du ungefähr in die Richtung “muss Ritter sein und halbwegs echt aussehen” gehen möchtest.
Okay, deine Sache.
Mein Tipp dafür wäre: gehe zum nächsten Mittelaltermarkt, dort sind zB tschechische Verkäufer von Metallwaren, die optisch einigermaßen nett aussehen (die Waren, nicht die Händler meine ich).
Kauf dir dort für vergleichsweise wenig Geld den Kram zusammen, der dir gefällt. Muss ja nicht historisch exakt sein, wie du selbst schreibst. Das sieht dann bestimmt so aus, wie du es dir vorstellst.
Wie gesagt, das ist völlig okay und es gibt nichts daran auszusetzen, solange du das dann nicht als “authentisch” oder “historisch korrekt” bezeichnest. Bitte erwarte aber auch nicht, dass dir irgendwelcher ambientige Kostümkram wohlwollend abgenickt wird.
Die Alternative: beginne zu recherchieren. Hinweise dazu findest du hier im Forum zur Genüge.
edit: in Sachen Kosten stimme ich Andrej zu. So kosten zB einigermaßen brauchbare Fingerhandschuhe bereits an die tausend Euro, ein wirklich guter Helm ebenso. Wenn es “authentisch” werden soll, wird das sehr, sehr teuer.

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Eintrag #14 vom 20. Sep. 2009 18:32 Uhr Stefan (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Recherche ist nicht so schwierig

Nun, wenn ich davon ausgehe, dass du einen Ritter zwischen 1290 und 1310 in etwa darstellen willst, empfehel ich die Seite:
www.themcs.org/armour/14th century armour.htm
Natürlich sind das Grabmäler englischer Ritter. Aber zumindest sieht man dort, was zu diesem Zeitpunkt bei der gehobenen Ritterschaft - immerhin leistete man sich noch ein Grabmal - im Sortiment war.
Orientiert man sich an diesen Bildern, so sollte sich deine Ausrüstung noch immer recht “kettenlastig” sein (Torso, Arme (sogar Hände), Beine und Kopf).
Ich nehme an, dir ist bewusst, dass Kette ohne “Gambeson” und andere Polsterung recht unangenehm zu tragen ist.
Solltest du noch Geld für Plattenteile haben, dann übertreib es nicht. Primär würde ich in einen anständigen Helm investieren:
www.historiavivens1300.at/helme/topfhelm_5.htm
Eine Hirnschale kann auch nicht falsch sein.
Dann könnte man noch Kniekacheln kaufen (gaaaaaanz einfache, übertreibs nicht!)
Darüber kommt noch der Rock und fertig ist es!
Einfach noch ein kleiner Tipp am Rande: Muss es wirklich schon auf die nächste Saison fertig sein? Überleg dir genau, wie “authentisch” du die Sache haben möchtest, denn gekauft ist schnell, aber selten hat man in der Schnelle das Richtige für sich gekauft.
Herzliche Grüsse :-)

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Eintrag #15 vom 20. Sep. 2009 18:47 Uhr Stefan (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Oh sorry Ende 14tes

Naja, das wird etwas teuerer werden :-)
Ich empfehle dir auf die Schnelle mal “Stifterbild mit Wappen der Herren von Bopfingen, um 1400” anzuschauen:
www.burgenseite.com/faschen/bz_dominik_ritter_51.jpg
Wenns nur auf den ersten Blick “authentisch” sein soll, dann würde ich die Arme und Beine vom “Get dressed for Battle (GdfB) Ritter” nehmen. Den Helm wirst du sicher frei recherchieren können wie auch das Kettenhemd. Ich nehme schwer an, dass sich unter dem Rock ein gewöblter Brustpanzer versteckt.
Zudem ist der Gambeson oder Lendner nicht zu vergessen.
Wie vorher einfach mein Tipp: Kauf dir nicht schnell Billiges, sondern lass dir Zeit und kauf dir etwas Rechtes: Du hast mehr und länger Freude daran.

