Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Darstellung eines Pilgerreisenden

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Eintrag #1 vom 17. Jul. 2005 17:36 Uhr Gunter Herzberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunter Herzberger eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen,
ich trage mich mit dem Gedanken einer Pilgerdarstellung. Darstellungszeitraum 1480-1500.
Was ich suche ist in erster Linie Bildmaterial für die Gewandung und Reiseausrüstung, Hinweise auf Leute die sowas mit Hirn und Verstand darstellen, und jede Menge Infos zu Fehlervermeidung.
Vielen Dank im voraus!
Gunter Herzberger

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Eintrag #2 vom 19. Jul. 2005 14:30 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kann Dir raten, mal Abbildungen des heiligen Jacobus bzw. Statuen von ihm aus der Dich betreffenden Zeit anzuschauen. Als Patron von einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte des Mittelalters ist er seit dem Hochmittelalter fast immer in der Kleidung eines Pilgers abgebildet (die Muschel, die er am Hut trägt, ist jedoch ausschließlich das Abzeichen der Santiago-Pilger). Eine solche Abbildung oder Statue kann Dir helfen, einen Eindruck von Gewand- und Mantelform der angestrebten Zeit zu bekommen. Typisch sind außerdem Hut, Stab und Umhängetasche, mit etwas Glück auch gut zu erkennen.
Eine ausführliche Reisebeschreibung einer Pilgerfahrt des Eberhard im Barte im Spätmittelalter liegt vor, ich weiß aber aus dem Kopf nicht mehr, wo ich das gesehen habe.
Irgendwo hier in der Taverne müßte es aber auch schon was zu Pilgern geben, vielleicht kannst Du Dich ja noch einmal umsehen. Interessiert Dich im ßbrigen eine einmalige Pilgerfahrt eines ansonsten seßhaften Menschen, oder willst Du einen der “berufsmäßigen” Pilger darstellen, die es ja auch gegeben hat? Und wo willst du deinen Pilger hinschicken?
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #3 vom 19. Jul. 2005 15:22 Uhr Lisa & Manfred (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Lisa & Manfred eine Nachricht zu schreiben.

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Anschauen sollte man sich ebenfalls die Rochus-Darstellungen, der ebenfalls zumeist als Pilger dargestellt wird. Für die Pilgerkleidung gab es zwar eine ikonographische Standardisierung, aber tatsächlich keine irgendwie geartete ‘Pilgeruniform’. Und die Muschel ist für die angestrebte Zeitstellung ein universales Pilgerzeichen, nicht (mehr) nur auf Santiago de Compostella beschränkt.
Zeitlich etwa 100 Jahre jünger, dafür mit weitgehend original erhaltener, nahezu vollständiger Ausstattung: Praun (auch: Braun), Nürnberg.
Vor allem solltest du dich zunächst intensiv mit den religiösen Hintergründen einer Pilgerreise auseinandersetzen.
Ansonsten wie immer: Bücher wälzen und Google nutzen. Gerade für das Ende des Mittelalters sprudeln die Quellen aufs Kräftigste. Hilfreich kann auch die zahlreiche Literatur zu Pilgerzeichen sein.
Viel Vergnügen bei einem ‘süchtig machenden’ Thema.
Manfred

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Eintrag #4 vom 01. Aug. 2005 12:19 Uhr Gunter Herzberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunter Herzberger eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für eure Tipps.
@Karen,
Nach einigen histroischen Wanderungen, möchte ich mehr erfahren, mehr verinnerlichen. Bisher habe ich mehr die Landsknechtstroß-Variante gehabt. Ich wähle den Pilger um auch anderen Leuten zu begegnen die eine historische Wanderung nicht nur mit dem Körper sondern auch mit dem Geist erleben.
Das leist sich zwar geschwollen, aber ich möchte aber das “Mittelalter” mehr fühlen.
Gunter Herzberger

