Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Darstellung einer Heilerin um 1250

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Eintrag #19 vom 17. Jun. 2009 17:02 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Respekt....

Mit dieser Einstellung gehörst du zu einer verschwindend kleinen Minderheit.
Meist käme jetzt die Hasstirade gegen die bösen Spaßfeinde, die dem eigenen Traum im Wege stehen.
Finde, das muß man auch mal sagen.
Glaub zwar bloß nicht alles, was dir “alte Hasen” so erzählen, aber nehme es zum Anlass, deine Vorstellungen zu hinterfragen, das erspart dir vermeidbare Fehler.

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Eintrag #18 vom 17. Jun. 2009 16:35 Uhr Crystal (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Crystal eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht jup

…womit mein eigentlicher Darstellungswunsch nun völlig vom Tisch wäre *lach*. Aber geschluckt und zu Herzen genommen, danke.
Liebe Grüße

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Eintrag #17 vom 17. Jun. 2009 11:40 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Und nochmal die Gebetsmühle gedreht

Hallo Crystal,
Schön, dass wir Dir helfen konnten, allerdings fürchte ich, Du hast einige Dinge noch nicht richtig in ihrer Gänze erfasst, daher nochmal die Gebetsmühle ob
“Ich denke, ich käme mit der Rolle der Frau eines Gewürze handelnden Kaufmanns um 1225, der ständig auf Reisen ist, die von der Mutter oder wem auch immer einige Fähigkeiten in der Kräuterheilkunde erlernt hat und sich ehrenamtlich in Spitälern engagiert, bzw die Nachbarn aus dem Dorf sie um Rat fragen, ganz gut klar… ich müsste mich dann zur Darstellung meiner häuslichen Pflichten wohl jedoch vorrangig an den Kochtopf stellen :-) Wäre denn das umsetzbar, oder setz ich mich mit sowas immer noch in die Nesseln?”
bzw.
Durch alles andere muss ich mich erst noch durcharbeiten - auch danke für den Hinweis, dass die ausarbeitung einer Rolle nicht wirklich von Nöten ist, doch irgendwie brauch ich das, um mich da besser reinfühlen zu können :-)”
Was Du freilich Dir für dich im Kopf ausdenkst, ist dein Bier. In dem Moment, wo du es aber jemanden vermittelst, aka einem Besucher etc. erzählst, entfliehen die Gedanken den praktischen Mauern des Kopfes und tauchen in den Sturm der Realität, und dort zerfleddern sie sehr schnell, wenn sie nicht wirklich fundiert recherchiert sind.
Kurz gesagt ist die Geschichte wieder mal total zusammengereimt und Hollywoodniveau. Bevor Du einen auf Kräuterkundige machst, und Elisabeth von Thüringen oder sonsteine in der Moderne zur Allumfassendheiligen erklärten Dame den virtuellen Hof machst, beschäftige Dich doch dann erstmal mit dem Wesentlichen deiner ja selbsterwählten Darstellung: nämlich der Dame eines gut geführten Hauses in deinem Zeitraum und deiner Region. Sachkultur, Kleidung, und Haushaltsführung und Küche werden da einen guten Teil deiner Recherchezeit einnehmen, insbesondere, wenn dein Mann, kein Interesse, aber ein BwL-Studium vorzuweisen hat, dass ihm, fürchte ich, für die Recherche eines mittelalterlichen Kaufmannes nicht viel mehr nutzen wird, als dass er eine Buchhaltung über eure Ausgaben fürs Hobby führen kann.
Ich sag es jetzt nochmal kurz und knackig:
- Kaufmänner waren i.d.R. nicht grad arm
- Kleidung, Haushaltsgegenstände nicht gerade wenig und einfach gestaltet
- der Haushalt an sich groß, gut organisiert und komplex
- die Darstellung _eines_ Aspektes, neben den Grunddingen des Lebens, ist ganz schön Arbeit, wenn es nicht Marktmittelalternievau haben soll
- Aus den x Werken zum Thema den ganzen Esomist rauszufiltern, und wirklich fundierte Informationen zu mittelalterlichen Wundheilkunde rauszufiltern, ob mit “Kräutern” oder nicht, ist nicht so trivial
Wenn Du also an der Ausrüstung interessiert bist, dann wenden wir uns besser dieser für deine Zeit, Region und eine gutsituierte Dame nebst Manne, Kind und Haushalt zu.
Dann lass aber den Kräuterkram erstmal weg.