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Eintrag #16 vom 20. Sep. 2009 18:54 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

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Also Vorweg wie schon gesagt, es soll ja nicht zu 100% Korrekt sein, aber schon ein hohes Maß, sprich dass wenn sich jmd. außkennt auch die Darstellung einer Zeit zuordnen kann und man sich nicht über 200 Jahre mit Zeug bedient hat…
Und im Moment hätte ich für diese Darstellung:
Stiefel, Kniekacheln (sehr einfache :)), Kettenhemd, Plattenhandschuhe…
Mein Fokus liegt hauptsächlich auf einer Beckenhaube mit Visier, aber eben kein Hundsgugel, aber da siehts wohl so aus, dass ich wohl wirklich direkt mit nem Schmied reden muss…
Und das nächste für mich wären, Diechlinge und Armschienen. Und dann hätte ich wohl das meiste schon und Sachen angleichen geht ja immer. Und mein Anderthalbhänder würde nach oakeshott auch in die Zeit passen.
Und über die Kosten bin ich mir durchaus bewusst. Und das wäre für mich eben auch der Hauptfokus auf den Helm. Da mir vorallem auch die Beckenhaube nur als Helm mit Brünne rein vom Optischen am besten gefällt was es so im Mittelalter gab, das ist auch eines der Gründe…
Aber hier ist noch nichts fix, deswegen Frag ich ja hier auch nach, weil ich weiß hier gibt es kompetente Leute die einen ein paar Tipps geben können.
Also ich hätte ein Foto von einem Ritter um 1350 nachdem ich mich in Sachen Ausrüstung ein wenig gerichtet habe und informiert habe:
www.burgenseite.com/faschen/strassbg_ritter_12.jpg
Der Helm ist hald so die Kunstsache.
Ich will im Moment hald erstmal eine klare Detailierte Vorstellung evtl. mit Belegen haben um zu Wissen wie und wo ich das Abarbeiten kann… Das nächste wäre dann Händler/Schmiede etc. suchen.
Und noch zu dem wrsl Lentner, wie verbreitet war dieser denn zu damaligen Zeiten?
Und ich hätte noch eine Brustplatte im Keller liegen, aber diese ist glaube ich eher auf mitte des 15. Jahrhunderts datiert, afaik.
mfg Felix

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Eintrag #17 vom 20. Sep. 2009 19:00 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Blechzeugs

Du hast halt zwei Möglichkeiten. Geh zu einem der vielen Händler die ihr Blech im Netz oder auf Märkten anbieten und jeder der auch nur ein wenig Ahnung hat wird das sofort erkennen. Grad bei Beckenhauben ist kaum einer dieser Helme auch nur in der Nähe einer Vorlage. Oder du gehst zu Leute wie Peter Müller oder Christian Wiedner und lässt die etwas bauen was in allen Belangen stimmt.
Solltest du preisliche Alternativen suchen, ich hab da mal was zusammengestellt: wenzingen.de/smf/index.php?board=67.0
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #18 vom 20. Sep. 2009 19:04 Uhr Michi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michi eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen dank für die Tipps und den Link, bin schon am durchschauen und werd glaub ich noch ein bisschen brauchen.
mfg Felix

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Eintrag #19 vom 20. Sep. 2009 19:27 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht was genau?

Felix,
im späteren 14. befindest du dich in einer Zeit raschen Wandels der Rüstungen.
Um dir konkrete Tipps zu geben, müsstest du genauer werden.
Wann GENAU soll deine Darstellung angesiedelt sein?
WO genau?
Welcher soziale Status soll dargestellt werden?
Du kannst wenn du magst, mal hier schauen: talbotsfineaccessories.com/armour/[…]/effigy analy[…] “An Analysis of 650 Effigies Dated Between 1300 and 1450”
Ein Anfang könnte zB sein: Kette, viel Kette.
Ein Haubergeon, Kettenbeinlinge, Platenrock, dazu offene Beckenhaube und/oder 5-teiliger “Topfhelm”. Nur mal so als Anfang.
Bedenke aber: auch die Schlacht von Visby 1361 fällt in deinen Zeitraum, es kommt also wirklich GENAU darauf an, was du machen möchtest.

