Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Das geplante Freilichtmuseum "Gannahall" des "Semnonenbundes" in Nauen (Brandenburg)

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Eintrag #1 vom 22. Apr. 2009 00:15 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Eintrag #2 vom 22. Apr. 2009 00:47 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht irgendwie riecht es

Hm, in diesen Tagen liest man hier doch öfter mal wieder Neuigkeiten und Statements aus jener Ecke des Reenactment, die, nun ja, die den allermeisten Reenactern zu Recht nicht gefallen mag.
Semnonen, rock for roots, oh je, muss das denn wieder aufgewärmt oder propagandistisch beworben werden? Mal wieder braune Floskeln lesen müssen, muss das sein?
Haben wir doch hier schon:
[Taverne, Thread: Infiltration der Szene von rechts?!]
Ich verweise mal auf den Eintrag #121

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Eintrag #3 vom 22. Apr. 2009 11:44 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

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Ich muss jetzt mal loswerden, dass dies ganzen verlinkten Radiosendungen ,die hier und in dem anderen Thread ein Schlag ins Gesicht eines jeden ernsthaften Darstellers sind…
Durch diese einseitige und tendenziöse Berichterstattung wird eine Richtung forciert, die es jedem frühen Darsteller, vor allem den Germanen, die auf Museumsniveau ohne Ideologie agieren, direkt in einen Topf mit den Odinbrüllenden Völkischen werfen.
Dabei sind sich die Macher dieser Radiosendungen nicht zu schade direkt nach seriösen Aussagen Landsermucke laufen zu lassen und so diese Aussagen in ein “rechtes” Licht zu setzen. So eine Berichterstattung zieht natürlich, weil sie sofort den Anschein erweckt, das es gar keine seriösen Projekte geben kann, die sich mit Germanen beschäftigen.
Auch wenn ich jede Diskussion zum Thema “Vereinnahmung der Vergangenheit durch rechte Gruppierungen” begrüße, so wird in den meisten Fällen zu wenig differenziert und lieber Verallgemeinert…
So z.B. auch bei der Midgardstiftung, die von bestimmten Leuten direkt auf die braune Liste gesetzt wird.
Dabei haben die letztens sogar eine Pressemitteilung rausgegeben:
“Presseerklärung vom 19.02.2009
von Wolfram Rittker und Bernard Haarmeyer,
Begründer und Eigentümer der Midgard-Stiftung i.G.
Die Interessengruppe der Midgard-Stiftung i.G. distanziert sich öffentlich und mit allem Nachdruck von jeglicher Form rechtsradikalen Gedankengutes. Wir lehnen alles ab, was in irgendeiner Form faschistische, nationalsozialistische oder anderweitig extrempolitische Tendenzen aufweist. Wenn uns bekannt würde, dass Mitglieder unserer Interessengruppe oder Teilnehmer unserer Projekte entsprechende Ansichten haben bzw. vertreten, würden wir uns sofort von ihnen trennen. Dies war aber bisher nicht der Fall.
Die Interessengruppe der Midgard-Stiftung i.G. ist ein Zusammenschluss von Geschichts- und Handwerksinteressierten Familien, viele davon aus Haseldorf und Umgebung, die Spaß an mittelalterlichem Leben und handwerklichem Experimentieren haben. Ziel ist es, ein kleines Museumsdorf in frühmittelalterlichem Stil und mit althergebrachten Mitteln zu bauen. Dazu würde auch, für den eigenen Bedarf und in kleinem Rahmen, Ackerbau und Viehzucht gehören. Wir machen das aus Spaß an der Sache.
Es stimmt, dass es in Bayern einen so genannten Midgard Verein gibt, der mit uns durch einen unglücklichen Zufall jedoch nur den Namen gemeinsam hat. Was dieser Verein tut, hat nichts mit uns zu tun, im Gegenteil. Es hat bisher nie einen Kontakt gegeben und wir wollen diesen auch in Zukunft vermeiden.
Wolfram Rittker Bernard Haarmeyer”
zu dumm, das man bei manchen Leuten bei einer Verdächtigung, rechts zu sein in Deutschland seine Unschuld beweisen muss…
da helfen selbst klare Distanzierungen nicht, da dann ja gerne behauptet wird, das man das nur pressewirksam vortäuscht….
Insgesamt wird man einfach dieses Jahr und seine Berichterstattung abwarten müssen, ob differenziert wird oder diese tendenziöse Berichterstattung noch weiter zunimmt…

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Eintrag #4 vom 23. Apr. 2009 01:23 Uhr Nicole Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nicole Müller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Welcher Anspruch, wenn es ein Museum werden soll???