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Eintrag #5 vom 03. Aug. 2005 21:56 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Für den Anfang: Norbert Ohler “Reisen im Mittelalter” und “Pilgerstab und Jakobsmuschel”.
Auch ggf. hilfreich:
ck.hanau.net/pilger/index.php?[…]
www.pilgern.ch/jakobsweg.htm
www.jakobsweg-coaching.de/index.htm
www.jakobspilgerwege.de/index.html
camino.waltl.de/camino_texte.htm
people.freenet.de/kolpingchronik/20030504.htm
….und VIELE Blasenpflaster……
In diesem Sinne.
+Pax. Vikar Hermann ab Wigbolde Bilrebeke

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Eintrag #6 vom 04. Aug. 2005 20:07 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Ich hätte auch noch einen: www.jakobus-info.de

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Eintrag #7 vom 08. Nov. 2005 14:23 Uhr Michael Krämer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Krämer eine Nachricht zu schreiben.

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Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet sich in der Kleidungs- und Trachtenabteilung eine Pilgerausrüstung für einen Jakobspilger. Das wäre vielleicht von Interesse … leider weiß ich die Epoche nicht mehr so genau.
Aber sich im GNN mal erkundigen ist sicher nicht schlecht ;)
Br. Michael sdb

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Eintrag #8 vom 08. Nov. 2005 14:26 Uhr Michael Krämer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Krämer eine Nachricht zu schreiben.

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Den Link hab ich vergessen - hier der Nachtrag:
www.gnm.de
Br. Michael sdb

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Eintrag #9 vom 09. Nov. 2005 11:21 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Es gibt auch noch ein Buch, das speziell um das mittelalterliche Pilgerwesen handelt. Ich habe es in der Unibibiothek in Bamberg gesehen, weiß leider aber nicht mehr den Titel (“Pilger” kam im Titel vor)… Darin war auch dieses Pilgerwand abgebildet, das ja irgend ein Adliger/König um 1500 getragen haben soll. Mir ist da aber leider auch nichts genaueres im Kopf. Das vielleicht nur als Ansatz zur Recherche.
Viele Grüsse , Alexandra

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Eintrag #10 vom 01. Sep. 2007 17:03 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Hier habe ich eingestellt, was wir - also die Beteiligten der lockeren Verbindung “Pilgerbruderschaft” - bislang zusammengetragen haben zum Thema Pilgern im Hochmittelalter.
hometown.aol.de/Frank Dierkes/[…]/Pilgerfahrten-In[…]
Damit wir nicht nur theoretisieren, sondern auch umsetzen in der Praktik, hier folgender Link:
hometown.aol.de/frankdierkes/[…]/BetevartKoeln2007[…]
Geplant ist nach derzeitigem Stand der Dinge eine kleinere Tour vom 03. - 06./07.10.07 auf dem alten Santiagoweg vom Ruhrgebiet bis Köln. Also die erste Etappe gen Santiago de Compostela, das nicht ausgesprochene, aber präsente Fernziel.
Grüße
Frank Dierkes (der hierbei seinen Kleriker nicht mitnimmt)
Pax + Pater Hermann zu Münster

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Eintrag #11 vom 28. Sep. 2008 22:00 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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WIR HABEN ES GESCHAFFT !!
Vom 26. - 28.09.08 sind wir von Drabenderhöher bis zum Kölner Dom gepilgert, haben den Dreikönigsschrein dreimal umrundet, unsere Donation abgegeben und unsere Pilgerpässe stempeln lassen.
Wir, das sind alphabetisch: Frank Dierkes, Jean-Pierre Fabriy, Fabio Feldkircher, Dirk Hendricks, Franz und Katharina Klever und Kai von der Linden.
Strenggenommen gilt diese Betevart nach Köln nur als vollendet, wenn man den gesamten Weg auf eigenen Beinen mit dem eigenen Gepäck vollzogen hat.
Für einen Pilgerbruder (Dirk Hendricks) war diese Anforderung körperlich nicht machbar, so dass er vom Kölner Stadtrand ein Taxi als Transportmittel wählte. Für ihn gälte (trotz Stempel im Pilgerpass) die Regel der Pilgerbruderschaft, dass er vom Ort seines Ausstiegs die verbliebenen ca. 8 km zum Dom weiterlaufen müsste und sein Gepäck diesmal selbst zu tragen hätte.
Sobald die Bilder bereit stehen und die Reisebeschreibung fertig ist, kann man näheres unter www.pilgerbruderschaft.de nachlesen.
F.D.