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Eintrag #20 vom 22. Sep. 2009 22:35 Uhr Andreas Zillner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Zillner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vom Hundertsten ins Tausendste oder: Wer sollte sich was leisten? *lol*

Ich würde mich mal sehr vereinfacht so rüsten:
1350-1380:
-etwas dickere Beinlinge
-Bruche aus Leinen
-hirschlederne Reitunterhose (ja, ja, muss ja nicht sein…)
-Hemd
-n guter Wams mit dicker Polsterung an der Brust/Schulter und n bißchen weniger an den Armen
-Halbarm-Kettenhemd mit hohem Kragen
-“Polstergugel”
-“Affenschnauze” nach deutscher Art oder Beckenhaube mit Nasal (oder Beckenhaube mit Nasal und nem extra Visier zum Wechseln…)
-Plattenrock nach Wisby-Art oder Lentner
-entsprechend angepasster Waffenrock (nennt man das Ding in der Zeit eigentlich noch so???)
-n nettes Armzeug
-Plattenhandschuhe des Sanduhr-Typs
-Polsterdiechlinge mit Kniekacheln oder Lederdiechlinge mit nem Haufen Metallnieten
-Ketten“strümpfe” und Schienbein“lamellen”
-oder statt letzten beiden auch n nettes Beinzeug
Ab 1380 kannst dich gut an unseren Freund auf der Churburg halten; allerdings wirst du in dieser Zeit wohl kaum mehr an ner (deutschen) Hundsgugel vorbeikommen…
N paar nette Bildchen lassen sich auch im Lehnhart-Buch “Kleidung und Waffen der Spätgotik Teil I” finden…
Und zu dem Thema “Tschechen” sag ich:
Wennst einigermaßen in der Nähe wohnst kannst rüberfahren, Maß nehmen und dir das Zeug nach deinen Vorstellungen fertigen lassen.
Kostet immer noch weniger als bei den Polen oder beim Tanzer, und mit n wenig Nachdruck sind die meisten Sachen richtig sehenswert…

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Eintrag #21 vom 23. Sep. 2009 06:44 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Irgendwie merkwürdig,
wenn ich das hier so durch lese definiert sich also bei Euch ein “Ritter” darin das er eine Rüstung trägt und das wars?
Eigentlich dachte ich das so langsam bekannt sei das nicht alles was Blech träg automatisch ein Ritter ist.
Wo ist bei Euch der Unterschied zwischen ein Ritter und ein Söldner bzw. Soldat eines Städtischen Aufgebots?
Das Märchen das Ritter ja ganz unten in der Adelskette sind und so mit sich nicht so viel sich leisten können, kennt man und sieht man massenhaft bei Darstellungen, nur belegen?
Zum mindest für die sogenannten “Ritter” die eher wie Penner aussehen.
Das Material eines Kleidungsstücks anhand einer Steinskulptur zu bestimmen ist auch sehr gewagt.
Für mich klingt das sehr nach “gehört und gesehen, aber wenig selber nach gelesen” an.
Üblicherweise wenn man was bestimmtes darstellen möchte informiert man sich erst ausführlich bevor man anfängt sich Sachen zu besorgen. Die Variante sich erst was zu besorgen und dann zu schauen wie man alles andere darum herum gebastelt bekommt geht meist ordentlich schief.
An erster Stelle sollte sein, genau schauen was möchte man darstellen, für welche Region, und den Zeitrahmen möglichst eng halten, weil es ansonsten sehr leicht in die beliebigkeit abgleitet, sprich man trägt Sachen aus verschiede Regionen oder Stile die so in der Form in keinsterweise belegbar ist.
Auch sollte man überlegen was will man mit dem Zeug machen? Will ich einfach als einzelner rum stehen mit den Sachen einer speziellen Region, oder will man im Rahmen einer Gruppe was machen und ein einigermassen stimmiges Bild darstellen?
Dies sind alles Gedankengänge die vor dem Kauf des ersten Ausrüstungsstücks getätigt sein sollten, es sei den man hat soviel “Taschengeld” zur Verfügung das man sich dickere Fehlkäufe sich erlauben kann.
Den “Sitzritter” und Co. gibt es mehr als reichlich, siehe x-beliebige Mittelaltermärkte, man trifft sie überall an, aber mit dem was damals üblich war, sind diese Leute sehr weit entfernt bzw. es braucht mehr als eine riesen Portion Wohlwollens.
Das soll hier auch kein Versuch sein dir dein Vorhaben aus zu reden, sondern eher, darauf aufmerksam zu machen das je besser man informiert ist, desto weniger Fehlkäufe macht man und destso “preiswerter” wird die Darstellung, und glaubwürdiger.