Abgesehen von der “Rock for Roots” Sache;
auf der HP des Semnonenbundes steht die Ankündigung für das “historische Maifest”, welches ja in dem “Museumsdorf” “Feiern wie die Germanen” der “Germanen” statt finden soll… *Räusper* Nicht, dass dies schon aus einer seriösen fachlichen Sicht schon 4 Fauxpasse auf einmal sind und schon die Ahnung an Kostümsaufen aufkommenlässt, wird weiter:
»Märchenerzähler, >PONYREITEN « ????? plus der normale 0815 Middelaldää Kram?????
In einem ernsthaften, Bildungsambinioniertem Museum mit historischen/seriösen Darstellern? NIEEEEEEEEE
Achja, und der Preis Bier: 1,50 € ist natürlich auch ganz wichtig und groß geschrieben…..
Was auch immer das sein soll, aber es ist meilenweit entfernt von einem Museum- definiert nach den Statuten des ICOM (Museumsrat) ; Artikel 2;
www.icom-deutschland.de/client/media/4/statuten.pdf
Also, lohnt es sich drüber zu äußern? Von der rationalen Seite; nein, ist eh nur Schmuh………
VIEL schlimmer ist aber, das ahnungslosen Touristen hier ernsthaft versucht wird ein Museum zu verkaufen, welches per Definition keins ist und darüber hinaus wohl die Darsteller ebenso wenig einer fachlichen Definition von “reenactment” nicht entsprechen werden…. Letzteres ist eine Vermutung und bisher noch nicht erwiesen.
Achja, ich mache demnächst mein Römermuseum, wo ich in gut getarnten Adiletten und Bettlaken meine römischen festspiele veranstalte, so wie im Colosseum; So mit Märchenerzähler und Ponyreiten und total historischem Maifest, weißt du?
«<Ach un noch ganz wichtig: Bier 1,50 €, Gewandete erhalten kostenlosen Einlass» Achja, und Feiern wie Römer: mit extra Sklavenpeitschen für 5 €…..
???????
Ohje….

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Eintrag #5 vom 23. Apr. 2009 21:41 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Semnonen, die alten germano-keltischen Wicca-Anhänger