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Eintrag #12 vom 29. Sep. 2008 14:33 Uhr Thomas Klever  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Klever eine Nachricht zu schreiben.

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Es war schön mit Euch zu pilgern,auch wenn die alten Knochen heute etwas schmerzen.
Bei der nächsten Etappe wären meine Frau und ich gerne wieder dabei.
Gruß Franz

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Eintrag #13 vom 30. Sep. 2008 00:34 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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ßh, das ist ja alles sehr schön mit eurer ‘Pilgerreise’, aber: gehört das nicht in den Bereich “Veranstaltungskritiken”
Irgendwelche Fragen oder Tipps für Darstellungen aus dem Bereich “Orden & Glauben” entdecke ich in euren Beiträgen nämlich nicht.
Danke für euer Verständnis.

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Eintrag #14 vom 30. Sep. 2008 13:31 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kommt noch, kommt noch

Nicht immer gleich mosern, sondern ggf. mal warten, bis die Informationen derjenigen eingestellt werden, die diese Betevart mitgelaufen sind.
Mit Sicherheit aber nicht hier im oder als Threat, sondern auf www.pilgerbruderschaft.de
Frank

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Eintrag #15 vom 30. Sep. 2008 19:24 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Frank !
Danke für die Info. Ich bin sehr auf weitere Infos gespannt und würde mich sehr über viele Bilder freuen.
Gruß Ronnie

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Eintrag #16 vom 01. Okt. 2008 03:22 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Tips ohne Fragen

Die 10 ½ Gebote des Reenactor-Pilgers:
1.) gehe nie zu schnell und zu weit
2.) gehe nie mit `ner Kiepe
3.) nimm´ nicht zuviel Gepäck mit
4.) nutze keine Billig-Wendeschuhe auf einer echten Strecke
5.) geh´ nie in der größten Hitze
6.) mach´ genug Pausen
7.) trau´ keiner Karte, die Du nicht geprüft hast
8.) nimm´ ausreichend (!)Wasser mit
9.) sei Dir stets gewiß, daß Du auf die Barmherzigkeit und Hilfe Dritter angewiesen bist
10.)danke Gott dafür, wenn Du es schadlos überstanden hast!
10. ½ ) hoffe auf eine verständnisvolle Mutter, die Dir am Ende Kaffee, Kuchen und Stullen serviert; küsse ihre Hände!
Zweierlei noch am Rande: benutzt niemals (!) Leinensohlen für die “hosen”, sie knittern und verursachen so verursachen Blasen.
Nehmt modernes Toilettenpapier mit, denn trockene Blätter reizen die Hämorrhoiden bis auf´s Blut!
Wenn das keine echten Tips sind, dann weiß ich´s nicht.
Kai

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Eintrag #17 vom 01. Okt. 2008 11:50 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kommt eben nicht...

ähh, Frank, Du schreibst selbst, dass die Infos nicht hier eingestellt werden, sondern auf Eurer Homepage. Was also ist an Georgs Anfrage falsch? Warum das Ding nicht unter Veranstaltungen posten? Warum von mosern schreiben? Warum nicht einfach erkennen, dass man’s falsch gepostet hat und ansinsten einfach gar nichts schreiben?

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Eintrag #18 vom 02. Okt. 2008 02:37 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Worum ...