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Eintrag #16 vom 16. Jun. 2009 22:01 Uhr Crystal (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Crystal eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ausrüstung und Geschichte

Erst mal vielen lieben Dank für die viele Hilfe und die guten Tipps!
Ich werd mich jetzt die nächste Zeit nochmal durch das ganze durchwurschteln :-)
Zu Kirsten: Die Idee mit der ehrenamtlichen Tätigkeit werde ich auf jeden Fall mal ins Auge fassen und mich mit dem Werk der Elisabeth von Thüringen befassen, danke für den Hinweis!
Zu Birgit: Den Ehemann gibt es in der Tat, auch einen kleinen Sohn. Mein Mann hat leider nicht so viel Zeit, dieses Hobby so intensiv zu betreiben, doch ihm fiel die Wahl der “Rolle” als Kaufmann ziemlich leicht (BWL-Student *lach)
Meine Schwiegermutter, meine Schwägerin und ich sind es vielmehr, die den Plan haben, irgendwann nicht mehr nur als Besucher über MA-Märkte zu schlendern, sondern aktiv daran teilzunehmen.
Ich denke, ich käme mit der Rolle der Frau eines Gewürze handelnden Kaufmanns um 1225, der ständig auf Reisen ist, die von der Mutter oder wem auch immer einige Fähigkeiten in der Kräuterheilkunde erlernt hat und sich ehrenamtlich in Spitälern engagiert, bzw die Nachbarn aus dem Dorf sie um Rat fragen, ganz gut klar… ich müsste mich dann zur Darstellung meiner häuslichen Pflichten wohl jedoch vorrangig an den Kochtopf stellen :-) Wäre denn das umsetzbar, oder setz ich mich mit sowas immer noch in die Nesseln?
Werde mich auch nochmal mit dem Gedanken der Buchführung beschäftigen, danke für diese Idee.
Durch alles andere muss ich mich erst noch durcharbeiten - auch danke für den Hinweis, dass die ausarbeitung einer Rolle nicht wirklich von Nöten ist, doch irgendwie brauch ich das, um mich da besser reinfühlen zu können :-)
Freundliche Grüße und danke nochmal

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Eintrag #15 vom 16. Jun. 2009 20:14 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht welche Ausrüstung?

Da sind wir aber wieder am Anfang, denn sie möchte doch eine Ausrüstung für eine Heilerin… s.o.
Das eine hängt halt mit dem anderen zusammen. Ihre Ausrüstung richtet sich doch danach, was sie machen will.
Und wenn man vor Publikum auftritt, vermittelt man auch etwas. Wie man das optimal umsetzt, da gibt es eben verschiedene Wege.
Also sollte man sich erst darüber im Klaren werden und sich dann an die Ausrüstung machen.
Ich wollte Crystal nur zeigen, dass es nicht nur einen Weg gibt, dass man nicht zwangsläufig eine Rolle spielen muss und sie zum Nachdenken anregen, wie sie ihr Interesse an Kräuterkunde auch anders umsetzen könnte.
Dass ihre Vorstellungen von einer Rolle als Heilerin und ihre Wünsche (wie Vermeidung der Drecksapotheke) nicht so recht in die Realität des Mittelalters passen, haben meine Vorredner schon deutlich gemacht.