@ Nina und Georg:
> Sinn und Zweck?
Im Zusammenhang mit den beiden Tagungen wird es sicherlich den einen oder anderen Medienbericht geben und hoffentlich auch noch darüber hinaus Debatten unter Archäologinnen, Museumsleuten und historischen Darstellern.
Mir geht es in erster Linie darum, schon vorher ein paar Fakten zu sammeln, gerade auch zu den Gruppen und Projekten, die schon jetzt im Fokus der Debatten und der Medienberichte stehen. Dazu gehört sicherlich auch der Semnonenbund.
Dass sich dort seit 2005/06 einiges verändert hat - zumindest in der Außendarstellung, mehr kann ich nicht beurteilen -, konnte in dem ersten Text hoffentlich gezeigt werden.
Aber wenn wir gerade bei Medienkritik sind: “Was die Nauener Semnonenfreunde viel mehr ärgert sind Gerüchte, in ihrem Umfeld würden sich Leute aus der rechten Szene aufhalten. ‘Ja es stimmt, dass beim einem Rock-for-Roots-Festival in Nauen im Jahre 2006, wo wir Spendengelder sammeln, mal Rechte aufgetaucht sind.” So ganz trifft diese Schilderung den Kern der vor einigen Jahren geäußerten Kritik meines Erachtens aber auch nicht, oder?
@ Nicole
Ich habe mir den Flyer auch mal angesehen und muß zur Verteidigung der “Semonnen” sagen, dass sich das Programm nicht wesentlich von dem unterscheidet, was manches kleines, aber nach ICOM-Definition “richtiges” Museum mit festangestellten (“professionellen”) Mitarbeiter_innen anbietet. Das macht es zwar nicht besser, zeigt aber, dass das Problem hier wohl weniger konkret bei dem Verein als eher allgemein bei der mittlerweile üblichen Event-Kultur und “Freizeitgesellschaft” liegt.
Gestutzt hatte ich allerdings bei dem Hinweis ganz unten links:
“Am Samstag großes Beltainefeuer
Wildschwein vom Spieß”
Da wußte ich nicht, was es ist, aber dank Wikipedia bin ich nun schlauer:
de.wikipedia.org/wiki/Beltane
“Beltane (auch Beltaine oder Bealtaine, irisch) ist der zweite Höhepunkt des keltischen Jahreskreises ( de.wikipedia.org/wiki/Keltischer_Jahreskreis ) . Beltane wird in der Nacht zum und am 1. Mai selbst gefeiert.
Im Neuheidentum wird der Name Beltane oder Beltaine für eines der acht Jahresfeste verwendet. Obwohl sich der Feiertag einiger Merkmale (etwa der Freudenfeuer) des gälischen Beltane bedient, ist es sowohl hinsichtlich der Bedeutung (Betonung der Fruchtbarkeit) als auch der Rituale (Tanz um den Maibaum) näher mit dem germanischen Mai-Feiertag verwandt.”
Über einen “germanischen Mai-Feiertag” weiß ich leider nichts, aber irgendwie fehlen mit Beltane und Wildschwein vom Spieß nur noch Hinkelsteinweitwurf und Troubadix für ein schönes Festchen im pseudo-gallo-germanischen Dörfchen. Halt “Feiern wie die Germanen”.

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Eintrag #12 vom 28. Apr. 2009 22:18 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Wer hier etwas schreiben möchte kann das gerne tun. Aber nicht mit Fake-Accounts.
Darum wurde hier gelöscht.

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Eintrag #13 vom 03. Jun. 2009 19:21 Uhr Sascha Rosengart   Nachricht

