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Eintrag #1 vom 15. Jan. 2006 22:41 Uhr Till Potinius   Nachricht

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Hallo
hat sich schon einer an der Darstellung eines Mathematikers versucht?
Mir ist klar, dass Mathematiker damals eher allgemein Gelehrte waren, die nebenher noch Philosophie, Medizin und Astronomie betrieben haben, also keine reinen Mathematiker, aber ich würde dann eben den Schwerpunkt auf Mathematik/Logik legen, das sollte ja möglich sein.
Ich trage mich im Moment mit dem Gedanken, mal zu versuchen, einen Mathematiker zur Zeit Fibonaccis(1170-1250) darzustellen.
Hat da irgend jemand irgend etwas an Quellen dafür?
Die damalige Mathematik sollte nicht das Problem sein, ebenso die Ausrüstung, das wäre halt etwas Schreibzeug(Wachstafeln) und ein Abakus.
Aber was trug ein Mathematiker an Kleidung?
Auf den wenigen Bildern, die ich von Fibonacci gesehen habe, sieht man nur eine Art lange Tunika/Kutte, mehr nicht.
War das die einzige Kleidung? Oder gibt es noch andere Quellen?
MFG, Till

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Eintrag #2 vom 15. Jan. 2006 22:59 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Statt des Abakus würde ich dir schon eher ein Rechenbrett oder -Tuch empfehlen.
Hier ist ein netter Link samt Gebrauchsanweisung:
www.informatik.uni-hamburg.de/bib/archiv/[…]/Tafel[…]
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #3 vom 16. Jan. 2006 08:14 Uhr Till Potinius   Nachricht

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Danke, klingt interessant.
Ist ja dasselbe Prinzip dahinter wie beim Abakus.
Passt aber auch besser zu meiner Darstellung, da es ja, so wie ich das lese, eine Art deutscher “Abakus” ist.
MFG; Till
MFG, Till

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Eintrag #4 vom 16. Jan. 2006 10:12 Uhr Volker Bach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.

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Ich würde mich in dieser Hinsicht allgemein an der klerikalen Kleidung orientieren. Für die spätere Zeit kannst Du auch die Kleiderordnungen der Universitäten ansehen (die ersten wurden zu dieser Zeit formalisiert, Bologna in den 1180ern und Salerno um 1220, glaube ich?), aber für die frühere Zeit stehst Du relativ allein da. Darstellungen von Lehrern, Sekretären und Ã"rzten sind meist leichter zu finden, als von Mathematikern spezifisch, und ich glaube nicht dass der Unterschied gravierend war.
Was Du dir wahrscheinlich ansehen solltest:
Martha Bringemeier: Priester- und Gelehrtenkleidung; Tunika, Sutane, Schaube. Ein Beitrag zu einer geistesgeschichtlichen Kostümforschung, Münster 1974. Das Buch hat seine Schwächen (es ist sehr an den Schrift- und Rechtsquellen orientiert und projiziert hin und wieder aktuelle Gebräuche der katholischen Kirche recht weit zurück), aber ich fand es sehr wertvoll. Ich arbeite selbst an einer Arztdarstellung und fand dafür die Bilder im Liber ad honorem Augusti des Petrus de Ebulo (Peter von Eboli) und der Wiener ‘Medicina Antiqua’ sehr hilfreich. Beide sind in Faksimile gedruckt und relativ preiswert zu bekommen.
Für dich vielleicht auch interessant wären um diese Zeit entstandene Philosophendarstellungen, die sich häufiger in reich ausgestatteten Werkausgaben finden (wobei hier aufgepasst werden muss, da häufig antikisierende Details beibehalten werden) oder Abbildungen von Lehrern. Hier kann ich Dir leider nicht mit Titeln helfen - illustrierte Aristoteleskommentare, Texte zur Philosophie, Mathematik und Mnemonik, und Lexika gibt es, mehr weiss ich auch nicht.
Ianus

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Eintrag #5 vom 12. Jul. 2006 18:18 Uhr Johann Anton Mattes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johann Anton Mattes eine Nachricht zu schreiben.

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Das Problem bei der Quellensuche mag mit unter daran liegen, dass (zumindest sowiet ich weiß) es im MA keine Berufsmathematiker gegeben hat. Wenn man sich mit Wissenschaften beschäftigte so war man meist ein Adliger der die Zeit (musste ja nur selten arbeiten) und das interesse hatte sich it sowas zu beschäftigen.(Gilt im übriegen auch für die Antike. Pythagoras war zum Beispiel der vertriebene Tyrann von Samos)
An den unten erwähnten Universitäten wurde m.W. auch nicht die reine Mathematik gelehrt.
Das Studium teilte sich auf in ein grundstudium der sieben freien Künste (Septem artes liberales. de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_Künste )und ein Hauptstudium auf. Das Hauptstudium durfte nur beginnen wer in den sieben Künsten den Rang eines Liberalium Artium Magister erreicht hatte (das alleine dauerte normal schon 6 Jahre). Im Hauptstudium musste man sich dann für einen von drei Studiengängen entscheiden. Theologie, Jura und den dritten hab ich jetzt vergessen (Bitte helfen!).
So ein Studium muss erst,al finanziert werden. Also wäre es wohl gar keine shclechte Idee dich an der Adelsgewandung zu orientieren, wenn du einen Gelehrten darstellen willst.
Mfg: Johann

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