Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Das Münsterland (Westfalen) im HMA

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Eintrag #1 vom 01. Mrz. 2001 17:39 Uhr Ingo Weckermann   Nachricht

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Hi zusammen, ich such mir ja schon seit geraumer Zeit die Finger wund - leider mit wenig Erfolg… *grummel* Also: Wer kann mir mit Informationen rund um das Münsterland im HMA weiterhelfen? Gewandung, Adel, Gesinde - eben alles was mir weiterhelfen kann, mich in diesem Zeitrahmen zurechtzufinden. Klar, im wesentlichen wird es in diesem Gebiet ähnlich wie im restlichen Deutschland zugegangen sein, doch wären geografische Details echt klasse! Bin gespannt auf eure Antworten. Ingo

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Eintrag #2 vom 01. Mrz. 2001 20:16 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo, Ingo! Zwar richtet sich mein Blick im allgemeinen auf ganz Westfalen und nicht nur das kleine Teilgebiet um Münster, aber wenn Du noch dazu sagst, welcher Zeitrahmen Dich interessiert, kann ich Dir vielleicht auch speziell dazu ein paar Tips geben. Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #3 vom 01. Mrz. 2001 22:08 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hallo, Ingo! Mir geht es genauso - allerdings bezüglich der regionalen Eingrenzung. Wwie weit reicht für Dich das Münsterland? Nördlich bis Osnabrück? Westlich bis Gronau/ holländische Grenze? Südlich bis etwa Hamm?
Der Mönch von Hohensyburg

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Eintrag #4 vom 02. Mrz. 2001 00:14 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ingo, da gibt es den Gustav Engel, der diverses zur Grafschaft Ravensberg und der umliegenden Gebiete, also auch das Münsterland, zusammengetragen hat. Das meiste findet man allerdings nur noch in Bibliotheken. Insgesamt eher anekdotenhaft aber nicht uninteressant und noch zu haben: Gustav Engel: “Landesburg und Landesherrschaft an Osning, Wiehen und Weser”, Pfeffersche Buchhandlung Bielefeld, 1979; das Buch betrachtet die Entwicklung und Geschichte der Burgen der Region von den ersten Wall- und Wohnturmburgen bis heute. Grußvoll, Matthias Topasius

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Eintrag #5 vom 02. Mrz. 2001 08:56 Uhr Ingo Weckermann   Nachricht

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Hi Sascha, als Zeitrahmen würde ich 1100-1250 wählen… Falls es aber besonders wissenswertes in den ´Randgebieten´ zwischen 1000-1300 gibt, dann interessiert mich das natürlich auch! Hallo Carsten, mich interessiert natürlich am meisten alles, was direkt mit Münster und den umliegenden Städten/Dörfen zu tun hat. Als weitläufigere Eingrenzung hast Du da aber einen guten Rahmen gezogen! Was da noch drüber hinaus geht, ist wohl weniger interessant für mich. Hallo auch Matthias, ich versuch´ mal an die Bücher ranzukommen! Ich muß allerdings (zu meiner Schande?) gestehen, dass ich die Grafschaft Ravensberg nicht kenne %-) aber ein Blick in das Büchlein wird sicher Klarheit verschaffen. Außerdem bin ich überwältigt, wie schnell hier geantwortet wird!! Suuuuppppppeeeeeerrr!! Gruss, Ingo