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Liebe Forumsmitglieder von Tempus Vivit,
liebe Leser,
ich möchte mich gerne umfassend zur Arbeit des „Semnonenbund e.V.“ äußern.
Zunächst zu meiner Person:
Mein Name ist Sascha Rosengart und ich komme aus Berlin (Jahrgang 1980).
Ich studiere Rechtswissenschaften an der Universität Potsdam, bin ferner Mitglied der SPD und betätige ich mich außerdem aus tiefster Überzeugung antifaschistisch, und zwar als Mitglied des „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“.
Aufgrund meines Interesses für Geschichte/Archäologie kam ich Ende 2006/ Anfang 2007 mit der sog. Reenactment/Living History-Szene in Kontakt. Da ich mich nach einem Einstieg als „Wikingerdarsteller“ mehr für die Frühgeschichte des Raumes Berlin/Brandenburg interessierte, wurde mir der Semnonenbund ans Herz gelegt.
Zwar machten mich die einschlägigen „Kritiken“ natürlich höchst skeptisch, da die Empfehlungen jedoch von Freunden kamen, denen ich vertrauen konnte, nahm ich trotzdem zu Vereinsmitgliedern des Semnonenbundes Kontakt auf, um diese kennenzulernen und persönlich zu prüfen, was an den Gerüchten dran ist.
Daraufhin musste ich feststellen, dass im Verein keinerlei rechte Tendenzen festzustellen waren!! (Mehr noch: hätte man aufgrund der Einstellungen der einzelnen Mitglieder den Verein politisch einordnen wollen, hätte man ihn eher als links bezeichnen müssen.)
Daher entschloss ich mich, Mitglied des Semnonenbundes zu werden, um das Projekt Gannahall tatkräftig zu unterstützen.
Mein hohes Engagement führte relativ schnell dazu, dass ich u. a. die Aufgaben „Rechtliches“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ übernahm.
Seit 2009 bin ich außerdem stellvertretender Vorsitzender des Vereins.
Obwohl die Vorwürfe an sich ausschließlich „Geschehnisse“ betreffen, die vor meiner Mitgliedschaft stattfanden, bin ich dennoch in der Lage umfassend Auskunft zu geben / Stellung zu nehmen / hoffentlich Missverständnisse auszuräumen, da ich mich eingehend mit der Vereinsgeschichte befasst habe.
Doch zunächst möchte ich ein Lob aussprechen:
Herr Roman Grabolle hat sich hier im Forum nicht nur als unser schärfster, sondern auch überaus fairer und vorallem sachlicher Kritiker gezeigt.
Vorallem diese Fairness und Sachlichkeit lassen leider viele andere unserer „Kritiker“ vermissen.
Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, neben allen anderen vorallem Herrn Grabolle Auskunft zu geben.
Zu den einzelnen Punkten:
1. Komplex – Internetauftritt
Der zu Recht kritisierte Internetauftritt zu Anfangszeiten des Vereins geht auf individuelle Fehler einzelner (z. T. ehem.) Vereinsmitglieder zurück.
Diese Mitglieder waren jedoch (genau wie der Verein als Ganzes) nie rechts oder beabsichtigten eine Verbindung zu rechten Ideolog(i)en.
Die diversen Links/Gästebucheinträge etc. entstanden aus zu unvorsichtiger/naiver Übereifrigkeit heraus. So sorgten zu schnell fremde Internetseiten für Begeisterung, nur weil sie irgendwie mit Germanen zu tun zu haben schienen. Darin lag keine böse Absicht/Überzeugungsbekundung o.ä. sondern schlichtweg (anfängliche) Unerfahrenheit mit der Thematik/dem Medium.
Wir verlinken nur noch zu unverdächtigen Seiten, welche wir zuvor ausgiebig prüfen! Desweiteren habe ich bei fragwürdigen Seiten Verlinkungen zu uns entfernen lassen und erbitte/verlange dies auch weiterhin, wenn mir solche Links bekannt werden.
Die Empfehlung von Verschwörungsbüchern ging auf ein einzelnes(!) Vereinsmitglied zurück, welches sich allgemein für Verschwörungstheorien begeisterte. Die politische Gesinnung des Autors Hugo Wellems
war diesem Mitglied jedoch nicht bekannt! Unabhängig davon hatten aber derartige Bücher sowieso niemals etwas auf unserer Internetseite zu suchen, da sie nur den Geschmack eines Mitglieds trafen und mit dem Verein und seiner Arbeit nichts zu tun hatten und haben!
Auch die Empfehlung von besagter Literatur des Helmut Schröcke ging auf ein einzelnes Mitglied zurück. Promotion, Habitilation sowie der fachlich erscheinende Titel erzeugten bei diesem den Irrtum, es würde sich bei dem „Werk“ um seriöse, wissenschaftliche, unbedenkliche Fachliteratur handeln.