… geht´s hier?
Um eine Rubrikeinteilung? Ist das inhaltlich die einzige Sorge?
Falls nicht, bin ich an den ausstehenden persönlichen Erfahrungen, das Wissenswerte, dem Mitteilsamen und die Anteilnahme derjenigen interessiert, die sich gerade über eine Kategorisierung tiefste Gedanken machen, die ich widerum für mehr als flüssig, nämlich überflüssig halte. Auch wenn sie, seltsamerweise, mit 5 Sternchen gehandelt werden.
Evt. sollte ein Extrasternchen für´s Korinthenka..en vergeben werden?
Wenn das alles sein sollte, was die Herren von sich geben, wäre es besser gewesen, sich direkt an die Admins zu wenden, um eine Verlegung des Geposteten zu erbitten …, resp. sich an Dieter Nuhr zu halten: “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.”
So hat man sich aber mal wieder extraordinär positioniert, nicht wahr? Hauptsache, man liest den Namen … und folgt (leider) auch dem Link zur HP?
Damit ich nicht in dieselbe Kategorie falle, hier noch ein paar praktische Tips für diejenigen, die in Klamotte pilgern wollen:
a) ein nicht wesentlicher Teil besteht darin, den Karten nicht zu vertrauen. Dahingehend wäre es mehr als nur empfohlen, die Muskulatur im Vorfeld entsprechend zu trainieren, sowie die Strecke im Vorfeld zu überprüfen.
b) Blasenpflaster können, frühzeitig verwendet, prophylaktisch eingesetzt werden. Wenn es anfängt zu schmerzen, zu brennen, noch im erträglichen Rahmen, einfach Pflaster drauf, schaden kann es nicht.
c) bei der Verwendung von Kürbisflaschen darauf achtgeben, daß diese nirgends anecken, sie brechen leicht, und schnell sind sie kaputt (auf dieser Fahrt gleich zweimal geschehen).
Ohne ein entsprechendes Behältnis ist man auf moderne Verpackungen angewiesen, was besch…eiden aussieht.
Gekochte Lederflaschen haben sich als strapazierfähiger erwiesen.
d)nehmt Trockenfleisch und -fisch mit; das sind Kraftspender und das konservierende Salz tut dem Körperhaushalt gut
Ein wenig (sic!) Frischobst ist ein guter Durstlöscher. Zuviel kann Diarrhoe hervorrufen.
e) kümmert Euch um Eure Füße und Muskeln, wenn Ihr abends das Ziel erreicht habt. Ausgiebiges Waschen, Cremen und eine Massage wirken wahre Wunder! Letztendlich sind sie es, die Euch an das Ziel tragen. Eure Zähne putzt Ihr auch täglich, oder?
f) nehmt ein zweites Paar Leibwäsche mit (hemede, nîdercleit, hosen), und tragt nichts drunter; der “Wolf” wartet nur auf Reibung.
g) ein zweites Paar Wendegenähte kann nicht schaden. Aspahlt ist der Tod jeder Ledersohle auf längeren Strecken.
Alternativ wären doppelte Sohlen, bzw. Teilsohlen nicht verkehrt. Fragt den Hersteller Eures Vertrauens nach dem “a” Faktor.
Zudem besteht auf sog. “Randstreifen”, auch wenn manche Händler von deren Existenz nichts wissen wollen. Sie schützen beim Laufen das Oberleder, sodaß - beim Abrieb - lediglich die Sohle betroffen ist, nicht aber das Oberleder (gilt für Darsteller ab dem 13. Jh.).
h) breite Brettchenborte (ab 4 cm) als Trageriemen haben sich als wertvoll erwiesen; alles Dünne schneidet dauerhaft in die Schultern.
Leinentaschen saugen sich bei Regen voll, was dem Inhalt schadet. Leder ist dahingehend schon historisch empfohlen worden, wenn dieses ausreichend gefettet ist.
i) für diejenigen, die auch religiöse Gründe treiben, ist ein Pilgerpass nicht schädlich. Er kann Tür und Tore öffnen. Zu erhalten bei den diversen Pilgerorganisationen.
j) alleine gehen birgt manche Risiken, auch heutzutage. Eine Gruppe beinhaltet immer Rückhalt und Schutz.
k) geht mit niemanden, der Euch in irgendeinem Fall suspekt ist. Im Zweifelsfall müßt Ihr darauf vertrauen können, auf ihn bauen zu können.
l) plant einen unerwarteten Abbruch Eurerseits, aus welchen Gründen auch immer, ein. Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Bremsklotz zu sein. Lieber heimfahren, als das Projekt zu gefährden. Im übelsten Fall könnt und solltet Ihr zurückgelassen werden.
Ad hoc sollte es das gewesen sein.
Kai

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Eintrag #19 vom 02. Okt. 2008 09:32 Uhr Jean-Pierre Fabry  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jean-Pierre Fabry eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht kleine Ergänzung zum Thema Wendeschuhe