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Eintrag #14 vom 16. Jun. 2009 14:35 Uhr Birgit Kapraun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Kapraun eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht historische Ausstattung

“Es kommt drauf an, was man macht.”
Wohl wahr.
Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass Crystals erste Priorität die Wissensvermittlung an Besucher sei sondern erstmal Hilfe bei Ihrer persönlichen Ausrüstung.

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Eintrag #13 vom 16. Jun. 2009 14:10 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hintergrund/soziales Netz

@Birgit: bitte nicht missverstehen!
Es kommt darauf an, was man macht.
Wenn man kein Rollenspiel macht, sondern z.B. (wie meine Wenigkeit) einen Infotisch aufbaut und vielleicht auch noch ein bisschen was vorführt (um zu zeigen, wie funktioniert das?), dann ist der soziale Hintergrund meiner Person tatsächlich irrelevant
Ich kann sehr wohl was über soziale Hintergründe erzählen, tue ich auch, soweit es mit meiner Vorführung/meinen Erklärungen im Kontext steht, aber das hat nichts mit meiner Person zu tun.
Denn ich spiele keine historische Person, sondern ich bin und bleibe ein Mensch des 21. Jhds. in historischer Klamotte und will auch als ein solcher angesehen und - gesprochen werden (und das wird auch vom Besucher so angenommen). Prinzipiell müsste ich nicht mal in historischer Bekleidung auftreten, da zur Vermittlung nicht notwendig. Es ist nur eine nette Dreingabe.

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Eintrag #12 vom 16. Jun. 2009 13:35 Uhr Birgit Kapraun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Kapraun eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht und der Ehemann?

Hi,
mal ein paar Gedanken dazu - wenn der Ehemann schon in der Biographie auftaucht…
Gibts ihn real (also macht Ihr eine Darstellung zusammen oder bist Du real neuzeitlich allein unterwegs und damit Du “ordentlich” verheiratet bist hast Du einen oft auf langen Fernreisen abwesenden Kaufmannsehemann - keine schlechte Erklärung übrigens, warum Du als Frau allein auf dem Markt bist. Wäre natürlich die Frage, wo die Dienerschaft ist, aber das ist ja allgemein so).
Was für ein Kaufmann ist er? Handelt er mit Gewürzen (dann könntest Du vielleicht mehr exotische Kräuter/Heilmittel haben) oder ist er Tuchhändler? Dann kannst Du in Deiner Kleidung sicher etwas teurere Stoffe haben, weil Du Familienrabatt bekommst.
Kleiner Kaufmann, der sich gerade so durchschlägt? Grosser Kaufmann, der richtig dick im Geschäft ist? Reist Ihr zusammen oder bist Du zuhause und er ist unterwegs? Hast Du ihn auf Reisen begleitet?
Was bisher überhaupt nicht auftauchte in den genannten Tätigkeiten der Kaufmannsehefrau - die Buchführung!!! Weiss nicht, ob das für Dich in der Darstellung interessant sein könnte.
Was die Aussagen der vorigen Posts zur nicht Notwendigkeit der Hintergrundstory angeht - o.k. die brauchts in der Tat nicht, aber wenn jemand Spass an sowas hat, dann kann die Story doch ruhig stimmig sein. Ich kann Leute nicht verstehen, die ewig Zeit auf Recherche für Kleidung und Ausrüstung verwenden und gleichzeitig ein paar Gedanken, über den Hintergrund/soziales Netz für Banane erklären.
Was die medizinische Seite angeht - es war leider wirklich viel “Dreckapotheke” dabei. Wenn Du gerade das nicht willst wie Du geschrieben hast, wirst Du an einer historischen Darstellung nicht soviel Freude haben. Die Absolventin (oder verkrachte Schülerin) der Arztschule in Salerno gibt allerdings wirklich nicht soviel her, leider, weil eindeutig unplausibel (komisch, da ist der Hintergrund auf einmal wieder relevant).