Natürlich ist stattdessen die Kritik an den Theorien und der Person von Helmut Schröcke absolut berechtigt/richtig; sämtliche seiner Ansichten sind selbstverständlich abzulehnen!
Daher möchte ich ausdrücklich klarstellen: Der Semnonenbund e.V. ist sich sehr wohl der slawischen Kultur bewusst! Weder vertreten wir eine vollkommen haltlose „Slawenlüge“ (noch jegliche andere politische/ideologische Ansichten des Herrn Schröcke) noch schätzen wir die slawische Kultur weniger als andere. Im Gegenteil, für ordentliche Forschungsarbeit ist es unabdingbar auch die Kultur der östlichen Nachbarn der Germanen zu betrachten. Desweiteren sind wir im Reenactment/Living-History-Bereich mit div. Slawendarstellern befreundet.
Dass die genannten Inhalte nicht umgehend von der Internetseite entfernt wurden, ist darauf zurückzuführen, dass die Seite von nur einer Person betreut wurde/werden konnte, welche dieser Verpflichtung nur sehr unregelmäßig nachkam/sich in höchstem Maße als unzuverlässig erwies.
Als der (gesamte) Verein von den angesprochenen Fehlern erfuhr, wurde die Seite vom Netz genommen und von grundauf überarbeitet.
Dass wir aus diesen Fehlern gelernt haben und bei unserer Vereinsarbeit höchsten Wert auf Wissenschaftlichkeit legen, kann man vorallem unseren Stellungnahmen auf Startseite und Impressum sowie dem aktuellen Literaturverzeichnis (welches noch lange nicht vollständig ist) unter dem Punkt „Verweise“ entnehmen.
2. Komplex – Rock For Roots
Der Semnonenbund legte seit der ersten Ausrichtung des Benefiz-Festivals „Rock For Roots“ großen Wert darauf, dass die Veranstaltung nicht politisiert wird!
Leider sind die Verantwortlichen nicht mit der gebotenen Vorsicht an die Sache herangegangen, sondern
waren so naiv zu glauben, diesbezügliche Anmerkungen auf den Werbeflyern und Lagerordnungen würden ausreichen, unerwünschtes rechtes Publikum von der Veranstaltung fernzuhalten.
Außerdem wurde sich bei der Ausrichtung des Festivals zu sehr auf Dritte/Veranstaltungspartner verlassen.
So kam es, dass ein kleiner Kreis von Personen der Rechten Szene (bzw. mit Verbindungen zu dieser) versucht hat, unser Festival für seine Zwecke zu mißbrauchen, indem er sich unter die Vielzahl unbedenklicher Teilnehmer mischte.
Unsere Mitglieder waren darüber ebenso entsetzt wie die Kritiker!
Daher wurden wichtige Konsequenzen gezogen. So hat sich der Verein z.B. vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus umfassend beraten lassen.
Außerdem wurde die Kontrolle von Bands/ Ständen/ Besuchern/ Ausrichtungspartnern massiv verschärft, wofür wir u.a. eine inzwischen viele Seiten umfassende Liste an inakzeptablen Bands und Labels angelegt haben.
Wie auch unseren „Rock For Roots“-Seiten zu entnehmen ist, arbeiten wir mit der Initiative „Metalfans gegen Nazis“ zusammen, welche uns bei der Erweiterung der besagten Liste sehr hilfreich war.
Zusammenfassend läßt sich sagen, dass wir uns als Veranstalter natürlich die Vorwürfe gefallen lassen müssen. Die Zustände bei einem(!) RFR entstammen aber weder einer rechten Gesinnung des Vereins oder seiner Mitglieder noch mangelndem Interesse an einer Distanzierung von der rechten Szene. Die Fehler, derer der Verein sich schuldig gemacht hat, waren, dass er zu naiv an die Sache herangegangen war, sich zu blind auf Dritte verlassen hatte und sich bei mangelnder Kenntnis der Szene nicht genug mit der Thematik und der Gefahren des Mißbrauchs „von Rechts“ beschäftigt hatte.
Dies hat sich massiv geändert und wird nicht wieder vorkommen! Uns wurde schmerzlich vor Augen geführt, wie geschickt Rechte versuchen, größtenteils unbedenkliche Musikszenen zu unterwandern.
Ich hoffe, ich konnte für mehr Klarheit sorgen, einige Mißverständnisse ausräumen und deutlich machen, dass die Kritik berechtigt war, der Verdacht ggü. unserer Vereinsarbeit jedoch nicht zutrifft.
Sollten noch Fragen offen sein, werde ich sie gerne beantworten.
Auch möchte ich diesen Thread gerne nutzen, näher über das Projekt „Gannahall“ zu informieren und auf alle eventuellen Fragen diesbezüglich einzugehen.
Für jegliche weitere Konversation möchte ich jedem hier gerne das „Du“ anbieten!
Vielen Dank für die Mühe, diesen langen Text zu lesen ;-)
Liebe Grüße
Sascha Rosengart (Stellv. Vorsitzender Semnonenbund e.V.)

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