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Eintrag #6 vom 02. Mrz. 2001 15:51 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo! Um also Deinen Blick mal über Dein nördliches ´Randgebiet´ zu erweitern: Zu Städten findest Du in den bekanntesten Büchern über hansische Geschichte etwas, etwa bei Dieter Zimmerling, Die Hanse - Handelsmacht im Zeichen der Kogge, Düsseldorf, 1976 oder Dollinger, Philippe Die Hanse Stuttgart, (5. Aufl.), 1997 In beiden Büchern sind die ersten Kapitel auch zur der von Dir gesuchten Zeit. Einen ganz kurzen ßberblick findest Du von mir dazu auch hier auf dem Server unter: www.karfunkel.de/tempus-vivit/[…]/hanse_westfalen Auch empfehlen kann ich Mittelalter im Ruhrgebiet, hrsg. Von Ferdinand Seibt, 2 Bände, Essen 1991 Mit dem zweibändigen Katalog kannst Du jedes Thema erschlagen;-) Außerdem sind etliche Aufsätze drin, die den Blick auf ganz Westfalen richten. Einer beschäftigt sich nur mit der Geschichte des Adels. Und einige Kapitel aus Kohl, Wilhelm: Kleine westfälische Geschichte / von Wilhelm Kohl. - 1. Aufl. Düsseldorf : Patmos-Verl., 1994. - 346, [32] S. : Ill., Kt. ISBN 3-491-34231-7 Pp Schon spezieller: Gesellschaft Adel: Wand-Seyer, Gabriele: Ein uhralt, adelich und ritterlich Geschlechte. Zur Geschichte der Herner Adelsfamilie von Struenkede. Ill. v. Marschall, Frank. 38 Fotos v. Ellebracht, Bernd /Seyer, Dieter. Mit Beitr. v. Knorre, Alexander. 1992. 84 S. - 20 x 21 cm. 400g. ´Koethers & Ruettsches @BND´ Ln DM 24,80 (ISBN 3-920556-04-6) Sachkultur: Keramik Ausgrabungen in tom Roden, Bd 1 / Röber, Ralph: Hoch- und spätmittelalterliche Keramik aus der Klosteranlage tom Roden 1990. XII,160 S., 23 Abb., 72 Taf., davon 7 farb., 3 Beil. (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, 21) Pp. 84,- DM Falls Dich dieser Bereich weiter interessiert, sag noch mal was. Ich habe zu Hause noch einige spezielle Aufsätze. Kann sein das in tom Roden recht wenig für Deine Zeit gefunden wurde. Soest ist ein ganz gutes Pflaster für Keramik. Im 13. Jh. verbreitet sich im Westfälischen Raum übrigens überwiegend Siegburger Steinzeug. Und schließlich noch was selbst schon historisches: Cappe, Heinrich P. Die Mittelalter-Münzen von Münster, Osnabrück, Paderborn, Corvei und Hervord, Dresden, 1850(!) (gibt-s in der UB Münster) Sonst kann ich Dir noch den Besuch im Westfälischen Museum für Archäologie empfehlen. (Derzeit noch in Münster, demnächst in Herne) Da kann man das alte Zeug auch mal angucken. Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #7 vom 02. Mrz. 2001 16:32 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Das Herzogtum Westfalen wurde unter Fridrich I. gegründet, nachdem er Heinrich den Löwen mit der Acht belegte und ihm seine Herzogtümer sachsen und Bayern wegnahm…das neugegründete Herzogtum ging an den Erzbischof von Köln, damals Rainald von Dassel. Das Erzstift Köln war somit nicht nur geistliches sondern auch weltliches Herzogtum.
Udo

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Eintrag #8 vom 02. Mrz. 2001 17:51 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Zunächst entschuldige ich mich hier für die Unterschriftenzeile in meinem Eintrag (Nr. 3), die war spaßig gemeint und gehörte natürlich zu einem anderen Thread! So, jetzt zum Thema: Als Prämonstratenser - Darsteller interessiert mich persönlich besonders das Geschlecht der Grafen von Cappenberg, die im zwölften Jahrhundert, unter dem Einluß Norbert von Xantens (von Magdeburg) ihre Stammburg zu einem Kloster umwandelten. Außerdem ist deren Nähe zu Barbarossa, m.E. auch von größerem reichsgeschichtlichem Interesse. M.E. lohnt sich immer wieder mal ein Besuch auf Schloß Cappenberg - u. vor allem in der dortigen, mittelalterlichen Kirche. Dort findet man ein wenig Literatur - sowohl über den Orden als auch über die Grafen. Ansonsten fällt mir noch FUHRMANN, HORST: “Deutsche Geschichte im hohen Mittelalter”, Bd. 2, Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen, 1983, dazu ein. Cappenberg befindet sich am südlichsten Rande des Münsterlandes. Da ich einige Jahre in Tecklenburg (zwischen Münster und Osnabrück gelegen) gelebt und mich mit der Geschichte der Grafschaft Tecklenburg beschäftigt habe, habe ich sie ´kennengelernt´ und einige interessante Details erfahren. Nachzulesen in: Hunsche, Friedrich - Ernst und Schmedt, Friedrich: “Volkskunde im Tecklenburger Land”, Verlag B. Scholten, Ibbenbüren, 1974. und vor allem in: Reismann-Grone, Dr. Th.: “Geschichte der Grafschaft Tecklenburg, bis zum Untergang der Egbertiner 1263”, Erstdruck 1894, Herausgegeben v. Verlag Th. Wenner, Osnabrück, 1977. Spannend fand ich hier vor allem die Schilderung der Haltung Otto´s I. von Tecklenburg im “Fall Isenburg”, dem der Graf nämlich für einige Zeit auf der “Tenekenburg” Schutz bot. Natürlich ist auch die Geschichte der Grafen von Steinfurt/ Burgsteinfurt/ Bad Bentheim hochinteressant, da fehlen mir aber augenblicklich die Quellen. Dann kann ich noch folgende beiden Bildbände empfehlen: WARNECKE,EDGAR: “Burgen und Schlösser im Land von Hase und Ems”, Verlag Th. Wenner, Osnabrück, 1985. Es unterscheidet sich m.E. von den bekannten “Grabbeltischbildbänden” durch das Bemühen des Autors, die Geschichte der Burgen lückenlos - aber natürlich kurzgefaßt, inclusive “Besitzerangaben” darzustellen. ähnliches gilt für: WARNECKE, EDGAR: “Alte Kirchen und Klöster, im Land zwischen Weser und Ems.”., Th. Wenner, Osnabrück, 1990. Ich habe außerdem noch jede Menge Broschüren und Heftchen über verschiedene Burgen und Klöster in der Region, bei Besichtigungen gesammelt. Wenn konkrete Fragen da sein sollten, schaue ich auf Anfrage gerne dort nach.
Gruß von Carsten