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Eintrag #11 vom 16. Jun. 2009 12:35 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rolle?

Hallo, Crystal!
Für den Aufbau einer Darstellung überlege dir, was du dem Publikum zeigen und vermitteln möchtest. Dann solltest du dir soviel wie möglich Wissen dadrüber aneignen.
Dabei ist es natürlich von Vorteil, wenn amn auf schon bereits vorhandenes Wissen und Erfahrungen aufbauen kann.
Die Entwicklung eines “Charkters” mit Lebensgeschichte ist dafür nicht nötig.

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Eintrag #10 vom 16. Jun. 2009 12:12 Uhr Kirsten Sundermeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kirsten Sundermeier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Denkansatz

den Hobby-Gedanken finde ich für das Hochmittelalter etwas befremdlich, was ich aber für realistisch halte, ist ehrenamtliches sprich soziales Engagement.
1225 ist nun nicht meine Zeit, aber vielleicht ließe sich ja über das zeitlich und auch thematisch passende Lebenswerk der Elisabeth von Thüringen ein Ansatz finden, inwieweit sozial gut gestellte Frauen sich in Spitälern engagiert haben.

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Eintrag #9 vom 16. Jun. 2009 12:00 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht "Hobby"

Crystal, selbst der “gönnerhafteste” fränkische Ehemann hätte Dich nicht in Salerno Medizin studieren lassen … :-)
Das mit den “weisen Frauen” ist so ein bisschen esoterisch behaftet und mit vielen Legenden umgeben.
Fakt ist, zu jeder Zeit - also auch im Mittelalter - wurden Kinder geboren und wurden Menschen krank. Also gab es auch Hebammen und Menschen, die sich Erfahrungen und Kenntnisse in der Behandlung von Krankheiten (soweit sie mit damaligen Mitteln behandelbar waren, oft ging es nur um Linderung der Symptome/Schmerzen) angeeignet haben. Diese Menschen und Fertigkeiten waren nicht zwangsläufig bei der Kirche oder sonstwem schlecht angesehen. Man brauchte sie ja. Wenn diese Menschen immer alle von der Kirche verfolgt worden wären …
Möglich ist, dass solche Fertigkeiten als Vorwand genommen wurden, wenn Menschen aus anderen Gründen missliebig geworden waren und denunziert werden sollten. Die sog. Hexenverfolgung spielte Anfang des 13. Jhdts. aber noch keine signifukante Rolle.
Ich denke, Du kannst Deine Erfahrungen bei fachkundigen Menschen Deines Lebensumfeldes erwerben, ohne gleich in den Fokus der Heiligen Inquisition zu geraten … :-)

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Eintrag #8 vom 16. Jun. 2009 11:57 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Darstellungsformen und Hobbys im Mittelalter