Zu der schon sehr ausführlichen Ausführungen Kais noch eine kleine Ergänzung:
Einige von uns haben dicke, fest gepreßte Filzsohlen in die Wendegenähten gelegt, damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese Sohlen bei mir noch in Kombination mit der doppelten Sohle im (für mich) kritischen Fersenbereich.
Insgesamt ist er wichtig, dass der Schuh so komplett wie möglich ausgefüllt wird, schon ein wenig ungenutzter Platz kann zu Reibung und in nullkommanix zu Blasen führen.
Ich selber habe auf diese Weise unsere betevart komplett ohne Blasen überstanden.
In gotes namen fara wir.
Jehan

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Eintrag #20 vom 03. Okt. 2008 16:45 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht weitere Ergänzungen zu meinen vorgenannten Wallbrüdern

1. Reduziert (!!) jegliches Ausrüstungsgewicht in der Pilgertasche und Deckenrolle auf das wirklich notwendige. Teilt die andere Ausrüstung auf euch auf - es muss nicht jeder einen Photoapparat, eine Klorolle und die xte Tube Zahnpasta mitschleppen. EINE Holzschale zum Essen und Trinken reicht, Steingutbecher sind überflüssiges Gewicht.
2. Macht euch auf der Betevart vorher geländekundig - ggf. durch eine Vorexkursion - und kümmert euch rechtzeitig um Unterbringung. In NSGs ist die wilde ßbernachtung verboten, Pilgerherbergen haben ihre begrenzten Kapazitäten, Bauern wollen vorher überzeugt werden.
3. Versorgt euch ggf. mit Empfehlungsschreiben eurer Ortspfarrer (wurde auch für Betevarten früher angeraten), denn viele ßbernachtungsmöglichkeiten sind immer noch in kirchlicher Hand.
4. Vaseline hält den Wolf in Schach bzw. die Füße bei Laune. Seit nicht scheu, euch gegenseitig im Notfall bei der Pflege zu helfen.
5. Findet euren Takt - ggf. bittet einen gut trainierten Wallbruder, euch der Taktgeber zu sein - und teilt euch den Tag in Laufetappen zu ca. 2 h ein. Macht dazwischen richtige Pausen und legt die Füße hoch. Herumzockeln in zu langsamer Geschwindigkeit, ständige Minipausen und das Nutzen jeglicher Sitzgelegenheit sorgt nur dafür, dass man mit fortschreitendem Tag Sorge bekommt, die Tagesetappe nicht mehr im Hellen zu schaffen…mit dem Effekt, dass man dann über seine Kräfte läuft und sich überlastet.
6. Jeder sollte eine Grundkenntnis über den Weg haben, damit man zeitweise auch die Gruppe auseinanderziehen kann, aber niemand sollte alleine gehen. Es gibt Gegenden, wo man als Pilger - vor allem in historischer Ausrüstung - nicht unbelästigt gehen kann.
7. Nehmt ggf. kleine Donationen für die Herbergen mit. Die Menschen freuen sich ehrlich darüber, wenn man sie auf diese Weise in die Betevart einbezieht.
Für erfahrene Pilger in moderner oder historischer Ausrüstung mögen manche unserer Angaben trivial erscheinen, aber einige Dinge kann man nicht oft genug sagen.
F.D.

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Eintrag #21 vom 07. Okt. 2008 17:56 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sehr gut

… daß mal diese erfahrungswerte offengelegt werden. Sehr hilfreich, ob für hitorische oder sogar in weiten Teilen neuzeitliche Wanderungen.
Kai, Frank, Jean-Pierre: finde ich klasse von euch, diese Erfahrungen und Erkenntnisse samt Schlußfolgerungen so detailreich zugänglich zu machen.

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Eintrag #22 vom 09. Jan. 2009 22:41 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Informationen sind eingestellt

Liebe Pilgerinteressierte, Waller und Freunde der Betevart.
Unter www.pilgerbruderschaft.de haben wir das eingestellt, was wir bislang zum Thema Pilgern im Hoch- und Spätmittelalter zusammengetragen haben (Bezugsadressen, Hintergründe, Reiseberichte, zukünftige Planungen etc.).
Ultreia
Pilgerbruder Frank Dierkes

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