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Eintrag #22 vom 23. Sep. 2009 12:24 Uhr Andreas Zillner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Zillner eine Nachricht zu schreiben.

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Diese Einträge dieses Themas zu beobachten und auf die Frage von Felix zu antworten sind anscheinend zweierlei…
Der Initiatior dieses Themas hat ja ausdrücklich geschrieben, dass er ausreichend Experten für die Alltagskleidung an der Hand hat, dafür aber niemand in Sachen Rüstung.
Und die Regionalität ist natürlich nie von der Hand zu weisen; zumal der Stil bei mir im bayrischen Wald eher von Prag aus geprägt wurde, während es vielleicht in Nürnberg oder “im Westen” schon eher einen französischen oder auch englischen Einfluss gegeben hat…
Und was einen Ritter von einem Söldner oder einer Stadtwache unterscheidet?
Ich sag da mal:
-das eigene Wappen
-der Knappe (der mal grad heim ist um das vergessene Rüstungsteil zu holen *g*)
-die goldenen Sporen, die man ja grad nicht braucht wegen:
-die Pferde (die natürlich grad im Stall sind)
Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass, zumindest im Südostbayern des ausgehenden 14. Jahrhunderts doch der Großteil der Söldner(führer) eben auch Ritter waren, man denke z.B. an den Passauer Bürgeraufstand 1367, von welchem Lohn-/Schuldlisten erhalten sind und etliche Söldner samt Leuten aufführen…
Was ganz anderes sind natürlich die Rückschlüsse von irgendwelchen Vorlagen auf die wirklich verwendeten Materialien…
Allerdings sollte dem geneigten Mittelalterdarsteller doch bekannt sein, welche Materialien damals zur Verfügung standen, und in welcher Anordnung die verschiedenen Kleidungsschichten Sinn machen…
Wie dann natürlich die genaue Ausführung aussieht sollte jedem, je nach eigenem Anspruch wohl selbst überlassen werden;
ob nun für n Waffenrock Polyester (bääääääääh), Wolle, Leinen, Damast oder Seide/Brokat verwendet wird sollte für einen “nicht ganz so ”A“-Vertreter” doch im eigenen Ermessensspielraum liegen dürfen.
Die Sache mit dem “erst informieren, dann investieren” ist dann wohl das einzige, in dem ich dir unumwunden Recht geben kann, zumal ich eher der Fraktion der Heimatforscher angehöre, für die die Darstellung ein gleichwertiger Nebenaspekt ist, nicht aber das Hauptgewicht darstellt.
Für mich muss einfach das Gesamtbild stimmig sein, und soweit finanziell vertretbar und mit meinem Umweltgewissen vereinbar natürlich auch die verwendeten Materialien…
Es soll ja Leute geben, die sich für ihr Hobby unwissentlich strafbar machen, nur um einen Maulwurfspelz ihr Eigen nennen zu können *gg*

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