Hallo Crystal,
Jenseits der Belegbarkeit deiner Idee: hast Du Dich eigentlich schonmal gefragt, wie, wo und vor wem Du das darstellen möchtest?
Kaufmannsfrau:
Wodurch definiert sich diese? Durch die Existenz ihres Kaufmann-Mannes. Dieser stellt seine Tätigkeit dar- was schwer genug sein dürfte. Die Dame definiert sich über das führen des Haushaltes etc.
Vor Publikum trägt der Mann kaum etwas zur Darstellung bei, etwaige übernommene Tätigkeiten sind bei Fehlen des Gattens kaum vermittelbar.
Sie kann maximal vom Handwerk ihres Mannes erzählen, ansonsten dem Publikum den Tagesablauf vermitteln, zeitgenössische Gerichte erklären, Spinnen- eben das übliche.
Eine komplizierte Hintergrundstory braucht es nicht, kann garnicht erzählt werden, und interessiert auch keinen- sondern Fakten -und zwar gut recherchierte.
In Fällen interner Veranstaltungen gibt es so gut wie kein Rollenspiel, wo eine komplizierte Geschichte von Belang wäre. Man definiert sich dadurch, was man tut- und ob das augenscheinlich passt.
Hebamme/Kräuterwasauchimmer:
Vor Publikum kann eine Erklärung der zeitgenössischen hygenischen wie medizinischen Umstände einer Geburt mit Einbeziehung sorgfältig recherchierter und replizierter Gegenstände durchaus gut ankommen. Oberflächliche angelesene Kräuterkunde braucht aber kein Mensch. Insofern: kein leichtes Feld, insbesondere weil die Informationslage nicht so trivial ist. Es gibt Darstellerinnen von Ärztinnen, die auch im realen Leben eine entsprechende Ausbildung haben, und diese verfügen über eine sehr ansehnliche, aber auch teure Ausrüstung- prima Sache, aber sei Dir des Aufwandes bewusst.
Wiederum intern ist das alles nur bedingt von Belang: bei entsprechendem Knowhow kann man Leute mit zeitgenössischen Sachen nach belegbaren Rezepten beliefern, das kann eine nette Sache sein; just am Wochenende tat dies eine- aber wiederrum im wahren Leben gelernte Apothekerin- im späten Mittelalter.
Komplizierte Stories sind wiederrum irrelevant, was zählt, ist die Belegbarkeit und Fähigkeit der Umsetzung.
Und nun noch ein Ding zu dem Satz “mit einem gönnerhaften Ehemann, der mein ”Hobby“ duldet :-)”
Ein gesundes Maß an Wissen über die Wirksamkeit von Pflanzen in Küche und Haushalt war bei einer Ehefrau in einem -noch dazu bei einem Kaufmann zu erwartend gut geführten großen- mittelalterlichen Haushalt Usus.
Aber “Hobbys” is nich. Wann denn? Sich um die Organisation von Haushalt, Kindern usw. zu kümmern war ein 24h Job. Das, was als “Freizeit” rausfiel, will sagen: Feiertage, Sonntage usw.- wurde nicht auf nichtzielgerichtete Aktivitäten persönlicher Basis verwendet, das ist ein neuzeitliches Phänomen. Typischerweise nam die Dame z.B. die Spindel in die Hand, jenseits dessen wurde die Freizeit halt durch Aktivitäten gestaltet, die anfielen und Abwechslung boten: Besuch von Messen, vlt. nem Turnier und co.

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Eintrag #7 vom 16. Jun. 2009 11:23 Uhr Crystal (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Crystal eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht beate

Beate, ich kenne dieses Buch nicht, aber vielleicht sollt ichs mal lesen… :-) Die Ideen kamen von nicht ganz ausgereifter Recherche aus Büchern und dem Internet.
Freundliche Grüße

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Eintrag #6 vom 16. Jun. 2009 11:21 Uhr Crystal (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Crystal eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht danke erstmal...