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Eintrag #9 vom 03. Mrz. 2001 00:09 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ingo, tja, die Grafschaft Ravensberg hat sich aus einem winzigen Flecken Land im politischen Niemandsland zwischen den Bistümern Münster, Osnabrück, Minden und Paderborn etabliert. Bielefeld war zum Begin des 13. Jh. die einzige erfolgreiche Stadtgründung der Grafen von Ravensberg und ist mit um die 1000 Einwohnern eine ziemlich kleine Hauptstadt gewesen… Die Ravensberger neigten zu Fehden mit den Tecklenburgern und waren wechselseitig mit den Kölnern, Osnabrückern und Münsterschen verbündet oder verfeindet. Aus dem hohen MA ist aus der Region üblicherweise wenig überliefert. Im 16. Jahrhundert gehörte die Grafschaft zum Herzogtum Jülich-Kleve-Berg-Ravensberg und war somit teil des Zankapfels, um den herum die Kölner und Brandenburger den 30-jährigen Krieg entzündeten. Was Münster konkret betrifft, so kannst Du möglicherweise bei örtlichen Buchläden beim Thema Heimatgeschichte fündig werden. Grußvoll, Matthias Topasius

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Eintrag #10 vom 03. Mrz. 2001 15:30 Uhr Ingo Weckermann   Nachricht

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Hallo zusammen, wow - ich bin überwältigt! Mit soviel Info´s in der kurzen Zeit habe ich wahrlich nicht gerechnet! Hab´ ich doch bereits aus euren Texten nun einiges gelernt, so werden mir die angegebenen Bücher vermutlich reichlich Aufschluß über den geschichtlichen Zeit- und Ortsrahmen geben. Ich möchte mich mal erst bei allen bedanken. Sollte jemand zufällig noch zu Thema ´Gewandung´ etwas haben (z.B. etwas typisches aus dem Münsterland) dann freue ich mich natürlich auch über diese Info´s. - Nein, nein, die allg. Threads über Gewandung lese ich natürlich schon selbst *lach*, das braucht hier nicht wiederholt werden! So wünsch´ ich allzeit sichre Wege und ein langes Leben, Ingo

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Eintrag #11 vom 04. Mrz. 2001 12:29 Uhr Christian Bloching   Nachricht

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Hallo Ingo, von Münsteraner zu Münsteraner : Schau mal im Stdtmuseum in der Saalzstrasse vorbei, die haben neben der Ausstrellung auch gute Bücher, und noch eine Buchtip: Westfälische Geschichte von Wilhelm Kohl Band 1, Schwamm Vwerlag Düsseldorf, ISBN3-590-34211-0. Viel Spaß beim lesen.
Christian Bloching

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Eintrag #12 vom 11. Dez. 2004 00:28 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht AAAAAAAAAAAH... Neeeeeein.... *schrei* ;-)

Hallo!
Ich hoffe, dass ihr vielleicht noch mal irgendwann hier reinschaut… Hab da nämlich was zu korrigieren an den Quellen, die
Meine Mutter (Historikerin, in und aus Tecklenburg, für Tecklenburg und Umgebung zuständig/über diese Gegend informiert; dazu noch Genealogin) kriegt jedes Mal einen regelrechten Nervenzusammenbruch, wenn der Name “Hunsche” im Zusammenhang mit “Quelle” oder “ernstzunehmend” fällt. Und ich inzwischen auch.
Friedrich-Ernst Hunsche war keinesfalls einer von den Historikern, deren Worte man 10000-prozentig auf die Goldwaage legen kann. Denn: Wenn er mal nicht weiterwusste oder entsprechende gute Quellen fehlten, wurde er schrecklich kreativ. Teilweise WIRKLICH schrecklich.
Vielleicht war der gute Mann zu faul zum Suchen, vielleicht wusste er es nicht besser, vielleicht wollte er einfach medienwirksam schreiben. Fakt ist aber dennoch: Nicht alles, was Friedrich-Ernst Hunsche schreibt, ist richtig… Eine ganze Menge von dem, was er geschrieben hat (und was vermutlich auch von ihm abgeschrieben wurde *bekümmert guck*) ist inzwischen durch Aktenfunde und ähnliches widerlegbar. Aber es macht sich irgendwie leider keiner die Mühe, da mal was zu korrigieren… :-( Wäre aber trotzdem an der Zeit.
Wollte euch nur warnen. Nicht, dass ihr in die Hunschefalle tappt ;-)
Es grüßt - Dorothee alias Catharina

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