danke schonmal für die konstruktive Kritik, hatte schon befürchtet, gesteinigt zu werden :-)
Der Ausdruck “Heilerin” ist wohl etwas ungünstig gewählt, hatte jedoch seine Gründe: Mir fehlen schlicht und ergreifend die Kenntnisse, eine “Ärztin oder Hebamme” darzustellen. Dennoch bin ich gewillt, mich umfassend in das Thema “Kräuterheilkunde im Hochmittelalter” einzulesen und auch die dazu benötigte Zeit hinzunehmen, weil einfach riesen Interesse besteht. Ich möchte wirklich Wissen aufbauen, und nicht umbedingt auf die “Dreckapotheke” zurückgreifen.
Aber liege ich denn mit der Annahme falsch, dass Frauen, die um diese Zeit Kräuterheilkunde praktiziert haben und keine Studierten, bzw Nonnen waren, schnell in Verruf gerieten? Lese im Moment ein Paar Bücher zu dem Thema und da war das eben so dargestellt…Deshalb die Suche nach einer Lösung, in diesem Fall bin ich halt auf die Schule v. Salerno gestoßen, in welcher Frauen wohl “legal” studieren durften :-), mein Charakter soll nicht unbedingt bei der Kirche in Ungnade fallen. Natürlich wäre es wesentlich einfacher, wenn ich mit der Kirche im Dorf bleiben und die Kenntnisse über “weise Frauen” im Ort erlernen könnte.
Ulli, zu deinem Punkt 2, da muss ich dir wohl recht geben, aber ganz so war es nicht gemeint, ich meine gehört zu haben, dass sich verheiratete Frauen mit Kindern gerne einem Hobby gewidmet, bzw. sich ein zweites Standbein geschaffen haben, etwa in diese Richtung wollte ich das aufziehen… mit einem gönnerhaften Ehemann, der mein “Hobby” duldet :-) und (so hatte ich eben anfangs gedacht) mich auf die Schule schickt - *grübel* im nachhinein tatsächlich etwas weit heregeholt…
Zum Thema Kopftuch: Ich bin gerade dabei, mir meine Ausrüstung zu kaufen, bzw einige Teile selbst zu nähen und habe zu beinahe jedem Ausrüstungsgegenstand genügend Informationen gefunden, um mich hoffentlich passend auszustatten, jedoch eben keine Antwort darauf, ob das Kopftuch auch farbig sein darf, deshalb meine Frage.
Ich hoffe, dass mir Wissenslücken, bzw Denkfehler ein weiteres Mal verziehen werden…
Freundliche Grüße aus Franken

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Eintrag #5 vom 16. Jun. 2009 10:57 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nach einer wahren Pesron

… soll es schon sein.
de.wikipedia.org/wiki/Trota_von_Salerno

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Eintrag #4 vom 16. Jun. 2009 10:47 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Die Heilerin von Salerno

Ein Roman ist als Vorlage für eine historische Darstellung wenig geeignet, man landet dann doch eher im Fantasybereich.
Offensichtlich diente wohl dieses Buch als Inspiration: www.geschichte-im-roman.de/die_heilerin_von_salerno.htm

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Eintrag #3 vom 16. Jun. 2009 08:36 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hm, ja, ...

Ich möchte Andrés Ausführungen unterstützen und um folgende Überlegungen ergänzen:
1. Die Fertigkeiten einer Hebamme kann die Kaufmannsfrau von jeder erfahrenen Hebamme ihres Heimatortes erlernen.
2. Was ist eine Heilerin? Eine Ärztin?
Wenn meine Ehefrau mir als Kaufmann des 13. Jhdts. dieses Vorhaben angetragen hätte, hätte ich sie freundlich daran erinnert, dass sie eine Kaufmannsehefrau ist, dass ich sie zuhause brauche, damit sie meinen Haushalt führt, meine Kinder bekommt und aufzieht und sich auch sonst nützlich macht. Und es sich für eine anständige Ehefrau nicht gehört, allein durch die Weltgeschichte zu reisen. Verstehst Du, was ich meine?
Im Übrigen kann Deine Kaufmannsehefrau auch die Kenntnisse der Naturheilkunde (manchmal auch Kräutermedizin genannt) in der Heimat bei erfahrenen Frauen, auch einschlägig “vorbelasteten” Ordensfrauen (oder -männern) lernen, dazu braucht sie nicht nach Salerno (kann sie überhaupt italienisch oder Latein?).
Quintessenz:
Dein Anliegen ist in der hochmittelalterlichen Lebenswelt - gelinde gesagt - äußerst wirklichkeitsfremd.
Lerne die Fertigkeiten einer Hebamme und/oder naturheilkundlichen Frau in der Heimat und wende sie gottesfürchtig an … :-)
Grüße aus dem Havelland
Ulli

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Eintrag #2 vom 16. Jun. 2009 00:39 Uhr Andre Henning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Henning eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schuhe schustern sich einfacher als Rollen...

Hallo “Memento”,
Da Du hier was von Franken um 1225 schreibst, verlasse ich meinen sonst eher passiven Posten und schreibe mal ein paar Zeilen, da das ja quasi in mein “Interessensgebiet” fällt.
Zunächst mal: Schön, dass Du hier her gefunden hast. Ich hoffe, es hilft Dir weiter. Bitte schau Dich doch mal um, was es hier schon alles an Threads hat. Eigentlich genug, um
1) Die meisten Deiner Fragen zu beantworten.
2) Dir zu zeigen, dass Du Dich ganz schön in die Nesseln setzt mit solchen Fragen.
Am Besten kannst Du Dir Deine grundlegende Frage eigentlich selbst beantworten, indem Du Dich genauer mit der Frage beschäftigst: Was ist eine “heilende Frau”? Klingt mir ein wenig nach Larp-Romantik, die da durchscheint. Wenn Du gelesen hast, dass es in Salerno eine Ärzteschule gab, dann wirst Du sicher auch gesehen haben, dass es sich hierbei um mehr handelt als “Kräuterwissen”, sondern um - wenn auch vergleichsweise primitiv - um einen Vorläufer der heutigen Schulmedizin. Ein Abgänger dieser Schule war ein mehr oder weniger angesehener Arzt - der sich entsprechend an einem Hof oder in einer Stadt niedergelassen hat - und sicher nicht nur auf der Straße mit ein paar Kräutern Wunder gewirkt hat…
Wege von Franken nach Salerno - und zurück - gab es zu dieser Zeit durchaus. Ist doch wurscht, wie genau. Du hättest da hin kommen können. Auch wenn das vielleicht nur 1-2% der Bevölkerung jemals gemacht haben…
Kleidung… Ich lese aus der Frage nach dem Kopftuch heraus, dass Du den Rest schon hast?
Medizin verpacken… Ja, was hast Du denn an Medizin? Einmal den Bingener Kräuterkorb rauf und runter? ;-)
Freundliche Grüße aus dem Herz Frankens,
André

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Eintrag #1 vom 15. Jun. 2009 14:46 Uhr Crystal (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Crystal eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hebamme / Heilerin um 1250 Neuling sucht Rat

Hallo,
ich bin nun dabei, mir meine Rolle zu schustern und habe diesbezüglich noch einige Fragen… ich habe festgestellt, dass die Rolle, die ich mir ausgesucht habe, wohl nicht ganz einfach umzusetzen ist, dennoch reizt mich das Thema so sehr, dass ich mich darin versuchen möchte.
Dämliche Fragen bitte ich zu entschuldigen, doch ich möchte soweit alles richtig machen. :-)
Ich möchte eine verheiratete Frau eines Kaufmanns aus Franken um 1225 darstellen. Nun gab es zu dieser Zeit ja meines Wissens In Salerno die Möglichkeit, sich als besser betuchte Frau dort als Heilerin ausbilden zu lassen.
Da ich einen kleinen Kräutergarten mein Eigen nenne, hätte ich nun mit diesem Charakter gerne ein wenig herumexperimentiert.
Nun schon mal die wichtigste Frage:
Wäre ich denn von Franken nach Salerno gekommen? Und wenn ja, wie (Pferd, Kutsche)
? Bzw gab es alternative Universitäten, die Frauen aufnahmen?
Waren heilende Frauen irgendwo ansässig oder heilten sie “auf der Straße”?
Fragen zur Kleidung:
Bislang habe ich nur naturfarbene Kopftücher gesehen - durften die denn auch farbig getragen werden?
Wie hätte ich auf reisen meine Medizin verpackt - in Beuteln, Körben, etc?
Mit der Zeit fallen mir bestimmt noch mehr Fragen ein, doch dies soll es vorerst gewesen sein… ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen!
Freundliche Grüße
Memento

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